{"id":69581,"date":"2018-06-28T09:13:21","date_gmt":"2018-06-28T07:13:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69581"},"modified":"2018-06-28T09:13:21","modified_gmt":"2018-06-28T07:13:21","slug":"i-r-89-15-erdienbarkeit-bei-barlohnumwandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-89-15-erdienbarkeit-bei-barlohnumwandlung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;89\/15 &#8211; Erdienbarkeit bei Barlohnumwandlung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.3.2018, I R 89\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.070318.IR89.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Erdienbarkeit bei Barlohnumwandlung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Werden bestehende Gehaltsanspr&uuml;che des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers in eine Anwartschaft auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung umgewandelt, dann scheitert die steuerrechtliche Anerkennung der Versorgungszusage regelm&auml;&szlig;ig nicht an der fehlenden Erdienbarkeit.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Wird bei einer bestehenden Versorgungszusage lediglich der Durchf&uuml;hrungsweg gewechselt (wertgleiche Umstellung einer Direktzusage in eine Unterst&uuml;tzungskassenzusage), so l&ouml;st allein diese &Auml;nderung keine erneute Erdienbarkeitspr&uuml;fung aus.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Th&uuml;ringer Finanzgerichts vom 25. Juni 2015&nbsp;&nbsp;1 K 136\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob eine durch Entgeltumwandlung vom Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer finanzierte (mittelbare) Versorgungszusage von diesem erdient werden muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, zahlte ihrem Mehrheitsgesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, dem im April 1952 geborenen G, aufgrund eines Anstellungsvertrages seit dem Juli 1995 ein Grundgehalt in H&ouml;he von 10.000&nbsp;DM (entspricht 5.113&nbsp;EUR). Dieses blieb in der Folgezeit unver&auml;ndert und wurde mit Wirkung ab Januar 2010 auf 5.750&nbsp;EUR angehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hatte G im Jahre 1994 zudem die Zusage gegeben, ihm bei Erreichen der Altersgrenze von 65&nbsp;Jahren 60&nbsp;% seines letzten Grundgehalts als Altersrente zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Zusage wurde im Juni 2010 wie folgt abge&auml;ndert: Hinsichtlich des zu diesem Zeitpunkt noch nicht erdienten Teils der Pension (sog. future service) wurde der Durchf&uuml;hrungsweg der Altersversorgung auf eine r&uuml;ckgedeckte Unterst&uuml;tzungskassenzusage (im Folgenden: Unterst&uuml;tzungskassenzusage&nbsp;1) wertgleich umgestellt. Die Kl&auml;gerin entrichtete in der Folge Beitr&auml;ge an die Unterst&uuml;tzungskasse. Hinsichtlich des bereits erdienten Teils blieb es bei der Direktzusage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) passte daraufhin die Pensionsr&uuml;ckstellung an, lie&szlig; jedoch den Betriebsausgabenabzug hinsichtlich der Zahlungen an die Unterst&uuml;tzungskasse zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Des Weiteren verbesserte die Kl&auml;gerin die betriebliche Altersversorgung des G im August 2010 mit einer zus&auml;tzlichen Unterst&uuml;tzungskassenzusage (im Folgenden: Unterst&uuml;tzungskassenzusage&nbsp;2). Hierzu trafen G und die Kl&auml;gerin eine &quot;Vereinbarung Entgeltumwandlung &uuml;ber Unterst&uuml;tzungskasse&quot;, wonach dessen monatliches Grundgehalt um 2.070&nbsp;EUR ab September gek&uuml;rzt wurde und die Kl&auml;gerin die gek&uuml;rzten Gehaltsanteile der &#8230; Versorgungskasse (N) zuwendete. Die Kl&auml;gerin als Arbeitgeberin hatte daf&uuml;r zu sorgen, dass die N dem G eine Versorgungszusage erteilt und mit den ihr zugewendeten Gehaltsteilen eine zugunsten des G zu verpf&auml;ndende R&uuml;ckdeckungsversicherung abschlie&szlig;t. Die Vereinbarung wurde umgesetzt. Die Kl&auml;gerin behandelte die Beitragszahlungen an die Unterst&uuml;tzungskasse als Betriebsausgaben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgte das FA nicht. Es war der Auffassung, dass sich der zum Zeitpunkt der Zusage bereits 58&nbsp;Jahre alte G die zus&auml;tzliche Altersversorgung (Unterst&uuml;tzungskassenzusage&nbsp;2) nicht mehr erdienen k&ouml;nne. Die Zahlungen an die Unterst&uuml;tzungskasse seien durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (KStG) nicht einkommensmindernd zu ber&uuml;cksichtigen (verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen &#8211;vGA&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Th&uuml;ringer Finanzgericht (FG) gab der dagegen gerichteten Klage mit Urteil vom 25.&nbsp;Juni 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;136\/15 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 1634) statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wendet sich das FA mit seiner Revision. Es beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zul&auml;ssig. Insbesondere ist das f&uuml;r die Einlegung der Revision zu beachtende Schriftformerfordernis (&sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) gewahrt. Der Senat verweist insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen auf sein Urteil vom 21.&nbsp;Februar 2018 I&nbsp;R&nbsp;60\/16 (BFHE nn). Die Revision ist aber unbegr&uuml;ndet und daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat rechtsfehlerfrei den betrieblichen Charakter der Zahlungen an die Unterst&uuml;tzungskasse (Unterst&uuml;tzungskassenzusage&nbsp;2) bejaht. Auf die Erdienbarkeit der Versorgungszusage kommt es bei einer durch Entgeltumwandlung finanzierten Zusage grunds&auml;tzlich nicht an (nachfolgend unter 1. und 2.). Der Eintritt des Klageerfolgs wird auch nicht durch eine Saldierung mit Rechtsfehlern, die sich zugunsten der Kl&auml;gerin auswirken, verhindert. Denn in den angegriffenen Bescheiden wurden die Zahlungen auf die Unterst&uuml;tzungskassenzusage&nbsp;1 zu Recht als Betriebsausgaben anerkannt und nicht als vGA qualifiziert (nachfolgend unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG) d&uuml;rfen Zuwendungen an eine Unterst&uuml;tzungskasse von dem Unternehmen, das die Zuwendungen leistet (Tr&auml;gerunternehmen), als Betriebsausgaben abgezogen werden, soweit die Leistungen der Kasse, wenn sie vom Tr&auml;gerunternehmen unmittelbar erbracht w&uuml;rden, bei diesem betrieblich veranlasst w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser gesetzlichen Vorgabe kommt es darauf an, ob bei gedachten unmittelbaren Versorgungszahlungen des Tr&auml;gerunternehmens die betriebliche Veranlassung gegeben w&auml;re. Zuwendungen einer Kapitalgesellschaft als Tr&auml;gerunternehmen f&uuml;r Versorgungsleistungen an ihren Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer sind danach nicht abziehbar, wenn sich die Versorgungsleistungen als vGA darstellen w&uuml;rden. Die Zuwendungen sind dann nicht betrieblich, sondern durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst (Senatsurteil vom 20.&nbsp;Juli 2016 I&nbsp;R&nbsp;33\/15, BFHE 254, 428, BStBl II 2017, 66, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In der Spruchpraxis des Senats ist anerkannt, dass eine Veranlassung von Versorgungszusagen durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis &#8211;als Grundlage von i.S. des &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG gedachten Versorgungsleistungen&#8211; einer Kapitalgesellschaft gegen&uuml;ber ihrem Gesellschafter dann gegeben sein kann, wenn sich der Gesellschafter diese Leistungen im Zeitraum zwischen Zusage und seinem Ausscheiden aus dem Dienstverh&auml;ltnis nicht mehr erdienen k&ouml;nnte (sog. Erdienbarkeit). Diese auf die steuerrechtliche Beurteilung von Direktzusagen entwickelten Rechtsprechungsgrunds&auml;tze sind auf mittelbare Versorgungszusagen, wie z.B. r&uuml;ckgedeckte Unterst&uuml;tzungskassenzusagen, grunds&auml;tzlich &uuml;bertragbar (vgl. Senatsurteil in BFHE 254, 428, BStBl II 2017, 66, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im &Uuml;brigen ist die Erdienbarkeit nicht nur bei Erstzusagen, sondern auch bei einer nachtr&auml;glichen Erh&ouml;hung einer bereits erteilten Pensionszusage zu pr&uuml;fen (Senatsurteile vom 23.&nbsp;September 2008 I&nbsp;R&nbsp;62\/07, BFHE 223, 64, BStBl II 2013, 39; vom 20.&nbsp;Mai 2015 I&nbsp;R&nbsp;17\/14, BFHE 250, 82, BStBl II 2015, 1022). Dieser zu Direktzusagen entwickelte Rechtsgrundsatz gilt gleicherma&szlig;en bei der Erh&ouml;hung einer bereits erteilten mittelbaren Versorgungszusage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ein Versorgungsanspruch ist nach st&auml;ndiger Senatsrechtsprechung von einem beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer grunds&auml;tzlich nur dann erdienbar, wenn zwischen der Erteilung der Pensionszusage und dem vorgesehenen Eintritt in den Ruhestand ein Zeitraum von mindestens zehn Jahren liegt. Allerdings kann diese Frist mangels eindeutiger gesetzlicher Vorgaben nicht i.S. einer allgemein g&uuml;ltigen zwingenden Voraussetzung verstanden werden. Ist aufgrund der Gegebenheiten des Einzelfalls anderweitig sichergestellt, dass mit der Zusage die k&uuml;nftige Arbeitsleistung des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers abgegolten werden soll, ist eine erdienbare Zusage auch dann anzunehmen, wenn die besagten Zeitr&auml;ume nicht erreicht werden. Im Regelfall stellt demnach die fehlende Erdienbarkeit ein gewichtiges &#8211;aber dennoch widerlegbares&#8211; Indiz f&uuml;r die (Mit-)Veranlassung des Versorgungsversprechens durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis dar (Senatsurteil in BFHE 254, 428, BStBl II 2017, 66, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Ob es auf die Erdienbarkeit auch ankommt, wenn die Altersversorgung im Wege der Entgeltumwandlung vom Arbeitnehmer finanziert wird, ist streitig und bisher h&ouml;chstrichterlich noch nicht entschieden. In der Finanzverwaltung wird die Meinung vertreten, dass die Rechtsprechungsgrunds&auml;tze zur Erdienbarkeit auch bei Pensionszusagen gelten, die durch echte Barlohnumwandlung des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers finanziert werden (Schreiben der Oberfinanzdirektion Niedersachsen vom 15.&nbsp;August 2014 S&nbsp;2742-259-St&nbsp;241, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Literatur ist gegenteiliger Ansicht (Neumann, Der GmbH-Steuerberater 2003, 13; Paus, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2001, 607; Wellisch\/Gahl, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2009, 2340;<br \/>Bergt-Weis\/Rutzmoser, Der Betrieb 2016, 2806; H&ouml;fer\/Kaiser, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2003, 274; H&ouml;fer in H&ouml;fer\/ Veit\/Verhuven, Betriebsrentenrecht, Bd.&nbsp;II, Kap.&nbsp;44 Rz&nbsp;263; Neumann in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;975; Gosch, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;1098; Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/GewStG\/UmwStG, Anhang zu &sect;&nbsp;8 KStG, verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung &quot;Pensionszusage&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat schlie&szlig;t sich im Grundsatz der zuletzt genannten Auffassung an. Die Indizwirkung der fehlenden Erdienbarkeit f&uuml;r die au&szlig;erbetriebliche Veranlassung einer Versorgungszusage ist regelm&auml;&szlig;ig entkr&auml;ftet, wenn bestehende Gehaltsanspr&uuml;che des herrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers zugunsten seiner Altersversorgung umgewandelt werden. Allerdings muss die Entgeltumwandlungsvereinbarung als solche den Anforderungen des sog. formellen Fremdvergleichs gen&uuml;gen (dazu z.B. Gosch, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;318&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Merkmal der Erdienbarkeit fu&szlig;t auf der Vorstellung, dass es sich bei der betrieblichen Altersversorgung um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers in Anerkennung l&auml;ngerer Betriebszugeh&ouml;rigkeit und in Erwartung weiterer Betriebstreue handelt (grundlegend Senatsurteil vom 21.&nbsp;Dezember 1994 I&nbsp;R&nbsp;98\/93, BFHE 176, 412, BStBl II 1995, 419). Ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter, auf dessen mutma&szlig;liches Verhalten es f&uuml;r den hypothetischen Fremdvergleich ankommt, w&uuml;rde einem Angestellten eine Altersversorgung folglich regelm&auml;&szlig;ig nur dann versprechen, wenn dieser voraussichtlich noch mindestens zehn Jahre f&uuml;r das Unternehmen t&auml;tig sein wird (Senatsurteil in BFHE 223, 64, BStBl II 2013, 39), er dem Betrieb in dieser Zeitspanne also die Treue h&auml;lt. Da die betriebliche Altersversorgung eine Gegenleistung des Arbeitgebers f&uuml;r die Betriebstreue des Arbeitnehmers darstellt (Uckermann in Uckermann\/Fuhrmanns\/Ostermayer\/Doetsch, Das Recht der betrieblichen Altersversorgung, 2014, Kap.&nbsp;2 Rz&nbsp;42), wird der gedachte Gesch&auml;ftsleiter die erhebliche finanzielle Verpflichtung, die dem Unternehmen mit dem Versorgungsversprechen auferlegt wird, nur dann eingehen, wenn er die Gegenleistung voraussichtlich noch f&uuml;r einen hinreichend langen Zeitraum erh&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die vorgenannten &Uuml;berlegungen treffen auf eine Altersversorgung, die der Arbeitnehmer durch Entgeltumwandlung, also durch den Verzicht auf Teile des ihm ohnehin zustehenden Arbeitslohns selbst finanziert, nicht zu. Der gedachte Gesch&auml;ftsleiter wird dem Versorgungswunsch des Arbeitnehmers trotz fehlender Restdienstzeit nicht entgegen treten, weil das von ihm geleitete Unternehmen die finanziellen Folgen einer Zusage nicht zu tragen hat. Bei der durch Entgeltumwandlung finanzierten Altersversorgung disponiert der Arbeitnehmer wirtschaftlich betrachtet ausschlie&szlig;lich &uuml;ber sein eigenes (k&uuml;nftiges) Verm&ouml;gen, indem er Aktivbez&uuml;ge zugunsten k&uuml;nftiger Altersbez&uuml;ge zur&uuml;cklegt. Demgem&auml;&szlig; besteht regelm&auml;&szlig;ig auch keine Veranlassung, die Entgeltumwandlung am Ma&szlig;stab der Erdienbarkeit darauf zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob zwischen der Leistung des Arbeitgebers (risikobehaftete, wirtschaftlich sehr belastende Versorgungszusage) und der &#8211;u.U. zeitlich begrenzten&#8211; Gegenleistung des Arbeitnehmers ein Missverh&auml;ltnis besteht. Dies gilt f&uuml;r jede Form der durch Entgeltumwandlung finanzierten Altersversorgung. Deshalb ist die Indizwirkung der fehlenden Erdienbarkeit in der Regel auch bei solchen Versorgungszusagen entkr&auml;ftet, die ein unter das Betriebsrentengesetz fallender Arbeitnehmer wegen der tatbestandlichen Einschr&auml;nkungen des &sect;&nbsp;1a des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung &#8211;Betriebsrentengesetz&#8211; (dazu z.B. H&uuml;bner in Uckermann\/Fuhrmanns\/Ostermeyer\/Doetsch, a.a.O., Kap.&nbsp;6 &sect;&nbsp;1a BetrAVG Rz&nbsp;13&nbsp;ff.) so nicht beanspruchen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach dem Vorstehenden ist die Entscheidung der Vorinstanz nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ob eine Versorgungszusage durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers (mit-)veranlasst wurde, hat im Wesentlichen das FG als Tatgericht zu beurteilen. Das Merkmal fehlender Erdienbarkeit der Zusage stellt ein gewichtiges Indiz f&uuml;r eine solche Veranlassung dar. Die Indizwirkung kann im Einzelfall aber entkr&auml;ftet werden (vgl. Senatsurteil in BFHE 254, 428, BStBl II 2017, 66, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach Ansicht des FG ist im Streitfall von Letzterem auszugehen, weil G die Versorgungszusage im Wege der Umwandlung eines Teils seines Grundgehalts selbst finanziert hatte und ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter deshalb keine zehnj&auml;hrige Restdienstzeit erwartet h&auml;tte. Das FG hat ferner darauf abgestellt, dass das &#8211;angemessene&#8211; Grundgehalt seit rund 15&nbsp;Jahren nahezu gleich geblieben war und es zum 1.&nbsp;Januar 2010 &#8211;lediglich&#8211; moderat um 637&nbsp;EUR erh&ouml;ht wurde. Damit ist entgegen den Revisionsr&uuml;gen des FA die Tatsache der Gehaltserh&ouml;hung vom FG ausdr&uuml;cklich gew&uuml;rdigt worden, wenn auch in dem Sinne, dass G seine Gestaltungsmacht als beherrschender Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer nicht zu un&uuml;blichen &quot;Gehaltsver&auml;nderungen&quot; im Zusammenhang mit der Versorgungszusage (aus)genutzt hatte. Das verbleibende Grundgehalt (ca. 3.700&nbsp;EUR) reichte zudem unter Ber&uuml;cksichtigung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes aus, um den laufenden Lebensunterhalt zu decken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gesichtspunkte, die diese tatrichterliche W&uuml;rdigung als rechtsfehlerhaft erscheinen lassen k&ouml;nnten (zum Pr&uuml;fungsma&szlig;stab vgl. Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;54), sind vom FA nicht vorgetragen worden und sind auch sonst nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) In Anbetracht dessen, dass die Pr&uuml;fung einer Versorgungszusage auf ihre ma&szlig;gebliche Veranlassung von der Gesamtw&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des jeweiligen Einzelfalls abh&auml;ngt, versteht es sich von selbst, dass auch auf Entgeltumwandlung beruhende Versorgungszusagen durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst sein k&ouml;nnen. Da es f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls nicht darauf ankommt, muss der Senat hier jedoch nicht dazu Stellung nehmen, inwiefern z.B. sprunghafte Gehaltsanhebungen im Vorfeld der Entgeltumwandlung, die Vollumwandlung des Barlohns mit der Folge einer sog. &quot;Nur-Pension&quot; (dazu Senatsurteil vom 7.&nbsp;Mai 1995 I&nbsp;R&nbsp;147\/93, BFHE 178, 203, BStBl II 1996, 204; H&ouml;fer\/Kaiser, DStR 2003, 274; Gosch, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;1098) oder mit Risiko- und Kostensteigerungen f&uuml;r das Unternehmen verbundene Zusagen einer Pr&uuml;fung am Ma&szlig;stab des Fremdvergleichs standhalten w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat der Klage zu Recht in vollem Umfang stattgegeben. Denn der Ansatz einer vGA ist nicht nur &#8211;wie dargelegt&#8211; im Hinblick auf die vereinbarte Entgeltumwandlung ausgeschlossen. Gleiches gilt &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit der Ansicht der Beteiligten&#8211; f&uuml;r die Zahlungen aufgrund der Unterst&uuml;tzungskassenzusage&nbsp;1. Auch diese sind als Betriebsausgaben i.S. des &sect;&nbsp;4d EStG zu qualifizieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Unterst&uuml;tzungskassenzusage&nbsp;1 resultiert aus der &Auml;nderung des urspr&uuml;nglichen Versorgungsversprechens (Direktzusage). Die &Auml;nderungsvereinbarung sah vor, dass es hinsichtlich des &quot;past service&quot; bei der Direktzusage verbleibt und hinsichtlich des &quot;future service&quot; der Durchf&uuml;hrungsweg ge&auml;ndert wird. Zum Zeitpunkt der &Auml;nderung der Versorgungszusage war der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin bereits 58&nbsp;Jahre alt und die zehnj&auml;hrige Erdienensfrist war damit nicht gewahrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat hat in seinem Urteil in BFHE 254, 428, BStBl II 2017, 66 die tatrichterliche W&uuml;rdigung einer &Auml;nderung des Durchf&uuml;hrungswegs als Neuzusage mit der Folge einer (erneuten) Erdienbarkeitspr&uuml;fung nicht beanstandet. Im Schrifttum hat diese Entscheidung Kritik hervorgerufen (z.B. Manhart\/Mische, BB 2016, 2791; Selig-Kraft, Steuern und Bilanzen 2017, 63; Briese, GmbHR 2016, 1277).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes hat der Senat nicht in grunds&auml;tzlicher Weise den Rechtssatz aufgestellt, dass bei der Umstellung des Durchf&uuml;hrungswegs einer urspr&uuml;nglich betrieblich veranlassten Versorgungszusage stets zu pr&uuml;fen w&auml;re, ob die Versorgung noch erdient werden kann. Der dem Urteil in BFHE 254, 428, BStBl II 2017, 66 zugrundeliegende Sachverhalt war vielmehr dadurch gekennzeichnet, dass mit der &Auml;nderung des Durchf&uuml;hrungswegs zugleich eine Erh&ouml;hung der zugesagten Versorgungsleistungen verbunden war. Das damals zust&auml;ndige FA hatte deshalb (lediglich) den auf die Zusageerh&ouml;hung entfallenden Teil der Beitragszahlung als vGA qualifiziert. Somit wurde nicht nur das steuerrechtlich ma&szlig;gebliche Rechtsregime f&uuml;r die Zusage gewechselt (Direktzusage i.S. des &sect;&nbsp;6a EStG einerseits, Unterst&uuml;tzungskasse gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4d EStG andererseits), sondern zugleich ein Lebenssachverhalt verwirklicht, der nach allgemeinen Grunds&auml;tzen eine Erdienbarkeitspr&uuml;fung ausl&ouml;st (Senatsurteile in BFHE 223, 64, BStBl II 2013, 39; in BFHE 250, 82, BStBl II 2015, 1022), so dass die grunds&auml;tzlich dem Tatgericht obliegende Gesamtw&uuml;rdigung des Vorgangs als Neuzusage mangels entsprechender Revisionsr&uuml;gen nicht zu beanstanden war. Eine erneute Pr&uuml;fung der Erdienbarkeit der Versorgungszusage ist jedoch, wie erl&auml;utert, nicht gerechtfertigt, wenn eine bereits bestehende Versorgungszusage ohne finanzielle Mehrbelastung f&uuml;r das Unternehmen ge&auml;ndert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach den Feststellungen des FG war mit der den &quot;future service&quot; betreffenden &Auml;nderung des Durchf&uuml;hrungswegs im Juni 2010 keine Zusageerh&ouml;hung und damit keine finanzielle Mehrbelastung f&uuml;r die Kl&auml;gerin verbunden (wertgleiche Umstellung). Auch im &Uuml;brigen sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die betriebliche Veranlassung der Versorgungszusage in Zweifel zu ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Demgem&auml;&szlig; ist auch nicht darauf einzugehen, ob &#8211;wie vom FG angenommen&#8211; eine vGA aufgrund der Saldierung der Beitragszahlungen an die Unterst&uuml;tzungskasse mit den Gehaltsminderungen ausgeschlossen werden kann (vgl. dazu Senatsurteil vom 11.&nbsp;November 2015 I&nbsp;R&nbsp;26\/15, BFHE 252, 359, BStBl II 2016, 489).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.3.2018, I R 89\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.070318.IR89.15.0 Erdienbarkeit bei Barlohnumwandlung Leits&auml;tze 1. Werden bestehende Gehaltsanspr&uuml;che des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers in eine Anwartschaft auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung umgewandelt, dann scheitert die steuerrechtliche Anerkennung der Versorgungszusage regelm&auml;&szlig;ig nicht an der fehlenden Erdienbarkeit. 2. Wird bei einer bestehenden Versorgungszusage lediglich der Durchf&uuml;hrungsweg gewechselt (wertgleiche Umstellung einer Direktzusage in eine &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-89-15-erdienbarkeit-bei-barlohnumwandlung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;89\/15 &#8211; Erdienbarkeit bei Barlohnumwandlung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69581","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69581","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69581"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69581\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69581"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69581"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69581"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}