{"id":69838,"date":"2018-08-23T18:04:49","date_gmt":"2018-08-23T16:04:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69838"},"modified":"2018-08-23T18:04:49","modified_gmt":"2018-08-23T16:04:49","slug":"vi-r-32-16-berechnung-der-44-eur-freigrenze-bei-sachbezuegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-32-16-berechnung-der-44-eur-freigrenze-bei-sachbezuegen\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;32\/16 &#8211; Berechnung der 44 EUR-Freigrenze bei Sachbez&uuml;gen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2018, VI R 32\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.060618.VIR32.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Berechnung der 44 EUR-Freigrenze bei Sachbez&uuml;gen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &Uuml;blicher Endpreis i.S. von &sect; 8 Abs. 2 Satz 1 EStG ist der Endverbraucherpreis und damit der im allgemeinen Gesch&auml;ftsverkehr von Letztverbrauchern f&uuml;r identische bzw. gleichartige Waren tats&auml;chlich gezahlte g&uuml;nstigste Einzelhandelspreis am Markt (Best&auml;tigung der st&auml;ndigen Rechtsprechung).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Liefert der Arbeitgeber die Ware in die Wohnung des Arbeitnehmers, liegt eine zus&auml;tzliche Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer vor. Der Vorteil hieraus ist in die Berechnung der Freigrenze von 44 EUR einzubeziehen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Entsprechendes gilt, wenn der g&uuml;nstigste Einzelhandelspreis des Sachbezugs am Markt im Versand- oder Onlinehandel gefunden wird. Ist der Versand dort als eigenst&auml;ndige Leistung ausgewiesen und nicht bereits im Einzelhandelsverkaufspreis und damit im Endpreis i.S. von &sect; 8 Abs. 2 Satz 1 EStG enthalten, tritt der geldwerte Vorteil aus der Lieferung &quot;nach Hause&quot; bei der Berechnung der Freigrenze von 44 EUR zum Warenwert hinzu.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 8. April 2016&nbsp;&nbsp;10 K 2128\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Baden-W&uuml;rttemberg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Lohnsteuer-Nachforderungsbescheids, mit dem Lohnsteuer wegen &Uuml;berschreitung der 44&nbsp;EUR-Freibetragsgrenze des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in den in den Lohnzahlungszeitr&auml;umen 2006 bis 2009 geltenden Fassungen (EStG) nachgefordert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, die Speditions- und Transportleistungen erbringt. Sie gew&auml;hrte ihren Mitarbeiten unter bestimmten Voraussetzungen in den streitigen Lohnzahlungszeitr&auml;umen 2006 bis 2009 Sachpr&auml;mien (insbesondere handels&uuml;bliche Verbrauchsg&uuml;ter, u.a. Unterhaltungselektronik, Werkzeuge, Kosmetik, Bekleidung, Lebensmittel, Haushaltsger&auml;te). Hierzu bediente sie sich der Firma X-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jeder bezugsberechtigte Arbeitnehmer der Kl&auml;gerin konnte &uuml;ber einen Onlinezugang monatlich aus der Angebotspalette der X-GmbH einen Sachbezug ausw&auml;hlen. Anschlie&szlig;end bestellte die Kl&auml;gerin die Ware bei der X-GmbH, die der Kl&auml;gerin die Sachbez&uuml;ge nebst einer sogenannten Versand- und Handlingspauschale in Rechnung stellte. Nach dem Ausgleich der Rechnung durch die Kl&auml;gerin bezog die X-GmbH die Waren von ihren Lieferanten und versandte sie an den jeweiligen pr&auml;mienberechtigten Mitarbeiter der Kl&auml;gerin oder h&auml;ndigte die Waren der Kl&auml;gerin zur Verteilung im Betrieb aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der der Kl&auml;gerin in Rechnung gestellte Bruttobetrag der Sachbez&uuml;ge einschlie&szlig;lich Umsatzsteuer betrug regelm&auml;&szlig;ig 43,99&nbsp;EUR. Dar&uuml;ber hinaus hatte die Kl&auml;gerin in der Regel f&uuml;r jede Bestellung eine Versand- und Handlingspauschale in H&ouml;he von 6&nbsp;EUR einschlie&szlig;lich, ab dem Lohnzahlungszeitraum 2007 zuz&uuml;glich Umsatzsteuer an die X-GmbH zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechnungen wurden von der Kl&auml;gerin beglichen und als Personalaufwand gebucht. Die monatlichen Lohnabrechnungen der Arbeitnehmer wiesen jeweils Sachbez&uuml;ge in H&ouml;he von 44&nbsp;EUR aus. Lohnsteuer hierf&uuml;r erhob die Kl&auml;gerin nicht. Auch die Versand- und Handlingspauschale wurde von der Kl&auml;gerin nicht lohnversteuert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat die Pr&uuml;ferin die Auffassung, dass die Versand- und Handlingspauschale dem Wert der Sachzuwendung hinzuzurechnen und deshalb die 44&nbsp;EUR-Freigrenze nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;9 EStG (nunmehr &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;11 EStG) &uuml;berschritten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; daraufhin einen Nachforderungsbescheid &uuml;ber Lohnsteuer zuz&uuml;glich Annexsteuern &#8211;zuletzt vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2016&#8211; f&uuml;r 2006 bis 2009 &uuml;ber einen Gesamtbetrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 2060 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>das Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 8.&nbsp;April 2016&nbsp; 10&nbsp;K&nbsp;2128\/14 und die Lohnsteuer-Nachforderungsbescheide vom 14.&nbsp;Februar 2014 sowie vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2016 f&uuml;r 2006 bis 2009 und die Einspruchsentscheidung vom 20.&nbsp;Mai 2014 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Senat kann auf der Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end beurteilen, ob die Vorinstanz den angefochtenen Lohnsteuer-Nachforderungsbescheid zutreffend als rechtm&auml;&szlig;ig angesehen hat. Die nicht entscheidungsreife Sache ist daher an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Nachforderung von Lohnsteuer beim Arbeitgeber durch Steuerbescheid kommt in Betracht, wenn die Lohnsteuer vorschriftswidrig nicht angemeldet wurde und es sich um eine eigene Steuerschuld des Arbeitgebers handelt. Eine eigene Steuerschuld des Arbeitgebers liegt auch vor, wenn die Voraussetzungen f&uuml;r eine Pauschalierung der Lohnsteuer nach &sect;&nbsp;40 EStG gegeben sind (Senatsurteile vom 30.&nbsp;April 2009 VI&nbsp;R&nbsp;55\/07, BFHE 225, 58, BStBl II 2009, 726, und vom 16.&nbsp;Mai 2013 VI&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 241, 525, BStBl II 2015, 189).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG kann das FA auf Antrag zulassen, dass die Lohnsteuer nach einem unter Ber&uuml;cksichtigung der Vorschriften des &sect;&nbsp;38a EStG zu ermittelnden Pauschsteuersatz erhoben wird, wenn in einer gr&ouml;&szlig;eren Zahl von F&auml;llen der Arbeitgeber die Lohnsteuer nicht vorschriftsm&auml;&szlig;ig, d.h. nicht nach &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 3, Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;38a EStG, bei jeder Lohnzahlung vom Arbeitslohn f&uuml;r Rechnung des Arbeitnehmers einbehalten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 EStG alle G&uuml;ter, die in Geld oder Geldeswert bestehen. Hierzu z&auml;hlen neben Geh&auml;ltern und L&ouml;hnen auch andere &quot;Bez&uuml;ge und Vorteile&quot;, die &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen oder privaten Dienst gew&auml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Sachbez&uuml;ge, die unter den weiteren Voraussetzungen des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz 9 EStG steuerlich au&szlig;er Ansatz bleiben, sind alle nicht in Geld bestehenden Einnahmen (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz 1 EStG). Ein Sachbezug liegt auch vor, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Anspruch, eine Sach- und Dienstleistung beziehen zu k&ouml;nnen, einr&auml;umt (Senatsurteile vom 11.&nbsp;November 2010 VI&nbsp;R&nbsp;41\/10, BFHE 232, 62, BStBl II 2011, 389; VI&nbsp;R&nbsp;27\/09, BFHE 232, 56, BStBl II 2011, 386, sowie vom 14.&nbsp;April 2011 VI&nbsp;R&nbsp;24\/10, BFHE 233, 246, BStBl II 2011, 767). Allerdings muss die Zuwendung einen wirklichen Wert haben und darf nicht blo&szlig; einen ideellen Vorteil darstellen. Ein geldwerter Vorteil durch den verbilligten oder unentgeltlichen Sachbezug liegt nur vor, wenn der Empf&auml;nger objektiv bereichert ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 4.&nbsp;Mai 2006 VI&nbsp;R&nbsp;28\/05, BFHE 213, 484, BStBl II 2006, 781; vom 28.&nbsp;Januar 2003 VI&nbsp;R&nbsp;48\/99, BFHE 201, 283, BStBl II 2003, 724; vom 30.&nbsp;Mai 2001 VI&nbsp;R&nbsp;123\/00, BFHE 195, 376, BStBl II 2002, 230; Senatsbeschluss vom 28.&nbsp;Juni 2007 VI&nbsp;R&nbsp;45\/02, BFH\/NV 2007, 1871, und Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21.&nbsp;April 2010 X&nbsp;R&nbsp;43\/08, BFH\/NV 2010, 1436). Die subjektiven Wertvorstellungen der (Arbeits-)Vertragsparteien sind daher unerheblich (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 1988 III&nbsp;R&nbsp;175\/85, BFHE 154, 218, BStBl II 1988, 995; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;21; Gr&ouml;pl, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;C&nbsp;12; Steiner in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;96; Kister in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;60).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Rechtsgrunds&auml;tzen gehen die Beteiligten im Revisionsverfahren &#8211;ebenso wie das FG&#8211; &uuml;bereinstimmend zu Recht davon aus, dass es sich bei den von den Arbeitnehmern &uuml;ber die X-GmbH bezogenen Pr&auml;mien um Sachlohn handelt. Denn die Sachzuwendungen der Kl&auml;gerin stellten leistungsbezogene Pr&auml;mien dar, die durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis veranlasst waren. Auch hat das FG dem Grunde nach zutreffend die Pauschalierungsvoraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG bejaht. Dies steht zwischen den Beteiligten ebenfalls nicht im Streit, so dass der Senat insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen absieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Wert des vom Arbeitnehmer erlangten Sachvorteils ist, wie alle nicht in Geld bestehenden Einnahmen, mit dem um &uuml;bliche Preisnachl&auml;sse geminderten &uuml;blichen Endpreis am Abgabeort anzusetzen (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Eine Bewertung der Sachbez&uuml;ge nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 EStG kommt im Streitfall nach zutreffender Auffassung des FG nicht in Betracht. Die zugewandten Waren oder Dienstleistungen wurden nicht vom Arbeitgeber hergestellt, vertrieben oder erbracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &Uuml;blicher Endpreis i.S. von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG ist der Preis, der im allgemeinen Gesch&auml;ftsverkehr von Letztverbrauchern f&uuml;r identische bzw. gleichartige Waren tats&auml;chlich gezahlt wird (Senatsurteil vom 17.&nbsp;Juni 2005 VI&nbsp;R&nbsp;84\/04, BFHE 210, 291, BStBl II 2005, 795; BTDrucks 13\/901, S.&nbsp;132; BTDrucks 11\/2157, S.&nbsp;141). Vergleichspreis ist grunds&auml;tzlich der g&uuml;nstigste Einzelhandelspreis am Markt (z.B. Senatsurteil vom 12.&nbsp;April 2007 VI&nbsp;R&nbsp;36\/04, BFH\/NV 2007, 1851; Schmidt\/ Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;23; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;329; Bl&uuml;mich\/Glenk, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;84; Kirchhof in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;34; Steiner in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;96; Kratzsch in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;147; Rundshagen in Korn, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;27; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 16.&nbsp;Mai 2013, BStBl I 2013, 729, Rz&nbsp;2, 4). Denn der Letztverbraucher wird regelm&auml;&szlig;ig das g&uuml;nstigste Angebot annehmen (Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Ansatz des niedrigsten Marktpreises entspricht auch Sinn und Zweck der Vorschrift. Die Bewertungsregelung in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG w&auml;re nicht handhabbar, wenn vom Steuerpflichtigen verlangt w&uuml;rde, stattdessen zu ermitteln, zu welchem Preis die gr&ouml;&szlig;te Anzahl der Ums&auml;tze get&auml;tigt oder welcher Preis f&uuml;r die Ware oder Dienstleistung am h&auml;ufigsten verlangt wird (Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;23; Bl&uuml;mich\/Glenk, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;84; a.A. Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;329, 333; Gr&ouml;pl, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;C&nbsp;8; s.a. BTDrucks 11\/2157, S.&nbsp;141). Die Bewertung nach einem Mittelwert kommt aus n&auml;mlichen Gr&uuml;nden nicht in Betracht (Bl&uuml;mich\/Glenk, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;84). Die Finanzbeh&ouml;rden haben sich dieser Auffassung angeschlossen (R&nbsp;8.1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 der Lohnsteuer-Richtlinien &#8211;LStR&#8211; 2015).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Markt in diesem Sinn sind alle gewerblichen Anbieter, von denen der Steuerpflichtige die konkrete Ware oder Dienstleistung im Inland unter Einbeziehung allgemein zug&auml;nglicher Internetangebote oder auf sonstige Weise gew&ouml;hnlich beziehen kann. Denn ma&szlig;gebliche Handelsstufe ist in der Regel der Einzelhandel (vgl. Gr&ouml;pl, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;C&nbsp;8; HHR\/Kister, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;60; Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;22; Bl&uuml;mich\/Glenk, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;81; Rundshagen in Korn, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;27&nbsp;f.; W&uuml;nnemann, in Kanzler\/Kraft\/B&auml;uml, EStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;41; Seifert, Deutsche Steuer-Zeitung 2015, 246; BMF-Schreiben in BStBl I 2013, 729, Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der &uuml;bliche Endpreis ist f&uuml;r die konkrete &#8211;verbilligt oder unentgeltlich&#8211; &uuml;berlassene Ware oder Dienstleistung des fraglichen Herstellers oder Dienstleisters zu ermitteln (Senatsurteil in BFHE&nbsp;195, 376, BStBl II 2002, 230). Jeder Sachbezug ist grunds&auml;tzlich einzeln zu bewerten (R&nbsp;8.1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 LStR 2015).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Auch wenn der Wert eines vom Arbeitgeber erlangten Vorteils sich hiernach nicht stets und unmittelbar in den Kosten abbildet, die der Arbeitgeber selbst daf&uuml;r entrichtet hat, ist es grunds&auml;tzlich nicht zu beanstanden, den Wert eines dem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber zugewandten Sachbezugs anhand der Kosten zu bemessen, die der Arbeitgeber seinerseits daf&uuml;r aufgewendet hat, sofern der Arbeitgeber die Ware oder Dienstleistung aus Quellen bezogen hat, die auch Endverbrauchern zug&auml;nglich sind, und die Kosten um etwaige Nachl&auml;sse (etwa Mengenrabatte) bereinigt werden, die Endverbraucher nicht erhalten h&auml;tten. In solchen F&auml;llen kann regelm&auml;&szlig;ig davon ausgegangen werden, dass auch ein Fremder diesen Betrag f&uuml;r die Ware oder Dienstleistung h&auml;tte aufwenden m&uuml;ssen. Sofern sich ein Beteiligter f&uuml;r die Bewertung auf eine abweichende Wertbestimmung beruft, muss er konkret darlegen, dass eine Sch&auml;tzung des &uuml;blichen Endpreises am Abgabeort anhand der vom Arbeitgeber aufgewandten Kosten dem objektiven Wert des Sachbezugs nicht entspricht (Senatsurteile vom 18.&nbsp;August 2005 VI&nbsp;R&nbsp;32\/03, BFHE 210, 420, BStBl II 2006, 30, zur Zuwendung einer Reise, und vom 12.&nbsp;Dezember 2012 VI&nbsp;R&nbsp;79\/10, BFHE 240, 44, Rz&nbsp;19, zur Bewertung des Vorteils einer Betriebsveranstaltung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Fracht-, Liefer- und Versandkosten z&auml;hlen nicht zum Endpreis i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG (Steiner in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;96). Es handelt sich hierbei nicht um die Gegenleistung des Letztverbrauchers f&uuml;r die Ware.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Liefert der Arbeitgeber die Ware in die Wohnung des Arbeitnehmers, liegt eine zus&auml;tzliche Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer vor. Die Kosten des Arbeitgebers hierf&uuml;r erh&ouml;hen deshalb nicht den Warenwert des zugewendeten Wirtschaftsguts. Vielmehr liegt ein gesonderter Sachbezug vor, der nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG gesondert zu bewerten ist. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass es an einer Bereicherung fehlen kann, wenn der Arbeitnehmer f&uuml;r das Empfangene selbst nichts h&auml;tte aufwenden m&uuml;ssen (Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechendes gilt, wenn der g&uuml;nstigste Einzelhandelspreis des Sachbezugs am Markt im Versand- oder Onlinehandel gefunden wird. Ist der Versand als eigenst&auml;ndige Leistung ausgewiesen und nicht bereits im Einzelhandelsverkaufspreis und damit im Endpreis i.S. von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG enthalten, tritt der geldwerte Vorteil aus der Lieferung &quot;nach Hause&quot; bei der Berechnung der Freigrenze von 44&nbsp;EUR zum Warenwert hinzu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Ist der &uuml;bliche Endpreis des Sachbezugs nicht festzustellen, ist er zu sch&auml;tzen (Senatsurteile vom 15.&nbsp;Mai 2013 VI&nbsp;R&nbsp;44\/11, BFHE 241, 369, BStBl II 2014, 589, und in BFHE 210, 291, BStBl II 2005, 795; Senatsbeschluss vom 24.&nbsp;Juli 2008 VI&nbsp;B&nbsp;7\/08, BFH\/NV 2008, 1838; BFH-Urteil in BFHE 154, 218, BStBl II 1988, 995; Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;21; Gr&ouml;pl, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;C&nbsp;10). Entsprechendes gilt, wenn die Ermittlung eines Endpreises f&uuml;r den Arbeitgeber mit erheblichem Aufwand verbunden ist (Senatsurteil in BFHE 195, 376, BStBl II 2002, 230; HHR\/Kister, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;61; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;336; Adamek in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;103). Denn die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Ermittlung des konkreten Endpreises f&uuml;r die in Rede stehende Ware oder Dienstleistung wird wegen des damit verbundenen Aufwands durch das Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsprinzip begrenzt (Senatsurteil in BFHE 195, 376, BStBl II 2002, 230).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es obliegt dem FG als Tatsacheninstanz, den gefundenen Wert im Wege tatrichterlicher W&uuml;rdigung zu &uuml;berpr&uuml;fen und gegebenenfalls durch eine eigenst&auml;ndige Sch&auml;tzung zu ersetzen. Dabei kann es sich an (historischen) Preislisten, Katalogen und &Auml;hnlichem (Steiner in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;96; Gr&ouml;pl, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;C&nbsp;11), Markt&uuml;bersichten (Senatsurteil in BFHE 210, 291, BStBl II 2005, 795; Senatsbeschluss vom 23.&nbsp;Januar 2007 VI&nbsp;B&nbsp;115\/06, BFH\/NV 2007, 889) sowie Internetvergleichsportalen orientieren. In erster Linie sind zur Ermittlung der Sch&auml;tzungsgrundlage jedoch die Beteiligten heranzuziehen. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO) umso gr&ouml;&szlig;er ist, je mehr Tatsachen und Beweismittel der von ihm beherrschten Informations- und T&auml;tigkeitssph&auml;re angeh&ouml;ren (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Dezember 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;36\/99, BFH\/NV 2001, 789).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der im Wege der Sch&auml;tzung ermittelte Wertansatz ist als Tatsachenw&uuml;rdigung f&uuml;r das Revisionsgericht nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend, es sei denn, die Wertermittlung enth&auml;lt einen Rechtsirrtum, verst&ouml;&szlig;t gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze oder beruht auf einem Verfahrensmangel (vgl. Senatsurteile vom 15.&nbsp;Dezember 1978 VI&nbsp;R&nbsp;36\/77, BFHE 127, 26, BStBl II 1979, 629, und in BFHE 210, 291, BStBl II 2005, 795; Senatsbeschluss in BFH\/NV 2007, 889).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Senat kann auf Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht beurteilen, ob die Kl&auml;gerin die nachgeforderte Lohnsteuer auch in der geltend gemachten H&ouml;he schuldet. Die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG lassen nicht erkennen, ob es die streitigen Sachbez&uuml;ge mit dem Endpreis i.S. von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG und damit mit dem niedrigsten Endverbraucherpreis bewertet hat. Damit vermag der Senat nicht zu entscheiden, ob der angefochtene Lohnsteuer-Nachforderungsbescheid auf der lohnsteuerlich zutreffenden Bemessungsgrundlage gr&uuml;ndet. Die Vorentscheidung kann deshalb keinen Bestand haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat &#8211;wie auch das FA&#8211; den Vorteil s&auml;mtlicher von der Kl&auml;gerin an ihre Arbeitnehmer ausgekehrten Sachbez&uuml;ge pauschal mit jeweils 44&nbsp;EUR (inklusive Umsatzsteuer) bewertet, die von der X-GmbH zu Lasten der Kl&auml;gerin erhobene Versand- und Handlingspauschale hinzugerechnet und damit den Wert eines jeden Sachbezugs auf 50&nbsp;EUR bzw. 51,14&nbsp;EUR bestimmt. FA und FG haben damit den Vorteilswert der streitigen Sachbez&uuml;ge nach den der Kl&auml;gerin von der X-GmbH in Rechnung gestellten Betr&auml;gen und damit nach den Anschaffungskosten der Kl&auml;gerin bemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings legt das vom FG festgestellte Gesch&auml;ftsmodell der X-GmbH nahe, dass der Rechnungsbetrag von 44&nbsp;EUR (43,99&nbsp;EUR) den &uuml;blichen Einzelhandelspreis der zugewendeten Wirtschaftsg&uuml;ter gerade nicht abbildete. Denn die X-GmbH bot ihre Waren nicht wie ein Einzelh&auml;ndler Letztverbrauchern im allgemeinen Gesch&auml;ftsverkehr an. Es handelte sich vielmehr um ein Unternehmen, das der Kl&auml;gerin und anderen Arbeitgebern einen Komplettservice im Hinblick auf &quot;lohnsteueroptimierte&quot; Sachbez&uuml;ge anbot. &Uuml;berdies liegt es wegen der Verschiedenheit der zugewandten Sachbez&uuml;ge eher fern, dass der von der X-GmbH gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin abgerechnete Verkaufspreis von jeweils 43,99&nbsp;EUR bzw. 44&nbsp;EUR zuz&uuml;glich der Handlingspauschale stets den niedrigsten Marktpreis des jeweiligen Sachbezugs darstellte, der von einem Dritten im allgemeinen Gesch&auml;ftsverkehr h&auml;tte aufgewendet werden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Mangels Spruchreife geht die Sache an die Vorinstanz zur erneuten Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ck. Im zweiten Rechtsgang hat das FG die dem Nachforderungsbescheid zugrundeliegende lohnsteuerliche Bemessungsgrundlage auf ihre Richtigkeit zu &uuml;berpr&uuml;fen. Denn vorliegend steht nicht nur in Streit, ob die sachbezugsbezogene 44&nbsp;EUR-Grenze des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;9 EStG &uuml;berschritten ist, sondern die betragsm&auml;&szlig;ige H&ouml;he der Lohnsteuernachforderung. Hierzu ist nach Ma&szlig;gabe der oben genannten Grunds&auml;tze der niedrigste Einzelhandelsverkaufspreis der von der Kl&auml;gerin an ihre Arbeitnehmer ausgekehrten Sachbez&uuml;ge zu ermitteln. Denn die Summe dieser Einzelwerte bildet den unter Umst&auml;nden steuerbaren Arbeitslohn und damit die Bemessungsgrundlage des Lohnsteuer-Nachforderungsbescheids.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist &#8211;wie im Streitfall naheliegend&#8211; eine Einzelbewertung der streitigen Sachbez&uuml;ge aufgrund des Zeitablaufs, der in Streit stehenden Zeitspanne sowie der Vielzahl und Verschiedenheit der Sachzuwendungen nicht (mehr) m&ouml;glich, hat das FG den Sachbezugswert zu sch&auml;tzen. Dabei ist der im Streitfall vorliegenden besonderen Tatsachen- und Beweisn&auml;he der Kl&auml;gerin Rechnung zu tragen. Sollte der Kl&auml;gerin, wie in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem erkennenden Senat vorgetragen, eine genauere Bezeichnung der zugewandten Artikel nicht mehr m&ouml;glich sein, weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung&#8211; darauf hin, dass die von der Kl&auml;gerin im ersten Rechtsgang vorgelegten Aufstellungen &uuml;ber die zugewendeten Wirtschaftsg&uuml;ter als Sch&auml;tzungsgrundlage herangezogen werden k&ouml;nnen. Denn dort sind die Sachbez&uuml;ge zumindest im Grundsatz nach ihrer Art benannt und mit einem behaupteten H&auml;ndlereinkaufspreis bewertet. Davon ausgehend erscheint dem Senat bei der gebotenen Mitwirkung der Beteiligten eine zumindest sch&auml;tzungsweise Bewertung der streitigen Sachbez&uuml;ge m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2018, VI R 32\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.060618.VIR32.16.0 Berechnung der 44 EUR-Freigrenze bei Sachbez&uuml;gen Leits&auml;tze 1. &Uuml;blicher Endpreis i.S. von &sect; 8 Abs. 2 Satz 1 EStG ist der Endverbraucherpreis und damit der im allgemeinen Gesch&auml;ftsverkehr von Letztverbrauchern f&uuml;r identische bzw. gleichartige Waren tats&auml;chlich gezahlte g&uuml;nstigste Einzelhandelspreis am Markt (Best&auml;tigung der st&auml;ndigen Rechtsprechung). 2. 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