{"id":69923,"date":"2018-10-26T15:28:49","date_gmt":"2018-10-26T13:28:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69923"},"modified":"2020-06-17T05:30:35","modified_gmt":"2020-06-17T03:30:35","slug":"iv-r-11-16-kein-wegfall-der-klage-und-prozessfuehrungsbefugnis-einer-personengesellschaft-gegen-gewinnfeststellungsbescheide-auf-grund-der-eroeffnung-des-insolvenzverfahrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-11-16-kein-wegfall-der-klage-und-prozessfuehrungsbefugnis-einer-personengesellschaft-gegen-gewinnfeststellungsbescheide-auf-grund-der-eroeffnung-des-insolvenzverfahrens\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;11\/16 &#8211; Kein Wegfall der Klage- und Prozessf&uuml;hrungsbefugnis einer Personengesellschaft gegen Gewinnfeststellungsbescheide auf Grund der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.6.2018, IV R 11\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.070618.IVR11.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Wegfall der Klage- und Prozessf&uuml;hrungsbefugnis einer Personengesellschaft gegen Gewinnfeststellungsbescheide auf Grund der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Einer Personengesellschaft steht die Klagebefugnis gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid auch dann zu, wenn alle Gesellschafter, die von dem Bescheid betroffen sind, zum Zeitpunkt der Klageerhebung bereits ausgeschieden sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Ein Klageverfahren gegen den Gewinnfeststellungsbescheid wird durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der Personengesellschaft nicht unterbrochen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. NV: Die Klage- und Prozessf&uuml;hrungsbefugnis einer Personengesellschaft im Hinblick auf den Gewinnfeststellungsbescheid geht durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber ihr Verm&ouml;gen nicht auf den Insolvenzverwalter &uuml;ber.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. NV: Die nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens in Liquidation befindliche Personengesellschaft wird ab diesem Zeitpunkt durch ihre(n) Liquidator(en) vertreten.<\/p>\n<\/p>\n<p>5. NV: Ausgeschiedene Gesellschafter, gegen die der Gewinnfeststellungsbescheid ergangen ist, sind immer beizuladen, wenn sie durch den Bescheid beschwert sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 13. Januar 2016&nbsp;&nbsp;9 K 95\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die E-GmbH &#038; Co. KG (E&nbsp;KG) erzielte aus der Vorbereitung und Durchf&uuml;hrung von Bauvorhaben aller Art Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb (&sect;&nbsp;15 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Im Streitjahr 2002 war K alleiniger und ausschlie&szlig;lich am Verm&ouml;gen der E&nbsp;KG beteiligter Kommanditist. Ihm stand eine Gewinnbeteiligung in H&ouml;he von 60&nbsp;% zu. Komplement&auml;rin ohne Verm&ouml;gensbeteiligung, aber mit einer Gewinnbeteiligung in H&ouml;he von 40&nbsp;%, war im Streitjahr die E&nbsp;GmbH, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts (AG) X unter HRB &#8230; .<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>K ist im April 2007 verstorben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem vom Senat angeforderten Handelsregisterabdruck der E&nbsp;KG des seinerzeit zust&auml;ndigen AG Y (Handelsregister A, HRA &#8230;) sind A (Ehefrau des K) und M (Sohn des K) im Wege der Sondererbfolge jeweils zu &frac12; in die Kommanditistenstellung des K eingetreten (Eintragung ins Handelsregister A des AG Y, HRA &#8230;, am &#8230;&nbsp;Oktober 2007). A ist sodann als Kommanditistin ausgeschieden und deren Kommanditanteil im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf M &uuml;bergegangen (Eintragung ins Handelsregister A des AG Y, HRA &#8230;, am &#8230;&nbsp;Oktober 2007), der seitdem alleiniger Kommanditist der E&nbsp;KG ist (s. dazu auch den Handelsregisterabdruck des nunmehr zust&auml;ndigen AG X, HRA &#8230;, Stand 16.&nbsp;Mai 2018). Letzterem Abdruck ist zudem zu entnehmen, dass die E&nbsp;GmbH bereits im Jahr 2011 aus der E&nbsp;KG ausgeschieden und die N&nbsp;GmbH (AG X, HRB &#8230;) in die E&nbsp;KG eingetreten ist (Eintragung ins Handelsregister, HRA &#8230;, am &#8230;&nbsp;November 2011).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Realisierung diverser Gro&szlig;objekte bediente sich die E&nbsp;KG britischer Subunternehmer und ber&uuml;cksichtigte im Jahresabschluss im Streitjahr 2002 Zahlungen an diese in H&ouml;he von 950.110&nbsp;EUR als Betriebsausgaben. Zwischen den Beteiligten steht nicht in Streit, dass die Zahlungen als Gegenleistung f&uuml;r &quot;Bauleistungen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;48 EStG get&auml;tigt worden sind und die E&nbsp;KG im Jahr 2003 hierf&uuml;r Bauabzugssteuer f&uuml;r die britischen Subunternehmer in gesetzlicher H&ouml;he angemeldet und abgef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen und Ausk&uuml;nften der Informationszentrale Ausland des Bundeszentralamts f&uuml;r Steuern (fr&uuml;her: Bundesamt f&uuml;r Finanzen) handelte es sich bei s&auml;mtlichen britischen Firmen um wirtschaftlich inaktive Briefkastengesellschaften\/Domizilgesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzamt Z veranlagte die E&nbsp;KG mit Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (im Weiteren Gewinnfeststellungsbescheid) vom 16.&nbsp;November 2004, ge&auml;ndert durch Gewinnfeststellungsbescheid vom 25.&nbsp;November 2004, zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung stellte der Pr&uuml;fer fest, dass die Zahlungen an die britischen Firmen auf wechselnde, in den Rechnungen angegebene inl&auml;ndische Konten erfolgten, bei denen es sich, ausweislich entsprechender Bankausk&uuml;nfte, nicht um Gesch&auml;ftskonten handelte. Ein an die E&nbsp;KG gerichtetes Benennungsverlangen zur Feststellung der aus den Zahlungen tats&auml;chlich beg&uuml;nstigten Personen f&uuml;hrte zu keinem Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund vertrat das zwischenzeitlich zust&auml;ndig gewordene Finanzamt W dem Au&szlig;enpr&uuml;fer folgend die Auffassung, dass die im Streitjahr get&auml;tigten Zahlungen an die Subunternehmer in H&ouml;he von 70&nbsp;% (=&nbsp;665.077&nbsp;EUR) nicht als Betriebsausgaben abzugsf&auml;hig seien, und erlie&szlig; unter dem 8.&nbsp;Mai 2009 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) einen ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den hiergegen eingelegten Einspruch wies das nunmehr zust&auml;ndige Finanzamt X (Beklagter und Revisionskl&auml;ger, das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der dagegen erhobenen Klage machte die E&nbsp;KG weiterhin geltend, dass die Zahlungen an die britischen Subunternehmer in vollem Umfang als Betriebsausgaben abzugsf&auml;hig seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Klageverfahrens wurde mit Beschluss des AG X vom &#8230;&nbsp;September 2014 das Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen der E&nbsp;KG er&ouml;ffnet und Rechtsanwalt T als Insolvenzverwalter bestellt. Die Prozessbevollm&auml;chtigte der E&nbsp;KG teilte mit Schriftsatz vom 24.&nbsp;September 2014 mit, dass T den unterbrochenen Rechtsstreit aufnehme, und beantragte die &Auml;nderung des Rubrums. Unter dem 8.&nbsp;Oktober 2014 beauftragte T die bisherige Prozessbevollm&auml;chtigte weiterhin mit der Prozessvertretung. Das Insolvenzverfahren ist noch nicht abgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit richterlicher Verf&uuml;gung vom 15.&nbsp;Dezember 2015 wurde T als Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen der E&nbsp;KG zur m&uuml;ndlichen Verhandlung geladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage vollumf&auml;nglich statt. Im Rubrum des Urteils ist T als Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen der E&nbsp;KG, diese vertreten durch Frau S als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der N&nbsp;GmbH, als Kl&auml;ger aufgenommen. Zur Begr&uuml;ndung seiner Entscheidung f&uuml;hrte das FG im Wesentlichen aus, dass eine Versagung des Betriebsausgabenabzugs auf der Grundlage des &sect;&nbsp;160 AO im Streitfall nicht zul&auml;ssig sei. Selbst wenn es sich, wie das FA behaupte, bei den britischen Subunternehmern um inaktive Domizilgesellschaften handeln sollte, sei &sect;&nbsp;160 AO aufgrund der gesetzlichen Ausschlussregelung des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 EStG nicht anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des FA, mit der dieses die Verletzung materiellen Rechts, insbesondere des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 EStG r&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>T beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Denn das FG hat es verfahrensfehlerhaft unterlassen, die Gesellschafter, die der E&nbsp;KG im Streitjahr angeh&ouml;rten und bereits vor der Klageerhebung wieder ausgeschieden waren, notwendig beizuladen (dazu unter 1.). Der Senat sieht von der M&ouml;glichkeit ab, eine Beiladung im Revisionsverfahren nachzuholen, da die Vorentscheidung des Weiteren gegen&uuml;ber dem falschen Beteiligten ergangen ist (dazu unter 2.) und schon deshalb eine erneute Verhandlung und Entscheidung geboten erscheint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz 1 FGO sind Dritte (notwendig) beizuladen, wenn sie an dem streitigen Rechtsverh&auml;ltnis derart beteiligt sind, dass die Entscheidung auch ihnen gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann. Dies gilt nicht f&uuml;r Mitberechtigte, die nach &sect;&nbsp;48 FGO nicht klagebefugt sind. Klagen nicht alle von mehreren nach &sect;&nbsp;48 FGO Klagebefugten, m&uuml;ssen deshalb die &uuml;brigen Klagebefugten mit Ausnahme solcher, die unter keinem denkbaren Gesichtspunkt von dem Ausgang des Rechtsstreits betroffen sein k&ouml;nnen, zum Verfahren beigeladen werden (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;Januar 2017 IV&nbsp;R&nbsp;5\/16, Rz&nbsp;11&nbsp;ff.). Eine unterbliebene notwendige Beiladung stellt einen vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fenden Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens dar (z.B. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Mai 2016 IV&nbsp;R&nbsp;27\/13, Rz&nbsp;17, und vom 13.&nbsp;April 2017 IV&nbsp;R&nbsp;25\/15, Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgeschiedene Gesellschafter, gegen die der Gewinnfeststellungsbescheid ergangen ist oder zu ergehen h&auml;tte, sind nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 FGO klagebefugt und damit notwendig beizuladen, wenn sie durch den Verwaltungsakt in ihren Rechten verletzt sein k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen h&auml;tte das FG daher die E&nbsp;GmbH notwendig beiladen m&uuml;ssen. Die E&nbsp;GmbH ist ausweislich des vom Senat angeforderten Handelsregisterabdrucks im Jahr 2011 aus der E&nbsp;KG i.L. ausgeschieden. Sie war im Streitjahr zwar nicht am Verm&ouml;gen, aber zu 40&nbsp;% am Gewinn beteiligt. Da vorliegend der laufende Gesamthandsgewinn der E&nbsp;KG i.L. in Streit steht, ist eine Rechtsverletzung der E&nbsp;GmbH durch den angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheid zu besorgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Zudem h&auml;tte das FG auch A notwendig beiladen m&uuml;ssen. Im Streitjahr war K als alleiniger Kommanditist zu 60&nbsp;% an dem Gewinn der E&nbsp;KG i.L. beteiligt. K ist im April 2007 verstorben, was sich schon dem Betriebspr&uuml;fungsbericht entnehmen l&auml;sst, dessen Inhalt vom FG durch Bezugnahme festgestellt worden ist. Ausweislich des vom Senat angeforderten Handelsregisterabdrucks war A zusammen mit ihrem Sohn M jeweils h&auml;lftig im Wege der Sondererbfolge in den Kommanditanteil des K und damit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;45 AO in das Steuerschuldverh&auml;ltnis des K eingetreten. Erst im Anschluss daran hat A ihren h&auml;lftigen Kommanditanteil im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf M, der seitdem alleiniger Kommanditist der E&nbsp;KG ist, &uuml;bertragen. Da A mithin zun&auml;chst als Gesamtrechtsnachfolgerin in das Steuerschuldverh&auml;ltnis des K im Streitjahr eingetreten, sie sodann aber durch &Uuml;bertragung des Kommanditanteils auf M wieder ausgeschieden ist, h&auml;tte sie ungeachtet etwaiger gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen zwischen A und M zum vorliegenden Verfahren notwendig beigeladen werden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Demgegen&uuml;ber kommt eine Beiladung des M nicht in Betracht, da dessen Klagebefugnis (hier als Rechtsnachfolger des K) durch die Klagebefugnis der E&nbsp;KG i.L. gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO &uuml;berlagert ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Nur erg&auml;nzend weist der Senat darauf hin, dass die Klagebefugnis der E&nbsp;KG i.L. auch dann nicht weggefallen w&auml;re, wenn sie zwischenzeitlich zivilrechtlich durch Liquidation ohne den Eintritt einer Rechtsnachfolge vollbeendet w&auml;re. Denn eine zivilrechtlich vollbeendete Gesellschaft wird steuerrechtlich weiterhin als existent betrachtet, wenn noch Betriebssteueranspr&uuml;che gegen sie oder von ihr geltend gemacht werden und das Rechtsverh&auml;ltnis zu den Finanzbeh&ouml;rden daher nicht endg&uuml;ltig abgewickelt ist (vgl. z.B. dazu BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;April 2007 IV&nbsp;B&nbsp;69\/05, BFH\/NV 2007, 1923, und BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2015 IV&nbsp;R&nbsp;62\/11, Rz&nbsp;13). Dies ist, wie den FG-Akten und den Verwaltungsvorg&auml;ngen zu entnehmen ist, vorliegend der Fall. Die E&nbsp;KG i.L. hat auch gegen den Gewerbesteuermessbescheid des Streitjahres Einspruch eingelegt. Das FA hat diesen ersichtlich im Hinblick auf das vorliegende Verfahren noch nicht beschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz 2 FGO er&ouml;ffnet dem BFH die M&ouml;glichkeit, eine notwendige Beiladung im Revisionsverfahren nachzuholen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2014 IV&nbsp;R&nbsp;44\/13, Rz&nbsp;14, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat &uuml;bt dieses Ermessen dahingehend aus, die unterbliebene Beiladung nicht nachzuholen und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Dies ist im Streitfall zweckm&auml;&szlig;ig und ermessensgerecht. Daf&uuml;r spricht zun&auml;chst, dass die E&nbsp;GmbH und A weder im Einspruchs- noch im Klageverfahren die M&ouml;glichkeit hatten, sich zu dem angegriffenen Gewinnfeststellungsbescheid als Verfahrensbeteiligte in tats&auml;chlicher und rechtlicher Hinsicht zu &auml;u&szlig;ern. Zudem ist die Vorentscheidung aber auch verfahrensfehlerhaft gegen&uuml;ber einem Beteiligten ergangen, der an dem Verfahren nicht h&auml;tte beteiligt werden d&uuml;rfen. Durch die Zur&uuml;ckverweisung erh&auml;lt das FG daher die Gelegenheit, das Verfahren mit den richtigen Beteiligten erneut durchzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG-Urteil ist verfahrensfehlerhaft gegen T als Insolvenzverwalter anstatt gegen&uuml;ber der E&nbsp;KG i.L. ergangen. Zu Unrecht ist das FG, wie sich dem Rubrum entnehmen l&auml;sst, davon ausgegangen, dass die E&nbsp;KG auf Grund der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber ihr Verm&ouml;gen die Klagebefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO verloren habe, sie daher nicht mehr befugt gewesen sei, den vorliegenden Prozess zu f&uuml;hren und an ihrer Stelle T (Insolvenzverwalter) zur Prozessf&uuml;hrung befugt und daher Beteiligter am Verfahren (gesetzlicher Kl&auml;gerwechsel) geworden sei. Zutreffend h&auml;tte das Urteil aber gegen die E&nbsp;KG i.L., vertreten durch ihre Liquidatoren, ergehen m&uuml;ssen, da der E&nbsp;KG trotz der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber ihr Verm&ouml;gen im Hinblick auf den angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheid weiterhin die Prozessf&uuml;hrungsbefugnis zustand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die E&nbsp;KG, vertreten durch die N&nbsp;GmbH (Komplement&auml;rin), diese ihrerseits vertreten durch ihre Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin, hat als Prozessstandschafterin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO f&uuml;r ihre Gesellschafter, soweit diese im Zeitpunkt der Klageerhebung an ihr beteiligt waren, Klage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr erhoben und war insoweit Beteiligte am Verfahren (&sect;&nbsp;57 Nr.&nbsp;1 FGO). Die Klagebefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO liegt ungeachtet dessen vor, ob ein, mehrere oder alle Gesellschafter, die von dem angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheid als Inhaltsadressaten betroffen waren, zum Zeitpunkt der Klageerhebung bereits ausgeschieden waren. Ausgeschiedene Gesellschafter sind allerdings, wie unter 1. ausgef&uuml;hrt, zu dem Klageverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO notwendig beizuladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Prozessf&uuml;hrungsbefugnis der E&nbsp;KG im Hinblick auf den anh&auml;ngigen Streitgegenstand (Gewinnfeststellungsbescheid) ist durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber ihr Verm&ouml;gen nicht auf T als Insolvenzverwalter &uuml;bergegangen. Die E&nbsp;KG hat ihre Klagebefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO und ihre Beteiligtenstellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;57 FGO nicht verloren. T ist nicht Beteiligter des Verfahrens geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens verliert der Insolvenzschuldner seine materiellen Befugnisse, sein Verm&ouml;gen zu verwalten und &uuml;ber es zu verf&uuml;gen (&sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 der Insolvenzordnung &#8211;InsO&#8211;). Damit geht grunds&auml;tzlich auch die Prozessf&uuml;hrungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter &uuml;ber. Dies gilt aber nicht, soweit sich der Prozess gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid richtet, der ausschlie&szlig;lich die Gesellschafter und nicht die Personengesellschaft selbst betrifft. Insoweit wird das zur Insolvenzmasse geh&ouml;rende Verm&ouml;gen nicht ber&uuml;hrt (BFH-Urteile vom 3.&nbsp;September 2009 IV&nbsp;R&nbsp;17\/07, BFHE 227, 293, BStBl II 2010, 631, und vom 30.&nbsp;August 2012 IV&nbsp;R&nbsp;44\/10, Rz&nbsp;19). Die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens f&uuml;hrt daher auch nicht zu einer Unterbrechung des Klageverfahrens gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;240 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211; (BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Oktober 2007 IV&nbsp;R&nbsp;52\/04, BFHE 219, 129, BStBl II 2009, 705, unter II.B., m.w.N.). Das Verfahren wird vielmehr mit denselben Beteiligten fortgef&uuml;hrt. Auch eine zuvor erteilte Vollmacht des Prozessbevollm&auml;chtigten besteht ungeachtet der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens fort (BFH-Urteil in BFHE 219, 129, BStBl II 2009, 705, unter II.C.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Er&ouml;ffnung der Insolvenz hat regelm&auml;&szlig;ig lediglich Auswirkungen auf die Vertretung der KG. Mit der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen einer KG wird diese aufgel&ouml;st (&sect;&nbsp;131 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3, &sect;&nbsp;161 Abs.&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;145 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;161 Abs.&nbsp;2 HGB findet daher deren Liquidation statt. W&auml;hrend der Liquidation wird die KG durch ihre Liquidatoren vertreten. Liquidatoren und damit nur gemeinsam Vertretungsberechtigte (vgl. &sect;&nbsp;150 Abs.&nbsp;1 HGB) sind nach &sect;&nbsp;146 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;161 Abs.&nbsp;2 HGB s&auml;mtliche Gesellschafter, bei der KG also auch der Kommanditist, wenn nicht durch Beschluss der Gesellschafter oder durch den Gesellschaftsvertrag die Liquidation nur einzelnen Gesellschaftern oder einem Dritten &uuml;bertragen ist (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 24.&nbsp;September 1982 V&nbsp;ZR&nbsp;188\/79).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG-Urteil kann auch nicht dahin ausgelegt werden, dass Kl&auml;gerin die E&nbsp;KG i.L. ist. Dem steht bereits entgegen, dass alle Beteiligten und ebenso das FG ersichtlich davon ausgegangen sind, dass das Verfahren in Folge der Insolvenzer&ouml;ffnung &uuml;ber das Verm&ouml;gen der E&nbsp;KG unterbrochen worden sei. Alle Beteiligten sind daher &uuml;bereinstimmend davon ausgegangen, dass T, nachdem dieser mit Schriftsatz vom 24.&nbsp;September 2014 die Aufnahme des Klageverfahrens erkl&auml;rt hat, nunmehr Beteiligter des Verfahrens sei. Vor diesem Hintergrund ist unerheblich, dass T den bereits von der E&nbsp;KG bestellten Prozessbevollm&auml;chtigen weiterhin mit der Prozessf&uuml;hrung beauftragt hat. Der Senat kann auch dahinstehen lassen, ob die Prozessf&uuml;hrung des T durch die E&nbsp;KG i.L. genehmigt werden k&ouml;nnte, so dass diese im Wege der Rubrumsberichtigung als Kl&auml;gerin einzusetzen w&auml;re. Denn vorliegend ist eine Genehmigung nicht erteilt worden. Ebenso wenig sieht sich der Senat schon auf Grund der fehlenden Beiladung veranlasst, die E&nbsp;KG i.L. um eine Genehmigung zu ersuchen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.6.2018, IV R 11\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.070618.IVR11.16.0 Kein Wegfall der Klage- und Prozessf&uuml;hrungsbefugnis einer Personengesellschaft gegen Gewinnfeststellungsbescheide auf Grund der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens Leits&auml;tze 1. NV: Einer Personengesellschaft steht die Klagebefugnis gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid auch dann zu, wenn alle Gesellschafter, die von dem Bescheid betroffen sind, zum Zeitpunkt der Klageerhebung bereits ausgeschieden sind. 2. 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