{"id":69720,"date":"2018-07-19T12:06:13","date_gmt":"2018-07-19T10:06:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69720"},"modified":"2018-07-19T12:06:13","modified_gmt":"2018-07-19T10:06:13","slug":"iii-r-24-17-kindergeld-zaehlkindervorteil-in-einer-patchwork-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-24-17-kindergeld-zaehlkindervorteil-in-einer-patchwork-familie\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;24\/17 &#8211; Kindergeld; Z&auml;hlkindervorteil in einer &quot;Patchwork-Familie&quot;"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2018, III R 24\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.250418.IIIR24.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Kindergeld; Z&auml;hlkindervorteil in einer &quot;Patchwork-Familie&quot;<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Leben die Eltern eines gemeinsamen Kindes in nichtehelicher Lebensgemeinschaft zusammen und sind in deren Haushalt auch zwei &auml;ltere, aus einer anderen Beziehung stammende Kinder eines Elternteils aufgenommen, erh&auml;lt der andere Elternteil f&uuml;r das gemeinsame Kind nicht den nach &sect; 66 Abs. 1 EStG erh&ouml;hten Kindergeldbetrag f&uuml;r ein drittes Kind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Es begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dass einem in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft lebenden Elternteil im Hinblick auf die in seinem Haushalt lebenden, bei ihm kindergeldrechtlich nicht zu ber&uuml;cksichtigenden Kinder des anderen Elternteils der Z&auml;hlkindervorteil versagt wird, w&auml;hrend einem Stiefelternteil dieser Z&auml;hlkindervorteil f&uuml;r die Kinder seines Ehegatten gew&auml;hrt wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 6. M&auml;rz 2017&nbsp;&nbsp;9 K 2057\/16 Kg wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist der Z&auml;hlkindervorteil f&uuml;r den Zeitraum M&auml;rz 2016 bis Juli 2016.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist der Vater einer im M&auml;rz 2016 geborenen Tochter (T). Er lebt mit der Kindsmutter (Lebensgef&auml;hrtin) in nichtehelicher Lebensgemeinschaft in einem gemeinsamen Haushalt. Zu dem Haushalt geh&ouml;ren auch die beiden 2009 und 2012 geborenen ehelichen Kinder der Lebensgef&auml;hrtin des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte und Revisionsbeklagte (Familienkasse) setzte auf Antrag des Kl&auml;gers mit Bescheid vom 17.&nbsp;Juni 2016 ab M&auml;rz 2016 Kindergeld f&uuml;r T in H&ouml;he von 190&nbsp;EUR fest. Den Einspruch des Kl&auml;gers, mit dem er begehrte, das Kindergeld auf 196&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen, weil T als sein drittes Kind zu ber&uuml;cksichtigen sei, wies die Familienkasse mit Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;Juli 2016 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage blieb ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und das Kindergeld f&uuml;r T unter Ab&auml;nderung des Bescheids vom 17.&nbsp;Juni 2016 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;Juli 2016 auf 196&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass dem Kl&auml;ger f&uuml;r T f&uuml;r den Zeitraum M&auml;rz 2016 bis Juli 2016 (Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;Juli 2016) kein Z&auml;hlkindervorteil in H&ouml;he von 6&nbsp;EUR pro Monat zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) betr&auml;gt das Kindergeld im Streitzeitraum f&uuml;r erste und zweite Kinder jeweils 190&nbsp;EUR und f&uuml;r dritte Kinder 196&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die H&ouml;he des Kindergeldes orientiert sich an der Anzahl und Reihenfolge der beim Kindergeldberechtigten ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higen Kinder. Die Reihenfolge der Kinder bestimmt sich nach dem Alter der Kinder. Erstes Kind i.S. des &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;1 EStG ist das erstgeborene ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hige Kind. Zweites, drittes und weiteres Kind sind die danach geborenen Kinder in der Reihenfolge ihrer Geburt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob das Kind beim Kindergeldberechtigten ber&uuml;cksichtigt werden kann, richtet sich nach &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Danach werden Kinder i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 EStG ber&uuml;cksichtigt (&sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG). Das sind die im ersten Grad mit dem Kindergeldberechtigten verwandten Kinder (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG) und die Pflegekinder (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG). Ferner erfasst &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG die vom Berechtigten in seinen Haushalt aufgenommenen Kinder seines Ehegatten und &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG die vom Berechtigten in seinen Haushalt aufgenommenen Enkel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higkeit eines Kindes kann dazu f&uuml;hren, dass dem Kindergeldberechtigten selbst ein Anspruch auf Zahlung des Kindergeldes zusteht (sog. Zahlkinder). Sie kann aber auch zur Folge haben, dass das Kind zwar in der Geburtenreihenfolge des &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;1 EStG mitgez&auml;hlt wird, der Zahlungsanspruch f&uuml;r dieses Kind aber aufgrund der Anwendung einer Konkurrenzregelung entf&auml;llt. Der fehlende Zahlungsanspruch kann darauf beruhen, dass ein Ausschlusstatbestand nach &sect;&nbsp;65 EStG vorliegt oder eine andere Person, zu der das Kind gleichfalls in einem Kindschaftsverh&auml;ltnis steht, nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 oder 3 EStG oder nach &uuml;ber- oder zwischenstaatlichem Recht einen vorrangigen Kindergeldanspruch hat (Helmke in Helmke\/ Bauer, Familienleistungsausgleich, Kommentar, Fach A, I.&nbsp;Kommentierung, &sect;&nbsp;66 EStG Rz&nbsp;4; Avvento in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;63 Rz&nbsp;1). In diesem Fall kann das Z&auml;hlkind nur die H&ouml;he des Kindergeldes f&uuml;r die beim Kindergeldberechtigten zu ber&uuml;cksichtigenden Zahlkinder erh&ouml;hen, wenn letztere durch Einrechnung des Z&auml;hlkindes eine h&ouml;here Ordnungszahl erhalten (sog. Z&auml;hlkindervorteil).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall ist T als leibliches Kind des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Kinder der Lebensgef&auml;hrtin des Kl&auml;gers sind weder leibliche Kinder noch Adoptivkinder des Kl&auml;gers und fallen damit nicht unter &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG. Sie sind auch keine Pflegekinder des Kl&auml;gers. Denn dies w&uuml;rde nach der im Klammerzusatz des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG enthaltenen Legaldefinition des Begriffes des Pflegekinds u.a. voraussetzen, dass das Obhuts- und Pflegeverh&auml;ltnis zu den leiblichen Eltern nicht mehr besteht. Im Streitfall befanden sich die Kinder nach den Feststellungen des FG jedenfalls aber noch in einem Obhuts- und Pflegeverh&auml;ltnis zu ihrer leiblichen Mutter, der Lebensgef&auml;hrtin des Kl&auml;gers, so dass ein Pflegekindschaftsverh&auml;ltnis ausscheidet (BFH-Urteile vom 19.&nbsp;April 2007 III&nbsp;R&nbsp;85\/03, BFH\/NV 2007, 1855, Rz&nbsp;26, und vom 19.&nbsp;M&auml;rz 1993 III&nbsp;R&nbsp;45\/91, BFH\/NV 1993, 535, Rz&nbsp;11&nbsp;ff.). Da der Kl&auml;ger mit seiner Lebensgef&auml;hrtin nicht verheiratet ist, scheidet auch eine Ber&uuml;cksichtigung der Kinder nach &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Kinder der Lebensgef&auml;hrtin des Kl&auml;gers begr&uuml;nden auch keinen Z&auml;hlkindervorteil beim Kl&auml;ger, da keiner der Tatbest&auml;nde des &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG einschl&auml;gig ist. Die genannten Konkurrenzregelungen (insbesondere &sect;&sect;&nbsp;64, 65 EStG) kommen nicht zur Anwendung, da sie die grunds&auml;tzliche Ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higkeit des Kindes voraussetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers wird ihm durch einen von der Lebensgef&auml;hrtin f&uuml;r T gestellten Kindergeldantrag nicht die M&ouml;glichkeit genommen, im Rahmen der Vergleichsrechnung des &sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;4 EStG in den Genuss der &#8211;angesichts seiner Einkommensverh&auml;ltnisse m&ouml;glicherweise g&uuml;nstigeren&#8211; Freibetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG zu gelangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Da T als leibliches Kind der Lebensgef&auml;hrtin des Kl&auml;gers bei dieser nach &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu ber&uuml;cksichtigen ist, w&auml;re T im Falle eines &#8211;mit Einverst&auml;ndnis des Kl&auml;gers (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG)&#8211; von der Lebensgef&auml;hrtin gestellten Kindergeldantrags aufgrund der fr&uuml;heren Geburt der anderen beiden leiblichen Kinder der Lebensgef&auml;hrtin deren drittes Kind. Entsprechend h&auml;tte der Lebensgef&auml;hrtin f&uuml;r T im Streitzeitraum ein Kindergeldanspruch in H&ouml;he von 196&nbsp;EUR zugestanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) aa) Nach &sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;1 EStG, der Grundnorm des Familienleistungsausgleichs, wird die steuerliche Freistellung eines Einkommensbetrags in H&ouml;he des Existenzminimums eines Kindes einschlie&szlig;lich der Bedarfe f&uuml;r Betreuung und Erziehung oder Ausbildung im gesamten Veranlagungszeitraum entweder durch die Freibetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG oder durch Kindergeld nach &sect;&sect;&nbsp;62&nbsp;ff. EStG bewirkt. Hierzu wird im laufenden Kalenderjahr zun&auml;chst das Kindergeld als Steuerverg&uuml;tung monatlich gezahlt (&sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;3 EStG). Sodann wird bei der Veranlagung zur Einkommensteuer eine Vergleichsrechnung durchgef&uuml;hrt und gepr&uuml;ft, ob der Abzug der Freibetr&auml;ge oder der Anspruch auf Kindergeld f&uuml;r den Steuerpflichtigen g&uuml;nstiger ist (sog. G&uuml;nstigerpr&uuml;fung). Ergibt diese, dass der Anspruch auf Kindergeld f&uuml;r den gesamten Veranlagungszeitraum die nach &sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;1 EStG gebotene steuerliche Freistellung nicht vollst&auml;ndig bewirkt, werden deshalb bei der Veranlagung zur Einkommensteuer die Freibetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG vom Einkommen abgezogen und es erh&ouml;ht sich die unter Abzug dieser Freibetr&auml;ge ermittelte tarifliche Einkommensteuer um den Anspruch auf Kindergeld f&uuml;r den gesamten Veranlagungszeitraum (&sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;4 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die im Rahmen dieser Vergleichsrechnung zu ber&uuml;cksichtigenden kindbedingten Freibetr&auml;ge ergeben sich aus &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG steht jedem Elternteil ein Kinderfreibetrag und ein Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf zu. Die Freibetr&auml;ge werden im Rahmen dieser Vergleichsrechnung bei der Veranlagung unabh&auml;ngig davon ber&uuml;cksichtigt, ob und ggf. f&uuml;r welchen Elternteil Kindergeld festgesetzt wurde. Hinsichtlich der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung sieht &sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;4 Halbsatz&nbsp;2 EStG vor, dass bei nicht zusammenveranlagten Eltern der Kindergeldanspruch im Umfang des Kinderfreibetrags angesetzt wird. Das hat zur Folge, dass einem Elternteil, dem der einfache Kinderfreibetrag zusteht, der halbe Anspruch auf Kindergeld zugerechnet wird (Senatsbeschluss vom 23.&nbsp;Dezember 2013 III&nbsp;B&nbsp;98\/13, BFH\/NV 2014, 519; Kanzler in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;31 EStG Rz&nbsp;35; Bl&uuml;mich\/ Selder, &sect;&nbsp;31 EStG Rz&nbsp;51). Die Anrechnung dieses halben Kindergeldanspruchs erfolgt jedenfalls dem Grunde nach wiederum unabh&auml;ngig davon, ob und ggf. f&uuml;r wen im Kindergeldverfahren Kindergeld festgesetzt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall k&auml;men dem Kl&auml;ger daher auch dann die nach der Vergleichsrechnung f&uuml;r ihn g&uuml;nstigeren kindbedingten einfachen Freibetr&auml;ge f&uuml;r T zugute, wenn die Lebensgef&auml;hrtin des Kl&auml;gers das Kindergeld f&uuml;r T beantragt und erh&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Es begegnet auch keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dass dem Kl&auml;ger der Z&auml;hlkindervorteil versagt bleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dem Kl&auml;ger kann nicht darin gefolgt werden, dass ein Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) vorliegt, weil seine &quot;Patchwork-Familie&quot; ohne sachlichen Grund schlechter gestellt werde als eine aus Ehegatten und Kindern bestehende Familie.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit die steuerliche Behandlung einer aus Ehegatten und Kindern bestehenden Familie mit der steuerlichen Behandlung der &quot;Patchwork-Familie&quot; verglichen wird, fehlt es bereits an einer Schlechterstellung. Denn wie unter II.2.a dargestellt, kann auch die &quot;Patchwork-Familie&quot; des Kl&auml;gers durch einen von der Lebensgef&auml;hrtin gestellten Kindergeldantrag den erh&ouml;hten Kindergeldbetrag f&uuml;r das j&uuml;ngste Kind T erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit isoliert auf die steuerliche Behandlung des Kl&auml;gers abgestellt wird, hat dieser zwar &#8211;anders als ein verheirateter Kindergeldberechtigter, der auch hinsichtlich der in seinen Haushalt aufgenommenen Kinder seines Ehegatten Anspruch auf Kindergeld hat (&sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG)&#8211; nicht die M&ouml;glichkeit, das erh&ouml;hte Kindergeld f&uuml;r T zu erhalten. Diese Differenzierung ist nach &Uuml;berzeugung des Senats jedoch durch Typisierungs- und Vereinfachungserfordernisse gerechtfertigt (zur Typisierungs- und Vereinfachungsbefugnis des Gesetzgebers vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesverfassungsgericht &#8211;BVerfG&#8211; vom 6.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;13\/09, BVerfGE 126, 268, und vom 15.&nbsp;Januar 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;2\/04, BVerfGE 120, 1, unter C.I.2.a&nbsp;aa; BVerfG-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1,&nbsp;2\/07, 2&nbsp;BvL&nbsp;1,&nbsp;2\/08, BVerfGE 122, 210, unter C.I.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Kindergeld dient zum einen der verfassungsrechtlich gebotenen steuerlichen Verschonung des Familienexistenzminimums, zum anderen, soweit es f&uuml;r die steuerliche Freistellung nicht erforderlich ist, der F&ouml;rderung der Familie (&sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;2 EStG). Der Gesetzgeber hat sich bei der Regelung der kindergeldrechtlichen Ber&uuml;cksichtigungstatbest&auml;nde daran orientiert, ob dem Steuerpflichtigen typischerweise Aufwendungen f&uuml;r den Unterhalt des Kindes entstehen. Erfasst werden daher Fallkonstellationen, in denen entweder typischerweise eine gesetzliche Unterhaltspflicht besteht (insbesondere &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG) oder in denen jedenfalls typischerweise in tats&auml;chlicher Hinsicht von der Entstehung von Unterhaltsaufwendungen ausgegangen werden kann. Da es sich um Massenfallrecht handelt, verzichtet das Gesetz dagegen grunds&auml;tzlich darauf, eine Einzelfallpr&uuml;fung hinsichtlich der Frage anzuordnen, ob dem Steuerpflichtigen tats&auml;chlich Unterhaltsaufwendungen entstanden sind. Insofern kommt in den F&auml;llen des regelm&auml;&szlig;ig nur tats&auml;chlichen Bestehens eines Unterhaltsverh&auml;ltnisses der &#8211;auch im Fall des Kl&auml;gers vorliegenden&#8211; Haushaltsaufnahme zwar eine gewisse Indizfunktion f&uuml;r das Vorliegen von Unterhaltsaufwendungen zu. Der Gesetzgeber begn&uuml;gt sich &#8211;wie &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG (Pflegekinder), &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG (Kinder des Ehegatten) und &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG (Enkelkinder) zeigen&#8211; aber nicht mit der blo&szlig;en Haushaltsaufnahme, sondern erfordert als weiteres Indiz eine gesteigerte Verbundenheit zwischen dem Steuerpflichtigen und dem Kind. Diese ergibt sich beim Kind des Ehegatten zum einen daraus, dass dieses nach &sect;&nbsp;1590 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) mit dem anderen Ehegatten verschw&auml;gert ist und diese Schw&auml;gerschaft selbst dann fortbesteht, wenn die Ehe, durch die sie begr&uuml;ndet wurde, aufgel&ouml;st ist (&sect;&nbsp;1590 Abs.&nbsp;2 BGB). Zum anderen bewirkt auch die durch die Ehe begr&uuml;ndete Verbindung zwischen den Ehegatten eine erh&ouml;hte Bindung des einen Ehegatten zu den Kindern des anderen Ehegatten. Demgegen&uuml;ber fehlt es in einer jederzeit l&ouml;sbaren Lebensgemeinschaft zwischen unverheirateten Lebensgef&auml;hrten an einer derartigen gesteigerten Verbundenheit zwischen dem einen Lebensgef&auml;hrten und den Kindern des anderen Lebensgef&auml;hrten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat teilt auch nicht die Auffassung des Kl&auml;gers, dass der Gesetzgeber mit der Versagung des erh&ouml;hten Kindergeldes den durch Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG geforderten besonderen Schutz der Familie au&szlig;er Acht gelassen hat. Denn unter den Familienbegriff des Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG fallen zwar einerseits die nichteheliche Lebensgemeinschaft des Kl&auml;gers und seiner Lebensgef&auml;hrtin mit der gemeinsamen Tochter T (BVerfG-Beschluss vom 9.&nbsp;November 2004&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;684\/98, BVerfGE 112, 50) und andererseits die aus der nichtverheirateten Lebensgef&auml;hrtin und ihren beiden weiteren leiblichen Kindern bestehende Familie (BVerfG-Beschluss vom 30.&nbsp;Juni 1964&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;16-25\/62, BVerfGE 18, 97, Rz&nbsp;38, zugleich zur Familienzugeh&ouml;rigkeit von Stief-, Adoptiv- und Pflegekindern).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nichteheliche Lebensgemeinschaft als solche ist aber keine Familie i.S. des Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG, und zwar auch dann nicht, wenn sie jahrelang bestanden hat; ebenso wenig unterf&auml;llt die Beziehung des Kl&auml;gers zu den leiblichen Kindern seiner Lebensgef&auml;hrtin dem Schutzbereich des Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG (zum Familienbegriff des Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG vgl. Grziwotz, Nichteheliche Lebensgemeinschaft, 5.&nbsp;Aufl. 2014, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;3, jeweils m.w.N.). Entsprechend kann der Kl&auml;ger mangels famili&auml;rer Beziehung zu den weiteren leiblichen Kindern seiner Lebensgef&auml;hrtin nicht beanspruchen, dass diese Kinder in Form eines Z&auml;hlkindervorteils seinen Anspruch auf Kindergeld erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2018, III R 24\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.250418.IIIR24.17.0 Kindergeld; Z&auml;hlkindervorteil in einer &quot;Patchwork-Familie&quot; Leits&auml;tze 1. 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