{"id":69841,"date":"2018-08-23T18:05:29","date_gmt":"2018-08-23T16:05:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69841"},"modified":"2018-08-23T18:05:29","modified_gmt":"2018-08-23T16:05:29","slug":"vi-s-12-17-streitwerterhoehung-nach-par-52-abs-3-satz-2-gkg-bei-streit-um-bildung-einer-ruecklage-nach-par-6c-abs-1-satz-2-estg-ivm-par-6b-abs-3-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-s-12-17-streitwerterhoehung-nach-par-52-abs-3-satz-2-gkg-bei-streit-um-bildung-einer-ruecklage-nach-par-6c-abs-1-satz-2-estg-ivm-par-6b-abs-3-estg\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;S&nbsp;12\/17 &#8211; Streitwerterh&ouml;hung nach &sect; 52 Abs. 3 Satz 2 GKG bei Streit um Bildung einer R&uuml;cklage nach &sect; 6c Abs. 1 Satz 2 EStG i.V.m. &sect; 6b Abs. 3 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.7.2018, VI S 12\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.240718.VIS12.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Streitwerterh&ouml;hung nach &sect; 52 Abs. 3 Satz 2 GKG bei Streit um Bildung einer R&uuml;cklage nach &sect; 6c Abs. 1 Satz 2 EStG i.V.m. &sect; 6b Abs. 3 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Ist Streitgegenstand die Frage der Zul&auml;ssigkeit einer r&uuml;ckwirkend zu bildenden R&uuml;cklage nach &sect; 6c Abs. 1 Satz 2 EStG i.V.m. &sect; 6b Abs. 3 EStG, wirkt sich die Beantwortung der Frage regelm&auml;&szlig;ig nicht nur auf das Streitjahr, sondern i.S. des &sect; 52 Abs. 3 Satz 2 GKG auch auf die Folgejahre aus.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die Streitwerterh&ouml;hung nach &sect; 52 Abs. 3 Satz 2 GKG kommt auch zur Anwendung, wenn die Berechnung des Streitwerts nach &sect; 52 Abs. 3 Satz 1 GKG zum Ansatz des Mindeststreitwerts (&sect; 52 Abs. 4 Nr. 1 GKG) f&uuml;hrt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Der Streitwert f&uuml;r das Revisionsverfahren IV R 41\/13 wird auf 4.500 EUR festgesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Antrag auf Streitwertfestsetzung ist zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) setzt der Antrag eines Beteiligten auf f&ouml;rmliche Festsetzung des Streitwerts ein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis voraus. Daran fehlt es, wenn der Streitwert eindeutig aus dem gestellten Sachantrag und der bisherigen BFH-Rechtsprechung ermittelt werden kann (BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;November 1987 VIII&nbsp;R&nbsp;346\/83, BFHE 152, 5, BStBl II 1988, 287, unter II., und vom 18.&nbsp;Januar 2017 X&nbsp;S&nbsp;22\/16, BFH\/NV 2017, 615, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Demgegen&uuml;ber besteht ein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis, wenn die H&ouml;he des Streitwerts nicht nur auf der Grundlage eines einfachen Rechenvorgangs ermittelt werden kann und zwischen den Beteiligten umstritten ist oder F&auml;lle der vorliegenden Art in der Rechtsprechung noch nicht entschieden sind (BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Dezember 1974 I&nbsp;B&nbsp;46\/74, BFHE 115, 1, BStBl II 1975, 385; vgl. auch BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;August 2015 XI&nbsp;S&nbsp;1\/15, BFHE 250, 327, BStBl II 2015, 906, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist hier der Fall. Die H&ouml;he des Streitwerts ist zwischen den Beteiligten umstritten. Auch im Hinblick auf die streitige Vorschrift des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des Gerichtskostengesetzes (GKG) kann noch nicht von einer gefestigten Rechtsprechung ausgegangen werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 250, 327, BStBl II 2015, 906, Rz&nbsp;9, und in BFH\/NV 2017, 615, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Streitwert bestimmt sich im Streitfall nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 i.V.m. Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 GKG. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 GKG wurde durch Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;18 Buchst.&nbsp;a des 2.&nbsp;Kostenrechtsmodernisierungsgesetzes &#8211;2.&nbsp;KostRMoG&#8211; (BGBl I 2013, 2586) mit Wirkung vom 1.&nbsp;August 2013 neu gefasst. Da die Kl&auml;ger, Revisionskl&auml;ger und Antragsteller (Kl&auml;ger) die Revision am 5.&nbsp;Dezember 2013 und damit nach der &Auml;nderung von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 GKG zum 1.&nbsp;August 2013 eingelegt haben (vgl. &sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GKG; Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;18 Buchst.&nbsp;a und Art.&nbsp;50&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;KostRMoG), sind die Vorschriften f&uuml;r das Revisionsverfahren anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz 1 i.V.m. Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 GKG w&auml;re im Streitfall f&uuml;r das Revisionsverfahren der Mindeststreitwert von 1.500&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im Rechtsmittelverfahren bestimmt sich der Streitwert nach den Antr&auml;gen des Rechtsmittelf&uuml;hrers im Zeitpunkt der Einlegung der Revision (&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 Satz 1 i.V.m. &sect;&nbsp;40 GKG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit der von den Kl&auml;gern eingelegten Revision verfolgen diese das Ziel, eine im Nachhinein im Jahr 2010 gezahlte &quot;Entsch&auml;digungsprovision&quot; als nachtr&auml;gliche Kaufpreiszahlung einer zum &#8230;.&nbsp;&#8230; 2008 ver&auml;u&szlig;erten Landwirtschaftsfl&auml;che zu qualifizieren, um hierf&uuml;r entsprechend &sect;&nbsp;6c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.V.m. &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 EStG r&uuml;ckwirkend f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2007\/2008 eine R&uuml;cklage zu bilden (zu den Einzelheiten vgl. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2016 IV&nbsp;R&nbsp;41\/13, BFHE 253, 337, BStBl II 2016, 984). &Uuml;ber diese Frage war erstmals und ausschlie&szlig;lich im Streitjahr (2009) zu entscheiden, da sich die Bildung, Aufl&ouml;sung oder teilweise &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage erstmalig gewinnwirksam im Einkommensteuerbescheid 2009 auswirkte (BFH-Urteil in BFHE 253, 337, BStBl II 2016, 984, Rz&nbsp;21 und 40).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Einkommensteuer f&uuml;r das Streitjahr aufgrund der gewinnwirksamen teilweisen Aufl&ouml;sung allerdings unver&auml;ndert blieb (0&nbsp;EUR), war bei Anwendung von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GKG der Mindeststreitwert von 1.500&nbsp;EUR (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 GKG) anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Streitwert ist nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz 2 GKG um das Dreifache zu erh&ouml;hen. Danach ist, wenn der Antrag des Kl&auml;gers offensichtlich absehbare Auswirkungen auf k&uuml;nftige Geldleistungen oder auf noch zu erlassende, auf derartige Geldleistungen bezogene Verwaltungsakte hat, die H&ouml;he des sich aus Satz&nbsp;1 ergebenden Streitwerts um den Betrag der offensichtlich absehbaren zuk&uuml;nftigen Auswirkungen f&uuml;r den Kl&auml;ger anzuheben, wobei die Summe das Dreifache des Werts nach Satz&nbsp;1 nicht &uuml;bersteigen darf. Unsch&auml;dlich ist, dass im Streitfall nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen der Mindeststreitwert zum Ansatz kommt. Denn insoweit handelt es sich lediglich um eine Untergrenze des ansonsten nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GKG ermittelten Streitwerts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im finanzgerichtlichen Verfahren liegen offensichtlich absehbare zuk&uuml;nftige Auswirkungen in diesem Sinne vor, wenn ohne umfangreiche Pr&uuml;fung oder aufw&auml;ndige &Uuml;berlegungen, also auf den ersten Blick, erkennbar ist, dass der konkret verwirklichte Sachverhalt auch die H&ouml;he zuk&uuml;nftiger Steuerfestsetzungen beeinflusst. Es reicht nicht aus, wenn dieselbe rechtliche Problematik zwar in zuk&uuml;nftigen Zeitr&auml;umen auftritt, die Verwirklichung des entsprechenden konkreten Sachverhalts aber nicht hinreichend sicher absehbar ist. Es muss zum Zeitpunkt der die Instanz einleitenden Antragstellung eindeutig bestimmbar sein, ob solche zuk&uuml;nftigen Auswirkungen bestehen. Ist anhand der dem Finanzgericht (FG) vorliegenden Unterlagen nicht eindeutig bestimmbar, dass die Entscheidung Auswirkungen f&uuml;r zuk&uuml;nftige Steuerjahre haben wird, so scheidet eine Erh&ouml;hung des Streitwerts nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG aus (vgl. im Einzelnen BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 250, 327, BStBl II 2015, 906, Rz&nbsp;17&nbsp;f., und vom 21.&nbsp;Juli 2017 X&nbsp;S&nbsp;15\/17, BFH\/NV 2017, 1460, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es reicht dabei grunds&auml;tzlich aus, wenn eindeutig bestimmbar ist, dass solche Auswirkungen dem Grunde nach eintreten werden. Nicht erforderlich ist hingegen, dass der Betrag der offensichtlich absehbaren Auswirkungen der H&ouml;he nach offensichtlich und genau bestimmt ist. Es gen&uuml;gt vielmehr, wenn dieser ohne Schwierigkeiten anhand der Steuerakten f&uuml;r die Folgejahre ermittelbar ist (Beschluss des FG K&ouml;ln vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2016&nbsp;&nbsp;10&nbsp;Ko&nbsp;2520\/15, Entscheidungen der Finanzgerichte 2016, 836, unter II.1.b&nbsp;cc&nbsp;(2), und BFH-Beschluss in BFH\/NV 2017, 1460, Rz&nbsp;20) bzw. wenn die H&ouml;he der offensichtlich feststehenden Auswirkungen einigerma&szlig;en zuverl&auml;ssig gesch&auml;tzt werden kann (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2017, 1460, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben stand im Streitfall mit hinreichender Sicherheit fest, dass die steuerliche Auswirkung der Frage der Zul&auml;ssigkeit der r&uuml;ckwirkenden Bildung der R&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;6c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 EStG nicht nur das Streitjahr, sondern auch die Folgejahre betraf. Denn zum einen musste die im Wirtschaftsjahr 2007\/2008 gebildete R&uuml;cklage wieder gewinnerh&ouml;hend aufgel&ouml;st werden. Zum anderen hing hiervon der Zeitpunkt der Versteuerung der nachtr&auml;glich vereinnahmten Zahlung ab (im Wirtschaftsjahr des Zuflusses 2010\/2011 oder entgegen dem Zuflussprinzip fiktiv im Wirtschaftsjahr der Ver&auml;u&szlig;erung 2007\/2008, vgl. BFH-Urteil in BFHE 253, 337, BStBl II 2016, 984, Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den nicht bestrittenen Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;ger f&uuml;hrte die Bildung der R&uuml;cklage im Einkommensteuerbescheid 2010 zu einer Minderung der Einkommensteuer in H&ouml;he von 10.990&nbsp;EUR und f&uuml;r das Jahr 2011 zu einer vergleichbaren Minderung. Die Anhebung des Streitwerts nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG ist allerdings auf das Dreifache des Mindeststreitwerts begrenzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei, da es an einem entsprechenden Geb&uuml;hrentatbestand im GKG fehlt (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;Juli 2009 VI&nbsp;S&nbsp;10\/09, Zeitschrift f&uuml;r Steuern und Recht 2009, R866; vom 18.&nbsp;November 2014 V&nbsp;S&nbsp;30\/14, BFH\/NV 2015, 346, Rz&nbsp;24, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Dieser Beschluss ist unanfechtbar (&sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 Satz 5 i.V.m. &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;3 Satz 3 GKG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.7.2018, VI S 12\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.240718.VIS12.17.0 Streitwerterh&ouml;hung nach &sect; 52 Abs. 3 Satz 2 GKG bei Streit um Bildung einer R&uuml;cklage nach &sect; 6c Abs. 1 Satz 2 EStG i.V.m. &sect; 6b Abs. 3 EStG Leits&auml;tze 1. NV: Ist Streitgegenstand die Frage der Zul&auml;ssigkeit einer r&uuml;ckwirkend zu bildenden R&uuml;cklage nach &sect; 6c Abs. 1 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-s-12-17-streitwerterhoehung-nach-par-52-abs-3-satz-2-gkg-bei-streit-um-bildung-einer-ruecklage-nach-par-6c-abs-1-satz-2-estg-ivm-par-6b-abs-3-estg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;S&nbsp;12\/17 &#8211; Streitwerterh&ouml;hung nach &sect; 52 Abs. 3 Satz 2 GKG bei Streit um Bildung einer R&uuml;cklage nach &sect; 6c Abs. 1 Satz 2 EStG i.V.m. &sect; 6b Abs. 3 EStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69841","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69841"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69841\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69841"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69841"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}