{"id":69714,"date":"2018-07-19T12:06:26","date_gmt":"2018-07-19T10:06:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69714"},"modified":"2018-07-19T12:06:26","modified_gmt":"2018-07-19T10:06:26","slug":"i-r-12-16-beruecksichtigung-negativer-anschaffungskosten-im-rahmen-des-par-20-abs-7-satz-3-umwstg-2002","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-12-16-beruecksichtigung-negativer-anschaffungskosten-im-rahmen-des-par-20-abs-7-satz-3-umwstg-2002\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;12\/16 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung negativer Anschaffungskosten im Rahmen des &sect; 20 Abs. 7 Satz 3 UmwStG 2002"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.3.2018, I R 12\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.070318.IR12.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ber&uuml;cksichtigung negativer Anschaffungskosten im Rahmen des &sect; 20 Abs. 7 Satz 3 UmwStG 2002<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Minderung der Anschaffungskosten des Einbringenden nach &sect; 20 Abs. 7 Satz 3 UmwStG 2002 durch Entnahmen im R&uuml;ckwirkungszeitraum kann auch zu einem negativen Wert f&uuml;hren.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Das Verfahren wegen gesonderter Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer zum 31. Dezember 2005, Gewerbesteuermessbetrags 2005, gesonderter Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes zum 31. Dezember 2005, gesonderter Feststellungen nach &sect; 27 Abs. 2 und &sect; 28 Abs. 1 Satz 3 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes zum 31. Dezember 2005 wird eingestellt, nachdem der Kl&auml;ger die Revision gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 1. Dezember 2015&nbsp;&nbsp;4 K 1355\/13 insoweit zur&uuml;ckgenommen hat (&sect; 125 Abs. 1, &sect; 121 Satz 1 i.V.m. &sect; 72 Abs. 2 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung).<\/p>\n<\/p>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 1. Dezember 2015&nbsp;&nbsp;4 K 1355\/13 aufgehoben und der K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2005 vom 29. M&auml;rz 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 31. Mai 2013 dahin ge&auml;ndert, dass das eingebrachte Verm&ouml;gen mit dem Buchwert in H&ouml;he von 56.750,70 EUR zzgl. 1.000 EUR = 57.750,70 EUR angesetzt wird. Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben bis zum Tag der m&uuml;ndlichen Verhandlung der Kl&auml;ger zu 57 % und der Beklagte zu 43 % zu tragen; ab dem Tag der m&uuml;ndlichen Verhandlung tr&auml;gt der Beklagte die Kosten des Revisionsverfahrens. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen sind nicht zu erstatten.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und alleiniger Anteilseigner einer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (Beigeladene). Am 30.&nbsp;August 2005 beschloss er als alleiniger Gesellschafter eine Erh&ouml;hung des Stammkapitals der Beigeladenen von 25.000&nbsp;EUR auf 26.000&nbsp;EUR. Die neue Stammeinlage war als Sacheinlage durch Einbringung der Rechtsanwalts-Einzelpraxis des Kl&auml;gers zu leisten. Der steuerliche &Uuml;bertragungsstichtag wurde auf den 2.&nbsp;Januar 2005 festgelegt. Wirtschaftlich ging das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen am 31.&nbsp;August 2005 auf die Beigeladene &uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Buchwert des einzubringenden Betriebsverm&ouml;gens zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag negativ war (.\/.&nbsp;56.750,70&nbsp;EUR), wurde bei der Beigeladenen eine Forderung gegen den Kl&auml;ger in H&ouml;he von 56.750,70&nbsp;EUR aktiviert. Der Kl&auml;ger hatte sich insoweit in dem Gesellschafterbeschluss vom 30.&nbsp;August 2005 verpflichtet, eventuelle Kapitaldifferenzen auszugleichen. In dem Zeitraum vom 2.&nbsp;Januar bis zum 30.&nbsp;August 2005 (R&uuml;ckwirkungszeitraum) wurden im Einzelunternehmen ein Gewinn in H&ouml;he von 1.318.021,99&nbsp;EUR erzielt und Einlagen in Geld in H&ouml;he von 18.475,50&nbsp;EUR und Entnahmen in Geld in H&ouml;he von 463.614,15&nbsp;EUR get&auml;tigt. Hinzu kamen Nutzungsentnahmen in H&ouml;he von 13.227,32&nbsp;EUR, so dass der Saldo aus Entnahmen und Einlagen im R&uuml;ckwirkungszeitraum 458.365,97&nbsp;EUR betrug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer beim Kl&auml;ger und der Beigeladenen f&uuml;r 2005 (Streitjahr) und 2006 durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer aufgrund des negativen Buchwerts des eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens unter Bezugnahme auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4, Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;3 und Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 des Umwandlungssteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (UmwStG 2002) die Ansicht, dass der Saldo der im R&uuml;ckwirkungszeitraum im Einzelunternehmen get&auml;tigten Entnahmen und Einlagen das Betriebsverm&ouml;gen unter Ber&uuml;cksichtigung der Einlageverpflichtung nicht mindern d&uuml;rfe und entsprechend h&ouml;here Anschaffungskosten f&uuml;r das Betriebsverm&ouml;gen des eingebrachten Einzelunternehmens zu ber&uuml;cksichtigen seien. Demgem&auml;&szlig; sei das Betriebsverm&ouml;gen der Beigeladenen als aufnehmende Gesellschaft zum 2.&nbsp;Januar 2005 um 458.365,97&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen. Auf Ebene des Kl&auml;gers als Einbringenden ermittelte der Pr&uuml;fer unter Hinweis auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) in H&ouml;he von 458.365&nbsp;EUR. Dem folgte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Bescheid vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2012 in der Weise, dass es entsprechend der Vorgehensweise des Pr&uuml;fers f&uuml;r das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen den vom Pr&uuml;fer errechneten Zwischenwert unter Ber&uuml;cksichtigung der Entnahmen und Einlagen im R&uuml;ckwirkungszeitraum zugrunde legte. Mit gleichem Datum wurden auch die weiteren inhaltlich von den Pr&uuml;fungsfeststellungen betroffenen Bescheide ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben ohne Erfolg (Hessisches Finanzgericht &#8211;FG&#8211;, Urteil vom 1.&nbsp;Dezember 2015&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;1355\/13, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 687).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des Kl&auml;gers. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat der Kl&auml;ger die Revision wegen gesonderter Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2005, Gewerbesteuermessbetrags 2005, gesonderter Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes zum 31.&nbsp;Dezember 2005, gesonderter Feststellungen nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) zum 31.&nbsp;Dezember 2005 zur&uuml;ckgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, unter Aufhebung des Urteils des Hessischen FG vom 1.&nbsp;Dezember 2015&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;1355\/13 den Bescheid des FA wegen K&ouml;rperschaftsteuer 2005 vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Mai 2013 dahingehend zu &auml;ndern, dass das eingebrachte Verm&ouml;gen mit dem Buchwert in H&ouml;he von 56.750,70&nbsp;EUR zzgl. 1.000&nbsp;EUR = 57.750,70&nbsp;EUR angesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Verfahren wegen gesonderter Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2005, Gewerbesteuermessbetrags 2005, gesonderter Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes zum 31.&nbsp;Dezember 2005, gesonderter Feststellungen nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 KStG zum 31.&nbsp;Dezember 2005 ist einzustellen, nachdem der Kl&auml;ger die Revision gegen das angefochtene FG-Urteil insoweit zur&uuml;ckgenommen hat (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision wegen K&ouml;rperschaftsteuer 2005 ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils sowie zur &Auml;nderung des K&ouml;rperschaftsteuerbescheids 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung gem&auml;&szlig; dem Revisionsantrag (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Das FG hat zu Unrecht angenommen, dass auf der Grundlage des sich aus dem &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4, Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;3 UmwStG 2002 ergebenden Regelungszusammenhangs als Einbringungswert f&uuml;r das vom Kl&auml;ger zum 2.&nbsp;Januar 2005 r&uuml;ckwirkend eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen seines Einzelunternehmens statt des von der Beigeladenen zutreffend ber&uuml;cksichtigten Wertes in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR ein Zwischenwert in H&ouml;he von 401.615,27&nbsp;EUR anzusetzen w&auml;re, weil der Saldo aus Entnahmen und Einlagen im R&uuml;ckwirkungszeitraum in H&ouml;he von 458.365,97&nbsp;EUR dem Buchwert des einzubringenden Betriebsverm&ouml;gens zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag (.\/.&nbsp;56.750,70&nbsp;EUR) hinzugerechnet werden m&uuml;sste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Wird ein Betrieb oder Teilbetrieb oder ein Mitunternehmeranteil in eine unbeschr&auml;nkt k&ouml;rperschaftsteuerpflichtige Kapitalgesellschaft (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 KStG) eingebracht und erh&auml;lt der Einbringende daf&uuml;r neue Anteile an der Gesellschaft (Sacheinlage), so gelten nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 f&uuml;r die Bewertung des eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens und der neuen Gesellschaftsanteile die nachfolgenden Abs&auml;tze. Nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;3 UmwStG 2002 darf dabei &quot;in anderen F&auml;llen der Sacheinlage&quot; die Einbringung auf einen Tag zur&uuml;ckbezogen werden, der h&ouml;chstens acht Monate vor dem Tag des Abschlusses des Einbringungsvertrags liegt und h&ouml;chstens acht Monate vor dem Zeitpunkt liegt, an dem das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen auf die Kapitalgesellschaft &uuml;bergeht. Zwischen den Beteiligten steht insoweit nicht im Streit, dass im Streitfall der Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;3 UmwStG 2002 mit der Folge er&ouml;ffnet war, dass die Einbringung des Betriebsverm&ouml;gens der Einzelpraxis des Kl&auml;gers auf den 2.&nbsp;Januar 2005 zur&uuml;ckbezogen werden konnte. Der Senat sieht insoweit von eigenen Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. F&uuml;r die Einkommens- und Verm&ouml;gensermittlung im Streitjahr ist mit dem FG im Rahmen des bei der Beigeladenen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG durchzuf&uuml;hrenden Betriebsverm&ouml;gensvergleichs &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 UmwStG 2002 ma&szlig;geblich. Nach dessen Satz&nbsp;1 sind das Einkommen und das Verm&ouml;gen des Einbringenden und der &uuml;bernehmenden Kapitalgesellschaft auf Antrag so zu ermitteln, als ob das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen mit Ablauf des steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtags (Abs.&nbsp;8) auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;bergegangen w&auml;re. Dies gilt nach dem Satz&nbsp;2 der Vorschrift hinsichtlich des Einkommens und des Gewerbeertrags jedoch nicht f&uuml;r Entnahmen und Einlagen, die nach dem steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag erfolgen. Nach Satz&nbsp;3 der Vorschrift sind die Anschaffungskosten der Gesellschaftsanteile (Abs.&nbsp;4) um den Buchwert der Entnahmen zu vermindern und um den sich nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG ergebenden Wert der Einlagen zu erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;20 UmwStG 2002 darf die aufnehmende Kapitalgesellschaft nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen zwar grunds&auml;tzlich mit seinem Buchwert oder mit einem h&ouml;heren Wert ansetzen. &Uuml;bersteigen jedoch die Passivposten des eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens die Aktivposten, so hat die Kapitalgesellschaft nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 UmwStG 2002 das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen mindestens so anzusetzen, dass sich die Aktivposten und die Passivposten ausgleichen; dabei ist das Eigenkapital nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Insoweit hatte die Beigeladene zwar grunds&auml;tzlich das Wahlrecht, das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 mit seinem Buchwert anzusetzen. Dieser Buchwert betrug zum 2.&nbsp;Januar 2005 .\/.&nbsp;56.750,70&nbsp;EUR und war demnach nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 UmwStG 2002 zu korrigieren. Die Beigeladene hat dazu zutreffend und vom FA insoweit unbeanstandet eine Forderung gegen den Kl&auml;ger in H&ouml;he von 56.750,70&nbsp;EUR ausgewiesen und unter Ber&uuml;cksichtigung der Erh&ouml;hung des Stammkapitals um 1.000&nbsp;EUR einen Wert in H&ouml;he von 57.750,70&nbsp;EUR aktiviert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Anders als das FG ausgef&uuml;hrt hat, folgt indessen aus dem zwischen &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 UmwStG 2002 und &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;3 UmwStG 2002 bestehenden Regelungszusammenhang nicht, dass &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 UmwStG 2002 &uuml;ber seinen Wortlaut, der einen negativen Buchwert des Einbringungsgegenstandes am steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag voraussetzt, hinaus im Wege der teleologischen Extension auch insoweit anzuwenden w&auml;re, als der negative Buchwert des eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens durch Entnahmen im R&uuml;ckwirkungszeitraum (ggf. korrigiert um Einlagen im R&uuml;ckwirkungszeitraum) weiter gemindert wird. Der negative Buchwert des eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens zum 2.&nbsp;Januar 2005 ist danach im Ergebnis nur um 56.750,70&nbsp;EUR statt um 458.365,97&nbsp;EUR (Saldo aus Entnahmen und Einlagen im R&uuml;ckwirkungszeitraum), also bis auf Null, zu erh&ouml;hen und als Einbringungswert folglich kein Zwischenwert in H&ouml;he von 401.615,27&nbsp;EUR anzusetzen. Der abweichenden Ansicht des FG steht der eindeutige Wortlaut des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 UmwStG 2002 entgegen (ebenso R&ouml;dder, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 1996, 860, 862&nbsp;f.; Ott, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2015, 918, 923; Krohn\/Schell, Die Unternehmensbesteuerung &#8211;Ubg&#8211; 2015, 197, 205; Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;20 UmwStG Rz&nbsp;R&nbsp;320 und R&nbsp;553; Menner in Haritz\/Menner, Umwandlungssteuergesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;670; Herlinghaus in R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;239b und 239c; unter Annahme einer Gesetzesl&uuml;cke im Ergebnis auch D&ouml;tsch, Das neue Umwandlungssteuerrecht ab 1995, Rz&nbsp;216; Wochinger, Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen und verdeckte Einlagen, 3.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;447&nbsp;f.; a.A. aber Urteil des FG N&uuml;rnberg vom 30.&nbsp;Juni 2009 I&nbsp;21\/2006, juris; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 25.&nbsp;M&auml;rz 1998, BStBl I 1998, 268, Rz&nbsp;20.25; Patt\/Rasche, DStR 1995, 1529, 1531 ff.; Patt in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;20 UmwStG Rz&nbsp;218a und b sowie 325; Mutscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/ GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;20 UmwStG Rz&nbsp;215 und 408; Hruschka\/Hellmann in Haase\/Hruschka, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;233; zu &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UmwStG 2006 nunmehr BMF-Schreiben vom 11.&nbsp;November 2011, BStBl I 2011, 1314, Rz&nbsp;20.19; sowie Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 UmwStG Rz&nbsp;249).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;3 UmwStG 2002 sieht vor, dass von den Anschaffungskosten der Gesellschaftsanteile i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4 UmwStG 2002 der Buchwert der Entnahmen abzuziehen und der sich nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG ergebende Wert der Einlagen hinzuzusetzen ist. Die Norm beinhaltet nach ihrem Wortlaut lediglich eine Korrektur der sich nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4 UmwStG 2002 ergebenden Anteilsanschaffungskosten, nicht hingegen die Vorgabe eines &quot;Mindestansatzes&quot; des eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens (R&ouml;dder, DStR 1996, 860, 862; Ott, GmbHR 2015, 918, 923). Dem Normtext ist insbesondere nicht zu entnehmen, dass das Ergebnis der vorgenannten Rechenoperation nicht ggf. negativ sein k&ouml;nnte (ebenso Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;20 UmwStG Rz&nbsp;R&nbsp;320; Menner in Haritz\/Menner, a.a.O.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r Letzteres spricht neben dem Wortlaut des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;3 UmwStG 2002 in systematischer Hinsicht auch der Umstand, dass &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 zwar &quot;das Einkommen und das Verm&ouml;gen des Einbringenden und der &uuml;bernehmenden Kapitalgesellschaft&quot; erfasst und diese auf Antrag so zu ermitteln sind, als ob das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen mit Ablauf des steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtags (Abs.&nbsp;8) auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;bergegangen w&auml;re. F&uuml;r Entnahmen und Einlagen nach dem steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag enth&auml;lt indessen Satz&nbsp;2 der Vorschrift eine davon abweichende Anordnung, nach der Satz&nbsp;1 hinsichtlich &quot;des Einkommens und des Gewerbeertrags&quot; nicht gilt. Satz&nbsp;2 schlie&szlig;t demnach die Anwendung von Satz&nbsp;1 auf das &uuml;bergehende Verm&ouml;gen nicht aus, sondern tritt als Ausnahmebestimmung (f&uuml;r Entnahmen und Einlagen) neben die Grundregel des Satzes&nbsp;1 (Herlinghaus in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;239b). Deshalb kann der Senat sich auch nicht der Auffassung anschlie&szlig;en, dass in &sect;&nbsp;20 UmwStG 2002 der Begriff des &quot;eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens&quot; einheitlich verwendet werde und &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 UmwStG 2002 die Anwendung des Satzes&nbsp;1 &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung des Regelungszusammenhangs&#8211; nur f&uuml;r &quot;Steuern vom Verm&ouml;gen&quot; ausschlie&szlig;e (so aber Patt\/Rasche, DStR 1995, 1529, 1532; &auml;hnlich Patt in D&ouml;tsch\/ Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;218a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 S&auml;tze 2 und 3 UmwStG 2002 stellen ihrem Gesetzeszweck nach besondere Einkommensermittlungsvorschriften dar, durch die vermieden werden soll, dass durch die grunds&auml;tzliche Anwendung k&ouml;rperschaftsteuerlicher Vorschriften Vorg&auml;nge als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen besteuert werden, die nach dem Recht der Personengesellschaft Entnahmen gewesen w&auml;ren (vgl. Senatsurteile vom 23.&nbsp;April 1986 I&nbsp;R&nbsp;178\/82, BFHE 147, 125, BStBl II 1986, 880; vom 29.&nbsp;April 1987 I&nbsp;R&nbsp;192\/82, BFHE 150, 412, BStBl II 1987, 797, jeweils zu &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;4 UmwStG 1969). Die Normen zielen hingegen nicht darauf, einen ge&auml;nderten Entnahmezeitpunkt zu fingieren (Ott, GmbHR 2015, 918, 923; Krohn\/Schell, Ubg 2015, 197, 205; Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;20 UmwStG Rz&nbsp;R&nbsp;553; Herlinghaus in R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;239c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Diesem Verst&auml;ndnis steht auch der vom historischen Gesetzgeber zur Vorg&auml;ngervorschrift des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;7 UmwStG 1969 ge&auml;u&szlig;erte Wille nicht entgegen, demzufolge Entnahmen nach dem Umwandlungsstichtag von den Anschaffungskosten der bei der Einbringung erhaltenen Gesellschaftsanteile abzusetzen und die entsprechenden Einlagen diesen Anschaffungskosten zuzusetzen sind, um zu verhindern, dass diese Entnahmen und Einlagen sich bei einer sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung der Gesellschaftsanteile erfolgswirksam auswirken (vgl. Bericht des Finanzausschusses &uuml;ber den Entwurf eines Gesetzes &uuml;ber Steuererleichterungen bei &Auml;nderung der Unternehmensform, BTDrucks V\/4245, S.&nbsp;6). Der Gesetzgeber hat durch den Satz&nbsp;2 der Vorschrift die Anwendung des Satzes&nbsp;1 zun&auml;chst nur bezogen auf das Einkommen und den Gewerbeertrag ausgeschlossen. Er hat zudem im Wortlaut des Satzes&nbsp;3 auch nicht zum Ausdruck gebracht, dass die dort gew&auml;hlte Berechnung nicht zu einem negativen Wert f&uuml;hren d&uuml;rfe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Das vom Gesetzgeber mit &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 UmwStG 2002 verfolgte Ziel, dass sich die im R&uuml;ckwirkungszeitraum vorgenommenen Entnahmen und Einlagen bei einer sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung der Gesellschaftsanteile nicht erfolgswirksam auswirken sollen, l&auml;sst sich zudem statt durch sofortige Zwangsrealisierung aller im eingebrachten Betriebsverm&ouml;gen vorhandener stiller Reserven auch durch die Anerkennung negativer Anteilsanschaffungskosten erreichen (daf&uuml;r Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;20 UmwStG Rz&nbsp;R&nbsp;320; Menner in Haritz\/Menner, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;670; Ott, GmbHR 2015, 918, 923; Krohn\/Schell, Ubg 2015, 197, 205). Auch gibt es keinen allgemeinen Grundsatz des Ertragssteuerrechts, der dies von vornherein ausschl&ouml;sse (so aber Patt in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;20 UmwStG Rz&nbsp;218a; Hruschka\/Hellmann in Haase\/Hruschka, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;233). Derartiges folgt &#8211;entgegen der Annahme des FA&#8211; auch nicht aus &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 UmwStG 2002, der lediglich den Fall regelt, dass die Passivposten des eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens die Aktivposten &uuml;bersteigen. Ein genereller Rechtssatz, dass &#8211;sei es allgemein, sei es nur im Anwendungsbereich des Umwandlungssteuergesetzes 2002&#8211; unter keinen Umst&auml;nden negative Anschaffungskosten anerkannt werden d&uuml;rften, kann hieraus nicht abgeleitet werden. Vielmehr hat die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung negative Anschaffungskosten im Zusammenhang mit im Privatverm&ouml;gen gehaltenen Anteilen zur Schlie&szlig;ung einer ansonsten drohenden Besteuerungsl&uuml;cke bereits (vgl. Senatsurteil vom 26.&nbsp;April 2006 I&nbsp;R&nbsp;49,&nbsp;50\/04, BFHE 213, 374, BStBl II 2006, 656) f&uuml;r den Sonderfall einer Beteiligung i.S. von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;4 EStG 1997 und die Ber&uuml;cksichtigung von Aussch&uuml;ttungen einer Kapitalgesellschaft aus dem verwendbaren Eigenkapital i.S. des &sect;&nbsp;30 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 KStG (EK&nbsp;04) bef&uuml;rwortet (Urteil des Bundesfinanzhofs vom 20.&nbsp;April 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;44\/96, BFHE 188, 352, BStBl II 1999, 698).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da das FG von einer anderen Rechtsauffassung ausgegangen ist, ist sein Urteil aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Der Bescheid wegen K&ouml;rperschaftsteuer 2005 vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Mai 2013 ist dahingehend zu &auml;ndern, dass das eingebrachte Verm&ouml;gen mit dem Buchwert in H&ouml;he von 56.750,70&nbsp;EUR zzgl. 1.000&nbsp;EUR = 57.750,70&nbsp;EUR angesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kostenentscheidung beruht &#8211;soweit die Revision zur&uuml;ckgenommen worden ist&#8211; auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;2 FGO, im &Uuml;brigen auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Beigeladenen sind nicht nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO zu erstatten. Es entspricht nicht der Billigkeit, den Beteiligten diese Kosten aufzuerlegen, weil die Beigeladene das Revisionsverfahren weder durch Schrifts&auml;tze gef&ouml;rdert noch durch Stellung eines Antrags ein Kostenrisiko getragen hat (vgl. Senatsurteil vom 15.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;R&nbsp;10\/92, BFHE 184, 212, BStBl II 1998, 63).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.3.2018, I R 12\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.070318.IR12.16.0 Ber&uuml;cksichtigung negativer Anschaffungskosten im Rahmen des &sect; 20 Abs. 7 Satz 3 UmwStG 2002 Leits&auml;tze Die Minderung der Anschaffungskosten des Einbringenden nach &sect; 20 Abs. 7 Satz 3 UmwStG 2002 durch Entnahmen im R&uuml;ckwirkungszeitraum kann auch zu einem negativen Wert f&uuml;hren. Tenor Das Verfahren wegen gesonderter Feststellung des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-12-16-beruecksichtigung-negativer-anschaffungskosten-im-rahmen-des-par-20-abs-7-satz-3-umwstg-2002\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;12\/16 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung negativer Anschaffungskosten im Rahmen des &sect; 20 Abs. 7 Satz 3 UmwStG 2002<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69714","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69714","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69714"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69714\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69714"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69714"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}