{"id":69616,"date":"2018-07-06T15:18:42","date_gmt":"2018-07-06T13:18:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69616"},"modified":"2018-07-06T15:18:42","modified_gmt":"2018-07-06T13:18:42","slug":"ix-r-14-17-ortsuebliche-marktmiete-is-des-par-21-abs-2-estg-fuer-moeblierte-oder-teilmoeblierte-wohnungen-moeblierungszuschlag-beruecksichtigung-einer-ueberlassenen-einbaukueche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-14-17-ortsuebliche-marktmiete-is-des-par-21-abs-2-estg-fuer-moeblierte-oder-teilmoeblierte-wohnungen-moeblierungszuschlag-beruecksichtigung-einer-ueberlassenen-einbaukueche\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;14\/17 &#8211; Orts&uuml;bliche Marktmiete i.S. des &sect; 21 Abs. 2 EStG f&uuml;r m&ouml;blierte oder teilm&ouml;blierte Wohnungen &#8211; M&ouml;blierungszuschlag &#8211; Ber&uuml;cksichtigung einer &uuml;berlassenen Einbauk&uuml;che"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.2.2018, IX R 14\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.060218.IXR14.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Orts&uuml;bliche Marktmiete i.S. des &sect; 21 Abs. 2 EStG f&uuml;r m&ouml;blierte oder teilm&ouml;blierte Wohnungen &#8211; M&ouml;blierungszuschlag &#8211; Ber&uuml;cksichtigung einer &uuml;berlassenen Einbauk&uuml;che<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bezieht sich ein Mietspiegel nicht auf m&ouml;bliert oder teilm&ouml;bliert vermietete Wohnungen, ist f&uuml;r die M&ouml;blierung im Rahmen der Ermittlung der orts&uuml;blichen Marktmiete i.S. des &sect; 21 Abs. 2 EStG ein Zuschlag zu ber&uuml;cksichtigen, soweit sich auf dem &ouml;rtlichen Mietmarkt f&uuml;r m&ouml;blierte Wohnungen hierf&uuml;r ein Zuschlag ermitteln l&auml;sst.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein solcher M&ouml;blierungszuschlag kann nicht aus dem Monatsbetrag der linearen AfA f&uuml;r die &uuml;berlassenen M&ouml;bel und Einrichtungsgegenst&auml;nde abgeleitet werden. Der Ansatz eines prozentualen Mietrenditeaufschlags ist nicht zul&auml;ssig.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 3. November 2016&nbsp;&nbsp;11 K 3115\/14 E aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht D&uuml;sseldorf zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung geltend gemachte Werbungskosten wegen verbilligter Vermietung (&sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der ma&szlig;gebenden Fassung der Streitjahre 2006 bis 2010 &#8211;EStG a.F.&#8211;) anteilig zu k&uuml;rzen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) werden als Eheleute in den Streitjahren zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. In ihren Einkommensteuererkl&auml;rungen f&uuml;r diese Jahre erkl&auml;rten sie ungek&uuml;rzte Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse aus einer an ihren Sohn vermieteten Eigentumswohnung in A. Das im Jahr 1955 errichtete Objekt befindet sich in einem Mehrfamilienhaus. Die Kl&auml;ger vermieteten dem Sohn die 80&nbsp;qm gro&szlig;e Wohnung ab dem 1.&nbsp;August 2006 zu einer Kaltmiete von 324,19&nbsp;EUR zuz&uuml;glich einer Nebenkostenvorauszahlung in H&ouml;he von 155&nbsp;EUR. Nach den Bestimmungen des Mietvertrages war die Wohnung mit einer neuen Einbauk&uuml;che ausgestattet; zudem wurden dem Sohn laut Vertrag eine Waschmaschine und ein Trockner zur Nutzung &uuml;berlassen. Der von den Kl&auml;gern gezahlte Kaufpreis f&uuml;r die K&uuml;che betrug 8.620&nbsp;EUR zuz&uuml;glich 1.005&nbsp;EUR f&uuml;r deren Montage. Die Anschaffungskosten f&uuml;r den Trockner betrugen 685&nbsp;EUR. Die gebrauchte Waschmaschine setzten die Kl&auml;ger zu Beginn des Mietverh&auml;ltnisses mit einem Restwert von 604&nbsp;EUR an. Sie lie&szlig;en f&uuml;r den Anschluss des Trockners und der Waschmaschine zwei Steckdosen verlegen; die Kosten hierf&uuml;r betrugen 322&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihren Einkommensteuererkl&auml;rungen machten die Kl&auml;ger Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) f&uuml;r die Einbauk&uuml;che, die Waschmaschine und den Trockner in H&ouml;he von 119&nbsp;EUR pro Monat geltend. Die f&uuml;r die Bemessung der (Teil-)Entgeltlichkeitsquote zu ermittelnde orts&uuml;bliche Vergleichsmiete berechneten sie auf der Grundlage des Mietspiegels der Stadt A von 2005. Dieser sieht f&uuml;r ein Geb&auml;ude der Baujahre 1948 bis 1974 eine Mietspanne pro Quadratmeter und Monat von 5,60&nbsp;EUR bis 5,75&nbsp;EUR vor. Der Mietspiegel ber&uuml;cksichtigt aus der Vielzahl der m&ouml;glichen Ausstattungsmerkmale nur die &quot;wesentlichen Einflussgr&ouml;&szlig;en&quot;; insbesondere sieht er bei den Ausstattungsmerkmalen Zu- und Abschl&auml;ge f&uuml;r &quot;Heizung, Fassade, Treppenhaus, Fenster, Elektroanschl&uuml;sse, Warmwasserversorgung, Sanit&auml;reinrichtungen, Wandfliesen und Fu&szlig;bodenbel&auml;ge&quot; vor. F&uuml;r eine mittlere Wohnlage setzten die Kl&auml;ger bei der Ermittlung der orts&uuml;blichen Miete einen Faktor von 1,00, f&uuml;r die Ausstattung sowie die sonstigen Gegebenheiten einen Faktor von 0,95 an. Sie unterlie&szlig;en es, f&uuml;r die mitvermieteten Bestandteile der Wohnung in Form der Einbauk&uuml;che, des Trockners und der Waschmaschine die orts&uuml;bliche Vergleichsmiete gesondert zu erh&ouml;hen, ber&uuml;cksichtigten die &uuml;berlassenen Ger&auml;te jedoch nach dem Punktesystem des Mietspiegels unter den sonstigen Einfl&uuml;ssen. So h&auml;tte sich ohne Ber&uuml;cksichtigung der Ger&auml;te nach Berechnung der Kl&auml;ger ein Ausstattungsfaktor von 0,92 anstatt von 0,95 ergeben. Nach der Berechnung der Kl&auml;ger ergab sich eine orts&uuml;bliche monatliche Vergleichsmiete von 5,39&nbsp;EUR pro Quadratmeter. Hieraus errechneten sie f&uuml;r die vermietete Wohnfl&auml;che eine monatliche Kaltmiete von &quot;430,92&nbsp;EUR&quot; (=&nbsp;5,39&nbsp;EUR x 80&nbsp;qm; rechnerisch richtig w&auml;re 431,20&nbsp;EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte die Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse zun&auml;chst in H&ouml;he von 6.030&nbsp;EUR (2006), 5.336&nbsp;EUR (2007), 4.214&nbsp;EUR (2008), 4.940&nbsp;EUR (2009) und 4.994&nbsp;EUR (2010) an. Die entsprechenden Einkommensteuerbescheide enthielten hinsichtlich der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht aus der Vermietung des Objekts einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk. Am 18.&nbsp;Februar 2014 erlie&szlig; das FA &Auml;nderungsbescheide zur Einkommensteuer f&uuml;r 2006 bis 2010, in denen es keine Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse aus der Vermietung dieser Wohnung mehr anerkannte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger legten hiergegen Einspr&uuml;che ein. Das FA erlie&szlig; am 23.&nbsp;Juni 2014 zun&auml;chst weitere &Auml;nderungsbescheide zur Einkommensteuer f&uuml;r 2006 bis 2010, in denen es einen Teil der erkl&auml;rten Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse aus Vermietung und Verpachtung anerkannte. Dabei ging das FA von einer orts&uuml;blichen Vergleichsmiete von 5,60&nbsp;EUR als unterstem Wert f&uuml;r eine vergleichbare Wohnung aus und errechnete eine Entgeltlichkeitsquote in H&ouml;he von 67,49&nbsp;%. Mit Schreiben vom 5.&nbsp;August 2014 setzte das FA die Kl&auml;ger sodann von einer beabsichtigten Verb&ouml;serung in Kenntnis. Es wies darauf hin, dass die Kl&auml;ger die Aufwendungen f&uuml;r die Einbauk&uuml;che, die Waschmaschine und den Trockner ab dem Jahr 2007 als auf f&uuml;nf Jahre zu verteilende Erhaltungsaufwendungen in H&ouml;he von 10.440&nbsp;EUR geltend gemacht hatten, obwohl bereits f&uuml;r das Jahr 2006 durch Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;April 2009 entschieden worden sei, dass diese Kosten nur im Rahmen der AfA zu ber&uuml;cksichtigen seien. Unter verb&ouml;sender &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzungen 2006 bis 2010 wies das FA die Einspr&uuml;che durch Einspruchsentscheidung vom 29.&nbsp;August 2014 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Das FA erkannte Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse nur noch in H&ouml;he von 3.403&nbsp;EUR (2006), 4.880&nbsp;EUR (2007), 638&nbsp;EUR (2008), 1.223&nbsp;EUR (2009) und 1.196&nbsp;EUR (2010) an. Es ging insoweit von einer verbilligten Vermietung aus, da die orts&uuml;bliche Vergleichsmiete unter Einbeziehung eines M&ouml;blierungszuschlags zu bestimmen sei. Den M&ouml;blierungszuschlag setzte es in H&ouml;he der monatlichen AfA ohne Ber&uuml;cksichtigung eines Gewinnaufschlags an. Zur Bestimmung der monatlichen AfA ber&uuml;cksichtigte das FA neben dem Kaufpreis und den Montagekosten f&uuml;r die Einbauk&uuml;che und den Kaufpreisen von Trockner und Waschmaschine auch die Kosten f&uuml;r die beiden zus&auml;tzlichen Steckdosen in H&ouml;he von 322&nbsp;EUR. Da die &Uuml;berschussprognose negativ ausfalle, seien die Werbungskosten anteilig zu k&uuml;rzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben hiergegen Klage erhoben und zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen ausgef&uuml;hrt, seit dem Beginn der Vermietung an den Sohn &uuml;berschreite der vereinbarte Mietzins die Schwelle von 75&nbsp;% der orts&uuml;blichen Marktmiete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte &uuml;berwiegend keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 1277 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 3.&nbsp;November 2016&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;3115\/14&nbsp;E, f&uuml;r die anteilige K&uuml;rzung des Werbungskostenabzugs sei eine Entgeltlichkeitsquote in H&ouml;he von 72,43&nbsp;% (=&nbsp;tats&auml;chliche Zahlung in H&ouml;he von 479,19&nbsp;EUR\/orts&uuml;bliche Marktmiete in H&ouml;he von 661,59&nbsp;EUR) anstelle von 67,49&nbsp;% zugrunde zu legen. Bei deren Ermittlung sei die Kaltmiete um einen M&ouml;blierungszuschlag f&uuml;r die Einbauk&uuml;che und die Nutzungsm&ouml;glichkeit von Waschmaschine und Trockner in H&ouml;he der monatlichen AfA von 90,95&nbsp;EUR zuz&uuml;glich eines Gewinnaufschlags von 4&nbsp;% zu erh&ouml;hen. Die Montagekosten der Einbauk&uuml;che stellten als Aufwendungen zur erstmaligen Herstellung der Betriebsbereitschaft abschreibungsf&auml;hige Anschaffungskosten dar; die Aufwendungen f&uuml;r die Steckdosen seien dagegen der bestimmungsgem&auml;&szlig;en Nutzung der Wohnung zuzuordnen. Der M&ouml;blierungszuschlag sei nicht in den Ausstattungsmerkmalen des Mietspiegels der Stadt A f&uuml;r 2005 ber&uuml;cksichtigt. Der Ausstattungsfaktor der Wohnung ohne Ber&uuml;cksichtigung der mitvermieteten Gegenst&auml;nde sei mit 0,92 anzusetzen. Die unterhalb eines Entgeltlichkeitsanteils von 75&nbsp;% erforderliche &Uuml;berschussprognose falle negativ aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen (&sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 EStG) und formellen Rechts (Verletzung der Sachverhaltsaufkl&auml;rungspflicht; die Sch&auml;tzung der Instandhaltungskosten verletze Denk- und Erfahrungss&auml;tze).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ergehen des angefochtenen Urteils hat das FA am 22.&nbsp;Dezember 2016 ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre erlassen. Der Streitstoff des vorliegenden Verfahrens wird dadurch nicht ber&uuml;hrt, weil die Besteuerungsgrundlagen in den Bescheiden vom 22.&nbsp;Dezember 2016 denen entsprechen, die bereits in den von den Kl&auml;gern urspr&uuml;nglich angefochtenen &Auml;nderungsbescheiden angesetzt waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG sowie alle &Auml;nderungsbescheide zur Einkommensteuer f&uuml;r 2006 bis 2010 vom 18.&nbsp;Februar 2014 und 23.&nbsp;Juni 2014 jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 29.&nbsp;August 2014 sowie vom 22.&nbsp;Dezember 2016 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des Urteils des FG und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die finanzgerichtlichen Feststellungen tragen den Ansatz des gew&auml;hlten M&ouml;blierungszuschlags f&uuml;r die Einbauk&uuml;che und die Nutzungsm&ouml;glichkeit von Waschmaschine und Trockner &#8211;in H&ouml;he der AfA der &uuml;berlassenen Gegenst&auml;nde einschlie&szlig;lich eines Gewinnaufschlags&#8211; und dessen Ber&uuml;cksichtigung bei der Berechnung der Entgeltlichkeitsquote im Rahmen des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 EStG nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Macht der Steuerpflichtige Werbungskosten (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 EStG) aus der verbilligten &#8211;d.h. nicht marktgerechten&#8211; Vermietung von Wohnraum geltend, kann sich mit Blick auf &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 EStG a.F. eine anteilige K&uuml;rzung seiner Werbungskosten ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG erzielt, wer ein Grundst&uuml;ck, Geb&auml;ude oder Geb&auml;udeteil gegen Entgelt zur Nutzung &uuml;berl&auml;sst und beabsichtigt, daraus auf Dauer der Nutzung ein positives Ergebnis zu erzielen (z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;Dezember 2007 IX&nbsp;R&nbsp;30\/07, BFH\/NV 2008, 1300; vom 9.&nbsp;Oktober 2013 IX&nbsp;R&nbsp;2\/13, BFHE 244, 247, BStBl II 2014, 527; vom 11.&nbsp;Juli 2017 IX&nbsp;R&nbsp;42\/15, BFH\/NV 2017, 1422). Bei einer langfristigen Vermietung ist grunds&auml;tzlich vom Vorliegen einer Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht auszugehen, solange nach der in den Streitjahren zugrunde zu legenden Rechtslage der Mietzins nicht weniger als 75&nbsp;% der orts&uuml;blichen Marktmiete betr&auml;gt (BFH-Urteil vom 5.&nbsp;November 2002 IX&nbsp;R&nbsp;48\/01, BFHE 201, 46, BStBl II 2003, 646). Betr&auml;gt der Mietzins 56&nbsp;% und mehr, jedoch weniger als 75&nbsp;% der orts&uuml;blichen Marktmiete, so ist die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht nach Ma&szlig;gabe der Senatsrechtsprechung zu &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 EStG a.F. anhand einer &Uuml;berschussprognose zu pr&uuml;fen. Ist die &Uuml;berschussprognose positiv, sind die mit der verbilligten Vermietung zusammenh&auml;ngenden Werbungskosten in voller H&ouml;he abziehbar. Ist die &Uuml;berschussprognose negativ, ist die Vermietungst&auml;tigkeit in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen; die anteilig auf den entgeltlichen Teil entfallenden Werbungskosten sind abziehbar (BFH-Urteil in BFHE 201, 46, BStBl II 2003, 646). Betr&auml;gt das Entgelt f&uuml;r die &Uuml;berlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 56&nbsp;% der orts&uuml;blichen Marktmiete, so ist die Nutzungs&uuml;berlassung schon von Gesetzes wegen &#8211;unabh&auml;ngig von einer &Uuml;berschussprognose&#8211; in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen (&sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 EStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ma&szlig;stab f&uuml;r die Berechnung der Entgeltlichkeitsquote im Rahmen des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 EStG a.F. ist die orts&uuml;bliche Marktmiete. Darunter ist die orts&uuml;bliche Kaltmiete f&uuml;r Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung unter Einbeziehung der Spannen des &ouml;rtlichen Mietspiegels zuz&uuml;glich der nach der Betriebskostenverordnung vom 25.&nbsp;November 2003 (BGBl I 2003, 2346) umlagef&auml;higen Kosten zu verstehen (st&auml;ndige Rechtsprechung, siehe zuletzt BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Mai 2016 IX&nbsp;R&nbsp;44\/15, BFHE 254, 31, BStBl II 2016, 835, Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die &Uuml;berlassung von m&ouml;blierten oder &#8211;wie im Streitfall&#8211; teilm&ouml;blierten Wohnungen regelm&auml;&szlig;ig mit einem gesteigerten Nutzungswert verbunden ist, der sich h&auml;ufig auch in einer h&ouml;heren orts&uuml;blichen Miete niederschl&auml;gt, ist f&uuml;r die &Uuml;berlassung solcher Wohnungen grunds&auml;tzlich ein M&ouml;blierungszuschlag anzusetzen, der am Markt zu realisieren ist (insoweit gleicher Ansicht FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 7.&nbsp;September 2002&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;126\/98, EFG 2003, 156 &#8211;rechtskr&auml;ftig&#8211; f&uuml;r Einbauk&uuml;che, Einbauschr&auml;nke und Badezimmerm&ouml;bel; Nieders&auml;chsisches FG vom 7.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;251\/08, EFG 2011, 628 &#8211;rechtskr&auml;ftig&#8211;; FG M&uuml;nchen, Urteil vom 25.&nbsp;Mai 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;4079\/09, EFG 2012, 1058, die Revision wurde nachgehend durch BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Dezember 2012 IX&nbsp;R&nbsp;14\/12, BFHE 239, 453, BStBl II 2013, 279 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen; Pfirrmann in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;21 EStG Rz&nbsp;206; Schmidt\/Kulosa, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;21 Rz&nbsp;159; vgl. auch BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Juni 1995 IX&nbsp;R&nbsp;90\/93, BFH\/NV 1996, 29). Der Vermieter r&auml;umt dem Mieter durch die M&ouml;blierung sachlich einen Mehrwert an Gebrauchsm&ouml;glichkeiten ein. Durch die &Uuml;berlassung erspart der Mieter eigene Aufwendungen f&uuml;r M&ouml;bel und Einrichtungsgegenst&auml;nde, die, soweit ihnen ein erheblicher Wert beizumessen ist, am Markt unter fremden Dritten regelm&auml;&szlig;ig durch eine Erh&ouml;hung der orts&uuml;blichen Kaltmiete abgebildet werden. Dabei ist es unerheblich, ob sich die &uuml;berlassenen M&ouml;bel oder Gegenst&auml;nde in den vermieteten Wohnr&auml;umen, dem mitvermieteten Keller oder R&auml;umlichkeiten des Gemeinschaftseigentums befinden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die orts&uuml;bliche Miete f&uuml;r Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung sowie gegebenenfalls der markt&uuml;bliche Gebrauchswert der &uuml;berlassenen M&ouml;blierung sind vom FG als Tatsacheninstanz festzustellen (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;August 2005 IX&nbsp;R&nbsp;10\/05, BFHE 211, 151, BStBl II 2006, 71, unter II.1.b, Rz&nbsp;15, betreffend eine unm&ouml;blierte Wohnung). Diese Feststellung ist als Frage der Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung vom Revisionsgericht nur daraufhin zu pr&uuml;fen, ob das FG im Rahmen der Gesamtw&uuml;rdigung von zutreffenden Kriterien ausgegangen ist, alle ma&szlig;geblichen Beweisanzeichen in seine Beurteilung einbezogen und dabei nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Zur Ermittlung der H&ouml;he der orts&uuml;blichen Miete kann grunds&auml;tzlich der &ouml;rtliche Mietspiegel herangezogen werden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 211, 151, BStBl II 2006, 71, unter II.1.b, Rz&nbsp;15; Bl&uuml;mich\/Schallmoser, &sect;&nbsp;21 EStG Rz&nbsp;543). Soweit nicht etwas anderes festgelegt ist, bezieht sich der Mietspiegel auf nicht m&ouml;blierte Wohnungen (Emmerich in Staudinger, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, &sect;&nbsp;558 BGB Rz&nbsp;33). Einbauk&uuml;che und Einbauschr&auml;nke stellen insoweit keine M&ouml;blierung dar; sind sie vorhanden und werden sie im Rahmen eines Mietverh&auml;ltnisses ohne zus&auml;tzliches Entgelt zur Nutzung &uuml;berlassen, ist die im Mietspiegel ausgewiesene orts&uuml;bliche Miete f&uuml;r unm&ouml;blierte Wohnungen in geeigneter Weise zu erh&ouml;hen: Soweit der Mietspiegel f&uuml;r eine &uuml;berlassene Einbauk&uuml;che mit Herd, Sp&uuml;le, K&uuml;hlschrank sowie Schr&auml;nken oder f&uuml;r andere Gegenst&auml;nde, beispielsweise einen prozentualen Zuschlag oder eine Erh&ouml;hung des Ausstattungsfaktors &uuml;ber das Punktesystem vorsieht, ist diese Erh&ouml;hung als markt&uuml;blich anzusehen. In solchen F&auml;llen darf ein dar&uuml;ber hinausgehender M&ouml;blierungszuschlag nicht angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber ist ein am Markt realisierbarer M&ouml;blierungszuschlag zu ber&uuml;cksichtigen, wenn sich im Einzelfall der Gebrauchswert von im Rahmen eines Mietverh&auml;ltnisses ohne zus&auml;tzliches Entgelt zur Nutzung &uuml;berlassener Einrichtungsgegenst&auml;nde aus dem Mietspiegel nicht entnehmen l&auml;sst. Ein gegebenenfalls erforderlicher Zuschlag ist dann vom FG auf der in den Entscheidungsgr&uuml;nden darzulegenden Grundlage des &ouml;rtlichen Mietmarkts f&uuml;r m&ouml;blierte Wohnungen zu ermitteln. Wenn das Gericht nicht &uuml;ber die erforderliche eigene Sachkunde &uuml;ber den auf dem Mietmarkt &uuml;blichen Gebrauchswert der &uuml;berlassenen Gegenst&auml;nde verf&uuml;gt, dr&auml;ngt sich die Einholung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens auf (vgl. Bl&uuml;mich\/Schallmoser, a.a.O.). Unter Umst&auml;nden kann das FG aber auch auf aktuellere Entwicklungen auf dem ma&szlig;gebenden Mietmarkt oder auf Neuauflagen des &ouml;rtlichen Mietspiegels zur&uuml;ckgreifen, wenn es sich im Rahmen der Gesamtw&uuml;rdigung des Sachverhalts davon &uuml;berzeugen kann, dass diese auf die Beurteilung der Marktsituation im jeweiligen Streitjahr zur&uuml;ck&uuml;bertragen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Ist ein markt&uuml;blicher Gebrauchswert f&uuml;r die &uuml;berlassenen M&ouml;bel nicht zu ermitteln, kommt ein M&ouml;blierungszuschlag nicht in Betracht. Insbesondere kann der M&ouml;blierungszuschlag nicht aus dem Monatsbetrag der linearen AfA f&uuml;r die &uuml;berlassenen M&ouml;bel und Einrichtungsgegenst&auml;nde zuz&uuml;glich eines typisierten Mietrenditeaufschlags von 4&nbsp;% abgeleitet werden (insoweit unzutreffend Nieders&auml;chsisches FG in EFG 2011, 628, rechtskr&auml;ftig), weil eine solche Typisierung den vom Gesetz in &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 EStG geforderten Ma&szlig;stab des &ouml;rtlichen Mietmarkts au&szlig;er Acht l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen kann die Entscheidung des FG keinen Bestand haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Schon die Annahme des FG, die Kaltmiete sei um einen typisierten M&ouml;blierungszuschlag f&uuml;r die Einbauk&uuml;che und die Nutzungsm&ouml;glichkeit von Waschmaschine und Trockner in H&ouml;he der monatlichen AfA auf die &uuml;berlassenen Gegenst&auml;nde zuz&uuml;glich eines Gewinnaufschlags von 4&nbsp;% zu erh&ouml;hen, ist rechtsfehlerhaft. Denn ein solcher Ansatz beachtet die Umst&auml;nde des orts&uuml;blichen Mietmarkts nicht und verletzt daher aus den unter II.1.e der Entscheidungsgr&uuml;nde genannten Erw&auml;gungen &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 EStG a.F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unzutreffend ist das FG &uuml;berdies davon ausgegangen, dass der M&ouml;blierungszuschlag schon deshalb nicht &uuml;ber die Ausstattungsmerkmale des Mietspiegels 2005 der Stadt A zu ber&uuml;cksichtigen sei, weil sich aus diesem eine Ber&uuml;cksichtigung von M&ouml;blierung oder einer anderweitigen Einrichtung nicht entnehmen lasse. Die im Mietspiegel enthaltene Aufz&auml;hlung von Ausstattungsmerkmalen (Heizung, Fassade, Treppenhaus, Fenster, Elektroanschl&uuml;sse, Warmwasserversorgung, Sanit&auml;reinrichtungen, Wandfliesen und Fu&szlig;bodenbel&auml;ge) sei, so das FG, zwar nicht abschlie&szlig;end, allerdings seien die dort aufgef&uuml;hrten Ausstattungsmerkmale s&auml;mtlich geb&auml;udebezogen. Der Mietspiegel der Stadt A wolle zur Typisierung mit seinem Punktesystem nur die wesentlichen Ausstattungsmerkmale erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r diese vom FG gezogenen Folgerungen fehlt es an einer tragf&auml;higen Tatsachengrundlage. Die Annahme, dass sich dem Mietspiegel die Ber&uuml;cksichtigung einer &uuml;berlassenen Einbauk&uuml;che nicht ausdr&uuml;cklich entnehmen lasse, erf&uuml;llt das Gebot der Nachvollziehbarkeit der Beweisw&uuml;rdigung jedenfalls dann nicht, wenn der Mietspiegel darauf hinweist, dass die darin enthaltene Aufz&auml;hlung von Ausstattungsmerkmalen gerade nicht abschlie&szlig;end ist. Das Gericht hat in einem solchen Fall konkrete Feststellungen dazu zu treffen, ob die &Uuml;berlassung einer Einbauk&uuml;che zu den zu ber&uuml;cksichtigenden, aber nicht explizit aufgelisteten Ausstattungsmerkmalen geh&ouml;rt. Da das Urteil des FG insoweit l&uuml;ckenhaft ist, kann es auch aus diesem Grund keine Bindungswirkung i.S. des &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO entfalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das Urteil des FG ist aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Das FG hat keine (ausreichenden) Feststellungen dazu getroffen, ob der Mietspiegel 2005 der Stadt A die &uuml;berlassene Einbauk&uuml;che &uuml;ber die Ausstattungsmerkmale der Wohnung ber&uuml;cksichtigt und gegebenenfalls in welcher H&ouml;he der Gebrauchswert f&uuml;r die &uuml;berlassene M&ouml;blierung in Form eines M&ouml;blierungszuschlags nach Ma&szlig;gabe des in den Streitjahren zugrunde zu legenden &ouml;rtlichen Mietmarkts f&uuml;r m&ouml;blierte Wohnungen anzusetzen ist. Dies hat es unter Beachtung der unter II.1. genannten Grunds&auml;tze im zweiten Rechtsgang nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ohne Bindung f&uuml;r die Entscheidung im zweiten Rechtszug weist der Senat darauf hin, dass der aktuelle Mietspiegel der Stadt A f&uuml;r Objekte, die einschlie&szlig;lich einer Einbauk&uuml;che vermietet werden, eine Erh&ouml;hung des Ausstattungsfaktors um 0,03 Punkte vorsieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da die Revision bereits in der Sache Erfolg hat, kommt es auf die geltend gemachten Verfahrensr&uuml;gen nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.2.2018, IX R 14\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.060218.IXR14.17.0 Orts&uuml;bliche Marktmiete i.S. des &sect; 21 Abs. 2 EStG f&uuml;r m&ouml;blierte oder teilm&ouml;blierte Wohnungen &#8211; M&ouml;blierungszuschlag &#8211; Ber&uuml;cksichtigung einer &uuml;berlassenen Einbauk&uuml;che Leits&auml;tze 1. Bezieht sich ein Mietspiegel nicht auf m&ouml;bliert oder teilm&ouml;bliert vermietete Wohnungen, ist f&uuml;r die M&ouml;blierung im Rahmen der Ermittlung der orts&uuml;blichen Marktmiete i.S. des &sect; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-14-17-ortsuebliche-marktmiete-is-des-par-21-abs-2-estg-fuer-moeblierte-oder-teilmoeblierte-wohnungen-moeblierungszuschlag-beruecksichtigung-einer-ueberlassenen-einbaukueche\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;14\/17 &#8211; Orts&uuml;bliche Marktmiete i.S. des &sect; 21 Abs. 2 EStG f&uuml;r m&ouml;blierte oder teilm&ouml;blierte Wohnungen &#8211; M&ouml;blierungszuschlag &#8211; Ber&uuml;cksichtigung einer &uuml;berlassenen Einbauk&uuml;che<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69616","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69616"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69616\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}