{"id":69789,"date":"2018-08-10T18:15:46","date_gmt":"2018-08-10T16:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69789"},"modified":"2018-08-10T18:15:46","modified_gmt":"2018-08-10T16:15:46","slug":"xi-r-13-16-divergenzanfrage-bei-nicht-feststehendem-sachverhalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-16-divergenzanfrage-bei-nicht-feststehendem-sachverhalt\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;13\/16 &#8211; Divergenzanfrage bei nicht feststehendem Sachverhalt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.3.2018, XI R 13\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.070318.XIR13.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Divergenzanfrage bei nicht feststehendem Sachverhalt<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Eine Divergenzanfrage an einen anderen Senat kommt nicht in Betracht, wenn der entscheidungserhebliche Sachverhalt nicht feststeht und deshalb nicht beurteilt werden kann, ob eine m&ouml;gliche Abweichung entscheidungserheblich ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 2. Oktober 2015&nbsp;&nbsp;5 K 363\/12 U aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht D&uuml;sseldorf zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, f&uuml;hrte als Betriebsgesellschaft im Rahmen einer ertragsteuerrechtlichen Betriebsaufspaltung bis zum 1.&nbsp;Juni 2005 einen Gro&szlig;handel mit Werkzeugen und Maschinen. Die Besitzgesellschaft war die &#8230; . Mit Kaufvertrag vom 28.&nbsp;April 2005 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin die &quot;wesentlichen Betriebsgrundlagen&quot; des Gro&szlig;handels an &#8230; (K&auml;ufer) mit der Auflage, den Kaufgegenstand nach Gr&uuml;ndung der &#8230; GmbH &#038; Co KG (KG), die mit Vertrag vom gleichen Tag gegr&uuml;ndet wurde, in diese einzubringen, was auch in der Folgezeit erfolgte. Kommanditisten der KG und Gesellschafter der Komplement&auml;rin der KG (eine Beteiligungs-GmbH) waren der K&auml;ufer und &#8230; (X) zu gleichen Anteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kaufpreis betrug 800.000&nbsp;EUR, wovon dem K&auml;ufer 120.000&nbsp;EUR als Darlehen gew&auml;hrt wurden. Die Restkaufpreisforderung trat die Kl&auml;gerin an die KG ab. Als Gegenleistung erhielt sie eine stille Beteiligung an der KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die am Kaufvertrag Beteiligten gingen ausweislich des Kaufvertrages von einer nicht steuerbaren Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) aus. In der Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2005 (Streitjahr) behandelte die Kl&auml;gerin den Kaufpreis dementsprechend als Entgelt f&uuml;r einen nicht steuerbaren Umsatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Betriebspr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer die Ansicht, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG nicht vorgelegen h&auml;tten, weil der K&auml;ufer zum Zeitpunkt des Erwerbs kein Unternehmer im umsatzsteuerrechtlichen Sinne gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte der Ansicht des Pr&uuml;fers und erlie&szlig; am 25.&nbsp;August 2010 gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin einen Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheid f&uuml;r 2005, in dem er die steuerpflichtigen Ums&auml;tze um 800.000&nbsp;EUR erh&ouml;hte. Der Einspruch hatte keinen Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Januar 2012).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab mit Urteil vom 2.&nbsp;Oktober 2015 der Klage statt. Es vertrat die Ansicht, die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG l&auml;gen vor. Der K&auml;ufer sei bei dem Erwerbs- und Einbringungsvorgang als Unternehmer t&auml;tig geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in Mehrwertsteuerrecht 2017, 37 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA tr&auml;gt mit seiner Revision im Wesentlichen vor, das Urteil des FG widerspreche dem Unternehmerbegriff des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 UStG. Es habe beim K&auml;ufer an einer nachhaltigen T&auml;tigkeit zur Erzielung von Einnahmen i.S. dieser Vorschrift gefehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner mangele es an der bei einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung erforderlichen Absicht des Erwerbers, die bisherige Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit fortzuf&uuml;hren. Der Erwerber habe das Unternehmen ausschlie&szlig;lich zum Zwecke der Sacheinlage und nicht zum Zwecke der eigenen Weiterf&uuml;hrung erworben. Soweit der V. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) in seinem Urteil vom 25.&nbsp;November 2015 V&nbsp;R&nbsp;66\/14 (BFHE 251, 526, BFH\/NV 2016, 497) die Ansicht vertrete, die f&uuml;r die Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung notwendige Fortf&uuml;hrung der Unternehmenst&auml;tigkeit m&uuml;sse bei einer mehrfachen &Uuml;bertragung nur dem Grunde nach, nicht aber auch h&ouml;chstpers&ouml;nlich beim jeweiligen Erwerber vorliegen, sei dies nicht &uuml;berzeugend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat auf Frage des Senats mitgeteilt, dass aus seiner Sicht eine umsatzsteuerrechtliche Organschaft zwischen der Kl&auml;gerin als Organgesellschaft und X als Organtr&auml;ger vorliege. Es beantragt au&szlig;erdem die Beiladung des X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt zudem sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie tritt der Revision des FA entgegen und verteidigt die Vorentscheidung. Zum Vorliegen einer Organschaft hat sie sich nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG im angefochtenen Urteil reichen nicht aus, um in der Sache zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG nimmt &#8211;ausgehend von der Unternehmereigenschaft der Kl&auml;gerin&#8211; eine nichtsteuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG an. Der Senat erw&auml;gt, insoweit der Rechtsauffassung der Vorinstanz zu folgen. Damit w&uuml;rde er aber vom Urteil des V. Senats des BFH vom 15.&nbsp;Januar 1987 V&nbsp;R&nbsp;3\/77 (BFHE 149, 272, BStBl II 1987, 512) abweichen, wonach der Erwerb eines Einzelunternehmens zu dem Zweck, es unmittelbar in eine Personengesellschaft einzubringen, keine unternehmerische Bet&auml;tigung begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsprechung hat der V. Senat des BFH bisher nicht ausdr&uuml;cklich aufgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der erkennende Senat ist an einer Divergenzanfrage an den V. Senat des BFH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FA geht nunmehr davon aus, dass eine umsatzsteuerrechtliche Organschaft zwischen der Kl&auml;gerin als Organgesellschaft und X als Organtr&auml;ger im Streitjahr vorgelegen habe. Damit w&auml;re die Kl&auml;gerin keine Unternehmerin und ihre Klage h&auml;tte schon aus diesem Grund Erfolg (zur Tatbestandsvoraussetzung der Unternehmereigenschaft des Ver&auml;u&szlig;erers bei einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen vgl. z.B. Nieskens in Rau\/ D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;1215&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat kann nicht dar&uuml;ber entscheiden, ob eine umsatzsteuerrechtliche Organschaft zwischen der Kl&auml;gerin und X besteht. Das FG hat im zweiten Rechtsgang hierzu weitere Feststellungen zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Frage, ob eine Organschaft i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG gegeben ist oder nicht, ist eine im Revisionsverfahren &uuml;berpr&uuml;fbare Rechtsfrage, die die Feststellung bestimmter Tatsachen i.S. von &sect;&nbsp;118 FGO Abs.&nbsp;2 voraussetzt (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Januar 1990 II&nbsp;R&nbsp;97\/85, BFHE 159, 354, BStBl II 1990, 448, unter II.2. zur k&ouml;rperschaftsteuerrechtlichen Organschaft; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;118 FGO Rz&nbsp;173&nbsp;f.; Werth in Gosch, FGO &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;56). An der Feststellung solcher Tatsachen fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zwar tr&auml;gt das FA in seinem Schreiben vom 20.&nbsp;Dezember 2017 vor, dass eine Organschaft vorliege und die Tatbestandsmerkmale einer finanziellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Eingliederung der Kl&auml;gerin in das Unternehmen des X erf&uuml;llt seien; jedoch hat hierzu die Kl&auml;gerin bisher nicht Stellung genommen und es fehlen insbesondere entsprechende Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Frage nach dem Vorliegen einer Organschaft bedarf der vorrangigen Kl&auml;rung. Erst wenn feststeht, dass keine Organschaft vorliegt, k&auml;me eine Divergenzanfrage an den V.&nbsp;Senat in Betracht (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Februar 2011 V&nbsp;R&nbsp;30\/10, BFHE 233, 341, BStBl II 2011, 769, zur Zur&uuml;ckverweisung wegen Sachverhaltsaufkl&auml;rung, bevor ein Vorlagebeschluss an den Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union ergeht).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat sieht von einer Beiladung des X im Revisionsverfahren ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da wegen fehlender Sachverhaltsfeststellungen die Rechtssache an das FG zur&uuml;ckverwiesen werden muss, wird auch vorliegend die Entscheidung &uuml;ber die vom FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung beantragte Beiladung des X durch das FG zu treffen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.3.2018, XI R 13\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.070318.XIR13.16.0 Divergenzanfrage bei nicht feststehendem Sachverhalt Leits&auml;tze NV: Eine Divergenzanfrage an einen anderen Senat kommt nicht in Betracht, wenn der entscheidungserhebliche Sachverhalt nicht feststeht und deshalb nicht beurteilt werden kann, ob eine m&ouml;gliche Abweichung entscheidungserheblich ist. 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