{"id":69676,"date":"2018-07-13T12:37:20","date_gmt":"2018-07-13T10:37:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69676"},"modified":"2018-07-13T12:37:20","modified_gmt":"2018-07-13T10:37:20","slug":"ix-r-18-17-einkuenfte-aus-leistungen-break-fee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-18-17-einkuenfte-aus-leistungen-break-fee\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;18\/17 &#8211; Eink&uuml;nfte aus Leistungen &#8211; &quot;Break Fee&quot;"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.3.2018, IX R 18\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.130318.IXR18.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Eink&uuml;nfte aus Leistungen &#8211; &quot;Break Fee&quot;<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Hat der Leistende nicht die M&ouml;glichkeit, durch seine Leistung das Entstehen des Anspruchs auf die Leistung des Vertragspartners positiv zu beeinflussen, gen&uuml;gt die Annahme der Leistung der Gegenseite nicht, um den fehlenden besteuerungsrelevanten Veranlassungszusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung herzustellen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 26. Oktober 2016&nbsp;&nbsp;5 K 490\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Einkommensteuer 2011 wird unter &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 2011 und der dazu ergangenen Einspruchsentscheidung auf den Betrag festgesetzt, der sich ergibt, wenn die beim Kl&auml;ger ber&uuml;cksichtigten Eink&uuml;nfte aus Leistungen von 161.266 EUR unber&uuml;cksichtigt bleiben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Beklagte hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war als Gr&uuml;ndungsgesellschafter an der Z-AG (AG) beteiligt. Die Aktien der AG waren zum B&ouml;rsenhandel zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2011 leiteten der Kl&auml;ger und andere verkaufsbereite Aktion&auml;re ein &ouml;ffentliches Gebotsverfahren im Umfang einer Mehrheitsbeteiligung an der AG in die Wege. An dem Verfahren beteiligten sich als Bieter u.a. die &#8230; (B) und die &#8230;(C). C bot zun&auml;chst 16,50 EUR&nbsp;pro Aktie, B einen Preis zwischen 15,50&nbsp;EUR und 17,50&nbsp;EUR pro Aktie.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ende &#8230; 2011 stellte B ein Angebot f&uuml;r 19&nbsp;EUR pro Aktie in Aussicht, verlangte jedoch zur Durchf&uuml;hrung einer erweiterten Due Diligence den Abschluss eines &quot;Exclusivity Agreement&quot; bei Vereinbarung einer an die Aktion&auml;re zu zahlenden &quot;Break Fee&quot; in H&ouml;he von 2,5 Mio.&nbsp;EUR. Dieses Angebot lehnten die Aktion&auml;re ab. Eine Einigung mit C stehe unmittelbar bevor. Es best&uuml;nde die Gefahr der Minderung des Verkaufspreises durch Verlagerung von Knowhow auf B. Au&szlig;erdem drohten erhebliche Kosten f&uuml;r Rechts- und Steuerberatung sowie Bindung des Managements der AG. B erh&ouml;hte daraufhin die &quot;Break Fee&quot; um 1&nbsp;Mio.&nbsp;EUR, zahlbar an die AG, und das &quot;Exclusivity Agreement&quot; kam im &#8230; 2011 zustande.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Vereinbarung verpflichteten sich die Aktion&auml;re (u.a.), w&auml;hrend des vereinbarten Zeitraums (&quot;Exclusivity Period&quot;) s&auml;mtliche Verhandlungen &uuml;ber den Verkauf der Anteile mit Dritten zu unterlassen, die Aktien weder zu ver&auml;u&szlig;ern noch zu &uuml;bertragen, B weitere Informationen zur Verf&uuml;gung zu stellen und ein innerhalb der Frist abgegebenes Gebot &uuml;ber mindestens 19&nbsp;EUR pro Aktie anzunehmen. B verpflichtete sich im Falle eines &quot;Break&quot;, an die Aktion&auml;re 2,5&nbsp;Mio.&nbsp;EUR und an die AG 1&nbsp;Mio.&nbsp;EUR zu zahlen zum Ausgleich f&uuml;r Kosten und etwaige Sch&auml;den. Dar&uuml;ber hinausgehende Anspr&uuml;che der Aktion&auml;re oder der AG gegen B wurden ausgeschlossen. Ein &quot;Break&quot; trat ein, wenn B innerhalb der Angebotsfrist kein &ouml;ffentliches Angebot &uuml;ber 19&nbsp;EUR pro Aktie abgab. Zur Abgabe eines solchen Angebots verpflichtete sich B jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B lie&szlig; die Frist verstreichen und zahlte die vereinbarten Summen. Der Kl&auml;ger vereinnahmte davon 161.266,90&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr deklarierten der Kl&auml;ger und seine mit ihm zusammen veranlagte Ehefrau, die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), die Einnahme als steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Einkommensteuer 2011 zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung fest. Im Einspruchsverfahren nahm das FA erstmals an, die &quot;Break Fee&quot; unterliege gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) der Besteuerung. Er &auml;nderte den Einkommensteuerbescheid entsprechend und hob den Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung auf. Der dagegen gerichtete Einspruch hatte keinen Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2015). Das Finanzgericht (FG) hat die Klage abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision erheben die Kl&auml;ger die Sachr&uuml;ge (Verletzung von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben, den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2015 zu &auml;ndern und die Einkommensteuer auf den Betrag festzusetzen, der sich ergibt, wenn die vom Kl&auml;ger vereinnahmte &quot;Break Fee&quot; von 161.266&nbsp;EUR au&szlig;er Ansatz bleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und Stattgabe der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1.&nbsp;a) Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG sind sonstige Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG) Eink&uuml;nfte aus Leistungen, soweit sie weder zu anderen Einkunftsarten (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis&nbsp;6 EStG) noch zu den Eink&uuml;nften i.S. von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1, 1a, 2 oder&nbsp;4 EStG geh&ouml;ren, z.B. Eink&uuml;nfte aus gelegentlichen Vermittlungen und aus der Vermietung beweglicher Gegenst&auml;nde. Eine (sonstige) Leistung i.S. von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG ist jedes Tun, Dulden oder Unterlassen, das Gegenstand eines entgeltlichen Vertrages sein kann und eine Gegenleistung ausl&ouml;st (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. nur Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14.&nbsp;April 2015 IX&nbsp;R&nbsp;35\/13, BFHE 249, 488, BStBl II 2015, 795, und BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2016 IX&nbsp;B&nbsp;22\/16, BFH\/NV 2016, 1013: Whistleblower).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein synallagmatisches Verh&auml;ltnis von Leistung und Gegenleistung i.S. eines wechselseitigen Austauschvertrags ist nicht erforderlich. Entscheidend ist vielmehr, ob die Gegenleistung durch das Verhalten des Steuerpflichtigen (Leistung) wirtschaftlich veranlasst ist. Insofern ist nicht erforderlich, dass der Steuerpflichtige bei Erbringung seiner Leistung eine Gegenleistung schon erwarten m&uuml;sste. Ausreichend ist vielmehr, dass er eine im wirtschaftlichen Zusammenhang mit seinem Verhalten gew&auml;hrte Gegenleistung als solche annimmt. Auf diese Weise ordnet er sein Verhalten der erwerbswirtschaftlichen und damit auch steuerrechtlich bedeutsamen Sph&auml;re zu (zum Ganzen: BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2012 IX&nbsp;R&nbsp;6\/10, BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581: Big Brother).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Hinsichtlich der wirtschaftlichen Veranlassung der Gegenleistung durch die Leistung stellt der BFH in erster Linie auf die (objektivierte) Perspektive des Leistenden ab. Dies kommt z.B. in der Formulierung zum Ausdruck, wonach es sich um eine Leistung handeln muss, die &quot;um des Entgelts willen&quot; erbracht wird (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Juni 2015 IX&nbsp;R&nbsp;26\/14, BFHE 250, 362, BStBl II 2015, 1019: Bestechungsgeld). Preisgelder, Aufwandspauschalen sowie w&auml;hrend des Aufenthalts in den Produktionsr&auml;umen gezahlte Verpflichtungsgelder f&uuml;r die Teilnahme an einer Fernsehshow stellen sich danach als Gegenleistung f&uuml;r die Teilnahme an der Show dar, auch wenn die Aussicht auf den Erhalt der Gegenleistung ex ante ungewiss ist (vgl. BFH-Urteile vom 28.&nbsp;November 2007 IX&nbsp;R&nbsp;39\/06, BFHE 220, 67, BStBl II 2008, 469, und in BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581; BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Juni 2014 IX&nbsp;B&nbsp;22\/14, BFH\/NV 2014, 1540). Grunds&auml;tzlich unerheblich ist dagegen die private Motivation im konkreten Einzelfall. Es kommt folglich nicht darauf an, aus welchen Gr&uuml;nden der Vertrag tats&auml;chlich zustande gekommen ist und ohne welche Inhalte er mutma&szlig;lich nicht zustande gekommen w&auml;re (condicio sine qua non). Erforderlich ist eine objektivierende, wertende Betrachtung des wirtschaftlichen Zusammenhangs zwischen Leistung und Gegenleistung, wonach die Leistung die Gegenleistung &quot;ausgel&ouml;st&quot; haben muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diesen Grunds&auml;tzen entspricht das angefochtene Urteil nicht. Es ist deshalb aufzuheben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur Begr&uuml;ndung seines Urteils hat das FG im Wesentlichen ausgef&uuml;hrt, f&uuml;r die steuerliche Einordnung der &quot;Break Fee&quot; komme es auf deren Inhalt an. Hier st&uuml;nden zum einen der Ersatz von Kosten, Aufwendungen und Sch&auml;den im Raum. Diese Aspekte h&auml;tten der Vereinbarung jedoch nicht das Gepr&auml;ge gegeben. Sch&auml;den (z.B. durch Knowhow-Verlagerung) seien eher unwahrscheinlich gewesen. Kosten und Aufwendungen seien noch nicht einmal gesch&auml;tzt worden. Das w&auml;re aber erforderlich, wenn dieser Aspekt im Vordergrund h&auml;tte stehen sollen. Pr&auml;gend sei dagegen die Exklusivit&auml;t gewesen. Ohne die zugesagte Exklusivit&auml;t h&auml;tte B die Pr&uuml;fung nicht fortgesetzt und ohne die vereinbarte &quot;Break Fee&quot; h&auml;tten die Aktion&auml;re der Exklusivit&auml;t nicht zugestimmt. Es handele sich um eine &quot;Enthaltsamkeitsverg&uuml;tung&quot;, &auml;hnlich einem Entgelt f&uuml;r die Einr&auml;umung eines Vorkaufsrechts (vgl. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;August 1994 X&nbsp;R&nbsp;42\/91, BFHE 175, 362, BStBl II 1995, 57).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit das FG mit dem FA davon ausgegangen ist, dass B die Verhandlungen ohne die zugesagte Exklusivit&auml;t nicht fortgef&uuml;hrt und dass die Aktion&auml;re der von B verlangten Exklusivit&auml;t ohne die &quot;Break Fee&quot; nicht zugestimmt h&auml;tten, kommt es darauf nicht an. Zum einen sind beide Annahmen eher spekulativ und haben keine ausreichende tats&auml;chliche Grundlage. Zum andern sind die Motive der Beteiligten, die im Einzelfall zum Abschluss des Vertrags gef&uuml;hrt haben, f&uuml;r die Besteuerung nicht ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zwar haben der Kl&auml;ger und die anderen verkaufsbereiten Aktion&auml;re aufgrund des &quot;Exclusivity Agreements&quot; Leistungen erbracht, die Gegenstand eines entgeltlichen Vertrags sein k&ouml;nnen. Diese Leistungen haben aber die Gegenleistung nicht ausgel&ouml;st; sie sind nicht &quot;um der Gegenleistung willen&quot; erbracht worden. Anders als die Teilnehmer einer Fernsehshow konnten der Kl&auml;ger und die anderen verkaufsbereiten Aktion&auml;re durch ihr Verhalten nicht positiv beeinflussen, ob sich die B f&uuml;r oder gegen die Abgabe eines &ouml;ffentlichen Angebots entscheiden w&uuml;rde. F&uuml;r beide denkbaren Ausg&auml;nge des Verfahrens war die Erf&uuml;llung der im &quot;Exclusivity Agreement&quot; von den Aktion&auml;ren eingegangenen Verpflichtungen gleicherma&szlig;en Voraussetzung. Unabh&auml;ngig davon, aus welchen Gr&uuml;nden B letztlich ein Angebot nicht abgegeben hat, haben die Aktion&auml;re und der Kl&auml;ger die &quot;Break Fee&quot; nicht durch ihre Leistungen ausgel&ouml;st. Es handelt sich deshalb nicht um eine von FG und FA angenommene &quot;Enthaltsamkeitsverg&uuml;tung&quot;. Dass der Kl&auml;ger und die anderen Aktion&auml;re das &quot;Exclusivity Agreement&quot; erf&uuml;llen mussten, um die &quot;Break Fee&quot; zu erhalten (condicio sine qua non), begr&uuml;ndet den erforderlichen Zusammenhang nicht. Es gen&uuml;gt insofern auch nicht, dass der Kl&auml;ger die &quot;Break Fee&quot; entgegen genommen hat. Hat der Leistende nicht die M&ouml;glichkeit, durch seine Leistung das Entstehen des Anspruchs auf die Leistung des Vertragspartners positiv zu beeinflussen, gen&uuml;gt die Annahme der Leistung der Gegenseite nicht, um den fehlenden besteuerungsrelevanten Veranlassungszusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung herzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Sein Urteil kann deshalb keinen Bestand haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Der Senat entscheidet auf der Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen des FG in der Sache selbst und gibt der Klage statt. Die Einnahme des Kl&auml;gers aus dem &quot;Exclusivity Agreement&quot; (&quot;Break Fee&quot;) ist nicht steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Berechnung der Einkommensteuer wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO dem FA &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.3.2018, IX R 18\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.130318.IXR18.17.0 Eink&uuml;nfte aus Leistungen &#8211; &quot;Break Fee&quot; Leits&auml;tze Hat der Leistende nicht die M&ouml;glichkeit, durch seine Leistung das Entstehen des Anspruchs auf die Leistung des Vertragspartners positiv zu beeinflussen, gen&uuml;gt die Annahme der Leistung der Gegenseite nicht, um den fehlenden besteuerungsrelevanten Veranlassungszusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung herzustellen. Tenor Auf &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-18-17-einkuenfte-aus-leistungen-break-fee\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;18\/17 &#8211; Eink&uuml;nfte aus Leistungen &#8211; &quot;Break Fee&quot;<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69676","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69676"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69676\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}