{"id":69579,"date":"2018-06-28T09:13:33","date_gmt":"2018-06-28T07:13:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69579"},"modified":"2018-06-28T09:13:33","modified_gmt":"2018-06-28T07:13:33","slug":"i-r-46-16-verschmelzung-nach-forderungsverzicht-mit-besserungsabrede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-46-16-verschmelzung-nach-forderungsverzicht-mit-besserungsabrede\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;46\/16 &#8211; Verschmelzung nach Forderungsverzicht mit Besserungsabrede"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.2.2018, I R 46\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.210218.IR46.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verschmelzung nach Forderungsverzicht mit Besserungsabrede<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wird eine verm&ouml;genslose und inaktive Kapitalgesellschaft, deren Gesellschafter ihr gegen&uuml;ber auf Darlehensforderungen mit Besserungsschein verzichtet hatten, auf eine finanziell gut ausgestattete Schwesterkapitalgesellschaft mit der weiteren Folge des Eintritts des Besserungsfalls und dem &quot;Wiederaufleben&quot; der Forderungen verschmolzen, so kann die beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger ausgel&ouml;ste Passivierungspflicht durch eine au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung wegen einer vGA zu korrigieren sein.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Weder umwandlungssteuerrechtliche Sonderregelungen noch der urspr&uuml;nglich betriebliche Charakter der Darlehensverbindlichkeiten bei der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft stehen der Annahme einer vGA entgegen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 29. Juni 2016&nbsp;&nbsp;6 K 236\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, befasste sich mit &#8230; . In den Streitjahren 1995 und 1996 waren am Stammkapital der Kl&auml;gerin sechs nat&uuml;rliche Personen beteiligt. Diese waren zugleich Gesellschafter der G&nbsp;GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom &#8230; 1996 erwarb die Kl&auml;gerin s&auml;mtliche Anteile an der G&nbsp;GmbH zum Nennwert der Stammeinlage. Die Gewinnbezugsrechte gingen mit Wirkung vom 1.&nbsp;Januar 1996 auf die Kl&auml;gerin &uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom selben Tag wurde sodann die G&nbsp;GmbH als &uuml;bertragende Rechtstr&auml;gerin mit der Kl&auml;gerin als &uuml;bernehmender Rechtstr&auml;gerin verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte auf der Grundlage der Bilanz der G&nbsp;GmbH vom 31.&nbsp;Dezember 1995, die im Rahmen der Verschmelzung als Schlussbilanz der &uuml;bertragenden Gesellschaft gelten sollte. Verschmelzungsstichtag war der 31.&nbsp;Dezember 1995, 24&nbsp;Uhr. Die Verschmelzung wurde am &#8230; 1996 in das Handelsregister der Kl&auml;gerin als &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;gerin eingetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die G&nbsp;GmbH war in den Jahren vor der Verschmelzung nur noch mit der Verwaltung und Umschichtung eigenen Wertpapierverm&ouml;gens befasst. Am &#8230; 1995 wurde der gesamte Wertpapierbestand der G&nbsp;GmbH auf Basis der Steuerkurswerte vom 31.&nbsp;Dezember 1995 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM auf die Schwestergesellschaft &#8230; GmbH (A&nbsp;GmbH) entgeltlich &uuml;bertragen und der Gesch&auml;ftsbetrieb der G&nbsp;GmbH eingestellt. Diese hatte danach nur noch eine Angestellte, die vorwiegend f&uuml;r andere Gesellschaften des Konzerns t&auml;tig war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits in ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 1994 hatte die G&nbsp;GmbH bei einem gezeichneten Kapital von &#8230;&nbsp;DM einen Verlustvortrag von &#8230;&nbsp;DM und einen Jahresfehlbetrag von &#8230;&nbsp;DM und damit einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bilanz per 31.&nbsp;Dezember 1995 wies einen Jahres&uuml;berschuss von &#8230;&nbsp;DM aus; das Eigenkapital belief sich hiernach auf &#8230;&nbsp;DM. Dem Jahres&uuml;berschuss lag ein au&szlig;erordentlicher Ertrag von &#8230;&nbsp;DM zu Grunde, der aus dem Verzicht der beiden mit 25&nbsp;% beteiligten Gesellschafter B und L auf Gesellschafterdarlehen herr&uuml;hrte, die urspr&uuml;nglich zur Finanzierung der gesch&auml;ftlichen Aktivit&auml;ten der G GmbH gew&auml;hrt worden waren. Die Verzichtserkl&auml;rungen vom Mai 1995 lauteten wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Wir verzichten mit unseren kapitalersetzenden Gesellschafterdarlehen gegen die&quot; G GmbH &quot;bis zum Betrag einer bilanzm&auml;&szlig;ig ausgewiesenen &Uuml;berschuldung dieser Firma. Eine R&uuml;ckzahlung unserer Forderungen soll erst in den Jahren erfolgen, in denen Gewinne entstehen, aus denen die R&uuml;ckzahlungen erfolgen k&ouml;nnen. Eine R&uuml;ckzahlung soll auch im Fall von Liquidationserl&ouml;sen erfolgen. Durch diese Vereinbarung wird die rechtliche Verpflichtung zur Zahlung evtl. Zinsen (derzeit 8&nbsp;%) und deren F&auml;lligkeit nicht ber&uuml;hrt.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Verschmelzung der G&nbsp;GmbH auf die Kl&auml;gerin sah die finanziell gut ausgestattete Kl&auml;gerin die Besserungsbedingung aus den Verzichtserkl&auml;rungen als gegeben an und verbuchte in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung f&uuml;r das Streitjahr 1996 au&szlig;erordentliche Aufwendungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM, zu denen sie erl&auml;uternd ausf&uuml;hrte, dass es sich um Aufwendungen aus der Passivierung von Besserungsscheinverpflichtungen der ehemaligen G&nbsp;GmbH gegen&uuml;ber ihren Gesellschaftern handele. Die Darlehen wurden zun&auml;chst nicht getilgt. Der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Kl&auml;gerin betrug im Jahr 1996, vor Ber&uuml;cksichtigung der Besserungsscheinverpflichtungen &#8230;&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ging in H&ouml;he der passivierten Besserungsscheinverpflichtungen von einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage blieb ohne Erfolg (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; Hamburg vom 29.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;236\/13, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 1721).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision beantragt die Kl&auml;gerin, das angefochtene Urteil aufzuheben, soweit es nicht die Bescheide &uuml;ber den Solidarit&auml;tszuschlag und &uuml;ber die Gewerbesteuer betrifft, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) den Bescheid f&uuml;r 1996 &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer vom 13.&nbsp;Juli 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;September 2013 dergestalt zu &auml;ndern, dass das zu versteuernde Einkommen um &#8230;&nbsp;DM gemindert wird und die K&ouml;rperschaftsteuer mit &#8230;&nbsp;DM festgesetzt wird;<br \/>b) den Bescheid f&uuml;r 1996 &uuml;ber den einheitlichen Gewerbesteuermessbetrag vom 13.&nbsp;Juli 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;September 2013 dergestalt zu &auml;ndern, dass der Gewerbeertrag um &#8230;&nbsp;DM gemindert wird und der Gewerbesteuermessbetrag mit &#8230;&nbsp;DM festgesetzt wird;<br \/>c) den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31.&nbsp;Dezember 1996 vom 13.&nbsp;Juli 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;September 2013 dergestalt zu &auml;ndern, dass bei der Ermittlung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes eine Minderung des Gewerbeertrags in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM ber&uuml;cksichtigt wird und der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust in entsprechender H&ouml;he festgestellt wird;<br \/>d) hilfsweise, den Bescheid f&uuml;r 1995 &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer vom 13.&nbsp;Juli 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;September 2013 dergestalt zu &auml;ndern, dass das zu versteuernde Einkommen um &#8230;&nbsp;DM gemindert wird und die K&ouml;rperschaftsteuer mit &#8230;&nbsp;DM festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG-Urteil weist keinen Rechtsfehler auf. Es kann dahinstehen, ob und in welcher H&ouml;he die Kl&auml;gerin Besserungsscheinverpflichtungen gewinnmindernd zu passivieren hat (nachfolgend unter 1.). Jedenfalls w&auml;re im Umfang der Gewinnminderung eine au&szlig;erbilanzielle Einkommenskorrektur wegen einer vGA vorzunehmen (nachfolgend unter&nbsp;2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist hinsichtlich des ersten Streitpunkts (Passivierung von Verbindlichkeiten) im Anschluss an die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 30.&nbsp;Mai 1990 I&nbsp;R&nbsp;41\/87, BFHE 161, 87, BStBl II 1991, 588; vom 29.&nbsp;Januar 2003 I&nbsp;R&nbsp;50\/02, BFHE 202, 74, BStBl II 2003, 768; vom 12.&nbsp;Juli 2012 I&nbsp;R&nbsp;23\/11, BFHE 238, 344; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9.&nbsp;Juni 1997 GrS&nbsp;1\/94, BFHE 183, 187, BStBl II 1998, 307; gleicher Auffassung Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 2.&nbsp;Dezember 2003, BStBl I 2003, 648) davon ausgegangen, dass die Gesellschafter der G&nbsp;GmbH im Mai 1995 unter der aufl&ouml;senden Bedingung (&sect;&nbsp;158 Abs.&nbsp;2 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;) des Erzielens k&uuml;nftiger Gewinne auf ihre Darlehensforderungen verzichtet haben (Erlass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;397 Abs.&nbsp;1 BGB) und die hieraus resultierenden Besserungsscheinverpflichtungen im Zuge der Verschmelzung auf die Kl&auml;gerin als Gesamtrechtsnachfolgerin &uuml;bergegangen sind (vgl. Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 UmwStG Rz&nbsp;80; Bildstein\/Dallwitz, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2009, 1177, 1180; Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;108&nbsp;f. und 966; R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;47 &quot;Forderungsverzicht mit Besserungsschein&quot;). Die aufl&ouml;sende Bedingung f&uuml;r den Forderungsverzicht und damit f&uuml;r das Wiederaufleben der Verpflichtungen sei auf Seiten der Kl&auml;gerin eingetreten, weil diese zum 31.&nbsp;Dezember 1996 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM einen handelsrechtlichen Bilanzgewinn erzielt habe. In entsprechender H&ouml;he sei gewinnwirksam ein Passivposten zu bilden. Im &Uuml;brigen stellten die &uuml;bergegangenen Verpflichtungen jedoch keine wirtschaftliche Last dar, weil nach dem Inhalt der von den Gesellschaftern der G&nbsp;GmbH abgegebenen Verzichtserkl&auml;rungen Zahlungen erst aus k&uuml;nftigen &#8211;den Bilanzgewinn 1996 &uuml;bersteigenden&#8211; &Uuml;bersch&uuml;ssen geleistet werden m&uuml;ssten. &Uuml;bereinstimmend mit der Entscheidung der Vorinstanz gehen auch die Beteiligten davon aus, dass zumindest dem Grunde nach eine Passivierung geboten ist. Die Kl&auml;gerin ist dar&uuml;ber hinaus der Auffassung, dass in den Verzichtserkl&auml;rungen der Gesellschafter auf den handelsrechtlichen Bilanzgewinn abgestellt worden und eine zur Passivierung n&ouml;tigende wirtschaftliche Belastung schon dann gegeben sei, wenn sich ein solcher Bilanzgewinn aus einer Aufl&ouml;sung der &#8211;im Streitfall vorhandenen&#8211; Kapitalr&uuml;cklage, d.h. dem gegenw&auml;rtigen Schuldnerverm&ouml;gen, ergeben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat allerdings Zweifel, ob die Grundannahme des FG und der Beteiligten, dass der Besserungsfall im Hinblick auf das vorhandene (Kapitalr&uuml;cklage) und entstehende Verm&ouml;gen (Bilanzgewinn 1996) der Kl&auml;gerin eingetreten sein soll, tr&auml;gt oder ob nicht die Verzichtserkl&auml;rungen und die Besserungsabreden nach den im Verzichtszeitpunkt gegebenen Umst&auml;nden so zu verstehen sind, dass es auf die Besserung der wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse gerade des vom Verzicht beg&uuml;nstigten Schuldners, also der G&nbsp;GmbH, ankommt. Weitere Folge hiervon w&auml;re, dass die so verstandene Besserung der wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse die sp&auml;ter im Wege der Verschmelzung mit der Kl&auml;gerin erfolgte Zuf&uuml;hrung von deren Verm&ouml;gen nicht erfasst. Darauf und auf die Frage der richtigen Passivierungsh&ouml;he kommt es indes nicht an, weil in H&ouml;he einer etwaigen Passivierung eine vGA und damit eine au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung anzusetzen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Letzteres hat das FG angenommen, weil durch die Wiedereinbuchung der im Zuge der Verschmelzung &uuml;bergegangenen (bedingten) Darlehensverbindlichkeiten nach Eintritt des Besserungsfalles das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin gemindert worden sei. Die Gestaltung (Einstellung der Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der G&nbsp;GmbH nach den Forderungsverzichten der Gesellschafter, &Uuml;bertragung der Anteile an der GmbH auf die Kl&auml;gerin, Verschmelzung der G&nbsp;GmbH auf die Kl&auml;gerin) habe dazu gedient, die M&ouml;glichkeit zur R&uuml;ckf&uuml;hrung der darlehensweise hingegebenen Gelder an die Gesellschafter sicherzustellen. Die &Uuml;bernahme der G&nbsp;GmbH als &quot;leere H&uuml;lle&quot; mit der Belastung zu erf&uuml;llender Verbindlichkeiten bei Eintritt des Besserungsfalles habe nur den Zweck gehabt, die Verbindlichkeiten aus der Besserungsabrede zugunsten der Gesellschafter zu &uuml;bernehmen. Die Verm&ouml;gensminderung sei damit allein durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst gewesen. Diese rechtliche Bewertung der tats&auml;chlichen Vorg&auml;nge ist revisionsrichterlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im Streitfall sind die Tatbestandsvoraussetzungen einer vGA erf&uuml;llt (dazu z.B. Senatsurteil vom 27.&nbsp;Juli 2016 I&nbsp;R&nbsp;12\/15, BFHE 255, 39, BStBl II 2017, 217, m.w.N.). Denn durch die Wiedereinbuchung der Darlehensverbindlichkeiten wurde bei der Kl&auml;gerin eine Verm&ouml;gensminderung bewirkt, die nach den nicht angegriffenen und damit f&uuml;r den Senat bindenden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) Tatsachenfeststellungen des FG ausschlie&szlig;lich durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst war. Der Vorgang war auch geeignet auf Seiten der Gesellschafter B und L einen Vorteil auszul&ouml;sen, konnten sie doch nach der Verschmelzung und dem Eintritt des Besserungsfalles Zahlungen auf ihre wieder werthaltig gewordenen Darlehensforderungen beanspruchen. Dass ihre Anteile an der Kl&auml;gerin durch die Einbuchung der erheblichen Darlehensverbindlichkeiten zugleich auch an Wert verloren haben, vermag daran schon deshalb nichts zu &auml;ndern, weil die Anteilswertminderung alle Gesellschafter trifft w&auml;hrend das Wiederaufleben der Darlehensforderungen allein die Gesellschafter B und L beg&uuml;nstigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Sachr&uuml;ge der Kl&auml;gerin, wonach das FG verkannt habe, dass die Wiedereinbuchung &#8211;und ggf. Erf&uuml;llung&#8211; der Verbindlichkeit nach Eintritt des Besserungsfalles betrieblichen Charakter hat, wenn auch die urspr&uuml;ngliche Verbindlichkeit betrieblich veranlasst war, ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Senatsrechtsprechung beurteilt sich der Charakter der nach Eintritt der aufl&ouml;senden Bedingung (Besserung der finanziellen Situation des Schuldners) wiederauflebenden Darlehensverbindlichkeit nach ihrem urspr&uuml;nglichen Entstehungsgrund. War die Kreditaufnahme urspr&uuml;nglich betrieblich veranlasst, etwa um Mittel f&uuml;r eine betriebliche Investition zu erhalten, &auml;ndert sich der Charakter der Verbindlichkeit durch den Eintritt des Besserungsfalles nicht. Auch der Umstand, dass die Verbindlichkeit nach Eintritt des Besserungsfalles nicht r&uuml;ckwirkend, sondern &quot;neu&quot; einzubuchen ist, beseitigt nicht den betrieblichen Veranlassungszusammenhang. Leistet daher der Schuldner Zahlungen auf die wiederaufgelebte Verbindlichkeit, dann handelt es sich um Betriebsausgaben und nicht um vGA. Auch eine Abtretung der Forderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;398 BGB, d.h. ein Gl&auml;ubigerwechsel, vermag diesen Zurechnungszusammenhang nicht aufzuheben (Senatsurteile in BFHE 161, 87, BStBl II 1991, 588; in BFHE 238, 344).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gegen diese Rechtsprechungsgrunds&auml;tze hat das FG entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin bereits deswegen nicht versto&szlig;en, weil im Streitfall ein wesentlich anderer Sachverhalt zur Beurteilung ansteht. Vorliegend kam es nicht zu einem blo&szlig;en Wiederaufleben einer zwischen denselben Personen bestehenden Verbindlichkeit (Senatsurteil in BFHE 161, 87, BStBl II 1991, 588) oder zu einem Gl&auml;ubigerwechsel nach Wiederaufleben der Verbindlichkeit (Senatsurteil in BFHE 238, 344), sondern zu einem Schuldnerwechsel. &Uuml;ber dessen Folgen hat der BFH noch nicht entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach Auffassung des Senats wird jedenfalls unter den Gegebenheiten des Streitfalles durch den Schuldnerwechsel und bezogen auf die Pr&uuml;fung des Vorliegens einer vGA auf der zweiten Gewinnermittlungsstufe der betriebliche Veranlassungszusammenhang durch Umst&auml;nde &uuml;berlagert, die &#8211;wie erl&auml;utert&#8211; ihre Ursache im Gesellschaftsverh&auml;ltnis haben (wohl gleicher Auffassung Tiedchen, EFG 2016, 1725). Denn aus der ma&szlig;geblichen Sicht des Neuschuldners kommt der im Wege der Einzelrechtsnachfolge (Schuld&uuml;bernahmevertrag zwischen dem Dritten und dem Schuldner gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;415 BGB) oder, wie im Streitfall, der gewillk&uuml;rten Gesamtrechtsnachfolge (Verschmelzungsvertrag) bewirkte &Uuml;bergang der Verbindlichkeit in wirtschaftlicher Betrachtungsweise der Neubegr&uuml;ndung einer Schuld gleich. Erh&auml;lt der Neuschuldner, wie vorliegend, im Zuge der Schuld&uuml;bernahme zudem keine nutzbaren Finanzmittel &#8211;weder aus einer typischerweise zum Ansatz von Verbindlichkeiten f&uuml;hrenden Kreditaufnahme noch (urspr&uuml;nglich kreditfinanzierte) aktive Wirtschaftsg&uuml;ter der verm&ouml;genslosen, vom FG als &quot;leere H&uuml;lle&quot; qualifizierten G&nbsp;GmbH&#8211;, so muss der Anlass f&uuml;r die Schuldbegr&uuml;ndung gesondert festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgem&auml;&szlig; ist bei der &uuml;bernehmenden Kapitalgesellschaft als einem eigenst&auml;ndigen Steuersubjekt unabh&auml;ngig von den Gr&uuml;nden, die den Altschuldner zur Kreditaufnahme und Kreditmittelverwendung bewogen haben, zu pr&uuml;fen, ob die Schuld&uuml;bernahme durch das Verh&auml;ltnis der Kapitalgesellschaft zu ihren Gesellschaftern veranlasst war. Eine solche Pr&uuml;fung hat das FG rechtsfehlerfrei vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat kann ferner nicht der Ansicht der Kl&auml;gerin folgen, nach der die umwandlungssteuerrechtlichen Spezialregelungen im Streitfall einem R&uuml;ckgriff auf die allgemeine Einkommensermittlungsvorschrift des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) entgegenst&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar entspricht es der Rechtsprechung des Senats, dass das Umwandlungssteuergesetz (UmwStG) f&uuml;r die einbezogenen Umwandlungsvorg&auml;nge einen eigenst&auml;ndigen und sondergesetzlichen Rechtskreis bestimmt, der den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften vorgeht (vgl. Senatsurteil vom 9.&nbsp;Januar 2013 I&nbsp;R&nbsp;24\/12, BFHE 240, 115). Aus diesem Grundsatz wird in der Literatur abgeleitet, dass der Verm&ouml;gens&uuml;bergang durch Verschmelzung einer K&ouml;rperschaft auf eine andere K&ouml;rperschaft wegen der besonderen Regelungen in &sect;&sect;&nbsp;11&nbsp;ff. UmwStG grunds&auml;tzlich weder bei der &uuml;bertragenden (Verm&ouml;gensminderung durch Abgang der Wirtschaftsg&uuml;ter) noch bei der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft (Verm&ouml;gensminderung z.B. durch Zugang von Passivposten) eine vGA ausl&ouml;sen k&ouml;nne (z.B. R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;10, &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;8 und Rz&nbsp;47 &quot;Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen und verdeckte Einlagen&quot;; Gosch, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;1333a; R&ouml;dder\/Wochinger, DStR 2006, 684; Breuninger, Jahrbuch der Fachanw&auml;lte f&uuml;r Steuerrecht 2009\/2010, 355, 361).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch diese &Uuml;berlegungen hindern indes im Streitfall nicht die Annahme einer vGA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen hat das FG in revisionsrechtlich bindender Weise festgestellt, dass die Verschmelzung ausschlie&szlig;lich durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst war. Demgem&auml;&szlig; geht es vorliegend nicht um den Regelfall einer Umwandlung aus betriebswirtschaftlich sinnvollen Gr&uuml;nden, die der Gesetzgeber des UmwStG aus wirtschaftspolitischen Gr&uuml;nden nicht behindern m&ouml;chte. Kennzeichen des Streitfalls ist vielmehr, dass das Instrumentarium des UmwStG genutzt wurde, um die Werthaltigkeit der Gesellschafterdarlehensforderungen durch einen Schuldnerwechsel im Interesse und zum alleinigen Vorteil der Gesellschafter zu erh&ouml;hen. Da hierdurch das von der Kl&auml;gerin erzielte Einkommen des Jahres 1996 aus au&szlig;erbetrieblichen Gr&uuml;nden verringert wurde, ist eine Einkommenskorrektur gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen &#8211;und vor allem&#8211; liegt die vGA-ausl&ouml;sende Verm&ouml;gensminderung zeitlich und gegenst&auml;ndlich au&szlig;erhalb des Umwandlungsvorganges. Zwar ist die vGA, wie von der Kl&auml;gerin geltend gemacht, ohne den Verschmelzungsvertrag nicht denkbar, jedoch wird sie nicht durch den Gesch&auml;ftsvorfall der Verschmelzung als solchen, sondern durch den &quot;Eintritt des Besserungsfalls&quot;, also durch einen Umstand ausgel&ouml;st, der der Verschmelzung nachfolgt. In der Schlussbilanz der &uuml;bertragenden G&nbsp;GmbH war die Darlehensverbindlichkeit nicht auszuweisen, weil die Gesellschafter auf die Forderungen verzichtet hatten und die aufl&ouml;sende Bedingung nicht eingetreten war (allgemeine Meinung vgl. Widmann in Widmann\/Mayer, ebenda; Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, ebenda; R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;12 Rz 47 &quot;Forderungsverzicht mit Besserungsschein&quot;). Demgem&auml;&szlig; ergab sich auf Seiten der Kl&auml;gerin als &uuml;bernehmender K&ouml;rperschaft zum umwandlungssteuerrechtlich f&uuml;r den Verm&ouml;gens&uuml;bergang und die hieraus zu ziehenden steuerlichen Folgen ma&szlig;geblichen Stichtag (31.&nbsp;Dezember 1995) aufgrund des gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG entsprechend anwendbaren &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG weder eine durch Einbuchung einer Verbindlichkeit bewirkte Verm&ouml;gensminderung als denkbarer Gegenstand sondergesetzlicher Beurteilung noch &#8211;im Unterschied zur Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft mit einem &Uuml;berhang aktuell bestehender Verbindlichkeiten&#8211; einen Verschmelzungsverlust i.S. des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG, der die Anwendung des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG sperren k&ouml;nnte. Die Verm&ouml;gensminderung trat auch noch nicht mit dem zivilrechtlichen Wirksamwerden der Verschmelzung (Handelsregistereintrag im August 1996) ein, sondern erst mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1996, als feststand, dass die Kl&auml;gerin in diesem Jahr tats&auml;chlich einen Bilanzgewinn erzielt hatte, also neues Verm&ouml;gen angefallen war. Mit anderen Worten: Zum umwandlungssteuerrechtlich ma&szlig;geblichen Zeitpunkt war der Besserungsfall ein zuk&uuml;nftiges ungewisses Ereignis (Palandt\/Ellenberger, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 77.&nbsp;Aufl., Einf v &sect;&nbsp;158, Rz&nbsp;1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.2.2018, I R 46\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.210218.IR46.16.0 Verschmelzung nach Forderungsverzicht mit Besserungsabrede Leits&auml;tze 1. Wird eine verm&ouml;genslose und inaktive Kapitalgesellschaft, deren Gesellschafter ihr gegen&uuml;ber auf Darlehensforderungen mit Besserungsschein verzichtet hatten, auf eine finanziell gut ausgestattete Schwesterkapitalgesellschaft mit der weiteren Folge des Eintritts des Besserungsfalls und dem &quot;Wiederaufleben&quot; der Forderungen verschmolzen, so kann die beim &uuml;bernehmenden &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-46-16-verschmelzung-nach-forderungsverzicht-mit-besserungsabrede\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;46\/16 &#8211; Verschmelzung nach Forderungsverzicht mit Besserungsabrede<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69579","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69579","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69579"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69579\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69579"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69579"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69579"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}