{"id":69681,"date":"2018-07-13T12:36:34","date_gmt":"2018-07-13T10:36:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69681"},"modified":"2018-07-13T12:36:34","modified_gmt":"2018-07-13T10:36:34","slug":"iv-r-33-15-beruecksichtigung-von-fondsetablierungskosten-bei-modellhafter-gestaltung-seit-inkrafttreten-von-par-15b-estg-keine-anwendung-von-par-42-ao-bei-vorhandensein-einer-speziellen-missbrauchsbes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-33-15-beruecksichtigung-von-fondsetablierungskosten-bei-modellhafter-gestaltung-seit-inkrafttreten-von-par-15b-estg-keine-anwendung-von-par-42-ao-bei-vorhandensein-einer-speziellen-missbrauchsbes\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;33\/15 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung seit Inkrafttreten von &sect; 15b EStG &#8211; Keine Anwendung von &sect; 42 AO bei Vorhandensein einer speziellen Missbrauchsbestimmung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.4.2018, IV R 33\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.260418.IVR33.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung seit Inkrafttreten von &sect; 15b EStG &#8211; Keine Anwendung von &sect; 42 AO bei Vorhandensein einer speziellen Missbrauchsbestimmung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>F&uuml;r Jahre seit Inkrafttreten des &sect; 15b EStG kann die auf &sect; 42 AO gest&uuml;tzte Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung nicht mehr angewendet werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 18. Juni 2015&nbsp;&nbsp;2 K 145\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Bescheid f&uuml;r 2007 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 27. Juni 2013 in der Fassung des Erg&auml;nzungsbescheids vom 14. April 2015 wird dahin ge&auml;ndert, dass der laufende Gesamthandsgewinn mit &#8230; EUR festgestellt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Au&szlig;ergerichtliche Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH &#038; Co. KG, die als geschlossener Fonds in bestehende Beteiligungen an Schiffsgesellschaften (Zielfonds) investiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gr&uuml;ndungsgesellschafter der Kl&auml;gerin waren als Komplement&auml;rin die B-GmbH (Komplement&auml;r-GmbH) sowie als Kommanditisten die C-GmbH &#038; Co. KG (Beteiligungs-KG) mit einer Einlage von 10.000&nbsp;EUR und die D-GmbH (Treuhand-GmbH) mit einer Einlage von 5.000&nbsp;EUR. Im Streitjahr (2007) &uuml;bernahm die E-GmbH (Beigeladene) einen Gesellschaftsanteil in H&ouml;he von 5.000&nbsp;EUR von der Beteiligungs-KG und schied im Jahr 2015 aus der Kl&auml;gerin aus. Die Komplement&auml;r-GmbH ist als einzige Gesellschafterin zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung befugt. Sie hat keine Einlage zu leisten und ist am Verm&ouml;gen sowie am Ergebnis der Kl&auml;gerin nicht beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der Ausarbeitung und Umsetzung ihres Fondskonzepts schloss die Kl&auml;gerin im April 2007 u.a. mit der Beteiligungs-KG und der Treuhand-GmbH mehrere Vertr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Gewinnung von Anlegern legte sie zudem einen Verkaufsprospekt auf. Das darin beschriebene Fondskonzept sah die Beteiligung von Anlegern als Kommanditisten vor, wobei die Beteiligungen von der Treuhand-GmbH treuh&auml;nderisch nach Ma&szlig;gabe des dem Prospekt beiliegenden Treuhand- und Verwaltungsvertrags verwaltet werden sollten. Das Fondsvolumen sollte bis zu 29,5&nbsp;Mio.&nbsp;EUR betragen. Bis sp&auml;testens zum &#8230; 2007 sollte der Fonds geschlossen werden. Als Investitionskonzept beschrieben wurde der Erwerb von Beteiligungen an mittleren und gro&szlig;en Containerschiffen &uuml;ber den sog. Zweitmarkt. Unter der Rubrik &quot;Anlagestrategie&quot; wurden potentielle Anleger darauf hingewiesen, dass mithilfe der Beigeladenen durch Analyse des Zweitmarkts f&uuml;r Schiffsbeteiligungen kontinuierlich nach geeigneten Beteiligungen gesucht werde. Unter der Rubrik &quot;Investitionskriterien&quot; wurde die Absicht ge&auml;u&szlig;ert, &uuml;berwiegend in Schiffsgesellschaften mit Containerschiffen von mehr als 1&nbsp;500&nbsp;TEU Tragf&auml;higkeit investieren zu wollen. Allen Schiffsbeteiligungen sollte gemein sein, dass die jeweiligen Schiffsgesellschaften zur Tonnagebesteuerung optiert haben. Der Verkaufsprospekt wies ferner darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung die &Uuml;bernahme von Anteilen an Schiffsgesellschaften noch nicht erfolgt war, vielmehr die Anleger die Entscheidung &uuml;ber die Struktur des Portfolios vor Investitionsbeginn im Rahmen eines Gesellschafterbeschlusses auf Vorschlag der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung tr&auml;fen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Vorbereitung der konzeptionsm&auml;&szlig;igen Beteiligung von Anlegern wurde ebenfalls im &#8230; 2007 der Gesellschaftsvertrag der Kl&auml;gerin neu gefasst. Der Unternehmensgegenstand umfasst seitdem die mittelbare oder unmittelbare Beteiligung (Erwerb, Verwaltung und Ver&auml;u&szlig;erung) an Gesellschaften, die Schiffe erwerben, im Eigentum halten und\/oder betreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit vermarktete die Kl&auml;gerin ihr Fondskonzept und warb Anleger. Die Treuhand-GmbH erh&ouml;hte ihre Kommanditbeteiligung auf 29,49&nbsp;Mio.&nbsp;EUR. Der Fonds wurde am &#8230; 2007 mit einem platzierten Eigenkapitalvolumen von 29,5&nbsp;Mio.&nbsp;EUR geschlossen. Insgesamt konnten ca.&nbsp;600 Anleger geworben werden, die sich als Treugeber mittelbar &uuml;ber die Treuhand-GmbH an der Kl&auml;gerin beteiligten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom &#8230; 2007 wurde den Gesellschaftern der Kl&auml;gerin von der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung das Investitionskonzept entsprechend dem im Emissionsprospekt dargestellten Fondskonzept vorgeschlagen. Die Gesellschafter der Kl&auml;gerin stimmten bis zum &#8230; 2007 in einem schriftlichen Verfahren &uuml;ber diesen Vorschlag ab. Auf dem dazu bereitgestellten Stimmzettel konnten sie ihre Stimme per Kreuz mit &quot;Ja&quot;, &quot;Nein&quot; oder &quot;Enthaltung&quot; abgeben. Zudem befand sich ein Freifeld f&uuml;r &quot;gegebenenfalls eigene Vorschl&auml;ge f&uuml;r Investitionen&quot;. Am schriftlichen Abstimmungsprozess beteiligten sich 383 Anleger. Dabei wurde gem&auml;&szlig; dem Ergebnisprotokoll vom &#8230; 2007 das Investitionskonzept der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung mit 96,2&nbsp;% der abgegebenen Stimmen angenommen. Soweit Gesellschafter eigene Investitionsvorschl&auml;ge unterbreitet hatten, teilte die Kl&auml;gerin in einigen F&auml;llen dem jeweiligen Anleger mit, ob die Ber&uuml;cksichtigung seines Vorschlags m&ouml;glich sei. Eine erneute Abstimmung &uuml;ber diese Investitionsvorschl&auml;ge fand nicht statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anhand des Investitionskonzepts lie&szlig; die Kl&auml;gerin in der Folgezeit die Beigeladene auf dem Zweitmarkt nach geeigneten Zielfonds suchen. Die erste Beteiligung erwarb die Kl&auml;gerin zum 1.&nbsp;Januar 2008<em>.<\/em> W&auml;hrend der Investitionsphase, die bis November 2010 dauerte, erwarb die Kl&auml;gerin insgesamt 418 Beteiligungen an 207 verschiedenen Schiffsgesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Dezember 2008 gab die Kl&auml;gerin die Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr ab. Die Treuhand-GmbH f&uuml;hrte sie dabei unter laufender Nr.&nbsp;3 als Kommanditistin mit einem Kommanditanteil in H&ouml;he von 5.000&nbsp;EUR und unter laufender Nr.&nbsp;5 nochmals mit einem Kommanditanteil in H&ouml;he von 29.485.000&nbsp;EUR als Treuh&auml;nderin auf. Der Erkl&auml;rung beigef&uuml;gt war eine tabellarische Aufstellung der beigetretenen Anleger (Treugeber) als Beteiligte der laufenden Nrn.&nbsp;100 ff.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die ihr im Streitjahr entstandenen Aufwendungen f&uuml;r die Fondsetablierung und die laufende Verwaltung behandelte die Kl&auml;gerin als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben. F&uuml;r die Gr&uuml;ndung, Konzeption und Vermarktung ihres Anlagemodells sowie die Einwerbung von Eigenkapital ging sie dabei von folgenden Aufwendungen aus:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Provision f&uuml;r Eigenkapitalvermittlung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Fondskonzeption<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Bewertung und Analyse (Zielfonds)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Prospektgutachten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Rechtsberatung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Einrichtung Portfolioverwaltung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Einrichtung Treuhandverwaltung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Erstellung Emissionsunterlagen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">________<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">F&uuml;r die laufende Verwaltung gab sie folgende Aufwendungen an:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Haftungsverg&uuml;tung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Jahresabschlusskosten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Nebenkosten des Geldverkehrs<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Sonstiges<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Kontokorrentzinsen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">_______<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;gerin zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung. Dabei verzichtete das FA im Bescheid f&uuml;r 2007 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (Gewinnfeststellungsbescheid) auf die wiederholende Aufnahme der Treuhand-GmbH als Beteiligte unter laufender Nr.&nbsp;5 und erfasste unter den Nrn.&nbsp;100&nbsp;ff. allein die Anleger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sp&auml;ter sah das FA die Kosten f&uuml;r die Fondsetablierung als Anschaffungskosten der erworbenen Zielfonds-Beteiligungen an und erh&ouml;hte entsprechend den Gewinn. Hinsichtlich der Kosten f&uuml;r die laufende Verwaltung sah es einen Zusammenhang mit den ab 2008 erzielten Eink&uuml;nften aus den Beteiligungen an den Zielfonds. Als vorweggenommene Sonderbetriebsausgaben der Kl&auml;gerin bei Gesellschaften, die ihren Gewinn nach der Tonnage ermittelten, seien diese mit dem Tonnagegewinn abgegolten und d&uuml;rften nicht gesondert als Betriebsausgaben abgezogen werden. Den auf die Zielfonds-Beteiligungen entfallenden Anteil sch&auml;tzte das FA auf 95&nbsp;%. Von den &#8230;&nbsp;EUR lie&szlig; es damit lediglich &#8230;&nbsp;EUR zum Betriebsausgabenabzug zu und erh&ouml;hte den Gewinn um weitere &#8230;&nbsp;EUR. In der Folgezeit ergingen aus nicht streitgegenst&auml;ndlichen Gr&uuml;nden &Auml;nderungsbescheide und unter dem 3.&nbsp;Mai 2013 eine Einspruchsentscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Klageverfahrens wurde der Gewinnfeststellungsbescheid unter dem 27.&nbsp;Juni 2013 erneut aus nicht streitgegenst&auml;ndlichen Gr&uuml;nden ge&auml;ndert. Die laufenden Eink&uuml;nfte aus Gesamthandsbilanz waren darin mit &#8230;&nbsp;EUR festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 14.&nbsp;April 2015 erlie&szlig; das FA einen Erg&auml;nzungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO). Darin wurde festgestellt, dass die Treuhand-GmbH die Kommanditeinlagen im Veranlagungszeitraum 2007 f&uuml;r die Beteiligten Nrn.&nbsp;100 ff. in einem offenen Treuhandverh&auml;ltnis nach Ma&szlig;gabe des Gesellschaftsvertrages sowie des Treuhand- und Verwaltungsvertrages halte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage nach Beiladung der Beigeladenen mit Urteil vom 18.&nbsp;Juni 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;145\/13 nur insoweit statt, als die Kl&auml;gerin Aufwendungen f&uuml;r die laufende Verwaltung als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben geltend gemacht hatte. Im &Uuml;brigen wies es die Klage als unbegr&uuml;ndet ab und f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus, das FA habe die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Fondsetablierung im Streitjahr zu Recht nicht als sofort abziehbare Betriebsausgaben, sondern als Anschaffungskosten der Zielfonds-Beteiligungen angesehen. Insofern unterscheide sich die Investition eines Anlegers in einen Zweitmarktfonds, der, wie die Kl&auml;gerin, in bestehende Schiffsfonds investiere, weder rechtlich noch wirtschaftlich von einer Investition in einen Schiffsfonds, f&uuml;r den der Bundesfinanzhof (BFH) bereits gekl&auml;rt habe, dass Fondsetablierungskosten nicht als sofort abziehbare Betriebsausgaben, sondern als Anschaffungskosten des Schiffs zu behandeln seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>das angegriffene FG-Urteil aufzuheben und den Bescheid f&uuml;r 2007 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 27.&nbsp;Juni 2013 in der Fassung des Erg&auml;nzungsbescheids vom 14.&nbsp;April 2015 dahin zu &auml;ndern, dass der laufende Gesamthandsgewinn mit &#8230;&nbsp;EUR festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur antragsgem&auml;&szlig;en &Auml;nderung des angegriffenen Gewinnfeststellungsbescheids (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zu Unrecht hat das FG die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Fondsetablierung im Streitjahr nicht als sofort abziehbare Betriebsausgaben, sondern als Anschaffungskosten der Zielfonds-Beteiligungen angesehen (I.). Der sofortigen Abzugsf&auml;higkeit dieser Aufwendungen bei der Kl&auml;gerin steht auch die Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nicht entgegen (II.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Entgegen der Auffassung des FG handelt es sich bei den streitigen Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Fondsetablierung im Streitjahr nicht um Anschaffungskosten der Zielfonds-Beteiligungen, sondern um sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben. Denn die vom FG auf den Streitfall angewendete Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung kann in Jahren seit Inkrafttreten von &sect;&nbsp;15b EStG, und damit auch im Streitjahr 2007, nicht mehr angewendet werden, da sie einen Sachverhalt betrifft, f&uuml;r den der Gesetzgeber mit &sect;&nbsp;15b EStG zwischenzeitlich eine eigenst&auml;ndige Regelung getroffen hat. Da das FG insoweit von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen ist, war sein Urteil aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach zwischenzeitlich st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sind Aufwendungen eines in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG gef&uuml;hrten geschlossenen Fonds f&uuml;r die Fondsetablierung in der Steuerbilanz der KG in voller H&ouml;he als Anschaffungskosten der in gesamth&auml;nderischer Verbundenheit erworbenen Wirtschaftsg&uuml;ter zu behandeln, wenn sich die Kommanditisten aufgrund eines vom Projektanbieter vorformulierten Vertragswerks an dem Fonds beteiligen (z.B. BFH-Urteile vom 14.&nbsp;April 2011 IV&nbsp;R&nbsp;8\/10, BFHE 233, 226, BStBl II 2011, 709; IV&nbsp;R&nbsp;15\/09, BFHE 233, 206, BStBl II 2011, 706; IV&nbsp;R&nbsp;50\/08; IV&nbsp;R&nbsp;36\/08; vom 28.&nbsp;Juni 2001 IV&nbsp;R&nbsp;40\/97, BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717; ferner BFH-Urteile vom 8.&nbsp;Mai 2001 IX&nbsp;R&nbsp;10\/96, BFHE 195, 310, BStBl II 2011, 720, und vom 29.&nbsp;Februar 2012 IX&nbsp;R&nbsp;13\/11). Diese Rechtsprechung, die der Senat dem Grunde nach auch auf einen Fonds f&uuml;r anwendbar h&auml;lt, der, wie die Kl&auml;gerin, als sog. Zweitmarktfonds in Beteiligungen an anderen Fonds investiert, ist aber f&uuml;r Jahre seit dem Inkrafttreten von &sect;&nbsp;15b EStG nicht mehr anzuwenden. Denn sie beruht auf der Annahme einer rechtsmissbr&auml;uchlichen Gestaltung, f&uuml;r die der Gesetzgeber nunmehr durch &sect;&nbsp;15b EStG eine eigene Regelung getroffen hat. Hat der Gesetzgeber ein missbrauchsverd&auml;chtiges Feld gesichtet und durch eine Spezialvorschrift abgesteckt, legt er f&uuml;r diesen Bereich die Ma&szlig;st&auml;be fest (z.B. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Dezember 2013 I&nbsp;R&nbsp;25\/12; vom 17.&nbsp;Januar 2017 VIII&nbsp;R&nbsp;7\/13, BFHE 256, 492, BStBl II 2017, 700).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der dargestellten Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung werden bestimmte Betriebsausgaben, die an sich sofort abzugsf&auml;hig w&auml;ren, unter Anwendung von &sect;&nbsp;42 AO als Anschaffungskosten behandelt und damit als Ausgaben, die sich, wenn &uuml;berhaupt, nur in Form von Absetzung f&uuml;r Abnutzung verteilt &uuml;ber die Nutzungsdauer des angeschafften Wirtschaftsguts Gewinn mindernd auswirken. Der Gestaltungsmissbrauch wird darin gesehen, dass statt der wirtschaftlich veranlassten Vereinbarung eines Gesamtkaufpreises f&uuml;r das anzuschaffende Wirtschaftsgut gesonderte Vertr&auml;ge &uuml;ber Dienstleistungen mit entsprechenden Honoraren vereinbart werden, um auf diese Weise sofort abzugsf&auml;hige Ausgaben zu schaffen, die zu einer erheblichen Senkung der Steuerlast der Anleger f&uuml;hren (z.B. BFH-Urteile in BFHE 195, 310, BStBl II 2001, 720, unter II.1.b; in BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717; in BFHE 233, 226, BStBl II 2011, 709, Rz&nbsp;25, 27; in BFHE 233, 206, BStBl II 2011, 706; vom 14.&nbsp;April 2011 IV&nbsp;R&nbsp;50\/08, Rz&nbsp;16, 18, und IV&nbsp;R&nbsp;36\/08, Rz&nbsp;23, 25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit der Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;15b EStG durch Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 des Gesetzes zur Beschr&auml;nkung der Verlustverrechnung im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen vom 22.&nbsp;Dezember 2005 (BGBl I 2005, 3683) hat der Gesetzgeber allerdings eine Regelung getroffen, die auch die von der dargestellten Rechtsprechung als rechtsmissbr&auml;uchliche Gestaltung erfassten Sachverhalte regelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung d&uuml;rfen Verluste im Zusammenhang mit einem Steuerstundungsmodell weder mit Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb noch mit Eink&uuml;nften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden; sie d&uuml;rfen auch nicht nach &sect;&nbsp;10d EStG abgezogen werden. Die Verluste mindern jedoch die Eink&uuml;nfte, die der Steuerpflichtige in den folgenden Wirtschaftsjahren aus derselben Einkunftsquelle erzielt (Satz&nbsp;2). Ein Steuerstundungsmodell i.S. des Absatzes&nbsp;1 liegt nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 EStG vor, wenn aufgrund einer modellhaften Gestaltung steuerliche Vorteile in Form negativer Eink&uuml;nfte erzielt werden sollen. Dies ist der Fall, wenn dem Steuerpflichtigen aufgrund eines vorgefertigten Konzepts die M&ouml;glichkeit geboten werden soll, zumindest in der Anfangsphase der Investition Verluste mit &uuml;brigen Eink&uuml;nften zu verrechnen. Dabei ist es ohne Belang, auf welchen Vorschriften die negativen Eink&uuml;nfte beruhen. Nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;3 EStG ist Absatz&nbsp;1 der Vorschrift nur anzuwenden, wenn innerhalb der Anfangsphase das Verh&auml;ltnis der Summe der prognostizierten Verluste zur H&ouml;he des gezeichneten und nach dem Konzept auch aufzubringenden Kapitals oder bei Einzelinvestoren des eingesetzten Eigenkapitals 10&nbsp;% &uuml;bersteigt. Der nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 EStG nicht ausgleichsf&auml;hige Verlust ist nach n&auml;herer Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG j&auml;hrlich gesondert festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Mit &sect;&nbsp;15b EStG wollte der Gesetzgeber die Attraktivit&auml;t geschlossener Fonds in Form von Personengesellschaften, die ihren Anlegern in der Anfangsphase hohe Verluste zuweisen und so zu einer Steuerstundung f&uuml;hren, einschr&auml;nken. So hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs, dass immer mehr Steuerpflichtige versuchten, durch Zeichnung derartiger Steuerstundungsmodelle ihre Steuerbelastung zu reduzieren, was j&auml;hrlich zu erheblichen Steuerausf&auml;llen f&uuml;hre. Vielfach handele es sich in solchen F&auml;llen zudem um betriebswirtschaftlich wenig sinnvolle Investitionen, die ohne die damit verbundenen steuerlichen Vorteile nicht get&auml;tigt w&uuml;rden (BTDrucks 16\/107, S.&nbsp;1, 6). Die unbeschr&auml;nkte steuerliche Abzugsf&auml;higkeit von Verlusten aus derartigen Steuerstundungsmodellen f&uuml;hre mittelbar zu einer volkswirtschaftlich fragw&uuml;rdigen F&ouml;rderung von Steuersparmodellen, die insbesondere von Steuerpflichtigen mit h&ouml;heren Eink&uuml;nften genutzt werde, um die Steuerbelastung gezielt zu senken (BTDrucks 16\/254, S.&nbsp;1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine wirkungsvolle Einschr&auml;nkung der Steuerstundungsmodelle sah der Gesetzgeber in der Einf&uuml;hrung einer Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkung, der zufolge die Verluste aus derartigen Steuerstundungsmodellen nur noch mit sp&auml;teren positiven Eink&uuml;nften aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden k&ouml;nnen (BTDrucks 16\/107, S.&nbsp;1, 4, 6; BTDrucks 16\/254, S.&nbsp;1, 3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zu den Fonds, die der Gesetzgeber als Steuerstundungsmodelle mit der Regelung des &sect;&nbsp;15b EStG erfassen will, geh&ouml;ren auch die geschlossenen Fonds, die der dargestellten Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung unterfallen, d.h. insbesondere auch Immobilienfonds, Schiffsfonds und Windkraftfonds. Denn es ist nicht ersichtlich, dass der Gesetzgeber diese Fondsgestaltungen, f&uuml;r die nach der o.g. Rechtsprechung sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben unter Anwendung des &sect;&nbsp;42 AO als Anschaffungskosten behandelt werden, aus dem Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;15b EStG ausklammern wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dem Wortlaut des &sect;&nbsp;15b EStG, der in seinem Absatz&nbsp;2 eine Definition der von ihm erfassten Steuerstundungsmodelle enth&auml;lt und dabei ausdr&uuml;cklich darauf verweist, es sei ohne Belang, auf welchen Vorschriften die negativen Eink&uuml;nfte beruhen, l&auml;sst sich nicht entnehmen, dass der Gesetzgeber die F&auml;lle, die von der dargestellten Rechtsprechung erfasst werden, mit &sect;&nbsp;15b EStG nicht erfassen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs spricht sogar ausdr&uuml;cklich f&uuml;r die Einbeziehung derartiger Fondsgestaltungen in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;15b EStG. Ausgangspunkt ist insoweit, dass die Rechtsprechung bereits 2001 sowohl f&uuml;r in der Rechtsform einer verm&ouml;gensverwaltenden als auch f&uuml;r in der Rechtsform einer gewerblich gepr&auml;gten KG gef&uuml;hrte Immobilienfonds entschieden hatte, dass Fondsetablierungskosten wie z.B. Mietgarantiegeb&uuml;hren, Treuhandgeb&uuml;hren oder Eigenkapitalvermittlungsprovisionen nicht als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten, sondern als Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Fondsimmobilie zu behandeln sind, sofern sich die Kommanditisten aufgrund eines vom Projektanbieter vorformulierten Vertragswerks an dem Fonds beteiligen (BFH-Urteile in BFHE 195, 310, BStBl II 2001, 720, und in BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717). Gleichwohl hei&szlig;t es z.B. im allgemeinen Teil der Begr&uuml;ndung des Entwurfs eines Gesetzes zur Beschr&auml;nkung der Verlustverrechnung im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen vom 29.&nbsp;November 2005 (BTDrucks 16\/107, S.&nbsp;4), erfasst w&uuml;rden neben gewerblichen Steuerstundungsmodellen (u.a.) auch Verluste &quot;aus &#8230; Vermietung und Verpachtung (insbesondere geschlossene Immobilienfonds)&quot;, also gerade auch die von der Rechtsprechung erfassten Fondsgestaltungen. F&uuml;r die Einbeziehung dieser Fondsgestaltungen in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;15b EStG sprechen auch die Ausf&uuml;hrungen in der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses vom 14.&nbsp;Dezember 2005 (BTDrucks 16\/254, S.&nbsp;5&nbsp;f.). Denn dort wird darauf hingewiesen, dass Bautr&auml;gergestaltungen nur dann unter &sect;&nbsp;15b EStG fielen, wenn der Kauf vom Bautr&auml;ger einen modellhaften Charakter habe, der Bautr&auml;ger also neben dem Verkauf noch weitere Leistungen erbringe wie z.B. Mietgarantien, die &Uuml;bernahme der Finanzierung oder rechtliche Beratung. Auch insoweit wird also gerade auf die Aufwendungen und Fondsgestaltungen abgestellt, die bereits seinerzeit von der Rechtsprechung erfasst waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Hat der Gesetzgeber ein missbrauchsverd&auml;chtiges Feld gesichtet und durch eine Spezialvorschrift abgesteckt, legt er &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; f&uuml;r diesen Bereich die Ma&szlig;st&auml;be fest (z.B. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Dezember 2013 I&nbsp;R&nbsp;25\/12, und in BFHE 256, 492, BStBl II 2017, 700). Unabh&auml;ngig davon, ob im konkreten Einzelfall die Voraussetzungen der speziellen Missbrauchsbestimmung erf&uuml;llt sind, darf die Wertung des Gesetzgebers dann nicht durch Anwendung des &sect;&nbsp;42 AO unterlaufen werden (vgl. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Dezember 2013 I&nbsp;R&nbsp;25\/12, und in BFHE 256, 492, BStBl II 2017, 700).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit &sect;&nbsp;15b EStG hat der Gesetzgeber zu erkennen gegeben, dass er Steuerstundungsmodelle, bei denen dem Steuerpflichtigen aufgrund eines vorgefertigten Konzepts die M&ouml;glichkeit geboten werden soll, zumindest in der Anfangsphase der Investition seine Steuerlast zu senken, dem Grunde nach anerkennt und lediglich dann einer Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkung unterwirft, wenn ein Verlust entsteht und dabei die in &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;3 EStG aufgef&uuml;hrten Grenzen &uuml;berschritten werden. In dieser Situation ist es der Rechtsprechung verwehrt, entsprechenden Vorteilen durch Anwendung des &sect;&nbsp;42 AO die steuerliche Anerkennung zu versagen. F&uuml;r Jahre seit Inkrafttreten des &sect;&nbsp;15b EStG kann daher die auf &sect;&nbsp;42 AO gest&uuml;tzte Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung unabh&auml;ngig davon nicht mehr angewendet werden, ob im Einzelfall die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;15b EStG tats&auml;chlich vorliegen. Soweit das Senatsurteil vom 12.&nbsp;Mai 2016 IV&nbsp;R&nbsp;1\/13, BFHE 255, 65, BStBl II 2017, 489 (unter Rz&nbsp;42) anders zu verstehen sein sollte, h&auml;lt der Senat daran jedenfalls nicht fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Bezogen auf den Streitfall kann danach der begehrten sofortigen Abzugsf&auml;higkeit der streitigen Aufwendungen nicht entgegengehalten werden, dass sie nach der Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung als Anschaffungskosten zu behandeln seien, weil sich die Anleger aufgrund eines vom Projektanbieter vorformulierten Vertragswerks an der Kl&auml;gerin beteiligt h&auml;tten. Denn im Streitjahr 2007 war &sect;&nbsp;15b EStG bereits in Kraft. Anders als das FA in seinem nach Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung eingegangenen Schriftsatz offenbar meint, kommt es schon deshalb nicht darauf an, ob eine Feststellung nach &sect;&nbsp;15b EStG im Streitfall verfahrensrechtlich noch getroffen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Sache ist spruchreif. Die Feststellungen des FG erm&ouml;glichen dem Senat eine Entscheidung in der Sache selbst. Bei den streitigen Aufwendungen handelt es sich um sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben, so dass der angegriffene Gewinnfeststellungsbescheid antragsgem&auml;&szlig; zu &auml;ndern ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bei den streitigen Aufwendungen der Kl&auml;gerin handelt es sich auch nach allgemeinen Grunds&auml;tzen nicht um Anschaffungskosten, sondern um sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben. Dies gilt auch f&uuml;r die geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r die Bewertung und Analyse von Zielfonds. Insoweit handelt es sich, wie die Beteiligten in der m&uuml;ndlichen Verhandlung &uuml;bereinstimmend erkl&auml;rt haben, um Aufwendungen, die jeweils im Vorfeld der Entscheidung, in einen bestimmten Zielfonds zu investieren, angefallen sind (vgl. zur Abgrenzung von sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben und Anschaffungsnebenkosten bei Beratungs- und Gutachterkosten z.B. BFH-Urteile vom 20.&nbsp;April 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;4\/02, BFHE 205, 292, BStBl II 2004, 597; vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2007 VIII&nbsp;R&nbsp;62\/05, BFHE 217, 491, BStBl II 2010, 159; vom 28.&nbsp;Oktober 2009 VIII&nbsp;R&nbsp;22\/07, BFHE 228, 28, BStBl II 2010, 469).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der sofortigen Abzugsf&auml;higkeit der streitigen Aufwendungen bei der Kl&auml;gerin steht auch die Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG nicht entgegen. Zu Recht entnimmt das FG der Regelung in &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;4a S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG, dass der Gesellschafter, dem der nach der Tonnage ermittelte Gewinn entsprechend seinem Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen zuzurechnen ist, nur der mitunternehmerische Gesellschafter sein kann, weshalb auch die Wirkungen der Gewinnermittlungsvorschrift des &sect;&nbsp;5a EStG auf Ebene des an der Gesellschaft Beteiligten erst einsetzen k&ouml;nnen, wenn dieser eine Mitunternehmerstellung tats&auml;chlich innehat. Da dies zwischen den Beteiligten im Revisionsverfahren auch nicht mehr streitig ist, sieht der Senat insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab. Da die Kl&auml;gerin im Streitjahr 2007 noch nicht Mitunternehmerin einer Gesellschaft war, die ihren Gewinn nach &sect;&nbsp;5a EStG ermittelt hat, kann der sofortigen Abzugsf&auml;higkeit der streitigen Aufwendungen unabh&auml;ngig davon, ob und ggf. in welchem Umfang es sich bei ihnen &uuml;berhaupt um (vorweggenommene) Sonderbetriebsausgaben der Kl&auml;gerin bei den Zielfonds handelt, auch die Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG noch nicht entgegenstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dass der laufende Gesamthandsgewinn bei Ber&uuml;cksichtigung der streitigen Aufwendungen, bislang nicht ber&uuml;cksichtigter Zinseinnahmen sowie der erforderlichen Aufl&ouml;sung der Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung auf &#8230;&nbsp;EUR festzustellen ist, ist zwischen den Beteiligten nicht streitig. Der Senat sieht insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO. Die Kosten der Beigeladenen sind nicht erstattungsf&auml;hig. Es entspricht nicht der Billigkeit, dem FA die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen aufzuerlegen, denn diese hat weder Sachantr&auml;ge gestellt noch anderweitig das Verfahren wesentlich gef&ouml;rdert (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;Mai 2009 IV&nbsp;B&nbsp;143\/08, BFH\/NV 2009, 1452, und vom 7.&nbsp;Dezember 2010 III&nbsp;B&nbsp;33\/10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.4.2018, IV R 33\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.260418.IVR33.15.0 Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung seit Inkrafttreten von &sect; 15b EStG &#8211; Keine Anwendung von &sect; 42 AO bei Vorhandensein einer speziellen Missbrauchsbestimmung Leits&auml;tze F&uuml;r Jahre seit Inkrafttreten des &sect; 15b EStG kann die auf &sect; 42 AO gest&uuml;tzte Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-33-15-beruecksichtigung-von-fondsetablierungskosten-bei-modellhafter-gestaltung-seit-inkrafttreten-von-par-15b-estg-keine-anwendung-von-par-42-ao-bei-vorhandensein-einer-speziellen-missbrauchsbes\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;33\/15 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung von Fondsetablierungskosten bei modellhafter Gestaltung seit Inkrafttreten von &sect; 15b EStG &#8211; Keine Anwendung von &sect; 42 AO bei Vorhandensein einer speziellen Missbrauchsbestimmung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69681","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69681"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69681\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}