{"id":69913,"date":"2018-10-26T15:30:00","date_gmt":"2018-10-26T13:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69913"},"modified":"2018-10-26T15:30:00","modified_gmt":"2018-10-26T13:30:00","slug":"vii-r-47-17-umsatzsteuer-kein-ermaessigter-steuersatz-fuer-die-lieferung-von-holzhackschnitzeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-47-17-umsatzsteuer-kein-ermaessigter-steuersatz-fuer-die-lieferung-von-holzhackschnitzeln\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;47\/17 &#8211; Umsatzsteuer: Kein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz f&uuml;r die Lieferung von Holzhackschnitzeln"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.6.2018, VII R 47\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.260618.VIIR47.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Umsatzsteuer: Kein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz f&uuml;r die Lieferung von Holzhackschnitzeln<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Aus Rohholz gewonnene Holzhackschnitzel sind zolltariflich &#8211;je nach Holzart&#8211; entweder in die Unterpos. 4401 21 KN (Nadelholz in Form von Schnitzeln) oder in die Unterpos. 4401 22 KN (anderes Holz in Form von Schnitzeln) und somit nicht als Brennholz in &quot;&auml;hnlicher Form&quot; (&auml;hnlich wie in Form von Rundlingen, Scheiten, Zweigen oder Reisigb&uuml;ndeln) in die Unterpos. 4401 10 KN einzureihen, selbst wenn die Holzhackschnitzel als Brennstoff verwendet werden. Ihre Lieferung unterliegt deshalb nicht dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz gem&auml;&szlig; Nr. 48 Buchst. a der Anlage 2 zu &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz f&uuml;r die Lieferung von Sp&auml;nen, Holzabf&auml;llen und Holzausschuss gem&auml;&szlig; Nr. 48 Buchst. b der Anlage 2 zu &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG findet keine Grundlage in der MwStSystRL.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Da auf die Lieferung von Holzhackschnitzeln &#8211;gleich aus welchem Holz gewonnen&#8211; der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz unionsrechtlich nicht anzuwenden ist, kann seine Anwendung auf aus Rohholz gewonnene Holzhackschnitzel auch nicht auf den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t der Umsatzsteuer gest&uuml;tzt werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Finanzamts wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 16. November 2017&nbsp;&nbsp;11 K 113\/17 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) stellte Holzhackschnitzel her, die sie aus bei Waldarbeiten angefallenem Holz gewann. Die auf ihre Lieferungen getrockneter sowie getrockneter und gesiebter Holzhackschnitzel (als Brennstoff f&uuml;r Heizungen) f&uuml;r 2013 angemeldete Umsatzsteuer berechnete sie nach dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; hingegen unter dem 28.&nbsp;November 2016 einen gem&auml;&szlig; dem seiner Ansicht anzuwendenden Regelsteuersatz ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) hob aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2018, 417 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden den angefochtenen Umsatzsteuerbescheid auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision macht das FA geltend, der Gesetzgeber sei berechtigt, die Steuerbeg&uuml;nstigung f&uuml;r die Lieferung bestimmter Gegenst&auml;nde anhand der Warenbeschreibung der Kombinierten Nomenklatur (KN) abzugrenzen sowie die Nutzung einer durch die der Richtlinie 2006\/112\/EG (MwStSystRL) des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; Nr.&nbsp;L&nbsp;347\/1) einger&auml;umten M&ouml;glichkeit der Steuererm&auml;&szlig;igung auf bestimmte Gegenst&auml;nde der dort genannten Art zu beschr&auml;nken. Der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t der Umsatzsteuer sei im Streitfall nicht verletzt, weil es sich bei Holzhackschnitzeln, die aus bei Waldarbeiten angefallenem Rohholz, und solchen, die aus Holzabf&auml;llen gewonnen w&uuml;rden, um in ihrer Beschaffenheit verschiedene und nach der KN auch in unterschiedliche Unterpositionen einzureihende Produkte handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin schlie&szlig;t sich der Rechtsauffassung des FG an. Soweit die streitgegenst&auml;ndlichen Holzhackschnitzel nach der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) nicht dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterl&auml;gen, versto&szlig;e die gesetzliche Regelung gegen Art.&nbsp;122 MwStSystRL sowie gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene Urteil kann schon keinen Bestand haben, soweit es mit der Aufhebung des Umsatzsteuerbescheids vom 28.&nbsp;November 2016 &uuml;ber das erkennbare Klagebegehren hinausgeht (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO). Die Kl&auml;gerin hat zwar in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG die Aufhebung des Umsatzsteuerbescheids ohne Einschr&auml;nkung beantragt. Das FG war jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO nicht an die Fassung dieses Antrags gebunden, sondern hatte &uuml;ber das erkennbare Klagebegehren zu entscheiden, das von Anfang an (auch bereits im Einspruchsverfahren) nur insoweit auf die Aufhebung des Umsatzsteuerbescheids gerichtet war, als mit diesem die Lieferung von Holzhackschnitzeln nicht nach dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz, sondern nach dem Regelsteuersatz besteuert worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG-Urteil beruht allerdings auch insoweit auf der Verletzung von Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO), als das FG angenommen hat, vorgenannte Lieferungen der Kl&auml;gerin unterl&auml;gen dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz. Der angefochtene Umsatzsteuerbescheid, der f&uuml;r diese Lieferungen den Regelsteuersatz zugrunde legt, ist rechtm&auml;&szlig;ig (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Zust&auml;ndigkeit des erkennenden Senats f&uuml;r das vorliegende Revisionsverfahren folgt aus Teil&nbsp;A, VII.&nbsp;Senat, Nr.&nbsp;6 des Gesch&auml;ftsverteilungsplans (GVPl) des Bundesfinanzhofs (BFH). Danach ist der VII.&nbsp;Senat f&uuml;r Umsatzsteuer zust&auml;ndig, &quot;wenn lediglich streitig ist, welcher Nummer des Zolltarifs ein Gegenstand zuzuordnen ist&quot;. F&uuml;r die Holzhackschnitzel des Streitfalls er&ouml;ffnet sich eine Besteuerung nach dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz gem&auml;&szlig; Nr.&nbsp;48 der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG, mit welcher auf Unterpositionen des Zolltarifs verwiesen wird, f&uuml;r deren Auslegung und Anwendung der erkennende Senat zust&auml;ndig und &uuml;ber deren Voraussetzungen zun&auml;chst zu entscheiden ist. Erst wenn eine zolltarifliche Einreihung in die in Nr.&nbsp;48 der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG genannten Unterpositionen nicht m&ouml;glich sein sollte (was die Kl&auml;gerin nach wie vor in Abrede stellt), k&auml;me man zu der (vom FG bejahten) Frage, ob der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes gebietet. Allerdings f&uuml;hrt auch diese Frage wieder zum Zolltarif, n&auml;mlich entweder zu der seitens der Kl&auml;gerin f&uuml;r richtig gehaltenen Auslegung der Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;10&nbsp;00 KN im Sinne einer Einbeziehung der aus Rohholz gewonnenen Holzhackschnitzel in diese Unterposition oder zu der nach der Rechtsprechung des BFH ma&szlig;gebenden Bedeutung der KN f&uuml;r die Gleichartigkeit von Waren (vgl. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 2006 V&nbsp;R&nbsp;49\/04, BFHE 213, 88, BStBl II 2006, 694). Der erkennende Senat legt wegen dieser in jeder Hinsicht engen Verkn&uuml;pfung der in Betracht kommenden Rechtsfragen mit dem Zolltarif den GVPl des BFH im Sinne einer Zust&auml;ndigkeit des VII.&nbsp;Senats f&uuml;r das vorliegende Revisionsverfahren aus. Eine Entscheidung des Pr&auml;sidiums &uuml;ber Zust&auml;ndigkeitsfragen ist nach Teil&nbsp;A, Erg&auml;nzende Regelungen, Nr.&nbsp;V. GVPl nur bei einer Meinungsverschiedenheit zwischen Senaten &uuml;ber Fragen der Gesch&auml;ftsverteilung vorgesehen, die im Streitfall allerdings nicht vorliegt, weil der V.&nbsp;Senat des BFH das zun&auml;chst bei ihm anh&auml;ngige Revisionsverfahren dem VII.&nbsp;Senat abgegeben hat, da er ebenso wie der VII.&nbsp;Senat dessen Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r gegeben h&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Lieferung der streitgegenst&auml;ndlichen Holzhackschnitzel unterliegt nicht dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz gem&auml;&szlig; Nr.&nbsp;48 der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit diese Anlage auf Positionen oder Unterpositionen der KN verweist, ist die Frage der Einreihung von Gegenst&auml;nden in diese Positionen oder Unterpositionen ausschlie&szlig;lich nach zolltariflichen Vorschriften und Begriffen zu beantworten. Auf die zutreffenden Ausf&uuml;hrungen des FG wird insoweit verwiesen. Ma&szlig;gebend f&uuml;r den Streitfall ist die KN in der im Jahr 2013 geltenden Fassung (Durchf&uuml;hrungsverordnung (EU) Nr.&nbsp;927\/2012 der Kommission vom 9.&nbsp;Oktober 2012, ABlEU Nr.&nbsp;L&nbsp;304\/1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG schreibt i.V.m. Nr.&nbsp;48 Buchst.&nbsp;a der vorgenannten Anlage f&uuml;r die Lieferung von &quot;Brennholz in Form von Rundlingen, Scheiten, Zweigen, Reisigb&uuml;ndeln oder &auml;hnlichen Formen&quot; der Unterpos. 4401&nbsp;10&nbsp;00 KN den erm&auml;&szlig;igten Steuersatz vor. Nach dem klaren und eindeutigen Wortlaut dieser Vorschrift werden Holzhackschnitzel hiervon nicht erfasst. Da &quot;Holz in Form von Schnitzeln&quot; in die Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;21 oder 4401&nbsp;22 KN einzureihen ist, verbietet sich die Annahme, Holzhackschnitzel k&ouml;nnten als Brennholz &quot;in &auml;hnlicher Form&quot; wie Rundlinge, Scheite etc. der Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;10&nbsp;00 KN angesehen werden. Einer Auslegung dieser Tarifvorschrift unter Heranziehung der Erl&auml;uterungen zur KN, die &#8211;anders als das FG meint&#8211; nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) sowie des erkennenden Senats nicht verbindlich, sondern lediglich wichtige Hilfsmittel f&uuml;r die Auslegung der KN sind, bedarf es daher nicht. Ebenso wenig kommt es in Betracht &#8211;wie das FG M&uuml;nchen meint (Urteil vom 19.&nbsp;Dezember 2017&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;668\/16, EFG 2018, 509)&#8211;, die Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;10&nbsp;00 KN mit Blick auf das Tatbestandsmerkmal &quot;&auml;hnliche Formen&quot; im (vermeintlichen) Sinn der MwStSystRL auszulegen, denn die Frage der Einreihung von Gegenst&auml;nden in Positionen oder Unterpositionen ist &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; ausschlie&szlig;lich nach zolltariflichen Vorschriften und Begriffen zu beantworten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von der Kl&auml;gerin gelieferten Holzhackschnitzel geh&ouml;ren auch nicht zu den in Nr.&nbsp;48 Buchst.&nbsp;b der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG beschriebenen Gegenst&auml;nden. Zu diesen geh&ouml;ren &quot;S&auml;gesp&auml;ne, Holzabf&auml;lle und Holzausschuss, auch zu Pellets, Briketts, Scheiten oder &auml;hnlichen Formen zusammengepresst&quot; der Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;30 KN, die in der im Streitjahr geltenden Fassung der KN hinsichtlich der Warenbeschreibung &#8211;allerdings unter Verlust ihrer bisherigen Positionsnummer&#8211; inhaltlich unver&auml;ndert geblieben ist, wie das FG zutreffend erkannt hat, so dass sie f&uuml;r die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes weiterhin herangezogen werden kann. Die Holzhackschnitzel des Streitfalls wurden nach den Feststellungen des FG jedoch nicht aus S&auml;gesp&auml;nen, Holzabf&auml;llen oder Holzausschuss hergestellt, sondern aus bei Waldarbeiten angefallenem Schnitt- und Kronenholz, bei dem es sich nicht um Abf&auml;lle oder Ausschuss, sondern um Rohholz der Pos.&nbsp;4403 KN handelt (vgl. Erl&auml;uterungen zum Harmonisierten System &#8211;ErlHS&#8211; zu Pos.&nbsp;4403 Rz&nbsp;01.0).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bedarf deshalb keiner Entscheidung, ob aus Holzabf&auml;llen oder Holzausschuss gewonnene Holzhackschnitzel zolltariflich &uuml;berhaupt in die Unterpos.&nbsp;4401 30 KN (jetzt 4401&nbsp;31 KN) einzureihen sind oder ob nicht auch insoweit den Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;21 oder 4401 22 KN (jedenfalls gem&auml;&szlig; Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;1 i.V.m. Nr.&nbsp;6 der Allgemeinen Vorschriften f&uuml;r die Auslegung der Kombinierten Nomenklatur &#8211;AV&#8211;) der Vorrang zukommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Hinzu kommt, dass die Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r die Lieferung in Nr.&nbsp;48 Buchst.&nbsp;b der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG genannter Waren der Unterpos. 4401&nbsp;30 KN (im Streitjahr 2013 Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;31 00 bis 4401&nbsp;39 80 KN) nicht mit dem Unionsrecht in Einklang steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach Nr.&nbsp;1 AV sind f&uuml;r die Einreihung von Waren der Wortlaut der KN-Positionen und der Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln ma&szlig;gebend. Ebenso sind nach Nr.&nbsp;6 AV f&uuml;r die Einreihung in die Unterpositionen einer Position der Wortlaut der Unterposition, die Anmerkungen zur Unterposition und sinngem&auml;&szlig; die &uuml;brigen AV ma&szlig;gebend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der Wortlaut der Pos. 4401&nbsp;KN unterscheidet drei Warenkategorien:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Brennholz in Form von Rundlingen, Scheiten, Zweigen, Reisigb&uuml;ndeln oder &auml;hnlichen Formen;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Holz in Form von Pl&auml;ttchen oder Schnitzeln;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">S&auml;gesp&auml;ne, Holzabf&auml;lle und Holzausschuss, auch zu Pellets, Briketts, Scheiten oder &auml;hnlichen Formen zusammengepresst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Unterpositionen der Pos. 4401&nbsp;KN behalten diese Dreiteilung bei. Dem Wortlaut der Pos.&nbsp;4401&nbsp;KN sowie seiner Unterpositionen ist somit zu entnehmen, dass weder Holz in Form von Pl&auml;ttchen oder Schnitzeln noch S&auml;gesp&auml;ne, Holzabf&auml;lle oder Holzausschuss als Brennholz im Sinne der KN anzusehen sind. F&uuml;r diese gem&auml;&szlig; dem Wortlaut der Tarifvorschriften zu treffende Unterscheidung sprechen auch die ErlHS zur Pos.&nbsp;4401.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Erm&auml;&szlig;igte Steuers&auml;tze sind nach Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;2 MwStSystRL nur auf die Lieferung von Gegenst&auml;nden der in Anhang&nbsp;III der MwStSystRL genannten Kategorien anwendbar; hierzu geh&ouml;rt Holz (in jeglicher Form) nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zus&auml;tzlich gestattet Art.&nbsp;122 MwStSystRL den Mitgliedstaaten, auf Lieferungen von (u.a.) Brennholz einen erm&auml;&szlig;igten Steuersatz anzuwenden. In Anbetracht des Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;3 MwStSystRL, der f&uuml;r die Anwendung erm&auml;&szlig;igter Steuers&auml;tze die Abgrenzung der Kategorien von Gegenst&auml;nden gem&auml;&szlig; den Warenbezeichnungen der KN vorsieht, sowie in Anbetracht der &uuml;brigen in Art.&nbsp;122 MwStSystRL genannten Kategorien, die nach Warenbezeichnungen der KN beschrieben werden (lebende Pflanzen der Pos.&nbsp;0602&nbsp;KN; Knollen, Wurzeln der Unterpos.&nbsp;0601&nbsp;10 KN; Schnittblumen und Pflanzenteile zu Binde- und Zierzwecken der Pos.&nbsp;0603 und 0604 KN), ist davon auszugehen, dass der Richtliniengeber mit dem Tatbestandsmerkmal &quot;Brennholz&quot; ebenfalls auf die zolltarifliche Warenbezeichnung der Pos.&nbsp;4401 KN verweist und nicht etwa jegliches zum Verbrennen genutzte Holz des Kap.&nbsp;44 KN als Brennholz ansieht. Die Beschr&auml;nkung des erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatzes auf ganz bestimmte Waren und Warenbezeichnungen der KN tr&auml;gt dem Umstand Rechnung, dass Befreiungen oder Ausnahmevorschriften eng auszulegen sind (EuGH-Urteil vom 9.&nbsp;November 2017 C-499\/16, EU:C:2017:846, Rz&nbsp;24, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2018, 87).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Aufnahme von Waren der Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;30 KN in die Liste der dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterliegenden Gegenst&auml;nde der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG ist somit der nationale Gesetzgeber &uuml;ber die nach der MwStSystRL insoweit gew&auml;hrten M&ouml;glichkeiten hinausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Anders als das FG meint, l&auml;sst sich die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf die Lieferungen der Kl&auml;gerin auch nicht auf Art.&nbsp;122 MwStSystRL i.V.m. dem Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t der Umsatzsteuer st&uuml;tzen (ebenso wie das FG im Streitfall: Urteil des FG M&uuml;nchen in EFG 2018, 509; Weym&uuml;ller, Mehrwertsteuerrecht 2018, 276; Lippross, Unterschiedliche Besteuerung der Lieferung von Waldhackschnitzeln und von Hackschnitzeln aus der Holzverwertung (&quot;Holzhackschnitzeln&quot;), Umsatzsteuer-Rundschau 2013, 212). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des EuGH l&auml;sst es der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t nicht zu, gleichartige und deshalb miteinander in Wettbewerb stehende Waren oder Dienstleistungen hinsichtlich der Mehrwertsteuer unterschiedlich zu behandeln (vgl. statt vieler: EuGH-Urteil Pro Med Logistik und Pongratz vom 27.&nbsp;Februar 2014 C-454\/12 und C-455\/12, EU:C:2014:111, Rz&nbsp;52&nbsp;ff., BStBl II 2015, 437, m.w.N.). Im Streitfall liegt in der Versagung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes f&uuml;r die Lieferungen von Holzhackschnitzeln der Kl&auml;gerin jedoch keine unzul&auml;ssige Ungleichbehandlung im vorgenannten Sinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des V.&nbsp;Senats des BFH, der sich der erkennende Senat anschlie&szlig;t, sind Waren, die gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;3 MwStSystRL nach den Bezeichnungen der KN voneinander abgegrenzt werden d&uuml;rfen, nicht gleichartig und m&uuml;ssen deshalb umsatzsteuerrechtlich nicht gleich behandelt werden, wenn sie in unterschiedliche Unterpositionen der KN einzureihen sind (BFH-Urteil in BFHE 213, 88, BStBl II 2006, 694). Es w&auml;re in der Tat nicht plausibel, wenn der Unionsgesetzgeber f&uuml;r unterschiedliche Formen von Holz zwar einerseits die verschiedenen vorgenannten Unterpositionen der KN sowie hinsichtlich des erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatzes die Abgrenzung von Warenkategorien anhand der KN vorsieht, andererseits jedoch die Waren dieser Unterpositionen als gleichartig angesehen werden m&uuml;ssten. Im Streitfall l&auml;sst sich danach von einer Gleichartigkeit der in Betracht kommenden Waren nicht sprechen, weil die seitens der Kl&auml;gerin gelieferten Holzhackschnitzel &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; zolltariflich weder in die Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;10 KN noch in die Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;30 KN einzureihen sind, sondern in die Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;21 oder 4401&nbsp;22 KN.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus diesem Grund liegt in der Differenzierung gem&auml;&szlig; Nr.&nbsp;48 Buchst.&nbsp;a und b der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin auch kein Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz. Die unterschiedliche zolltarifliche Einreihung bietet ein hinreichendes Differenzierungskriterium (vgl. BFH-Urteil in BFHE 213, 88, BStBl II 2006, 694, unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im &Uuml;brigen kann die Kl&auml;gerin auch keine Gleichbehandlung der von ihr gelieferten Holzhackschnitzel mit sog. &quot;Industrieholzhackschnitzeln&quot; der (vermeintlichen) Unterpos.&nbsp;4401&nbsp;30 KN mit Erfolg reklamieren, da &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; der nationale Gesetzgeber mit der Regelung in Nr.&nbsp;48 Buchst.&nbsp;b der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG &uuml;ber die durch die MwStSystRL gew&auml;hrten M&ouml;glichkeiten hinausgegangen ist und die Kl&auml;gerin damit unter Berufung auf den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t eine Steuererm&auml;&szlig;igung beansprucht, welche das Unionsrecht nicht vorsieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.6.2018, VII R 47\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.260618.VIIR47.17.0 Umsatzsteuer: Kein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz f&uuml;r die Lieferung von Holzhackschnitzeln Leits&auml;tze 1. Aus Rohholz gewonnene Holzhackschnitzel sind zolltariflich &#8211;je nach Holzart&#8211; entweder in die Unterpos. 4401 21 KN (Nadelholz in Form von Schnitzeln) oder in die Unterpos. 4401 22 KN (anderes Holz in Form von Schnitzeln) und somit nicht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-47-17-umsatzsteuer-kein-ermaessigter-steuersatz-fuer-die-lieferung-von-holzhackschnitzeln\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;47\/17 &#8211; Umsatzsteuer: Kein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz f&uuml;r die Lieferung von Holzhackschnitzeln<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69913","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69913"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69913\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}