{"id":69890,"date":"2018-10-26T15:26:12","date_gmt":"2018-10-26T13:26:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69890"},"modified":"2018-10-26T15:26:12","modified_gmt":"2018-10-26T13:26:12","slug":"vi-r-51-16-aufloesung-eines-passiven-rechnungsabgrenzungspostens-bei-betriebsaufgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-51-16-aufloesung-eines-passiven-rechnungsabgrenzungspostens-bei-betriebsaufgabe\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;51\/16 &#8211; Aufl&ouml;sung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens bei Betriebsaufgabe"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2018, VI R 51\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.250418.VIR51.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufl&ouml;sung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens bei Betriebsaufgabe<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein wegen eines Zinszuschusses gebildeter passiver Rechnungsabgrenzungsposten ist im Rahmen einer Betriebsaufgabe zu Gunsten des Aufgabegewinns aufzul&ouml;sen, wenn das dem Zinszuschuss zugrundeliegende Darlehen fortgef&uuml;hrt wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 14. Juni 2016&nbsp;&nbsp;13 K 33\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob der Ertrag aus der Aufl&ouml;sung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens (pRAP) beim laufenden Gewinn oder beim Betriebsaufgabegewinn zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die f&uuml;r das Streitjahr (2010) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden. Der Kl&auml;ger erzielte Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft, die er durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) f&uuml;r das Normalwirtschaftsjahr vom 1.&nbsp;Juli bis zum 30.&nbsp;Juni des Folgejahres (&sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG) ermittelte. Die Steuerbilanz zum 30.&nbsp;Juni 2010 wies einen pRAP wegen eines Zinszuschusses nach dem Agrarinvestitionsf&ouml;rderungsprogramm f&uuml;r die Errichtung eines Schweinestalls aus. Der Schweinestall wurde im Jahr 2005 errichtet und im Juli 2010 an einen anderen Landwirt verpachtet. Das Darlehen wurde weiterhin bedient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger gab den Betrieb zum 31.&nbsp;Dezember 2010 auf. Der pRAP war in der Steuerbilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2010 noch enthalten. Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r das Streitjahr l&ouml;ste der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den pRAP erfolgswirksam auf und erh&ouml;hte den &#8211;im &Uuml;brigen unstreitigen&#8211; laufenden land- und forstwirtschaftlichen Gewinn f&uuml;r das Rumpfwirtschaftsjahr 1.&nbsp;Juli bis 31.&nbsp;Dezember 2010 entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der nach erfolglosem Vorverfahren erhobenen Klage gab das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1955 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt. Der streitige pRAP sei nicht zu Gunsten des laufenden Gewinns aufzul&ouml;sen, sondern beim Betriebsaufgabeergebnis zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 14.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;33\/15 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und deshalb nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat zu Recht entschieden, dass der Ertrag aus der Aufl&ouml;sung des streitigen pRAP bei der Ermittlung des Aufgabegewinns und nicht im Rahmen des laufenden Gewinns zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft geh&ouml;ren auch Gewinne, die bei der Ver&auml;u&szlig;erung bzw. Aufgabe eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs erzielt werden (&sect;&sect;&nbsp;14, 16 Abs.&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den nicht mit Revisionsr&uuml;gen angegriffenen und den Senat damit bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) hat der Kl&auml;ger seinen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zum 31.&nbsp;Dezember 2010 aufgegeben. Er musste aus diesem Anlass sowohl den Aufgabegewinn (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 und 3 EStG) durch eine Aufgabebilanz als auch den laufenden Gewinn f&uuml;r das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1.&nbsp;Juli bis 31.&nbsp;Dezember 2010 durch eine letzte Schlussbilanz ermitteln (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 5.&nbsp;Mai 2015 X&nbsp;R&nbsp;48\/13, BFH\/NV 2015, 1358, Rz&nbsp;35, m.w.N.). Dies steht zwischen den Beteiligten nicht im Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die letzte Schlussbilanz schlie&szlig;t die (laufende) land- und forstwirtschaftliche T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers ab. Das Betriebsverm&ouml;gen ist nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG zu ermitteln (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG) und ergibt im Vergleich mit dem Betriebsverm&ouml;gen auf den Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres, bereinigt um den Wert der Entnahmen und Einlagen, den laufenden Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres (s. BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 1358).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In der Aufgabebilanz werden dagegen etwa ver&auml;u&szlig;erte und in das Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrte Wirtschaftsg&uuml;ter und die verbliebenen Schulden mit den Werten des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 EStG angesetzt. Aus dem Vergleich des in ihr ausgewiesenen Betriebsverm&ouml;gens mit dem Betriebsverm&ouml;gen der letzten Schlussbilanz, vermindert um die Aufgabekosten, ergibt sich der Aufgabegewinn bzw. -verlust (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;3 EStG). Entsteht ein Aufgabegewinn, ist er einkommensteuerrechtlich ggf. um den Freibetrag des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG zu k&uuml;rzen und im &Uuml;brigen in der Regel gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG tarifbeg&uuml;nstigt zu versteuern (BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 1358, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei der Abgrenzung zwischen laufendem Gewinn und tarifbeg&uuml;nstigtem Aufgabegewinn ist grunds&auml;tzlich auf den zeitlichen und wirtschaftlichen bzw. sachlichen Zusammenhang des einzelnen Gesch&auml;ftsvorfalls mit dem laufenden Gesch&auml;ftsbetrieb einerseits und der Betriebsaufgabe andererseits abzustellen (BFH-Urteile vom 24.&nbsp;August 2000 IV&nbsp;R&nbsp;42\/99, BFHE 193, 107, BStBl II 2003, 67; vom 10.&nbsp;November 2004 XI&nbsp;R&nbsp;69\/03, BFHE 208, 190, BStBl II 2005, 596; vom 20.&nbsp;Dezember 2006 X&nbsp;R&nbsp;31\/03, BFHE 216, 288, BStBl II 2007, 862, und vom 23.&nbsp;Mai 2007 X&nbsp;R&nbsp;35\/06, BFH\/NV 2007, 1862, m.w.N.). Ein zeitlicher Zusammenhang allein gen&uuml;gt nicht (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Dezember 1988 IV&nbsp;R&nbsp;140\/86, BFHE 155, 341, BStBl II 1989, 368).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle noch beim Schlusskapital in der Schlussbilanz und damit bei der Ermittlung des laufenden Gewinns oder erst in der Aufgabebilanz beim Aufgabegewinn zu ber&uuml;cksichtigen sind, bestimmt sich deshalb danach, ob Ertr&auml;ge und Aufwendungen in einem Veranlassungszusammenhang zur Ver&auml;u&szlig;erung\/Betriebsaufgabe als dem ausl&ouml;senden Moment stehen (BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Juni 2016 I&nbsp;R&nbsp;64\/14, BFHE 254, 291, BStBl II 2017, 182, Rz&nbsp;15, und vom 16.&nbsp;Dezember 2009 IV&nbsp;R&nbsp;22\/08, BFHE 227, 481, BStBl II 2010, 736, Rz&nbsp;17, jeweils mit m.w.N.; Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;586, m.w.N.; Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 17. Aufl., &sect;&nbsp;16 Rz 263; Schmidt\/Wacker, EStG, 37. Aufl., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;290; H&ouml;rger\/Rapp in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;123 a.E.; Bl&uuml;mich\/ Schallmoser, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;557).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Rechtsgrunds&auml;tzen hat das FG den streitigen pRAP zu Recht dem Aufgabegewinn und nicht dem laufenden Gewinn zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;250 Abs.&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs (HGB) sind als RAP auf der Passivseite der Bilanz Einnahmen vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Ertrag f&uuml;r eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen; dem entspricht w&ouml;rtlich &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG. Die Bestimmungen gelten als Grundsatz ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung auch f&uuml;r nicht gewerblich t&auml;tige Unternehmer, also auch f&uuml;r Landwirte, die ihren Gewinn durch Bestandsvergleich nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG ermitteln (Senatsurteil vom 15.&nbsp;Februar 2017 VI&nbsp;R&nbsp;96\/13, BFHE 257, 244, BStBl II 2017, 884, m.w.N.). Diese Vorschriften sollen gew&auml;hrleisten, dass ein vom Steuerpflichtigen vorab vereinnahmtes Entgelt entsprechend dem Realisationsprinzip (&sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Halbsatz&nbsp;2, Nr.&nbsp;5 HGB) erst dann &#8211;durch Aufl&ouml;sung des pRAP&#8211; erfolgswirksam wird, wenn der Steuerpflichtige seine noch ausstehende Gegenleistung erbracht hat (BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;3\/13, BFH\/NV 2015, 1577; vom 23.&nbsp;Februar 2005 I&nbsp;R&nbsp;9\/04, BFHE 209, 248, BStBl II 2005, 481; vom 9.&nbsp;Dezember 1993 IV&nbsp;R&nbsp;130\/91, BFHE 173, 393, BStBl II 1995, 202, und vom 3.&nbsp;Mai 1983 VIII&nbsp;R&nbsp;100\/81, BFHE 138, 443, BStBl II 1983, 572).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Anwendungsbereich der Rechnungsabgrenzung betrifft in erster Linie typische Vorleistungen eines Vertragspartners im Rahmen eines gegenseitigen Vertrags i.S. der &sect;&sect;&nbsp;320 ff. des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs. Er ist aber nicht auf synallagmatische schuldrechtliche Leistungen beschr&auml;nkt (z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2015, 1577, und in BFHE 209, 248, BStBl II 2005, 481). Erfasst werden auch F&auml;lle, in denen die gegenseitigen Verpflichtungen ihre Grundlage im &ouml;ffentlichen Recht haben. Deshalb kann auch der Empfang von Subventionen zu einer passiven Rechnungsabgrenzung f&uuml;hren, sofern das vom Subventionsempf&auml;nger erwartete Verhalten wirtschaftlich als Gegenleistung f&uuml;r die Subvention aufgefasst werden kann (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juni 2009 IV&nbsp;R&nbsp;26\/06, BFHE 225, 144, BStBl II 2009, 781, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da das bezogene Entgelt am jeweiligen Bilanzstichtag nur insoweit abzugrenzen ist, als es Ertrag f&uuml;r eine bestimmte Zeit &quot;nach diesem Zeitpunkt&quot; darstellt, muss jedoch eine Verpflichtung zu einer nach diesem Bilanzstichtag (zumindest zeitanteilig) noch zu erbringenden Gegenleistung bestehen (Senatsurteil in BFHE 257, 244, BStBl II 2017, 884). Im Hinblick auf eine bereits vollzogene Leistung ist eine Rechnungsabgrenzung nicht m&ouml;glich (BFH-Urteile in BFHE 225, 144, BStBl II 2009, 781, und vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2007 I&nbsp;R&nbsp;18\/06, BFHE 216, 572, BStBl II 2007, 697).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben war der Kl&auml;ger verpflichtet, in seiner letzten Schlussbilanz auf den 31.&nbsp;Dezember 2010 noch einen pRAP f&uuml;r den ihm gew&auml;hrten Zinszuschuss zu bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Zinszuschuss f&uuml;hrte beim bilanzierenden Kl&auml;ger im Jahr der Bewilligung zu Betriebseinnahmen. Das ist zwischen den Beteiligten zu Recht nicht streitig. Ebenso gehen die Beteiligten &uuml;bereinstimmend und zu Recht davon aus, dass der Kl&auml;ger als zeitraumbezogene &quot;Gegenleistung&quot; den mit dem gef&ouml;rderten Darlehen einhergehenden Kapitaldienst schuldete (s. zur Bildung eines pRAP bei Erhalt eines Zinszuschusses auch BFH-Urteil in BFHE 225, 144, BStBl II 2009, 781).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der pRAP ist entsprechend der Laufzeit des Darlehens aufzul&ouml;sen. Er dient dazu, die Ertragswirkung der Einnahmen (hier: des Zinszuschusses) in das Wirtschaftsjahr zu verlagern, in dem die korrespondierenden Aufwendungen anfallen. Die H&ouml;he des pRAP richtet sich deshalb grunds&auml;tzlich nach dem Verh&auml;ltnis der noch ausstehenden Gegenleistung zur gesamten Gegenleistung (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 1995 IV&nbsp;R&nbsp;66\/94, BFHE 177, 273, BStBl II 1995, 772). Da der Zuschuss den tats&auml;chlich entstehenden Zinsaufwand &uuml;ber den gesamten Zeitraum verbilligen will, ist der pRAP demnach in dem Umfang aufzul&ouml;sen, in dem er auf den bisher erbrachten Zinsaufwand entf&auml;llt. Ausgehend von der zuvor dargelegten Verkn&uuml;pfung des vereinnahmten Zuschusses mit dem Zinsaufwand, ist der pRAP zudem bei jeder anteiligen (Sonder-)Tilgung des Darlehens, die zu einem Wegfall des zuk&uuml;nftigen Zinsaufwands f&uuml;hrt, anteilig aufzul&ouml;sen (BFH-Urteil in BFHE 225, 144, BStBl II 2009, 781).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den nicht angegriffenen Feststellungen des FG betrug der pRAP zum 31.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR. Hiervon gehen auch die Beteiligten aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraus folgt, dass das bezuschusste Darlehen am 31.&nbsp;Dezember 2010 noch bestand und damit auch weiterhin ein k&uuml;nftiger Zinsaufwand des Kl&auml;gers gegeben war. Der Kl&auml;ger hatte also seine f&uuml;r den Zinszuschuss geschuldete Gegenleistung am Bilanzstichtag noch nicht vollst&auml;ndig erbracht. Es bestand am Bilanzstichtag eine Verpflichtung des Kl&auml;gers zu einer nach diesem Bilanzstichtag (zumindest zeitanteilig) zu erbringenden Gegenleistung. Damit lagen die Voraussetzungen f&uuml;r den Ansatz des pRAP in der Schlussbilanz des Kl&auml;gers auf den 31.&nbsp;Dezember 2010 (weiterhin) vor. Denn der pRAP ist in der Schlussbilanz (nur) in dem Umfang aufzul&ouml;sen, in dem er auf den bisher erbrachten Zinsaufwand entf&auml;llt. Der Ertrag aus dem Zinszuschuss, der durch die Bildung des pRAP (zeitanteilig) neutralisiert werden soll, war am Bilanzstichtag der Schlussbilanz noch nicht vollst&auml;ndig realisiert. Dies rechtfertigt es, den pRAP auch in der letzten (normalen) Schlussbilanz weiterhin zu passivieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) In der Aufgabebilanz konnte der pRAP hingegen nicht mehr ausgewiesen werden. Das (fortbestehende) Darlehen wurde durch die Betriebsaufgabe zu Privatverm&ouml;gen. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der Schweinestall einem anderen Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers gewidmet wurde, liegen nicht vor. Die Gegenleistung des Kl&auml;gers f&uuml;r den Zinszuschuss, also der mit dem bezuschussten Darlehen einhergehende Kapitaldienst, lag mit der &Uuml;berf&uuml;hrung des Darlehens in das Privatverm&ouml;gen folglich nicht mehr im steuerbaren Bereich. F&uuml;r eine nicht (mehr) steuerbare Gegenleistung kann aber in der Aufgabebilanz trotz fortbestehender Verpflichtung kein pRAP gebildet werden. Die Entnahme der Darlehensforderung in das Privatverm&ouml;gen f&uuml;hrt zum vollst&auml;ndigen Wegfall des (k&uuml;nftigen) steuerbaren Zinsaufwands. Damit ist auch f&uuml;r den Ansatz des pRAP kein Raum mehr. Zutreffend ist das FG deshalb davon ausgegangen, dass die Aufl&ouml;sung des streitigen pRAP vorliegend nicht nur in einem engen zeitlichen, sondern auch in einem sachlichen Zusammenhang mit der Betriebsaufgabe steht. Unter den Umst&auml;nden des Streitfalls ist der pRAP allein wegen der Betriebsaufgabe nicht l&auml;nger bilanziell auszuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Umstand, dass es sich bei einem RAP nicht um ein Wirtschaftsgut handelt (Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;241; Crezelius in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz 87), sondern der au&szlig;erordentliche Ertrag auf der Aufl&ouml;sung eines Bilanzpostens beruht, der der periodengerechten Zuordnung von Einnahmen dient (z.B. BFH-Urteil in BFHE 225, 144, BStBl II 2009, 781), steht dessen Zuordnung zum Aufgabegewinn nicht entgegen. Insbesondere wird dadurch der Gewinnbegriff des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG entgegen der Auffassung des FA nicht verkannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Aufgabegewinn ist der Betrag, um den die Summe aus dem Ver&auml;u&szlig;erungspreis f&uuml;r die im Rahmen der Betriebsaufgabe ver&auml;u&szlig;erten Wirtschaftsg&uuml;ter, aus dem gemeinen Wert der ins Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrten Wirtschaftsg&uuml;ter und aus den in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Aufgabe angefallenen sonstigen Ertr&auml;gen oder Aufwendungen nach Abzug der Aufgabekosten den (Buch-)Wert des Betriebsverm&ouml;gens im Zeitpunkt der Aufgabe &uuml;bersteigt (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;6 und 7 i.V.m. Abs.&nbsp;2 EStG; z.B. BFH-Urteile vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2008 IV&nbsp;R&nbsp;72\/05, BFH\/NV 2008, 1311; vom 1.&nbsp;August 2013 IV&nbsp;R&nbsp;18\/11, BFHE 242, 315, BStBl II 2013, 910, und vom 27.&nbsp;April 2016 X&nbsp;R&nbsp;16\/15, BFH\/NV 2016, 1444).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Schon nach dieser Definition, die der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung verwendet, kommt die vom FA geforderte Beschr&auml;nkung des Anwendungsbereiches der &sect;&sect;&nbsp;14, 16 und 34 EStG auf Gewinne aus Ver&auml;u&szlig;erungen und Entnahmen von Wirtschaftsg&uuml;tern nicht in Betracht. Eine dahingehende Auslegung widerspr&auml;che auch Sinn und Zweck der Tarifverg&uuml;nstigung nach &sect;&sect;&nbsp;16, 34 EStG, die nach nahezu einhelliger Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum darin bestehen, die &quot;zusammengeballte&quot; Realisierung der w&auml;hrend vieler Jahre entstandenen stillen Reserven nicht nach dem progressiven Einkommensteuertarif zu erfassen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 18.&nbsp;Oktober 1999 GrS&nbsp;2\/98, BFHE 189, 465, BStBl II 2000, 123, Rz&nbsp;43, m.w.N.). Diesem Ziel liefe es aber zuwider, wenn der streitige pRAP zu Gunsten des laufenden Gewinns aufgel&ouml;st w&uuml;rde. Denn in dem streitigen pRAP wurde zum Stichtag (31.&nbsp;Dezember 2010) ein Ertrag (Zinszuschuss) abgegrenzt, welcher bei Fortf&uuml;hrung des kl&auml;gerischen Betriebs entsprechend der Laufzeit des Darlehens und damit periodengerecht besteuert worden w&auml;re. Mit Aufl&ouml;sung des pRAP in der letzten Schlussbilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2010 unterl&auml;ge hingegen eine zuvor aufgrund des Realisationsprinzips passiv abgegrenzte Einnahme (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG) entgegen der gesetzlichen Intention &quot;zusammengeballt&quot; der Einkommensteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Entgegen der Auffassung des FA folgt auch nicht aus dem BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Juli 1984 IV&nbsp;R&nbsp;76\/82 (BFHE 141, 522, BStBl II 1984, 713), dass ein pRAP im Fall der Betriebsaufgabe zu Gunsten des laufenden Gewinns und nicht des Aufgabegewinns aufzul&ouml;sen ist. Zwar ist nach diesem Urteil ein aktiviertes Disagio zu Lasten des laufenden Gewinns und nicht des Aufgabegewinns auszubuchen, wenn das entsprechende Darlehen anl&auml;sslich der Betriebsaufgabe vorfristig zur&uuml;ckgezahlt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Entscheidung behandelt aber einen insofern mit dem Streitfall nicht vergleichbaren Sachverhalt, als die mit dem Disagio einhergehende Kapitalnutzung durch eine vorfristige Tilgung des Darlehens ihr Ende gefunden hat. Aufgrund dessen hat der BFH einen unmittelbaren sachlichen Zusammenhang der aufwandbegr&uuml;ndenden Abschreibung des Disagios mit der Betriebsaufgabe verneint und den nur zeitlichen Zusammenhang hiermit nicht als ausreichend f&uuml;r eine Minderung des Aufgabegewinns angesehen. Im vorliegenden Fall wurde das Darlehen aber gerade nicht zur&uuml;ckgezahlt, sondern im sachlichen Zusammenhang mit der Betriebsaufgabe in das Privatverm&ouml;gen des Kl&auml;gers &uuml;berf&uuml;hrt. Deshalb l&auml;sst sich dem Urteil in BFHE 141, 522, BStBl II 1984, 713 nicht entnehmen, dass aktive wie passive RAP im Fall einer Betriebsaufgabe stets zu Lasten und zu Gunsten des laufenden Gewinns aufzul&ouml;sen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit kann der Senat auch dahinstehen lassen, ob die vorgenannte Entscheidung durch die Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 18.&nbsp;Oktober 2000 X&nbsp;R&nbsp;70\/97, BFH\/NV 2001, 440, und vom 25.&nbsp;Januar 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;55\/97, BFHE 191, 111, BStBl II 2000, 458), wonach die Vorf&auml;lligkeitsentsch&auml;digung bei vorzeitiger Abl&ouml;sung eines betrieblichen Kredits anl&auml;sslich einer Betriebsver&auml;u&szlig;erung nicht den laufenden Gewinn mindert, sondern zu den Ver&auml;u&szlig;erungskosten geh&ouml;rt, mittlerweile &uuml;berholt ist (vgl. Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;301).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Schlie&szlig;lich steht der Ber&uuml;cksichtigung des pRAP bei der Ermittlung des Aufgabegewinns auch nicht der Umstand entgegen, dass sich Zinsen und Zinszuschuss in der Vergangenheit beim laufenden Ergebnis ausgewirkt haben. Dieser Effekt tritt ebenso hinsichtlich aller stillen Reserven und der &uuml;brigen steuerfreien R&uuml;cklagen ein. Sachliche Gr&uuml;nde, welche es rechtfertigen k&ouml;nnten, die im Zuge der Betriebsver&auml;u&szlig;erung oder -aufgabe gebotene Aufl&ouml;sung eines RAP anders als die Aufl&ouml;sung stiller Reserven und der &uuml;brigen steuerfreien R&uuml;cklagen zu behandeln, vermag der Senat nicht zu erkennen (s.a. BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 1862, zur Aufl&ouml;sung einer Ansparr&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;7g EStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2018, VI R 51\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.250418.VIR51.16.0 Aufl&ouml;sung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens bei Betriebsaufgabe Leits&auml;tze Ein wegen eines Zinszuschusses gebildeter passiver Rechnungsabgrenzungsposten ist im Rahmen einer Betriebsaufgabe zu Gunsten des Aufgabegewinns aufzul&ouml;sen, wenn das dem Zinszuschuss zugrundeliegende Darlehen fortgef&uuml;hrt wird. Tenor Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 14. Juni 2016&nbsp;&nbsp;13 K &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-51-16-aufloesung-eines-passiven-rechnungsabgrenzungspostens-bei-betriebsaufgabe\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;51\/16 &#8211; Aufl&ouml;sung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens bei Betriebsaufgabe<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69890","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69890","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69890"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69890\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69890"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69890"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69890"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}