{"id":69672,"date":"2018-07-13T12:37:08","date_gmt":"2018-07-13T10:37:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69672"},"modified":"2018-07-13T12:37:08","modified_gmt":"2018-07-13T10:37:08","slug":"iii-r-10-17-kindergeld-nachweis-der-behandlung-nach-par-1-abs-3-estg-differenzkindergeld-bei-ausschliesslich-durch-den-wohnort-ausgeloestem-kindergeldanspruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-10-17-kindergeld-nachweis-der-behandlung-nach-par-1-abs-3-estg-differenzkindergeld-bei-ausschliesslich-durch-den-wohnort-ausgeloestem-kindergeldanspruch\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;10\/17 &#8211; Kindergeld, Nachweis der Behandlung nach &sect; 1 Abs. 3 EStG, Differenzkindergeld bei ausschlie&szlig;lich durch den Wohnort ausgel&ouml;stem Kindergeldanspruch"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.2.2018, III R 10\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.220218.IIIR10.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Kindergeld, Nachweis der Behandlung nach &sect; 1 Abs. 3 EStG, Differenzkindergeld bei ausschlie&szlig;lich durch den Wohnort ausgel&ouml;stem Kindergeldanspruch<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Als Nachweis f&uuml;r eine Behandlung als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig nach &sect; 1 Abs. 3 EStG sind nur Beweismittel geeignet, aus denen sich ergibt, dass f&uuml;r den betreffenden Anspruchszeitraum bereits eine entsprechende steuerliche Behandlung nach &sect; 1 Abs. 3 EStG durch das zust&auml;ndige Finanzamt vorgenommen wurde. Bescheinigungen des Finanzamts, die schon vor Beginn des ma&szlig;geblichen Veranlagungszeitraums f&uuml;r eine unbegrenzten Zeitraum in der Zukunft ausgestellt werden, sind keine tauglichen Beweismittel.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ist ein anderer Mitgliedstaat nach Art. 68 Abs. 1 Buchst. a der VO Nr. 883\/2004 aufgrund einer von einem Elternteil dort ausge&uuml;bten Erwerbst&auml;tigkeit vorrangig zur Erbringung von Familienleistungen verpflichtet, muss Deutschland nach Art. 68 Abs. 2 Satz 3 der VO Nr. 883\/2004 keinen Unterschiedsbetrag gew&auml;hren, wenn der Anspruchsteller in Deutschland zwar einen Wohnsitz hat oder nach &sect; 1 Abs. 3 EStG als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig behandelt wird, jedoch der inl&auml;ndische Kindergeldanspruch ausschlie&szlig;lich durch den Wohnort ausgel&ouml;st wird, weil der Anspruchsteller in Deutschland keine Besch&auml;ftigung und keine selbst&auml;ndige Erwerbst&auml;tigkeit aus&uuml;bt und auch keine Rente bezieht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 15. Februar 2017&nbsp;&nbsp;3 K 1601\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht N&uuml;rnberg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist die H&ouml;he des Kindergeldanspruchs f&uuml;r den Zeitraum Januar 2013 bis November 2014.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) und seine Ehefrau sind Eltern von zwei im Juli 2001 und im Oktober 2003 geborenen Kindern. Der Kl&auml;ger ist seit 2006 als Arzt an einer Klinik in Gro&szlig;britannien t&auml;tig und wohnt seither dort auch mit seiner Familie.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Fr&uuml;hjahr 2012 war der Kl&auml;ger Eigent&uuml;mer und Vermieter eines Hauses in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) und hielt sich dort vornehmlich in den Schulferien &#8211;teilweise mit seiner Familie&#8211; auch auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Laut einer Bescheinigung des Finanzamts (FA) X vom 12.&nbsp;April 2012 gilt der Kl&auml;ger nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ab dem Jahr 2011 antragsgem&auml;&szlig; als unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 17.&nbsp;April 2012 setzte die Familienkasse Y ab Januar 2011 zugunsten des Kl&auml;gers Kindergeld f&uuml;r die beiden Kinder in H&ouml;he von 193,08&nbsp;EUR pro Monat fest. Der Betrag errechnete sich aus der Differenz zwischen dem deutschen Kindergeld (2 x 184&nbsp;EUR = 368&nbsp;EUR) und dem in Gro&szlig;britannien bestehenden Anspruch auf Familienleistungen (umgerechnet 174,92&nbsp;EUR pro Monat).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 12.&nbsp;Februar 2013 reichte der Kl&auml;ger bei der Familienkasse Y eine Bescheinigung der HM Revenue Customs (Child Benefit Customs) ein, aus der hervorgeht, dass dort die Auszahlung des Child Benefit ab 7.&nbsp;Januar 2013 eingestellt wird. Mit Schreiben vom 2.&nbsp;Mai 2013 reichte der Kl&auml;ger einen Kindergeldantrag f&uuml;r seine beiden Kinder ein und wies darauf hin, dass aufgrund einer Gesetzes&auml;nderung in Gro&szlig;britannien Erwerbst&auml;tige, die &uuml;ber ein Jahreseinkommen von &uuml;ber 60.000&nbsp;Pfund verf&uuml;gen, kein Kindergeld mehr erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wechsel der Zust&auml;ndigkeit zur Beklagten und Revisionskl&auml;gerin (Familienkasse) stellte die Familienkasse Y die Zahlung des Kindergeldes ab April 2013 zun&auml;chst ein. Mit Schreiben vom 7.&nbsp;August 2013 teilte die beklagte Familienkasse mit, dass ab Mai 2013 weiterhin Differenzkindergeld in der bisherigen H&ouml;he ausgezahlt werde, da der Anspruch auf Kindergeld in Gro&szlig;britannien weiterhin dem Grunde nach bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 28.&nbsp;Februar 2014 lehnte die Familienkasse eine &uuml;ber den Differenzbetrag hinausgehende, die vollen gesetzlichen Kindergelds&auml;tze umfassende Festsetzung von Kindergeld ab. Den hiergegen gerichteten Einspruch wies die Familienkasse mit Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;November 2014 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der dagegen gerichteten Klage in vollem Umfang statt und verpflichtete die Familienkasse, f&uuml;r den Zeitraum Januar 2013 bis November 2014 Kindergeld f&uuml;r die beiden Kinder in voller H&ouml;he und damit in H&ouml;he von insgesamt zus&auml;tzlich 174,92&nbsp;EUR pro Monat festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt die Familienkasse die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der nicht spruchreifen Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat auf der Grundlage der von ihm getroffenen Feststellungen zu Unrecht entschieden, dass dem Kl&auml;ger f&uuml;r den Zeitraum Januar 2013 bis November 2014 ein Anspruch auf Kindergeld in H&ouml;he der vollen gesetzlichen Betr&auml;ge zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist auf der Grundlage der von ihm getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen zu Unrecht davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger im Streitzeitraum Januar 2013 bis November 2014 die nationalrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r einen Kindergeldanspruch erf&uuml;llt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG hat Anspruch auf Kindergeld, wer nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG als unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig behandelt wird. Nach der Rechtsprechung des Senats macht das Gesetz die Anspruchsberechtigung nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG &#8211;anders als in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG&#8211; von der einkommensteuerrechtlichen Behandlung des Antragstellers abh&auml;ngig (Senatsurteil vom 24.&nbsp;Mai 2012 III&nbsp;R&nbsp;14\/10, BFHE 237, 239, BStBl II 2012, 897, Rz&nbsp;13&nbsp;ff.). Eine Behandlung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG setzt daher voraus, dass das FA in dem ma&szlig;geblichen Einkommensteuerbescheid dem Antrag des Steuerpflichtigen entsprochen und ihn demnach gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG veranlagt hat (Senatsurteil vom 18.&nbsp;Juli 2013 III&nbsp;R&nbsp;59\/11, BFHE 242, 228, BStBl II 2014, 843, Rz&nbsp;46). L&auml;sst sich eine Behandlung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG dem Steuerbescheid nicht eindeutig entnehmen, ist ma&szlig;gebend auf seinen durch Auslegung (&sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs analog) zu ermittelnden objektiven Erkl&auml;rungsinhalt abzustellen. Ein Verwaltungsakt wird gegen&uuml;ber dem Betroffenen mit dem Inhalt wirksam, mit dem er bekanntgegeben wird (&sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung). Bei der Auslegung sind der erkl&auml;rte Wille der Beh&ouml;rde und der sich daraus ergebende objektive Erkl&auml;rungsinhalt der Regelung, wie ihn der Betroffene nach den ihm bekannten Umst&auml;nden unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte, entscheidend. Es k&ouml;nnen auch au&szlig;erhalb des Bescheids liegende Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen sein (Senatsurteil in BFHE 242, 228, BStBl II 2014, 843, Rz&nbsp;46, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unter Zugrundelegung dieser Rechtsgrunds&auml;tze hat das FG im Streitfall zu Unrecht aus einer Bescheinigung des FA X vom 12.&nbsp;April 2012, wonach der Kl&auml;ger ab dem Jahr 2011 antragsgem&auml;&szlig; als nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig gilt, den Schluss gezogen, dass der Kl&auml;ger im Streitzeitraum Januar 2013 bis November 2014 nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG als unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig behandelt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als Nachweis f&uuml;r eine Behandlung als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG sind nur Beweismittel geeignet, aus denen sich ergibt, dass f&uuml;r den betreffenden Anspruchszeitraum bereits eine entsprechende steuerliche Behandlung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG durch das zust&auml;ndige FA vorgenommen wurde. Da der nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG erforderliche Antrag f&uuml;r jeden Veranlagungszeitraum neu zu stellen ist (Tiede in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;1 EStG Rz&nbsp;255; Bl&uuml;mich\/Rauch, &sect;&nbsp;1 EStG Rz&nbsp;261) &#8211;in der Regel nach dessen Ablauf (Gosch in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;25)&#8211;, kann die vom FG herangezogene Bescheinigung aus dem Jahr 2012 daher m&ouml;glicherweise Auskunft dar&uuml;ber geben, wie das FA einen Steuerfall des Veranlagungszeitraums 2011 behandelt hat, nicht aber dar&uuml;ber, ob es bei einem Steuerpflichtigen in den Veranlagungszeitr&auml;umen 2013 und 2014 die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG bejaht hat. Die fraglichen Veranlagungszeitr&auml;ume hatten im Zeitpunkt der Erteilung der Bescheinigung noch nicht einmal begonnen. Damit ist es ausgeschlossen, dass das zust&auml;ndige FA f&uuml;r diese Veranlagungszeitr&auml;ume bereits einen auf &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG gest&uuml;tzten Einkommensteuerbescheid erlassen oder den Steuerpflichtigen anderweitig nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG behandelt haben kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt umso mehr, als die bislang getroffenen weiteren Feststellungen des FG nicht daf&uuml;r sprechen, dass der Kl&auml;ger die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG im Streitzeitraum erf&uuml;llt hat. Denn dies w&uuml;rde nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz 2 i.V.m. &sect;&nbsp;1a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG voraussetzen, dass die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers und seiner Ehefrau zu 90&nbsp;% der deutschen Einkommensteuer unterlegen haben. Das bedeutet zugleich, dass die der Versteuerung in Gro&szlig;britannien unterliegenden nichtselbst&auml;ndigen Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers maximal 10&nbsp;% der Welteink&uuml;nfte der Eheleute umfasst haben d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat ist auch nicht nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO an die abweichende Auslegung der Bescheinigung durch das FG gebunden, da die Auslegung des in einer Urkunde Erkl&auml;rten nicht zu den Tatsachenfeststellungen, sondern zur Rechtsanwendung geh&ouml;rt (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6.&nbsp;Mai 2010 IV&nbsp;R&nbsp;52\/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, Rz&nbsp;15; Lange in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;118 FGO Rz&nbsp;213).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG wird daher im zweiten Rechtsgang anhand der f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume 2013 und 2014 ergangenen Einkommensteuerbescheide unter erg&auml;nzender Heranziehung der Einkommensteuerakten einschlie&szlig;lich der Einkommensteuererkl&auml;rungen zu ermitteln haben, ob das zust&auml;ndige FA den Kl&auml;ger tats&auml;chlich aufgrund eines entsprechenden Antrags nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig behandelt hat. Dabei w&auml;re gegebenenfalls auch zu beachten, dass eine Bindungswirkung der Behandlung des Steuerfalls durch das FA dann entfallen kann, wenn der Steuerbescheid auf unzutreffenden Tatsachenangaben des Antragstellers beruht (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Mai 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;67\/01, BFH\/NV 2002, 1294, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sollte sich im zweiten Rechtsgang ergeben, dass das FA den Kl&auml;ger nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG behandelt hat, weist der Senat im Hinblick auf die sich dann ergebenden weiteren Fragen zur Verfahrensbeschleunigung auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;883\/2004 des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 29.&nbsp;April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; 2004 Nr.&nbsp;L&nbsp;166, S.&nbsp;1) in der f&uuml;r den Streitzeitraum ma&szlig;geblichen Fassung &#8211;VO Nr.&nbsp;883\/2004 (Grundverordnung)&#8211; der pers&ouml;nliche und nach Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;j i.V.m. Art.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;z auch der sachliche Anwendungsbereich der VO Nr.&nbsp;883\/2004 er&ouml;ffnet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Revisionsrechtlich nicht zu beanstanden ist ferner die Annahme, dass der Kl&auml;ger aufgrund seiner in Gro&szlig;britannien ausge&uuml;bten Besch&auml;ftigung den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaats unterliegt (Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;883\/2004).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich der nach Art.&nbsp;68 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 weiter zu pr&uuml;fenden Frage, ob es f&uuml;r die beiden Kinder des Kl&auml;gers aufgrund eines Leistungsanspruchs in Gro&szlig;britannien zu einem Zusammentreffen von Leistungen f&uuml;r denselben Zeitraum kommt, hat das FG jedoch zu Unrecht nicht auf eine Entscheidung der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde in Gro&szlig;britannien abgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als im Falle der Anwendbarkeit der Konkurrenzregelung des &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG (dazu Senatsurteile vom 13.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;R&nbsp;63\/11, BFHE 242, 34, BStBl II 2014, 711, Rz&nbsp;17&nbsp;ff., und vom 13.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;R&nbsp;10\/11, BFHE 241, 562, BStBl II 2014, 706, Rz&nbsp;22&nbsp;ff.) bedarf es im Anwendungsbereich des Art.&nbsp;68 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 regelm&auml;&szlig;ig keiner eigenen Feststellungen des FG zum Inhalt des ausl&auml;ndischen Rechts. Denn insoweit ist vorrangig das auf dem Prinzip der vertrauensvollen Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten basierende Koordinierungsverfahren (dazu insbesondere Art.&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 und Art.&nbsp;59 f. der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;987\/2009 des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 16.&nbsp;September 2009 zur Festlegung der Modalit&auml;ten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;883\/2004 &uuml;ber die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (ABlEU 2009 Nr.&nbsp;L&nbsp;284, S.&nbsp;1) in der f&uuml;r den Streitzeitraum ma&szlig;geblichen Fassung &#8211;VO Nr.&nbsp;987\/2009 (Durchf&uuml;hrungsverordnung)&#8211;) zwischen den jeweils zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden der Mitgliedstaaten durchzuf&uuml;hren (im Einzelnen Senatsurteil vom 26.&nbsp;Juli 2017 III&nbsp;R&nbsp;18\/16, BFHE 259, 98, BStBl II 2017, 1237, Rz&nbsp;18&nbsp;ff.). Dies bedeutet, dass mittels eines Auskunftsersuchens gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde des Mitgliedstaats Gro&szlig;britannien zu kl&auml;ren ist, ob und in welchem Umfang dort ein Anspruch auf Familienleistungen f&uuml;r die Kinder des Kl&auml;gers bestand. Dabei w&auml;re auch einer rechtlichen Bewertung der zust&auml;ndigen ausl&auml;ndischen Stelle &uuml;ber das Verh&auml;ltnis zwischen der Besteuerung der Familienleistung (&quot;Higher Income Child Benefit Charge &#8230;&quot;) und dem Anspruch auf die Familienleistung (&quot;&#8230; has no effect on UK Child Benefit Entitlement&quot;), wie sie in dem von der Familienkasse im Revisionsverfahren vorgelegten Schreiben des HM Revenue &#038; Customs vom 20.&nbsp;Februar 2013 zum Ausdruck kommt, zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ergibt sich danach ein konkurrierender Anspruch auf Familienleistungen in Gro&szlig;britannien, ist dieser Anspruch &#8211;wovon auch das FG ausgegangen ist&#8211; nach Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;883\/2004 vorrangig. Besteht hingegen kein konkurrierender Anspruch in Gro&szlig;britannien, ist Deutschland als allein zust&auml;ndiger Mitgliedstaat zur Zahlung von Kindergeld in H&ouml;he der vollen in &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;1 EStG vorgesehenen Betr&auml;ge verpflichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Besteht ein vorrangiger Anspruch in Gro&szlig;britannien, w&uuml;rde dieser im Streitfall nach Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 auch einen Anspruch auf die Zahlung eines Unterschiedsbetrags in Deutschland ausschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 werden die Familienleistungen bei Zusammentreffen von Anspr&uuml;chen nach den Rechtsvorschriften gew&auml;hrt, die nach Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 Vorrang haben. Anspr&uuml;che auf Familienleistungen nach anderen widerstreitenden Rechtsvorschriften werden bis zur H&ouml;he des nach den vorrangig geltenden Rechtsvorschriften vorgesehenen Betrags ausgesetzt; erforderlichenfalls ist ein Unterschiedsbetrag in H&ouml;he des dar&uuml;ber hinausgehenden Betrags der Leistungen zu gew&auml;hren (Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der VO Nr.&nbsp;883\/2004). Ein derartiger Unterschiedsbetrag muss jedoch nicht f&uuml;r Kinder gew&auml;hrt werden, die in einem anderen Mitgliedstaat wohnen, wenn der entsprechende Leistungsanspruch ausschlie&szlig;lich durch den Wohnort ausgel&ouml;st wird (Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 der VO Nr.&nbsp;883\/2004).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall w&auml;ren die Voraussetzungen des Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 erf&uuml;llt; insoweit schlie&szlig;t sich der Senat der Rechtsprechung mehrerer Finanzgerichte an (Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 2011&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;154\/11, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2012, 1071, Rz&nbsp;29; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 16.&nbsp;Mai 2012&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;12134\/11, juris, Rz&nbsp;20; FG K&ouml;ln, Urteil vom 30.&nbsp;Januar 2013&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;3230\/11, EFG 2013, 795, Rz&nbsp;24; Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 21.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;179\/16, juris, Rz&nbsp;38). Denn die Kinder wohnen in dem anderen (vorrangigen) Mitgliedstaat Gro&szlig;britannien. Zudem wird der (nachrangige) Leistungsanspruch in Deutschland durch den Wohnort ausgel&ouml;st.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Letzterem steht nicht entgegen, dass die Anspruchsberechtigung nicht auf &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, sondern auf &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG gest&uuml;tzt wird. Denn zum einen ersetzt die fiktive unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG in nationalrechtlicher Hinsicht nur das Kriterium des Wohnsitzes, an dem sich die grunds&auml;tzliche Ausrichtung der Kindergeldberechtigung nach dem Territorialit&auml;tsprinzip widerspiegelt. Zum anderen unterscheidet auch das EU-Recht in Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;883\/2004 nur zwischen den vier Ankn&uuml;pfungspunkten Besch&auml;ftigung, selbst&auml;ndige Erwerbst&auml;tigkeit, Rente und Wohnsitz. Da der Kl&auml;ger in Deutschland keiner Besch&auml;ftigung oder selbst&auml;ndigen Erwerbst&auml;tigkeit nachging und er auch keine Rente bezog, kommt auch in unionsrechtlicher Hinsicht nur eine Zuordnung zur Anspruchsausl&ouml;sung durch den Wohnort in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Soweit das FG einen Anspruch auf Kindergeld in voller H&ouml;he daraus ableiten will, dass die Familienkasse eine Verpflichtung zur Weiterleitung des Antrags an die f&uuml;r Familienleistungen zust&auml;ndige Beh&ouml;rde in Gro&szlig;britannien verletzt hat, w&auml;re Folgendes zu beachten:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;3 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 enth&auml;lt eine Bestimmung f&uuml;r den Fall, dass nach Art.&nbsp;67 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 beim zust&auml;ndigen Tr&auml;ger eines Mitgliedstaats, dessen Rechtsvorschriften gelten, aber nach den Priorit&auml;tsregeln des Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 und 2 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 des vorliegenden Artikels nachrangig sind, ein Antrag auf Familienleistungen gestellt wird. Danach leitet der nachrangig zust&auml;ndige Tr&auml;ger den Antrag unverz&uuml;glich an den vorrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;ger des Mitgliedstaats weiter, teilt dies der betroffenen Person mit und zahlt unbeschadet der Bestimmungen der Durchf&uuml;hrungsverordnung &uuml;ber die vorl&auml;ufige Gew&auml;hrung von Leistungen erforderlichenfalls den in Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 der VO Nr.&nbsp;883\/2004 genannten Unterschiedsbetrag. Der zust&auml;ndige Tr&auml;ger des vorrangigen Mitgliedstaats bearbeitet den Antrag, als ob er direkt bei ihm gestellt worden w&auml;re; der Tag der Einreichung des Antrags beim ersten Tr&auml;ger gilt als der Tag der Einreichung bei dem Tr&auml;ger, der vorrangig zust&auml;ndig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>N&auml;heres hinsichtlich des Verfahrens bei der Anwendung von Art.&nbsp;68 der Grundverordnung enth&auml;lt Art.&nbsp;60 der Durchf&uuml;hrungsverordnung. Danach werden die Familienleistungen bei dem zust&auml;ndigen Tr&auml;ger beantragt (Art.&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der VO Nr.&nbsp;987\/2009). Der nach Art.&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 der VO Nr.&nbsp;987\/2009 in Anspruch genommene Tr&auml;ger pr&uuml;ft den Antrag anhand der detaillierten Angaben des Antragstellers und ber&uuml;cksichtigt dabei die gesamten tats&auml;chlichen und rechtlichen Umst&auml;nde, die die famili&auml;re Situation des Antragstellers ausmachen (Art.&nbsp;60 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der VO Nr.&nbsp;987\/2009). Kommt dieser Tr&auml;ger zu dem Schluss, dass seine Rechtsvorschriften nach Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 und 2 der Grundverordnung priorit&auml;r anzuwenden sind, so zahlt er die Familienleistungen nach den von ihm angewandten Rechtsvorschriften (Art.&nbsp;60 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der VO Nr.&nbsp;987\/2009). Ist dieser Tr&auml;ger der Meinung, dass aufgrund der Rechtsvorschriften eines anderen Mitgliedstaats ein Anspruch auf einen Unterschiedsbetrag nach Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 der Grundverordnung bestehen k&ouml;nnte, so &uuml;bermittelt er den Antrag unverz&uuml;glich dem zust&auml;ndigen Tr&auml;ger des anderen Mitgliedstaats und informiert die betreffende Person; au&szlig;erdem unterrichtet er den Tr&auml;ger des anderen Mitgliedstaats dar&uuml;ber, wie er &uuml;ber den Antrag entschieden hat und in welcher H&ouml;he Familienleistungen gezahlt wurden (Art.&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 der VO Nr.&nbsp;987\/2009).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aus der Gesamtschau dieser Regelungen ergibt sich, dass die in Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;883\/2004 bestimmte Verpflichtung des nachrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;gers zur Weiterleitung des Antrags an den Tr&auml;ger des vorrangig zust&auml;ndigen Mitgliedstaats auf den Fall ausgerichtet ist, dass der Anspruchsteller den Antrag nur beim nachrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;ger, nicht hingegen beim vorrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;ger gestellt hat. Hat der Anspruchsteller den Antrag beim nachrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;ger dagegen zu einem Zeitpunkt gestellt, zu dem er bereits einen Antrag beim vorrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;ger gestellt hat, bedarf es der Antragsweiterleitung weder im Hinblick darauf, dass dem vorrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;ger die Antragsbearbeitung erm&ouml;glicht wird, noch im Hinblick darauf, dass ein Antragseingang beim vorrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;ger und der Eingangszeitpunkt gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b der VO Nr.&nbsp;883\/2004 fingiert werden. Denn der Zweck der Regelung &uuml;ber die Antragsweiterleitung durch den nachrangigen Tr&auml;ger besteht darin, den Antragsteller davor zu bewahren, dass ihm durch die Antragstellung bei der nur nachrangig zust&auml;ndigen Stelle und durch die sich aus der Weiterleitung ergebende zeitliche Verz&ouml;gerung des Antragseingangs bei der vorrangig zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde materielle Nachteile entstehen. Das Koordinierungsverfahren erfordert in dieser Konstellation vielmehr nur f&uuml;r den Fall eines m&ouml;glichen Differenzanspruchs eine Mitteilung des vorrangig zust&auml;ndigen Tr&auml;gers an den nachrangigen Tr&auml;ger, wie er &uuml;ber den Antrag entschieden hat und in welcher H&ouml;he Familienleistungen gezahlt wurden (Art.&nbsp;60 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 der VO Nr.&nbsp;987\/2009).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nichts anderes ergibt sich in diesem Zusammenhang aus der vom FG herangezogenen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) und des BFH. Der EuGH hat zwar im Urteil Schwemmer vom 14.&nbsp;Oktober 2010 C-16\/09 (EU:C:2010:605, Rz&nbsp;52) entschieden, dass eine Kumulierung von Anspr&uuml;chen auf Familienleistungen nicht schon dann vorliegt, wenn derartige Leistungen in dem Mitgliedstaat, in dem das Kind wohnt, geschuldet werden und zugleich in einem anderen Mitgliedstaat, in dem ein Elternteil dieses Kindes arbeitet, lediglich geschuldet werden k&ouml;nnen. Er begr&uuml;ndete dies damit, dass Familienleistungen nur dann als nach den Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats geschuldet gelten k&ouml;nnen, wenn das Recht dieses Staats dem Familienangeh&ouml;rigen, der dort arbeitet, einen Anspruch auf Gew&auml;hrung von Leistungen verleiht. Der Betroffene muss folglich alle in den internen Rechtsvorschriften dieses Staats aufgestellten &#8211;formellen und materiellen&#8211; Anspruchsvoraussetzungen erf&uuml;llen, zu denen gegebenenfalls auch die Voraussetzung geh&ouml;ren kann, dass ein Antrag auf Gew&auml;hrung dieser Leistungen gestellt wird (EuGH-Urteil Schwemmer, EU:C:2010:605, Rz&nbsp;53).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen betraf diese Entscheidung aber nicht den Fall, dass der Antragsteller in beiden Mitgliedstaaten einen Antrag auf Familienleistungen gestellt hat. Zum anderen erging diese Entscheidung noch zur Regelung des Art.&nbsp;10 der VO (EWG) Nr.&nbsp;574\/72 des Rates vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1972 &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der VO (EWG) Nr.&nbsp;1408\/71 &uuml;ber die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbst&auml;ndige sowie deren Familienangeh&ouml;rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern. Im zeitlichen Anwendungsbereich dieser Regelung galt aber noch nicht eine Regelung wie die des Art.&nbsp;68 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b der VO Nr.&nbsp;883\/2004, die dazu f&uuml;hrt, dass ohnehin bereits die Antragstellung in einem Mitgliedstaat die entsprechende formelle Anspruchsvoraussetzung im anderen Mitgliedstaat wahrt. Entsprechendes gilt f&uuml;r den Hinweis des BFH in den Urteilen vom 5.&nbsp;September 2013 XI&nbsp;R&nbsp;52\/10 (BFH\/NV 2014, 33, Rz&nbsp;43) und vom 18.&nbsp;Juli 2013 III&nbsp;R&nbsp;51\/09 (BFHE 242, 222, BStBl II 2016, 947, Rz&nbsp;24). Soweit der EuGH im Urteil Trapkowski vom 22.&nbsp;Oktober 2015 C-378\/14 (EU:C:2015:720, Rz&nbsp;32) ebenfalls auf diese Aussage aus dem Urteil Schwemmer Bezug nimmt, betraf dies hingegen &#8211;wie sich aus dem Vorlagebeschluss des Senats vom 8.&nbsp;Mai 2014 III&nbsp;R&nbsp;17\/13 (BFHE 245, 522, BStBl II 2015, 329, Rz&nbsp;1) ergibt&#8211; nicht den Fall einer fehlenden formellen, sondern den Fall einer &#8211;in Form der &Uuml;berschreitung der Einkommensgrenze&#8211; fehlenden materiellen Voraussetzung des Anspruchs auf Familienleistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) &Uuml;bertragen auf die Verh&auml;ltnisse des Streitfalls bedeutet dies, dass die deutsche Familienkasse nicht zu einer Antragsweiterleitung an die Familienkasse in Gro&szlig;britannien verpflichtet ist, wenn sie davon ausgehen kann, dass bereits ein Antrag auf Familienleistungen im vorrangig zust&auml;ndigen Mitgliedstaat gestellt wurde. Hierf&uuml;r k&ouml;nnten nach Aktenlage die entsprechenden Angaben des Kl&auml;gers zum Vorliegen eines Verfahrens auf Gew&auml;hrung von Familienleistungen in Gro&szlig;britannien in den Kindergeldantr&auml;gen vom 25.&nbsp;August 2011 und 6.&nbsp;M&auml;rz 2012, das Schreiben der HM Revenue vom 5.&nbsp;Dezember 2012 und die Angaben des Kl&auml;gers im Fragebogen vom 2.&nbsp;Mai 2013 sprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Im &Uuml;brigen k&ouml;nnte sich der Senat auch nicht der Auffassung anschlie&szlig;en, dass die Verletzung einer Verfahrensvorschrift zur Begr&uuml;ndung eines materiellen Anspruchs f&uuml;hren kann. Denn dies liefe auf die Anerkennung eines sozialrechtlichen Herstellungsanspruchs hinaus, dessen Geltung der Senat f&uuml;r das Kindergeldrecht nach den &sect;&sect;&nbsp;62&nbsp;ff. EStG in st&auml;ndiger Rechtsprechung abgelehnt hat (Senatsurteil vom 9.&nbsp;Februar 2012 III&nbsp;R&nbsp;68\/10, BFHE 236, 421, BStBl II 2012, 686, Rz&nbsp;14&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.2.2018, III R 10\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.220218.IIIR10.17.0 Kindergeld, Nachweis der Behandlung nach &sect; 1 Abs. 3 EStG, Differenzkindergeld bei ausschlie&szlig;lich durch den Wohnort ausgel&ouml;stem Kindergeldanspruch Leits&auml;tze 1. Als Nachweis f&uuml;r eine Behandlung als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig nach &sect; 1 Abs. 3 EStG sind nur Beweismittel geeignet, aus denen sich ergibt, dass f&uuml;r den betreffenden Anspruchszeitraum bereits &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-10-17-kindergeld-nachweis-der-behandlung-nach-par-1-abs-3-estg-differenzkindergeld-bei-ausschliesslich-durch-den-wohnort-ausgeloestem-kindergeldanspruch\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;10\/17 &#8211; Kindergeld, Nachweis der Behandlung nach &sect; 1 Abs. 3 EStG, Differenzkindergeld bei ausschlie&szlig;lich durch den Wohnort ausgel&ouml;stem Kindergeldanspruch<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69672","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69672","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69672"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69672\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69672"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69672"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69672"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}