{"id":69614,"date":"2018-07-06T15:18:45","date_gmt":"2018-07-06T13:18:45","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69614"},"modified":"2018-07-06T15:18:45","modified_gmt":"2018-07-06T13:18:45","slug":"ii-r-59-15-einordnung-einer-forstwirtschaftlichen-flaeche-als-unland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-59-15-einordnung-einer-forstwirtschaftlichen-flaeche-als-unland\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;59\/15 &#8211; Einordnung einer forstwirtschaftlichen Fl&auml;che als Unland"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.1.2018, II R 59\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.240118.IIR59.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Einordnung einer forstwirtschaftlichen Fl&auml;che als Unland<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Zum Unland i.S. des &sect; 45 BewG geh&ouml;ren Fl&auml;chen, die aufgrund ihrer nat&uuml;rlichen Gegebenheiten nicht bewirtschaftet werden k&ouml;nnen, also nicht kulturf&auml;hig sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Umstand, dass die Bewirtschaftung einer Fl&auml;che unwirtschaftlich ist und die Kosten den Ertrag &uuml;bersteigen, reicht nicht aus, um die Fl&auml;che als Unland einzuordnen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Th&uuml;ringer Finanzgerichts vom 27. Oktober 2015&nbsp;&nbsp;2 K 135\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) betreibt in Th&uuml;ringen einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb, der sich &uuml;ber mehrere Gemeinden erstreckt. Der Forstbetrieb in der Gemeinde W umfasst 98 Flurst&uuml;cke mit einer Gesamtfl&auml;che von 102,20&nbsp;ha. Nach dem f&uuml;r den Forstbetrieb auf den 1.&nbsp;Oktober 2003 erstellten Betriebswerk entfallen davon 4,91&nbsp;ha auf Nichtholzboden und 97,29&nbsp;ha auf Holzbodenfl&auml;che.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Erkl&auml;rung zur Ermittlung des Ersatzwirtschaftswerts nach &sect;&nbsp;125 des Bewertungsgesetzes (BewG) und zur Festsetzung des Grundsteuermessbetrags auf den 1.&nbsp;Januar 2002, die der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wegen des Zukaufs von Fl&auml;chen angefordert hatte, hatte der Kl&auml;ger f&uuml;r den Betrieb in W forstwirtschaftlich genutzte Fl&auml;chen von 70,49&nbsp;ha und Unland von 29,17&nbsp;ha, also insgesamt Fl&auml;chen von 99,66&nbsp;ha angegeben. Das FA sah von einer Neuveranlagung ab, weil der sich nach der Erkl&auml;rung ergebende Ersatzwirtschaftswert die Fortschreibungsgrenzen des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;1 BewG nicht erreichte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zuge einer Au&szlig;enpr&uuml;fung ergaben sich Abweichungen zwischen den vom Kl&auml;ger f&uuml;r den gesamten land- und forstwirtschaftlichen Betrieb erkl&auml;rten und den von ihm genutzten Fl&auml;chen. Der Kl&auml;ger reichte daraufhin im Rahmen einer Selbstanzeige ge&auml;nderte Erkl&auml;rungen zur Ermittlung der Ersatzwirtschaftswerte f&uuml;r die Stichtage 1.&nbsp;Januar 2004 bis 1.&nbsp;Januar 2010 ein, wobei die in der Gemarkung W genutzten Fl&auml;chen unver&auml;ndert mit 70,49&nbsp;ha forstwirtschaftliche Nutzung und mit 29,17&nbsp;ha Unland enthalten waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; am 20.&nbsp;August 2010 Grundsteuermessbescheide auf den 1.&nbsp;Januar 2004, 1.&nbsp;Januar 2006 und 1.&nbsp;Januar 2009 sowie Bescheide &uuml;ber die Grundsteuerzerlegung auf den 1.&nbsp;Januar 2004 bis 1.&nbsp;Januar 2010. Bei der Ermittlung des Ersatzwirtschaftswerts ber&uuml;cksichtigte es f&uuml;r den Betrieb in W forstwirtschaftlich genutzte Fl&auml;chen von 97,29&nbsp;ha und als Unland eine Fl&auml;che von 4,91&nbsp;ha, also insgesamt Fl&auml;chen von 102,20&nbsp;ha. Die forstwirtschaftliche Nutzung wurde mit einem Ersatzvergleichswert von 125&nbsp;DM je ha und das Unland mit 0&nbsp;DM angesetzt. F&uuml;r die Zerlegung des Grundsteuermessbetrags wurde der auf die Gemeinde W entfallende Anteil im Verh&auml;ltnis der in W gelegenen Fl&auml;chen (einschlie&szlig;lich Unland) zur Gesamtfl&auml;che ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen legte der Kl&auml;ger Einspruch ein. Er vertrat die Auffassung, dass Fl&auml;chen von 29,1704&nbsp;ha auch bei geordneter Wirtschaftsweise ertraglos seien. Wegen der besonderen Beschaffenheit sei f&uuml;r diese Fl&auml;chen von keiner forstwirtschaftlichen Nutzung auszugehen. Die Fl&auml;chen zeichneten sich durch eine starke Neigung, eine schlechte Bodenbonit&auml;t und eine starke Erosion aus. Eine geordnete Bewirtschaftung der Fl&auml;chen f&uuml;hre zu keinem Ertrag, da eine Ernte der dort aufstehenden Kiefern vollkommen unwirtschaftlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA wies den Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;Januar 2013 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Seiner Ansicht nach sind die streitigen Fl&auml;chen zu Recht als forstwirtschaftliche Fl&auml;chen erfasst worden. Bei der Forstwirtschaft k&ouml;nnten zwischen der Aufforstung einer Waldfl&auml;che und der Holzernte je nach Umtriebszeit und Holzart mehrere Jahrzehnte vergehen. Unland i.S. des &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 BewG seien solche Fl&auml;chen, die selbst bei einer geordneten Wirtschaftsweise keinen Ertrag abwerfen k&ouml;nnten. Zum Unland geh&ouml;rten vor allem ertraglose B&ouml;schungen, Felsk&ouml;pfe, ausgebeutete Kiesgruben und dergleichen. Dies treffe auf die streitigen Fl&auml;chen nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Die streitigen Fl&auml;chen seien zu Recht der forstwirtschaftlichen Nutzung zugeordnet. Die Einordnung als Unland folge der nat&uuml;rlichen Ertragsf&auml;higkeit des Bodens. Letztere setze die Kulturf&auml;higkeit des Bodens voraus. Fehle die Kulturf&auml;higkeit des Bodens, werde er auch bei geordneter Wirtschaftsweise keinen Ertrag abwerfen k&ouml;nnen. Die im Streit stehenden Fl&auml;chen erbr&auml;chten demgegen&uuml;ber trotz der vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrten und unstreitig gegebenen Erschwernisse einen nat&uuml;rlichen Ertrag. Insoweit fehle es an der f&uuml;r die Einordnung als Umland erforderlichen objektiven Ertragslosigkeit. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 876 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die unzutreffende Anwendung des &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 BewG. Seiner Auffassung nach ist bei der Beurteilung von Fl&auml;chen als Unland nicht allein auf die Kulturf&auml;higkeit abzustellen. Die M&ouml;glichkeit einer geordneten Wirtschaftsweise und die fehlende Kulturf&auml;higkeit der Fl&auml;chen schl&ouml;ssen sich gegenseitig aus. Wenn es sich bei Unland ausschlie&szlig;lich um nicht kulturf&auml;hige Fl&auml;chen handeln w&uuml;rde, w&auml;re in Ermangelung einer Kulturf&auml;higkeit nicht darauf abzustellen, ob eine geordnete Wirtschaftsweise in Betracht kommen k&ouml;nne bzw. ob eine solche zu einem Ertrag f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Grundsteuermessbescheide auf den 1.&nbsp;Januar 2004, auf den 1.&nbsp;Januar 2006 und auf den 1.&nbsp;Januar 2009, sowie die Bescheide &uuml;ber die Grundsteuerzerlegung auf den 1.&nbsp;Januar 2004 bis 1.&nbsp;Januar 2010, jeweils vom 20.&nbsp;August 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;Januar 2013 dahingehend zu &auml;ndern, dass eine Bewertung f&uuml;r Fl&auml;chen von insgesamt 29,1704&nbsp;ha als Unland unterbleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend entschieden, dass das FA bei der Festsetzung des Grundsteuermessbetrags die streitigen Fl&auml;chen von 24,2604&nbsp;ha (= 29,1704&nbsp;ha .\/. 4,91&nbsp;ha) der forstwirtschaftlichen Nutzung und nicht dem sog. Unland i.S. des &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 BewG zugeordnet hat. Die Zerlegung des Grundsteuermessbetrags ist rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Steuergegenstand der Grundsteuer sind u.a. die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (&sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Grundsteuergesetzes &#8211;GrStG&#8211;). Bei der Berechnung der Grundsteuer ist von einem Steuermessbetrag auszugehen, der unter Heranziehung des Einheitswerts f&uuml;r den Steuergegenstand zu ermitteln ist (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 GrStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r Betriebe der Land- und Forstwirtschaft im Beitrittsgebiet sind die Einheitswerte, die nach den Wertverh&auml;ltnissen vom 1.&nbsp;Januar 1935 festgestellt worden sind, ab dem 1.&nbsp;Januar 1991 nicht mehr anzuwenden (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 BewG). Anstelle dieser Einheitswerte werden abweichend von &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 BewG Ersatzwirtschaftswerte f&uuml;r das in &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;3 BewG bezeichnete Verm&ouml;gen ermittelt und ab 1.&nbsp;Januar 1991 der Besteuerung zugrunde gelegt (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BewG). Der sich nach &sect;&nbsp;125 BewG ergebende Ersatzwirtschaftswert gilt f&uuml;r die Grundsteuer; er wird im Steuermessbetragsverfahren ermittelt (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BewG). F&uuml;r eine Neuveranlagung des Grundsteuermessbetrags wegen &Auml;nderung des Ersatzwirtschaftswerts gilt &sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;1 BewG entsprechend (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Bildung des Ersatzwirtschaftswerts f&uuml;r land- und forstwirtschaftliches Verm&ouml;gen im Beitrittsgebiet ist eine Nutzungseinheit zugrunde zu legen, in die alle von derselben Person regelm&auml;&szlig;ig selbst genutzten Wirtschaftsg&uuml;ter i.S. des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 BewG einbezogen werden, selbst wenn der Nutzer nicht Eigent&uuml;mer ist (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;4 Satz 1 BewG wird der Ersatzwirtschaftswert unter sinngem&auml;&szlig;er Anwendung der &sect;&sect;&nbsp;35, 36, 38, 40, 42 bis 45, 50 bis 54, 56, 59, 60 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;62 BewG in einem vereinfachten Verfahren ermittelt. Bei dem Vergleich der Ertragsbedingungen sind abweichend von &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 BewG ausschlie&szlig;lich die in der Gegend als regelm&auml;&szlig;ig anzusehenden Verh&auml;ltnisse zugrunde zu legen (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 BewG). F&uuml;r die forstwirtschaftliche Nutzung ist unmittelbar ein Ersatzvergleichswert von 125&nbsp;DM je Hektar anzusetzen (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;7 Nr.&nbsp;1 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 BewG geh&ouml;ren zum land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gen alle Wirtschaftsg&uuml;ter, die einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft dauernd zu dienen bestimmt sind. Der Wirtschaftsteil eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft umfasst die forstwirtschaftliche Nutzung nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b BewG und u.a. das nicht zu einer forstwirtschaftlichen Nutzung geh&ouml;rende Geringstland (&sect;&nbsp;44 BewG) und Unland (&sect;&nbsp;45 BewG) nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b und c BewG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 BewG z&auml;hlen zum Unland Betriebsfl&auml;chen, die auch bei geordneter Wirtschaftsweise keinen Ertrag abwerfen k&ouml;nnen. Unland wird nicht bewertet (&sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;2 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob Betriebsfl&auml;chen als Unland einzustufen sind, ist nach objektiven Kriterien zu pr&uuml;fen. Danach geh&ouml;ren zum Unland die Fl&auml;chen, die aufgrund ihrer nat&uuml;rlichen Gegebenheiten nicht bewirtschaftet werden k&ouml;nnen, also nicht kulturf&auml;hig sind (vgl. Bruschke in G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;45 BewG Rz&nbsp;7; Eisele in R&ouml;ssler\/Troll, BewG, &sect;&nbsp;45 Rz&nbsp;3; Abschn.&nbsp;1.15 Abs.&nbsp;2 der Bewertungsrichtlinien f&uuml;r das land- und forstwirtschaftliche Verm&ouml;gen &#8211;BewRL&#8211;, BStBl I 1967, 397).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die objektive Ertragsf&auml;higkeit als Bewertungskriterium kommt es dabei nicht auf die in den einzelnen Betrieben tats&auml;chlich erzielten Einnahmen und entstandenen Ausgaben an (vgl. Bruschke, a.a.O, &sect;&nbsp;37 BewG Rz&nbsp;12). Eine lang anhaltende Ertragslosigkeit kann zwar ein Indiz daf&uuml;r sein, dass Fl&auml;chen ihrer Art nach objektiv nicht kulturf&auml;hig sind. Der Umstand allein, dass die Bewirtschaftung von Fl&auml;chen unwirtschaftlich ist und die Kosten den Ertrag &uuml;bersteigen, reicht jedoch nicht aus, um Fl&auml;chen als Unland einzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Begriffsbestimmung steht im Einklang mit der Vorg&auml;ngervorschrift. &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 BewG geht zur&uuml;ck auf die Regelung in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 der Durchf&uuml;hrungsverordnung zum Reichsbewertungsgesetz vom 2.&nbsp;Februar 1935 (RGBl I 1935, 189). Bereits nach dieser Vorschrift galt &quot;als Unland alles Land, das durch keinerlei Nutzung einen Ertrag abwirft und das auch bei geordneter, verst&auml;ndiger Wirtschaftsweise nicht in Kultur genommen werden kann&quot;. Durch &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 BewG sollte diese Regelung in das BewG &uuml;bernommen werden (vgl. BTDrucks IV\/1488, S.&nbsp;44 zu &sect;&nbsp;38a Entwurf des BewG 1965, der im sp&auml;teren Gesetzgebungsverfahren durch &sect;&nbsp;45 BewG lediglich eine andere Bezeichnung gefunden hat).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In Abgrenzung dazu umfasst der Begriff des sog. Geringstlands nach &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 BewG die Betriebsfl&auml;chen geringster Ertragsf&auml;higkeit, f&uuml;r die nach dem Bodensch&auml;tzungsgesetz (BodSch&auml;tzG) keine Wertzahlen festzustellen sind. Geringstland ist mit einem Hektarwert von 50&nbsp;DM zu bewerten (&sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;2 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BodSch&auml;tzG ist Zweck der Bodensch&auml;tzung, f&uuml;r die Besteuerung der landwirtschaftlich nutzbaren Fl&auml;chen des Bundesgebiets einheitliche Bewertungsgrundlagen zu schaffen. Zu den landwirtschaftlich nutzbaren Fl&auml;chen i.S. des &sect;&nbsp;1 BodSch&auml;tzG geh&ouml;ren Ackerland und Gr&uuml;nland. Grundlage f&uuml;r eine einheitliche Beurteilung der nat&uuml;rlichen Ertragsf&auml;higkeit der B&ouml;den im Bundesgebiet ist nach &sect;&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 BodSch&auml;tzG f&uuml;r Ackerland der Ackersch&auml;tzungsrahmen (Anlage&nbsp;1 zum BodSch&auml;tzG) und nach &sect;&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 BodSch&auml;tzG f&uuml;r Gr&uuml;nland der Gr&uuml;nlandsch&auml;tzungsrahmen (Anlage&nbsp;2 zum BodSch&auml;tzG). F&uuml;r diese Fl&auml;chen werden in &sect;&nbsp;4 BodSch&auml;tzG Wertzahlen n&auml;her festgelegt. F&uuml;r Fl&auml;chen mit Holzbestand fehlt es an einer Regelung zur Feststellung von Wertzahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Geringstland sind dem Grunde nach kulturf&auml;hige Fl&auml;chen, deren Ertragsf&auml;higkeit so gering ist, dass sie in ihrem derzeitigen Zustand nicht regelm&auml;&szlig;ig land- und forstwirtschaftlich genutzt werden k&ouml;nnen und f&uuml;r die die Wiederherstellung des Kulturzustandes in einem Missverh&auml;ltnis zu der Ertragsf&auml;higkeit steht (Eisele, a.a.O., &sect;&nbsp;44 BewG Rz&nbsp;2; Abschn.&nbsp;1.15 Abs.&nbsp;1 BewRL). Im Gegensatz zum Unland ist beim Geringstland die Kulturf&auml;higkeit nicht wegen der besonderen objektiven Beschaffenheit der Fl&auml;chen ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r die Einstufung von Betriebsfl&auml;chen als forstwirtschaftlich genutzte Fl&auml;chen, als Geringstland i.S. des &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 BewG oder als Unland i.S. des &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 BewG, sind die gesamten Umst&auml;nde des Einzelfalls ma&szlig;gebend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen ist eine forstwirtschaftliche Nutzung der streitigen Fl&auml;chen von 24,2604&nbsp;ha in W gegeben. Es liegt weder Unland noch Geringstland vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden Feststellungen des FG haben die Fl&auml;chen trotz der vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrten, unstreitig gegebenen Erschwernisse einen nicht unerheblichen nat&uuml;rlichen Ertrag hervorgebracht. Das betrifft sowohl den dort stockenden Holzvorrat von 5&nbsp;658&nbsp;Vorratsfestmeter (Vfm) als auch den j&auml;hrlich zu erwartenden Holzzuwachs von ca. 102&nbsp;Vfm. Eine objektive Ertragslosigkeit liegt nicht vor. Dies schlie&szlig;t bereits eine Einordnung als Unland aus. Dar&uuml;ber hinaus sind die streitigen Fl&auml;chen nach den Feststellungen des FG auch nicht so beschaffen, dass eine forstwirtschaftliche Nutzung von vornherein ausgeschlossen w&auml;re. F&uuml;r die Einordnung der Fl&auml;chen als Unland ist unerheblich, dass die Ernte der dort vorhandenen Bestockung bei den gegebenen Rahmenbedingungen nach Auffassung des Kl&auml;gers &ouml;konomisch nicht sinnvoll ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Fl&auml;chen k&ouml;nnen auch nicht als Geringstland mit einem niedrigeren Wert von 50&nbsp;DM pro Hektar angesetzt werden. Dabei kann dahinstehen, ob &sect;&nbsp;44 BewG f&uuml;r Holzbodenfl&auml;chen minderer forstlicher Produktion gilt (verneinend Eisele, a.a.O., &sect;&nbsp;44 BewG Rz&nbsp;2; Bruschke, a.a.O., &sect;&nbsp;44 BewG Rz&nbsp;19) und ob im Rahmen der Ermittlung des Ersatzwirtschaftswerts wegen des in &sect;&nbsp;125 Abs&nbsp;7 Nr.&nbsp;1 BewG f&uuml;r die forstwirtschaftliche Nutzung vorgegebenen Ersatzvergleichswerts von 125&nbsp;DM pro Hektar ein niedrigerer Ansatz von 50&nbsp;DM m&ouml;glich ist. Nach den Feststellungen des FG werden die Fl&auml;chen forstwirtschaftlich genutzt. Auch in dem Betriebswerk werden Holzbodenfl&auml;chen von 97,29&nbsp;ha als Wirtschaftswald in regelm&auml;&szlig;igem Betrieb bezeichnet; lediglich die vom FA als Unland behandelten Fl&auml;chen von 4,91&nbsp;ha werden als Nichtholzboden ausgewiesen. Die Fl&auml;chen sind also nicht so beschaffen, dass eine regelm&auml;&szlig;ige forstwirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen ist. Sie bringen einen nat&uuml;rlichen Ertrag hervor, und zwar sowohl im Hinblick auf den dort stockenden Holzvorrat als auch im Hinblick auf den j&auml;hrlichen Holzzuwachs. Die Zuordnung der Fl&auml;chen zur forstwirtschaftlichen Nutzung durch das FG ist rechtm&auml;&szlig;ig, mit der Folge, dass eine Ber&uuml;cksichtigung als Geringstland ausscheidet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Vor diesem Hintergrund konnte dahinstehen, ob die Bescheide &uuml;ber die Zerlegung der Grundsteuer eigenst&auml;ndig angefochten werden konnten und das FG auch dar&uuml;ber entscheiden konnte. Die Zerlegungsbescheide sind Folgebescheide der Messbescheide (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.&nbsp;Mai 1993 IV&nbsp;R&nbsp;1\/91, BFHE 172, 97, BStBl II 1993, 828 zum Gewerbesteuermess- und -zerlegungsbescheid). Nach &sect;&nbsp;42 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung kann in dem gegen den Folgebescheid gef&uuml;hrten Klageverfahren nicht &uuml;ber Einwendungen gegen den Grundlagenbescheid entschieden werden (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;November 2015 III&nbsp;R&nbsp;12\/13, BFHE 252, 304, BStBl II 2016, 420, Rz&nbsp;68, m.w.N.). Erf&auml;hrt der Grundlagenbescheid &#8211;wie hier die angegriffenen Grundsteuermessbescheide&#8211; keine &Auml;nderung, ist die Klage gegen den Folgebescheid &#8211;im Streitfall die Zerlegungsbescheide&#8211; unbegr&uuml;ndet (vgl. BFH-Urteil in BFHE 252, 304, BStBl II 2016, 420, Rz&nbsp;68, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der geltend gemachte Verfahrensversto&szlig; liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten und damit eine Verletzung des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO ist gegeben, wenn das Finanzgericht seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt hat, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht, oder wenn es eine nach den Akten klar feststehende Tatsache unber&uuml;cksichtigt gelassen hat und die angefochtene Entscheidung darauf beruht (BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Mai 2017 X&nbsp;B&nbsp;78\/16, BFH\/NV 2017, 1061, Rz&nbsp;34, m.w.N.). Im Streitfall wurden Fl&auml;chen von 4,91&nbsp;ha als Unland ber&uuml;cksichtigt. Die Einordnung der weiteren Fl&auml;chen von 24,2604&nbsp;ha als Unland ist zwischen den Beteiligten streitig. Entgegen dem Vorbringen des Kl&auml;gers hat das FA nicht zugestanden, Fl&auml;chen von insgesamt 6,2937&nbsp;ha als Unland zu behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO. Die Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung beruht auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.1.2018, II R 59\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.240118.IIR59.15.0 Einordnung einer forstwirtschaftlichen Fl&auml;che als Unland Leits&auml;tze 1. Zum Unland i.S. des &sect; 45 BewG geh&ouml;ren Fl&auml;chen, die aufgrund ihrer nat&uuml;rlichen Gegebenheiten nicht bewirtschaftet werden k&ouml;nnen, also nicht kulturf&auml;hig sind. 2. Der Umstand, dass die Bewirtschaftung einer Fl&auml;che unwirtschaftlich ist und die Kosten den Ertrag &uuml;bersteigen, reicht nicht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-59-15-einordnung-einer-forstwirtschaftlichen-flaeche-als-unland\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;59\/15 &#8211; Einordnung einer forstwirtschaftlichen Fl&auml;che als Unland<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69614","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69614"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69614\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}