{"id":69910,"date":"2018-10-26T15:28:52","date_gmt":"2018-10-26T13:28:52","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69910"},"modified":"2020-06-17T05:30:33","modified_gmt":"2020-06-17T03:30:33","slug":"viii-r-46-15-zur-verjaehrungshemmung-gemaess-par-171-abs-4-ao-sowie-zur-anwendung-des-halbeinkuenfteverfahrens-bei-verlusten-aus-privaten-veraeusserungsgeschaeften-gemaess-par-23-estg-af-im-jahr-2001","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-46-15-zur-verjaehrungshemmung-gemaess-par-171-abs-4-ao-sowie-zur-anwendung-des-halbeinkuenfteverfahrens-bei-verlusten-aus-privaten-veraeusserungsgeschaeften-gemaess-par-23-estg-af-im-jahr-2001\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;46\/15 &#8211; Zur Verj&auml;hrungshemmung gem&auml;&szlig; &sect; 171 Abs. 4 AO sowie zur Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens bei Verlusten aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect; 23 EStG a.F. im Jahr 2001"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.6.2018, VIII R 46\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.120618.VIIIR46.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Verj&auml;hrungshemmung gem&auml;&szlig; &sect; 171 Abs. 4 AO sowie zur Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens bei Verlusten aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect; 23 EStG a.F. im Jahr 2001<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ist dann nicht mehr &#8211;i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 2 AO&#8211; unmittelbar nach ihrem Beginn unterbrochen, wenn die Pr&uuml;fungshandlungen von Umfang und Zeitaufwand, gemessen an dem gesamten Pr&uuml;fungsstoff, erhebliches Gewicht erreicht oder erste verwertbare Ergebnisse gezeitigt haben.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die im Jahr 2001 geltende Beschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des Halbeink&uuml;nfteverfahrens auf Gewinne bzw. Verluste aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften, resultierend aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Wertpapieren, die von ausl&auml;ndischen Gesellschaften ausgegeben werden, verletzt die Kapitalverkehrsfreiheit.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 18. Juni 2015&nbsp;&nbsp;2 K 158\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Insoweit hat der Kl&auml;ger die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 18. Juni 2015&nbsp;&nbsp;2 K 158\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Insoweit hat der Beklagte die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber das Vorliegen der Festsetzungsverj&auml;hrung bei Erlass von &Auml;nderungsbescheiden sowie &uuml;ber das Eingreifen des sogenannten Halbeink&uuml;nfteverfahrens bei Verlusten aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften im Veranlagungszeitraum 2001.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) erzielte in den Streitjahren (2001 bis 2005) Eink&uuml;nfte aus mehreren Einkunftsarten. In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung 2001 nebst Erkl&auml;rung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags vom Dezember 2003 machte er u.a. einen Verlust aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften (&sect;&nbsp;23 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr 2001 geltenden Fassung &#8211;EStG&nbsp;a.F.&#8211;) aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Genussscheinen der A&nbsp;AG, Schweiz, geltend. Die Ver&auml;u&szlig;erung der Genussscheine, die er ab Mai 2000 in mehreren Tranchen erworben hatte, erfolgte am 20.&nbsp;April 2001. Hieraus ermittelte er einen der H&ouml;he nach unstreitigen Ver&auml;u&szlig;erungsverlust von 111.619,10&nbsp;DM (=&nbsp;57.069,94&nbsp;EUR). Die Genussscheine waren nach deren Statuten kein Bestandteil des Aktienkapitals und vermittelten kein Stimmrecht. Jeder Genussscheininhaber hatte aber den gleichen Anteil am Bilanzgewinn und an dem nach R&uuml;ckzahlung des Aktienkapitals und des Partizipationskapitals verbleibenden Liquidationsergebnis wie eine Aktie.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte den Kl&auml;ger in Bezug auf den Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Genussscheine an der A&nbsp;AG zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;, zuletzt mit Einkommensteuerbescheid 2001 vom 2.&nbsp;Mai 2008. Dieser Verlust ist auch in den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 vom 10.&nbsp;Dezember 2007 in Bezug auf den dort festgestellten Verlust f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften eingeflossen. Die Bescheide standen jeweils unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seine Einkommensteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Jahre 2002 und 2003 gab der Kl&auml;ger im November 2004 (2002) bzw. im Juni 2005 (2003) beim FA ab, das ihn zun&auml;chst im Wesentlichen erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung veranlagte (zuletzt mit Bescheiden vom 21.&nbsp;Februar 2008 f&uuml;r 2002 und vom 15.&nbsp;April 2008 f&uuml;r 2003).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einkommensteuererkl&auml;rung 2004 reichte der Kl&auml;ger im September 2006 beim FA ein. Darin erkl&auml;rte er u.a. einen Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an drei Investmentfonds in H&ouml;he von insgesamt 63.403,05&nbsp;EUR. Diesen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn hatte er unter Ber&uuml;cksichtigung von Anschaffungskosten in H&ouml;he von insgesamt 16.360.449,83&nbsp;EUR ermittelt, worin Zwischengewinne in H&ouml;he von insgesamt 1.039.573,80&nbsp;EUR enthalten waren, die im Veranlagungszeitraum 2003 als negative Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen ber&uuml;cksichtigt worden waren. Das FA veranlagte den Kl&auml;ger insoweit zun&auml;chst ebenfalls erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung, zuletzt mit Einkommensteuerbescheid 2004 vom 5.&nbsp;Juni 2010.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einkommensteuererkl&auml;rung 2005 gab der Kl&auml;ger im April 2007 beim FA ab, das ihn auch insoweit zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung, zuletzt mit Bescheid vom 11.&nbsp;August 2010, veranlagte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA ordnete mit Bescheid vom 30.&nbsp;November 2007 beim Kl&auml;ger eine Au&szlig;enpr&uuml;fung in Bezug auf die Einkommensteuer 2001 bis 2005 und die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer auf den 31.&nbsp;Dezember f&uuml;r die Jahre 2001 bis 2005 an. Die Pr&uuml;fung sollte nach der Anordnung am 10.&nbsp;Dezember 2007 beginnen. Die Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers beantragten mit Schreiben vom 10.&nbsp;Dezember 2007 eine Verschiebung des Beginns der Au&szlig;enpr&uuml;fung auf die Zeit nach dem 14.&nbsp;April 2008. Mit Schreiben vom 10.&nbsp;Dezember 2008 beantragten sie eine erneute Verschiebung des Beginns der Au&szlig;enpr&uuml;fung, diesmal auf die Zeit nach dem 15.&nbsp;Januar 2009.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 22.&nbsp;Dezember 2009 bat der Pr&uuml;fer die Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers mitzuteilen, auf welcher Rechtsgrundlage der Kl&auml;ger eine Versorgungsrente an J zu zahlen habe. Zudem werde ein belegm&auml;&szlig;iger Nachweis ben&ouml;tigt, wie alt die Versorgungsempf&auml;ngerin bei Beginn der Zahlungsverpflichtung gewesen sei. Ferner bat der Pr&uuml;fer in Bezug auf die in der Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2005 geltend gemachten Steuerberatungskosten aus einer Rechnung des Steuerberaters K vom 11.&nbsp;April 2005 in H&ouml;he von 22.872,30&nbsp;EUR um eine Ablichtung dieser Rechnung sowie erforderlichenfalls n&auml;here Erl&auml;uterungen dazu. Mit Schreiben vom 8.&nbsp;Februar 2010 &uuml;bersandten die Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers zur Versorgungsrente f&uuml;r J eine Kopie der notariellen Urkunde des diesbez&uuml;glichen Verm&auml;chtnisses und teilten mit, dass ein belegm&auml;&szlig;iger Nachweis &uuml;ber das Alter von J aufgrund der bereits sehr langen Laufzeit der Rente nicht vorgelegt werden k&ouml;nne. Hinsichtlich der Steuerberatungskosten &uuml;bersandten die Prozessbevollm&auml;chtigten eine Kopie der Rechnung des Steuerberaters K.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Inhalt der BP-Arbeitsakten des FA erfolgte die n&auml;chste schriftliche Pr&uuml;fungsanfrage mit Schreiben vom 13.&nbsp;Juli 2012. Vorher &#8211;Anfang Juli 2012&#8211; erfolgte eine Pr&uuml;fung der Kapitaleink&uuml;nfte des Kl&auml;gers in den R&auml;umen seiner Prozessbevollm&auml;chtigten und es gab ausweislich entsprechender Vermerke am 14.&nbsp;Februar 2011, am 29.&nbsp;November 2011, am 4. und am 25.&nbsp;April 2012 telefonische Kontakte zwischen dem Pr&uuml;fer und dem Steuerberater &uuml;ber den Fortgang der Pr&uuml;fung. Ferner enth&auml;lt die Akte einen Vermerk des Pr&uuml;fers vom 7.&nbsp;Mai 2010, wonach im Rahmen einer anderen Au&szlig;enpr&uuml;fung bei einer Besprechung am 6.&nbsp;Mai 2010 eine Kopie des Personalausweises von J ausgeh&auml;ndigt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Au&szlig;enpr&uuml;fung endete am 28.&nbsp;Mai 2013. Das FA kam ausweislich des Berichts &uuml;ber die Au&szlig;enpr&uuml;fung vom 21.&nbsp;Juni 2013 u.a. zu dem Ergebnis, dass der Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Genussscheine an der A&nbsp;AG im Jahr 2001 nicht in voller H&ouml;he anzuerkennen sei, sondern dem sogenannten Halbeink&uuml;nfteverfahren unterliege. Der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Investmentfonds-Anteile im Jahr 2004 sei um die im Jahr 2003 ber&uuml;cksichtigten Zwischengewinne in H&ouml;he von insgesamt 1.039.537,80&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen. Die Zwischengewinne seien nicht als Anschaffungskosten anzuerkennen, weil sie bereits im Veranlagungszeitraum 2003 als negative Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen ber&uuml;cksichtigt worden seien. Dementsprechend erlie&szlig; das FA am 7.&nbsp;August 2013 &Auml;nderungsbescheide zur Einkommensteuer 2001 bis 2005 sowie ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 bis 2004. Der Einkommensteuerbescheid 2004 wurde aus hier nicht streiterheblichen Gr&uuml;nden mit Bescheid vom 17.&nbsp;September 2013 erneut ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen die &Auml;nderungsbescheide vom Kl&auml;ger eingelegten Einspr&uuml;che blieben ohne Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 9.&nbsp;Mai 2014). Die hiergegen gerichtete Klage, die sich noch auf die Einkommensteuerbescheide 2002 bis 2005 sowie den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 bezog, war lediglich hinsichtlich der gesonderten Feststellung des Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 erfolgreich, soweit darin der Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Genussscheine an der A&nbsp;AG nicht in voller H&ouml;he anerkannt worden war. Dies begr&uuml;ndete das Finanzgericht (FG) in seiner in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1675 ver&ouml;ffentlichten Entscheidung vom 18.&nbsp;Juni 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;158\/14 damit, dass die im Jahr 2001 bestehende Ungleichbehandlung zwischen inl&auml;ndischen und ausl&auml;ndischen Beteiligungen in Bezug auf das Halbeink&uuml;nfteverfahren gegen Art.&nbsp;56 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft i.d.F. des Vertrags von Nizza zur &Auml;nderung des Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union, der Vertr&auml;ge zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaften sowie einiger damit zusammenh&auml;ngender Rechtsakte &#8211;EG&#8211; (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften 2002, Nr.&nbsp;C-325, 1; jetzt Art.&nbsp;63 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union &#8211;AEUV&#8211;, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union 2008, Nr.&nbsp;C-115, 47) versto&szlig;e.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sowohl der Kl&auml;ger als auch das FA haben gegen die Entscheidung des FG Revision eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger r&uuml;gt mit seiner Revision, die auf die Entscheidung des FG &uuml;ber die Einkommensteuerbescheide 2002 bis 2005 beschr&auml;nkt ist, die Verletzung von Bundesrecht. Der Ablauf der Festsetzungsfristen sei nicht durch die Anordnung der Au&szlig;enpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 AO gehemmt worden, da die Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn f&uuml;r die Dauer von mehr als sechs Monaten aus Gr&uuml;nden unterbrochen worden sei, die die Finanzbeh&ouml;rde zu vertreten gehabt habe (&sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz 2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vorentscheidung in Bezug auf die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2005 und die Einkommensteuerbescheide 2002, 2003 und 2005 vom 7.&nbsp;August 2013 sowie den Einkommensteuerbescheid 2004 vom 17.&nbsp;September 2013, jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 9.&nbsp;Mai 2014, aufzuheben und die Revision des FA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA, das sich mit seiner Revision gegen die Entscheidung des FG wendet, soweit diese die vollst&auml;ndige Anerkennung der Verluste aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Genussscheine an der A&nbsp;AG im Jahr 2001 betrifft, beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vorentscheidung in Bezug auf die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 aufzuheben und die diesbez&uuml;gliche Klage abzuweisen sowie die Revision des Kl&auml;gers zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es r&uuml;gt die Verletzung von Bundesrecht. Das FG habe in der vorgezogenen Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens auf Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge von Anteilen an ausl&auml;ndischen Kapitalgesellschaften im Jahr 2001 in unzutreffender Weise eine Ungleichbehandlung gesehen, die eine Beschr&auml;nkung der Kapitalverkehrsfreiheit darstelle. Nach aktueller Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) fehle schon eine Beschr&auml;nkung der Kapitalverkehrsfreiheit. Zudem sei eine etwaige Beschr&auml;nkung der Kapitalverkehrsfreiheit zur Wahrung der Koh&auml;renz des Steuersystems durch den &Uuml;bergang vom Anrechnungs- auf das Halbeink&uuml;nfteverfahren sachlich gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionen des Kl&auml;gers und des FA sind unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung des FG, dass bei Erlass der angefochtenen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide 2002 bis 2005 am 7.&nbsp;August 2013 bzw. 17.&nbsp;September 2013 noch keine Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten war, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Auch seine Entscheidung, der Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 sei rechtswidrig, soweit er den Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Genussscheine an der A AG nicht in voller H&ouml;he ber&uuml;cksichtigt, erweist sich als zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Revision des Kl&auml;gers<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die angefochtenen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide 2002 bis 2005 konnten ergehen. Das FG hat zu Recht entschieden, dass bei deren Erlass am 7.&nbsp;August 2013 bzw. 17.&nbsp;September 2013 noch keine Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten war, weil der Ablauf der Festsetzungsfrist f&uuml;r diese Streitjahre gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung gehemmt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Erlass ge&auml;nderter Steuerbescheide ist nicht mehr zul&auml;ssig, wenn die Festsetzungsfrist, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO vier Jahre betr&auml;gt, abgelaufen ist. Ist &#8211;wie im Streitfall f&uuml;r die Einkommensteuer&#8211; eine Steuererkl&auml;rung abzugeben, beginnt die Festsetzungsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuererkl&auml;rung eingereicht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach w&auml;re &#8211;ohne Eingreifen einer Ablaufhemmung&#8211; die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Einkommensteuer der Jahre 2002 bis 2005, wie zwischen den Beteiligten unstreitig ist, grunds&auml;tzlich Ende 2008 (f&uuml;r 2002), Ende 2009 (f&uuml;r 2003), Ende 2010 (f&uuml;r 2004) und Ende 2011 (f&uuml;r 2005) &#8211;und damit vor Erlass der streitgegenst&auml;ndlichen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide im Jahr 2013&#8211; abgelaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Jedoch war der Ablauf der Festsetzungsfristen unter den im Streitfall vorliegenden Umst&auml;nden nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 AO gehemmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird vor Ablauf der Festsetzungsfrist mit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung begonnen oder wird deren Beginn auf Antrag des Steuerpflichtigen hinausgeschoben, so l&auml;uft die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Steuern, auf die sich die Au&szlig;enpr&uuml;fung erstreckt oder im Fall des Hinausschiebens der Au&szlig;enpr&uuml;fung erstrecken sollte, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 AO nicht ab, bevor die aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu erlassenden Steuerbescheide unanfechtbar geworden sind oder nach Bekanntgabe der Mitteilung nach &sect;&nbsp;202 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO drei Monate verstrichen sind. Die Ablaufhemmung, die infolge der Stellung eines (befristeten) Antrags des Steuerpflichtigen auf Hinausschieben des Beginns einer Au&szlig;enpr&uuml;fung fortbesteht, endet, wenn der Pr&uuml;fer auch zwei Jahre nach dem Verschiebungsantrag nicht mit tats&auml;chlichen Pr&uuml;fungshandlungen begonnen hat (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 IV&nbsp;R&nbsp;54\/07, BFHE 229, 20, BStBl II 2011, 7; vom 19.&nbsp;Mai 2016 X&nbsp;R&nbsp;14\/15, BFHE 254, 193, BStBl II 2017, 97). Stellt der Steuerpflichtige w&auml;hrend der Zwei-Jahres-Frist einen weiteren Verschiebungsantrag, beginnt die Zwei-Jahres-Frist erneut (BFH-Urteil in BFHE 254, 193, BStBl II 2017, 97).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Danach hat das FG zutreffend erkannt, dass der Ablauf der Festsetzungsfrist f&uuml;r die Einkommensteuer der Jahre 2002 bis 2005, die regul&auml;r bereits mit Ablauf der Jahre 2008 bis 2011 endete, (zun&auml;chst) mit dem Eingang der Antr&auml;ge des Kl&auml;gers auf Verlegung der Au&szlig;enpr&uuml;fung vom 10.&nbsp;Dezember 2007 und vom 10.&nbsp;Dezember 2008 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 AO gehemmt wurde. Der Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung, der laut Pr&uuml;fungsanordnung auf den 10.&nbsp;Dezember 2007 festgelegt war, wurde (nur) auf Veranlassung des Kl&auml;gers in das Jahr 2009 hinausgeschoben. Mit dem zweiten Verschiebungsantrag des Kl&auml;gers vom 10.&nbsp;Dezember 2008 begann die Zwei-Jahres-Frist erneut.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ebenso ist es revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass das FG angenommen hat, das FA habe vor Ablauf von zwei Jahren nach Eingang der Verschiebungsantr&auml;ge mit der Pr&uuml;fung begonnen. Seine W&uuml;rdigung, die Au&szlig;enpr&uuml;fung habe am 22.&nbsp;Dezember 2009, mit dem Schreiben des Pr&uuml;fers, mit dem dieser zu zwei Sachverhalten (Versorgungsrente J und Sonderausgabenabzug Steuerberatungskosten K) konkrete Pr&uuml;fungsfragen an den Steuerberater des Kl&auml;gers gerichtet habe, begonnen, h&auml;lt der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung stand. Die W&uuml;rdigung, die Anfrage habe sich auf bestimmte pr&uuml;fungsrelevante Sachverhalte bezogen und sei &uuml;ber blo&szlig;e Vorbereitungshandlungen hinausgegangen, ist aufgrund der tats&auml;chlichen Feststellungen, die nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffen worden sind, m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze. Sie bindet den Senat daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Mai 2011 IV&nbsp;R&nbsp;34\/08, BFHE 234, 1, BStBl II 2011, 787, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das FG hat ohne Rechtsfehler entschieden, dass kein Ausnahmefall nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach dieser Bestimmung entf&auml;llt die Ablaufhemmung der Festsetzungsfristen, wenn eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn f&uuml;r die Dauer von mehr als sechs Monaten aus Gr&uuml;nden unterbrochen wird, die die Finanzbeh&ouml;rde zu vertreten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO will einer missbr&auml;uchlichen Ausnutzung der M&ouml;glichkeit der Ablaufhemmung durch die Finanzverwaltung entgegentreten; Au&szlig;enpr&uuml;fungen sollen nicht pro forma begonnen werden, um den Ablauf der Festsetzungsfrist hinauszuschieben (BTDrucks 7\/4292, S.&nbsp;33; BFH-Urteil in BFHE 229, 20, BStBl II 2011, 7). Die Vorschrift setzt daher voraus, dass ernsthaft mit der Pr&uuml;fung begonnen wurde. Wird nur zum Schein mit einer Pr&uuml;fung begonnen, sind die entsprechenden Handlungen nicht geeignet, den Fristablauf zu hemmen. Wurde ernsthaft mit der Pr&uuml;fung begonnen, greift &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO nur ein, wenn die Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach dem Beginn unterbrochen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage, ob eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn unterbrochen worden ist, ist grunds&auml;tzlich nach den Verh&auml;ltnissen im Einzelfall zu beurteilen. Dabei sind neben dem zeitlichen Umfang der bereits durchgef&uuml;hrten Pr&uuml;fungsma&szlig;nahmen alle Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen, die Aufschluss &uuml;ber die Gewichtigkeit der Pr&uuml;fungshandlungen vor der Unterbrechung geben (z.B. BFH-Urteile vom 8.&nbsp;Juli 2009 XI&nbsp;R&nbsp;64\/07, BFHE 226, 19, BStBl II 2010, 4; vom 26.&nbsp;Juni 2014 IV&nbsp;R&nbsp;51\/11, BFH\/NV 2014, 1716). Unabh&auml;ngig vom Zeitaufwand ist eine Unterbrechung unmittelbar nach Beginn der Pr&uuml;fung dann anzunehmen, wenn der Pr&uuml;fer &uuml;ber Vorbereitungshandlungen, allgemeine Informationen &uuml;ber die betrieblichen Verh&auml;ltnisse, das Rechnungswesen und die Buchf&uuml;hrung und\/oder die Sichtung der Unterlagen des zu pr&uuml;fenden Steuerfalls bzw. ein allgemeines Aktenstudium nicht hinausgekommen ist (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Februar 2009 V&nbsp;R&nbsp;82\/07, BFHE 225, 198, BStBl II 2009, 876, m.w.N.). Eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ist danach nur dann nicht mehr unmittelbar nach Beginn unterbrochen, wenn die Pr&uuml;fungshandlungen von Umfang und Zeitaufwand, gemessen an dem gesamten Pr&uuml;fungsstoff, erhebliches Gewicht erreicht oder erste verwertbare Ergebnisse gezeitigt haben (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2003 VII&nbsp;R&nbsp;3\/02, BFHE 202, 32, BStBl II 2003, 739). Letzteres bedeutet allerdings nicht, dass die ermittelten Ergebnisse geeignet sein m&uuml;ssen, unmittelbar als Besteuerungsgrundlage Eingang in einen Steuer- oder Feststellungsbescheid zu finden; ausreichend ist vielmehr, dass Ermittlungsergebnisse vorliegen, an die bei der Wiederaufnahme der Pr&uuml;fung angekn&uuml;pft werden kann (BFH-Urteil in BFH\/NV 2014, 1716; BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;August 2011 I&nbsp;B&nbsp;9\/11, BFH\/NV 2011, 2011, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Von diesen Grunds&auml;tzen ist das FG bei seiner Entscheidung ausgegangen. Seine W&uuml;rdigung, dass die am 22.&nbsp;Dezember 2009 aufgenommene Au&szlig;enpr&uuml;fung nicht unmittelbar nach Beginn unterbrochen worden ist, h&auml;lt der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2.1.) Das FG hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise angenommen, die Pr&uuml;fungsanfrage vom 22.&nbsp;Dezember 2009 sei nicht nur &quot;pro forma&quot; gestellt worden, um den Ablauf der Festsetzungsfrist zu hemmen. Diese W&uuml;rdigung beruht auf der Aktenlage, die nach den Feststellungen des FG f&uuml;r eine solche Annahme keine Anhaltspunkte bietet, und der aus Sicht des FG glaubhaften Aussage des als Zeugen vernommenen Pr&uuml;fers. Dieser habe bekundet, dass er die beiden Fragen gestellt habe, weil sie ihm bei Durchsicht der Einkommensteuerakten des Kl&auml;gers aufgefallen seien. Hinzu komme &#8211;so das FG&#8211;, dass der Zeuge nach Erhalt der Antwort der Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers hinsichtlich der Abzugsf&auml;higkeit der Versorgungsrente in einer anderen Au&szlig;enpr&uuml;fung weitere Ermittlungen vorgenommen habe, deren Ergebnis auch f&uuml;r die Pr&uuml;fung beim Kl&auml;ger von Bedeutung gewesen und in den zu den Akten genommenen Vermerk vom 7.&nbsp;Mai 2010 eingeflossen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei hat das FG zutreffend darauf verwiesen, dass allein der Umstand, dass der Pr&uuml;fer anschlie&szlig;end &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeit keine f&uuml;r den Kl&auml;ger erkennbaren Pr&uuml;fungshandlungen vorgenommen habe, nicht f&uuml;r die Annahme einer &quot;pro forma&quot; Pr&uuml;fungsanfrage ausreicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG musste &#8211;entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers&#8211; weder aus dem Umstand, dass sich der Dokumentation des FA bis Juli 2012 keine Hinweise auf &quot;verwertbare Ergebnisse&quot; durch die Pr&uuml;fungsanfrage vom 22.&nbsp;Dezember 2009 entnehmen lassen, noch daraus, dass der Pr&uuml;fer seine Erkenntnisse nicht in der Arbeitsakte festgehalten hat, auf eine &quot;pro forma&quot; Pr&uuml;fungsanfrage schlie&szlig;en. Ein solches Dokumentationserfordernis ergibt sich weder aus dem Gesetz noch aus der vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrten Rechtsprechung des BFH (Verweis auf Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Januar 2015 VIII&nbsp;B&nbsp;112\/13, BFH\/NV 2015, 800).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleiches gilt in Bezug auf den &#8211;nach Ma&szlig;gabe der Rechtsprechung (BFH-Urteil in BFHE 229, 20, BStBl II 2011, 7)&#8211; drohenden Wegfall einer zun&auml;chst eingetretenen Ablaufhemmung f&uuml;r den Fall, dass das FA nicht innerhalb von zwei Jahren nach Eingang der Verschiebungsantr&auml;ge tats&auml;chlich mit der Pr&uuml;fung begonnen h&auml;tte. Zum einen kann diese von der Rechtsprechung im Jahr 2010 entwickelte zeitliche Begrenzung nicht Anlass f&uuml;r die Aufnahme der Pr&uuml;fung im Dezember 2009 gewesen sein; zum anderen l&auml;sst allein ein drohender Ablauf einer zeitlichen Begrenzung keinen R&uuml;ckschluss auf eine rein &quot;pro forma&quot; gestellte Pr&uuml;fungsanfrage zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der Umstand, dass die Pr&uuml;fungsanfrage in Bezug auf die Rechnung des Steuerberaters K mit Blick auf den Rechnungsinhalt aus Sicht des Kl&auml;gers &uuml;berfl&uuml;ssig war, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2.2.) Zutreffend hat das FG im Rahmen seiner Gesamtw&uuml;rdigung erkannt, dass die Pr&uuml;fungshandlung vom 22.&nbsp;Dezember 2009 erste verwertbare Ergebnisse gezeitigt hatte, an die bei Wiederaufnahme der Pr&uuml;fung angekn&uuml;pft werden konnte und vom Pr&uuml;fer auch angekn&uuml;pft worden ist. Dabei hat das FG ber&uuml;cksichtigt, dass die Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers mit Schreiben vom 8.&nbsp;Februar 2010 auf die Anfrage des Pr&uuml;fers reagiert und hinsichtlich der Versorgungsrente f&uuml;r J die notarielle Urkunde &uuml;ber das zu Grunde liegende Verm&auml;chtnis in Kopie und hinsichtlich der Steuerberatungskosten eine Kopie der Rechnung des Steuerberaters K nebst Anlage &uuml;bersandt haben. Beide Urkunden h&auml;tten &#8211;so das FG&#8211; zur Sachverhaltsaufkl&auml;rung beigetragen und stellten erste Ermittlungsergebnisse dar, an die bei Wiederaufnahme der Pr&uuml;fung angekn&uuml;pft werden konnte. Auf die Rechnung des Steuerberaters K sei vom Pr&uuml;fer im Schreiben vom 13.&nbsp;Juli 2012 auch Bezug genommen worden. Zutreffend hat das FG darauf hingewiesen, dass es f&uuml;r die Beurteilung der Frage, ob ein erstes verwertbares Ergebnis vorlag, nicht darauf ankommt, ob die Nachfrage vom 13.&nbsp;Juli 2012 in Bezug auf die Rechnung des Steuerberaters K &uuml;berfl&uuml;ssig war, weil sich aus der Rechnung selbst bereits ergeben habe, welche Leistungen abgerechnet worden sind, und ob die Kosten als Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig seien. Entscheidend ist, dass ein Ermittlungsergebnis in Form der eingereichten Rechnung vorlag, an das bei der Wiederaufnahme der Pr&uuml;fung angekn&uuml;pft werden konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die W&uuml;rdigung des FG ist aufgrund der tats&auml;chlichen Feststellungen, die nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffen worden sind, m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze. Sie bindet den Senat daher (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Dies gilt ebenso f&uuml;r die W&uuml;rdigung des FG, auch in Bezug auf die Versorgungsrente f&uuml;r J habe mit &Uuml;bersendung der notariellen Urkunde ein ankn&uuml;pfungsf&auml;higes Ermittlungsergebnis vorgelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einwand des Kl&auml;gers, die Pr&uuml;fungshandlungen vom 22.&nbsp;Dezember 2009 seien weder von erheblichem zeitlichen noch quantitativen Gewicht, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Insoweit hat das FG zu Recht darauf verwiesen, dass die ersten verwertbaren Ergebnisse nach Ma&szlig;gabe der Rechtsprechung des BFH kein absolutes oder relatives Gewicht in Bezug auf die steuerlichen Auswirkungen haben m&uuml;ssen. Entscheidend ist unter Ber&uuml;cksichtigung des Sinn und Zweckes des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO, dass beim Steuerpflichtigen durch den Pr&uuml;fungsbeginn das Vertrauen in den Ablauf der Festsetzungsfrist ersch&uuml;ttert worden ist. Hierf&uuml;r ist aber das &#8211;zun&auml;chst regelm&auml;&szlig;ig nicht absehbare&#8211; Ausma&szlig; der (sp&auml;teren) steuerlichen Auswirkungen nicht relevant.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dem Erlass der Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide stand demnach der Eintritt der Festsetzungsverj&auml;hrung nicht entgegen. Die &Auml;nderungsbescheide sind auch im &Uuml;brigen rechtm&auml;&szlig;ig. Die Nichtber&uuml;cksichtigung der geltend gemachten Zwischengewinne in H&ouml;he von 1.039.573,80&nbsp;EUR als Anschaffungskosten der im Jahr 2004 ver&auml;u&szlig;erten Fondsanteile ist zwischen den Beteiligten nicht mehr streitig, so dass weitergehende Ausf&uuml;hrungen entbehrlich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Revision des FA<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat ebenfalls zu Recht entschieden, dass der Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 &#8211;dessen Erlass der Ablauf der Feststellungsfrist nach den auch insoweit zutreffenden Ausf&uuml;hrungen des FG nicht entgegensteht&#8211; rechtswidrig ist, soweit darin der Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Genussscheine an der A AG nicht in voller H&ouml;he von 111.619,10&nbsp;DM anerkannt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG und die Beteiligten gehen zutreffend davon aus, dass der streitige Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Genussscheine an der A&nbsp;AG nach Ma&szlig;gabe der &sect;&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, Abs.&nbsp;3, &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;j, &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG a.F. grunds&auml;tzlich nur zur H&auml;lfte anzuerkennen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Jedoch sind die Regelungen des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;j, &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 EStG a.F. &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; wegen eines Versto&szlig;es gegen die Kapitalverkehrsfreiheit (Art.&nbsp;56 EG, Art.&nbsp;63 AEUV) nicht anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die im Streitjahr 2001 geltende Beschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des Halbeink&uuml;nfteverfahrens auf Gewinne bzw. Verluste aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften, resultierend aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Wertpapieren (hier in Form von Genussscheinen), die von ausl&auml;ndischen Gesellschaften ausgegeben werden, verletzt die Kapitalverkehrsfreiheit (Art.&nbsp;56 EG, Art.&nbsp;63 AEUV).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kapitalverkehrsfreiheit (Art.&nbsp;56 EG, Art.&nbsp;63 AEUV) gew&auml;hrleistet den freien Kapital- und Zahlungsverkehr zwischen den Mitgliedstaaten und zwischen den Mitgliedstaaten und Drittstaaten. F&uuml;r die Abgrenzung der Kapitalverkehrsfreiheit von der Niederlassungsfreiheit (Art.&nbsp;43 EG, Art.&nbsp;49 AEUV) ist nach gefestigter EuGH-Rechtsprechung auf den Gegenstand der betreffenden Regelung (abstrakter Normgegenstand) abzustellen. Eine nationale Regelung, die nur auf Beteiligungen anwendbar ist, die es erm&ouml;glichen, einen sicheren Einfluss auf die Entscheidungen einer Gesellschaft auszu&uuml;ben und deren T&auml;tigkeit zu bestimmen (Kontrollbeteiligung bzw. Direktinvestition), f&auml;llt in den Anwendungsbereich des Art.&nbsp;43 EG (jetzt Art.&nbsp;49 AEUV) &uuml;ber die Niederlassungsfreiheit, w&auml;hrend nationale Bestimmungen &uuml;ber Beteiligungen, die in der alleinigen Absicht der Geldanlage erfolgen, ohne dass auf die Verwaltung und Kontrolle des Unternehmens Einfluss genommen werden soll (Streubesitzbeteiligung bzw. Portfoliobeteiligung), ausschlie&szlig;lich im Hinblick auf den freien Kapitalverkehr zu pr&uuml;fen sind (vgl. Senatsurteil vom 13.&nbsp;Juli 2016 VIII&nbsp;R&nbsp;47\/13, BFHE 254, 390, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelungen der &sect;&sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2, 3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;j, 52 Abs.&nbsp;1 EStG a.F. betreffen die Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens auf Gewinne bzw. Verluste aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften, die aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Wertpapieren resultieren, die von ausl&auml;ndischen Gesellschaften ausgegeben worden sind, ohne dass die Normen an eine bestimmte Beteiligungsh&ouml;he ankn&uuml;pfen. Der Anwendungsbereich der Kapitalverkehrsfreiheit ist danach er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des EuGH geh&ouml;ren zu den Ma&szlig;nahmen, die Art.&nbsp;56 EG, Art.&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 AEUV als Beschr&auml;nkungen des Kapitalverkehrs verbietet, solche, die geeignet sind, Gebietsfremde von Investitionen in einem Mitgliedstaat oder die dort Ans&auml;ssigen von Investitionen in anderen Staaten abzuhalten (vgl. EuGH-Urteile Santander Asset Management SGIIC u.a. vom 10.&nbsp;Mai 2012 C-338\/11 bis C-347\/11, EU:C:2012:286, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2012, 432 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung, sowie Bouanich vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2014 C-375\/12, EU:C:2014:138, Deutsches Steuerrecht-Entscheidungsdienst 2014, 1115; Steko Industriemontage vom 22.&nbsp;Januar 2009 C-377\/07, EU:C:2009:29, BStBl II 2011, 95).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nationalen Ma&szlig;nahmen, die als &quot;Beschr&auml;nkungen&quot; i.S. des Art.&nbsp;56 Abs.&nbsp;1 EG, Art.&nbsp;63 AEUV eingestuft werden k&ouml;nnen, umfassen nicht nur Ma&szlig;nahmen, die geeignet sind, den Erwerb von Aktien in anderen Mitgliedstaaten niedergelassener Gesellschaften zu verhindern oder zu beschr&auml;nken, sondern auch Ma&szlig;nahmen, die davon abhalten k&ouml;nnen, solche Beteiligungen an in anderen Mitgliedstaaten niedergelassenen Gesellschaften zu behalten (vgl. EuGH-Urteil Steko Industriemontage, EU:C:2009:29, BStBl II 2011, 95, m.w.N.). Die Kapitalverkehrsfreiheit sch&uuml;tzt auch die &Uuml;bertragung von Kapitalanteilen (vgl. EuGH-Beschluss De&nbsp;Baeck vom 8.&nbsp;Juni 2004 C-268\/03, EU:C:2004:342, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2005, 274; EuGH-Urteil X und Y vom 21.&nbsp;November 2002 C-436\/00, EU:C:2002:704, HFR 2003, 307; BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Februar 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;107\/04, BFHE 212, 285, BStBl II 2006, 523; FG M&uuml;nchen, Urteil vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2010&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;3609\/07, EFG 2010, 1704).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze ergibt sich, dass durch die von &sect;&sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;j, 3c Abs.&nbsp;2, 52 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG a.F. f&uuml;r das Streitjahr 2001 angeordnete Geltung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens Inhaber von Wertpapieren, die von ausl&auml;ndischen Gesellschaften ausgegeben werden (Auslandsbeteiligung), in einer ung&uuml;nstigeren Lage sind als Inhaber von Wertpapieren, die von inl&auml;ndischen Gesellschaften ausgegeben werden (Inlandsbeteiligung). Gewinne und Verluste aus der Ver&auml;u&szlig;erung von im Privatverm&ouml;gen gehaltenen Wertpapieren &#8211;hier in Form von Genussscheinen&#8211; unterliegen im Streitjahr 2001 der Besteuerung nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG&nbsp;a.F. In diesem Zusammenhang entstehende Verluste unterliegen dem in &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 EStG&nbsp;a.F. geregelten System der Verlustnutzung und &#8211;begrenzung. W&auml;hrend entsprechende Verluste aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer Inlandsbeteiligung nach diesen Ma&szlig;gaben im Streitjahr in voller H&ouml;he Ber&uuml;cksichtigung finden, werden Verluste im Fall der Ver&auml;u&szlig;erung einer Auslandsbeteiligung im Streitjahr nur zur H&auml;lfte ber&uuml;cksichtigt (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG&nbsp;a.F., &sect;&sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;j, 3c EStG&nbsp;a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Ungleichbehandlung ist geeignet, Investitionen in eine Gesellschaft mit Sitz in einem anderen Staat zu behindern und eine beschr&auml;nkende Wirkung in Bezug auf Gesellschaften mit Sitz in anderen Staaten zu entfalten, da sie f&uuml;r diese ein Hindernis bei der Kapitalbeschaffung in Deutschland darstellt. Zudem ist sie geeignet, Einfluss auf die Entscheidung &uuml;ber einen etwaigen Verkauf entsprechender Gesellschaftsanteile zu nehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist unerheblich, dass die Ungleichbehandlung nur w&auml;hrend eines begrenzten Zeitraums besteht (vgl. EuGH-Urteile Steko Industriemontage, EU:C:2009:29, BStBl II 2011, 95; Gr&oslash;nfeldt und Gr&oslash;nfeldt vom 18.&nbsp;Dezember 2007 C-436\/06, EU:C:2007:820, Rz&nbsp;15, BStBl II 2009, 432), denn dieser Umstand allein schlie&szlig;t nicht aus, dass die Ungleichbehandlung erhebliche Auswirkungen hat und dass der freie Kapitalverkehr somit tats&auml;chlich beschr&auml;nkt wird (vgl. EuGH-Urteil Steko Industriemontage, EU:C:2009:29, BStBl II 2011, 95, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Regelungen der &sect;&sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;j, 3c Abs.&nbsp;2, 52 Abs.&nbsp;1 EStG a.F. sind auch nicht etwa deshalb als mit den Vorschriften &uuml;ber den freien Kapitalverkehr vereinbar anzusehen, weil die unterschiedliche Behandlung Situationen betrifft, die nicht objektiv vergleichbar sind, oder weil sie durch einen zwingenden Grund des Allgemeininteresses gerechtfertigt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entgegen der Auffassung des FA ist die Annahme eines Versto&szlig;es gegen die Kapitalverkehrsfreiheit nicht ausgeschlossen, weil es an einer objektiven Vergleichbarkeit der Sachverhalte fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Streitjahr bestehende M&ouml;glichkeit eines gebietsans&auml;ssigen Steuerpflichtigen, im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;23 EStG&nbsp;a.F. Ver&auml;u&szlig;erungsverluste steuerlich in Abh&auml;ngigkeit davon geltend zu machen, ob es sich um eine Inlands- oder Auslandsbeteiligung handelt, beruht nicht auf unterschiedlichen Situationen, sondern auf abweichenden &Uuml;bergangsregelungen und &#8211;hieraus resultierend&#8211; der Anwendung unterschiedlicher steuerlicher Normen. Es gelten die Grunds&auml;tze des EuGH-Urteils Steko Industriemontage (EU:C:2009:29, BStBl II 2011, 95). Danach kann (auch) die hier streitige Anwendung unterschiedlicher Steuerregelungen auf einen inl&auml;ndischen Steuerpflichtigen je nachdem, ob er eine Auslands- oder Inlandsbeteiligung ver&auml;u&szlig;ert, kein zul&auml;ssiges Kriterium f&uuml;r die Beurteilung der objektiven Vergleichbarkeit von Situationen und somit f&uuml;r die Feststellung eines objektiven Unterschieds zwischen den Situationen sein. Die Anwendung unterschiedlicher Steuerregelungen ist n&auml;mlich gerade der Grund f&uuml;r die unterschiedliche Behandlung, deren Rechtfertigung zu pr&uuml;fen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt auch unter Beachtung der vom FA angef&uuml;hrten neueren Rechtsprechung des EuGH (Verweis insbesondere auf EuGH-Urteil Nordea Bank Danmark vom 17.&nbsp;Juli 2014 C-48\/13, EU:C:2014:2087, Rz&nbsp;24, IStR 2014, 563; Schlussantr&auml;ge Generalanwalt M.&nbsp;Wathelet vom 3.&nbsp;September 2015 C-388\/14, EU:C:2015:533, Rz&nbsp;69&nbsp;ff.; EuGH-Urteil X&nbsp;AB vom 10.&nbsp;Juni 2015 C-686\/13, EU:C:2015:375, IStR 2015, 557; Schlussantr&auml;ge Generalanw&auml;ltin Kokott vom 22.&nbsp;Januar 2015 C-686\/13, EU:C:2015:31, Rz&nbsp;25&nbsp;ff.; EuGH-Urteil J.B.G.T Miljoen u.a. vom 17.&nbsp;September 2015 C-10\/14, EU:C:2015:608, Rz&nbsp;68&nbsp;f., IStR 2015, 921), die nicht den zeitlichen Anwendungsbereich des Halbeink&uuml;nfteverfahrens auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne bzw. -verluste gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 EStG a.F. betrifft. Selbst wenn sich &#8211;wie das FA meint&#8211; aus der neueren Rechtsprechung des EuGH ergeben sollte, dass es im Rahmen der Pr&uuml;fung der objektiven Vergleichbarkeit der Situationen (allein) darauf ankommt, ob der betreffende Mitgliedstaat in den sich gegen&uuml;berstehenden Situationen jeweils die Besteuerungshoheit innehat bzw. aus&uuml;bt, w&auml;re im Streitfall eine objektive Vergleichbarkeit zu bejahen, denn der deutsche Gesetzgeber unterwirft dem Grunde nach im Rahmen des Halbeink&uuml;nfteverfahrens sowohl Inlands- als auch Auslandsinvestitionen seinem Besteuerungszugriff. Dass er sich durch die Gestaltung der &Uuml;bergangsregelungen (vgl. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;4a Nr.&nbsp;2, Abs.&nbsp;8a EStG&nbsp;a.F.) f&uuml;r das Streitjahr 2001 f&uuml;r eine abweichende Besteuerung beider Sachverhalte entschieden und die Ver&auml;u&szlig;erung einer Auslandsbeteiligung lediglich zur H&auml;lfte dem Steuerzugriff unterworfen hat, steht der objektiven Vergleichbarkeit der Situationen nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die dargelegte Ungleichbehandlung ist nicht durch einen zwingenden Grund des Allgemeininteresses gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Grundfreiheiten des EG-Vertrags &uuml;ber den freien Kapitalverkehr k&ouml;nnen zwar eingeschr&auml;nkt werden, wenn zwingende Gr&uuml;nde des Allgemeininteresses dies gebieten. Die Beschr&auml;nkung muss aber geeignet sein, die Erreichung des verfolgten Ziels zu gew&auml;hrleisten und darf nicht &uuml;ber das hinausgehen, was hierzu erforderlich ist. Nach der Rechtsprechung des EuGH kann auch die Notwendigkeit, die Koh&auml;renz des nationalen Steuersystems zu gew&auml;hrleisten, als zwingender Grund des Allgemeininteresses eine Einschr&auml;nkung der Grundfreiheiten rechtfertigen. Damit ein auf diesen Rechtfertigungsgrund gest&uuml;tztes Argument durchgreifen kann, ist aber der Nachweis eines unmittelbaren Zusammenhangs zwischen dem betreffenden steuerlichen Vorteil und dessen Ausgleich durch eine bestimmte steuerliche Belastung erforderlich (vgl. in diesem Sinne EuGH-Urteil Kommission\/Deutschland vom 16.&nbsp;April 2015 C-591\/13, EU:C:2015:230, Rz&nbsp;74 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung, IStR 2015, 361), wobei die Unmittelbarkeit dieses Zusammenhangs anhand des mit der fraglichen Regelung verfolgten Ziels beurteilt werden muss (EuGH-Urteile K vom 7.&nbsp;November 2013 C-322\/11, EU:C:2013:716, Rz&nbsp;65&nbsp;f., IStR 2013, 913; Timac Agro Deutschland vom 17.&nbsp;Dezember 2015 C-388\/14, EU:C:2015:829, BStBl II 2016, 362).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Tatsache, dass bei der Ermittlung des Einkommens eines gebietsans&auml;ssigen Steuerpflichtigen im Fall einer Auslandsbeteiligung im Ergebnis sowohl Gewinne als auch Verluste nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;23 EStG a.F. nur zur H&auml;lfte ber&uuml;cksichtigt werden, stellt &#8211;auch unter Einbeziehung der vom FA angenommenen Ausgestaltung des Begriffs des unmittelbaren Zusammenhangs hin zu einer &quot;spiegelbildlichen Logik&quot; in der neueren Rechtsprechung des EuGH&#8211; keine Erw&auml;gung der steuerlichen Koh&auml;renz dar, mit der gerechtfertigt werden kann, dass ein Ver&auml;u&szlig;erungsverlust im Auslandsfall im Jahr 2001 nicht in voller H&ouml;he nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;23 EStG&nbsp;a.F. ber&uuml;cksichtigt wird. Soweit mit den Anwendungsregelungen des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4a Nr.&nbsp;2, Abs.&nbsp;8a EStG&nbsp;a.F. in Bezug auf Inlandsbeteiligungen ein reibungsloser &Uuml;bergang des Anrechnungsverfahrens auf das Halbeink&uuml;nfteverfahren sichergestellt werden sollte, ist zwar nachvollziehbar, warum die Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens f&uuml;r Beteiligungen an inl&auml;ndischen Gesellschaften erst ab dem Jahr 2002 eingef&uuml;hrt wurde (vgl. EuGH-Urteil Steko Industriemontage, EU:C:2009:29, BStBl II 2011, 95). Hieraus ergibt sich indes keine Rechtfertigung f&uuml;r die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG a.F. f&uuml;r Auslandsbeteiligungen in das Streitjahr 2001 vorgezogene Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens und den damit verbundenen Ausschluss der vollst&auml;ndigen Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Auslandsbeteiligungen nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;23 EStG&nbsp;a.F. Eine solche Rechtfertigung ergibt sich auch nicht aus dem im Gesetz angelegten Gleichlauf in der Behandlung von Verlusten und Gewinnen. Allein die insoweit bestehende Stimmigkeit der materiell-rechtlichen Regelungen des EStG vermag die infolge der Anwendungsregelung im Streitjahr bestehende Ungleichbehandlung von Inlands- und Auslandsbeteiligungen nicht zu rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich folgt auch aus dem Urteil des BFH vom 20.&nbsp;Oktober 2010 IX&nbsp;R&nbsp;56\/09 (BFHE 231, 173, BStBl II 2011, 409), das die Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 EStG a.F. betrifft, kein anderes Ergebnis. Die vom FA zur Begr&uuml;ndung herangezogenen Erw&auml;gungen dieser Entscheidung zur Rechtfertigung unter dem Gesichtspunkt der Koh&auml;renz betreffen die Anwendbarkeit des Halbeink&uuml;nfteverfahrens ab 2002 f&uuml;r einen reinen Inlandssachverhalt. Sie waren f&uuml;r die Entscheidung des BFH weder tragend noch geben sie Aufschluss &uuml;ber eine Rechtfertigung der Behandlung der Ver&auml;u&szlig;erung einer Auslandsbeteiligung im Jahr 2001.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) An der richtigen Anwendung und Auslegung des Unionsrechts bestehen aufgrund der EuGH-Entscheidung Steko Industriemontage (EU:C:2009:29, BStBl II 2011, 95; vgl. hierzu nachfolgend: BFH-Urteil vom 22.&nbsp;April 2009 I&nbsp;R&nbsp;57\/06, BFHE 231, 35, BStBl II 2011, 66) keine Zweifel. Einer abermaligen Vorlage an den EuGH gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 AEUV bedurfte es daher nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar war die vorliegende Rechtsfrage nicht konkret Gegenstand dieser Entscheidung des EuGH, die die erstmalige Anwendung der Vorschriften &uuml;ber das Halbeink&uuml;nfteverfahren im K&ouml;rperschaftsteuerrecht betraf und einen Versto&szlig; gegen die Kapitalverkehrsfreiheit bejaht hat, weil im Jahr 2001 nur Teilwertabschreibungen auf Auslandsbeteiligungen, nicht aber auf Inlandsbeteiligungen vom Abzug ausgeschlossen waren. Die Entscheidung des EuGH betrifft aber eine mit dem Streitfall vergleichbare Problematik. In beiden F&auml;llen geht es um im Zusammenhang mit der k&ouml;rperschaftsteuerlichen Systemumstellung vom Anrechnungs- auf das Halbeink&uuml;nfteverfahren stehende Anwendungsvorschriften, die dazu f&uuml;hren, dass f&uuml;r Auslandsbeteiligungen eine belastende Regelung (dort &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1999&nbsp;n.F.: Nichtber&uuml;cksichtigung von Gewinnminderungen infolge Teilwertabschreibung; hier &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;j EStG&nbsp;a.F.: lediglich h&auml;lftige Ber&uuml;cksichtigung eines Ver&auml;u&szlig;erungsverlustes) fr&uuml;her zur Anwendung kommt als im Fall einer Inlandsbeteiligung. Die Grunds&auml;tze der Entscheidung des EuGH sind daher im Streitfall entsprechend anwendbar (vgl. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Juli 2015 X&nbsp;R&nbsp;37\/13, BFH\/NV 2016, 536; BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;April 2011 I&nbsp;B&nbsp;180\/10, BFH\/NV 2011, 1696, Rz&nbsp;13&nbsp;ff.; vgl. FG M&uuml;nchen, Urteil in EFG 2010, 1704).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>C. Der Senat konnte mit Einverst&auml;ndnis der Beteiligten durch Urteil ohne m&uuml;ndliche Verhandlung entscheiden (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>D. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.6.2018, VIII R 46\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.120618.VIIIR46.15.0 Zur Verj&auml;hrungshemmung gem&auml;&szlig; &sect; 171 Abs. 4 AO sowie zur Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens bei Verlusten aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect; 23 EStG a.F. im Jahr 2001 Leits&auml;tze 1. NV: Eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ist dann nicht mehr &#8211;i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 2 AO&#8211; unmittelbar nach ihrem Beginn &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-46-15-zur-verjaehrungshemmung-gemaess-par-171-abs-4-ao-sowie-zur-anwendung-des-halbeinkuenfteverfahrens-bei-verlusten-aus-privaten-veraeusserungsgeschaeften-gemaess-par-23-estg-af-im-jahr-2001\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;46\/15 &#8211; Zur Verj&auml;hrungshemmung gem&auml;&szlig; &sect; 171 Abs. 4 AO sowie zur Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens bei Verlusten aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect; 23 EStG a.F. im Jahr 2001<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69910","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69910"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69910\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}