{"id":69919,"date":"2018-10-26T15:29:22","date_gmt":"2018-10-26T13:29:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69919"},"modified":"2020-06-17T05:30:17","modified_gmt":"2020-06-17T03:30:17","slug":"xi-r-5-17-eugh-vorlage-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-einer-teilweise-durch-eu-beihilfen-subventionierten-lieferung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-5-17-eugh-vorlage-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-einer-teilweise-durch-eu-beihilfen-subventionierten-lieferung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;5\/17 &#8211; EuGH-Vorlage zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung einer teilweise durch EU-Beihilfen subventionierten Lieferung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 13.6.2018, XI R 5\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:VE.130618.XIR5.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">EuGH-Vorlage zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung einer teilweise durch EU-Beihilfen subventionierten Lieferung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ist unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens, in denen eine Erzeugerorganisation im Sinne des Art. 11 Abs. 1, Art. 15 der VO Nr. 2200\/96 an die ihr angeschlossenen Erzeuger Gegenst&auml;nde liefert und hierf&uuml;r von den Erzeugern eine nicht den Einkaufspreis deckende Zahlung erh&auml;lt,<\/p>\n<\/p>\n<p>a) vom Vorliegen eines Tauschs mit Baraufgabe auszugehen, weil sich die Erzeuger im Gegenzug f&uuml;r den Umsatz gegen&uuml;ber der Erzeugerorganisation vertraglich verpflichtet haben, die Erzeugerorganisation f&uuml;r die Dauer der Zweckbindungsfrist mit Obst und Gem&uuml;se zu beliefern, so dass Besteuerungsgrundlage des Umsatzes der von der Erzeugerorganisation an die Vorlieferanten gezahlte Einkaufspreis f&uuml;r die Investitionsg&uuml;ter ist?<\/p>\n<\/p>\n<p>b) der Betrag, den tats&auml;chlich der Betriebsfonds f&uuml;r den Umsatz an die Erzeugerorganisation zahlt, in voller H&ouml;he eine &quot;unmittelbar mit dem Preis dieser Ums&auml;tze zusammenh&auml;ngende Subvention&quot; im Sinne des Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Richtlinie 77\/388\/EWG, so dass die Besteuerungsgrundlage auch die finanzielle Beihilfe im Sinne des Art. 15 der VO Nr. 2200\/96 umfasst, die dem Betriebsfonds aufgrund eines operationellen Programms gew&auml;hrt worden ist?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Falls nach der Antwort auf Frage 1 als Besteuerungsgrundlage nur die von den Erzeugern geleisteten Zahlungen, nicht aber die Lieferverpflichtung und die finanzielle Beihilfe anzusetzen sind: Steht unter den in Frage 1 genannten Umst&auml;nden Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Richtlinie 77\/388\/EWG einer auf Art. 27 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG gest&uuml;tzten nationalen Sonderma&szlig;nahme wie &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 UStG entgegen, nach der die Besteuerungsgrundlage der Ums&auml;tze an die Erzeuger der von der Erzeugerorganisation an die Vorlieferanten gezahlte Einkaufspreis f&uuml;r die Investitionsg&uuml;ter ist, weil die Erzeuger nahestehende Personen sind?<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Falls die Frage 2 verneint wird: Gilt dies auch dann, wenn die Erzeuger zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt sind, weil die Investitionsg&uuml;ter der Berichtigung der Vorsteuerabz&uuml;ge (Art. 20 der Richtlinie 77\/388\/EWG) unterliegen?<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>I. Dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<p>1. Ist unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens, in denen eine Erzeugerorganisation im Sinne des Art. 11 Abs. 1, Art. 15 der Verordnung (EG) Nr. 2200\/96 des Rates vom 28. Oktober 1996 &uuml;ber die gemeinsame Marktorganisation f&uuml;r Obst und Gem&uuml;se (VO Nr. 2200\/96) an die ihr angeschlossenen Erzeuger Gegenst&auml;nde liefert und hierf&uuml;r von den Erzeugern eine nicht den Einkaufspreis deckende Zahlung erh&auml;lt,<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<p>a) vom Vorliegen eines Tauschs mit Baraufgabe auszugehen, weil sich die Erzeuger im Gegenzug f&uuml;r den Umsatz gegen&uuml;ber der Erzeugerorganisation vertraglich verpflichtet haben, die Erzeugerorganisation f&uuml;r die Dauer der Zweckbindungsfrist mit Obst und Gem&uuml;se zu beliefern, so dass Besteuerungsgrundlage des Umsatzes der von der Erzeugerorganisation an die Vorlieferanten gezahlte Einkaufspreis f&uuml;r die Investitionsg&uuml;ter ist?<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<p>b) der Betrag, den tats&auml;chlich der Betriebsfonds f&uuml;r den Umsatz an die Erzeugerorganisation zahlt, in voller H&ouml;he eine &quot;unmittelbar mit dem Preis dieser Ums&auml;tze zusammenh&auml;ngende Subvention&quot; im Sinne des Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) ist, so dass die Besteuerungsgrundlage auch die finanzielle Beihilfe im Sinne des Art. 15 der VO Nr. 2200\/96 umfasst, die dem Betriebsfonds aufgrund eines operationellen Programms von den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden gew&auml;hrt worden ist?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Falls nach der Antwort auf Frage 1 als Besteuerungsgrundlage nur die von den Erzeugern geleisteten Zahlungen, nicht aber die Lieferverpflichtung und die finanzielle Beihilfe anzusetzen sind: Steht unter den in Frage 1 genannten Umst&auml;nden Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Richtlinie 77\/388\/EWG einer auf Art. 27 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG gest&uuml;tzten nationalen Sonderma&szlig;nahme wie &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes entgegen, nach der die Besteuerungsgrundlage der Ums&auml;tze an die Erzeuger der von der Erzeugerorganisation an die Vorlieferanten gezahlte Einkaufspreis f&uuml;r die Investitionsg&uuml;ter ist, weil die Erzeuger nahestehende Personen sind?<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Falls die Frage 2 verneint wird: Gilt dies auch dann, wenn die Erzeuger zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt sind, weil die Investitionsg&uuml;ter der Berichtigung der Vorsteuerabz&uuml;ge (Art. 20 der Richtlinie 77\/388\/EWG) unterliegen?<\/p>\n<\/p>\n<p>II. Das Revisionsverfahren wird bis zu einer abschlie&szlig;enden Entscheidung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union ausgesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine eingetragene Genossenschaft&nbsp;(eG), ist infolge Verschmelzung Rechtsnachfolgerin der M-eG. Der M-eG geh&ouml;rte eine Vielzahl von Genossenschaftsmitgliedern an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die M-eG war in den Jahren 2002 und 2003 (Streitjahre) als Gro&szlig;h&auml;ndlerin f&uuml;r Obst, Gem&uuml;se und Kartoffeln t&auml;tig, indem sie die von ihren Mitgliedern produzierten und an sie gelieferten Produkte weiter vermarktete. Die M-eG war au&szlig;erdem eine anerkannte Erzeugerorganisation im Sinne der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art.&nbsp;15 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96 k&ouml;nnen derartige Erzeugerorganisationen einen sogenannten Betriebsfonds einrichten. Dieser Fonds ist ein Zweckverm&ouml;gen des privaten Rechts im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) und speist sich je zur H&auml;lfte aus Beitr&auml;gen der in der Erzeugerorganisation zusammengeschlossenen Erzeuger und der finanziellen Beihilfe im Sinne des Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96 (finanzielle Beihilfe).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit den Mitteln des Betriebsfonds k&ouml;nnen sogenannte operationelle Programme, die den zust&auml;ndigen innerstaatlichen Beh&ouml;rden vorgelegt und von diesen genehmigt werden m&uuml;ssen (Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b, Art.&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96), finanziert werden. Inhalt von operationellen Programmen k&ouml;nnen unter anderem Investitionen in Einzelbetrieben von Mitgliedern der Erzeugerorganisation sein (vergleiche Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;o der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;609\/2001 der Kommission vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2001 mit Durchf&uuml;hrungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr.&nbsp;2200\/96 des Rates hinsichtlich der operationellen Programme, der Betriebsfonds und der finanziellen Beihilfe der Gemeinschaft sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;411\/97 &#8211;VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001&#8211; sowie Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;I Ziffer&nbsp;17 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;1433\/2003 der Kommission vom 11.&nbsp;August 2003 mit Durchf&uuml;hrungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr.&nbsp;2200\/96 des Rates hinsichtlich der Betriebsfonds, der operationellen Programme und der finanziellen Beihilfe &#8211;VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beitr&auml;ge der Erzeuger an den Betriebsfonds wurden in den Streitjahren in der Weise erbracht, dass alle Mitglieder der M-eG 3&nbsp;% ihrer Umsatzerl&ouml;se in den Betriebsfonds einzahlten. Diesen Betrag behielt die M-eG bei jeder Anlieferung ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Durchf&uuml;hrung von Investitionen in Einzelbetrieben schloss die M-eG mit den jeweiligen Erzeugern Anschaffungs- und Nutzungsvertr&auml;ge (Vertrag). Diese lauten auszugsweise wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;<strong>&sect;&nbsp;2 Gegenstand<\/strong><br \/>[Die M-eG] und [der] Erzeuger vereinbaren den gemeinsamen Erwerb des Vertragsgegenstands &#8230; zu gleichen Teilen auf der Grundlage der VO&nbsp;(EG) 2200\/96 &#8230; im Rahmen des Projekts &#8230;<br \/>Die Vertragspartner sind Miteigent&uuml;mer zu gleichen Teilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>&sect;&nbsp;3 Zahlung<\/strong><br \/>Die Investitionssumme bel&auml;uft sich auf ca. &#8230; (excl. MwSt).<br \/>Der Erzeuger erbringt seinen vorl&auml;ufigen, h&auml;lftigen Anteil an der Investitionssumme in H&ouml;he von &#8230; als Vorausleistung an [die M-eG] &#8230;<br \/>Die Rechnungslegung des Lieferanten erfolgt an [die M-eG]. Die [M-eG] belastet nach erfolgter Lieferung und Rechnungslegung des Lieferanten den h&auml;lftigen Anteil des Erzeugers an diesen weiter. Danach erfolgt Restzahlung des Erzeugers unter Anrechnung der Vorausleistung &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>&sect;&nbsp;9 Verpflichtungserkl&auml;rung<\/strong><br \/>Der Erzeuger verpflichtet sich, f&uuml;r die Dauer der Zweckbindungsfrist, mindestens jedoch f&uuml;r einen Zeitraum von 10&nbsp;Jahren ab Vertragsbeginn, seine Produkte als Mitglied [der M-eG] (oder deren Rechtsnachfolgerin) [der M-eG] anzudienen.<br \/>Im Falle der Zuwiderhandlung ist der Erzeuger schadensersatzpflichtig hinsichtlich der f&uuml;r die Restlaufzeit entgangenen Ertr&auml;ge (Vermarktungsgeb&uuml;hr; Benutzungsgeb&uuml;hren etc.). Die Bemessungsgrundlage daf&uuml;r errechnet sich aus den Ums&auml;tzen und Steigenbewegungen im Durchschnitt der letzten drei vollen Kalenderjahre vor Eintritt des Ereignisses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>&sect;&nbsp;10 Zweckbindungsfrist<\/strong><br \/>Die Zweckbindungsfrist zur Nutzung des Gegenstands bel&auml;uft sich auf 5&nbsp;Jahre f&uuml;r bewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter und Dauerkulturen und auf 12&nbsp;Jahre f&uuml;r unbewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter (z.B. Geb&auml;ude). Die Zweckbindungsfrist beginnt mit dem Tag der Fertigstellung bzw. der ersten Nutzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>&sect;&nbsp;11 Eigentums&uuml;bergang<\/strong><br \/>Nach Ablauf der Zweckbindungsfrist &uuml;bertr&auml;gt [die M-eG] ihren Miteigentumsanteil unentgeltlich auf den Erzeuger.<strong>&quot;<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bestellung des jeweiligen Vertragsgegenstands erfolgte durch die M-eG; ihr gegen&uuml;ber stellten die Lieferanten der Vertragsgegenst&auml;nde (Vorlieferanten) Rechnungen aus. Die M-eG stellte dem Erzeuger 50&nbsp;% ihrer Nettoanschaffungskosten zuz&uuml;glich Umsatzsteuer in Rechnung. Die restlichen 50&nbsp;% der Anschaffungskosten wurden vom Betriebsfonds gezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ablauf der Zweckbindungsfrist &uuml;bertrug die M-eG ihren Miteigentumsanteil an dem Vertragsgegenstand vertragsgem&auml;&szlig; unentgeltlich auf den Erzeuger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die M-eG machte in ihren Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r das Jahr 2002 vom 22.&nbsp;Oktober 2003 und f&uuml;r das Jahr 2003 vom 27.&nbsp;Oktober 2004 aus den Lieferungen der Vorlieferanten den vollen Vorsteuerabzug geltend. Die vom Betriebsfonds gezahlten Betr&auml;ge sah sie nicht als Entgelt f&uuml;r Lieferungen an die Erzeuger an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Durchf&uuml;hrung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Kl&auml;gerin vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in den Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheiden f&uuml;r die Streitjahre vom 1.&nbsp;Februar 2013 die Auffassung, die M-eG habe den jeweiligen Erzeugern von vornherein die Verf&uuml;gungsmacht an dem gesamten Vertragsgegenstand (und nicht nur hinsichtlich des h&auml;lftigen Anteils) verschafft und damit eine Lieferung ausgef&uuml;hrt; denn die Lieferung und Inbetriebnahme des Vertragsgegenstands erfolge unmittelbar an bzw. durch den Erzeuger. Es handele sich zwar bei den finanziellen Beihilfen an den Betriebsfonds um einen nicht steuerbaren Zuschuss. Auf die Ausgangsums&auml;tze der M-eG an die jeweiligen Erzeuger sei jedoch die Mindestbemessungsgrundlage des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 in Verbindung mit Abs.&nbsp;4 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) anzuwenden. Einkaufspreis der M-eG seien die an die Vorlieferanten gezahlten (Netto-) Betr&auml;ge. Der Einspruch blieb erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Mai 2013).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 517 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Es nahm an, das FA sei im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen, dass die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die im Rahmen der operationellen Programme ausgef&uuml;hrten Lieferungen der M-eG an die betreffenden Erzeuger nicht nur das von den Erzeugern gezahlte Entgelt umfasse. Dies ergebe sich allerdings nicht aus &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 in Verbindung mit Abs.&nbsp;4 UStG (Mindestbemessungsgrundlage), sondern aus &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG. Die Zahlungen aus dem Betriebsfonds in H&ouml;he von 50&nbsp;% der Anschaffungskosten des jeweiligen Vertragsgegenstandes seien Entgelte von dritter Seite.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung materiellen Rechts. Die von der Europ&auml;ischen Union (EU) an die M-eG gezahlten Zusch&uuml;sse dienten nach den VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96, VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001 und VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003 strukturpolitischen und umweltpolitischen Zielen. Auch Investitionen in Einzelbetrieben seien Teil der &quot;nationalen Strategie f&uuml;r nachhaltige operationelle Programme der Erzeugerorganisation f&uuml;r Obst und Gem&uuml;se&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Mai 2013 aufzuheben sowie die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2002 und 2003 vom 1.&nbsp;Februar 2013 dahin gehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer f&uuml;r das Jahr 2002 um &#8230;&nbsp;EUR und die Umsatzsteuer f&uuml;r das Jahr 2003 um &#8230;&nbsp;EUR niedriger festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es verteidigt die angefochtene Vorentscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat setzt das Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;74, 121 der Finanzgerichtsordnung (FGO) aus und legt dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) die im Tenor genannten Fragen gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 des Vertrages &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) zur Vorabentscheidung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>I. Die ma&szlig;geblichen Rechtsvorschriften<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>1. Nationales Recht<\/strong><br \/>Die ma&szlig;geblichen Rechtsvorschriften des nationalen Rechts lauten wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;<strong>&sect;&nbsp;1 UStG Steuerbare Ums&auml;tze<\/strong><br \/>(1) Der Umsatzsteuer unterliegen die folgenden Ums&auml;tze:<br \/>1. die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf&uuml;hrt. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>&sect;&nbsp;3 UStG Lieferung, sonstige Leistung<\/strong><br \/>(1) Lieferungen eines Unternehmers sind Leistungen, durch die er oder in seinem Auftrag ein Dritter den Abnehmer oder in dessen Auftrag einen Dritten bef&auml;higt, im eigenen Namen &uuml;ber einen Gegenstand zu verf&uuml;gen (Verschaffung der Verf&uuml;gungsmacht).<br \/>&#8230;<br \/>(12) Ein Tausch liegt vor, wenn das Entgelt f&uuml;r eine Lieferung in einer Lieferung besteht. Ein tausch&auml;hnlicher Umsatz liegt vor, wenn das Entgelt f&uuml;r eine sonstige Leistung in einer Lieferung oder sonstigen Leistung besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>&sect;&nbsp;10 UStG Bemessungsgrundlage f&uuml;r Lieferungen, sonstige Leistungen und innergemeinschaftliche Erwerbe<\/strong><br \/>(1) Der Umsatz wird bei Lieferungen und sonstigen Leistungen (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1) &#8230; nach dem Entgelt bemessen. Entgelt ist alles, was der Leistungsempf&auml;nger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, jedoch abz&uuml;glich der Umsatzsteuer. Zum Entgelt geh&ouml;rt auch, was ein anderer als der Leistungsempf&auml;nger dem Unternehmer f&uuml;r die Leistung gew&auml;hrt. &#8230;<br \/>(2) &#8230; Beim Tausch (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;12 Satz&nbsp;1), bei tausch&auml;hnlichen Ums&auml;tzen (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;12 Satz&nbsp;2) und bei Hingabe an Zahlungs statt gilt der Wert jedes Umsatzes als Entgelt f&uuml;r den anderen Umsatz. Die Umsatzsteuer geh&ouml;rt nicht zum Entgelt.<br \/>&#8230;<br \/>(4) Der Umsatz wird bemessen<br \/>1. bei dem Verbringen eines Gegenstands im Sinne des &sect;&nbsp;1a Abs.&nbsp;2 und des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1a sowie bei Lieferungen im Sinne des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b nach dem Einkaufspreis zuz&uuml;glich der Nebenkosten f&uuml;r den Gegenstand oder f&uuml;r einen gleichartigen Gegenstand oder mangels eines Einkaufspreises nach den Selbstkosten, jeweils zum Zeitpunkt des Umsatzes;<br \/>2. &#8230;<br \/>3. &#8230;<br \/>Die Umsatzsteuer geh&ouml;rt nicht zur Bemessungsgrundlage.<\/p>\n<p>(5) Absatz&nbsp;4 gilt entsprechend f&uuml;r<br \/>1. Lieferungen und sonstige Leistungen, die K&ouml;rperschaften und Personenvereinigungen im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis&nbsp;5 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes, nichtrechtsf&auml;hige Personenvereinigungen sowie Gemeinschaften im Rahmen ihres Unternehmens an ihre Anteilseigner, Gesellschafter, Mitglieder, Teilhaber oder diesen nahe stehende Personen sowie Einzelunternehmer an ihnen nahe stehende Personen ausf&uuml;hren;<br \/>2. &#8230;<br \/>wenn die Bemessungsgrundlage nach Absatz&nbsp;4 das Entgelt nach Absatz&nbsp;1 &uuml;bersteigt. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>&quot;&sect;&nbsp;1 KStG Unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht<\/strong><br \/>(1) Unbeschr&auml;nkt k&ouml;rperschaftsteuerpflichtig sind die folgenden K&ouml;rperschaften, Personenvereinigungen und Verm&ouml;gensmassen, die ihre Gesch&auml;ftsleitung oder ihren Sitz im Inland haben:<br \/>&#8230;<br \/>5. nichtrechtsf&auml;hige Vereine, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckverm&ouml;gen des privaten Rechts; &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>2. Unionsrecht<\/strong><br \/>Die ma&szlig;geblichen Bestimmungen des Unionsrechts sind im Streitfall die Art.&nbsp;2, 11 und 27 Abs.&nbsp;1 der (in den Streitjahren noch anwendbaren) Richtlinie 77\/388\/EWG sowie die VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96, die VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001 und die VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>II. Beurteilung nach nationalem Recht<\/strong><br \/>Bei isolierter Betrachtung nach nationalem Recht ist die Klage aus mehreren (voneinander unabh&auml;ngigen) Gr&uuml;nden abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Beteiligten und das FG gehen zu Recht &uuml;bereinstimmend davon aus, dass die M-eG die jeweiligen Vertragsgegenst&auml;nde bereits in den Streitjahren an die betreffenden Erzeuger geliefert (und diesen nicht nur einen h&auml;lftigen Miteigentumsanteil &uuml;bertragen) hat (vergleiche dazu Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;April 2008 XI&nbsp;R&nbsp;56\/06, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs &#8211;BFHE&#8211; 221, 475, Bundessteuerblatt &#8211;BStBl&#8211; II 2008, 909; vom 24.&nbsp;Oktober 2013 V&nbsp;R&nbsp;17\/13, BFHE 243, 456, BStBl II 2015, 513; EuGH-Urteil Mercedes-Benz Financial Services&nbsp;UK vom 4.&nbsp;Oktober 2017 C-164\/16, EU:C:2017:734, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2017, 2215, Rz&nbsp;33 und 34). Diese Lieferungen erfolgten &#8211;was zwischen den Beteiligten unstreitig ist&#8211; gegen Entgelt (vergleiche auch FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 21.&nbsp;August 2012&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;1193\/10, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst &#8211;DStRE&#8211; 2013, 1047; FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 14.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;975\/13, juris, jeweils zu F&auml;llen der Nutzungs&uuml;berlassung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Allerdings haben die Beteiligten und das FG nicht beachtet, dass die Erzeuger f&uuml;r die Lieferung neben der Pflicht zur Zahlung ihres Anteils in &sect;&nbsp;9 des Vertrages die Verpflichtung eingegangen sind, die M-eG w&auml;hrend des Investitionszeitraums, mindestens aber f&uuml;r 10&nbsp;Jahre, mit Obst und Gem&uuml;se zu beliefern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei den Ums&auml;tzen k&ouml;nnte es sich jeweils um einen Tausch mit Baraufgabe (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;12 UStG) handeln, bei dem als Entgelt f&uuml;r eine Leistung eine Barzahlung mit einer Lieferung verbunden wird (BFH-Urteile vom 21.&nbsp;April 2005 V&nbsp;R&nbsp;11\/03, BFHE 211, 50, BStBl II 2007, 63, unter II.2., Rz&nbsp;30; vom 11.&nbsp;Juli 2012 XI&nbsp;R&nbsp;11\/11, BFHE 238, 560, BStBl II 2018, 146, Rz&nbsp;20, mit weiteren Nachweisen). Die Parteien haben sich in einem synallagmatischen Vertrag dazu verpflichtet, einander gegenseitige Leistungen zu erbringen (vergleiche zu diesem Erfordernis EuGH-Urteile RCI Europe vom 3.&nbsp;September 2009 C-37\/08, EU:C:2009:507, DStR 2009, 2003, Rz&nbsp;33; Serebryannay vek vom 26.&nbsp;September 2013 C-283\/12, EU:C:2013:599, DStRE 2014, 476, Rz&nbsp;41). Dass wegen Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c Nr.&nbsp;3 der VO&nbsp;Nr.2200\/96 aufgrund der Satzung ohnehin eine Lieferverpflichtung (w&auml;hrend der Mitgliedschaft) besteht, steht dieser Beurteilung nicht entgegen, weil die Erzeuger die Lieferverpflichtung f&uuml;r l&auml;ngere Zeit (die Zweckbindungsfrist, mindestens 10&nbsp;Jahre) eingegangen sind (&sect;&nbsp;9 des Vertrages).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die jeweilige Lieferung w&auml;re auch keine sogenannte Beistellung (vergleiche dazu BFH-Urteile vom 6.&nbsp;Dezember 2007 V&nbsp;R&nbsp;42\/06, BFHE 221, 74, BStBl II 2009, 493, unter II.1.b, Rz&nbsp;20; vom 15.&nbsp;April 2010 V&nbsp;R&nbsp;10\/08, BFHE 229, 406, BStBl II 2010, 879, Rz&nbsp;28; vom 15.&nbsp;Dezember 2016 V&nbsp;R&nbsp;44\/15, BFHE 256, 557, Sammlung amtlich nicht ver&ouml;ffentlichter Entscheidungen des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH\/NV&#8211; 2017, 707, Rz&nbsp;17), weil der jeweilige Vertragsgegenstand kein beigestellter Stoff ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach nationalem Recht g&auml;lte dann der Wert jedes Umsatzes als Entgelt f&uuml;r den anderen Umsatz (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG). Die Bemessungsgrundlage betr&uuml;ge (nach Saldierung um die Baraufgabe, vergleiche BFH-Urteil vom 31.&nbsp;Juli 2008 V&nbsp;R&nbsp;74\/05, BFH\/NV 2009, 226, unter II.2.e, Rz&nbsp;41) 50&nbsp;% des von der M-eG an die Vorlieferanten gezahlten Einkaufspreises (vergleiche dazu BFH-Urteile in BFHE 221, 475, BStBl II 2008, 909, unter II.3.b&nbsp;bb, Rz&nbsp;35 und 38; in BFHE 238, 560, BStBl II 2018, 146).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Sollte gleichwohl kein Tausch mit Baraufgabe vorliegen, hat das FG zu Recht angenommen, dass nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG (vergleiche dazu BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Februar 2016 V&nbsp;R&nbsp;46\/14, BFHE 253, 421, BFH\/NV 2016, 1120, Rz&nbsp;20&nbsp;f.; vom 10.&nbsp;August 2016 XI&nbsp;R&nbsp;41\/14, BFHE 255, 300, BStBl II 2017, 590, Rz&nbsp;50, mit weiteren Nachweisen) zum Entgelt f&uuml;r diese Lieferungen nicht nur die den Erzeugern in Rechnung gestellten Betr&auml;ge, sondern auch die Zahlungen aus dem Betriebsfonds geh&ouml;ren (gleicher Ansicht Tehler in Rei&szlig;\/Kraeusel\/Langer, UStG &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;158 &quot;EU-Zusch&uuml;sse&quot;; zweifelnd W&auml;ger in Birkenfeld\/W&auml;ger, Das Gro&szlig;e Umsatzsteuer-Handbuch, Aktuell Berichtszeitraum II.&nbsp;Quartal 2017, Rz&nbsp;151&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den Zahlungen des Betriebsfonds an die M-eG handelte es sich um Zahlungen eines Dritten und nicht um die Umschichtung eigener Finanzmittel, da der Betriebsfonds nach nationalem Recht (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 KStG, &sect;&nbsp;2 UStG) als Zweckverm&ouml;gen k&ouml;rperschaftsteuerpflichtig ist und auch umsatzsteuerrechtlich rechtsf&auml;hig sein kann (vergleiche dazu auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 13.&nbsp;Juni 1997, Der Betrieb 1997, 1952, unter III.; in den Streitjahren Verf&uuml;gung der Oberfinanzdirektion &#8211;OFD&#8211; Hannover vom 24.&nbsp;Januar 2001, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2001, 221; jetzt Verf&uuml;gung der OFD Niedersachsen vom 12.&nbsp;April 2016, UR 2016, 726). Es handelt sich um ein zweckgebundenes Verm&ouml;gen, &uuml;ber das die M-eG nicht frei verf&uuml;gen konnte, sondern das nur zu den in Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96, Art.&nbsp;3 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001, Art.&nbsp;5 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003 genannten Zwecken eingesetzt werden durfte. Dass die Zahlungen der EU an den Betriebsfonds (nach &uuml;bereinstimmender Auffassung der Beteiligten und des FG) der F&ouml;rderung der Allgemeinheit dienen, &auml;ndert nach nationalem Recht an der unmittelbaren Verkn&uuml;pfung der Zahlung aus dem Betriebsfonds, die das FG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise aus dem Vertrag der M-eG mit den jeweiligen Erzeugern abgeleitet hat, nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. W&auml;re weder ein Tausch mit Baraufgabe zu bejahen noch der Auffassung des FG, dass die Zahlung des Betriebsfonds jeweils ein Entgelt von dritter Seite ist, zu folgen, w&auml;re das FA zutreffend davon ausgegangen, dass nach nationalem Recht im Streitfall die Einkaufspreise der M-eG bei den Vorlieferanten die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Lieferungen der M-eG an die Erzeuger bilden. Dies erg&auml;be sich dann aus &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 in Verbindung mit Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das von den Erzeugern als nahestehende Personen gezahlte Entgelt ist weder markt&uuml;blich noch wurde der Umsatz von der M-eG in markt&uuml;blicher H&ouml;he versteuert (vergleiche zu diesen Erfordernissen BFH-Urteile vom 8.&nbsp;Oktober 1997 XI&nbsp;R&nbsp;8\/86, BFHE 183, 314, BStBl II 1997, 840; vom 19.&nbsp;Juni 2011 XI&nbsp;R&nbsp;8\/09, BFHE 234, 455, BStBl II 2016, 185, Rz&nbsp;28; vom 7.&nbsp;Oktober 2010 V&nbsp;R&nbsp;4\/10, BFHE 232, 537, BStBl II 2016, 181, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Anwendung der Mindestbemessungsgrundlage im Streitfall steht nach der bisherigen Rechtsprechung des BFH nicht entgegen, dass einige Erzeuger zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt sein k&ouml;nnten (vergleiche BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Januar 2008 V&nbsp;R&nbsp;39\/06, BFHE 221, 388, BStBl II 2009, 786; offen geblieben im BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Juni 2014 XI&nbsp;R&nbsp;44\/12, BFHE 245, 473, BStBl II 2016, 187, Rz&nbsp;35&nbsp;ff.); denn die Vertragsgegenst&auml;nde, die die Kl&auml;gerin an die Erzeuger geliefert hat, unterliegen als Investitionsg&uuml;ter im Sinne des &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;1 UStG bei den Erzeugern der Berichtigung des Vorsteuerabzugs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>III. Beurteilung nach Unionsrecht<\/strong><br \/>Allerdings ist die Vereinbarkeit der unter B.II. dargestellten und auf das nationale Recht gest&uuml;tzten Beurteilung mit Unionsrecht in mehrfacher Hinsicht im Sinne des Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 AEUV zweifelhaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Sollte der EuGH aufgrund der in &sect;&nbsp;9 des Vertrages &uuml;bernommenen Verpflichtung, die zeitlich &uuml;ber die in Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c Nr.&nbsp;3 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96 enthaltene Verpflichtung hinausgeht, zu der Auffassung gelangen, dass unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens unionsrechtlich ein Tausch mit Baraufgabe vorliegt, w&auml;re, da das Unionsrecht keine dem &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG vergleichbare Sonderregelung zur Bemessungsgrundlage beim Tausch enth&auml;lt, die Bemessungsgrundlage nach Art.&nbsp;11 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG zu bestimmen (vergleiche EuGH-Urteile Bertelsmann vom 3.&nbsp;Juli 2001 C-380\/99, EU:C:2001:372, BFH\/NV 2001, Beilage&nbsp;3, 192, Rz&nbsp;17; Serebryannay&nbsp;vek, EU:C:2013:599, DStRE 2014, 476, Rz&nbsp;38). Besteuerungsgrundlage ist danach alles, was den Wert der Gegenleistung bildet, die der Lieferer f&uuml;r die Lieferung vom Abnehmer oder Dienstleistungsempf&auml;nger oder von einem Dritten erh&auml;lt oder erhalten soll, einschlie&szlig;lich der unmittelbar mit dem Preis dieser Ums&auml;tze zusammenh&auml;ngenden Subventionen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dabei w&auml;re die von den Erzeugern eingegangene Lieferverpflichtung zu ber&uuml;cksichtigen, da die Erzeuger diese nur aufgrund der Lieferung eingegangen sind, und Besteuerungsgrundlage einer Lieferung von Gegenst&auml;nden alles ist, was der Lieferer in unmittelbarem Zusammenhang mit der Lieferung als Gegenleistung erh&auml;lt, wenn es in Geld ausgedr&uuml;ckt werden kann und einen subjektiven Wert darstellt (vergleiche EuGH-Urteil Naturally Yours Cosmetics vom 23.&nbsp;November 1988 C-230\/87, EU:C:1988:508, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 1990, 276, Rz&nbsp;12 und 16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies ist vorliegend in Bezug auf die verbilligte Lieferung durch die M-eG und die Verpflichtung der Erzeuger, das erzeugte Obst und Gem&uuml;se an die M-eG zu liefern, der Fall. Die M-eG hat im Streitfall f&uuml;r die Lieferung der Gegenst&auml;nde vom jeweiligen Erzeuger die Baraufgabe und eine Lieferverpflichtung erhalten; Bemessungsgrundlage hierf&uuml;r w&auml;re die Differenz zum Einkaufspreis der M-eG (vergleiche EuGH-Urteil Empire Stores vom 2.&nbsp;Juni 1994 C-33\/93, EU:C:1994:225, Betriebs-Berater 1994, 1621, Rz&nbsp;19); denn die Erzeuger verpflichteten sich im genannten Vertrag dazu, in der Zukunft Lieferungen auszuf&uuml;hren (vergleiche dazu EuGH-Urteile RCI Europe, EU:C:2009:507, DStR 2009, 2003, Rz&nbsp;31 und 33; Serebryannay&nbsp;vek, EU:C:2013:599, DStRE 2014, 476, Rz&nbsp;41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Allerdings ist unionsrechtlich bereits das Vorliegen eines Tauschs mit Baraufgabe zweifelhaft, da ohnehin eine (k&uuml;rzere) Lieferverpflichtung der Erzeuger aufgrund der auf Unionsrecht beruhenden Satzung besteht (vergleiche Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c Nr.&nbsp;3 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Au&szlig;erdem k&ouml;nnte dieser Beurteilung entgegenstehen, dass der Steueranspruch f&uuml;r die zuk&uuml;nftigen Lieferungen von Obst und Gem&uuml;se erst entstehen kann, wenn alle ma&szlig;geblichen Elemente des Steuertatbestands, das hei&szlig;t der k&uuml;nftigen Lieferung, bekannt sind, das hei&szlig;t insbesondere die Gegenst&auml;nde genau bestimmt sind (vergleiche EuGH-Urteile BUPA Hospitals und Goldsborough Developments vom 21.&nbsp;Februar 2006 C-419\/02, EU:C:2006:122, DStRE 2006, 424, Rz&nbsp;48; Air France-KLM und andere vom 23.&nbsp;Dezember 2015 C-250\/14 und C-289\/14, EU:C:2015:841, Mehrwertsteuerrecht 2016, 197, Rz&nbsp;39). An- und Vorauszahlungen f&uuml;r noch nicht klar bestimmte Lieferungen von Gegenst&auml;nden oder Dienstleistungen k&ouml;nnen daher nicht der Mehrwertsteuer unterliegen (vergleiche EuGH-Urteile Mac&nbsp;Donald Resorts vom 16.&nbsp;Dezember 2010 C-270\/09, EU:C:2010:780, DStR 2011, 119, Rz&nbsp;31; Orfey Balgaria vom 19.&nbsp;Dezember 2012 C-549\/11, EU:C:2012:832, UR 2013, 215, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Der Senat neigt dazu, aufgrund der EuGH-Urteile RCI Europe (EU:C:2009:507, DStR 2009, 2003) und Serebryannay&nbsp;vek (EU:C:2013:599, DStRE 2014, 476) anzunehmen, dass die Verpflichtung, noch nicht genau bestimmtes Obst und Gem&uuml;se zu liefern, trotzdem ausreicht; zweifelsfrei ist dies jedoch nicht. Daraus ergibt sich Buchstabe&nbsp;a der ersten Vorlagefrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unabh&auml;ngig davon ist als Buchstabe&nbsp;b der ersten Vorlagefrage zu kl&auml;ren, ob unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens eine vom Betriebsfonds an die Erzeugerorganisation ausgezahlte finanzielle Beihilfe im Sinne des Art.&nbsp;15 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96 eine &quot;mit dem Preis der Lieferung zusammenh&auml;ngende Subvention&quot; eines &quot;Dritten&quot; ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dass nach Art.&nbsp;11 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG in den dort genannten F&auml;llen auch die an die Steuerpflichtigen gezahlten, mit dem Preis der Lieferung zusammenh&auml;ngenden Subventionen in die Besteuerungsgrundlage einzubeziehen sind, zielt darauf ab, den gesamten Wert der Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen der Mehrwertsteuer zu unterwerfen und somit zu vermeiden, dass die Zahlung einer Subvention zu einem geringeren Steuerertrag f&uuml;hrt (vergleiche EuGH-Urteil Kommission\/Deutschland vom 15.&nbsp;Juli 2004 C-144\/02, EU:C:2004:444, UR 2004, 625, Rz&nbsp;26). Die Bestimmung betrifft Fallkonstellationen mit drei Beteiligten: die Person (&ouml;ffentliche Einrichtung), die die Subvention gew&auml;hrt, den Wirtschaftsteilnehmer, der die Subvention erh&auml;lt, und den K&auml;ufer des vom subventionierten Wirtschaftsbeteiligten gelieferten Gegenstandes (vergleiche EuGH-Urteil Keeping Newcastle Warm vom 13.&nbsp;Juni 2002 C-353\/00, EU:C:2002:369, DStRE 2002, 969, Rz&nbsp;23). Es werden nur die Subventionen erfasst, die vollst&auml;ndig oder teilweise die Gegenleistung f&uuml;r die Lieferung von Gegenst&auml;nden oder von Dienstleistungen sind und dem Verk&auml;ufer oder Dienstleistungsbringer von einem Dritten gezahlt worden sind (EuGH-Urteil Office des produits wallons vom 22.&nbsp;November 2001 C-184\/00, EU:C:2001:629, UR 2002, 177). Alle anderen Subventionen werden nicht davon erfasst und &quot;unterliegen als solche nach Artikel&nbsp;11 Teil&nbsp;A Absatz&nbsp;1 Buchstabe&nbsp;a nicht der Mehrwertsteuer&quot; (vergleiche Schlussantr&auml;ge des Generalanwalts Geelhoed vom 27.&nbsp;November 2003 C-381\/01, C-495\/01, C-144\/02 und C-463\/02, EU:C:2003:642, Rz&nbsp;46).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unionsrechtlich ungekl&auml;rt ist aus Sicht des Senats bereits, wer unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens der &quot;Dritte&quot; im Sinne des Art.&nbsp;11 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Aus Sicht des nationalen Rechts ist dies, wie dargelegt (B.II.3.), der Betriebsfonds, der steuerrechtsf&auml;hig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob dies allerdings auch unionsrechtlich gilt, l&auml;sst sich anhand der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96, VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001 und VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003 nicht eindeutig beantworten. Die Kofinanzierung durch den Betriebsfonds erfolgt, damit das Verantwortungsbewusstsein der Erzeugerorganisationen vor allem hinsichtlich ihrer finanziellen Entscheidungen gest&auml;rkt wird und die ihnen gew&auml;hrten &ouml;ffentlichen Mittel f&uuml;r zukunftsweisende Aufgaben eingesetzt werden (so der 10.&nbsp;Erw&auml;gungsgrund der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96). Der Betriebsfonds gew&auml;hrleistet unter anderem die ordnungsgem&auml;&szlig;e Verwendung der Gemeinschaftsmittel (vergleiche 4.&nbsp;Erw&auml;gungsgrund der VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001 sowie 5.&nbsp;Erw&auml;gungsgrund der VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003). Deshalb k&ouml;nnten bei der Pr&uuml;fung, ob eine &quot;mit dem Preis der Lieferung zusammenh&auml;ngende Subvention&quot; vorliegt, &quot;Dritte&quot; die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden (oder die EU selbst) sein, die die finanziellen Beihilfen durch Bescheid gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unionsrechtlich nicht v&ouml;llig zweifelsfrei ist deshalb auch, ob die finanziellen Beihilfen &quot;unmittelbar mit dem Preis der Lieferung zusammenh&auml;ngende Subventionen&quot; sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der EuGH verlangt daf&uuml;r, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Lieferung und Subvention besteht:<br \/>&#8211; die Subvention muss gerade f&uuml;r die Lieferung eines bestimmten Gegenstandes von einem Dritten gezahlt werden (vergleiche EuGH-Urteile Office des produits wallons, EU:C:2001:629, UR 2002, 177, Rz&nbsp;10, 12 und 18; Kommission\/Deutschland, EU:C:2004:444, UR 2004, 625, Rz&nbsp;28 und 31);<br \/>&#8211; die Subvention muss dem Abnehmer des Gegenstandes zugute kommen. Der vom Abnehmer zu zahlende Preis muss so festgesetzt sein, dass er sich entsprechend der dem Verk&auml;ufer des Gegenstandes gew&auml;hrten Subvention erm&auml;&szlig;igt. Die Zahlung der Subvention an den Verk&auml;ufer muss diesem also objektiv gesehen den Verkauf des Gegenstandes bzw. die Erbringung der Dienstleistung zu einem niedrigeren Preis als dem erm&ouml;glichen, den er ohne Subvention verlangen m&uuml;sste (vergleiche EuGH-Urteile Office des produits wallons, EU:C:2001:629, UR 2002, 177, Rz&nbsp;14; Kommission\/Deutschland, EU:C:2004:444, UR 2004, 625, Rz&nbsp;29);<br \/>&#8211; der Preis des Gegenstandes muss in seinen Grundz&uuml;gen sp&auml;testens zum Zeitpunkt des Eintritts des Tatbestands feststehen (EuGH-Urteile Office des produits wallons, EU:C:2001:629, UR 2002, 177, Rz&nbsp;17; Kommission\/Deutschland, EU:C:2004:444, UR 2004, 625, Rz&nbsp;30);<br \/>&#8211; mit der Verpflichtung der Subventionsstelle zur Subventionszahlung muss das Recht des Beg&uuml;nstigten auf Auszahlung der Subvention einhergehen, wenn er einen steuerbaren Umsatz bewirkt hat (EuGH-Urteile Office des produits wallons, EU:C:2001:629, UR 2002, 177, Rz&nbsp;13; Kommission\/Deutschland, EU:C:2004:444, UR 2004, 625, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Vorinstanz hat diese Voraussetzungen als erf&uuml;llt angesehen und den Streitfall insoweit dahin gehend gew&uuml;rdigt, dass das mit den Betriebsfondsmitteln verfolgte F&ouml;rderungsziel der Einbeziehung in die Bemessungsgrundlage nicht entgegen steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Senat neigt dazu, die Beurteilung des FG, f&uuml;r die die nationalen Gerichte auch zust&auml;ndig sind (vergleiche EuGH-Urteil Office des produits wallons, EU:C:2001:629, UR 2002, 177, Rz&nbsp;14 und 18), als mit Art.&nbsp;11 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG vereinbar anzusehen:<br \/>&#8211; die Subvention wird gerade f&uuml;r die Lieferung eines bestimmten Gegenstandes als Investition in einem Einzelbetrieb (Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;o der VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001, Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 in Verbindung mit Anhang&nbsp;I Nr.&nbsp;17 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003) gezahlt (&sect;&nbsp;3 des Vertrages), weshalb zur Gew&auml;hrung der finanziellen Beihilfe gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;9&nbsp;ff., 11 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001, Art.&nbsp;17&nbsp;ff., 18 Abs.&nbsp;2 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003 unter anderem Belege &uuml;ber die im Rahmen des operationellen Programms get&auml;tigten Ausgaben und die Finanzbeitr&auml;ge der Mitglieder (Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;2 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96, Art.&nbsp;3 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001, Art.&nbsp;6 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003) vorzulegen sind;<br \/>&#8211; die Subvention kam den Erzeugern als Abnehmer des Gegenstandes zugute, da die Zahlung der Subvention an die M-eG es dieser objektiv gesehen erm&ouml;glichte, den Gegenstand zu einem niedrigeren Preis als dem zu verkaufen, den sie ohne Subvention h&auml;tte verlangen m&uuml;ssen;<br \/>&#8211; der Preis des Gegenstandes stand in seinen Grundz&uuml;gen sp&auml;testens zum Zeitpunkt des Eintritts des Tatbestands fest (&sect;&nbsp;3 des Vertrages, Art.&nbsp;9&nbsp;ff. der VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001, Art.&nbsp;17&nbsp;ff. der VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003);<br \/>&#8211; mit der Verpflichtung der Subventionsstelle zur Subventionszahlung ging das Recht der M-eG auf Auszahlung der Subvention einher, wenn sie die Lieferung ausf&uuml;hrt (&sect;&nbsp;3 des Vertrages, Art.&nbsp;9&nbsp;ff. der VO&nbsp;Nr.&nbsp;609\/2001, Art.&nbsp;17&nbsp;ff. der VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Unionsrechtlich zweifelsfrei ist diese Einsch&auml;tzung jedoch nicht; dies f&uuml;hrt zu Buchstabe&nbsp;b der ersten Vorlagefrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu unionsrechtlichen Zweifeln gibt aus Sicht des Senats Anlass, dass der EuGH durch die Urteile vom 15.&nbsp;Juli 2004 Kommission\/Italien C-381\/01 (EU:C:2004:441, BFH\/NV 2004, Beilage&nbsp;4, 367), Kommission\/Finnland C-495\/01 (EU:C:2004:442), Kommission\/Deutschland (EU:C:2004:444, UR 2004, 625) und Kommission\/Schweden C-463\/02 (EU:C:2004:455) entschieden hat, dass Beihilfen f&uuml;r Trockenfutter, die aufgrund der Verordnung&nbsp;(EG) Nr.&nbsp;603\/95 des Rates vom 21.&nbsp;Februar 1995 &uuml;ber die gemeinsame Marktorganisation f&uuml;r Trockenfutter gezahlt werden, keine &quot;unmittelbar mit dem Preis dieser Ums&auml;tze zusammenh&auml;ngende Subventionen&quot; sind. Er hat diese Auffassung unter anderem damit begr&uuml;ndet, dass<br \/>&#8211; sich die Beihilferegelung nicht als Verbrauchsf&ouml;rderung darstelle, die Dritte zum Kauf von Trockenfutter veranlassen soll, dessen Preis aufgrund der Beihilfe unter dem Weltmarktpreis liege. Die Regelung solle Dritten vielmehr erm&ouml;glichen, sich in der Gemeinschaft zu einem dem Weltmarktpreis entsprechenden Preis zu versorgen, zu dem sie sich au&szlig;erhalb der Gemeinschaft versorgen k&ouml;nnten, wenn ohne Beihilfe innerhalb der Gemeinschaft kein oder kein ausreichendes Angebot vorhanden w&auml;re (EuGH-Urteil Kommission\/Deutschland, EU:C:2004:444, UR 2004, 625, Rz&nbsp;38);<br \/>&#8211; das Verarbeitungsunternehmen nicht &uuml;ber die Beihilfe verf&uuml;gen k&ouml;nne, die es erhalten habe. Es spiele nur eine Mittlerrolle zwischen der Beihilfestelle und dem Futtererzeuger (EuGH-Urteil Kommission\/Deutschland, EU:C:2004:444, UR 2004, 625, Rz&nbsp;45).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Diese Ausf&uuml;hrungen betreffen zwar einen anders gelagerten Sachverhalt, k&ouml;nnten aber trotzdem f&uuml;r den Streitfall von Bedeutung sein; denn die finanziellen Beihilfen im Sinne des Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96 im Rahmen der operationellen Programme dienen nicht der Verbrauchsf&ouml;rderung f&uuml;r Investitionsg&uuml;ter an Erzeuger, sondern den in Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b, Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96 genannten Zwecken. Sie reduzieren insbesondere die Produktionskosten der Erzeuger f&uuml;r Obst und Gem&uuml;se. Der Betriebsfonds spielt lediglich eine Mittlerrolle, die unter anderem der Kontrolle der Mittelverwendung durch die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden dient. Es erscheint deshalb aufgrund von Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 AEUV geboten, dem EuGH die Auslegung der Richtlinie 77\/388\/EWG sowie der VO&nbsp;Nr.&nbsp;2200\/96, VO&nbsp;Nr.&nbsp;69\/2001 und VO&nbsp;Nr.&nbsp;1433\/2003 insoweit zu &uuml;berlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Falls nach Auffassung des EuGH unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens im Falle der Gew&auml;hrung von finanziellen Beihilfen zur Besteuerungsgrundlage nur die vom Erzeuger gezahlten Betr&auml;ge geh&ouml;ren, ist weiter fraglich, ob das Unionsrecht der Anwendung der Mindestbemessungsgrundlage des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 UStG entgegensteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Diese Vorschrift ist eine abweichende nationale Sonderma&szlig;nahme im Sinne des Art.&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG (vergleiche BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Juni 2017 XI&nbsp;R&nbsp;12\/15, BFHE 258, 532, BFH\/NV 2017, 1400, Rz&nbsp;71) und darf nur angewandt werden, soweit dies zur Vermeidung von Missbr&auml;uchen und Steuerhinterziehungen unbedingt erforderlich ist (EuGH-Urteil Skripalle vom 29.&nbsp;Mai 1997 C-63\/95, EU:C:1997:263, BStBl II 1997, 841, Rz&nbsp;22&nbsp;f., 25&nbsp;f.; BFH-Urteil in BFHE 245, 473, BStBl II 2016, 187, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Grunds&auml;tzlich besteht bei Rechtsgesch&auml;ften zwischen einander nahestehenden Personen eine gewisse Gefahr der Steuerhinterziehung oder -umgehung, die die Anwendung der Mindestbemessungsgrundlage zul&auml;sst. Im vorliegenden Fall ist das von den Erzeugern zu zahlende Entgelt nicht markt&uuml;blich, so dass sich die Mehrwertsteuereinnahmen (und damit auch die Mehrwertsteuer-Eigenmittel der EU) vermindern w&uuml;rden, wenn die Subvention nicht Teil der Besteuerungsgrundlage w&auml;re, sondern nur der um die Subvention geminderte Verkaufspreis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Gefahr des Rechtsmissbrauchs oder der Steuerhinterziehung besteht allerdings nicht, wenn sich aus den objektiven Umst&auml;nden ergibt, dass der Steuerpflichtige korrekt gehandelt hat (vergleiche EuGH-Urteil Skripalle, EU:C:1997:263, BStBl II 1997, 841, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Deshalb k&ouml;nnte die Anwendung der Mindestbemessungsgrundlage des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 UStG unzul&auml;ssig sein, wenn der Umstand, dass die Lieferung verbilligt erfolgt, darauf beruht, dass der Lieferer daf&uuml;r eine finanzielle Beihilfe der EU erh&auml;lt. Daraus ergibt sich die zweite Vorlagefrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Mit der dritten Vorlagefrage soll gekl&auml;rt werden, ob es zul&auml;ssig ist, die Mindestbemessungsgrundlage anzuwenden, obwohl der Leistungsempf&auml;nger zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt ist, wenn es um die verbilligte Lieferung von Investitionsg&uuml;tern geht, die der Berichtigung der Vorsteuerabz&uuml;ge (Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG) unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der BFH &uuml;bertr&auml;gt insoweit zwar die zu Art.&nbsp;80 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem ergangene Rechtsprechung, nach der bei Leistungen an einen zum vollen Vorsteuerabzug berechtigten Unternehmer die Mindestbemessungsgrundlage nicht anwendbar ist (vergleiche EuGH-Urteil Balkan and Sea Properties und Provadinvest vom 26.&nbsp;April 2012 C-621\/10 und C-129\/11, EU:C:2012:248, HFR 2012, 675, mit Anmerkung Klenk), grunds&auml;tzlich auch auf die auf Art.&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG gest&uuml;tzte nationale Sonderma&szlig;nahme des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 UStG (vergleiche BFH-Urteil in BFHE 245, 473, BStBl II 2016, 187).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings geht der BFH bisher davon aus, dass &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 UStG auch bei Lieferungen an einen zum vollen Vorsteuerabzug berechtigten Leistungsempf&auml;nger angewendet werden darf, wenn der vom Leistungsempf&auml;nger in Anspruch genommene Vorsteuerabzug der Vorsteuerberichtigung im Sinne des &sect;&nbsp;15a UStG unterliegt (BFH-Urteil in BFHE 221, 388, BStBl II 2009, 786). Er nimmt an, diesbez&uuml;glich k&ouml;nnten Missbr&auml;uche und Steuerhinterziehungen drohen (vergleiche BFH-Urteil in BFHE 221, 388, BStBl II 2009, 786, unter II.2.b, Rz&nbsp;13&nbsp;f.). Ginge zum Beispiel im Streitfall ein regelbesteuernder Erzeuger mit Recht zum vollen Vorsteuerabzug nach Erwerb des Vertragsgegenstands von der Regelbesteuerung zur Durchschnittssatzbesteuerung (&sect;&nbsp;24 UStG, Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG) &uuml;ber, w&uuml;rde dies gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;7 UStG zu einer Vorsteuerberichtigung f&uuml;hren (vergleiche BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Juni 2008 V&nbsp;R&nbsp;22\/06, BFHE 222, 106, BStBl II 2009, 165; vom 14.&nbsp;Juli 2010 XI&nbsp;R&nbsp;9\/09, BFHE 231, 253, BStBl II 2010, 1086), die dann auf der Grundlage eines Vorsteuerbetrages vorgenommen w&uuml;rde, der auf einer verbilligten Bemessungsgrundlage beruht. Hieraus hat der BFH die Gefahr von Steuerumgehungen abgeleitet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es ist unionsrechtlich zweifelhaft, ob diese Sichtweise dem EuGH-Urteil Balkan and Sea Properties und Provadinvest (EU:C:2012:248, HFR 2012, 675) entspricht, das eine derartige Einschr&auml;nkung nicht enth&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Alle Vorlagefragen sind aufgrund der selbst&auml;ndig tragenden Begr&uuml;ndungsstr&auml;nge entscheidungserheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Rechtsgrundlage f&uuml;r die Anrufung des EuGH ist Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 AEUV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>IV.<\/strong> Das Revisionsverfahren wird bis zu einer Entscheidung des EuGH ausgesetzt (&sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;74 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 13.6.2018, XI R 5\/17ECLI:DE:BFH:2018:VE.130618.XIR5.17.0 EuGH-Vorlage zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung einer teilweise durch EU-Beihilfen subventionierten Lieferung Leits&auml;tze 1. Ist unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens, in denen eine Erzeugerorganisation im Sinne des Art. 11 Abs. 1, Art. 15 der VO Nr. 2200\/96 an die ihr angeschlossenen Erzeuger Gegenst&auml;nde liefert und hierf&uuml;r von den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-5-17-eugh-vorlage-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-einer-teilweise-durch-eu-beihilfen-subventionierten-lieferung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;5\/17 &#8211; EuGH-Vorlage zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung einer teilweise durch EU-Beihilfen subventionierten Lieferung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69919","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69919","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69919"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69919\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69919"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69919"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69919"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}