{"id":69759,"date":"2018-07-26T16:37:14","date_gmt":"2018-07-26T14:37:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69759"},"modified":"2018-07-26T16:37:14","modified_gmt":"2018-07-26T14:37:14","slug":"x-b-143-17-ausschliessung-oder-ablehnung-eines-richters-ueber-dessen-frueheres-verhalten-im-prozess-beweis-erhoben-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-143-17-ausschliessung-oder-ablehnung-eines-richters-ueber-dessen-frueheres-verhalten-im-prozess-beweis-erhoben-wird\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;143\/17 &#8211; Ausschlie&szlig;ung oder Ablehnung eines Richters, &uuml;ber dessen fr&uuml;heres Verhalten im Prozess Beweis erhoben wird"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.5.2018, X B 143\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.090518.XB143.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ausschlie&szlig;ung oder Ablehnung eines Richters, &uuml;ber dessen fr&uuml;heres Verhalten im Prozess Beweis erhoben wird<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Ein Richter, &uuml;ber dessen Verhalten in einem fr&uuml;heren Verfahrensabschnitt, das ein Prozessbeteiligter als N&ouml;tigung bezeichnet, Beweis erhoben wird, ist nicht schon kraft Gesetzes von der Mitwirkung an der Beweisaufnahme und der Entscheidung &uuml;ber deren Ergebnis ausgeschlossen. Die Beteiligten k&ouml;nnen ihren verfassungsrechtlichen Anspruch auf einen neutralen und unabh&auml;ngigen Richter in einem derartigen Fall aber durch Anbringung eines Ablehnungsgesuchs durchsetzen. Diese Rechtslage gen&uuml;gt den verfassungsrechtlichen Anforderungen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Der Ausschluss eines Richters nach &sect; 41 Nr. 5 ZPO setzt voraus, dass der Richter tats&auml;chlich als Zeuge oder Sachverst&auml;ndiger vernommen wurde. Ist eine solche Vernehmung nicht durchgef&uuml;hrt worden, sind die Voraussetzungen des &sect; 41 Nr. 5 ZPO auch dann nicht erf&uuml;llt, wenn das Unterbleiben der Vernehmung verfahrensfehlerhaft gewesen sein sollte.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. NV: &sect; 41 Nr. 6 ZPO setzt voraus, dass das Verfahren in einem h&ouml;heren Rechtszug anh&auml;ngig ist. Daran fehlt es sowohl bei einem Wiederaufnahmeverfahren als auch bei einem Verfahren, in dem es um die Frage geht, ob abgegebene Erledigungserkl&auml;rungen unwirksam sind und das Ursprungsverfahren daher fortzusetzen ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. NV: Die in &sect; 41 ZPO enthaltene Aufz&auml;hlung der gesetzlichen Ausschlie&szlig;ungsgr&uuml;nde ist abschlie&szlig;end.<\/p>\n<\/p>\n<p>5. NV: Die Voraussetzungen des &sect; 119 Nr. 2 FGO liegen nicht vor, wenn die Beteiligten zwar die M&ouml;glichkeit gehabt h&auml;tten, ein Ablehnungsgesuch mit Aussicht auf Erfolg anzubringen, tats&auml;chlich aber keinen Ablehnungsantrag gestellt haben.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 6. September 2017&nbsp;&nbsp;1 K 286\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben hinsichtlich der Einkommensteuer 2002 und der Gewerbesteuermessbetr&auml;ge 2001 bis 2003 der Kl&auml;ger und im &Uuml;brigen die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Eheleute. In den Streitjahren 2001 und 2003 wurden sie zur Einkommensteuer zusammenveranlagt; im Streitjahr 2002 w&auml;hlten sie die getrennte Veranlagung. Der Kl&auml;ger ist als Versicherungsvertreter gewerblich t&auml;tig; die Kl&auml;gerin erzielt als Lehrerin Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Streitjahre erh&ouml;hte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit ge&auml;nderten Bescheiden vom 2.&nbsp;Mai 2007 den Gewinn des Kl&auml;gers in zahlreichen Einzelpunkten. Unter anderem versagte er f&uuml;r das Streitjahr 2003 den Betriebsausgabenabzug f&uuml;r Aufwendungen in H&ouml;he von insgesamt 42.982&nbsp;EUR, die nach dem Vorbringen der Kl&auml;ger mit dem Versuch der Vermarktung eines Patents, dessen Mitinhaber der Kl&auml;ger war, in Zusammenhang standen. In der Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;Oktober 2008 nahm das FA wegen eines Rechenfehlers eine geringf&uuml;gige Herabsetzung der Einkommensteuer und des Gewerbesteuermessbetrags 2001 vor; f&uuml;r das Streitjahr 2003 kam es &#8211;nach vorherigem Hinweis&#8211; zu einer Erh&ouml;hung der Festsetzungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Klageverfahrens erteilte das FA dem Kl&auml;ger in einem parallel gef&uuml;hrten Einspruchsverfahren wegen der Bescheide f&uuml;r die Folgejahre eine verbindliche Auskunft. Darin hei&szlig;t es, die Ver&auml;u&szlig;erung der Patentrechte aus dem Privatverm&ouml;gen sei kein steuerbarer Vorgang, weil der Zeitraum zwischen Anschaffung und Ver&auml;u&szlig;erung mehr als ein Jahr betrage. Dies gelte allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich die Rechte nicht in einem Betriebsverm&ouml;gen befinden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren wegen der Streitjahre 2001 bis 2003 beschloss der zust&auml;ndige Senat des Finanzgerichts (FG) am 25.&nbsp;Februar 2010, den Rechtsstreit dem Berichterstatter als Einzelrichter zur Entscheidung zu &uuml;bertragen. Welcher Richter als Berichterstatter und damit als Einzelrichter vorgesehen war, lie&szlig; sich diesem Beschluss nicht entnehmen; auch der senatsinterne Gesch&auml;ftsverteilungsplan enthielt keine Bestimmung dar&uuml;ber, wer der jeweils zust&auml;ndige Einzelrichter sein solle. Aus diesem Grund sind das FG und die Beteiligten heute unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu vergleichbaren Konstellationen (Beschl&uuml;sse vom 23.&nbsp;November 2011 IV&nbsp;B&nbsp;7\/10, BFH\/NV 2012, 429, und vom 8.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;118\/12, BFH\/NV 2013, 750, Rz&nbsp;13) &uuml;bereinstimmend der Auffassung, dass der &Uuml;bertragungsbeschluss unwirksam war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit wurde das Senatsmitglied E als Einzelrichter t&auml;tig. Er erlie&szlig; zun&auml;chst einen klageabweisenden Gerichtsbescheid, der aber aufgrund eines Antrags der Kl&auml;ger auf m&uuml;ndliche Verhandlung als nicht ergangen galt. Am 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 f&uuml;hrte E die m&uuml;ndliche Verhandlung in dem Klageverfahren durch. In dem entsprechenden Protokoll hei&szlig;t es, die Beteiligten h&auml;tten die &quot;folgende tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung&quot; getroffen: &quot;Der Vertreter des Beklagten sagt zu, weitere Betriebsausgaben i.H.v. 50&nbsp;%&quot; der streitigen Aufwendungen f&uuml;r die Patentvermarktung anzuerkennen. Ein bestimmter Sachverhalt, auf den sich die Beteiligten verst&auml;ndigt h&auml;tten, ist dem Protokoll hingegen nicht zu entnehmen. Weiter hei&szlig;t es, beide Beteiligte h&auml;tten die Sache in der Hauptsache &uuml;bereinstimmend f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt. Das vorl&auml;ufig auf einem Tontr&auml;ger aufgezeichnete Protokoll (&sect;&nbsp;94 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211; i.V.m. &sect;&nbsp;160a Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;) enth&auml;lt hierzu nicht den Vermerk, dass die Aufzeichnungen &uuml;ber den Inhalt der Verst&auml;ndigung und die Erledigungserkl&auml;rungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, 3 ZPO vorgespielt und genehmigt wurden, sondern nur die Angabe &quot;Laut diktiert und genehmigt&quot;. Anschlie&szlig;end verk&uuml;ndete E den Beschluss, dass das Verfahren eingestellt wird, und traf eine Kostenentscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit &Auml;nderungsbescheiden vom 24.&nbsp;Juni 2011 setzte das FA die Einkommensteuer und den Gewerbesteuermessbetrag 2003 entsprechend der &quot;tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung&quot; herab. Gegen diese Bescheide legten die Kl&auml;ger Einspruch ein. Sie f&uuml;hrten zur Begr&uuml;ndung aus, bereits die nach der Au&szlig;enpr&uuml;fung ergangenen &Auml;nderungsbescheide vom 2.&nbsp;Mai 2007 seien nichtig, so dass die Festsetzungsfrist zwischenzeitlich abgelaufen sei und auch die &Auml;nderungsbescheide vom 24.&nbsp;Juni 2011 nicht mehr h&auml;tten ergehen d&uuml;rfen. Ferner beantragten sie, die Nichtigkeit der Bescheide vom 2.&nbsp;Mai 2007 festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA verwarf die Einspr&uuml;che gegen die &Auml;nderungsbescheide vom 24.&nbsp;Juni 2011 im Hinblick auf die vorangegangene tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung und die Hauptsacheerledigung als unzul&auml;ssig. Den Antrag auf Feststellung der Nichtigkeit lehnte es ab und wies den hiergegen eingelegten Einspruch zur&uuml;ck. Gegen beide Einspruchsentscheidungen erhoben die Kl&auml;ger gesonderte Klagen, die das FG am 7.&nbsp;M&auml;rz 2013 als unzul&auml;ssig verwarf. Die hiergegen erhobenen Nichtzulassungsbeschwerden sah der beschlie&szlig;ende Senat ebenfalls als unzul&auml;ssig an (Beschluss vom 8.&nbsp;Januar 2014 X&nbsp;B&nbsp;112, 113\/13, BFH\/NV 2014, 487). Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die nachfolgend eingelegte Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen (Beschluss vom 7.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2237\/15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 3.&nbsp;April 2013 erhoben die Kl&auml;ger &quot;Nichtigkeits- und Restitutionsklage&quot; im Hinblick auf den von E gefassten Einstellungsbeschluss vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2011. Als Nichtigkeitsgrund f&uuml;hrten sie an, das FG sei wegen der Unwirksamkeit des Beschlusses &uuml;ber die &Uuml;bertragung der Entscheidung des Rechtsstreits auf den Einzelrichter nicht vorschriftsm&auml;&szlig;ig besetzt gewesen. Hinsichtlich der Restitutionsklage sahen sie die in &sect;&nbsp;580 Nr.&nbsp;4 und Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;b ZPO genannten Gr&uuml;nde als gegeben an. Sie h&auml;tten nicht gewusst, dass dem FG im urspr&uuml;nglichen Klageverfahren wegen der Streitjahre 2001 bis 2003 die verbindliche Auskunft des FA vom 24.&nbsp;November 2009 nicht vorgelegen habe. H&auml;tten sie dies gewusst, h&auml;tten sie sich auf den Verst&auml;ndigungsvorschlag nicht eingelassen. Das FA habe diese Urkunde im Rechtsstreit in strafbarer Weise unterdr&uuml;ckt. Die Kl&auml;ger erstatteten eine entsprechende Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft; diese stellte das Verfahren indes am 6.&nbsp;November 2013 mangels hinreichenden Tatverdachts nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 der Strafprozessordnung (StPO) ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG sah diese Klage als Antrag auf Fortsetzung des urspr&uuml;nglichen Klageverfahrens an. Wegen der &#8211;nunmehr auch vom FG angenommenen&#8211; Unwirksamkeit des Beschlusses &uuml;ber die &Uuml;bertragung der Entscheidung des Rechtsstreits auf den Einzelrichter wurde der Vollsenat t&auml;tig; E war der f&uuml;r das Verfahren zust&auml;ndige Berichterstatter. Ferner vertrat das FG bereits im vorbereitenden Verfahren die Auffassung, der von E am 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 gefasste Einstellungsbeschluss sei mangels Rechtsgrundlage ohne rechtliche Wirkung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einer ersten m&uuml;ndlichen Verhandlung am 21.&nbsp;Juni 2017 hob das FG den Einstellungsbeschluss vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 f&ouml;rmlich auf. Insoweit erkl&auml;rten die Beteiligten den Rechtsstreit in der Hauptsache f&uuml;r erledigt. Der Kl&auml;ger brachte zur St&uuml;tzung seiner Rechtsauffassung, die von ihm seinerzeit abgegebene Erledigungserkl&auml;rung sei unwirksam gewesen, nunmehr zus&auml;tzlich vor, er sei von E mit den Worten: &quot;Sie haben diesen Vergleich anzunehmen. Wenn Sie ihn nicht annehmen, erkenne ich gar nichts an&quot; zur Abgabe der Erledigungserkl&auml;rung gen&ouml;tigt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG vertagte die Sache und beschloss am 19.&nbsp;Juli 2017 &#8211;unter Mitwirkung des E&#8211;, &uuml;ber die Behauptung des Kl&auml;gers, er sei von E mit den zitierten Worten zur Abgabe der Erledigungserkl&auml;rung veranlasst worden, durch Vernehmung der im Termin am 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 zugegen gewesenen Personen &#8211;nicht jedoch des E&#8211; als Zeugen Beweis zu erheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im zweiten Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung f&uuml;hrte das Gericht &#8211;unter Mitwirkung des E&#8211; die Beweisaufnahme durch. Ein fr&uuml;herer Steuerberater des Kl&auml;gers sowie eine weitere Mitinhaberin des Patents best&auml;tigten die Behauptung des Kl&auml;gers; der damalige Terminvertreter des FA erkl&auml;rte hingegen, sich nicht mehr an den Ablauf erinnern zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seinem im vorliegenden Verfahren angegriffenen Urteil stellte das FG &#8211;weiterhin unter Mitwirkung des E&#8211; fest, dass das Verfahren wegen der Einkommensteuer- und Gewerbesteuermessbescheide 2001 bis 2003 in der Hauptsache erledigt sei; im &Uuml;brigen wies es die Klage ab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, die am 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 von den Beteiligten abgegebenen Erledigungserkl&auml;rungen seien wirksam gewesen und h&auml;tten die Rechtsh&auml;ngigkeit unmittelbar beendet, ohne dass es noch eines gerichtlichen T&auml;tigwerdens &#8211;insbesondere eines Einstellungsbeschlusses&#8211; bedurft h&auml;tte. Die Erledigungserkl&auml;rungen seien unstreitig abgegeben worden. Selbst wenn derartige Erkl&auml;rungen nicht oder nicht ordnungsgem&auml;&szlig; protokolliert w&uuml;rden, seien sie wirksam, wenn sie auf andere Weise feststellbar seien. Dies sei hier der Fall, weil die Kl&auml;ger in einem nachfolgenden Schriftsatz selbst angegeben h&auml;tten, das Verfahren sei durch &uuml;bereinstimmende Erledigungserkl&auml;rungen wirksam beendet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar halte der BFH eine Erledigungserkl&auml;rung f&uuml;r unwirksam, wenn insoweit einer der in &sect;&nbsp;134 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;580 ZPO genannten Restitutionsgr&uuml;nde vorliege. Dies sei hier aber nicht der Fall. Weder sei wegen der vom Kl&auml;ger angezeigten Straftat &#8211;wie es &sect;&nbsp;581 Abs.&nbsp;1 ZPO erfordere&#8211; eine rechtskr&auml;ftige strafrechtliche Verurteilung ergangen noch sei der Kl&auml;ger gehindert gewesen, die Urkunde &uuml;ber die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung seinerzeit selbst dem FG vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Erledigungserkl&auml;rung sei auch nicht wegen einer unzul&auml;ssigen Einwirkung des E auf den Kl&auml;ger unwirksam. Der Senat habe nicht feststellen k&ouml;nnen, dass E den vom Kl&auml;ger behaupteten Satz genau so ausgesprochen habe. Zwar h&auml;tten die aus dem Umfeld des Kl&auml;gers stammenden Zeugen diese Behauptung best&auml;tigt. Sie h&auml;tten sich aber auf die Frage des Gerichts vorbereiten k&ouml;nnen. Ihre Glaubw&uuml;rdigkeit sei zudem zweifelhaft, weil sie vor der Vernehmung Kontakt zum Kl&auml;ger gehabt h&auml;tten. Demgegen&uuml;ber habe sich der Terminvertreter des FA nicht mehr erinnern k&ouml;nnen. Auch habe er deutlich l&auml;nger als die anderen Zeugen &uuml;berlegt; die schnellen Antworten der aus dem Umfeld des Kl&auml;gers stammenden Zeugen h&auml;tten vorbereitet gewirkt. Im &Uuml;brigen habe das Gericht den Kl&auml;ger nicht als Pers&ouml;nlichkeit erlebt, die sich leicht unter Druck setzen lasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu komme, dass dieser Restitutionsgrund versp&auml;tet geltend gemacht worden sei. Bei erstmaliger Geltendmachung der behaupteten N&ouml;tigung am 21.&nbsp;Juni 2017 sei sowohl die Frist von einem Monat seit Kenntniserlangung von dem Anfechtungsgrund (&sect;&nbsp;586 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 ZPO) als auch die Frist von f&uuml;nf Jahren seit Rechtskraft des Urteils (&sect;&nbsp;586 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ZPO) abgelaufen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehren die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache und Verfahrensm&auml;ngeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA h&auml;lt die Beschwerde f&uuml;r unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Keiner der von den Kl&auml;gern geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde ist tats&auml;chlich gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Als Verfahrensmangel (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) r&uuml;gen die Kl&auml;ger zun&auml;chst, E habe in unzul&auml;ssiger Weise bei der Entscheidung mitgewirkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;2 FGO liegt stets ein Verfahrensmangel vor, wenn bei der Entscheidung ein Richter mitgewirkt hat, der von der Aus&uuml;bung des Richteramts kraft Gesetzes ausgeschlossen (dazu unten a) oder wegen Besorgnis der Befangenheit mit Erfolg abgelehnt war (unten b). Im Streitfall ist jedoch keine dieser Alternativen erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Vorschriften des &sect;&nbsp;41 ZPO (i.V.m. &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) regeln, in welchen F&auml;llen ein Richter von der Aus&uuml;bung des Richteramts kraft Gesetzes ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;ger sind der Auffassung, E sei bereits gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;580 Nr.&nbsp;5 ZPO kraft Gesetzes von der Mitwirkung ausgeschlossen gewesen, weil gegen ihn der Vorwurf einer Straftat (N&ouml;tigung) erhoben worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der genannten Vorschrift findet die Restitutionsklage statt, wenn ein Richter bei dem Urteil mitgewirkt hat, der sich in Beziehung auf den Rechtsstreit einer strafbaren Verletzung seiner Amtspflichten gegen die Partei schuldig gemacht hat. Weitere Voraussetzung ist allerdings, dass wegen der Straftat eine rechtskr&auml;ftige Verurteilung ergangen ist oder die Einleitung oder Durchf&uuml;hrung eines Strafverfahrens aus anderen Gr&uuml;nden als wegen Mangels an Beweisen nicht erfolgen kann (&sect;&nbsp;581 Abs.&nbsp;1 ZPO). Schon daran fehlt es im Streitfall, so dass der Senat nicht dazu Stellung nehmen muss, ob &sect;&nbsp;580 ZPO den Katalog der in &sect;&nbsp;41 ZPO genannten Ausschlie&szlig;ungsgr&uuml;nde &uuml;berhaupt erweitern k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach &sect;&nbsp;41 Nr.&nbsp;1 ZPO ist ein Richter ausgeschlossen in Sachen, in denen er selbst Partei ist oder bei denen er zu einer Partei in dem Verh&auml;ltnis eines Mitberechtigten, Mitverpflichteten oder Regresspflichtigen steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch wenn es in dem angefochtenen Urteil wesentlich um das eigene Verhalten des E ging, wird er dadurch nicht zur &quot;Partei&quot; (zum Beteiligten). Die Beteiligten an einem finanzgerichtlichen Verfahren sind in &sect;&nbsp;57 FGO abschlie&szlig;end aufgez&auml;hlt. Ein Richter, dessen pers&ouml;nliches Verhalten zu ermitteln und zu bewerten ist, f&auml;llt nicht unter diese Aufz&auml;hlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus lie&szlig;e sich konstruieren, dass E &#8211;sollte er tats&auml;chlich das vom Kl&auml;ger behauptete Verhalten an den Tag gelegt haben und dies als Straftat zu bewerten sein&#8211; zum Kl&auml;ger im Verh&auml;ltnis eines Regresspflichtigen im Hinblick auf einen etwaigen Amtshaftungsanspruch stehen k&ouml;nnte. Indes entspricht es allgemeiner Auffassung, dass sich eine solche Regresspflicht aus dem Streitgegenstand des Verfahrens ergeben muss, eine etwaige Regresspflicht des Richters wegen fehlerhafter Verfahrensf&uuml;hrung aber kein Fall des &sect;&nbsp;41 Nr.&nbsp;1 ZPO ist (Oberlandesgericht Frankfurt, Beschluss vom 15.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&nbsp;4&nbsp;W&nbsp;22\/16, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 2017, 191, Rz&nbsp;22; Z&ouml;ller\/Vollkommer, ZPO, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;41 Rz&nbsp;7; vgl. auch &sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 ZPO, wonach eine Streitverk&uuml;ndung gegen das Gericht auch dann ausgeschlossen ist, wenn eine Partei f&uuml;r den Fall des ihr ung&uuml;nstigen Ausgangs des Rechtsstreits einen Anspruch auf Schadloshaltung gegen das Gericht erheben zu k&ouml;nnen glaubt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;41 Nr.&nbsp;5 ZPO ist ein Richter in Sachen ausgeschlossen, in denen er als Zeuge oder Sachverst&auml;ndiger vernommen ist. Voraussetzung ist nach dem klaren Gesetzeswortlaut allerdings, dass der Richter tats&auml;chlich als Zeuge vernommen wurde. Hingegen tritt die Ausschlusswirkung nicht schon dann ein, wenn eine Vernehmung des Richters als Zeuge &#8211;wie hier&#8211; in Betracht kommt (ebenso Beschluss des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 11.&nbsp;November 2008&nbsp;&nbsp;4&nbsp;StR&nbsp;480\/08, Neue Zeitschrift f&uuml;r Strafrecht &#8211; Rechtsprechungsreport Strafrecht 2009, 85, zur gleichlautenden Regelung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 StPO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob das Unterbleiben einer Zeugenvernehmung des E seinerseits im Hinblick auf die dem FG obliegende Sachaufkl&auml;rungspflicht verfahrensfehlerhaft war, braucht der Senat vorliegend nicht zu entscheiden, weil die Kl&auml;ger keine hierauf bezogene Verfahrensr&uuml;ge erhoben haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Auch &sect;&nbsp;41 Nr.&nbsp;6 ZPO ist nicht einschl&auml;gig. Nach dieser Regelung ist ein Richter in Sachen ausgeschlossen, in denen er in einem fr&uuml;heren Rechtszug bei dem Erlass der angefochtenen Entscheidung mitgewirkt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Begriff des &quot;Rechtszugs&quot; ist in der ZPO stets dadurch gekennzeichnet, dass es sich um den Instanzenzug zu einem h&ouml;heren Gericht handelt (vgl. &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;3, &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;127 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;172 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;511 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;531, &sect;&nbsp;534, &sect;&nbsp;538 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 ZPO und &ouml;fter). Daran fehlt es, wenn ein Kl&auml;ger &#8211;wie vorliegend&#8211; geltend macht, das Verfahren des ersten Rechtszugs sei deshalb fortzusetzen, weil eine abgegebene Erledigungserkl&auml;rung unwirksam sei. Dementsprechend ist &sect;&nbsp;41 Nr.&nbsp;6 ZPO auch auf &quot;echte&quot; Wiederaufnahmeverfahren &#8211;um ein solches handelte es sich vorliegend nicht einmal&#8211; nicht anwendbar (BFH-Beschl&uuml;sse vom 4.&nbsp;November 1998 IV&nbsp;R&nbsp;74\/97, BFH\/NV 1999, 641, und vom 21.&nbsp;September 1993 IV&nbsp;R&nbsp;78\/92, BFH\/NV 1994, 795, m.w.N.; ebenso BGH-Urteil vom 5.&nbsp;Dezember 1980 V&nbsp;ZR&nbsp;16\/80, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1981, 1273, unter I., m.w.N.), zumal eine dem &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 StPO entsprechende Vorschrift in der ZPO gerade fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die in &sect;&nbsp;41 ZPO enthaltene Aufz&auml;hlung der gesetzlichen Ausschlie&szlig;ungsgr&uuml;nde ist abschlie&szlig;end (st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, vgl. BGH-Entscheidungen vom 4.&nbsp;Dezember 1989 RiZ&nbsp;(R)&nbsp;5\/89, NJW 1991, 425, unter 1.a, und vom 20.&nbsp;Oktober 2003 II&nbsp;ZB&nbsp;31\/02, NJW 2004, 163, unter II.2.a; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18.&nbsp;Oktober 1979&nbsp;&nbsp;3&nbsp;C&nbsp;117\/79, NJW 1980, 2722). Diese Wertung beruht auf der verfassungsrechtlichen Forderung, den gesetzlichen Richter im Voraus m&ouml;glichst eindeutig zu bestimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar geh&ouml;rt es zum Wesen der richterlichen T&auml;tigkeit, dass sie von einem nichtbeteiligten Dritten in sachlicher und pers&ouml;nlicher Unabh&auml;ngigkeit ausge&uuml;bt wird (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;Dezember 1969&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;271, 342\/68, BVerfGE 27, 312, unter C.4. vor a, und vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1982&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvH&nbsp;1, 2\/82, 2&nbsp;BvR&nbsp;233\/82, BVerfGE 60, 175, unter B.II.1., beide m.w.N.). Die Beteiligten bleiben aber auch in denjenigen F&auml;llen, die von der abschlie&szlig;enden Aufz&auml;hlung des &sect;&nbsp;41 ZPO nicht erfasst werden, obwohl ein Mitglied des zust&auml;ndigen Gerichts &#8211;wie hier&#8211; in vergleichbarer Weise zum &quot;Richter in eigener Sache&quot; zu werden droht, nicht schutzlos, sondern haben die M&ouml;glichkeit, einen solchen Richter wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen. Dem verfassungsrechtlichen Gebot, wonach gew&auml;hrleistet sein muss, dass der Rechtsuchende nicht vor einem Richter steht, der aus bestimmten Gr&uuml;nden die gebotene Neutralit&auml;t und Distanz vermissen l&auml;sst, ist jedenfalls im Grundsatz auch dann hinreichend Rechnung getragen, wenn die prozessuale Konstellation, in der es einem Richter &#8211;tats&auml;chlich oder typischerweise&#8211; an der gebotenen Neutralit&auml;t fehlt, zwar keinem gesetzlichen Ausschlie&szlig;ungsgrund unterf&auml;llt, wohl aber die M&ouml;glichkeit zur Stellung eines Ablehnungsantrags gegeben ist (ausf&uuml;hrlich BVerfG-Beschluss vom 26.&nbsp;Januar 1971&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;443\/69, BVerfGE 30, 149, unter III.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) E ist auch nicht wegen Besorgnis der Befangenheit mit Erfolg abgelehnt worden, so dass die Voraussetzungen der zweiten Alternative des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;2 FGO ebenfalls nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die &#8211;fachkundig vertretenen&#8211; Beteiligten haben w&auml;hrend des Klageverfahrens keinen Ablehnungsantrag gestellt. Die blo&szlig;e <em>M&ouml;glichkeit<\/em>, mit Aussicht auf Erfolg ein Ablehnungsgesuch anzubringen, reicht nach dem klaren Wortlaut des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;2 FGO nicht aus und bewirkt auch keine unvorschriftsm&auml;&szlig;ige Besetzung des Gerichts i.S. des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 FGO (BFH-Beschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;November 2002 I&nbsp;B&nbsp;99\/02, BFH\/NV 2003, 335, unter II.1.c, und vom 30.&nbsp;Mai 2012 III&nbsp;B&nbsp;239\/11, BFH\/NV 2012, 1470, Rz&nbsp;21&nbsp;f.; BGH-Urteil vom 9.&nbsp;November 1992 II&nbsp;ZR&nbsp;230\/91, BGHZ 120, 141, unter 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im &Uuml;brigen haben die Kl&auml;ger ihr zun&auml;chst bestehendes Ablehnungsrecht nach &sect;&nbsp;43 ZPO verloren. Nach dieser Vorschrift kann eine Partei einen Richter nicht mehr wegen Besorgnis der Befangenheit ablehnen, wenn sie sich bei ihm, ohne den ihr bekannten Ablehnungsgrund geltend zu machen, in eine Verhandlung eingelassen oder Antr&auml;ge gestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorliegend war den Kl&auml;gern der Ablehnungsgrund sp&auml;testens seit dem Zeitpunkt bekannt, als sie sich in der ersten m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG am 21.&nbsp;Juni 2017 erstmals auf die angeblich von E get&auml;tigte &Auml;u&szlig;erung berufen haben. E ist &#8211;f&uuml;r die Kl&auml;ger erkennbar&#8211; beim Erlass des Beweisbeschlusses am 19.&nbsp;Juli 2017 sowie in der zweiten m&uuml;ndlichen Verhandlung am 6.&nbsp;September 2017 weiterhin t&auml;tig geworden. Gleichwohl haben die Kl&auml;ger den E nicht sp&auml;testens in dieser zweiten m&uuml;ndlichen Verhandlung abgelehnt, sondern dort ihre Sachantr&auml;ge gestellt. Soweit die Kl&auml;ger geltend machen, sie h&auml;tten Bedenken gegen die Mitwirkung des Richters&nbsp;E ge&auml;u&szlig;ert, die der Vorsitzende abgewiegelt habe, ist dies nicht protokolliert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) E hat auch kein Selbstablehnungsverfahren nach &sect;&nbsp;48 ZPO eingeleitet. Ob eine gerichtliche Entscheidung, die ergeht, obwohl ein daran beteiligter Richter einen bestehenden Ablehnungsgrund nicht nach &sect;&nbsp;48 ZPO angezeigt hat, verfahrensfehlerhaft ist (so wohl BGH-Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 1994 I&nbsp;ZR&nbsp;121\/92, NJW 1995, 1677, unter II.2.), kann der Senat offen lassen, da die Kl&auml;ger keine hierauf gest&uuml;tzte Verfahrensr&uuml;ge erhoben haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Als weiteren Verfahrensmangel r&uuml;gen die Kl&auml;ger, E sei bei F&auml;llung des Einstellungsbeschlusses am 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 nicht der gesetzliche Richter gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies trifft zwar zu. Allerdings hat das FG, das insoweit die Rechtsauffassung der Kl&auml;ger geteilt hat, diesen Einstellungsbeschluss bereits am 21.&nbsp;Juni 2017 f&ouml;rmlich aufgehoben. Es ist daher nicht erkennbar, wie dieser zwischenzeitlich behobene Mangel das angefochtene Urteil noch sollte beeinflussen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kl&auml;ger r&uuml;gen ferner, das FG habe nach der Aufhebung des Einstellungsbeschlusses vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 dar&uuml;ber entscheiden m&uuml;ssen, ob auch die weiteren 50&nbsp;% der Aufwendungen, f&uuml;r die die Kl&auml;ger einen Zusammenhang mit der Patentvermarktung behauptet haben, als Betriebsausgaben abzuziehen seien. Die Kl&auml;ger benennen insoweit zwar keinen Zulassungsgrund; der Senat versteht dieses Vorbringen aber dahingehend, dass die Kl&auml;ger geltend machen wollen, das angefochtene Urteil sei insoweit nicht mit Gr&uuml;nden versehen (&sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;6 FGO). Das Vorbringen der Kl&auml;ger beruht auf ihrer nunmehrigen Auffassung, ihre damalige Erledigungserkl&auml;rung habe sich nur auf 50&nbsp;% der streitigen Betriebsausgaben bezogen, nicht aber auf das gesamte Verfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;6 FGO ist allerdings nur dann einschl&auml;gig, wenn die Frage, die das Gericht &uuml;bergangen haben soll, einen wesentlichen Streitpunkt vor dem FG gebildet hat; der sp&auml;tere Rechtsmittelf&uuml;hrer muss sich bereits vor dem FG auf den nunmehr vorgebrachten Standpunkt berufen haben (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Januar 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;218\/05, BFH\/NV 2007, 1086, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran fehlt es. Die Kl&auml;ger hatten in ihrer Klagebegr&uuml;ndung vom 3.&nbsp;April 2013 in diesem Zusammenhang lediglich geltend gemacht, sie h&auml;tten sich auf den Vorschlag des Gerichts, die Hauptsache f&uuml;r erledigt zu erkl&auml;ren, nicht eingelassen, wenn E zuvor ausgef&uuml;hrt h&auml;tte, dass nur die H&auml;lfte der Hauptsache f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt werden k&ouml;nne und das Verfahren &uuml;ber die anderen 50&nbsp;% fortzusetzen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf dieses Vorbringen musste das FG im Urteil schon deshalb nicht eingehen, weil es ersichtlich unerheblich war. E war unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt verpflichtet, den von den Kl&auml;gern gew&uuml;nschten modifizierten Erledigungsvorschlag zu unterbreiten. Auf unerhebliches Vorbringen muss das FG aber nicht eingehen. Die nunmehrige Auffassung der Kl&auml;ger, ihre Erledigungserkl&auml;rung habe sich von vornherein nur auf 50&nbsp;% der streitigen Betr&auml;ge bezogen, haben sie im Klageverfahren hingegen nicht vorgebracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Als grunds&auml;tzlich bedeutsam (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) sehen die Kl&auml;ger die Rechtsfrage an, &quot;ob im vorliegenden Fall eine &uuml;bereinstimmende Erkl&auml;rung zur Hauptsache am 24.03.2011 vorgelegen hat, wenn sich die Parteien nur &uuml;ber 50&nbsp;% des Streitgegenstandes verst&auml;ndigt haben&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit kann eine grunds&auml;tzlich bedeutsame Rechtsfrage schon deshalb nicht dargelegt werden, weil die Formulierung der Kl&auml;ger ausschlie&szlig;lich einzelfallbezogen ist. Im &Uuml;brigen w&auml;re diese Rechtsfrage im Streitfall auch nicht kl&auml;rungsf&auml;hig (f&uuml;r eine Entscheidung im Revisionsverfahren rechtserheblich; vgl. zu diesem Erfordernis Senatsbeschluss vom 23.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;84\/12, BFH\/NV 2013, 771, unter II.1.a, m.w.N.), weil nichts daf&uuml;r ersichtlich ist, dass die Beteiligten sich nur &uuml;ber die Behandlung von 50&nbsp;% der Betriebsausgaben verst&auml;ndigen und den Rechtsstreit im &Uuml;brigen fortsetzen wollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Auch die von den Kl&auml;gern ger&uuml;gten Verst&ouml;&szlig;e gegen die Grundregeln der Bewertung von Zeugenaussagen k&ouml;nnen nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren, weil die Grunds&auml;tze der Beweisw&uuml;rdigung dem materiellen Recht angeh&ouml;ren (Senatsbeschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;176\/08, BFH\/NV 2010, 1455, und vom 19.&nbsp;Januar 2011 X&nbsp;B&nbsp;127\/10, BFH\/NV 2011, 632, unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die weiteren Einwendungen der Kl&auml;ger &#8211;die sie selbst nicht in Beziehung zu einem der in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO abschlie&szlig;end aufgef&uuml;hrten Zulassungsgr&uuml;nde gesetzt haben&#8211; betreffen vermeintliche materiell-rechtliche Fehler des FA und des FG. Ein Zulassungsgrund kann mit derartigem Vorbringen grunds&auml;tzlich nicht dargelegt werden (Senatsbeschluss vom 15.&nbsp;Oktober 2014 X&nbsp;B&nbsp;38\/14, BFH\/NV 2015, 156, Rz&nbsp;10, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.5.2018, X B 143\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.090518.XB143.17.0 Ausschlie&szlig;ung oder Ablehnung eines Richters, &uuml;ber dessen fr&uuml;heres Verhalten im Prozess Beweis erhoben wird Leits&auml;tze 1. NV: Ein Richter, &uuml;ber dessen Verhalten in einem fr&uuml;heren Verfahrensabschnitt, das ein Prozessbeteiligter als N&ouml;tigung bezeichnet, Beweis erhoben wird, ist nicht schon kraft Gesetzes von der Mitwirkung an der Beweisaufnahme und der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-143-17-ausschliessung-oder-ablehnung-eines-richters-ueber-dessen-frueheres-verhalten-im-prozess-beweis-erhoben-wird\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;143\/17 &#8211; Ausschlie&szlig;ung oder Ablehnung eines Richters, &uuml;ber dessen fr&uuml;heres Verhalten im Prozess Beweis erhoben wird<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69759","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69759"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69759\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}