{"id":69583,"date":"2018-06-28T09:13:16","date_gmt":"2018-06-28T07:13:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69583"},"modified":"2018-06-28T09:13:16","modified_gmt":"2018-06-28T07:13:16","slug":"i-b-63-17-darlegung-eines-unionsrechtsverstosses-vorabentscheidungsersuchen-an-eugh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-63-17-darlegung-eines-unionsrechtsverstosses-vorabentscheidungsersuchen-an-eugh\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;63\/17 &#8211; Darlegung eines Unionsrechtsversto&szlig;es &#8211; Vorabentscheidungsersuchen an EuGH"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.3.2018, I B 63\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.210318.IB63.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegung eines Unionsrechtsversto&szlig;es &#8211; Vorabentscheidungsersuchen an EuGH<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Macht der Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache aufgrund Versto&szlig;es einer Vorschrift (hier: &sect; 34c Abs. 5 EStG i.V.m. dem sog. Auslandst&auml;tigkeitserlass des BMF) gegen eine unionsrechtliche Grundfreiheit (hier: Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit) geltend, muss er auch erl&auml;utern, inwiefern der Anwendungsbereich der betreffenden Grundfreiheit im konkreten Fall er&ouml;ffnet ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die Abweichung des angefochtenen Urteils von einer in einem Vorabentscheidungsersuchen eines anderen nationalen Gerichts an den EuGH vertretenen Rechtsauffassung erm&ouml;glicht keine Revisionszulassung wegen Rechtsprechungsdivergenz.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 13. Juni 2017&nbsp;&nbsp;12 K 576\/15 wird als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der im Inland wohnende Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist pensionierter Beamter und erh&auml;lt als solcher Versorgungsbez&uuml;ge. Im Streitjahr (2011) war der Kl&auml;ger aufgrund eines befristeten Projektvertrags mit der inl&auml;ndischen I-GmbH im Westjordanland als Berater in Zusammenhang mit einem von der Europ&auml;ischen Union (EU) gef&ouml;rderten Projekt zum Aufbau einer funktionierenden Verwaltung t&auml;tig. Im Streitjahr bezog der Kl&auml;ger f&uuml;r diese T&auml;tigkeit eine Verg&uuml;tung von &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung gab der Kl&auml;ger die von der I-GmbH bezogene Verg&uuml;tung als nach &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (EStG) i.V.m. Abschn.&nbsp;I Nr.&nbsp;4 des sog. Auslandst&auml;tigkeitserlasses &#8211;ATE&#8211; (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 31.&nbsp;Oktober 1983 &uuml;ber die steuerliche Behandlung von Arbeitnehmereink&uuml;nften bei Auslandst&auml;tigkeiten, BStBl I 1983, 470) steuerfreien Arbeitslohn an; er ber&uuml;cksichtigte den Betrag aber im Rahmen des Progressionsvorbehalts bei der Bestimmung des Steuersatzes. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) war demgegen&uuml;ber der Auffassung, die T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers sei nicht durch den Auslandst&auml;tigkeitserlass beg&uuml;nstigt, weil das Projekt nicht von der deutschen &ouml;ffentlichen Entwicklungshilfe gef&ouml;rdert worden sei. Das FA bezog die Verg&uuml;tung daher in die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer ein und erlie&szlig; einen entsprechenden &Auml;nderungsbescheid.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist der Auffassung, die Beschr&auml;nkung des Auslandst&auml;tigkeitserlasses auf von der deutschen &ouml;ffentlichen Entwicklungshilfe gef&ouml;rderte T&auml;tigkeiten versto&szlig;e gegen Unionsrecht; auch von der EU gef&ouml;rderte T&auml;tigkeiten m&uuml;ssten in die Beg&uuml;nstigung einbezogen werden. Seine Klage blieb jedoch ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) K&ouml;ln hat sie mit Urteil vom 13.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;576\/15 als unbegr&uuml;ndet abgewiesen, ohne die Revision zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt mit seiner Beschwerde, die Revision gegen das FG-Urteil zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Nichtzulassungsbeschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Der Kl&auml;ger hat die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nicht entsprechend den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger beruft sich auf den Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) und stellt in diesem Zusammenhang die Frage zur Pr&uuml;fung, ob &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;5 EStG i.V.m. Abschn.&nbsp;I Nr.&nbsp;4 ATE unionsrechtswidrig sei, weil er die Steuerfreistellung auf eine Auslandst&auml;tigkeit f&uuml;r einen inl&auml;ndischen Auftragnehmer in Zusammenhang mit der deutschen &ouml;ffentlichen Entwicklungshilfe beschr&auml;nke, w&auml;hrend der Auftragnehmer eines anderen EU-Mitgliedstaats oder die &ouml;ffentliche Entwicklungshilfe eines anderen EU-Mitgliedstaats oder einer Institution der EU diese Beg&uuml;nstigung nicht beanspruchen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird die Unvereinbarkeit einer Rechtsnorm mit dem Unionsrecht geltend gemacht, muss der Beschwerdef&uuml;hrer u.a. substantiiert darlegen, mit welcher Vorschrift des Unionsrechts die der angefochtenen Entscheidung zugrunde liegende Norm seiner Ansicht nach unvereinbar ist. Dies erfordert eine Auseinandersetzung mit den Vorgaben des Unionsrechts und der dazu ergangenen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) sowie des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;November 2007 IV&nbsp;B&nbsp;169\/06, BFH\/NV 2008, 390) und ggf. auch eine Befassung mit der dazu vom FG im angefochtenen Urteil vertretenen Auffassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen wird die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht gerecht. Insbesondere fehlt es an einer Subsumtion der Gegebenheiten des Streitfalls unter die Tatbestandsvoraussetzungen der angeblich verletzten unionsrechtlichen Grundfreiheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger bezieht sich in erster Linie auf das EuGH-Urteil Petersen vom 28.&nbsp;Februar 2013 C-544\/11 (EU:C:2013:124, BStBl II 2013, 847), dem zufolge &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;5 EStG i.V.m. Abschn.&nbsp;I Nr.&nbsp;4 ATE gegen die Grundfreiheit der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit (Art.&nbsp;45 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union i.d.F. des Vertrags von Lissabon zur &Auml;nderung des Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union und des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft &#8211;AEUV&#8211;, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union 2008, Nr.&nbsp;C 115, 47) verst&ouml;&szlig;t, soweit danach Eink&uuml;nfte einer im Inland wohnhaften und unbeschr&auml;nkt steuerpflichtigen Person aus einer nichtselbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit von der Einkommensteuer befreit sind, wenn der Arbeitgeber seinen Sitz im Inland hat, aber nicht, wenn er seinen Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der EU hat. Hieraus leitet der Kl&auml;ger ab, dass auch die im Streitfall in Rede stehende weitere Voraussetzung des Abschn.&nbsp;I Nr.&nbsp;4 ATE, wonach die Steuerbefreiung auf von der deutschen &ouml;ffentlichen Entwicklungshilfe gef&ouml;rderte T&auml;tigkeiten beschr&auml;nkt und daher nicht auf von Institutionen der EU gef&ouml;rderte T&auml;tigkeiten anwendbar sei, nicht mit dem Unionsrecht vereinbar sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedoch geht der Kl&auml;ger in der Beschwerdegr&uuml;ndung nicht auf die Frage ein, inwiefern nach den konkreten Gegebenheiten des Streitfalls &uuml;berhaupt der Anwendungsbereich der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit nach Art.&nbsp;45 AEUV (oder einer anderen Grundfreiheit) er&ouml;ffnet ist. Ausf&uuml;hrungen hierzu sind aber insbesondere deshalb geboten, weil der Ausgangssachverhalt des Streitfalls sich von dem Sachverhalt unterscheidet, &uuml;ber den der EuGH in dem Urteil Petersen (EU:C:2013:124, BStBl II 2013, 847) entschieden hat. Im Fall des EuGH-Urteils war ein in der Bundesrepublik Deutschland unbeschr&auml;nkt steuerpflichtiger Arbeitnehmer von seinem in einem anderen EU-Mitgliedstaat (D&auml;nemark) ans&auml;ssigen Arbeitgeber in einen Drittstaat (Benin) entsandt worden. Der EuGH hat den f&uuml;r den Anwendungsbereich des Art.&nbsp;45 AEUV erforderlichen Bezug zum Unionsrecht in jenem Fall darin gesehen, dass der dortige Kl&auml;ger, der in einem Mitgliedstaat gewohnt habe, von einem Unternehmen mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat angestellt worden sei, f&uuml;r das er seine T&auml;tigkeiten ausge&uuml;bt habe; zudem sei der dortige Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen mit Sitz in D&auml;nemark nach d&auml;nischem Recht geschlossen worden (EuGH-Urteil Petersen, EU:C:2013:124, BStBl II 2013, 847, Rz&nbsp;42). Demgegen&uuml;ber ist im Streitfall ein vergleichbarer Bezug zu einem anderen EU-Mitgliedstaat nicht erkennbar. Denn das Arbeitsverh&auml;ltnis des im Inland wohnenden Kl&auml;gers bestand mit einem ebenfalls im Inland ans&auml;ssigen Arbeitgeber und der Kl&auml;ger war ausschlie&szlig;lich in einem Drittstaat t&auml;tig. Eine Befassung mit dieser Thematik in der Beschwerdebegr&uuml;ndung war zudem deshalb veranlasst, weil das FG die Anwendbarkeit der unionsrechtlichen Grundfreiheiten gerade wegen des im Streitfall fehlenden EU-Auslandsbezugs angelehnt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Als weiteren Zulassungsgrund macht der Kl&auml;ger geltend, das FG-Urteil weiche von dem dem EuGH-Urteil Petersen (EU:C:2013:124, BStBl II 2013, 847) zugrunde liegenden Vorabentscheidungsersuchen des FG Rheinland-Pfalz vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2011&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;2249\/08 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2012, 131) ab. Er tr&auml;gt dazu vor, aus jenem Vorabentscheidungsersuchen ergebe sich mittelbar, dass aus Sicht des FG Rheinland-Pfalz das Erfordernis der F&ouml;rderung durch die deutsche &ouml;ffentliche Entwicklungshilfe unionsrechtskonform dahin ausgelegt werden m&uuml;sse, dass es nicht auf die deutsche &ouml;ffentliche Entwicklungshilfe beschr&auml;nkt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abweichung des FG-Urteils von der in einem Vorabentscheidungsersuchen eines anderen nationalen Gerichts an den EuGH gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;267 AEUV vertretenen Rechtsauffassung kann indessen schon grunds&auml;tzlich die Zulassung der Revision nicht tragen (vgl. auch BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;April 2009 X&nbsp;B&nbsp;229\/08, juris, zu einem Vorlagebeschluss an den Gro&szlig;en Senat des BFH nach &sect;&nbsp;11 FGO). Der Zulassungsgrund der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Variante&nbsp;2 FGO setzt in der Fallgruppe der Rechtsprechungsdivergenz die Abweichung des angefochtenen Urteils von einer anderen gerichtlichen Entscheidung &uuml;ber die n&auml;mliche Rechtsfrage voraus. Mit einem Vorabentscheidungsersuchen gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;267 AEUV &quot;entscheidet&quot; das vorlegende Gericht jedoch nicht &uuml;ber Rechtsfragen, was schon daraus zu ersehen ist, dass das Gericht in seinem sp&auml;teren Urteil in dieser Sache nicht an die von ihm in dem Vorabentscheidungsersuchen vertretenen Rechtsansichten gebunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.3.2018, I B 63\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.210318.IB63.17.0 Darlegung eines Unionsrechtsversto&szlig;es &#8211; Vorabentscheidungsersuchen an EuGH Leits&auml;tze 1. NV: Macht der Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache aufgrund Versto&szlig;es einer Vorschrift (hier: &sect; 34c Abs. 5 EStG i.V.m. dem sog. 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