{"id":69577,"date":"2018-06-28T09:13:36","date_gmt":"2018-06-28T07:13:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69577"},"modified":"2018-06-28T09:13:36","modified_gmt":"2018-06-28T07:13:36","slug":"ii-r-21-15-hmbspvstg-mit-hoeherrangigem-recht-vereinbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-21-15-hmbspvstg-mit-hoeherrangigem-recht-vereinbar\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;21\/15 &#8211; HmbSpVStG mit h&ouml;herrangigem Recht vereinbar"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.2.2018, II R 21\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.210218.IIR21.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">HmbSpVStG mit h&ouml;herrangigem Recht vereinbar<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Das HmbSpVStG war jedenfalls f&uuml;r Besteuerungszeitr&auml;ume bis Juli 2012 sowohl mit dem GG als auch mit Unionsrecht vereinbar.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Lassen die Spielger&auml;te eine zutreffende Ermittlung des Spieleinsatzes nicht zu, weil einzelne Vorg&auml;nge, die zu einer Minderung des Spieleinsatzes f&uuml;hren w&uuml;rden, nicht erfasst werden, k&ouml;nnen die aufgezeichneten Spieleins&auml;tze im Rahmen einer Sch&auml;tzung ohne Abschl&auml;ge als Bemessungsgrundlage der Spielvergn&uuml;gungsteuer anzusetzen sein.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 27. August 2014&nbsp;&nbsp;2 K 257\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, betreibt in Hamburg seit Oktober 2007 Spielhallen. Sie meldete f&uuml;r den Zeitraum von Oktober 2007 bis einschlie&szlig;lich Juli 2012 monatlich Spielvergn&uuml;gungsteuern in H&ouml;he von insgesamt 956.628,96&nbsp;EUR beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) an. Darin sind ganz &uuml;berwiegend auf der Grundlage des Spieleinsatzes (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 des Hamburgischen Spielvergn&uuml;gung-steuergesetzes &#8211;HmbSpVStG&#8211; vom 29.&nbsp;September 2005, Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt &#8211;HmbGVBl&#8211; 2005, 409, das durch Gesetz vom 6.&nbsp;Oktober 2006, HmbGVBl 2006, 509, ge&auml;ndert wurde) selbst ermittelte Steuern f&uuml;r den Betrieb von anfangs 48, zuletzt 24 Spielger&auml;ten mit Geld- oder Warengewinnm&ouml;glichkeit i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 HmbSpVStG enthalten. F&uuml;r die Monate Oktober 2007 bis einschlie&szlig;lich April 2008 meldete die Kl&auml;gerin zudem die Steuer f&uuml;r zun&auml;chst zwei Unterhaltungsspielger&auml;te i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HmbSpVStG (monatlich 160&nbsp;EUR) und ab November 2007 nur noch f&uuml;r ein solches Ger&auml;t (monatlich 80&nbsp;EUR) an. Das FA setzte die Steuer lediglich f&uuml;r den Monat November 2007 abweichend von der Anmeldung fest, wobei es zwei Unterhaltungsspielger&auml;te ber&uuml;cksichtigte. Die von der Kl&auml;gerin abgesehen vom Monat April 2010 eingelegten Einspr&uuml;che blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit der Begr&uuml;ndung ab, die Steueranmeldungen und die Steuerfestsetzung des FA f&uuml;r November 2007 jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidungen vom 28.&nbsp;August 2012 seien rechtm&auml;&szlig;ig. Das Hamburgische Spielvergn&uuml;gungsteuergesetz sei verfassungsgem&auml;&szlig;. Die H&ouml;he der Steuerfestsetzungen sei nicht zu beanstanden. Sofern die Kl&auml;gerin bei den Steueranmeldungen vom Spieleinsatz i.S. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG ausgegangen sein sollte, ohne dass die von ihr eingesetzten Spielger&auml;te dessen zutreffende Ermittlung erm&ouml;glicht h&auml;tten, m&uuml;sse sie es hinnehmen, dass m&ouml;glicherweise auch Betr&auml;ge als Einsatz erfasst worden seien, die die Spieler nach der Umbuchung in den Punktespeicher in den Geldspeicher zur&uuml;ckgebucht h&auml;tten, ohne sie zum Spielen eingesetzt zu haben. Das Hamburgische Spielvergn&uuml;gungsteuergesetz sei auch unionsrechtskonform. Die Spielvergn&uuml;gungsteuer d&uuml;rfe neben der Umsatzsteuer erhoben werden, ohne dass diese auf die Spielvergn&uuml;gungsteuer angerechnet werden m&uuml;sse. Der Hamburgische Gesetzgeber habe durch den Erlass des Gesetzes nicht gegen die Notifizierungspflicht des Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 der in den Besteuerungszeitr&auml;umen geltenden Richtlinie 98\/34\/EG des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 22.&nbsp;Juni 1998 &uuml;ber ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften &#8211;Richtlinie 98\/34\/EG&#8211; (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;ABlEG&#8211; 1998 Nr.&nbsp;L&nbsp;204, 37, ge&auml;ndert durch die Richtlinie 98\/48\/EG des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 20.&nbsp;Juli 1998, ABlEG 1998 Nr.&nbsp;L 217, 18, und die Richtlinie 2006\/96\/EG des Rates vom 20.&nbsp;November 2006, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union 2006 Nr.&nbsp;L&nbsp;363, 81) versto&szlig;en. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 2098 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, es fehle an der Gesetzgebungskompetenz des Hamburger Gesetzgebers. Zudem werde sie in ihren Grundrechten aus Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) verletzt und es l&auml;gen Verst&ouml;&szlig;e gegen den Grundsatz der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung, das unionsrechtliche Verbot der Doppelbesteuerung und gegen die Notifizierungspflicht des Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 der Richtlinie 98\/34\/EG vor. Der Begriff des Spieleinsatzes i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG sei nicht hinreichend bestimmt. Die Betr&auml;ge, die als aufgebuchte Gewinne in den Geldspeicher der Spielger&auml;te umgebucht und sodann wieder zum Spielen eingesetzt w&uuml;rden, d&uuml;rften zudem nicht in die Bemessungsgrundlage der Steuer einbezogen werden. Gleiches gelte f&uuml;r die Betr&auml;ge, die Spieler nach der Umbuchung vom Geldspeicher in den Punktespeicher in den Geldspeicher zur&uuml;ckbuchten, ohne sie zum Spielen eingesetzt zu haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidungen vom 28.&nbsp;August 2012 aufzuheben und die Spielvergn&uuml;gungsteuer f&uuml;r die Monate Oktober 2007 bis M&auml;rz 2010 sowie Mai 2010 bis Juli 2012 auf 0&nbsp;EUR herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht angenommen, dass die angefochtenen Steuerfestsetzungen rechtm&auml;&szlig;ig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Spielvergn&uuml;gungsteuer unterliegt nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 HmbSpVStG der Aufwand f&uuml;r die Nutzung von Spielger&auml;ten i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 HmbSpVStG, wenn der Aufwand in einem Spieleinsatz i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG besteht sowie der Aufstellort der Spielger&auml;te in Hamburg belegen und einer wenn auch begrenzten &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Spielger&auml;te i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 HmbSpVStG sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 HmbSpVStG Spielger&auml;te mit Geld- oder Warengewinnm&ouml;glichkeit (&sect;&nbsp;33c der Gewerbeordnung &#8211;GewO&#8211;). &sect;&nbsp;33c GewO betrifft Spielger&auml;te, die mit einer den Spielausgang beeinflussenden technischen Vorrichtung ausgestattet sind und die die M&ouml;glichkeit eines Gewinnes bieten. Die Steuer f&uuml;r die Nutzung der Gewinnspielger&auml;te betr&auml;gt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 HmbSpVStG f&uuml;r die Zeit nach dem 30.&nbsp;April 2006&nbsp;&nbsp;5&nbsp;% des Spieleinsatzes. Spieleinsatz ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG die Verwendung von Einkommen oder Verm&ouml;gen durch den Spieler zur Erlangung des Spielvergn&uuml;gens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Spielger&auml;te i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 HmbSpVStG sind auch die in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HmbSpVStG genannten Unterhaltungsspielger&auml;te. Insoweit betr&auml;gt die Steuer je Spielger&auml;t und Kalendermonat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 HmbSpVStG bei Aufstellung in Spielhallen oder &auml;hnlichen Unternehmen i.S. von &sect;&nbsp;33i GewO 80&nbsp;EUR und bei Aufstellung an sonstigen Aufstellorten 50&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Steuerschuldner ist nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 HmbSpVStG der Halter des Spielger&auml;tes. Halter ist derjenige, f&uuml;r dessen Rechnung das Spielger&auml;t aufgestellt wird (Aufsteller).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Spieleinsatz i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 HmbSpVStG bestimmt sich nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG und nicht nach der Spielverordnung (SpielV), die im Streitzeitraum in der ab dem 1.&nbsp;Januar 2006 geltenden Fassung der Bekanntmachung vom 27.&nbsp;Januar 2006 (BGBl I 2006, 280) &#8211;SpielV 2006&#8211; anwendbar war. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG regelt den Begriff des Spieleinsatzes eigenst&auml;ndig und verweist zu dessen Definition nicht auf die SpielV (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 7.&nbsp;Dezember 2011 II&nbsp;R&nbsp;51\/10, BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;27, m.w.N.). Die in der SpielV f&uuml;r die Zulassung der Spielger&auml;te festgelegten Anforderungen sind jedoch, nachdem der Spieleinsatz nur anhand der Aufzeichnungen der Spielger&auml;te ermittelt werden kann, f&uuml;r eine sachgerechte Ermittlung der H&ouml;he des Spieleinsatzes ebenfalls zu beachten (vgl. &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d SpielV 2006).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu den Spieleins&auml;tzen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG z&auml;hlen jedenfalls die in die Spielautomaten eingeworfenen Bargeldbetr&auml;ge (vgl. &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 SpielV 2006), und zwar unabh&auml;ngig davon, ob die Spieler das Bargeld mitgebracht haben oder ob es sich um ausgezahlte Gewinne handelt. Bei der Auszahlung von Gewinnen handelt es sich nicht um eine R&uuml;ckerstattung der Eins&auml;tze, die der Spieler zur Erlangung des Spielvergn&uuml;gens aufgewandt hat (BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;32, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r Besteuerungszeitr&auml;ume, die vor dem 1.&nbsp;Januar 2011 endeten, konnte bei Gewinnspielger&auml;ten der Bemessung der Steuer nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;12 HmbSpVStG anstelle des Spieleinsatzes das Vierfache des nach Abzug der ausgezahlten Gewinne verbleibenden Einspielergebnisses zugrunde gelegt werden. Machte der Aufsteller der Spielger&auml;te von dieser Vereinfachungsm&ouml;glichkeit zul&auml;ssigerweise Gebrauch, brauchte nicht ermittelt zu werden, in welcher H&ouml;he Spieler Einkommen oder Verm&ouml;gen zur Erlangung des Spielvergn&uuml;gens verwendet haben. Diese Vereinfachungsregelung war verfassungsgem&auml;&szlig; (vgl. dazu im Einzelnen BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;35, 52 ff.). Von dieser M&ouml;glichkeit hat die Kl&auml;gerin jedoch keinen Gebrauch gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ein Spieleinsatz i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG liegt erst vor, wenn der Spieler die Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die in ein Spielger&auml;t eingeworfenen Bargeldbetr&auml;ge aufgrund des Spielvorgangs endg&uuml;ltig verloren hat. Werden noch nicht endg&uuml;ltig f&uuml;r das Spielen verbrauchte Teilbetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 S&auml;tze 1 und 2 SpielV 2006 aufgrund &Uuml;berschreitens der darin bestimmten Obergrenze von 25 EUR f&uuml;r die Speicherung von Geldbetr&auml;gen in Einsatz- und Gewinnspeichern oder nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz 1 Buchst.&nbsp;c SpielV 2006 zu Beginn einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 SpielV 2006 erzwungenen Spielpause oder aufgrund einer Verf&uuml;gung des Spielers &uuml;ber die aufgebuchten Betr&auml;ge nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 SpielV 2006 an den Spieler ausgezahlt, fehlt es insoweit an einem der Besteuerung unterliegenden Aufwand f&uuml;r die Nutzung von Spielger&auml;ten i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 HmbSpVStG und an einer Verwendung von Einkommen oder Verm&ouml;gen zur Erlangung des Spielvergn&uuml;gens i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die blo&szlig;e M&ouml;glichkeit, dass in den der Bemessung der Steuer zugrunde gelegten Aufzeichnungen der Spielger&auml;te auch Betr&auml;ge zu Unrecht als Einsatz erfasst worden sind, weil z.B. R&uuml;ckbuchungsvorg&auml;nge nicht einsatzmindernd ber&uuml;cksichtigt wurden, rechtfertigt keinen gesch&auml;tzten Abschlag von den automatisch aufgezeichneten Spieleins&auml;tzen, wenn der Steuerpflichtige hierzu im Rahmen der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO keine konkreten Angaben gemacht hat. Au&szlig;erdem kommt dieser M&ouml;glichkeit allenfalls eine geringe Bedeutung zu. Die Kontrolleinrichtung nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;8 SpielV 2006 registriert in den Geldspeicher eingeworfenes und von dort ohne Umbuchung in den Punktespeicher unverspielt wieder ausgeworfenes Geld schon nicht als Spieleinsatz (Urteil des S&auml;chsischen Oberverwaltungsgerichts &#8211;OVG&#8211; vom 24.&nbsp;Februar 2016&nbsp;&nbsp;5&nbsp;A&nbsp;251\/10, juris, Rz&nbsp;24). Das R&uuml;ckbuchen unverspielter Punkte aus dem Punktespeicher in den Geldspeicher kann zwar zu einer unzutreffenden Erfassung von Spieleins&auml;tzen f&uuml;hren, ist aber &quot;praktisch untypisch&quot; (Urteil des S&auml;chsischen OVG vom 24.&nbsp;Februar 2016&nbsp;&nbsp;5&nbsp;A&nbsp;251\/10, Rz&nbsp;25, unter Hinweis auf eine Stellungnahme der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt). Bei den Geldspielger&auml;ten mit Kontrolleinrichtung nach der SpielV 2006 ist der Anteil an Ger&auml;ten ohne Punktespeicher, bei denen die Erfassung der Spieleins&auml;tze auf andere Art und Weise erfolgt, sehr gering (Urteile des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen vom 23.&nbsp;Juni 2010&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;597\/09, juris, Rz&nbsp;74, und des S&auml;chsischen OVG vom 24.&nbsp;Februar 2016&nbsp;&nbsp;5&nbsp;A&nbsp;251\/10, juris, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es handelt sich demgem&auml;&szlig; um eine im zul&auml;ssigen Sch&auml;tzungsrahmen liegende Pauschalierung, wenn die genannten, an sich der Besteuerung nicht unterliegenden Betr&auml;ge in die Bemessungsgrundlage der Steuer einbezogen werden, weil die Spielger&auml;te sie nicht gesondert ausweisen. Objektiv unzutreffende Angaben zu den Spieleins&auml;tzen als Grundlage f&uuml;r die Festsetzung der Spielvergn&uuml;gungsteuer gehen zu Lasten des Aufstellers der Spielger&auml;te als Steuerschuldner. Denn es liegt allein in seiner Hand, Angaben zu den fehlerhaft aufgezeichneten Spieleins&auml;tzen zu machen. Er kann sich insoweit nicht darauf berufen, die am Markt erh&auml;ltlichen Spielger&auml;te s&auml;hen keine Aufzeichnungen f&uuml;r bestimmte R&uuml;ckbuchungen, die zu einer Minderung des Spieleinsatzes und damit zu einer Minderung der Vergn&uuml;gungsteuer f&uuml;hren w&uuml;rden, vor. Hinzu kommt, dass f&uuml;r Besteuerungszeitr&auml;ume bis Ende 2010 die Besteuerungsgrundlagen nach der &Uuml;bergangsregelung in &sect;&nbsp;12 HmbSpVStG unabh&auml;ngig vom Spieleinsatz ermittelt werden konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Einwendungen der Kl&auml;gerin gegen die Rechtsprechung, nach der zu den Spieleins&auml;tzen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 HmbSpVStG nicht nur die in die Spielger&auml;te eingeworfenen Bargeldbetr&auml;ge z&auml;hlen, sondern auch Gewinne, die sich der Spieler nicht auszahlen l&auml;sst, obwohl er dies k&ouml;nnte (BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 790, Rz&nbsp;28, m.w.N.), brauchen im vorliegenden Fall nicht gepr&uuml;ft zu werden. Die im Punktespeicher erzielten Gewinne sind nach den vom FG getroffenen Feststellungen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) insoweit nicht in die Bemessungsgrundlage der Steuer eingeflossen, als die Spieler sie zum Weiterspielen verwendet hatten, obwohl sie die M&ouml;glichkeit gehabt h&auml;tten, die gewonnenen Punkte in den Geldspeicher umzubuchen und sich deren Geldwert auszahlen zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Besteuerung der Spielger&auml;te nach dem Hamburgischen Spielvergn&uuml;gungsteuergesetz war in den Besteuerungszeitr&auml;umen Oktober 2007 bis einschlie&szlig;lich Juli 2012 sowohl dem Grunde nach als auch hinsichtlich der H&ouml;he verfassungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Gesetzgebungskompetenz des Landesgesetzgebers f&uuml;r das Hamburgische Spielvergn&uuml;gungsteuergesetz ergibt sich aus Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG. Bei der Spielvergn&uuml;gungsteuer handelt es sich dem Typus nach um eine &ouml;rtliche Aufwandsteuer i.S. dieser Vorschrift.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG haben die L&auml;nder die Befugnis zur Gesetzgebung &uuml;ber die &ouml;rtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern, solange und soweit sie nicht bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig sind. Die &ouml;rtliche Vergn&uuml;gungsteuer geh&ouml;rt zu den herk&ouml;mmlichen &ouml;rtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 4.&nbsp;Februar 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;8\/05, BVerfGE 123, 1, unter C.I.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Spielvergn&uuml;gungsteuer kn&uuml;pft an die gewerbliche Veranstaltung von Automatenspielen an. Steuerschuldner ist der Halter des Spielger&auml;tes und somit der Veranstalter des Vergn&uuml;gens. Eigentliches Steuergut ist gleichwohl der Vergn&uuml;gungsaufwand des einzelnen Spielers, weil die Steuer darauf abzielt, die mit der Einkommens- und Verm&ouml;gensverwendung f&uuml;r das Vergn&uuml;gen zum Ausdruck kommende wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit zu belasten (BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aufwandsteuern sind wie die Verbrauchsteuern im Regelfall indirekte Steuern, bei denen Steuerschuldner und Steuertr&auml;ger &#8211;das hei&szlig;t die (nat&uuml;rliche oder juristische) Person, die die Steuerlast im wirtschaftlichen Ergebnis tr&auml;gt&#8211; nicht identisch sind. Vielmehr ist die Steuer auf Abw&auml;lzung auf den Steuertr&auml;ger angelegt, mit der Folge, dass die Unternehmer als Steuerschuldner von der Steuerlast wirtschaftlich ent- und die privaten Steuertr&auml;ger wirtschaftlich belastet werden. Die Aufwandsteuern sollen wie die Verbrauchsteuern die in der privaten Einkommens- und Verm&ouml;gensverwendung zutage tretende steuerliche Leistungsf&auml;higkeit des Endverbrauchers absch&ouml;pfen (BVerfG-Beschluss vom 13.&nbsp;April 2017&nbsp; 2&nbsp;BvL&nbsp;6\/13, BVerfGE 145, 171, Rz&nbsp;118&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Es entspricht dem herk&ouml;mmlichen Bild der Vergn&uuml;gungsteuer, dass sie nicht bei dem Nutzer der Einrichtung oder Veranstaltung, dessen Aufwand besteuert werden soll, sondern beim Einrichtungsbetreiber oder Veranstalter als indirekte Steuer erhoben wird (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts &#8211;BVerwG&#8211; vom 29.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;7.16, juris, Rz&nbsp;15, m.w.N.). Dies gilt auch f&uuml;r eine Spielger&auml;testeuer, deren herk&ouml;mmlichem Bild es entspricht, dass sie steuertechnisch vom Ger&auml;teaufsteller erhoben und sodann auf den Konsumenten als Steuertr&auml;ger &uuml;berw&auml;lzt wird (BVerfG-Kammerbeschluss vom 1.&nbsp;M&auml;rz 1997&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1599\/89, juris, unter&nbsp;B.II.1.a, m.w.N.). Die Steuer ist somit auf eine &Uuml;berw&auml;lzbarkeit der Steuerlast vom Steuerschuldner auf den Steuertr&auml;ger &quot;angelegt&quot;. Dadurch unterscheidet sich die Vergn&uuml;gungsteuer ma&szlig;geblich von der Kernbrennstoffsteuer, die als Bundessteuer neu eingef&uuml;hrt worden war und vom BVerfG mit Beschluss in BVerfGE 145, 171 f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt wurde, weil sie in mehrfacher Hinsicht nicht dem Typus einer Verbrauchsteuer i.S. des Art.&nbsp;106 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 GG entsprach (Rz&nbsp;134 ff. des Beschlusses).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG d&uuml;rfen &ouml;rtliche Aufwandsteuern bundesgesetzlich geregelten Steuern nicht gleichartig sein. Dieses Gleichartigkeitsverbot erfasst jedoch nicht die herk&ouml;mmlichen &ouml;rtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern, selbst wenn diese dieselbe Quelle wirtschaftlicher Leistungsf&auml;higkeit aussch&ouml;pfen wie Bundessteuern. Andernfalls w&auml;ren die L&auml;nder an der Regelung solcher Steuern schon im Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung gehindert; Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG w&uuml;rde deshalb entgegen der erkennbaren Intention des Verfassungsgebers leerlaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die herk&ouml;mmlichen &ouml;rtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern gelten demnach als nicht mit bundesrechtlich geregelten Steuern gleichartig i.S. des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 4.&nbsp;Juni 1975&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;16\/73, BVerfGE 40, 52; vom 4.&nbsp;Juni 1975&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;824\/74, BVerfGE 40, 56; vom 23.&nbsp;M&auml;rz 1977&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;812\/74, BVerfGE 44, 216, und vom 26.&nbsp;Februar 1985&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;14\/84, BVerfGE 69, 174, BStBl II 1985, 439).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu diesen herk&ouml;mmlichen Kommunalsteuern geh&ouml;rt auch die Vergn&uuml;gungsteuer (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 40, 52, und BVerfGE 40, 56; BVerfG-Kammerbeschluss vom 1.&nbsp;M&auml;rz 1997&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1599\/89, juris, unter B.II.1.b&nbsp;bb), und zwar auch, wenn ihre Ausgestaltung ver&auml;ndert und fortentwickelt wird (BVerfG-Kammerbeschluss vom 1.&nbsp;M&auml;rz 1997&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1599\/89, juris, unter B.II.2.). Ver&auml;nderungen im Ma&szlig;stab und in der absoluten H&ouml;he ber&uuml;hren den Charakter als herk&ouml;mmliche Aufwandsteuer danach nicht (Beschluss des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen vom 29.&nbsp;Januar 2018&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;595\/17, juris, Rz&nbsp;29). Dies gilt insbesondere, wenn der bisherige Steuerma&szlig;stab wie etwa der St&uuml;ckzahlma&szlig;stab bei Gewinnspielger&auml;ten mit den verfassungsrechtlichen Anforderungen nicht mehr vereinbar ist und daher durch einen anderen Steuerma&szlig;stab ersetzt werden muss, der einen bestimmten Vergn&uuml;gungsaufwand wenigstens wahrscheinlich macht (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 123, 1, unter C.II.1.b, und vom 12.&nbsp;Februar 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;11\/10, 1&nbsp;BvL&nbsp;14\/10, BVerfGE 135, 238, Rz&nbsp;25; BVerwG-Urteil vom 13.&nbsp;April 2005&nbsp;&nbsp;10&nbsp;C&nbsp;5.04, BVerwGE 123, 218).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Charakter einer herk&ouml;mmlichen Aufwandsteuer und die damit verbundene Nichtgleichartigkeit zu bundesrechtlich geregelten Steuern gehen auch nicht verloren, wenn &#8211;wie in Hamburg&#8211; das Vergn&uuml;gungsteuergesetz zun&auml;chst ersatzlos aufgehoben und dann die Besteuerung nur bez&uuml;glich eines Teilbereichs &#8211;hier bestimmter Spielger&auml;te&#8211; wieder eingef&uuml;hrt wird. Die zitierte Rechtsprechung des BVerfG zu den herk&ouml;mmlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern sichert den L&auml;ndern als eine Art verfassungsrechtlicher Besitzstand die Gesetzgebungsbefugnis in dem angesprochenen Bereich, die aber &uuml;ber einen reinen Bestandsschutz hinausgeht. In diesem Sachbereich behalten die L&auml;nder damit die uneingeschr&auml;nkte gesetzgeberische Entscheidungsfreiheit. Dies beinhaltet notwendigerweise die M&ouml;glichkeit zu jeder denkbaren gesetzgeberischen Ma&szlig;nahme innerhalb dieses Sachbereichs, z.B. zur Aufhebung oder Einschr&auml;nkung der Besteuerung, aber auch zur v&ouml;lligen oder teilweisen Wiedereinf&uuml;hrung einer abgeschafften Besteuerung. Der von der Verfassung einmal einger&auml;umte Kompetenzspielraum wird dadurch jedenfalls nicht (nachtr&auml;glich) eingeengt (BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;Februar 1990 II&nbsp;B&nbsp;93\/89, juris, unter II.B.1.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) F&uuml;r die Gesetzgebungskompetenz des Landesgesetzgebers nach Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG ist es unerheblich, ob die Steuer in ihrer konkreten Ausgestaltung insbesondere hinsichtlich des Besteuerungsma&szlig;stabs und der Frage ihrer Abw&auml;lzbarkeit auf die Spieler den verfassungsrechtlichen Anforderungen entspricht (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 1, unter C.I.; BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;37, m.w.N.). Die Kompetenznormen des GG enthalten keine Aussage zu diesen materiellen Fragen (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 145, 171, Rz&nbsp;127, m.w.N.; BVerwG-Urteile vom 14.&nbsp;Oktober 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;22.14, BVerwGE 153, 116, Rz&nbsp;11, und vom 29.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;7.16, juris, Rz&nbsp;13, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Mit einer &ouml;rtlichen Aufwandsteuer i.S. des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG d&uuml;rfen auch Lenkungswirkungen mitverfolgt werden; die Lenkung kann Haupt- oder Nebenzweck sein. Einer zur Steuergesetzgebungskompetenz hinzutretenden Sachkompetenz bedarf es daf&uuml;r nicht. Erst dann, wenn die steuerliche Lenkung nach Gewicht und Auswirkung einer verbindlichen Verhaltensregel nahekommt, die Finanzierungsfunktion der Steuer also durch eine Verwaltungsfunktion mit Verbotscharakter verdr&auml;ngt wird, indem der steuerpflichtige Vorgang unm&ouml;glich gemacht wird, bietet die Besteuerungskompetenz keine ausreichende Rechtsgrundlage (BVerwG-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 2014&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;8.13, BVerwGE&nbsp;150, 225, Rz&nbsp;18, 23, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt auch f&uuml;r eine Spielvergn&uuml;gungsteuer. Mit ihr d&uuml;rfen Lenkungszwecke, z.B. die Eind&auml;mmung der Spielsucht, verfolgt werden. Der Gesetzgeber darf durch die spezifische Ausgestaltung eines mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG grunds&auml;tzlich zu vereinbarenden Steuerma&szlig;stabs f&uuml;r eine Verwirklichung des Lenkungsziels sorgen (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 1, unter C.II.2.b cc, m.w.N.). Er darf den Lenkungszweck der Steuer deutlicher in den Vordergrund r&uuml;cken und den Finanzierungszweck zur&uuml;cktreten lassen (BVerfG-Kammerbeschluss vom 1.&nbsp;M&auml;rz 1997&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1599\/89, juris, unter B.II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass mit dem f&uuml;r die Zeit nach dem 30.&nbsp;April 2006 bestimmten Steuersatz von 5&nbsp;% des Spieleinsatzes die Finanzierungsfunktion der Steuer durch eine Verwaltungsfunktion mit Verbotscharakter verdr&auml;ngt worden sei, l&auml;sst sich weder den Feststellungen des FG entnehmen noch bringt dies die Kl&auml;gerin substantiiert vor. Es ist nicht ersichtlich, dass der steuerpflichtige Vorgang unm&ouml;glich gemacht worden ist. Dies gilt jedenfalls, wenn die Steuer wie im vorliegenden Fall ohne Ber&uuml;cksichtigung der nicht ausgezahlten, zum Weiterspielen verwendeten Gewinne festgesetzt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unsch&auml;dlich ist auch, dass die angestrebte Lenkungswirkung bei den Haltern der Spielger&auml;te und deren unternehmerischen Entscheidungen ansetzen muss und sich nur mittelbar auf die Spieler auswirken kann. Dies ergibt sich daraus, dass die Halter und nicht die Spieler die Steuer schulden. Solange die Steuer auf Abw&auml;lzung angelegt ist, steht das der Lenkungswirkung nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG verlangt auch nicht, dass als &ouml;rtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern ausschlie&szlig;lich Bagatellsteuern mit einer nur geringf&uuml;gigen Belastungswirkung erhoben werden d&uuml;rfen (Urteile des Verwaltungsgerichtshofs Baden-W&uuml;rttemberg vom 12.&nbsp;Oktober 2017&nbsp;&nbsp;2&nbsp;S&nbsp;330\/17, juris, Rz&nbsp;70, und 2&nbsp;S&nbsp;1359\/17, juris, Rz&nbsp;71; Urteil des OVG L&uuml;neburg vom 5.&nbsp;Dezember 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;68\/17, juris, Rz&nbsp;104; Beschl&uuml;sse des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen vom 9.&nbsp;Oktober 2015&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;1851\/15, juris, Rz&nbsp;37, und vom 29.&nbsp;Januar 2018&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;595\/17, juris, Rz&nbsp;29). Der (finanzwissenschaftliche) Begriff der Bagatellsteuer bezieht sich nicht auf die Belastungswirkung aus Sicht des Steuerschuldners. Vielmehr werden &ouml;rtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern deshalb als Bagatellsteuern bezeichnet, weil ihr Aufkommen im Verh&auml;ltnis zum Gesamtsteueraufkommen der Gebietsk&ouml;rperschaft gering ist (Urteil des OVG L&uuml;neburg vom 5.&nbsp;Dezember 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;68\/17, juris, Rz&nbsp;104). Diese Steuern k&ouml;nnen wegen der Begrenzung ihrer unmittelbaren Wirkungen auf das Gemeindegebiet nicht zu einem die Wirtschaftseinheit ber&uuml;hrenden Steuergef&auml;lle f&uuml;hren (Beschl&uuml;sse des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen vom 9.&nbsp;Oktober 2015&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;1851\/15, juris, Rz&nbsp;37, und vom 29.&nbsp;Januar 2018&nbsp; 14&nbsp;A&nbsp;595\/17, juris, Rz&nbsp;31&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem BVerfG-Teilurteil vom 10.&nbsp;Mai 1962&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;31\/58 (BVerfGE 14, 76) ergibt sich nichts anderes. Das BVerfG hat zwar in Abschn.&nbsp;C.I.1. des Urteils ausgef&uuml;hrt, die Vergn&uuml;gung-steuer geh&ouml;re zu den &quot;kleinen indirekten Steuern, die heute von den Gemeinden oder Kreisen erhoben werden&quot;, daraus aber nicht gefolgert, sie d&uuml;rfe die Steuerpflichtigen oder die Steuertr&auml;ger nur geringf&uuml;gig belasten. Das BVerfG hat es vielmehr als verfassungsrechtlich zul&auml;ssig angesehen, dass die Einf&uuml;hrung oder Erh&ouml;hung einer Vergn&uuml;gungsteuer die am Rande der Rentabilit&auml;t arbeitenden Veranstalter u.U. zur Einschr&auml;nkung oder Einstellung ihres Betriebes zwingt, weil er sonst unrentabel wird (Abschn.&nbsp;C.I.6.c des Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HmbSpVStG f&uuml;r Spielger&auml;te mit Gewinnm&ouml;glichkeit vorgesehene Heranziehung des Spieleinsatzes als Bemessungsgrundlage der Steuer ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Aufwandsteuer muss eine Bemessungsgrundlage w&auml;hlen, in der der Aufwand sachgerecht erfasst wird. F&uuml;r eine Vergn&uuml;gungsteuer ist der individuelle, wirkliche Vergn&uuml;gungsaufwand der sachgerechteste Ma&szlig;stab (BVerwG-Urteil vom 29.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;7.16, juris, Rz&nbsp;54). Dies gilt auch f&uuml;r eine Spielvergn&uuml;gungsteuer (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 1, unter C.II.1.b, m.w.N.; BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;39, m.w.N.). Der Spieleinsatz ist dem Vergn&uuml;gungsaufwand des Spielers besonders nahe (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 1, unter C.II.2.a bb) und daher ebenso wie das Einspielergebnis als zul&auml;ssiger Ma&szlig;stab anerkannt (BVerwG-Urteil vom 29.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;7.16, juris, Rz&nbsp;54, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HmbSpVStG f&uuml;r Spielger&auml;te mit Gewinnm&ouml;glichkeit vorgesehene Besteuerung des Spieleinsatzes ist somit dem Grunde nach verfassungsrechtlich zul&auml;ssig (BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung des Spieleinsatzes steht es auch nicht entgegen, wenn die von den Haltern eingesetzten Spielger&auml;te eine zutreffende Ermittlung des Spieleinsatzes nicht zulassen. Der Gesetzgeber konnte beim Erlass des Hamburgischen Spielvergn&uuml;gungsteuergesetzes davon ausgehen, dass die eingesetzten Gewinnspielger&auml;te die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnen, den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Steueranmeldungen abzugeben (BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;40). Nach den Ausf&uuml;hrungen des BVerfG im Beschluss in BVerfGE 123, 1, unter C.II.2.a&nbsp;cc&nbsp;(1), kann der Vergn&uuml;gungsaufwand der Nutzer von Gewinnspielautomaten aufgrund der technischen Entwicklung und einer bereits in den Jahren 1989 und 1990 zwischen den Herstellern von Unterhaltungsautomaten mit Gewinnm&ouml;glichkeit und den Verb&auml;nden der Unterhaltungsautomatenwirtschaft einerseits sowie den zust&auml;ndigen Bundesministerien andererseits abgeschlossenen selbstverpflichtenden Vereinbarung hinreichend zuverl&auml;ssig erfasst werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es gen&uuml;gt somit eine hinreichend zuverl&auml;ssige Erfassung des Vergn&uuml;gungsaufwands der Nutzer von Gewinnspielautomaten. Die Ankn&uuml;pfung der Besteuerung an die von den Spielger&auml;ten aufgezeichneten Spieleins&auml;tze ist eine zul&auml;ssige Pauschalierung, selbst wenn darin Betr&auml;ge enthalten sind, die an sich nicht der Besteuerung unterliegen, aber von den Spielger&auml;ten nicht gesondert ausgewiesen werden und daher nicht feststellbar sind (vgl. oben II.2.d). Ein Versto&szlig; gegen die verfassungsrechtlich gebotene Normenklarheit liegt darin nicht. Vielmehr f&auml;llt der Einsatz von Spielger&auml;ten, die eine zutreffende Ermittlung des der Besteuerung zugrunde zu legenden Spieleinsatzes nicht erm&ouml;glichen, in den Verantwortungsbereich der Ger&auml;tebetreiber. Der Antragsteller, der die Zulassung der Bauart eines Spielger&auml;tes i.S. des &sect;&nbsp;33c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewO beantragt, hat nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d SpielV 2006 mit dem Antrag eine schriftliche Erkl&auml;rung vorzulegen, dass bei dem von ihm zur Pr&uuml;fung eingereichten Geldspielger&auml;t die M&ouml;glichkeit vorhanden ist, s&auml;mtliche Eins&auml;tze, Gewinne und Kasseninhalte f&uuml;r steuerliche Erhebungen zu dokumentieren. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 SpielV 2006 zwar berechtigt, weitere Untersuchungen zur Einhaltung dieser Angabe durchzuf&uuml;hren, dazu aber nicht verpflichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Betreiber der Spielger&auml;te hatten aufgrund der &Uuml;bergangsregelung in &sect;&nbsp;12 HmbSpVStG bis Ende 2010 Zeit, Vorsorge f&uuml;r eine zutreffende Ermittlung der Bemessungsgrundlage der Steuer zu treffen (BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;41, m.w.N.; zum m&ouml;glichen Erfordernis einer &Uuml;bergangsregelung vgl. BVerwG-Urteil in BVerwGE 153, 116, Rz&nbsp;24 ff.; BVerwG-Beschluss vom 10.&nbsp;August 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;B&nbsp;68.16, juris, Rz&nbsp;30). Bis dahin waren sie nicht verpflichtet, der Bemessung der Steuer die tats&auml;chlichen Spieleins&auml;tze zugrunde zu legen. Sie konnten vielmehr als Bemessungsgrundlage das Vierfache des Einspielergebnisses ansetzen. Ein Halter von Spielger&auml;ten, der wie die Kl&auml;gerin von dieser &Uuml;bergangsregelung freiwillig keinen Gebrauch gemacht hat, wird deshalb nicht &uuml;berproportional belastet, wenn die Bemessungsgrundlage der Steuer anhand der Spieleins&auml;tze nur ann&auml;hernd richtig ermittelt wird. Gleiches gilt, wenn die von ihm eingesetzten Spielger&auml;te auch nach Ablauf der &Uuml;bergangsregelung eine in jeder Hinsicht zutreffende Ermittlung der Bemessungsgrundlage der Steuer noch nicht zulie&szlig;en. Eine Verpflichtung zur Verwendung von Punktespeicherger&auml;ten bestand zudem nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HmbSpVStG f&uuml;r die Zeit nach dem 30.&nbsp;April 2006 bestimmte Steuersatz von 5&nbsp;% des Spieleinsatzes ist mit den Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) und der Berufsfreiheit (Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 ggf. i.V.m. Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;3 GG) vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine am Gleichheitssatz ausgerichtete, gerechte Zuteilung der Steuerlast bei indirekten Aufwandsteuern erfordert, dass die Steuer jedenfalls im Ergebnis von demjenigen aufgebracht wird, der den von der Steuer erfassten Aufwand betreibt. Nur wenn sie dessen hierin zum Ausdruck kommende Leistungsf&auml;higkeit als den eigentlichen Gegenstand der Besteuerung zu erreichen vermag, kann die indirekte Erhebung der Steuer bei einem Dritten wie etwa dem Halter der Spielger&auml;te vor dem Grundsatz der gerechten Lastenverteilung Bestand haben. Es gen&uuml;gt dabei die kalkulatorische Abw&auml;lzbarkeit in dem Sinn, dass der Steuerpflichtige den von ihm zu zahlenden Betrag in die Kalkulation seiner Selbstkosten einsetzen und hiernach die zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens geeigneten Ma&szlig;nahmen treffen kann (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 1, unter C.II.1.c und 3.; BFH-Urteile in BFH\/NV&nbsp;2012, 790, Rz&nbsp;60; vom 15.&nbsp;Juli 2015 II&nbsp;R&nbsp;32\/14, BFHE 250, 427, BStBl II 2015, 1031, Rz&nbsp;34, und vom 15.&nbsp;Juli 2015 II&nbsp;R&nbsp;33\/14, BFHE 250, 449, BStBl II 2016, 126, Rz&nbsp;33, jeweils m.w.N.). Es ist nicht notwendig, dass die M&ouml;glichkeit einer Abw&auml;lzung in jedem Einzelfall besteht; auch eine rechtliche Gew&auml;hr daf&uuml;r, dass dem Unternehmer eine Abw&auml;lzung tats&auml;chlich gelingt, ist nicht erforderlich (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 145, 171, Rz&nbsp;124, m.w.N.; BVerwG-Urteil in BVerwGE 153, 116, Rz&nbsp;33). Die Voraussetzung einer kalkulatorischen Abw&auml;lzbarkeit ist zumindest so lange gegeben, wie der Umsatz nicht nur den Steuerbetrag und die sonstigen notwendigen Unkosten deckt, sondern in der Regel sogar noch Gewinn abwirft (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 145, 171, Rz&nbsp;125, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abw&auml;lzung der Steuerlast muss allerdings rechtlich und tats&auml;chlich m&ouml;glich sein. Ausgeschlossen w&auml;re dies im Fall einer Spielger&auml;testeuer etwa dann, wenn sich der Steuerbetrag zusammen mit den sonstigen notwendigen Kosten f&uuml;r den Betrieb der Ger&auml;te nicht mehr aus dem Spieleinsatz decken lie&szlig;e und daher die Veranstalter zur Zahlung der Steuer ihre Gewinne aus anderen rentablen Betriebssparten verwenden m&uuml;ssten (sogenannte schr&auml;ge &Uuml;berw&auml;lzung; vgl. BVerwG-Urteile in BVerwGE 153, 116, Rz&nbsp;34, und vom 29.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;7.16, juris, Rz&nbsp;44, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein Eingriff in die Freiheit der Berufswahl (Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 ggf. i.V.m. Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;3 GG) liegt vor, wenn die Steuer ihrer objektiven Gestaltung und H&ouml;he nach es in aller Regel unm&ouml;glich macht, den angestrebten Beruf ganz oder teilweise zur wirtschaftlichen Grundlage der Lebensf&uuml;hrung zu machen. Einer kommunalen Steuer kommt danach eine erdrosselnde Wirkung zu, wenn mit der Aus&uuml;bung des in Rede stehenden Berufs in der Gemeinde infolge dieser Steuer nach Abzug der notwendigen Aufwendungen kein angemessener Reingewinn erzielt werden kann. Der Betrachtung ist nicht der einzelne, sondern ein durchschnittlicher Betreiber im Gemeindegebiet zugrunde zu legen. Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG gew&auml;hrleistet keinen Bestandsschutz f&uuml;r die Fortsetzung einer unwirtschaftlichen Betriebsf&uuml;hrung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Frage, ob die Steuer nicht auf die Spieler abgew&auml;lzt werden kann, sondern erdrosselnd wirkt, muss nicht allein auf der Grundlage betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Daten von Unternehmen im Geltungsbereich der ma&szlig;gebenden Rechtsvorschriften beurteilt werden. Vielmehr kann auch der Entwicklung der Anzahl der entsprechenden Betriebe im Gemeindegebiet und der dort aufgestellten Spielger&auml;te seit Erlass der Vorschriften indizielle Bedeutung zukommen (BVerwG-Urteil in BVerwGE 153, 116, Rz&nbsp;20; BVerwG-Beschluss vom 10.&nbsp;August 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;B&nbsp;68.16, juris, Rz&nbsp;32; jeweils m.w.N.). Es ist nicht erkennbar, weshalb ein wirtschaftlich denkender Unternehmer Spielger&auml;te &uuml;ber l&auml;ngere Zeit weiterbetreiben sollte, wenn es ihm wegen der H&ouml;he der zu entrichtenden Vergn&uuml;gungsteuer nicht m&ouml;glich w&auml;re, Gewinn zu erzielen (Beschluss des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen vom 29.&nbsp;Januar 2018&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;595\/17, juris, Rz&nbsp;40). F&uuml;r eine erdrosselnde Wirkung spricht eine erkennbare Tendenz zum Absterben der Branche (BVerwG-Urteil vom 29.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;7.16, juris, Rz&nbsp;42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Erdrosselungsverbot und das Gebot der kalkulatorischen Abw&auml;lzbarkeit haben zwar unterschiedliche Rechtsgrundlagen, f&uuml;hren aber zu einer im Ergebnis identischen Begrenzung der verfassungsrechtlich zul&auml;ssigen H&ouml;he der Steuer (BVerwG-Urteil in BVerwGE 153, 116, Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Bek&auml;mpfung der Spielsucht und weiterer negativer Begleiterscheinungen des Spielbetriebs stellt ein legitimes Ziel f&uuml;r die Berufsfreiheit einschr&auml;nkende Regelungen dar. Spielsucht kann zu schwerwiegenden Folgen f&uuml;r die Betroffenen, ihre Familien und die Gemeinschaft f&uuml;hren (BVerfG-Beschluss vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2017&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1314\/12 u.a., BVerfGE 145, 20, Rz&nbsp;122, 133).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird mit der Steuererhebung auch ein Lenkungszweck wie etwa die Eind&auml;mmung der Wett- oder Spielleidenschaft der Bev&ouml;lkerung verfolgt, ist Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG selbst dann nicht verletzt, wenn die Steuererhebung nicht geeignet ist, diesen Zweck zu erreichen. Denn die Steuer rechtfertigt sich &#8211;unbeschadet eines Lenkungszwecks&#8211; allein schon aus der Absicht, Einnahmen zu erzielen (BVerwG-Urteil vom 29.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;7.16, juris, Rz&nbsp;42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Hamburgische Spielvergn&uuml;gungsteuer entsprach in den Besteuerungszeitr&auml;umen Oktober 2007 bis einschlie&szlig;lich Juli 2012 diesen Anforderungen des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG. Sie war auf Abw&auml;lzung auf die Spieler angelegt und hatte keine erdrosselnde Wirkung. Dies gilt jedenfalls, wenn die Bemessungsgrundlage wie im vorliegenden Fall ohne Ber&uuml;cksichtigung der nicht ausgezahlten, sondern zum Weiterspielen verwendeten Gewinne ermittelt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die Spielvergn&uuml;gungsteuer in diesem Zeitraum nicht kalkulatorisch auf die Spieler abw&auml;lzbar gewesen sei, hat weder das FG festgestellt noch bringt dies die Kl&auml;gerin konkret vor. Eine Tendenz zum Absterben der Branche der Betreiber von Spielger&auml;ten in Hamburg war nicht erkennbar. Der Gesetzgeber hat die aufgrund &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes i.d.F. des Gesetzes zur Eind&auml;mmung missbr&auml;uchlicher Steuergestaltungen vom 28.&nbsp;April 2006 (BGBl I 2006, 1095) erneut geltende Umsatzsteuerpflicht f&uuml;r Spielger&auml;te mit Gewinnm&ouml;glichkeit (vgl. dazu BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Mai 2017 V&nbsp;B&nbsp;133\/16, BFH\/NV&nbsp;2017, 1199, Rz&nbsp;25&nbsp;f.) dadurch ber&uuml;cksichtigt, dass er den in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 HmbSpVStG f&uuml;r solche Spielger&auml;te bestimmten Steuersatz ab Mai 2006 von zuvor 8&nbsp;% auf 5&nbsp;% des Spieleinsatzes herabgesetzt hat (vgl. Begr&uuml;ndung des Entwurfs eines Gesetzes zur &Auml;nderung des Hamburgischen Spielvergn&uuml;gungsteuergesetzes, B&uuml;rgerschaftsDrucks 18\/4806, S.&nbsp;1, 3). Entgegen der von der Kl&auml;gerin im Schriftsatz vom 7.&nbsp;Februar 2018 vertretenen Auffassung durfte nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a SpielV 2006 im Zeitraum von Oktober 2007 bis einschlie&szlig;lich Juli 2012 bei langfristiger Betrachtung ein Betrag von bis zu 33&nbsp;EUR je Stunde als Kasseninhalt verbleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Steuer auf die Spieler abw&auml;lzbar gewesen w&auml;re, wenn auch die im Punktespeicher erzielten Gewinne, die die Spieler zum Weiterspielen verwendet haben, obwohl sie die M&ouml;glichkeit gehabt h&auml;tten, die gewonnenen Punkte in den Geldspeicher umzubuchen und sich deren Geldwert auszahlen zu lassen, in die Bemessungsgrundlage der Steuer einbezogen w&uuml;rden, kann auf sich beruhen. Solche Gewinne sind nach den vom FG getroffenen Feststellungen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) nicht in die Bemessungsgrundlage der Steuer eingeflossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ein Versto&szlig; gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) liegt auch nicht deshalb vor, weil nach &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 HmbSpVStG der Aufwand, der der Spielbankabgabe unterliegt, von der Besteuerung ausgenommen ist. Die Fallgruppen des Benutzens von Spielger&auml;ten mit Gewinnm&ouml;glichkeit einerseits au&szlig;erhalb von und andererseits innerhalb von Spielbanken sind nicht wesentlich gleich, so dass sie wegen des darin liegenden sachlichen Grundes vergn&uuml;gungsteuerrechtlich unterschiedlich behandelt werden d&uuml;rfen (vgl. im Einzelnen Beschluss des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen vom 29.&nbsp;Januar 2018&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;595\/17, juris, Rz&nbsp;44). Die Konzessionierung der &ouml;ffentlichen Spielbank ist f&uuml;r Hamburg in &sect;&nbsp;2 des Gesetzes &uuml;ber die Zulassung einer &ouml;ffentlichen Spielbank (vom 24.&nbsp;Mai 1976, HmbGVBl 1976, 139, zuletzt ge&auml;ndert durch Gesetz vom 18.&nbsp;Oktober 2017, HmbGVBl 2017, 336) geregelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die verfassungsrechtliche Beurteilung unter dem Blickwinkel des allgemeinen Gleichheitssatzes kommt es zudem nicht auf die Bezeichnung und Zusammensetzung der Steuern und Abgaben, sondern auf deren im Ergebnis eintretende Belastungswirkung an (BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;Februar 2007&nbsp;II&nbsp;B&nbsp;51\/06, BFH\/NV&nbsp;2007, 987, unter II.5.). Die Kl&auml;gerin macht nicht geltend, dass die durchschnittliche Belastung der Betreiber von Spielger&auml;ten in Hamburg durch Steuern einschlie&szlig;lich der Spielvergn&uuml;gungsteuer insgesamt h&ouml;her sei als die Belastung des Spielbankunternehmens mit Umsatzsteuer und Spielbankabgabe (&sect;&nbsp;3 des Gesetzes &uuml;ber die Zulassung einer &ouml;ffentlichen Spielbank). Dies ist auch nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Es liegt auch kein Versto&szlig; gegen den Grundsatz der Einheit und Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dieser Grundsatz verlangt die Beachtung der bundesstaatlichen Grenzen und bei der Aus&uuml;bung der jeweiligen Gesetzgebungskompetenz wechselseitig bundesstaatliche R&uuml;cksichtnahme. Konzeptionelle Entscheidungen des zust&auml;ndigen Bundesgesetzgebers d&uuml;rfen durch Entscheidungen eines Landesgesetzgebers nicht verf&auml;lscht werden. Insbesondere d&uuml;rfen den Normadressaten nicht gegenl&auml;ufige Regelungen erreichen, die die Rechtsordnung widerspr&uuml;chlich machen (BFH-Urteile in BFHE 250, 427, BStBl II 2015, 1031, Rz&nbsp;61, und in BFHE 250, 449, BStBl II 2016, 126, Rz&nbsp;57; BVerwG-Urteil vom 29.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;7.16, juris, Rz&nbsp;29; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein solcher Versto&szlig; gegen den Grundsatz der Einheit und Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die SpielV 2006 schlie&szlig;t die Erhebung einer nach dem Spieleinsatz bemessenen, den verfassungsrechtlichen Anforderungen entsprechenden Spielvergn&uuml;gungsteuer nach Landesrecht weder ausdr&uuml;cklich noch inzident aus. Ein solcher Ausschluss w&auml;re mit der sich aus Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG ergebenden Gesetzgebungskompetenz der L&auml;nder f&uuml;r &ouml;rtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern auch nicht vereinbar und verstie&szlig;e somit seinerseits gegen die Pflicht zur wechselseitigen bundesstaatlichen R&uuml;cksichtnahme bei der Aus&uuml;bung der jeweiligen Gesetzgebungskompetenz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gewerbe- und gl&uuml;cksspielrechtlichen Regelungen wie die SpielV 2006, denen die Spielger&auml;tebetreiber unterliegen, f&uuml;hren allerdings zu Einschr&auml;nkungen des unternehmerischen Entscheidungsspielraums und der M&ouml;glichkeit, die Spielvergn&uuml;gungsteuer auf die Spieler abzuw&auml;lzen. Dies ist bei der Pr&uuml;fung, ob die Steuer auf die Spieler abgew&auml;lzt werden kann oder erdrosselnd wirkt, ebenso zu ber&uuml;cksichtigen wie die Belastung mit weiteren Steuern wie die Umsatz-, Einkommen- oder K&ouml;rperschaft- und Gewerbesteuer (BVerwG-Urteil in BVerwGE 153, 116, Rz&nbsp;18) und mit sonstigen notwendigen Kosten. Dass es deshalb den Spielger&auml;tebetreibern im Zeitraum von Oktober 2007 bis einschlie&szlig;lich Juli 2012 unm&ouml;glich gewesen sei, die Spielvergn&uuml;gungsteuer auf die Spieler abzuw&auml;lzen, und die Steuer deshalb erdrosselnd gewirkt habe, hat aber weder das FG festgestellt noch bringt dies die Kl&auml;gerin konkret vor (s. bereits unter II.3.c aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Widerspr&uuml;chlichkeit der Rechtsordnung ergibt sich auch nicht aus dem Ersten Gl&uuml;cksspiel&auml;nderungsstaatsvertrag (Erster Gl&uuml;&Auml;ndStV) vom 15.&nbsp;Dezember 2011, dem Hamburg mit Art.&nbsp;1 des Zweiten Gesetzes zur Neuregelung des Gl&uuml;cksspielwesens vom 29.&nbsp;Juni 2012 (HmbGVBl 2012, 235) zugestimmt hat und der im HmbGVBl 2012, 240, mit Gesetzeskraft ver&ouml;ffentlicht wurde. F&uuml;r die Besteuerungszeitr&auml;ume vor dem 1.&nbsp;Juli 2012 spielt der Erste Gl&uuml;&Auml;ndStV schon deshalb keine Rolle, weil er nach seinem Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz 1 erst am 1.&nbsp;Juli 2012 in Kraft getreten ist (vgl. Bekanntmachung vom 11.&nbsp;Juli 2012, HmbGVBl 2012, 343). F&uuml;r Juli 2012 gelten die &Uuml;bergangsregelungen in &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 des Gl&uuml;cksspielstaatsvertrags i.d.F. des Art.&nbsp;1 Erster Gl&uuml;&Auml;ndStV. Danach genossen Spielhallen, die wie im Streitfall zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Staatsvertrags bestanden und f&uuml;r die bis zum 28.&nbsp;Oktober 2011 eine Erlaubnis nach &sect;&nbsp;33i GewO erteilt worden war, bis zum Ablauf von f&uuml;nf Jahren nach Inkrafttreten des Staatsvertrags einen gewissen Bestandsschutz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Hamburgische Spielhallengesetz vom 4.&nbsp;Dezember 2012 (HmbGVBl 2012, 505), das nach seinem &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 die Zulassung und den Betrieb von Spielhallen regelt, spielt im vorliegenden Fall f&uuml;r die Besteuerungszeitr&auml;ume bis Juli 2012 ebenfalls keine Rolle. Es ist nach seinem &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 am Tage nach seiner Verk&uuml;ndung in Kraft getreten, soweit Satz&nbsp;2 dieser Vorschrift kein sp&auml;teres Inkrafttreten vorsieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Die Besteuerung der Unterhaltungsspielger&auml;te in Spielhallen oder &auml;hnlichen Unternehmen i.S. von &sect;&nbsp;33i GewO nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 HmbSpVStG mit 80&nbsp;EUR je Spielger&auml;t und Kalendermonat ist ebenfalls verfassungsgem&auml;&szlig;. Der St&uuml;ckzahlma&szlig;stab ist insoweit nach wie vor zul&auml;ssig (BFH-Beschl&uuml;sse vom 27.&nbsp;November 2009 II&nbsp;B&nbsp;75\/09, BFH\/NV&nbsp;2010, 692, unter II.2.d, und vom 19.&nbsp;Februar 2010 II&nbsp;B&nbsp;122\/09, BFH\/NV 2010, 1144, Rz&nbsp;41 bis 43). Es liegt nicht deshalb ein Versto&szlig; gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) vor, weil der Steuersatz f&uuml;r Unterhaltungsspielger&auml;te, die an anderen Aufstellorten als in Spielhallen oder &auml;hnlichen Unternehmen i.S. von &sect;&nbsp;33i GewO betrieben werden, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HmbSpVStG lediglich 50&nbsp;EUR je Spielger&auml;t und Kalendermonat betr&auml;gt. Der Gesetzgeber durfte pauschalierend annehmen, dass der Vergn&uuml;gungsaufwand der Spieler bei solchen Ger&auml;ten typischerweise geringer ist als bei Unterhaltungsspielger&auml;ten in Spielhallen oder &auml;hnlichen Unternehmen von i.S. &sect;&nbsp;33i GewO. Die Spielhalle bietet in der Vielfalt und der Menge der aufgestellten Ger&auml;te einen zus&auml;tzlichen Anreiz zum Spielen. Zudem werden die Spielhallen regelm&auml;&szlig;ig allein um des Spieles willen aufgesucht, w&auml;hrend bei einem Gastst&auml;ttenbesuch typischerweise das Automatenspiel nur gelegentlich angenommen wird (BVerfG-Kammerbeschluss vom 1.&nbsp;M&auml;rz 1997&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1599\/89, juris, unter B.II.2.c). Der Schwerpunkt der gewerblichen T&auml;tigkeit von Gastst&auml;tten liegt nicht im Aufstellen und Bereithalten von Spielger&auml;ten, sondern im entgeltlichen Anbieten von Speisen und Getr&auml;nken. Die M&ouml;glichkeiten und Anreize zu ununterbrochenem Spiel in Spielhallen sind daher typischerweise gr&ouml;&szlig;er als in Gastst&auml;tten (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 145, 20, Rz&nbsp;175).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesetzgebungskompetenz des Hamburgischen Gesetzgebers wird durch die unterschiedlichen Steuers&auml;tze f&uuml;r Unterhaltungsspielger&auml;te entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin ebenfalls nicht ausgeschlossen; denn sie sind verfassungsrechtlich jedenfalls zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Besteuerung der Spielger&auml;te nach dem Hamburgischen Spielvergn&uuml;gungsteuergesetz ist auch mit Unionsrecht vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Hamburgische Spielvergn&uuml;gungsteuergesetz verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Art.&nbsp;401 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dieser Vorschrift hindert die MwStSystRL unbeschadet anderer gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften einen Mitgliedstaat nicht daran, Abgaben auf Versicherungsvertr&auml;ge, Spiele und Wetten, Verbrauchsteuern, Grunderwerbsteuern sowie ganz allgemein alle Steuern, Abgaben und Geb&uuml;hren, die nicht den Charakter von Umsatzsteuern haben, beizubehalten oder einzuf&uuml;hren, sofern die Erhebung dieser Steuern, Abgaben und Geb&uuml;hren im Verkehr zwischen den Mitgliedstaaten nicht mit Formalit&auml;ten beim Grenz&uuml;bertritt verbunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) ist ein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;401 MwStSystRL (fr&uuml;her Art.&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 der Sechsten Richtlinie des Rates zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG &#8211;Richtlinie 77\/388\/EWG&#8211;) bereits dann zu verneinen, wenn die nationale Steuer nur eines der vier wesentlichen Merkmale der Mehrwertsteuer nicht aufweist (EuGH-Urteile EKW und Wein &#038; Co. vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2000 C-437\/97<strong>, <\/strong>EU:C:2000:110<strong>, <\/strong>Rz&nbsp;23; Tulliasiamies und Antti Siilin vom 19.&nbsp;September 2002 C-101\/00, EU:C:2002:505, Rz&nbsp;105<strong>; <\/strong>Banca popolare di Cremona vom 3.&nbsp;Oktober 2006 C-475\/03, EU:C:2006:629, Rz&nbsp;27 f., und K&Ouml;G&Aacute;Z u.a. vom 11.&nbsp;Oktober 2007 C-283\/06 und C-312\/06, EU:C:2007:598, Rz&nbsp;36&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mehrwertsteuer hat vier wesentliche Merkmale, n&auml;mlich die allgemeine Geltung f&uuml;r alle sich auf Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen beziehenden Gesch&auml;fte, die Festsetzung ihrer H&ouml;he proportional zum Preis, den der Steuerpflichtige als Gegenleistung f&uuml;r die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen erh&auml;lt, die Erhebung der Steuer auf jeder Produktions- und Vertriebsstufe einschlie&szlig;lich der Einzelhandelsstufe, ungeachtet der Zahl der vorher bewirkten Ums&auml;tze, und der Abzug der auf den vorhergehenden Produktions- und Vertriebsstufen bereits entrichteten Betr&auml;ge von der vom Steuerpflichtigen geschuldeten Steuer, so dass sich die Steuer auf einer bestimmten Stufe nur auf den auf dieser Stufe vorhandenen Mehrwert bezieht und die Belastung letztlich vom Verbraucher getragen wird (EuGH-Beschluss Vollkommer vom 27.&nbsp;November 2008 C-156\/08, EU:C:2008:663, Rz&nbsp;31, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat zudem bereits entschieden, dass dem Wortlaut des Art.&nbsp;401 MwStSystRL entsprechend die Umsatzsteuer und eine innerstaatliche Sonderabgabe auf Gl&uuml;cksspiele kumulativ erhoben werden d&uuml;rfen, sofern die Sonderabgabe nicht den Charakter einer Umsatzsteuer hat (EuGH-Urteil Metropol Spielst&auml;tten vom 24.&nbsp;Oktober 2013 C-440\/12, EU:C:2013:687, Rz&nbsp;28 bis 32). Dass der EuGH den Begriff der Umsatzsteuer i.S. des Art.&nbsp;401 MwStSystRL anders als in der bisherigen Rechtsprechung versteht, geht aus dem Urteil nicht hervor. Er weist vielmehr in Rz&nbsp;31 des Urteils lediglich darauf hin, dass unstreitig sei, dass die im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Vergn&uuml;gungsteuern nicht den Charakter einer Umsatzsteuer h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsprechung des EuGH ist entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Auslegung des Art.&nbsp;401 MwStSystRL ma&szlig;gebend (BFH-Urteile vom 22.&nbsp;April 2010&nbsp;V&nbsp;R&nbsp;26\/08, BFHE 229, 429, BStBl II 2010, 883, Rz&nbsp;14; in BFHE 250, 427, BStBl II 2015, 1031, Rz&nbsp;83, und in BFHE 250, 449, BStBl II 2016, 126, Rz&nbsp;80; BVerwG-Beschluss vom 14.&nbsp;August 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;B&nbsp;8.17, juris, Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem EuGH-Urteil Dansk Denkavit und Poulsen Trading vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1992 C-200\/90 (EU:C:1992:152, Rz&nbsp;11) ergibt sich nichts anderes. Nach diesem Urteil soll Art.&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG die Einf&uuml;hrung von Steuern, Abgaben und Geb&uuml;hren verhindern, die das Funktionieren des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems dadurch beeintr&auml;chtigen, dass sie den Waren- und Dienstleistungsverkehr in einer der Mehrwertsteuer vergleichbaren Art und Weise belasten. Steuern, Abgaben und Geb&uuml;hren, die die wesentlichen Merkmale der Mehrwertsteuer aufweisen, sind in jedem Fall als den Waren- und Dienstleistungsverkehr in einer der Mehrwertsteuer vergleichbaren Art und Weise belastend anzusehen. Dieses Urteil steht im Einklang mit der oben zitierten sp&auml;teren Rechtsprechung des EuGH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat bereits mit Urteil Wisselink u.a. vom 13.&nbsp;Juli 1989&nbsp;&nbsp;93\/88 und 94\/88 (EU:C:1989:324) eine Verbrauchsteuer, deren Bemessungsgrundlage proportional zum Preis der Waren war, nicht als Umsatzsteuer i.S. des Art.&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG angesehen, weil sie keine allgemeine Steuer war; denn mit ihr wurden nur zwei ganz bestimmte Gruppen von Erzeugnissen belastet, n&auml;mlich Personenkraftwagen und Kleinkraftr&auml;der. Zudem wurde sie nur einmal, im Zeitpunkt der Lieferung durch den Hersteller oder der Einfuhr, angewandt und sodann vollst&auml;ndig auf die n&auml;chste Umsatzstufe abgew&auml;lzt, ohne dass eine erneute Besteuerung erfolgte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ausf&uuml;hrungen von Generalanw&auml;ltin Kokott in ihren Schlussantr&auml;gen vom 5.&nbsp;September 2013 C-385\/12 (EU:C:2013:531) erfordern kein Vorabentscheidungsersuchen nach Art.&nbsp;267 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) an den EuGH. Sie hat darin zwar die Auffassung vertreten, dass die abstrakten Voraussetzungen einer Anwendung des Art.&nbsp;401 MwStSystRL der Korrektur bed&uuml;rften, um die praktische Wirksamkeit dieser Vorschrift zu sichern (Rz&nbsp;92&nbsp;ff.). Dieser Ansicht ist der EuGH im Urteil Hervis Sport- &eacute;s Divatkereskedelmi vom 5.&nbsp;Februar 2014 C-385\/12 (EU:C:2014:47) aber nicht gefolgt. Nach diesem Urteil verst&ouml;&szlig;t die zu beurteilende ungarische Sondersteuer gegen Unionsrecht, wenn sie mit der Niederlassungsfreiheit (Art.&nbsp;49, 54 AEUV) unvereinbar ist, was vom nationalen Gericht nach den Vorgaben des EuGH zu pr&uuml;fen ist. Auf Art.&nbsp;401 MwStSystRL ist der EuGH nicht eingegangen. Zudem vertrat Generalanw&auml;ltin Kokott in Rz&nbsp;100 der Schlussantr&auml;ge die Auffassung, Art.&nbsp;401 MwStSystRL verbiete nach seinem Sinn und Zweck und entsprechend der bisherigen Rechtsprechung nur solche Steuern, die das Funktionieren des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems beeintr&auml;chtigten, indem sie die Wettbewerbsbedingungen auf nationaler Ebene oder auf Unionsebene verf&auml;lschten. Dies treffe bei den in Art.&nbsp;401 MwStSystRL ausdr&uuml;cklich genannten Steuerarten wie etwa der Besteuerung von Spielen und Wetten nicht zu. Solche speziellen Umsatzsteuern blieben auch nach Einf&uuml;hrung des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems weiterhin zul&auml;ssig. Verboten seien lediglich allgemeine Umsatzsteuern. Nur diese h&auml;tten eine Reichweite, die in der Lage sei, das Funktionieren des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems zu beeintr&auml;chtigen (Rz&nbsp;113 der Schlussantr&auml;ge).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Steuer nach dem Hamburgischen Spielvergn&uuml;gungsteuergesetz hat somit nicht den Charakter einer Umsatzsteuer i.S. des Art.&nbsp;401 MwStSystRL. Sie erf&uuml;llt die nach der Rechtsprechung des EuGH ma&szlig;gebenden vier wesentlichen Merkmale in mehrfacher Hinsicht nicht. Sie beschr&auml;nkt sich auf die Besteuerung des Aufwands f&uuml;r das Spielen an im Gesetz n&auml;her bezeichneten Spielger&auml;ten in Hamburg. Das Gesetz zielt somit nicht darauf ab, die Gesamtheit der wirtschaftlichen Vorg&auml;nge zu erfassen. Au&szlig;erdem wird die Steuer nicht im Rahmen eines Produktions- und Vertriebsprozesses erhoben, bei dem vorgesehen ist, dass auf jeder Stufe die auf den vorhergehenden Stufen dieses Prozesses bereits entrichteten Betr&auml;ge abgezogen werden k&ouml;nnen. Die Steuer wird vielmehr nur auf einer Stufe erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hamburgische Spielvergn&uuml;gungsteuer verst&ouml;&szlig;t auch nach der Auslegung des Art.&nbsp;401 MwStSystRL durch Generalanw&auml;ltin Kokott nicht gegen diese Vorschrift. Die Besteuerung von Spielen und Wetten blieb nach ihrer Ansicht auch nach Einf&uuml;hrung des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems weiterhin zul&auml;ssig. Bei der hamburgischen Spielvergn&uuml;gungsteuer handelt es sich nicht um eine allgemeine Umsatzsteuer. Sie hat keine Reichweite, die das Funktionieren des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnte. Auf die Bemessung der Steuer im Einzelnen kommt es nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Umsatzsteuer auf die Spielger&auml;te alle wesentlichen Merkmale der Mehrwertsteuer erf&uuml;llt, ist ohne Bedeutung f&uuml;r die Zul&auml;ssigkeit der kumulativen Erhebung der Spielger&auml;testeuer (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2017, 1199, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Spielvergn&uuml;gungsteuer verst&ouml;&szlig;t auch nicht gegen Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 2008\/118\/EG des Rates vom 16.&nbsp;Dezember 2008 &uuml;ber das allgemeine Verbrauchsteuersystem und zur Aufhebung der Richtlinie 92\/12\/EWG (Richtlinie 2008\/118\/EG). Nach dieser Richtlinienbestimmung k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten Steuern erheben auf Dienstleistungen, auch im Zusammenhang mit verbrauchsteuerpflichtigen Waren, sofern es sich nicht um umsatzbezogene Steuern handelt. Die Richtlinie 2008\/118\/EG ist auf die Spielvergn&uuml;gungsteuer nicht anwendbar. Sie betrifft nach ihrem Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 nur bestimmte verbrauchsteuerpflichtige Waren (Energieerzeugnisse und elektrischer Strom, Alkohol und alkoholische Getr&auml;nke sowie Tabakwaren) sowie nach ihrem Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 andere Waren sowie Dienstleistungen. Da Steuergegenstand der Vergn&uuml;gungsteuer in Gestalt einer Spielautomatensteuer nicht die Dienstleistung, die der Halter der Spielautomaten gegen&uuml;ber den Spielern erbringt, sondern der Vergn&uuml;gungsaufwand des einzelnen Spielers ist, unterf&auml;llt diese Steuer nicht der Richtlinie (BVerwG-Beschluss vom 14.&nbsp;August 2017&nbsp;&nbsp;9&nbsp;B&nbsp;8.17, juris, Rz&nbsp;6 bis 8). Dies gilt auch f&uuml;r die hamburgische Spielvergn&uuml;gungsteuer, der nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 HmbSpVStG der Aufwand f&uuml;r die Nutzung von Spielger&auml;ten i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 HmbSpVStG und nicht die Dienstleistung unterliegt, die die Halter der Spielger&auml;te gegen&uuml;ber den Spielern erbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es liegt auch kein Versto&szlig; gegen die Dienstleistungsfreiheit (Art.&nbsp;56 AEUV; fr&uuml;her Art.&nbsp;49 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft) vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Dienstleistungsfreiheit ist auf die Betreiber von Spielhallen anwendbar. Eine grenz&uuml;berschreitende Erbringung von Dienstleistungen i.S. von Art.&nbsp;56 AEUV liegt u.a. bei Dienstleistungen vor, die ein in einem Mitgliedstaat ans&auml;ssiger Erbringer ohne Ortswechsel einem in einem anderen Mitgliedstaat ans&auml;ssigen Empf&auml;nger erbringt (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a. vom 11.&nbsp;Juni 2015 C-98\/14, EU:C:2015:386, Rz&nbsp;26, m.w.N.). F&uuml;r die Anwendung der Dienstleistungsfreiheit gen&uuml;gt es zudem, wenn sich nicht ausschlie&szlig;en l&auml;sst, dass Anbieter, die in anderen Mitgliedstaaten ans&auml;ssig sind, ein Interesse daran hatten oder haben, im Inland Gl&uuml;cksspielst&auml;tten zu er&ouml;ffnen (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;27, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine Steuer auf Spielger&auml;te in Spielhallen kann zu einem Versto&szlig; gegen die Dienstleistungsfreiheit f&uuml;hren (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;30, 33). Eine solche Steuer f&auml;llt zwar in die Zust&auml;ndigkeit der Mitgliedstaaten. Diese m&uuml;ssen ihre Befugnisse aber unter Wahrung des Unionsrechts, insbesondere der vom Vertrag gew&auml;hrleisteten Grundfreiheiten, aus&uuml;ben (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;34, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Art.&nbsp;56 AEUV verlangt nicht nur die Beseitigung jeder Diskriminierung des in einem anderen Mitgliedstaat ans&auml;ssigen Dienstleistenden aufgrund seiner Staatsangeh&ouml;rigkeit, sondern auch die Aufhebung aller Beschr&auml;nkungen &#8211;selbst wenn sie unterschiedslos f&uuml;r inl&auml;ndische Dienstleistende wie f&uuml;r solche aus anderen Mitgliedstaaten gelten&#8211;, sofern sie geeignet sind, die T&auml;tigkeiten des Dienstleistenden, der in einem anderen Mitgliedstaat ans&auml;ssig ist und dort rechtm&auml;&szlig;ig &auml;hnliche Dienstleistungen erbringt, zu unterbinden, zu behindern oder weniger attraktiv zu machen (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;35, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen erfasst Art.&nbsp;56 AEUV solche Ma&szlig;nahmen nicht, deren einzige Wirkung es ist, zus&auml;tzliche Kosten f&uuml;r die betreffende Leistung zu verursachen, und die die Erbringung von Dienstleistungen zwischen Mitgliedstaaten in gleicher Weise wie ihre Erbringung innerhalb eines einzigen Mitgliedstaats ber&uuml;hren (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;36, m.w.N.). Eine Besteuerung mit diskriminierender Wirkung ist unzul&auml;ssig (EuGH-Urteil Blanco und Fabretti vom 22.&nbsp;Oktober 2014 C-344\/13 und C-367\/13, EU:C:2014:2311, Rz&nbsp;37, m.w.N.). Unzul&auml;ssig ist auch eine mittelbare Diskriminierung. Diese kann vorliegen, wenn die Betreiber von Spielhallen mehrheitlich in anderen Mitgliedstaaten ans&auml;ssig sind (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;38, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine nicht diskriminierende Steuer auf Spielger&auml;te in Spielhallen ist demgem&auml;&szlig; nur dann als Hindernis f&uuml;r den mit Art.&nbsp;56 AEUV gew&auml;hrleisteten freien Dienstleistungsverkehr anzusehen, wenn sie so hoch ist, dass sie in ihren Wirkungen einem Verbot des Betreibens solcher Spielger&auml;te gleichkommt (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;41, m.w.N.). F&uuml;hrt die Steuer demgegen&uuml;ber lediglich zu einer Kostenbelastung, liegt kein Versto&szlig; gegen die Dienstleistungsfreiheit vor (Beschluss des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen vom 29.&nbsp;Januar 2018&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;595\/17, juris, Rz&nbsp;64&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Voraussetzungen f&uuml;r einen Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;56 AEUV waren bei der hamburgischen Spielvergn&uuml;gungsteuer im Zeitraum von Oktober 2007 bis einschlie&szlig;lich Juli 2012 nicht erf&uuml;llt. Die Steuer hatte keine erdrosselnde Wirkung und somit keinen Verbotscharakter. Sie hatte auch keine diskriminierende Wirkung. Die Steuerpflicht und die H&ouml;he der Steuer hingen nicht davon ab, ob der Halter der Spielger&auml;te seinen Wohnsitz oder Sitz in der Bundesrepublik Deutschland oder im Ausland hatte. F&uuml;r eine mittelbare Diskriminierung gibt es keine Anhaltspunkte. Weder hat das FG festgestellt noch bringt die Kl&auml;gerin vor, dass die Halter der Spielger&auml;te in Hamburg im genannten Zeitraum mehrheitlich in anderen Mitgliedstaaten ans&auml;ssig gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem EuGH-Urteil Online Games Handels GmbH vom 14.&nbsp;Juni 2017 C-685\/15 (EU:C:2017:452) ergibt sich nichts anderes. Das Urteil betrifft nicht die Voraussetzungen, unter denen eine Spielger&auml;testeuer gegen Unionsrecht verst&ouml;&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Wie eine ersatzlose Befreiung von Spielbankunternehmen von der Spielvergn&uuml;gungsteuer im Hinblick auf das unionsrechtliche Beihilferecht (Art.&nbsp;107 ff. AEUV) zu w&uuml;rdigen w&auml;re und welche Folgen sich daraus f&uuml;r die Besteuerung der Halter von Spielger&auml;ten erg&auml;ben, kann auf sich beruhen. Von der Spielvergn&uuml;gung-steuer ist n&auml;mlich nach &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 HmbSpVStG nur der Aufwand befreit, der der Spielbankabgabe unterliegt. Dass die durchschnittliche Belastung der Betreiber von Spielger&auml;ten in Hamburg durch Steuern einschlie&szlig;lich der Spielvergn&uuml;gungsteuer insgesamt h&ouml;her sei als die Belastung des Spielbankunternehmens mit Umsatzsteuer und Spielbankabgabe, macht die Kl&auml;gerin nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Mit Unionsrecht vereinbar ist auch die Bemessung der Spielvergn&uuml;gungsteuer nach den Spieleins&auml;tzen ohne Abzug der ausgezahlten Gewinne. Abgesehen davon, dass die Mitgliedstaaten ihre Befugnisse unter Wahrung des Unionsrechts, insbesondere der vom Vertrag gew&auml;hrleisteten Grundfreiheiten, aus&uuml;ben m&uuml;ssen, sieht das Unionsrecht keine Vorschriften f&uuml;r die Ausgestaltung einer Spielvergn&uuml;gungsteuer im Einzelnen vor. Diese Steuer ist nicht harmonisiert. Die Rechtsprechung des EuGH zur Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer bei Geldspielger&auml;ten (EuGH-Urteil Metropol, EU:C:2013:687, Rz&nbsp;34 bis 44) beruht auf der Auslegung von Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und Art.&nbsp;73 MwStSystRL und hat f&uuml;r die Bemessungsgrundlage der Spielvergn&uuml;gungsteuer keine Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Eine Notifizierungspflicht nach Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 der Richtlinie 98\/34\/EG bestand nicht. Regelungen &uuml;ber die Erhebung einer Spielger&auml;testeuer sind keine &quot;technischen De-facto-Vorschriften&quot; i.S. von Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;11 dritter Gedankenstrich der Richtlinie 98\/34\/EG. &quot;Technische De-facto-Vorschriften&quot; in diesem Sinne sind &quot;technisch[e] Spezifikationen oder sonstig[e] Vorschriften oder &#8230; Vorschriften betreffend Dienste, die mit steuerlichen oder finanziellen Ma&szlig;nahmen verbunden sind, die auf den Verbrauch der Erzeugnisse oder die Inanspruchnahme der Dienste Einfluss haben, indem sie die Einhaltung dieser technischen Spezifikationen oder sonstigen Vorschriften oder Vorschriften betreffend Dienste f&ouml;rdern&quot;. Dem Wortlaut dieser Bestimmung zufolge bezeichnet der Ausdruck &quot;technische De-facto-Vorschriften&quot; nicht die steuerlichen Ma&szlig;nahmen selbst, sondern die damit verbundenen technischen Spezifikationen oder sonstigen Vorschriften (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;93 bis 96).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Folglich k&ouml;nnen steuerrechtliche Vorschriften wie die &uuml;ber die Erhebung einer Spielger&auml;testeuer, die wie im Fall der hamburgischen Spielvergn&uuml;gungsteuer von keiner technischen Spezifikation oder sonstigen Vorschrift begleitet werden, deren Einhaltung sie sicherstellen sollen, nicht als &quot;technische De-facto-Vorschriften&quot; eingestuft werden (EuGH-Urteil Berlington Hungary u.a., EU:C:2015:386, Rz&nbsp;97).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die angefochtenen Steuerfestsetzungen sind auch der H&ouml;he nach nicht zu beanstanden. Die Kl&auml;gerin erhebt dagegen im Grundsatz auch keine Einwendungen. Sie bringt lediglich vor, es k&ouml;nnten einzelne Betr&auml;ge zu Unrecht als Einsatz erfasst worden sein. Diese blo&szlig;e M&ouml;glichkeit rechtfertigt keine Herabsetzung der Steuerbetr&auml;ge (vgl. oben II.2.c, II.3.b cc). Die Kl&auml;gerin macht dazu keine substantiierten Angaben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.2.2018, II R 21\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.210218.IIR21.15.0 HmbSpVStG mit h&ouml;herrangigem Recht vereinbar Leits&auml;tze 1. Das HmbSpVStG war jedenfalls f&uuml;r Besteuerungszeitr&auml;ume bis Juli 2012 sowohl mit dem GG als auch mit Unionsrecht vereinbar. 2. Lassen die Spielger&auml;te eine zutreffende Ermittlung des Spieleinsatzes nicht zu, weil einzelne Vorg&auml;nge, die zu einer Minderung des Spieleinsatzes f&uuml;hren w&uuml;rden, nicht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-21-15-hmbspvstg-mit-hoeherrangigem-recht-vereinbar\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;21\/15 &#8211; HmbSpVStG mit h&ouml;herrangigem Recht vereinbar<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69577\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}