{"id":69580,"date":"2018-06-28T09:13:27","date_gmt":"2018-06-28T07:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69580"},"modified":"2018-06-28T09:13:27","modified_gmt":"2018-06-28T07:13:27","slug":"viii-r-30-15-zur-besteuerung-von-liquidationszahlungen-nach-aufloesung-einer-stiftung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-30-15-zur-besteuerung-von-liquidationszahlungen-nach-aufloesung-einer-stiftung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;30\/15 &#8211; Zur Besteuerung von Liquidationszahlungen nach Aufl&ouml;sung einer Stiftung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.2.2018, VIII R 30\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.280218.VIIIR30.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Besteuerung von Liquidationszahlungen nach Aufl&ouml;sung einer Stiftung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG a.F. erfasst nicht unterschiedslos alle wiederkehrenden oder einmaligen Zahlungen einer Stiftung, die von den beschlussfassenden Stiftungsgremien aus den Ertr&auml;gen der Stiftung an den Stifter, seine Angeh&ouml;rigen oder deren Abk&ouml;mmlinge w&auml;hrend des Bestehens der Stiftung oder anl&auml;sslich ihrer Aufl&ouml;sung ausgekehrt werden (entgegen BMF).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Auszahlung des Liquidationsendverm&ouml;gens an den ausschlie&szlig;lich Anfallberechtigten ist nicht &#8211;wie von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG a.F. vorausgesetzt&#8211; mit Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect; 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG wirtschaftlich vergleichbar.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 3. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;5 K 3703\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist Tochter und Erbin des im Jahr &#8230; verstorbenen X (Stifter). Dieser hatte die X-Stiftung (Stiftung), die zuletzt nicht i.S. des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit war, gegr&uuml;ndet. Nach dem Tod des Stifters war der Zweck der Stiftung darauf gerichtet, ihr Verm&ouml;gen zu verwalten und das Stimmrecht bei der Y-GmbH auszu&uuml;ben. Vorstand der Stiftung war zun&auml;chst der Stifter selbst. Nach dessen Tod sollte die Stiftung durch den Stiftungsvorstand, zu dessen Bestimmung die Stiftungssatzung umfangreiche Regelungen enthielt (&sect;&nbsp;4 der Stiftungssatzung), vertreten werden. Im Falle der Beendigung der Stiftung sollte das Stiftungsverm&ouml;gen an den Stifter fallen, nach dessen Tod war das Verm&ouml;gen an dessen Erben zu verteilen (&sect;&nbsp;8 der Stiftungssatzung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Stiftungsvorstand, dem die Kl&auml;gerin zu keinem Zeitpunkt angeh&ouml;rt hat, beschloss auf Vorschlag der Kl&auml;gerin am &#8230; 2004 die Aufl&ouml;sung der Stiftung, die das Regierungspr&auml;sidium &#8230; nachfolgend genehmigte. Das Liquidationsendverm&ouml;gen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR wurde am &#8230; 2005 an die Kl&auml;gerin ausgekehrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 5.&nbsp;Juli 2006 setzte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r den Erwerb aus der Zuwendung der Stiftung gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; Schenkungsteuer fest. Dar&uuml;ber hinaus &auml;nderte das FA am 28.&nbsp;Oktober 2009 die unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehende Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr (2005), wobei es die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus Kapitalverm&ouml;gen um &#8230;&nbsp;EUR erh&ouml;hte und die Einkommensteuer entsprechend h&ouml;her festsetzte. Zudem erging gegen&uuml;ber der Stiftung am 24.&nbsp;November 2009 ein unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehender Bescheid &uuml;ber Kapitalertragsteuer nebst Solidarit&auml;tszuschlag f&uuml;r &#8230; 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrem gegen den Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid 2005 gerichteten Einspruch legte die Kl&auml;gerin eine Steuerbescheinigung der Stiftung vom 30.&nbsp;November 2009 f&uuml;r die dem Halbeink&uuml;nfteverfahren unterliegenden Bez&uuml;ge vor. Daraufhin rechnete das FA im Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid 2005 vom 14.&nbsp;Dezember 2009 die festgesetzte Kapitalertragsteuer und den Solidarit&auml;tszuschlag an. Im &Uuml;brigen wies es den Einspruch der Kl&auml;gerin mit Einspruchsentscheidung vom 28.&nbsp;September 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen erhobene Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) war der Auffassung, die Eink&uuml;nfte aus der Auskehrung des Stiftungsverm&ouml;gens unterl&auml;gen weder als Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 i.V.m. Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) noch als sonstige Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und 2 Buchst.&nbsp;a EStG der Einkommensteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Revision begr&uuml;ndet das FA mit der Verletzung materiellen Rechts. Das FG habe verkannt, dass im Streitfall die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG erf&uuml;llt seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene FG-Urteil vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;3703\/11 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend erkannt, dass die Kl&auml;gerin im Zusammenhang mit der Liquidation der Stiftung weder Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG noch des &sect;&nbsp;22 EStG bezogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Auskehrung des Liquidationsendverm&ouml;gens f&uuml;hrt bei der Kl&auml;gerin nicht zu Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG. Die Stiftung ist zwar ein von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG erfasstes Sonderverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 KStG, jedoch sind die streitigen Zahlungen keine Einnahmen aus Leistungen, die Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG wirtschaftlich vergleichbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG geh&ouml;ren zu den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen Einnahmen aus Leistungen einer nicht von der K&ouml;rperschaftsteuer befreiten K&ouml;rperschaft, Personenvereinigung oder Verm&ouml;gensmasse i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 bis&nbsp;5 KStG, die Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG wirtschaftlich vergleichbar sind, soweit sie nicht bereits zu den Einnahmen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG geh&ouml;ren; Nummer&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und&nbsp;3 gilt entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Annahme von Einnahmen aus Leistungen, die Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG wirtschaftlich vergleichbar sind, kommt es grunds&auml;tzlich nicht darauf an, ob der Leistungsempf&auml;nger rechtlich die Stellung eines Anteilseigners innehat. Ausschlaggebend ist, ob die Stellung des Leistungsempf&auml;ngers wirtschaftlich derjenigen eines Anteilseigners entspricht, was zumindest dann der Fall ist, wenn der Leistungsempf&auml;nger unmittelbar oder mittelbar Einfluss auf das Aussch&uuml;ttungsverhalten der Stiftung nehmen kann (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3.&nbsp;November 2010 I&nbsp;R&nbsp;98\/09, BFHE 232, 22, BStBl II 2011, 417 zu Zahlungen einer Stiftung an Destinat&auml;re au&szlig;erhalb einer Liquidation; kritisch: Lange, Zweifelsfragen bei der Besteuerung von Familienstiftungen und ihren Destinat&auml;ren, Forum Steuerrecht 2014, S.&nbsp;233, 248; vgl. auch Jachmann\/Lindenberg in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;458; von&nbsp;Beckerath in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;61; Bl&uuml;mich\/Ratschow, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;337, 339).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unabh&auml;ngig von der Frage, ob die Stellung des Leistungsempf&auml;ngers wirtschaftlich derjenigen eines Anteilseigners entspricht, fehlt es bereits dem Grunde nach an einer wirtschaftlichen Vergleichbarkeit mit Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; nach der Aufl&ouml;sung einer Stiftung das Liquidationsendverm&ouml;gen an den ausschlie&szlig;lich Anfallberechtigten gezahlt wird. Denn der Gesetzgeber hat in dem Bewusstsein, dass auch in Liquidationszahlungen thesaurierte Ertr&auml;ge enthalten sein k&ouml;nnen, nicht auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG verweist ausschlie&szlig;lich auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, der Beteiligungsertr&auml;ge, die von einer bestehenden K&ouml;rperschaft gew&auml;hrt werden, erfasst. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG f&uuml;hrt demnach die in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG geregelte Verteilung des im Rahmen des Stiftungszweckes erwirtschafteten &Uuml;berschusses an &quot;hinter einer Stiftung stehende Personen&quot; zu Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG, der die aufgrund der Liquidation erfolgende Verteilung des Stiftungsverm&ouml;gens regelt, verweist &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG hingegen nicht. Handels- und steuerrechtlich sind jene Zahlungen aufgrund einer Herabsetzung von Grund- oder Stammkapital oder einer Liquidation dem Grunde nach als Kapitalr&uuml;ckgew&auml;hr und nicht als Kapitalertrag zu qualifizieren (vgl. Geurts in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;210; von&nbsp;Beckerath in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;57, m.w.N.). &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG erfasst demnach Bez&uuml;ge, die nicht zu den Einnahmen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG geh&ouml;ren (z.B. Intemann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;121). Andernfalls w&auml;re die Regelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG auch &uuml;berfl&uuml;ssig (vgl. Meilicke, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2017, 227, 228).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Auszahlung des Liquidationsendverm&ouml;gens an den ausschlie&szlig;lich Anfallberechtigten ist demnach keine Leistung, die Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG wirtschaftlich vergleichbar ist (vgl. P&ouml;llath\/Richter in Seifart\/ v.&nbsp;Campenhausen, Stiftungsrechts-Handbuch, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;42 Rz&nbsp;18; vgl. auch Meilicke, DStR 2017, 227, 228). Sie ist vielmehr von diesen zu unterscheiden, was sich auch daran zeigt, dass das, was der Anfallberechtigte bei Aufhebung einer Stiftung erwirbt, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) als Schenkung unter Lebenden gilt (vgl. auch Meilicke, DStR 2017, 227, 228).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; (Schreiben vom 27.&nbsp;Juni 2006 IV&nbsp;B&nbsp;7&nbsp;-S&nbsp;2252-&nbsp;4\/06, BStBl I 2006, 417; wohl auch Jochum, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;C\/9&nbsp;14; anders: Wassermeyer, DStR 2006, 1733, 1734) erfasst &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG daher nicht unterschiedslos alle wiederkehrenden oder einmaligen Leistungen einer Stiftung, die von den beschlussfassenden Stiftungsgremien aus den Ertr&auml;gen der Stiftung an den Stifter, seine Angeh&ouml;rigen oder deren Abk&ouml;mmlinge w&auml;hrend des Bestehens der Stiftung oder anl&auml;sslich ihrer Aufl&ouml;sung ausgekehrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Zweck der Norm best&auml;tigt dieses Verst&auml;ndnis. Mit der im Zuge der Umstellung der K&ouml;rperschaftsteuer vom Anrechnungs- auf das Halb- bzw. Teileink&uuml;nfteverfahren erfolgten Neuregelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG i.d.F. des Steuersenkungsgesetzes (StSenkG) vom 23.&nbsp;Oktober 2000 (BGBl I 2000, 1433) wollte der Gesetzgeber bestehende Belastungsunterschiede zwischen Stiftungen\/Destinat&auml;ren einerseits und Kapitalgesellschaften\/Anteilseignern in einen Zustand der Belastungsgleichheit &uuml;berf&uuml;hren (vgl. auch BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Januar 2015 X&nbsp;R&nbsp;31\/13, BFHE 248, 556, BStBl II 2015, 540). Die Regelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG i.d.F. des StSenkG enthielt den Zusatz, dass die Leistungen Gewinnaussch&uuml;ttungen im Sinne der Nummer&nbsp;1 wirtschaftlich vergleichbar sein m&uuml;ssen, allerdings noch nicht. Dieser wurde erst durch das Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz (UntStFG) vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3858) mit Wirkung zum 25.&nbsp;Dezember 2001 (vgl. Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UntStFG) erg&auml;nzt. Hierin sah der Gesetzgeber eine Klarstellung: Bei Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, denen die von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG erfassten Leistungen wirtschaftlich vergleichbar sein m&uuml;ssen, handele es sich um die gesellschaftsrechtlich veranlasste offene oder verdeckte Verteilung des Gewinnes der Kapitalgesellschaft an ihre Gesellschafter, der im Rahmen des Gesellschaftszweckes erwirtschaftet worden sei (Verteilung des erwirtschafteten &Uuml;berschusses, vgl. BTDrucks 14\/6882, S.&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend sollten Zahlungen, die sich als Verteilung des erwirtschafteten &Uuml;berschusses darstellen, gleichbehandelt werden. Der Gesetzesbegr&uuml;ndung ist allerdings nicht zu entnehmen, dass der Gesetzgeber die aufgrund der Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft erfolgende Verm&ouml;gensverteilung als eine Leistung angesehen hat, die &quot;einer Gewinnaussch&uuml;ttung i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG&quot; wirtschaftlich vergleichbar ist und er daher in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG von einer Bezugnahme auf Nr.&nbsp;2 abgesehen hat. Ein solches Verst&auml;ndnis erscheint in Anbetracht der ausdr&uuml;cklichen Trennung der Einkunftstatbest&auml;nde in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 EStG fernliegend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Dies gilt umso mehr in Anbetracht der Regelung in &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 ErbStG. Gilt danach das, was der Anfallberechtigte erworben hat, als Schenkung unter Lebenden, so kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Gesetzgeber eben diese Leistung &#8211;ohne dies klar zum Ausdruck zu bringen und zu begr&uuml;nden&#8211; zugleich auch einer Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG unterwerfen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Dieses Normverst&auml;ndnis des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG wird schlie&szlig;lich dadurch best&auml;tigt, dass der Gesetzgeber eine ausdr&uuml;ckliche Bezugnahme auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG erstmals mit dem Jahressteuergesetz 2007 (JStG 2007) vom 13.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878) mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2007 &#8211;Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 JStG 2007&#8211; in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 2.&nbsp;Halbsatz EStG erg&auml;nzt und damit den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG auf die dort erfassten Bez&uuml;ge, zu denen u.a. auch solche aus der Aufl&ouml;sung einer Stiftung geh&ouml;ren, erweitert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem steht nicht entgegen, dass es sich bei dem Verweis auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;49) lediglich um eine Klarstellung handeln soll, da es nur auf die wirtschaftliche Vergleichbarkeit mit Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG ankomme und somit von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG nicht nur laufende Zahlungen (Gewinnanteile i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG), sondern auch Zahlungen bei Aufl&ouml;sung der K&ouml;rperschaft (Bez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG) erfasst seien. Denn eine Gesetzesbegr&uuml;ndung, nach der eine Neuregelung nur klarstellend zu verstehen ist, ist f&uuml;r die Gerichte nicht bindend (z.B. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 17.&nbsp;Dezember 2013&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;5\/08, BVerfGE 135, 1). Ob sie gegen&uuml;ber dem alten Recht deklaratorisch oder konstitutiv wirkt, h&auml;ngt vom Inhalt des alten und des neuen Rechts ab, der regelm&auml;&szlig;ig durch Auslegung ermittelt werden muss. Diese ergibt indes &#8211;wie dargelegt&#8211;, dass der durch das JStG 2007 erg&auml;nzte Verweis auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG konstitutiv und nicht nur deklaratorisch zu verstehen ist. Dar&uuml;ber hinaus zeigt sich die konstitutive Wirkung der Gesetzes&auml;nderung auch darin, dass die ge&auml;nderte Norm nach dem JStG 2007 erst mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2007 (Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 JStG 2007) in das Gesetz aufgenommen worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2016 X&nbsp;R&nbsp;49\/14, BFH\/NV 2016, 1152 zur Erg&auml;nzung von &sect;&nbsp;86 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat auch zutreffend erkannt, dass die streitigen Zahlungen nicht von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG erfasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei kann der Senat dahingestellt lassen, ob die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG grunds&auml;tzlich subsidi&auml;re Norm im Streitfall &uuml;berhaupt Anwendung findet. Denn selbst wenn dies der Fall w&auml;re, l&auml;gen die Voraussetzungen f&uuml;r eine Besteuerung der streitigen Leistungen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 &nbsp;1.&nbsp;Halbsatz EStG sind sonstige Eink&uuml;nfte solche aus wiederkehrenden Bez&uuml;gen, soweit sie nicht zu den in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 6 EStG bezeichneten Einkunftsarten geh&ouml;ren. Entscheidend ist, dass sich die Bez&uuml;ge aufgrund eines einheitlichen Entschlusses oder eines einheitlichen Rechtsgrunds mit einer gewissen Regelm&auml;&szlig;igkeit, wenn auch nicht immer in gleicher H&ouml;he, wiederholen (z.B. BFH-Urteile vom 14.&nbsp;April 2015 IX&nbsp;R&nbsp;35\/13, BFHE 249, 488, BStBl II 2015, 795; vom 25.&nbsp;August 1987 IX&nbsp;R&nbsp;98\/82, BFHE 151, 506, BStBl II 1988, 344). Einmalige Leistungen begr&uuml;nden keine wiederkehrenden Bez&uuml;ge (z.B. BFH-Urteile in BFHE 249, 488, BStBl II 2015, 795, und vom 27.&nbsp;November 1959 VI&nbsp;172\/59&nbsp;U, BFHE 70, 174, BStBl III 1960, 65).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall fehlt es an wiederkehrenden Bez&uuml;gen. Die Auskehrung des Liquidationsendverm&ouml;gens ist eine einmalige Zahlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Es liegt auch keine sonstige Leistung i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine (sonstige) Leistung i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG ist jedes Tun, Dulden oder Unterlassen, das Gegenstand eines entgeltlichen Vertrages sein kann und das eine Gegenleistung ausl&ouml;st. Entscheidend ist, ob die Gegenleistung (das Entgelt) durch das Verhalten des Steuerpflichtigen veranlasst ist. Hinreichend ist ein wirtschaftlicher Zusammenhang in der Weise, dass die Gegenleistung durch das Verhalten &quot;ausgel&ouml;st&quot; wird (BFH-Urteil in BFHE 249, 488, BStBl II 2015, 795, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall ist die Zahlung nicht durch eine Leistung der Kl&auml;gerin ausgel&ouml;st worden. Ausl&ouml;ser war vielmehr die Aufl&ouml;sung der Stiftung. F&uuml;r diesen Fall stand der Kl&auml;gerin &#8211;der Erbin des Stifters&#8211; als Anfallberechtigter ein Anspruch auf Auszahlung des Liquidationsendverm&ouml;gens zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.2.2018, VIII R 30\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.280218.VIIIR30.15.0 Zur Besteuerung von Liquidationszahlungen nach Aufl&ouml;sung einer Stiftung Leits&auml;tze 1. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG a.F. erfasst nicht unterschiedslos alle wiederkehrenden oder einmaligen Zahlungen einer Stiftung, die von den beschlussfassenden Stiftungsgremien aus den Ertr&auml;gen der Stiftung an den Stifter, seine Angeh&ouml;rigen oder deren Abk&ouml;mmlinge w&auml;hrend des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-30-15-zur-besteuerung-von-liquidationszahlungen-nach-aufloesung-einer-stiftung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;30\/15 &#8211; Zur Besteuerung von Liquidationszahlungen nach Aufl&ouml;sung einer Stiftung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69580","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69580"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69580\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69580"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69580"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}