{"id":69757,"date":"2018-07-26T16:37:11","date_gmt":"2018-07-26T14:37:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69757"},"modified":"2018-07-26T16:37:11","modified_gmt":"2018-07-26T14:37:11","slug":"ii-r-16-13-kostenentscheidung-bei-weitergeltungsanordnung-des-bverfg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-16-13-kostenentscheidung-bei-weitergeltungsanordnung-des-bverfg\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;16\/13 &#8211; Kostenentscheidung bei Weitergeltungsanordnung des BVerfG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.5.2018, II R 16\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.160518.IIR16.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Kostenentscheidung bei Weitergeltungsanordnung des BVerfG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Kl&auml;ger, dessen Revision zur&uuml;ckgewiesen wird, hat die Kosten des Revisionsverfahrens auch zu tragen, wenn der angefochtene Verwaltungsakt auf Vorschriften beruht, die zwar verfassungswidrig sind, deren Anwendung im Streitfall aber aufgrund einer entsprechenden Anordnung des BVerfG zul&auml;ssig ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 20. Februar 2013&nbsp;&nbsp;3 K 3190\/09 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb im Jahr 2008 ein Teileigentum in einem im ehemaligen Westteil von Berlin gelegenen Mehrfamilienhaus, das im Jahr 1983 in Teil- und Wohnungseigentum aufgeteilt worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) rechnete ihm das Objekt durch Bescheid vom 13.&nbsp;Februar 2009 zum 1.&nbsp;Januar 2009 zu und wies darauf hin, dass der Einheitswert wie bisher 21.576&nbsp;EUR (42.200&nbsp;DM) betrage. Diesen Einheitswert hatte das FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;8 des Bewertungsgesetzes (BewG) i.d.F. des Art.&nbsp;14 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;c und Nr.&nbsp;11 Buchst.&nbsp;b des Missbrauchsbek&auml;mpfungs- und Steuerbereinigungsgesetzes vom 21.&nbsp;Dezember 1993 (BGBl I 1993, 2310) durch Bescheid vom 25.&nbsp;Mai 1994 auf den 1.&nbsp;Januar 1994 festgestellt. Zur Berechnung des Grundst&uuml;ckswerts hatte das FA in diesem Bescheid auf den Einheitswertbescheid auf den 1.&nbsp;Januar 1984 vom 24.&nbsp;September 1984 verwiesen, in dem es f&uuml;r das neu gebildete Teileigentum eine Nachfeststellung durchgef&uuml;hrt hatte. Es war dabei von einer Jahresrohmiete von 6.218&nbsp;DM und einem Vervielf&auml;ltiger von 6,8 ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den auf Neufeststellung des Einheitswerts zum 1.&nbsp;Januar 2009 gerichteten Antrag des Kl&auml;gers lehnte das FA durch Bescheid vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2009 ab. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage, mit der der Kl&auml;ger die ersatzlose Aufhebung des Einheitswerts f&uuml;r das ihm geh&ouml;rende Teileigentum begehrte, mit der Begr&uuml;ndung ab, die Voraussetzungen f&uuml;r eine fehlerbeseitigende Wertfortschreibung nach &sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;3 BewG seien nicht erf&uuml;llt. Die der Bewertung zugrunde liegenden Vorschriften des Bewertungsgesetzes seien am Stichtag 1.&nbsp;Januar 2009 noch verfassungsgem&auml;&szlig; gewesen. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 914, ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision verfolgte der Kl&auml;ger sein Begehren zun&auml;chst weiter. Er r&uuml;gte eine Verletzung des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;). Aufgrund der lange zur&uuml;ckliegenden Hauptfeststellungszeitpunkte (1.&nbsp;Januar 1964, im Beitrittsgebiet 1.&nbsp;Januar 1935) komme es bei der Einheitsbewertung zu ganz erheblichen Wertverzerrungen, die zum Stichtag 1.&nbsp;Januar 2009 aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht mehr gerechtfertigt werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf den Vorlagebeschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22.&nbsp;Oktober 2014 II&nbsp;R&nbsp;16\/13 (BFHE 247, 150, BStBl II 2014, 957) entschied das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) mit Urteil vom 10.&nbsp;April 2018&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;11\/14 u.a. (Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2018, 791), dass die &sect;&sect;&nbsp;19, 20, 21, 22, 23, 27, 76, 79 Abs.&nbsp;5, &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BewG i.V.m. Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz 1 und Satz 3 des Gesetzes zur &Auml;nderung des Bewertungsgesetzes i.d.F. des Art.&nbsp;2 des Gesetzes vom 22.&nbsp;Juli 1970 (BGBl&nbsp;I 1970, 1118), soweit sie bebaute Grundst&uuml;cke au&szlig;erhalb des Bereichs der Land- und Forstwirtschaft und au&szlig;erhalb des in Art.&nbsp;3 des Einigungsvertrags genannten Gebiets betreffen, jedenfalls seit dem 1.&nbsp;Januar 2002 unvereinbar mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG sind. Der Gesetzgeber ist nach dem Urteil verpflichtet, eine Neuregelung sp&auml;testens bis zum 31.&nbsp;Dezember 2019 zu treffen. Bis zu diesem Zeitpunkt d&uuml;rfen die als unvereinbar mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG festgestellten Regeln &uuml;ber die Einheitsbewertung weiter angewandt werden. Nach Verk&uuml;ndung einer Neuregelung d&uuml;rfen die beanstandeten Regelungen f&uuml;r weitere f&uuml;nf Jahre ab der Verk&uuml;ndung, l&auml;ngstens aber bis zum 31.&nbsp;Dezember 2024 angewandt werden. Den Verfassungsbeschwerden 1&nbsp;BvR&nbsp;639\/11 und 1&nbsp;BvR&nbsp;889\/12, &uuml;ber die das BVerfG mit dem Urteil in DStR 2018, 791, ebenfalls entschied, gab das Gericht daher nur insoweit statt, als es feststellte, dass die angegriffenen BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;Januar 2011 II&nbsp;B&nbsp;74\/10 und vom 24.&nbsp;Februar 2012 II&nbsp;B&nbsp;110\/11 sowie die vorangegangenen finanzgerichtlichen Urteile und Verwaltungsakte die Beschwerdef&uuml;hrer in ihrem Grundrecht aus Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG verletzen. Aufgehoben wurden die Entscheidungen nicht. Es blieb daher auch bei den finanzgerichtlichen Kostenentscheidungen zulasten der Beschwerdef&uuml;hrer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist nunmehr der Ansicht, der Einheitswert m&uuml;sse im Wege der griffweisen Sch&auml;tzung auf 10.000&nbsp;EUR herabgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Vorentscheidung, die Einspruchsentscheidung vom 16.&nbsp;September 2009 und den Bescheid vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2009 aufzuheben und das FA zu verpflichten, den Einheitswert f&uuml;r das ihm geh&ouml;rende Teileigentum auf 10.000 EUR herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen ist dem Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) beigetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO). Das FG hat die Klage im Ergebnis zu Recht abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die im Streitfall anwendbaren Vorschriften &uuml;ber die Einheitsbewertung waren zwar entgegen der Ansicht des FG im Feststellungszeitpunkt 1.&nbsp;Januar 2009 nicht mehr verfassungsgem&auml;&szlig;. Sie d&uuml;rfen aber nach dem BVerfG-Urteil in DStR 2018, 791 auf diesen Zeitpunkt angewandt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;2 Satz 1 der Abgabenordnung als Rechtsnachfolger an den vom FA durch Bescheid vom 25.&nbsp;Mai 1994 auf den 1.&nbsp;Januar 1994 festgestellten Einheitswert gebunden. Den Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) l&auml;sst sich nicht entnehmen, dass im Feststellungszeitpunkt 1.&nbsp;Januar 2009 die Voraussetzungen f&uuml;r eine Wertfortschreibung nach unten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;1 oder 3 BewG erf&uuml;llt waren. Der Kl&auml;ger hat die Feststellungen nicht mit einer Verfahrensr&uuml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b FGO angegriffen. Eine blo&szlig;e griffweise Sch&auml;tzung ist nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO. Danach fallen die Kosten eines ohne Erfolg eingelegten Rechtsmittels demjenigen zur Last, der das Rechtsmittel eingelegt hat. Dies gilt auch dann, wenn wie im Streitfall das BVerfG die dem angefochtenen Verwaltungsakt zugrunde liegenden Vorschriften zwar r&uuml;ckwirkend f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt, aber zugleich deren weitere Anwendung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zugelassen hat und der Verwaltungsakt deshalb nicht aufzuheben oder zu &auml;ndern ist (BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;M&auml;rz 1994 III&nbsp;B&nbsp;543\/90, BFHE 173, 506, BStBl II 1994, 473). Diese Beurteilung steht im Einklang mit dem Urteil des BVerfG in DStR 2018, 791, das die mit den Verfassungsbeschwerden 1&nbsp;BvR&nbsp;639\/11 und 1&nbsp;BvR&nbsp;889\/12 angegriffenen BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;Januar 2011 II&nbsp;B&nbsp;74\/10 und vom 24.&nbsp;Februar 2012 II&nbsp;B&nbsp;110\/11 sowie die vorangegangenen finanzgerichtlichen Urteile einschlie&szlig;lich der getroffenen Kostenentscheidungen zulasten der Beschwerdef&uuml;hrer trotz des festgestellten Verfassungsversto&szlig;es unver&auml;ndert bestehen lie&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die vom Kl&auml;ger begehrte Anordnung, dass dem FA die ihm f&uuml;r das Verfahren vor dem BVerfG entstandenen Auslagen auferlegt werden, gibt es im vorliegenden Revisionsverfahren keine Grundlage. Die volle oder teilweise Erstattung der Auslagen im Verfahren vor dem BVerfG kann nach &sect;&nbsp;34a Abs.&nbsp;3 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes (BVerfGG) nur von diesem Gericht und damit nicht vom BFH im Rahmen des Revisionsverfahrens angeordnet werden. &sect;&nbsp;34a Abs.&nbsp;3 BVerfGG benennt als anordnungsbefugtes Gericht ausschlie&szlig;lich das BVerfG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.5.2018, II R 16\/13ECLI:DE:BFH:2018:U.160518.IIR16.13.0 Kostenentscheidung bei Weitergeltungsanordnung des BVerfG Leits&auml;tze Der Kl&auml;ger, dessen Revision zur&uuml;ckgewiesen wird, hat die Kosten des Revisionsverfahrens auch zu tragen, wenn der angefochtene Verwaltungsakt auf Vorschriften beruht, die zwar verfassungswidrig sind, deren Anwendung im Streitfall aber aufgrund einer entsprechenden Anordnung des BVerfG zul&auml;ssig ist. 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