{"id":69763,"date":"2018-07-26T16:36:58","date_gmt":"2018-07-26T14:36:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69763"},"modified":"2018-07-26T16:36:58","modified_gmt":"2018-07-26T14:36:58","slug":"iv-r-11-14-revisionsbegruendung-zu-allen-kumulativ-entscheidungserheblichen-streitfragen-erforderlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-11-14-revisionsbegruendung-zu-allen-kumulativ-entscheidungserheblichen-streitfragen-erforderlich\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;11\/14 &#8211; Revisionsbegr&uuml;ndung zu allen kumulativ entscheidungserheblichen Streitfragen erforderlich"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 7.6.2018, IV R 11\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.070618.IVR11.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Revisionsbegr&uuml;ndung zu allen kumulativ entscheidungserheblichen Streitfragen erforderlich<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Betrifft das Urteil des FG einen einheitlichen Streitgegenstand, bei dem &uuml;ber mehrere Rechtsfragen gestritten wird, die kumulativ im Sinne des Revisionskl&auml;gers beantwortet werden m&uuml;ssen, um seinem Klageantrag entsprechen zu k&ouml;nnen, bedarf die Begr&uuml;ndung der Revision einer Darlegung der Gr&uuml;nde, weshalb alle Rechtsfragen im Sinne des Revisionskl&auml;gers beantwortet werden m&uuml;ssen. Das gilt auch dann, wenn das FG sein Urteil allein auf die Verneinung einer der Rechtsfragen gest&uuml;tzt hat.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 11. Dezember 2013 12 K 12136\/12 wird als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), die fr&uuml;her unter F-GmbH firmierte, ist eine der beiden ehemaligen Gesellschafterinnen der P-KG. Zugleich ist sie auch deren Rechtsnachfolgerin, weil die zweite Gesellschafterin, die L-GmbH, aus der P-KG ausgeschieden ist. Die L-GmbH wurde anschlie&szlig;end au&szlig;erdem auf die Kl&auml;gerin verschmolzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die P-KG war aufgrund Umwandlungsbeschlusses vom 29.&nbsp;Mai 2001 durch formwechselnde Umwandlung (&sect;&sect;&nbsp;190&nbsp;ff. des Umwandlungsgesetzes in der seinerzeit geltenden Fassung) aus der P-GmbH hervorgegangen. Streitig ist bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb der P-KG f&uuml;r das Jahr 2001, wie das bei dem Formwechsel der P-GmbH zur P-KG entstandene &Uuml;bernahmeergebnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 des Umwandlungssteuergesetzes vom 28.&nbsp;Oktober 1994 (BGBl I 1994, 3267) in dessen im Streitfall noch anzuwendender, durch Art.&nbsp;5 des Steuerbereinigungsgesetzes 1999 vom 22.&nbsp;Dezember 1999 (BGBl I 1999, 2601) ge&auml;nderter Fassung (UmwStG) zu bemessen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Formwechsel war seinerseits (als &quot;Schritt 6&quot;) Teil einer Reihe von gesellschaftsrechtlichen Umgestaltungsma&szlig;nahmen innerhalb der D-Gruppe. Die an der Spitze dieser Gruppe stehende D-AG hat ihren Sitz im Staat X. Alleiniger Anteilseigner der D-AG ist eine in X ans&auml;ssige nat&uuml;rliche Person. Vor den Umstrukturierungen bestand folgende Beteiligungsstruktur: Die D-AG hielt s&auml;mtliche Gesch&auml;ftsanteile an der ebenfalls in X ans&auml;ssigen S-AG. Gemeinsam mit der S-AG (diese zu 25&nbsp;%) war die D-AG (zu 75&nbsp;%) an der in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) ans&auml;ssigen T-GmbH beteiligt. Unternehmensgegenstand der T-GmbH, die wie alle hier zu betrachtenden Unternehmen der D-Gruppe ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1.&nbsp;Oktober bis 30.&nbsp;September hatte, waren die Herstellung von und der Handel mit &#8230; Bei einem Stammkapital von 20&nbsp;Mio.&nbsp;DM wies die T-GmbH in ihrer Steuerbilanz zum 30.&nbsp;September 1999 ein Eigenkapital von insgesamt ca. 30&nbsp;Mio.&nbsp;DM aus; der Wert des Unternehmens wurde zu jenem Zeitpunkt auf etwa &#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;DM gesch&auml;tzt. Die D-AG und die T-GmbH waren zu je 50&nbsp;% Gesellschafter der K-GmbH mit Sitz in Deutschland. Deren Unternehmensgegenstand entsprach demjenigen der T-GmbH. Zum 30.&nbsp;September 1999 verf&uuml;gte die K-GmbH &uuml;ber ein Stammkapital von 1&nbsp;Mio.&nbsp;DM und ein Eigenkapital von insgesamt ca. 2&nbsp;Mio.&nbsp;DM; ihr Unternehmenswert belief sich auf ca. 70,5&nbsp;Mio.&nbsp;DM. Mit Kaufvertrag vom 30.&nbsp;September 1999 ver&auml;u&szlig;erte die D-AG ihre Beteiligung an der K-GmbH zu einem Kaufpreis von 35,25&nbsp;Mio.&nbsp;DM an die T-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem 30.&nbsp;September 1999 nahm die in Deutschland ans&auml;ssige P-GmbH ihren Gesch&auml;ftsbetrieb auf. Alleinige Gesellschafterin der P-GmbH war die T-GmbH. Die P-GmbH befand sich zun&auml;chst im Aufbau; ihr Stammkapital von 10&nbsp;Mio.&nbsp;DM war in H&ouml;he von 5,025&nbsp;Mio.&nbsp;DM eingezahlt. Im April 2001 erwarb die D-AG eine deutsche Vorratsgesellschaft und benannte diese in die F-GmbH &#8211;die Kl&auml;gerin&#8211; um. Die S-AG erwarb ebenfalls eine deutsche Vorratsgesellschaft, die in die L-GmbH umfirmiert wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit drei notariellen Vertr&auml;gen vom 22.&nbsp;Mai 2001 wurde sodann die bestehende Beteiligungsstruktur grundlegend umgestaltet: Zun&auml;chst verkaufte die T-GmbH ihre an der P-GmbH gehaltenen Anteile (insgesamt 100&nbsp;%) zu 75&nbsp;% an die F-GmbH und zu 25&nbsp;% an die L-GmbH (&quot;Schritt&nbsp;1&quot;)<em>. <\/em>Der Kaufpreis f&uuml;r die Anteile betrug 3,75&nbsp;Mio.&nbsp;DM bzw. 1,275&nbsp;Mio.&nbsp;DM und entsprach damit dem eingezahlten Teil des Stammkapitals (5,025&nbsp;Mio.&nbsp;DM). In dem Kaufvertrag vereinbarten die Vertragsparteien als &quot;Stichtag f&uuml;r den wirtschaftlichen &Uuml;bergang&quot; der Gesch&auml;ftsanteile r&uuml;ckwirkend den 1.&nbsp;Oktober 2000, 0:00&nbsp;Uhr. Anschlie&szlig;end legte die D-AG ihre an der T-GmbH gehaltenen Anteile (75&nbsp;%) in die F-GmbH ein; die S-AG legte ihre an der T-GmbH gehaltenen Anteile (25&nbsp;%) in die L-GmbH ein <em>(<\/em>&quot;Schritt 2&quot;<em>).<\/em> Beide Einbringungen erfolgten als sonstige Zuzahlung in das Eigenkapital gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 des Handelsgesetzbuchs (HGB). Als &quot;Stichtag f&uuml;r den wirtschaftlichen &Uuml;bergang&quot; der Anteile wurde wiederum der 1.&nbsp;Oktober 2000, 0:00&nbsp;Uhr, vereinbart. In einem anschlie&szlig;enden &quot;Schritt&nbsp;3&quot; legte die F-GmbH ihre Anteile an der T-GmbH (75&nbsp;%) in die P-GmbH ein; die L-GmbH legte von ihren Anteilen an der T-GmbH (25&nbsp;%) 19&nbsp;% in die P-GmbH ein und behielt die verbleibenden 6&nbsp;% im eigenen Verm&ouml;gen zur&uuml;ck. Die beiden Einlagen erfolgten jeweils zum Verkehrswert als Zuzahlung in das Eigenkapital nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 HGB. Um den hierdurch eingetretenen Verm&ouml;gensvorteil der L-GmbH auszugleichen, trat die L-GmbH zugleich Anteile an der P-GmbH an die F-GmbH ab, so dass die F-GmbH nunmehr an der P-GmbH 79,72&nbsp;% hielt, w&auml;hrend die L-GmbH lediglich noch mit 20,28&nbsp;% beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 2001 wurde sodann die K-GmbH von ihrer alleinigen Gesellschafterin T-GmbH &#8211;unter gleichzeitiger Aufnahme der nicht am Verm&ouml;gen beteiligten L-GmbH&#8211; formwechselnd in die K-KG umgewandelt (&quot;Schritt&nbsp;4&quot;<em>). <\/em>Die T-GmbH wurde alleinige Kommanditistin, die L-GmbH Komplement&auml;rin ohne Verm&ouml;genseinlage. Der Umwandlung wurde eine Bilanz zum 30.&nbsp;September 2000 (steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag) zugrunde gelegt. Ebenfalls mit Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 2001 wandelten anschlie&szlig;end die P-GmbH und die L-GmbH die T-GmbH formwechselnd in die T-KG um (&quot;Schritt&nbsp;5&quot;). Die P-GmbH wurde alleinige Kommanditistin mit einer Beteiligung von 94&nbsp;%, die L-GmbH mit einem Verm&ouml;gensanteil von 6&nbsp;% Komplement&auml;rin der umgewandelten Gesellschaft. Dieser Umwandlung lag eine Bilanz zum 1.&nbsp;Oktober 2000 (steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag) zugrunde. Schlie&szlig;lich wandelten die F-GmbH und die L-GmbH mit Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 2001 die P-GmbH formwechselnd in die P-KG um (&quot;Schritt&nbsp;6&quot;). Einzige Kommanditistin wurde die F-GmbH mit einer Beteiligung von 79,72&nbsp;%; die Komplement&auml;rfunktion &uuml;bernahm die mit 20,28&nbsp;% beteiligte L-GmbH. Der Umwandlung lag eine Bilanz zum 2.&nbsp;Oktober 2000 (steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag) zugrunde. Die drei formwechselnden Umwandlungen wurden im Juli bzw.&nbsp;August 2001 in das Handelsregister eingetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der steuerlichen Schlussbilanz der P-GmbH bzw. der Er&ouml;ffnungsbilanz der P-KG wurden die Anteile an der T-KG mit &#8230;&nbsp;EUR ausgewiesen. Auf den 3.&nbsp;Oktober 2000 aktivierte die P-KG au&szlig;erdem in Erg&auml;nzungsbilanzen zus&auml;tzliche Anschaffungskosten f&uuml;r die F-GmbH in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r die L-GmbH in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Diese Betr&auml;ge ergaben sich aus der Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 UmwStG in H&ouml;he eines Verlusts von &#8230;&nbsp;EUR. Bei Aufstellung der Erg&auml;nzungsbilanzen auf den 30.&nbsp;September 2001 nahm die P-KG Abschreibungen auf die Aktivposten in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r die F-GmbH und von &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r die L-GmbH vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; erging am 12.&nbsp;September 2003 ein unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;164 der Abgabenordnung (AO) stehender Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2001 f&uuml;r die P-KG, mit dem Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb von .\/.&nbsp;&#8230;&nbsp;DM festgestellt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Betriebspr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, bei der Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses h&auml;tten die Einlagen der Anteile an der T-GmbH nicht ber&uuml;cksichtigt werden d&uuml;rfen, weil diese nicht mit steuerlicher Wirkung r&uuml;ckwirkend h&auml;tten durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Dementsprechend h&auml;tten auch keine Aufstockungen in Erg&auml;nzungsbilanzen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG vorgenommen werden d&uuml;rfen. Selbst wenn man die Einlagen aber ber&uuml;cksichtige, seien diese mit einem Sperrbetrag nach &sect;&nbsp;50c des Einkommensteuergesetzes in seiner damals geltenden Fassung (EStG) behaftet und insoweit nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 UmwStG nicht in das &Uuml;bernahmeergebnis einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an die Betriebspr&uuml;fung erlie&szlig; das FA am 3.&nbsp;Juni 2009 einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2001 f&uuml;r die P-KG, mit dem laufende Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb (nach Quote verteilt) von &#8230;&nbsp;DM festgestellt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen den Bescheid erhob die Kl&auml;gerin Einspruch, mit dem die Verluste aus den Erg&auml;nzungsbilanzen geltend gemacht und auch noch weitere Einwendungen erhoben wurden. Der Einspruch hatte in Bezug auf die Erg&auml;nzungsbilanzen keinen Erfolg. Das FA setzte die laufenden Eink&uuml;nfte (nach Quote verteilt) mit der Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;April 2012 aber aus anderen Gr&uuml;nden auf &#8230;&nbsp;DM herab und stellte die Eink&uuml;nfte aus Erg&auml;nzungsbilanzen mit 0&nbsp;DM fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Klage verfolgte die Kl&auml;gerin ihr Ziel weiter, Abschreibungen in Erg&auml;nzungsbilanzen eink&uuml;nftemindernd vornehmen zu k&ouml;nnen. Sie machte geltend, die Anteile an der T-GmbH seien nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 UmwStG fiktiv als auf den Umwandlungsstichtag angeschafft zu behandeln und deshalb im &Uuml;bernahmeergebnis zu ber&uuml;cksichtigen. Die Einbringung der Anteile an der T-GmbH durch die nichtanrechnungsberechtigten Gesellschafter D-AG und S-AG habe zwar zu einem Sperrbetrag nach &sect;&nbsp;50c EStG gef&uuml;hrt. Dieser habe sich aber nicht bei der weiteren Einbringung der Anteile der T-GmbH in die P-GmbH an deren Anteilen fortgesetzt. Soweit der Bundesfinanzhof (BFH) ein &Uuml;berspringen des Sperrbetrags angenommen habe, sei dies weder vom Wortlaut des &sect;&nbsp;50c EStG gedeckt noch mit der unionsrechtlichen Kapitalverkehrsfreiheit vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragte in der m&uuml;ndlichen Verhandlung beim Finanzgericht (FG), das Verfahren bis zu einer abschlie&szlig;enden Entscheidung des BFH in dem Verfahren I&nbsp;R&nbsp;57\/12 ruhen zu lassen und hilfsweise den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 3.&nbsp;Juni 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;April 2012 dahingehend zu &auml;ndern, dass der bislang festgestellte Gewinn aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;DM um &#8230;&nbsp;DM auf .\/.&nbsp;&#8230;&nbsp;DM herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Zwar sei entgegen der Auffassung des FA davon auszugehen, dass die Fiktion des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 UmwStG auch f&uuml;r die Anteile an der P-GmbH gelte. Jedoch komme es nicht zu einem &Uuml;bernahmeverlust und damit zu einer Buchwertaufstockung in Erg&auml;nzungsbilanzen, weil der Buchwert der Anteile nicht um den Teilwert der in die P-GmbH eingelegten Anteile an der T-GmbH zu erh&ouml;hen sei. Danach komme es auf die Existenz eines Sperrbetrags nach &sect;&nbsp;50c EStG f&uuml;r die Entscheidung des Rechtsstreits nicht an, weshalb der Antrag auf Ruhen des Verfahrens abzulehnen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom FG zugelassenen Revision macht die Kl&auml;gerin weiter geltend, dass Erg&auml;nzungsbilanzverluste zu ber&uuml;cksichtigen seien. Sie r&uuml;gt, dass das Urteil des FG auf einer Verletzung von &sect;&nbsp;14 Satz 2, &sect;&nbsp;2 und &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 UmwStG beruhe. In Bezug auf einen Sperrbetrag nach &sect;&nbsp;50c EStG erl&auml;utert die Kl&auml;gerin in der Revisionsbegr&uuml;ndung, die Umwandlungsvorg&auml;nge seien gestaffelt vorgenommen worden, um die sonst durch Sperrbetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;50c EStG ausgeschlossene Buchwertaufstockung zu erreichen. Da das FG seine Entscheidung auf den vorgreiflichen Punkt des R&uuml;ckbezugs der Buchwerterh&ouml;hung gest&uuml;tzt habe und deshalb nicht auf die Ber&uuml;cksichtigung eines Sperrbetrags bei der Berechnung des &Uuml;bernahmeergebnisses habe eingehen m&uuml;ssen, sei auch die Begr&uuml;ndung der Revision nur hinsichtlich des vorgreiflichen Punkts relevant. Nach Hinweis des Senats auf Zweifel an der Zul&auml;ssigkeit der Revision hat die Kl&auml;gerin mit Schriftsatz vom 1.&nbsp;Juni 2018 umfangreich zur Anwendung des &sect;&nbsp;50c EStG vorgetragen. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;50c Abs.&nbsp;7 EStG seien seinem Wortlaut nach nicht erf&uuml;llt. Au&szlig;erdem versto&szlig;e die Vorschrift entgegen der Rechtsprechung des BFH gegen Unionsrecht. Wenn die Vorschrift f&uuml;r anwendbar gehalten werde, seien zur H&ouml;he des Sperrbetrags noch Feststellungen zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>unter Aufhebung der Vorentscheidung den Bescheid f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2001 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 3.&nbsp;Juni 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;April 2012 dahingehend zu &auml;ndern, dass der bislang festgestellte Gewinn aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;DM um &#8230;&nbsp;DM auf .\/.&nbsp;&#8230;&nbsp;DM herabgesetzt wird, hilfsweise das Verfahren an die Vorinstanz zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unzul&auml;ssig zu verwerfen, hilfsweise als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unzul&auml;ssig und war deshalb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) durch Beschluss zu verwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a FGO muss die Begr&uuml;ndung der Revision die Angabe der Revisionsgr&uuml;nde in Gestalt einer bestimmten Bezeichnung der Umst&auml;nde enthalten, aus denen sich die Rechtsverletzung ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Zweck der Begr&uuml;ndungspflicht, das Revisionsgericht zu entlasten und bei seiner Arbeit zu unterst&uuml;tzen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. etwa BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Mai 2017 VI&nbsp;R&nbsp;1\/16, BFHE 258, 365, BStBl II 2017, 1073, Rz&nbsp;22, m.w.N.), erfordert, dass die erhobene R&uuml;ge eindeutig erkennen l&auml;sst, welche Norm der Revisionskl&auml;ger f&uuml;r verletzt h&auml;lt. Ferner muss der Revisionskl&auml;ger die Gr&uuml;nde tats&auml;chlicher und rechtlicher Art angeben, die nach seiner Auffassung das erstinstanzliche Urteil als unrichtig erscheinen lassen. Insoweit muss der Revisionskl&auml;ger im Einzelnen und in Auseinandersetzung mit der Argumentation des FG dartun, welche Ausf&uuml;hrungen der Vorinstanz aus welchen Gr&uuml;nden unrichtig sein sollen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2017 VI&nbsp;R&nbsp;83\/14, Rz&nbsp;7, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Betrifft das angefochtene Urteil einen einheitlichen Streitgegenstand und wird &uuml;ber mehrere Rechtsfragen gestritten, deren Beantwortung im Sinne des Revisionskl&auml;gers jeweils f&uuml;r sich (alternativ) den Klageantrag st&uuml;tzen kann, reicht es f&uuml;r eine schl&uuml;ssige Revision aus, wenn mindestens zu einem Streitpunkt eine hinreichend begr&uuml;ndete Revisionsr&uuml;ge vorgetragen wird (BFH-Zwischenurteil vom 26.&nbsp;Juli 2006 X&nbsp;R&nbsp;43\/05, BFH\/NV 2007, 55). Innerhalb des damit betragsm&auml;&szlig;ig schl&uuml;ssig begr&uuml;ndeten Revisionsantrags ist der BFH dann an die geltend gemachten Revisionsgr&uuml;nde nicht gebunden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;3 Satz 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Betrifft das Urteil demgegen&uuml;ber einen einheitlichen Streitgegenstand, bei dem &uuml;ber mehrere Rechtsfragen gestritten wird, die kumulativ im Sinne des Revisionskl&auml;gers beantwortet werden m&uuml;ssen, um seinem Klageantrag entsprechen zu k&ouml;nnen, bedarf die Begr&uuml;ndung der Revision einer Darlegung der Gr&uuml;nde, weshalb alle Rechtsfragen im Sinne des Revisionskl&auml;gers beantwortet werden m&uuml;ssen. Das gilt auch dann, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; das FG sein Urteil allein auf die Verneinung einer der Rechtsfragen gest&uuml;tzt hat. Da in einem solchen Fall eine Auseinandersetzung mit dem Urteil des FG in Bezug auf von diesem nicht er&ouml;rterte Streitfragen nicht in Betracht kommt, reicht insoweit die Bezugnahme auf die erstinstanzliche Klagebegr&uuml;ndung aus, wenn diese schl&uuml;ssige Ausf&uuml;hrungen zu der betreffenden Rechtsfrage enth&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall hat die Kl&auml;gerin innerhalb der Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist (&sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;2 FGO) danach keine ausreichende Begr&uuml;ndung f&uuml;r ihr Revisionsbegehren geliefert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem Antrag der Kl&auml;gerin auf Feststellung der begehrten Verluste kann nur entsprochen werden, wenn die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG f&uuml;r eine Aufstockung in Erg&auml;nzungsbilanzen erf&uuml;llt sind. Dies erfordert positiv, dass ein &Uuml;bernahmeverlust entstanden ist, und negativ, dass der &Uuml;bernahmeverlust nicht nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 UmwStG um einen Sperrbetrag nach &sect;&nbsp;50c EStG zu mindern ist. Eine antragsgem&auml;&szlig;e Entscheidung setzt voraus, dass beide Streitfragen kumulativ zugunsten der Kl&auml;gerin beantwortet werden. Die Revisionsbegr&uuml;ndung h&auml;tte demnach schl&uuml;ssige Ausf&uuml;hrungen zu beiden Streitfragen erfordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Revisionsbegr&uuml;ndungsschrift der Kl&auml;gerin enthielt jedoch keine schl&uuml;ssigen Ausf&uuml;hrungen zur Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;50c EStG. Anders, als die Kl&auml;gerin jetzt geltend macht, enth&auml;lt der Schriftsatz auch keinerlei Bezugnahme auf die erstinstanzliche Klagebegr&uuml;ndung. Vielmehr hei&szlig;t es ausdr&uuml;cklich, eine Begr&uuml;ndung sei nur hinsichtlich der ersten und vom FG behandelten Streitfrage relevant.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nachtr&auml;glich im Schriftsatz vom 1.&nbsp;Juni 2018 gemachten Ausf&uuml;hrungen zur Anwendung des &sect;&nbsp;50c EStG erf&uuml;llen ohne Zweifel die Anforderungen an eine schl&uuml;ssige Revisionsbegr&uuml;ndung. Sie k&ouml;nnen der Revision aber nicht zur Zul&auml;ssigkeit verhelfen, weil sie weit nach Ablauf der Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist eingegangen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin kann die Revision nicht deshalb als zul&auml;ssig angesehen werden, weil der angek&uuml;ndigte Revisionsantrag nur vor dem Hintergrund verst&auml;ndlich ist, dass das negative &Uuml;bernahmeergebnis nicht um einen Sperrbetrag nach &sect;&nbsp;50c EStG vermindert wird. Revisionsantrag und Angabe der Revisionsgr&uuml;nde sind nebeneinander erforderlich, wie sich aus deren jeweils eigenst&auml;ndiger Nennung in &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nrn.&nbsp;1 und 2 FGO ergibt. Der Revisionsantrag kann danach die Darlegung der Revisionsgr&uuml;nde nicht ersetzen, sondern ist vielmehr unschl&uuml;ssig, soweit er von der Revisionsbegr&uuml;ndung nicht getragen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mangelt es an einer ordnungsgem&auml;&szlig;en Begr&uuml;ndung der Revision, ist die Revision unzul&auml;ssig (&sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;1 FGO). Sie ist dann durch Beschluss zu verwerfen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 FGO). Nach einer m&uuml;ndlichen Verhandlung ergeht der Beschluss in der Besetzung mit f&uuml;nf Richtern (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 7.6.2018, IV R 11\/14ECLI:DE:BFH:2018:B.070618.IVR11.14.0 Revisionsbegr&uuml;ndung zu allen kumulativ entscheidungserheblichen Streitfragen erforderlich Leits&auml;tze NV: Betrifft das Urteil des FG einen einheitlichen Streitgegenstand, bei dem &uuml;ber mehrere Rechtsfragen gestritten wird, die kumulativ im Sinne des Revisionskl&auml;gers beantwortet werden m&uuml;ssen, um seinem Klageantrag entsprechen zu k&ouml;nnen, bedarf die Begr&uuml;ndung der Revision einer Darlegung der Gr&uuml;nde, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-11-14-revisionsbegruendung-zu-allen-kumulativ-entscheidungserheblichen-streitfragen-erforderlich\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;11\/14 &#8211; Revisionsbegr&uuml;ndung zu allen kumulativ entscheidungserheblichen Streitfragen erforderlich<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69763","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69763","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69763"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69763\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}