{"id":69525,"date":"2018-06-14T18:11:23","date_gmt":"2018-06-14T16:11:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69525"},"modified":"2018-06-14T18:11:23","modified_gmt":"2018-06-14T16:11:23","slug":"iv-r-38-15-eigenes-vermoegen-des-inhabers-des-handelsgewerbes-waehrend-des-bestehens-einer-atypisch-stillen-gesellschaft-auslegung-der-klageschrift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-38-15-eigenes-vermoegen-des-inhabers-des-handelsgewerbes-waehrend-des-bestehens-einer-atypisch-stillen-gesellschaft-auslegung-der-klageschrift\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;38\/15 &#8211; Eigenes Verm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes w&auml;hrend des Bestehens einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211; Auslegung der Klageschrift"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.3.2018, IV R 38\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.010318.IVR38.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Eigenes Verm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes w&auml;hrend des Bestehens einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211; Auslegung der Klageschrift<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Inhaber des Handelsgewerbes, an dem sich ein anderer atypisch still beteiligt, verf&uuml;gt auch w&auml;hrend des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft ertragsteuerlich &uuml;ber ein eigenes Verm&ouml;gen, das neben dem Betriebsverm&ouml;gen besteht, das ertragsteuerlich der atypisch stillen Gesellschaft als mitunternehmerisches Verm&ouml;gen zugerechnet wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin zu 1. wird zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin zu 2. wird das Urteil des Finanzgerichts des Saarlandes vom 1. Juli 2015&nbsp;&nbsp;1 K 1414\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Bescheid f&uuml;r 2003 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die &#8230; GmbH &#038; atypisch stille Gesellschaft vom 7. November 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 15. Oktober 2012 wird dahin ge&auml;ndert, dass f&uuml;r die Beigeladene zu 1. kein Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Mitunternehmeranteils festgestellt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben der Beklagte zu 35 % und die Kl&auml;gerinnen zu 65 % zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Au&szlig;ergerichtliche Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist die Gewinnwirksamkeit eines bei Aufnahme eines Gesellschafters in eine GmbH &#038; atypisch still gezahlten sog. &quot;Agios&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin zu 1. (Kl&auml;gerin zu 1.) ist eine GmbH, an deren Stammkapital (51.300&nbsp;DM\/26.229,27&nbsp;EUR) urspr&uuml;nglich H und S mit jeweils 22.800&nbsp;DM sowie die Beigeladene zu 1. mit 5.700&nbsp;DM beteiligt waren. Letztere war seit Juni 1997 mit einer Einlage von 17.100&nbsp;DM (25&nbsp;%) zugleich atypisch stille Gesellschafterin der Kl&auml;gerin zu 1. Wirtschaftlich betrachtet waren danach an der atypisch stillen Gesellschaft S und H (&uuml;ber die Kl&auml;gerin zu 1.) sowie die Beigeladene zu 1. (einerseits &uuml;ber die Kl&auml;gerin zu 1. und andererseits durch ihre unmittelbare Beteiligung) zu je 1\/3 beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 8.&nbsp;September 2003 schlossen die Kl&auml;gerin zu 1., die Beigeladene zu 1. und der Beigeladene zu 2. einen neuen Vertrag &uuml;ber eine atypisch stille Gesellschaft, demzufolge sich die Beigeladenen mit Wirkung vom 1.&nbsp;Januar 2003 als (atypisch) stille Gesellschafter an dem Gesch&auml;ftsbetrieb der Kl&auml;gerin zu 1. beteiligen sollten. In der Pr&auml;ambel dieses Vertrags hei&szlig;t es u.a.:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;&#8230; Nach Euro-Umstellung, Erh&ouml;hung des Stammkapitals der &lt;Kl&auml;gerin zu 1.&gt; auf 27.000,00&nbsp;EUR und entsprechender Aufstockung der Gesch&auml;ftsanteile von &lt;H&gt; und &lt;S&gt; auf jeweils 12.000,00&nbsp;EUR und des Gesch&auml;ftsanteils von &lt;der Beigeladenen zu 1.&gt; auf 3.000,00&nbsp;EUR ist vorgesehen, da&szlig; &lt;H&gt; ihren Gesch&auml;ftsanteil an die &lt;Kl&auml;gerin zu 1.&gt; zum Preis von &lt;X&gt;&nbsp;EUR &uuml;bertr&auml;gt. Es ist gewollt, da&szlig; nach dem Ausscheiden von &lt;H&gt; wieder drei Gesellschafter wirtschaftlich zu gleichen Teilen mit je einem Drittel am Ganzen beteiligt sind, und zwar &lt;S&gt; unmittelbar mit einem Gesch&auml;ftsanteil von 12.000,00&nbsp;EUR, &lt;die Beigeladene zu 1.&gt; unmittelbar mit einem Gesch&auml;ftsanteil von 3.000,00&nbsp;EUR und mittelbar mit einer Einlage als stille (atypisch) Gesellschafterin von 9.000,00&nbsp;EUR sowie &lt;der Beigeladene zu 2.&gt; als weiterer (atypisch) stiller Gesellschafter mit einer Einlage von 12.000,00&nbsp;EUR. Zu diesem Zweck schlie&szlig;en die &lt;Kl&auml;gerin zu 1.&gt;, &lt;die Beigeladene zu 1.&gt; und &lt;der Beigeladene zu 2.&gt; den nachfolgenden Vertrag, wobei der zwischen der &lt;Kl&auml;gerin zu 1.&gt; und &lt;der Beigeladenen zu 1.&gt; bestehende Vertrag &uuml;ber die Errichtung einer stillen Gesellschaft vom 4.&nbsp;Juni 1997 &#8230; durch diesen Vertrag ersetzt wird.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am vorgesehenen Festkapital der atypisch stillen Gesellschaft von 36.000&nbsp;EUR sollten die Kl&auml;gerin zu 1. dementsprechend mit einem Anteil von 15.000&nbsp;EUR, die Beigeladene zu 1. mit einem Anteil von 9.000&nbsp;EUR und der Beigeladene zu 2. mit einem Anteil von 12.000&nbsp;EUR beteiligt sein. Die Einlage der Kl&auml;gerin zu 1. betrachteten die Gesellschafter als durch Zurverf&uuml;gungstellung ihres Handelsgesch&auml;fts erbracht. Die Beigeladene zu 1. hatte ihre bereits in das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu 1. geleistete Einlage von 17.100&nbsp;DM (8.743,09&nbsp;EUR) um 256,91&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen. Der Beigeladene zu 2. war verpflichtet, X&nbsp;EUR &quot;in das Verm&ouml;gen der &lt;Kl&auml;gerin zu 1.&gt;&quot; zu zahlen. Dabei sollte der den Anteil am Festkapital &uuml;bersteigende Betrag von Y&nbsp;EUR als Agio erfasst werden (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 des Gesellschaftsvertrages &#8211;GV&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 9.&nbsp;September 2003 ver&auml;u&szlig;erte H &#8211;nachdem die Kl&auml;gerin zu 1. ihr Stammkapital, wie vorgesehen, auf EUR umgestellt und geringf&uuml;gig erh&ouml;ht hatte&#8211; ihren Anteil an der Kl&auml;gerin zu 1. von nunmehr 12.000&nbsp;EUR zum Preis von X&nbsp;EUR an diese selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wies das Agio im Rahmen der Gewinnfeststellung f&uuml;r 2003 (zuletzt mit Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen &#8211;Gewinnfeststellungsbescheid&#8211; vom 7.&nbsp;November 2008) als &quot;Sonderbetriebseinnahme&quot; der Kl&auml;gerin zu 1. aus. In den Erl&auml;uterungen des Bescheids ist ausgef&uuml;hrt, dass der Differenzbetrag von Y&nbsp;EUR zwischen dem Nominalwert der stillen Beteiligung und der geleisteten Einlage als eine entgeltliche Ver&auml;u&szlig;erung einer Mitunternehmerstellung behandelt werde, die bei der Kl&auml;gerin zu 1. zu einem steuerpflichtigen Ertrag f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen gerichtete Einspruch, der sich u.a. gegen die Gewinnerh&ouml;hung von Y&nbsp;EUR wandte, hatte insoweit keinen Erfolg. Mit Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Oktober 2012 entschied das FA, dass die bisherige atypisch stille Gesellschaft durch die Beteiligung des Beigeladenen zu 2. in eine neue Mitunternehmerschaft umgewandelt worden sei. Hierbei sei das bisherige Gesellschaftsverm&ouml;gen gegen die Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten und die Zahlung eines Aufgeldes durch den Beigeladenen zu 2. in das Betriebsverm&ouml;gen der &uuml;bernehmenden Gesellschaft eingebracht worden. Eine steuerneutrale &Uuml;bertragung des Betriebsverm&ouml;gens zu Buchwerten i.S. des &sect;&nbsp;24 des Umwandlungssteuergesetzes in der im Streitjahr (2003) geltenden Fassung (UmwStG) komme nur insoweit in Betracht, als tats&auml;chlich Mitunternehmeranteile &uuml;berlassen worden seien. In H&ouml;he der sch&auml;dlichen sonstigen Ausgleichszahlung von Y&nbsp;EUR sei daher nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UmwStG i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) ein laufender Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erfasste den streitigen Betrag in H&ouml;he von Z&nbsp;EUR (75&nbsp;%) bei der Kl&auml;gerin zu 1. und im &Uuml;brigen (in H&ouml;he von P&nbsp;EUR, 25&nbsp;%) bei der Beigeladenen zu 1. Zudem vertrat es nun die Auffassung, der Beigeladene zu 2. habe das Agio als Kosten der Anschaffung eines Firmenwerts in einer positiven Erg&auml;nzungsbilanz zu aktivieren und &uuml;ber 15&nbsp;Jahre abzuschreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht des Saarlandes (FG) wies die hiergegen gerichtete Klage nach Beiladung der stillen Gesellschafter mit Urteil vom 1.&nbsp;Juli 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1414\/12 als unbegr&uuml;ndet ab. Das FA habe das Agio zu Recht gewinnerh&ouml;hend ber&uuml;cksichtigt und der Kl&auml;gerin zu 1. sowie der Beigeladenen zu 1. entsprechend deren jeweiligem Anteil an der (urspr&uuml;nglichen) atypisch stillen Gesellschaft zugerechnet. Mit der Aufnahme des Beigeladenen zu 2. in die atypisch stille Gesellschaft sei eine neue Mitunternehmerschaft begr&uuml;ndet worden. Die Kl&auml;gerin zu&nbsp;1. und die Beigeladene zu 1. h&auml;tten ihre Anteile an der alten Mitunternehmerschaft gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten in die neue Gesellschaft eingebracht. Das Agio des Beigeladenen zu 2. stelle keine Einlage dar, da es weder dessen Kapitalkonto noch dem Kapitalkonto eines anderen Gesellschafters gutgeschrieben, sondern in die gesamth&auml;nderisch gebundene Kapitalr&uuml;cklage eingestellt worden sei. Es sei dazu verwendet worden, dem Einbringenden Teile der stillen Reserven, die in dem von ihm eingebrachten Betriebsverm&ouml;gen verhaftet gewesen seien, abzukaufen. Der Vorgang stehe dem Fall einer &quot;Einbringung mit Zuzahlung in das Betriebsverm&ouml;gen&quot; gleich; da die Kl&auml;gerin zu 1. nicht &uuml;ber Privatverm&ouml;gen verf&uuml;ge, sei die Zuzahlung in ihr Betriebsverm&ouml;gen &#8211;zugleich Betriebsverm&ouml;gen der neuen atypisch stillen Gesellschaft&#8211; erfolgt. Die insoweit h&ouml;heren Anschaffungskosten der Beteiligung des Beigeladenen zu 2. m&uuml;ssten in einer positiven Erg&auml;nzungsbilanz abgebildet werden. In H&ouml;he des Agios seien stille Reserven aufgedeckt worden. Ob ein Gewinnausweis durch Erstellung negativer Erg&auml;nzungsbilanzen h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen, k&ouml;nne dahinstehen, denn solche seien nicht erstellt worden. Dass die Beigeladene zu 1. weiterhin zu 25&nbsp;% beteiligt gewesen sei, k&ouml;nne am Ergebnis nichts &auml;ndern. Denn der Beigeladene zu 2. habe auch ihr einen Anteil an den stillen Reserven &quot;abgekauft&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;gerin zu 1. sowie die Prozessbevollm&auml;chtigte als Klagebevollm&auml;chtigte der atypisch stillen Gesellschaft (Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin zu 2. &#8211;Kl&auml;gerin zu 2.&#8211;) die Verletzung des &sect;&nbsp;24 UmwStG und des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Ausgangspunkt zu Recht gehe das FG zwar davon aus, dass die Kl&auml;gerin zu 1. und die Beigeladene zu 1. ihre Anteile an der alten atypisch stillen Gesellschaft gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten in die neue atypisch stille Gesellschaft eingebracht h&auml;tten und deshalb der Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;24 UmwStG er&ouml;ffnet sei. Entgegen der Auffassung des FG sei es aber zu keiner Aufdeckung stiller Reserven gekommen, da die Fortf&uuml;hrung der Buchwerte gew&auml;hlt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Agio habe der Beigeladene zu 2. in das Betriebsverm&ouml;gen der neuen atypisch stillen Gesellschaft geleistet; es sei dort in der gebundenen R&uuml;cklage erfasst worden. Da eine atypisch stille Gesellschaft kein eigenes Verm&ouml;gen besitze und keine eigenen Bilanzen erstelle, habe die Einlage nur in das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu 1. als der Inhaberin des Handelsgewerbes erfolgen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus liege eine widerstreitende Steuerfestsetzung nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;1 AO vor, weil dieselben stillen Reserven sowohl anl&auml;sslich des Eintritts des Beigeladenen zu 2. als auch aufgrund der Anteilsver&auml;u&szlig;erung der H besteuert w&uuml;rden. Beide Vorg&auml;nge h&auml;tten die Beteiligungsverh&auml;ltnisse am Gesamtgebilde der atypisch stillen Gesellschaft nicht ver&auml;ndert &#8211; statt H sei nun lediglich der Beigeladene zu 2. zu 1\/3 beteiligt. Der von Letzterem gezahlte Betrag sei durch die Kl&auml;gerin zu 1. hindurchgeflossen. Da das Verm&ouml;gen der atypisch stillen Gesellschaft mit dem der Kl&auml;gerin zu 1. identisch sei, k&ouml;nnten keine zus&auml;tzlichen stillen Reserven im Verm&ouml;gen der atypisch stillen Gesellschaft enthalten sein. Diese sei als reine Innengesellschaft auch nicht in der Lage, einen eigenen Gesch&auml;fts- oder Firmenwert zu entwickeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die Kl&auml;gerin zu 1. beantragt sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">das FG-Urteil aufzuheben und den Bescheid f&uuml;r 2003 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 7.&nbsp;November 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Oktober 2012 dahin zu &auml;ndern, dass f&uuml;r sie kein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die Kl&auml;gerin zu 2. beantragt sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">das FG-Urteil aufzuheben und den Bescheid f&uuml;r 2003 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 7.&nbsp;November 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Oktober 2012 dahin zu &auml;ndern, dass f&uuml;r die Kl&auml;gerin zu 1. und f&uuml;r die Beigeladene zu 1. jeweils kein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es schlie&szlig;t sich im Wesentlichen den Ausf&uuml;hrungen der Vorinstanz an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladenen haben keine Antr&auml;ge gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin zu 2. f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Entscheidung in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Revision der Kl&auml;gerin zu 1. ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitgegenstand ist, ob und ggf. in welcher H&ouml;he anl&auml;sslich des Eintritts des Beigeladenen zu 2. in die atypisch stille Gesellschaft die Kl&auml;gerin zu 1. und die Beigeladene zu 1. jeweils einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn erzielt haben (dazu 1.). Entgegen der Auffassung des FG ist Kl&auml;gerin nicht nur die GmbH (Kl&auml;gerin zu 1.), sondern auch die Prozessbevollm&auml;chtigte als Klagebevollm&auml;chtigte der atypisch stillen Gesellschaft (Kl&auml;gerin zu 2.; dazu 2.). Auf die Revision der Kl&auml;gerin zu 2. ist das FG-Urteil aufzuheben, denn das FG hat bei seiner Entscheidung nicht ber&uuml;cksichtigt, dass der Inhaber des Handelsgewerbes, an dem sich andere atypisch still beteiligen, auch w&auml;hrend des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft ertragsteuerlich weiterhin &uuml;ber ein eigenes, von dem der atypisch stillen Gesellschaft zu trennendes Verm&ouml;gen verf&uuml;gt (dazu 3.). Die Klage der Kl&auml;gerin zu 2. hat insoweit Erfolg, als sie sich gegen die Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns der Beigeladenen zu 1. richtet; im &Uuml;brigen ist sie unbegr&uuml;ndet (dazu 4.). Die Revision der Kl&auml;gerin zu 1. ist unbegr&uuml;ndet (dazu 5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Entgegen der Auffassung des FG richtete sich die Klage nicht gegen die Feststellung eines laufenden Gesamthandsgewinns und seine Verteilung auf die Feststellungsbeteiligten, sondern gegen die jeweilige Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns der Kl&auml;gerin zu 1. und der Beigeladenen zu 1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) kann ein Gewinnfeststellungsbescheid eine Vielzahl selbst&auml;ndiger und damit auch selbst&auml;ndig anfechtbarer Feststellungen enthalten, die eigenst&auml;ndig in Bestandskraft erwachsen und deshalb f&uuml;r die in dem n&auml;mlichen Bescheid getroffenen und rechtlich nachgelagerten Feststellungen Bindungswirkung entfalten k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Solche selbst&auml;ndigen Regelungen (Feststellungen) sind insbesondere die Qualifikation der Eink&uuml;nfte, das Bestehen einer Mitunternehmerschaft und wer an ihr beteiligt ist, die H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns sowie dessen Verteilung auf die Mitunternehmer und die H&ouml;he eines Sondergewinns bzw. einer Sonderverg&uuml;tung (z.B. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2017 IV&nbsp;R&nbsp;31\/14, BFHE 257, 292).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Selbst&auml;ndig anfechtbar ist auch die Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinns nach &sect;&nbsp;16 EStG jedenfalls des einzelnen Mitunternehmers (z.B. BFH-Urteil in BFHE 257, 292). Als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 EStG gilt dabei auch ein sog. Einbringungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;24 UmwStG, denn die Einbringung eines Mitunternehmeranteils in eine Personengesellschaft gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten ist grunds&auml;tzlich als Ver&auml;u&szlig;erung des Mitunternehmeranteils durch den Einbringenden an die Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG zu verstehen (&quot;tausch&auml;hnlicher Vorgang&quot;, vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2017 IV&nbsp;R&nbsp;11\/15, BFHE 257, 324, Rz&nbsp;31&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gesondert festgestellt wird insoweit jeweils der Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn des einzelnen Mitunternehmers. Keine selbst&auml;ndige Feststellung ist hingegen die Zusammenfassung von Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinnen mehrerer Mitunternehmer. Insoweit handelt es sich lediglich um eine Rechengr&ouml;&szlig;e, die nicht selbst&auml;ndig anfechtbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Von der Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinns i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG zu unterscheiden ist &#8211;als weitere selbst&auml;ndige Feststellung&#8211; die Qualifikation des Aufgabe- oder Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns (sowohl der Gesamthand als auch des einzelnen Mitunternehmers) als Bestandteil der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG (z.B. BFH-Urteil in BFHE 257, 292, m.w.N.). Sieht das Gesetz vor, dass ein Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG als laufender Gewinn gilt (z.B. in &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG), ist ein entsprechender Gewinn zwar als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG festzustellen, nicht aber zudem als Bestandteil der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG (z.B. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;August 2015 IV&nbsp;R&nbsp;34\/12, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Keine selbst&auml;ndige Feststellung ist der sich aus den einzelnen Feststellungen ergebende Gesamtgewinn. Insoweit handelt es sich lediglich um eine Rechengr&ouml;&szlig;e, die nicht selbst&auml;ndig anfechtbar ist (z.B. BFH-Urteil in BFHE 257, 292).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob das FA den von den Beteiligten als &quot;Agio&quot; bezeichneten Betrag von Y&nbsp;EUR in dem angegriffenen Gewinnfeststellungsbescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung zu Recht in H&ouml;he von Z&nbsp;EUR als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der Kl&auml;gerin zu 1. und in H&ouml;he von P&nbsp;EUR als einen solchen der Beigeladenen zu 1. erfasst hat. Unter den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls kommt dem Umstand, dass das FA die entsprechenden Gewinne jeweils als &quot;als Sonderbetriebseinnahme zu erfassende Verg&uuml;tungen auf schuldrechtlicher Grundlage, ggf. einschlie&szlig;lich nachtr&auml;glicher Eink&uuml;nfte&quot; erfasst hat, ausnahmsweise keine Bedeutung zu, zumal das FA in der Einspruchsentscheidung ausdr&uuml;cklich ausgef&uuml;hrt hat, der streitige Betrag von Y&nbsp;EUR sei als &quot;laufender Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zu erfassen (&sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UmwStG i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 S.&nbsp;3 EStG)&quot; und die Beteiligten die entsprechenden Feststellungen auch so verstanden haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des FG ist als Kl&auml;gerin nicht nur die GmbH (Kl&auml;gerin zu 1.), sondern auch die Prozessbevollm&auml;chtigte als Klagebevollm&auml;chtigte der atypisch stillen Gesellschaft (Kl&auml;gerin zu 2.) anzusehen. Das ergibt eine Auslegung des Klagebegehrens. Der BFH kann die Klageschrift ohne Bindung an die Feststellungen des FG selbst auslegen (z.B. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;August 2015 IV&nbsp;R&nbsp;41\/12, Rz&nbsp;20, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In der von der Prozessbevollm&auml;chtigten eingereichten Klageschrift wird als Kl&auml;gerin die GmbH &quot;handelnd als zur Vertretung berufene Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der &#8230; GmbH &#038; atypisch stille Gesellschaft&quot; bezeichnet; die GmbH handele im Namen der atypisch stillen Gesellschaft &quot;in gesetzlicher Proze&szlig;standschaft, &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO&quot;. Die Klage richtete sich gegen die gewinnerh&ouml;hende Erfassung des &quot;Agios&quot; in H&ouml;he von Y&nbsp;EUR. Wie unter II.1. dargelegt, war dieser Betrag in dem angegriffenen Gewinnfeststellungsbescheid in H&ouml;he von Z&nbsp;EUR als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der GmbH (Kl&auml;gerin zu 1.) und in H&ouml;he von P&nbsp;EUR als ein solcher der Beigeladenen zu 1. erfasst. Insoweit waren jedenfalls die GmbH (Kl&auml;gerin zu 1.) und die Beigeladene zu 1. als diejenigen, f&uuml;r die in dem angegriffenen Gewinnfeststellungsbescheid jeweils ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn festgestellt worden ist, nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO klagebefugt, denn bei Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns des einzelnen Feststellungsbeteiligten handelt es sich um eine Frage, die diesen Beteiligten i.S. des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO pers&ouml;nlich angeht. Im Ergebnis zu Recht hat das FG danach (jedenfalls) die GmbH als Kl&auml;gerin angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wie dargelegt, war das Klagebegehren aber nicht nur gegen die Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns der Kl&auml;gerin zu 1. gerichtet, sondern auch gegen die Feststellung eines solchen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns der Beigeladenen zu 1. Insoweit war aber nicht die Kl&auml;gerin zu 1. f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft klagebefugt, sondern &#8211;neben der Beigeladenen zu 1., die keine Klage erhoben hat&#8211; nur die Prozessbevollm&auml;chtigte als Klagebevollm&auml;chtigte der atypisch stillen Gesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Innengesellschaft wie die atypisch stille Gesellschaft kann als solche nicht Beteiligte eines finanzgerichtlichen Verfahrens sein, das die gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung betrifft. Denn bei der Innengesellschaft kommt eine Vertretung, d.h. ein rechtsgesch&auml;ftliches Handeln f&uuml;r die Gesellschaft im Au&szlig;enverh&auml;ltnis, nicht in Betracht. Die Innengesellschaft hat keine Organe und keine Bevollm&auml;chtigten. Die Rolle des nicht vorhandenen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers &uuml;bernimmt bei der atypisch (mitunternehmerischen) stillen Gesellschaft oder einer &auml;hnlichen Innengesellschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;2, Abs.&nbsp;2 FGO, &sect;&nbsp;183 AO der Empfangsbevollm&auml;chtigte als Klagebevollm&auml;chtigter. Diesem stehen deshalb dieselben prozessualen Befugnisse zu wie einem vertretungsberechtigten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer nach dem Regeltatbestand des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 FGO; er handelt im eigenen Namen im Interesse der Feststellungsbeteiligten und damit f&uuml;r diese als gesetzlicher Prozessstandschafter (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Mai 2016 IV&nbsp;R&nbsp;27\/13, Rz&nbsp;16, und vom 21.&nbsp;Dezember 2017 IV&nbsp;R&nbsp;44\/14, Rz&nbsp;14&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Unter Ber&uuml;cksichtigung der Umst&auml;nde des Streitfalls ist die von der Prozessbevollm&auml;chtigten eingereichte Klageschrift rechtsschutzgew&auml;hrend dahin auszulegen, dass neben der GmbH als (nur) nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO Klagebefugter auch die Prozessbevollm&auml;chtigte als Empfangsbevollm&auml;chtigte der atypisch stillen Gesellschaft und damit als nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;2, Abs.&nbsp;2 FGO klagebefugte Klagebevollm&auml;chtigte Klage erhoben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen den Beteiligten ist nicht streitig, dass nicht die Kl&auml;gerin zu 1., sondern die Prozessbevollm&auml;chtigte Empfangsbevollm&auml;chtigte der atypisch stillen Gesellschaft ist. Nur sie war daher berechtigt, in gesetzlicher Prozessstandschaft auch die Rechte solcher Feststellungsbeteiligter geltend zu machen, die zwar nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;3 bis 5 FGO selbst klagebefugt sind, aber nicht selber Klage erhoben haben. Nur sie konnte dementsprechend die Rechtswidrigkeit des f&uuml;r die Beigeladene zu 1. festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns geltend machen. Zu diesem Verfahren war die Beigeladene zu 1. nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO beizuladen. Der Senat legt daher die Klage &#8211;ebenso wie die Revision&#8211; dahin aus, dass sie von der Prozessbevollm&auml;chtigten zum einen in ihrer Funktion als Klagebevollm&auml;chtigte der atypisch stillen Gesellschaft erhoben wurde und des Weiteren f&uuml;r die Kl&auml;gerin zu 1. in eigener Person. Eine Berichtigung des insoweit unzutreffenden Rubrums des FG-Urteils nach &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 FGO ist nicht erforderlich, weil das Urteil insgesamt aufgehoben wird (vgl. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;April 2012 V&nbsp;R&nbsp;2\/11, BFHE 237, 286, BStBl II 2012, 634, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision der Kl&auml;gerin zu 2. ist teilweise begr&uuml;ndet. Das FG hat bei seiner Entscheidung nicht ber&uuml;cksichtigt, dass der Inhaber des Handelsgewerbes, an dem sich andere atypisch still beteiligen, auch w&auml;hrend des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft ertragsteuerlich weiterhin &uuml;ber ein eigenes, von dem der atypisch stillen Gesellschaft zu trennendes Verm&ouml;gen verf&uuml;gt. Das FG hat deshalb nicht in Betracht gezogen, dass der Beigeladene zu 2. den Betrag von X&nbsp;EUR f&uuml;r den Erwerb eines Anteils an der atypisch stillen Gesellschaft auch in dieses ertragsteuerlich allein der Kl&auml;gerin zu 1. als der Inhaberin des Handelsgewerbes zuzurechnende Verm&ouml;gen gezahlt haben kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Begr&uuml;ndet der Inhaber eines Handelsgewerbes an seinem gesamten Betrieb eine stille Gesellschaft und ist die Gesellschaft ertragsteuerlich als Mitunternehmerschaft anzusehen, weil der stille Gesellschafter Mitunternehmerinitiative entfalten kann und Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt, entsteht eine atypisch stille Gesellschaft als eigenst&auml;ndige Mitunternehmerschaft. Deren Mitunternehmer sind der Inhaber des Handelsgewerbes und der oder &#8211;wenn sich mehrere am gesamten Handelsgewerbe des Inhabers atypisch still beteiligen&#8211; die (atypisch) still Beteiligten. F&uuml;r die Dauer des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft wird das Unternehmen des Inhabers des Handelsgewerbes ertragsteuerlich dieser Mitunternehmerschaft zugeordnet. Das Betriebsverm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes wird dadurch mitunternehmerisches Verm&ouml;gen, welches vom Inhaber des Handelsgewerbes im eigenen Namen, aber f&uuml;r Rechnung der Mitunternehmerschaft verwaltet wird. Demgem&auml;&szlig; steht auch der erwirtschaftete Gewinn der Mitunternehmerschaft zu und wird auf die Mitunternehmer, also den Inhaber des Handelsgewerbes und den bzw. die stillen Gesellschafter, nach den Abreden im Gesellschaftsvertrag &uuml;ber die stille Gesellschaft verteilt (z.B. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Juni 2015 IV&nbsp;R&nbsp;5\/12, BFHE 250, 121, BStBl II 2015, 935, Rz&nbsp;31). Die Entstehung einer atypisch stillen Gesellschaft ist ertragsteuerlich also insoweit wie eine Einbringung des Betriebs des Inhabers des Handelsgewerbes in die stille Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;24 UmwStG zu w&uuml;rdigen (z.B. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Dezember 2016 IV&nbsp;R&nbsp;8\/14, BFHE 256, 175, BStBl II 2017, 538, Rz&nbsp;16, m.w.N.). Im Ergebnis wird die atypisch stille Gesellschaft f&uuml;r steuerliche Zwecke wie eine im Innenverh&auml;ltnis bestehende (fiktive) KG behandelt (BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Dezember 2017 IV&nbsp;R&nbsp;44\/14, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Inhaber des Handelsgewerbes f&uuml;r die Dauer des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft ertragsteuerlich &uuml;ber kein eigenes Verm&ouml;gen mehr verf&uuml;gt. Der Umstand, dass die Begr&uuml;ndung einer atypisch stillen Gesellschaft ertragsteuerlich wie eine Einbringung des Betriebs des Inhabers des Handelsgewerbes in die stille Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;24 UmwStG zu w&uuml;rdigen ist, f&uuml;hrt vielmehr dazu, dass der Inhaber des Handelsgewerbes nunmehr vergleichbar dem pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter einer KG als Mitunternehmer an der atypisch stillen Gesellschaft beteiligt ist. Ihm sind ertragsteuerlich die dem Betriebsverm&ouml;gen der atypisch stillen Gesellschaft zuzurechnenden Wirtschaftsg&uuml;ter entsprechend seinem Anteil zuzurechnen. Er erzielt aus der mitunternehmerischen Beteiligung an der atypisch stillen Gesellschaft Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG. Dies setzt ein eigenes, von dem der atypisch stillen Gesellschaft zu trennendes Verm&ouml;gen voraus. Ist Inhaber des Handelsgewerbes, wie im Streitfall, eine Kapitalgesellschaft (hier: eine GmbH), so handelt es sich bei dem eigenen Verm&ouml;gen um Betriebsverm&ouml;gen. Denn eine Kapitalgesellschaft verf&uuml;gt mangels au&szlig;erbetrieblicher Sph&auml;re nicht &uuml;ber Privatverm&ouml;gen (vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;August 2007 I&nbsp;R&nbsp;32\/06, BFHE 218, 523, BStBl II 2007, 961, m.w.N.). Auch wenn zivilrechtlich nur ein einziges Gesellschaftsverm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes besteht, in das der (atypisch) still Beteiligte nach &sect;&nbsp;230 des Handelsgesetzbuchs (HGB) seine Einlage leisten muss, ist ertragsteuerlich f&uuml;r die Dauer des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft demnach von einem mitunternehmerischen Betriebsverm&ouml;gen der atypisch stillen Gesellschaft und einem davon zu unterscheidenden eigenen Verm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsgrunds&auml;tze hat das FG bei seiner Entscheidung nicht beachtet. Sein Urteil war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Senat kann in der Sache selbst entscheiden. Denn die vom FG festgestellten Tatsachen lassen nur den Schluss zu, dass die Kl&auml;gerin zu 1. einen Teil ihres Mitunternehmeranteils an der atypisch stillen Gesellschaft im Nennbetrag von 12.000&nbsp;EUR an den Beigeladenen zu 2. ver&auml;u&szlig;ert hat und der Beigeladene zu 2. den daf&uuml;r zu entrichtenden Kaufpreis von X&nbsp;EUR in das eigene Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gern zu 1. und nicht in das f&uuml;r die Dauer ihres Bestehens ertragsteuerlich der atypisch stillen Gesellschaft zuzurechnende, als deren mitunternehmerisches Verm&ouml;gen zu behandelnde Betriebsverm&ouml;gen gezahlt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Aus der Pr&auml;ambel des GV ergibt sich, dass wirtschaftlich betrachtet der Beigeladene zu 2. den Anteil der H an der Kl&auml;gerin zu 1. erwerben sollte. Wie die Kl&auml;gerinnen in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG zu Protokoll gegeben haben, war es allerdings aus standesrechtlichen Gr&uuml;nden nicht m&ouml;glich, dass der Beigeladene zu 2. diesen Anteil erwirbt. Deshalb sei die Konstruktion gew&auml;hlt worden, dass sich der Beigeladene zu 2. mit einem dem Gesch&auml;ftsanteil der H an der Kl&auml;gerin zu 1. entsprechenden Anteil an der atypisch stillen Gesellschaft als weiterer Gesellschafter beteiligt. Auf diese Weise sollte erreicht werden, dass nach dem Ausscheiden der H &quot;wieder drei Gesellschafter wirtschaftlich zu gleichen Teilen mit je einem Drittel am Ganzen beteiligt sind&quot;. Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 GV sollte sich das Festkapital der atypisch stillen Gesellschaft durch den Eintritt des Beigeladenen zu 2. nicht &auml;ndern, sondern weiterhin 36.000&nbsp;EUR betragen. An diesem Festkapital sollte die Beigeladene zu 1. wie zuvor mit einem Anteil von 9.000&nbsp;EUR beteiligt sein. Die Kl&auml;gerin zu 1. sollte allerdings statt bislang mit einem Anteil von 27.000&nbsp;EUR nur noch mit einem Anteil von 15.000&nbsp;EUR am Festkapital beteiligt sein; daf&uuml;r sollte nun der bislang nicht beteiligte Beigeladene zu 2. mit einem Anteil von 12.000&nbsp;EUR am Festkapital beteiligt werden (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 GV). Hierf&uuml;r sollte er nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 GV &quot;eine Einlage von &lt;X&gt;&nbsp;EUR &#8230; in das Verm&ouml;gen der GmbH&quot; erbringen. Sodann sollte H ihren Gesch&auml;ftsanteil an der Kl&auml;gerin zu 1. im Nennbetrag von 12.000&nbsp;EUR an diese zum Preis von X&nbsp;EUR &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Regelungen lassen nur den Schluss zu, dass die Kl&auml;gerin zu 1. einen Teil ihres Mitunternehmeranteils an der atypisch stillen Gesellschaft im Nennbetrag von 12.000&nbsp;EUR an den Beigeladenen zu 2. ver&auml;u&szlig;ert hat und dieser ihr daf&uuml;r den Kaufpreis von X&nbsp;EUR gezahlt hat, und zwar in ihr eigenes, von dem der atypisch stillen Gesellschaft zu unterscheidendes Betriebsverm&ouml;gen. Eine Zahlung dieses Betrags in das als mitunternehmerisches Verm&ouml;gen der atypisch stillen Gesellschaft zu behandelnde Betriebsverm&ouml;gen h&auml;tte nicht dem Willen der Parteien entsprochen. Da es sich bei dem Betriebsverm&ouml;gen der atypisch stillen Gesellschaft um dem Gesamthandsverm&ouml;gen einer Au&szlig;engesellschaft vergleichbares, allen Mitunternehmern zustehendes Verm&ouml;gen handelt, w&auml;re in diesem Fall eine Zahlung des Betrags von X&nbsp;EUR anteilig auch den anderen an der atypisch stillen Gesellschaft Beteiligten, also den Beigeladenen, zugutegekommen. Es ist aber nicht ersichtlich, weshalb auch den Beigeladenen der Betrag von X&nbsp;EUR anteilig h&auml;tte zustehen sollen, obwohl allein der Mitunternehmeranteil der Kl&auml;gerin zu 1. an der atypisch stillen Gesellschaft gemindert wurde. Aus Sicht der Beigeladenen w&auml;re andererseits nicht ersichtlich, weshalb sie bei unterstellter Zahlung in das mitunternehmerische Verm&ouml;gen dessen Verwendung zum Erwerb eigener Gesch&auml;ftsanteile durch die Kl&auml;gerin zu 1. zugestimmt haben sollten, denn dieser Erwerb lag allein im Interesse der Kl&auml;gerin zu 1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist f&uuml;r den Senat auch nicht bindend festgestellt, dass der Beigeladene zu 2. den Betrag von X&nbsp;EUR tats&auml;chlich in das mitunternehmerische Verm&ouml;gen der atypisch stillen Gesellschaft gezahlt hat. In seinem Urteil geht das FG zwar davon aus, dass (jedenfalls) der streitige Betrag von Y&nbsp;EUR &quot;in der gesamth&auml;nderisch gebundenen Kapitalr&uuml;cklage&quot; ausgewiesen worden sei. Festgestellt hat das FG allerdings lediglich, dass die Kl&auml;gerin den Vorgang &quot;per Bank &lt;X&gt;&nbsp;EUR an Kapital &lt;Beigeladener zu 2.&gt; 12.000&nbsp;EUR und gebundene Kapitalr&uuml;cklage &lt;Y&gt;&nbsp;EUR&quot; bzw. als &quot;Bank &lt;X&gt;&nbsp;EUR an Einlage stiller Gesellschafter &lt;Beigeladener zu 2.&gt; 12.000&nbsp;EUR und Kapitalr&uuml;cklage &lt;Y&gt;&nbsp;EUR&quot; gebucht habe. In der Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2003 sei &quot;abweichend von dem vorherigen Betriebsverm&ouml;gensausweis nach der Neugr&uuml;ndung durch Aufnahme des &lt;Beigeladenen zu 2.&gt; erstmals eine Kapitalr&uuml;cklage (R&uuml;cklage f&uuml;r den Erwerb eigener Anteile) in H&ouml;he von &lt;X&gt;&nbsp;EUR gebildet&quot; worden. Bei dieser Sachlage durfte das FG die von ihm festgestellten Buchungen nicht dahin w&uuml;rdigen, dass (jedenfalls) der Betrag von Y&nbsp;EUR in eine gesamth&auml;nderisch gebundene R&uuml;cklage gebucht worden sei. Vielmehr lassen auch die festgestellten Buchungen nur den Schluss zu, dass der Beigeladene zu 2. den von ihm zu zahlenden Betrag als Gegenleistung f&uuml;r den Erwerb des Teilanteils an der Mitunternehmerschaft in das eigene Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu 1. gezahlt hat, die ihn &#8211;wie von vornherein geplant&#8211; zum Erwerb eigener Gesch&auml;ftsanteile verwendet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dahinstehen kann, ob es sich bei der atypisch stillen Gesellschaft vor und nach dem Eintritt des Beigeladenen zu 2. um die n&auml;mliche Gesellschaft handelt und sich infolge einer Teilanteilsver&auml;u&szlig;erung lediglich die Beteiligungsverh&auml;ltnisse ge&auml;ndert haben, oder ob die Kl&auml;gerin zu 1. und die Beigeladenen, wovon offenbar alle Beteiligten und das FG ausgegangen sind, eine neue (zweite) atypisch stille Gesellschaft gegr&uuml;ndet haben, in die die Beigeladene zu 1. und die Kl&auml;gerin zu 1. ihre Anteile an der bisherigen (alten) atypisch stillen Gesellschaft gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten eingebracht haben. Denn dies w&uuml;rde am Vorliegen einer Teilanteilsver&auml;u&szlig;erung durch die Kl&auml;gern zu 1., durch die sie einen steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von Y EUR erzielt h&auml;tte, nichts &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG auch Gewinne, die bei Ver&auml;u&szlig;erung eines Teils eines Mitunternehmeranteils erzielt werden. Der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines solchen Teil-Mitunternehmeranteils ist nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG zu ermitteln (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;August 2015 IV&nbsp;R&nbsp;34\/12, Rz&nbsp;19). Geht man davon aus, dass im Streitfall keine neue (zweite) atypisch stille Gesellschaft gegr&uuml;ndet wurde, sondern die Kl&auml;gerin zu 1. lediglich einen Anteil ihres Mitunternehmeranteils im Nennbetrag von 12.000&nbsp;EUR zu einem Preis von X&nbsp;EUR an den Beigeladenen zu 2. ver&auml;u&szlig;ert hat, ist ihr daraus nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG ein (nicht tarifbeg&uuml;nstigter) Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von Y&nbsp;EUR entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zum gleichen Ergebnis kommt man, wenn man davon ausgeht, dass eine neue (zweite) atypisch stille Gesellschaft begr&uuml;ndet wurde, in die die Kl&auml;gerin zu 1. und die Beigeladene zu 1. ihre Mitunternehmeranteile an der alten atypisch stillen Gesellschaft eingebracht haben. Denn eine steuerneutrale Buchwerteinbringung in entsprechender Anwendung von &sect;&nbsp;24 UmwStG kommt nur insoweit in Betracht, als die Mitunternehmer ihre Mitunternehmeranteile f&uuml;r eigene Rechnung einbringen. Soweit die Einbringung f&uuml;r fremde Rechnung erfolgt, entsteht ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Einbringung eines Mitunternehmeranteils in eine Personengesellschaft gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten ist grunds&auml;tzlich als Ver&auml;u&szlig;erung des Mitunternehmeranteils durch den Einbringenden an die Personengesellschaft zu verstehen (&quot;tausch&auml;hnlicher Vorgang&quot;). Der Einbringende erzielt daher grunds&auml;tzlich Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG. Soweit &sect;&nbsp;24 UmwStG f&uuml;r eine solche Einbringung allerdings Sonderregelungen enth&auml;lt, gehen diese als spezielleres Gesetz den Regelungen des &sect;&nbsp;16 EStG vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG darf die Personengesellschaft das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen in ihrer Bilanz mit dem Buchwert ansetzen. Dieser Wert gilt nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 UmwStG f&uuml;r den Einbringenden als Ver&auml;u&szlig;erungspreis. Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn ist nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG der Betrag, um den der Ver&auml;u&szlig;erungspreis nach Abzug der Ver&auml;u&szlig;erungskosten den Wert des Anteils am Betriebsverm&ouml;gen &uuml;bersteigt. Demzufolge entsteht nach der im Streitjahr geltenden Rechtslage durch die Einbringung eines Mitunternehmeranteils unter Wahl der Buchwertfortf&uuml;hrung kein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn, wenn der Einbringende nur Gesellschaftsrechte oder aber neben den Gesellschaftsrechten andere Gegenleistungen von der Personengesellschaft erh&auml;lt und die Summe der Gutschrift auf einem Kapitalkonto der Personengesellschaft und des gemeinen Werts der Gegenleistung den Buchwert des eingebrachten Mitunternehmeranteils nicht &uuml;bersteigt (z.B. BFH-Urteil in BFHE 257, 324, Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Ein Wahlrecht zur Buchwertfortf&uuml;hrung, wie es in &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG vorgesehen ist, besteht hingegen nicht, wenn ein Betrieb, Teilbetrieb oder Mitunternehmeranteil gegen Geld oder andere Wirtschaftsg&uuml;ter ver&auml;u&szlig;ert wird. In diesem Fall entsteht vielmehr ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG, der ggf. nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG tarifbeg&uuml;nstigt ist. Der Besteuerung eines solchen Gewinns liegt die Erw&auml;gung zugrunde, dass damit das bisherige unternehmerische Engagement beendet und das vorhandene Betriebsverm&ouml;gen ver&auml;u&szlig;ert wird. Der Gewinn ist im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung zu versteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die Tatbest&auml;nde der Ver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG und der Einbringung von Betriebsverm&ouml;gen k&ouml;nnen miteinander verbunden sein. Ein solcher Fall liegt vor, wenn ein neuer Gesellschafter gegen (Zu-)Zahlung eines Entgelts an die Altgesellschafter in eine Personengesellschaft eintritt. Einbringende sind in diesem Fall die Altgesellschafter, welche die (ideellen) Anteile ihres Betriebsverm&ouml;gens (ihre Mitunternehmeranteile) in die erweiterte Personengesellschaft einbringen. Hat der Neugesellschafter hierf&uuml;r ein Entgelt an die Altgesellschafter zu entrichten, erfolgt die Einbringung insoweit auf fremde Rechnung, d.h. auf Rechnung des Neugesellschafters, und nur im &Uuml;brigen auf eigene Rechnung. Soweit die Einbringung auf fremde Rechnung erfolgt, ist &sect;&nbsp;24 UmwStG nicht anwendbar. Diese Vorschrift erfasst nur die f&uuml;r eigene Rechnung des Einbringenden vollzogene Einbringung des Betriebsverm&ouml;gens, d.h. der Einbringende muss durch die Einbringung selbst die Rechtsstellung eines Gesellschafters und Mitunternehmers der (erweiterten) Personengesellschaft erlangen (z.B. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;September 2014 IV&nbsp;R&nbsp;33\/11, BFHE 248, 121, BStBl II 2015, 717, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Selbst bei Annahme einer neuen (zweiten) atypisch stillen Gesellschaft l&auml;ge danach nur insoweit eine steuerneutrale Einbringung zu Buchwerten in entsprechender Anwendung des &sect;&nbsp;24 UmwStG vor, als die Beigeladene zu 1. und die Kl&auml;gerin zu 1. ihre Mitunternehmeranteile in die atypisch stille Gesellschaft f&uuml;r eigene Rechnung gegen Erwerb mitunternehmerschaftlicher Rechte an der neuen Mitunternehmerschaft eingebracht h&auml;tten. Das tr&auml;fe zwar in vollem Umfang f&uuml;r die Beigeladene zu 1. zu, f&uuml;r die Kl&auml;gerin zu 1. hingegen nur im Umfang der Einbringung eines Anteils im Nennbetrag von 15.000&nbsp;EUR. Denn nur in diesem Umfang h&auml;tte sie Anteile gegen Gew&auml;hrung von mitunternehmerschaftlichen Rechten an der neuen Mitunternehmerschaft in diese eingebracht. Im Umfang eines Nennbetrags von 12.000&nbsp;EUR l&auml;ge hingegen eine Einbringung f&uuml;r Rechnung des Beigeladenen zu 2. vor. Insoweit hat sie als Gegenleistung keine mitunternehmerschaftlichen Rechte, sondern einen Betrag von X&nbsp;EUR durch den Beigeladenen zu 2. erhalten. Dieser Vorgang unterfiele nicht &sect;&nbsp;24 UmwStG, vielmehr l&auml;ge auch insoweit eine Ver&auml;u&szlig;erung eines Teil-Mitunternehmeranteils i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG vor, die zu einem steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn von Y&nbsp;EUR f&uuml;hrte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nur die Kl&auml;gerin zu 1. hat danach einen Teil ihres Mitunternehmeranteils an der atypisch stillen Gesellschaft ver&auml;u&szlig;ert und daraus einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG in H&ouml;he von Y&nbsp;EUR erzielt. Die Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns f&uuml;r die Beigeladene zu 1. war danach rechtswidrig. Auf die Klage der Kl&auml;gerin zu 2. ist danach der Gewinnfeststellungsbescheid vom 7.&nbsp;November 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Oktober 2012 dahin zu &auml;ndern, dass f&uuml;r die Beigeladene zu 1. kein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG festgestellt wird. Im &Uuml;brigen ist die Klage der Kl&auml;gerin zu 2. als unbegr&uuml;ndet abzuweisen. Denn das FA hat in dem angegriffenen Gewinnfeststellungsbescheid zu Recht einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der Kl&auml;gerin zu 1. festgestellt. Er wurde zwar nur in H&ouml;he von Z&nbsp;EUR festgestellt; einer Erh&ouml;hung des in dieser H&ouml;he festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns um P&nbsp;EUR auf Y&nbsp;EUR steht allerdings das finanzgerichtliche Verb&ouml;serungsverbot entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerinnen kommt es durch die Erfassung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns der Kl&auml;gerin zu 1. nicht zu einer unzul&auml;ssigen Doppelbesteuerung. Es werden zwar die n&auml;mlichen stillen Reserven bei zwei Personen erfasst, insgesamt aber nur einmal besteuert. Denn der n&auml;mliche Betrag wird nur zum Teil auf der Ebene der Gesellschaft, d.h. der Kl&auml;gerin zu 1., mit dem K&ouml;rperschaftsteuersatz besteuert und zum anderen Teil auf der Ebene ihrer ehemaligen Gesellschafterin, der H, die ihn nach &sect;&nbsp;17 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Buchst.&nbsp;c EStG nach dem Halbeink&uuml;nfteverfahren zu versteuern hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Revision der Kl&auml;gerin zu 1. ist danach unbegr&uuml;ndet, denn das FG hat im Ergebnis zu Recht den angegriffenen Gewinnfeststellungsbescheid hinsichtlich des darin festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns der Kl&auml;gerin zu 1. best&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 bis 3, &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Entscheidung ergeht nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO im Einverst&auml;ndnis der Beteiligten ohne m&uuml;ndliche Verhandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.3.2018, IV R 38\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.010318.IVR38.15.0 Eigenes Verm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes w&auml;hrend des Bestehens einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211; Auslegung der Klageschrift Leits&auml;tze Der Inhaber des Handelsgewerbes, an dem sich ein anderer atypisch still beteiligt, verf&uuml;gt auch w&auml;hrend des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft ertragsteuerlich &uuml;ber ein eigenes Verm&ouml;gen, das neben dem Betriebsverm&ouml;gen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-38-15-eigenes-vermoegen-des-inhabers-des-handelsgewerbes-waehrend-des-bestehens-einer-atypisch-stillen-gesellschaft-auslegung-der-klageschrift\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;38\/15 &#8211; Eigenes Verm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes w&auml;hrend des Bestehens einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211; Auslegung der Klageschrift<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69525","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69525","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69525"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69525\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69525"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69525"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69525"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}