{"id":69825,"date":"2018-08-23T18:05:19","date_gmt":"2018-08-23T16:05:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69825"},"modified":"2018-08-23T18:05:19","modified_gmt":"2018-08-23T16:05:19","slug":"i-r-42-16-beschraenkte-einkommensteuerpflicht-arbeitnehmertaetigkeit-fuer-ein-privates-unternehmen-zur-foerderung-der-entwicklungshilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-42-16-beschraenkte-einkommensteuerpflicht-arbeitnehmertaetigkeit-fuer-ein-privates-unternehmen-zur-foerderung-der-entwicklungshilfe\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;42\/16 &#8211; Beschr&auml;nkte Einkommensteuerpflicht: Arbeitnehmert&auml;tigkeit f&uuml;r ein privates Unternehmen zur F&ouml;rderung der Entwicklungshilfe"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.3.2018, I R 42\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.280318.IR42.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Beschr&auml;nkte Einkommensteuerpflicht: Arbeitnehmert&auml;tigkeit f&uuml;r ein privates Unternehmen zur F&ouml;rderung der Entwicklungshilfe<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Zum Besteuerungsrecht der Bundesrepublik Deutschland f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, die der Kl&auml;ger als Arbeitnehmer eines privaten Unternehmens bezieht, das mit der Durchf&uuml;hrung eines aus Mitteln der Bundesrepublik und der EU finanzierten Entwicklungshilfeprojekts (in Kenia) beauftragt ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 12. Mai 2016&nbsp;&nbsp;5 K 11136\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob (und inwieweit) ein von seinem Arbeitgeber im Zusammenhang mit einem aus &ouml;ffentlichen Mitteln finanzierten Projekt in das Ausland entsandter Arbeitnehmer im Inland beschr&auml;nkt steuerpflichtig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger), ein bei der inl&auml;ndischen B-Partnerschaftsgesellschaft angestellter Ingenieur, wurde im Rahmen seines Anstellungsvertrags f&uuml;r die Zeit vom 1.&nbsp;September 2008 bis zum 30.&nbsp;Juni 2011 &#8211;unter Aufgabe seines inl&auml;ndischen Wohnsitzes&#8211; f&uuml;r das Projekt D nach Kenia entsandt. Grundlage dieser T&auml;tigkeit war ein Consulting-Vertrag zwischen seinem Arbeitgeber und der E&nbsp;GmbH (sp&auml;ter: F&nbsp;GmbH), einem bundeseigenen privatrechtlich organisierten, gemeinn&uuml;tzigen und weltweit t&auml;tigen Unternehmen der internationalen Zusammenarbeit f&uuml;r nachhaltige Entwicklung. In diesem Vertrag (dort &quot;4. Personaleinsatz&quot;) ist (u.a.) der Kl&auml;ger namentlich angef&uuml;hrt &quot;als Langzeitfachkraft im Einsatzland bis zu 15,000&nbsp;FM&quot; (Fachkr&auml;ftemonate), wobei insoweit (wie ebenso f&uuml;r die anderen dort angef&uuml;hrten Arbeitnehmer) ein kalkulatorischer Pauschalbetrag (z.B. &quot;Fachkraftmonat-Verrechnungssatz&quot; lt. &quot;Preisblatt E&nbsp;GmbH Komponente&quot;) in die Ermittlung der Honorarh&ouml;he im Rahmen des Consulting-Vertrags eingeflossen ist. Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie aus Mitteln der Europ&auml;ischen Union &#8211;EU&#8211; (sog. EU-Komponente) finanziert. Seinen Arbeitslohn erhielt der Kl&auml;ger ausschlie&szlig;lich von seinem Arbeitgeber, der den Lohn wiederum aus den Verg&uuml;tungen der E&nbsp;GmbH\/F&nbsp;GmbH finanzierte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sah den an den Kl&auml;ger gezahlten Arbeitslohn als inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren 2009 und 2010 geltenden Fassung (EStG) an und setzte mit Bescheiden vom 12.&nbsp;Oktober 2011 die Einkommensteuer f&uuml;r die Streitjahre nach Ma&szlig;gabe der beschr&auml;nkten Steuerpflicht fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der dagegen erhobenen Klage statt (FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 12.&nbsp;Mai 2016&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;11136\/13, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 1708).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wendet sich das FA mit der Revision, die es auf eine Verletzung materiellen Rechts st&uuml;tzt. Es beantragt, das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im angefochtenen Urteil zu Unrecht dahin erkannt, dass der Kl&auml;ger nicht beschr&auml;nkt steuerpflichtig (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 EStG) sei, weil er in den Streitjahren keine inl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b EStG erzielt habe. Die Feststellungen des FG reichen allerdings nicht aus, den Umfang der inl&auml;ndischen Besteuerung &#8211;auch mit Blick auf abkommensrechtliche Ma&szlig;gaben und &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;7 EStG&#8211; abschlie&szlig;end bestimmen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger ist beschr&auml;nkt steuerpflichtig (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 EStG), weil er in den Streitjahren inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b EStG erzielt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Als inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte zu qualifizieren sind nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b EStG auch Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (&sect;&nbsp;19 EStG), die aus inl&auml;ndischen &ouml;ffentlichen Kassen einschlie&szlig;lich der Kassen des Bundeseisenbahnverm&ouml;gens und der Deutschen Bundesbank mit R&uuml;cksicht auf ein gegenw&auml;rtiges oder fr&uuml;heres Dienstverh&auml;ltnis gew&auml;hrt werden, ohne dass ein Zahlungsanspruch gegen&uuml;ber der inl&auml;ndischen &ouml;ffentlichen Kasse bestehen muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger hat im Zusammenhang mit dem projektbezogenen Einsatz im Ausland Zahlungen aus einer inl&auml;ndischen &ouml;ffentlichen Kasse erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine inl&auml;ndische &ouml;ffentliche Kasse ist die Kasse einer inl&auml;ndischen juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts, zu der auch eine ausl&auml;ndische Zahlstelle geh&ouml;rt; dar&uuml;ber hinaus wird unter den Begriff der inl&auml;ndischen &ouml;ffentlichen Kasse jede Kasse gefasst, die einer Institution angeh&ouml;rt, die der Dienstaufsicht und der Pr&uuml;fung ihres Finanzgebarens durch die &ouml;ffentliche Hand &#8211;etwa durch die Rechnungsh&ouml;fe des Bundes und der L&auml;nder&#8211; unterliegt (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 7.&nbsp;August 1986 IV&nbsp;R&nbsp;228\/82, BFHE 147, 365, BStBl II 1986, 848; Bl&uuml;mich\/Wied, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;161; Anissimov in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;1653; H&nbsp;3.11 &quot;&Ouml;ffentliche Kassen&quot; der Lohnsteuer-Richtlinien).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat die von der E&nbsp;GmbH\/F&nbsp;GmbH an den Arbeitgeber des Kl&auml;gers gezahlten Mittel als Zahlungen aus einer inl&auml;ndischen &ouml;ffentlichen Kasse ohne R&uuml;cksicht darauf qualifiziert, dass die Mittel sowohl aus dem Bundeshaushalt als auch (zu einem nicht n&auml;her festgestellten Anteil) aus dem Haushalt der EU bereitgestellt worden sind. Darin ist dem FG nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r den Besteuerungstatbestand des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b EStG als sog. Inlandsbezug &#8211;zugleich die Rechtfertigung des inl&auml;ndischen Besteuerungszugriffs (vgl. Senatsurteil vom 10.&nbsp;April 2013 I&nbsp;R&nbsp;22\/12, BFHE 241, 251, BStBl II 2013, 728)&#8211; ist der Zahlungsvorgang zulasten der inl&auml;ndischen Volkswirtschaft, insbesondere des Fiskus und Kassenstaates (sog. Kassenstaatsprinzip &#8211; z.B. Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;G&nbsp;18). Zweck der Vorschrift ist es, Besteuerungsl&uuml;cken zu schlie&szlig;en, die entstehen, wenn ein Arbeitnehmer nicht unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 und 3 EStG ist und Eink&uuml;nfte mit einem entsprechenden Inlandsbezug erzielt (Senatsurteil vom 13.&nbsp;August 1997 I&nbsp;R&nbsp;65\/95, BFHE 184, 98, BStBl II 1998, 21). Der Besteuerungszugriff korrespondiert mit Zahlungen aus inl&auml;ndischen Haushaltsmitteln und der Belastung des inl&auml;ndischen &ouml;ffentlichen Haushalts. Dies hat zur Folge, dass eine Besteuerung nicht in Betracht kommt, soweit die Arbeitsverg&uuml;tung anteilig aus EU-Mitteln (&quot;EU-Komponente&quot; des Projekts) finanziert wird. Demgem&auml;&szlig; wird das FG, das weder die vertragliche Grundlage der EU-Finanzierung noch die anteilige H&ouml;he der EU-Mittel festgestellt hat, den Sachverhalt insoweit im zweiten Rechtsgang aufzukl&auml;ren haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im &Uuml;brigen steht der Steuerpflicht des Kl&auml;gers mit seinen Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nicht entgegen, dass zwischen dem Kl&auml;ger und dem Tr&auml;ger der inl&auml;ndischen &ouml;ffentlichen Kasse kein Dienstverh&auml;ltnis bestanden hat. Auch wenn die Zahlung nach dem Gesetzeswortlaut mit R&uuml;cksicht auf ein gegenw&auml;rtiges oder fr&uuml;heres Dienstverh&auml;ltnis gew&auml;hrt werden muss, um die beschr&auml;nkte Einkommensteuerpflicht zu begr&uuml;nden, wird ein Dienstverh&auml;ltnis zum Kassentr&auml;ger f&uuml;r die Steuerpflicht nicht vorausgesetzt. Vielmehr kann das konkrete Dienstverh&auml;ltnis &#8211;wie &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b Halbsatz&nbsp;2 EStG best&auml;tigt&#8211; auch zu einem privatrechtlich organisierten und\/oder ausl&auml;ndischen Arbeitgeber bestehen (Senatsurteil in BFHE 184, 98, BStBl II 1998, 21; Senatsbeschluss vom 23.&nbsp;September 1998 I&nbsp;B&nbsp;53\/98, BFH\/NV 1999, 458; s.a. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;November 1986 VI&nbsp;R&nbsp;209\/82, BFHE 148, 460, BStBl II 1989, 351). Dies bedeutet zugleich, dass die Bez&uuml;ge des Steuerpflichtigen diesem nicht unmittelbar von der &ouml;ffentlichen Kasse gezahlt werden m&uuml;ssen (vgl. Senatsurteil vom 22.&nbsp;Februar 2006 I&nbsp;R&nbsp;60\/05, BFHE 212, 468, BStBl II 2007, 106; FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 31.&nbsp;Januar 2012&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;1178\/10&nbsp;E, EFG 2012, 1167; ebenso Bublitz, Internationales Steuerrecht 2007, 77, 79; Gosch in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;65; Hai&szlig; in Herrmann\/Heuer \/Raupach, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;761; Anissimov in Lademann, a.a.O., &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;1654). Es reicht vielmehr aus, wenn das im Ausland gezahlte Arbeitsentgelt der auszahlenden Stelle durch die &ouml;ffentliche Kasse erstattet wird; diese Auslegung legen auch die Gesetzesmaterialien (Zweiter Bericht des Finanzausschusses zu dem Entwurf des Jahressteuergesetzes 1997, BTDrucks 13\/5952, S.&nbsp;49) nahe, wenn dort ausgef&uuml;hrt wird, dass insbesondere Bedienstete des Goethe-Institutes und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes beschr&auml;nkt steuerpflichtige Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b EStG erzielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Einnahmen des Kl&auml;gers wurden auch aus &ouml;ffentlichen Kassen &quot;mit R&uuml;cksicht auf ein konkretes und gegenw&auml;rtiges oder fr&uuml;heres Dienstverh&auml;ltnis gew&auml;hrt&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Diese Voraussetzung ist nur dann erf&uuml;llt, wenn die &ouml;ffentlichen Mittel wirtschaftlich f&uuml;r die dienstvertragliche Verg&uuml;tung gezahlt werden (vgl. zum Abkommensrecht Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;Juli 2011 I&nbsp;B&nbsp;37\/11, BFH\/NV 2011, 1879). Erforderlich ist ein &quot;konkreter Bezug&quot; (Schmidt\/Loschelder, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;88), d.h. die Zahlung muss durch das Dienstverh&auml;ltnis als ausl&ouml;sendes Moment veranlasst sein (s.a. &#8211;im Zusammenhang mit &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 EStG&#8211; das Senatsurteil vom 16.&nbsp;Februar 1996 I&nbsp;R&nbsp;64\/95, BFHE 180, 104; so wohl auch Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;65). Ein solcher Zusammenhang ist (insbesondere) dann gegeben, wenn die &ouml;ffentliche Kasse die an den konkreten Arbeitnehmer gezahlte Verg&uuml;tung nachtr&auml;glich erstattet (Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;G&nbsp;161) oder die entsprechenden Mittel im Vorhinein gew&auml;hrt, um es dem Arbeitgeber zu erm&ouml;glichen, die Arbeitsverg&uuml;tung zu bezahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Streitfall ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Arbeitgeberin des Kl&auml;gers und der E&nbsp;GmbH der projektbezogene Einsatz namentlich angef&uuml;hrter Personen vereinbart wurde, und eine K&uuml;rzung der Einsatzzeiten zu einer K&uuml;rzung des Honorarvolumens gef&uuml;hrt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei einem solchen Sachverhalt steht entgegen der Ansicht des FG nicht eine Projektleistung im Vordergrund, sondern der konkrete Einsatz der Arbeitnehmer. Anderes ergibt sich auch nicht daraus, dass der Arbeitnehmereinsatz des Kl&auml;gers als Pauschalbetrag in die Kalkulation des Honorarvolumens eingeflossen ist; vielmehr ist eine betragsm&auml;&szlig;ige &Uuml;bereinstimmung (i.S. einer Erstattung konkret angefallener Arbeitsverg&uuml;tungen) nicht erforderlich, um von einer (anteiligen) Zahlung &quot;mit R&uuml;cksicht auf &#8230; ein Dienstverh&auml;ltnis&quot; zu sprechen. Dass im Honorarvolumen neben den konkreten Arbeitsverg&uuml;tungen auch mit dem Dienstverh&auml;ltnis im Zusammenhang stehende &quot;Gemeinkosten&quot; verg&uuml;tet werden, beeintr&auml;chtigt den Bezug zu dem konkreten Dienstverh&auml;ltnis &#8211;und damit zu den Eink&uuml;nften des Steuerpflichtigen&#8211; nicht (so im Ergebnis auch Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;65; a.A. Brettschneider, EFG 2016, 1710; Schmidt\/Loschelder, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;88).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ob der inl&auml;ndischen Besteuerung Abkommensrecht entgegen steht, kann der Senat nicht abschlie&szlig;end beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art.&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Kenia zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 17.&nbsp;Mai 1977 (BGBl II 1979, 607, BStBl I 1979, 338) &#8211;DBA&#8212;Kenia&#8211; k&ouml;nnen Verg&uuml;tungen, die von einem Vertragsstaat oder einer seiner Gebietsk&ouml;rperschaften unmittelbar oder aus einem von diesem Staat oder der Gebietsk&ouml;rperschaft errichteten Sonderverm&ouml;gen an eine nat&uuml;rliche Person f&uuml;r unselbst&auml;ndige Arbeit gew&auml;hrt werden, nur in diesem Staat besteuert werden. Wird aber die unselbst&auml;ndige Arbeit in dem anderen Vertragsstaat von einer nat&uuml;rlichen Person ausge&uuml;bt, die weder Staatsangeh&ouml;rige des erstgenannten Staates noch in dem anderen Staat lediglich zur Erbringung dieser Leistungen ans&auml;ssig ist, so k&ouml;nnen die Verg&uuml;tungen nur in dem anderen Staat besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nr.&nbsp;5 des Protokolls zu Art.&nbsp;18 DBA-Kenia bestimmt hierzu, dass Absatz&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Regelung entsprechend f&uuml;r Verg&uuml;tungen gilt, die im Rahmen eines Entwicklungshilfeprogramms eines Vertragsstaats oder einer seiner Gebietsk&ouml;rperschaften aus Mitteln, die ausschlie&szlig;lich von diesem Staat oder der Gebietsk&ouml;rperschaft bereitgestellt werden, an einen Sachverst&auml;ndigen oder freiwilligen Helfer gezahlt werden, der in den anderen Vertragsstaat mit dessen Zustimmung entsandt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob die in Art.&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 DBA-Kenia i.V.m. dem Protokoll formulierten Voraussetzungen f&uuml;r eine ausschlie&szlig;liche Besteuerung im Kassenstaat im Streitfall erf&uuml;llt sind, kann auf der Grundlage der bisherigen Feststellungen nicht entschieden werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die dem Kl&auml;ger zugeflossenen Zahlungen sind als Verg&uuml;tungen f&uuml;r unselbst&auml;ndige Arbeit i.S. der Regelung anzusehen (s. hierzu allgemein Senatsurteil vom 7.&nbsp;Juli 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/13, BFHE 250, 510, BStBl II 2016, 14, zu Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 DBA-Indonesien).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dass die (Arbeits-)Verg&uuml;tungen nicht i.S. des Art.&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Satz 1 DBA-Kenia unmittelbar von der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) oder einem Sonderverm&ouml;gen gew&auml;hrt werden, schadet jedenfalls nach Ma&szlig;gabe der durch Nr.&nbsp;5 des Protokolls angeordneten entsprechenden Anwendung dann nicht, wenn ein deutsches Entwicklungshilfeprogramm vorliegt und die Mittel &quot;ausschlie&szlig;lich von diesem Staat oder der Gebietsk&ouml;rperschaft bereitgestellt&quot; werden (s.a. M&uuml;ller in Wassermeyer, Kenia Art.&nbsp;18 Rz&nbsp;6). Das Tatbestandsmerkmal der &quot;Ausschlie&szlig;lichkeit&quot; hat der Senat in seinem zu einer vergleichbaren Regelungslage ergangenen Urteil in BFHE 250, 510, BStBl II 2016, 14 unter Hinweis auf den Regelungszweck (Erweiterung der Kassenstaatsklausel) dahin ausgedeutet, dass es sich auch auf Verg&uuml;tungsteile beziehen kann und es in diesem Sinne nicht sch&auml;dlich ist, wenn sich die (vertikal) abspaltbaren Verg&uuml;tungsteile auf ein konkretes Entwicklungshilfeprojekt beziehen und die Mittel daf&uuml;r ausschlie&szlig;lich aus dem finanzierenden Vertragsstaat herr&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran ist festzuhalten. Allerdings l&auml;sst sich hieraus &#8211;anders als das FA meint&#8211; nicht ableiten, dass auch im Falle der &quot;Mischfinanzierung&quot; eines einheitlichen Projekts das Kassenstaatsprinzip auf der Grundlage einer &quot;horizontalen&quot; Teilung erhalten bleibt, da hierdurch das dem Wortlaut eindeutig zu entnehmende &quot;Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot&quot; au&szlig;er Kraft gesetzt w&uuml;rde (s.a. insoweit Senatsurteil in BFHE 250, 510, BStBl II 2016, 14, Rz&nbsp;22 des juris-Nachweises).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Feststellungen des FG im angefochtenen Urteil zum Gegenstand und zu den vertraglichen Grundlagen des Projekts bzw. des Durchf&uuml;hrungsauftrags zwischen E&nbsp;GmbH und der Auftragnehmerin (Arbeitgeberin des Kl&auml;gers) reichen nicht aus, um abschlie&szlig;end dar&uuml;ber zu entscheiden, ob ein &quot;mischfinanziertes&quot; einheitliches Entwicklungshilfeprojekt vorliegt oder ob die &quot;EU-Komponente&quot; der Vereinbarung als eigenst&auml;ndiges Projekt qualifiziert. Im erstgenannten Fall w&auml;re wegen der abkommensrechtlichen Geltung des Ausschlie&szlig;lichkeitsprinzips das Kassenstaatsprinzip vorbehaltlich &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;7 EStG (s. nachfolgend) im Streitfall nicht anzuwenden, im zweiten Fall w&auml;re das Kassenstaatsprinzip f&uuml;r den Verg&uuml;tungsteil anzuwenden, der auf den aus dem Bundeshaushalt finanzierten Teil entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Aufgrund fehlender tats&auml;chlicher Feststellungen kann der Senat schlie&szlig;lich auch nicht beurteilen, ob bei Vorliegen eines &quot;mischfinanzierten&quot; einheitlichen Entwicklungshilfeprojekts das Besteuerungsrecht Deutschlands durch die Bestimmung des &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;7 EStG erweitert w&uuml;rde. Hiernach ist dann, wenn Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b EStG aus einer Kasse einer juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts i.S. der Vorschrift eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung &uuml;ber den &ouml;ffentlichen Dienst gew&auml;hrt werden, diese Vorschrift bei Bestehen eines Dienstverh&auml;ltnisses mit einer anderen Person in der Weise auszulegen, dass die Verg&uuml;tungen f&uuml;r der erstgenannten Person geleistete Dienste gezahlt werden, wenn sie ganz oder im Wesentlichen aus &ouml;ffentlichen Mitteln aufgebracht werden. Auch wenn die Vorschrift offenkundig darauf zielt, den Tatbestand der abkommensrechtlichen Kassenstaatsklauseln bei mittelbaren Leistungen aus der Kasse einer juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts unilateral zu erweitern, werden von ihr jedenfalls nicht die aus EU-Mitteln finanzierten Einnahmen erfasst. Demgem&auml;&szlig; w&auml;re die Regelung auch im Streitfall nur dann anwendbar, wenn die inl&auml;ndische Finanzierung (Mittel aus dem Bundeshaushalt) so weit reicht, dass die Verg&uuml;tungen &quot;ganz oder im Wesentlichen&quot; aus diesen Mitteln bestritten wurden. Da Letzteres &#8211;nach dem unmittelbaren Wortsinn&#8211; aber einerseits mehr als das blo&szlig;e &quot;&Uuml;berwiegen&quot; erfordert, anderseits aber auch eine &quot;fast ausschlie&szlig;liche (inl&auml;ndische) Finanzierung&quot; i.S. einer 90&nbsp;%-Grenze (s. zu &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen [Au&szlig;ensteuergesetz] Senatsurteil vom 30.&nbsp;August 1995 I&nbsp;R&nbsp;77\/94, BFHE 179, 39, BStBl II 1996, 122) nicht voraussetzt, ist ein inl&auml;ndischer Finanzierungsanteil von 75&nbsp;% als ausreichend anzusehen (so im Ergebnis auch Bl&uuml;mich\/ Wagner, &sect;&nbsp;50d EStG Rz&nbsp;102; Klein\/Hagena in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;50d EStG Rz&nbsp;102; Hahn-Joecks in Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;50d Rz&nbsp;I&nbsp;9). Auch dies wird das FG im zweiten Rechtsgang ggf. zu ermitteln haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.3.2018, I R 42\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.280318.IR42.16.0 Beschr&auml;nkte Einkommensteuerpflicht: Arbeitnehmert&auml;tigkeit f&uuml;r ein privates Unternehmen zur F&ouml;rderung der Entwicklungshilfe Leits&auml;tze Zum Besteuerungsrecht der Bundesrepublik Deutschland f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, die der Kl&auml;ger als Arbeitnehmer eines privaten Unternehmens bezieht, das mit der Durchf&uuml;hrung eines aus Mitteln der Bundesrepublik und der EU finanzierten Entwicklungshilfeprojekts (in Kenia) beauftragt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-42-16-beschraenkte-einkommensteuerpflicht-arbeitnehmertaetigkeit-fuer-ein-privates-unternehmen-zur-foerderung-der-entwicklungshilfe\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;42\/16 &#8211; Beschr&auml;nkte Einkommensteuerpflicht: Arbeitnehmert&auml;tigkeit f&uuml;r ein privates Unternehmen zur F&ouml;rderung der Entwicklungshilfe<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69825"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69825\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}