{"id":69925,"date":"2018-10-26T15:28:42","date_gmt":"2018-10-26T13:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69925"},"modified":"2020-06-17T05:30:38","modified_gmt":"2020-06-17T03:30:38","slug":"x-r-41-17-praemienzahlungen-der-gesetzlichen-krankenkassen-aufgrund-von-par-53-abs-1-sgb-v-mindern-sonderausgabenabzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-41-17-praemienzahlungen-der-gesetzlichen-krankenkassen-aufgrund-von-par-53-abs-1-sgb-v-mindern-sonderausgabenabzug\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;41\/17 &#8211; Pr&auml;mienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen aufgrund von &sect; 53 Abs. 1 SGB V mindern Sonderausgabenabzug"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2018, X R 41\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.060618.XR41.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Pr&auml;mienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen aufgrund von &sect; 53 Abs. 1 SGB V mindern Sonderausgabenabzug<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Pr&auml;mienzahlungen, die eine gesetzliche Krankenkasse ihren Mitgliedern gem&auml;&szlig; &sect; 53 Abs. 1 SGB V gew&auml;hrt, stellen Beitragsr&uuml;ckerstattungen dar, die die wirtschaftliche Belastung der Mitglieder und damit auch ihre Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 Buchst. a EStG reduzieren.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 10. Oktober 2017&nbsp;&nbsp;6 K 6119\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zusammen veranlagten Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erkl&auml;rten im Streitjahr 2014 Vorsorgeaufwendungen f&uuml;r die gesetzliche Krankenversicherung in H&ouml;he von 3.994&nbsp;EUR (Kl&auml;ger) und 2.182&nbsp;EUR (Kl&auml;gerin). Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass der Kl&auml;ger im Streitjahr von seiner gesetzlichen Krankenkasse X eine Pr&auml;mie in H&ouml;he von 450&nbsp;EUR erhalten habe. Hierdurch w&uuml;rden aber die Vorsorgeaufwendungen nicht gemindert, da es sich um keine Beitragsr&uuml;ckerstattung handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grundlage der Pr&auml;mienzahlung war der vom Kl&auml;ger gew&auml;hlte Wahltarif, der auf &sect;&nbsp;18a der Satzung der X i.V.m. &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 des F&uuml;nften Buchs Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;V) beruhte. &sect;&nbsp;18a Abs.&nbsp;3 der Satzung der X sah vor, dass ihre Mitglieder in Abh&auml;ngigkeit von ihrem Einkommen eine Pr&auml;mie erhalten konnten. Im Streitfall hatte der Kl&auml;ger die Tarifklasse 5 gew&auml;hlt, die zu einer Pr&auml;mie je Kalenderjahr in H&ouml;he von 450&nbsp;EUR f&uuml;hrte. Der pauschale Selbstbehalt je ambulanter Behandlung, der mit einer Arznei-, Verband- und Heilmittelverordnung einherging, betrug 112,50&nbsp;EUR, der Selbstbehalt je vollstation&auml;rem Krankenhausaufenthalt 225&nbsp;EUR. Die von dem Mitglied zu tragenden Selbstbehalte waren je Kalenderjahr auf 550&nbsp;EUR begrenzt. Der Unterschiedsbetrag von Pr&auml;mie und Selbstbehalten f&uuml;r das Kalenderjahr war von der X sp&auml;testens bis zum Ende des zweiten Quartals des jeweiligen Folgejahres zu ermitteln. War die Pr&auml;mie h&ouml;her als die Summe der Selbstbehalte, wurde der Unterschiedsbetrag mit Ablauf des zweiten Quartals f&auml;llig. War hingegen die Summe der Selbstbehalte h&ouml;her als die Pr&auml;mie &#8211;im Falle des Kl&auml;gers maximal 100&nbsp;EUR&#8211; wurde der Unterschiedsbetrag 30 Tage nach Zugang der Zahlungsaufforderung f&auml;llig (&sect;&nbsp;18a Abs.&nbsp;4 der Satzung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sah die Pr&auml;mienzahlung als Beitragsr&uuml;ckerstattung an und minderte die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) abziehbaren Beitr&auml;ge des Kl&auml;gers zur gesetzlichen Krankenversicherung um die erhaltene Pr&auml;mie in H&ouml;he von 450&nbsp;EUR. Danach k&uuml;rzte das FA den so ermittelten Betrag wegen des Beitragsanteils, der der Finanzierung des Krankengeldes dient, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;4 EStG um weitere 4&nbsp;%, so dass es insgesamt Krankenversicherungsbeitr&auml;ge in H&ouml;he von 5.948&nbsp;EUR als Sonderausgaben anerkannte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage st&uuml;tzten die Kl&auml;ger auf das Senatsurteil vom 1.&nbsp;Juni 2016 X&nbsp;R&nbsp;17\/15 (BFHE 254, 111, BStBl II 2016, 989). Sie waren der Meinung, die vom Kl&auml;ger erhaltene Pr&auml;mie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V d&uuml;rfe ebenso wie der dort streitgegenst&auml;ndliche Bonus f&uuml;r gesundheitsbewusstes Verhalten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;65a SGB&nbsp;V ihre Sonderausgaben nicht mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2018, 104 ver&ouml;ffentlichten Urteil abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger begr&uuml;nden ihre Revision mit der Verletzung materiellen Rechts. Die von der X gezahlte Pr&auml;mie sei nicht das &Auml;quivalent bzw. die Kehrseite der Beitr&auml;ge. Dies ergebe sich im Wesentlichen aus den Versicherungsbedingungen. Es sei vereinbart worden, dass die X unter Beachtung eines etwaigen Selbstbehaltes f&uuml;r bestimmte Leistungen den Kl&auml;gern eine Pr&auml;mie zahle. Diese Pr&auml;mie sei &#8211;anders als vom FG angenommen&#8211; nicht von den Beitr&auml;gen bei der Ermittlung der H&ouml;he der Sonderausgaben abzuziehen. Die Beitr&auml;ge st&uuml;nden in keinem logischen Verh&auml;ltnis zu der davon unabh&auml;ngigen Pr&auml;mie.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil und die Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;April 2017 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2014 vom 16.&nbsp;Dezember 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass die im Jahr 2014 erhaltene Pr&auml;mie in H&ouml;he von 450&nbsp;EUR den Sonderausgabenabzug des Jahres 2014 nicht mindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen und schlie&szlig;t sich vollumf&auml;nglich der Auffassung des FG an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Pr&auml;mie, die der Kl&auml;ger von seiner gesetzlichen Krankenversicherung erhalten hat, die als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeitr&auml;ge mindert (unter 1.). Dem steht das Senatsurteil in BFHE 254, 111, BStBl II 2016, 989 nicht entgegen (unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG sind Beitr&auml;ge zu Krankenversicherungen als Sonderausgaben abziehbar, soweit diese zur Erlangung eines durch das Zw&ouml;lfte Buch Sozialgesetzbuch bestimmten sozialhilfegleichen Versorgungsniveaus erforderlich sind und auf die Leistungen ein Anspruch besteht. F&uuml;r Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung sind dies die nach dem Dritten Titel des Ersten Abschnitts des Achten Kapitels SGB&nbsp;V geleisteten Zahlungen mit Ausnahme etwaiger auf das Krankengeld entfallenden Beitragsanteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Da nach dem Eingangssatz des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG nur &quot;Aufwendungen&quot; als Sonderausgaben abziehbar sind, folgt hieraus sowie aus dem Zweck des &sect;&nbsp;10 EStG, bestimmte die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen mindernde Privatausgaben vom Abzugsverbot des &sect;&nbsp;12 EStG auszunehmen, dass nur solche Ausgaben als Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigt werden d&uuml;rfen, durch die der Steuerpflichtige tats&auml;chlich und endg&uuml;ltig wirtschaftlich belastet ist (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, vgl. z.B. Senatsurteil vom 28.&nbsp;Mai 1998 X&nbsp;R&nbsp;7\/96, BFHE 186, 521, BStBl II 1999, 95, unter 3.a, m.w.N.). Bei den in der Regel j&auml;hrlich wiederkehrenden Sonderausgaben, wie den hier streitgegenst&auml;ndlichen Krankenversicherungsbeitr&auml;gen, steht h&auml;ufig die endg&uuml;ltige Belastung im Zahlungsjahr noch nicht fest, weil dem Steuerpflichtigen nach Ablauf des Veranlagungszeitraums ein Teil der Versicherungsbeitr&auml;ge zur&uuml;ckerstattet werden kann. In diesen F&auml;llen sind nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis die erstatteten Betr&auml;ge mit den im Jahr der Erstattung gezahlten gleichartigen Sonderausgaben zu verrechnen, so dass nur der Saldo zum Abzug als Sonderausgaben verbleibt (Senatsurteil in BFHE 254, 111, BStBl II 2016, 989, Rz&nbsp;18, m.w.N.)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die streitgegenst&auml;ndliche Pr&auml;mie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V i.V.m. &sect;&nbsp;18a der X-Satzung stellt eine solche Beitragsr&uuml;ckerstattung dar. Sie mindert insoweit die Aufwendungen des Kl&auml;gers zur Erlangung des Basisversicherungsschutzes und damit seine f&uuml;r den Abzug als Sonderausgaben notwendige wirtschaftliche Belastung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach Auffassung der Finanzverwaltung (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 24.&nbsp;Mai 2017 IV&nbsp;C&nbsp;3-S&nbsp;2221\/16\/10001:004, BStBl I 2017, 820, Rz&nbsp;88) und &#8211;soweit erkennbar&#8211; auch des Schrifttums (vgl. z.B. St&ouml;cker in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;10 EStG Rz&nbsp;170; C&ouml;ster in Littmann\/Bitz\/ Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;10, Rz&nbsp;275; Wilhelm in Kanzler\/Kraft\/B&auml;uml\/Marx\/Hechtner, Einkommensteuergesetz, Kommentar, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;70) geh&ouml;ren Pr&auml;mienzahlungen nach &sect;&nbsp;53 SGB&nbsp;V zu den Beitragsr&uuml;ckerstattungen, die bei der Ermittlung der als Sonderausgaben zu ber&uuml;cksichtigenden Krankenversicherungsbeitr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG in Abzug zu bringen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der erkennende Senat stimmt dieser Rechtsauffassung f&uuml;r die streitgegenst&auml;ndliche Pr&auml;mienzahlung zu, die auf &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V i.V.m. &sect;&nbsp;18a der X-Satzung beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V in der im Streitjahr geltenden Fassung beruht auf dem Gesetz zur St&auml;rkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung vom 26.&nbsp;M&auml;rz 2007 (BGBl I 2007, 378). Dessen Ziel war die Neustrukturierung und die wettbewerblichere Ausrichtung des Gesundheitssystems auf allen Ebenen durch die Erweiterung der Wahl- und Entscheidungsm&ouml;glichkeiten der Versicherten (BTDrucks 16\/3100, 85). Durch die Einf&uuml;hrung der Wahltarife des &sect;&nbsp;53 SGB&nbsp;V sollten die Versicherten durch mehr Wettbewerb und mehr Transparenz st&auml;rkere Wahlm&ouml;glichkeiten erhalten, so dass &quot;bei Wahrung des sozialen Schutzes gleichzeitig mehr Individualit&auml;t verwirklicht und eine am jeweiligen Bedarf orientierte medizinische Versorgung weiterhin gef&ouml;rdert&quot; werde (so BTDrucks 16\/3100, 86). Krankenkassen haben dadurch die M&ouml;glichkeit erhalten, ihren Versicherten u.a. auch Selbstbehaltungstarife in begrenzter H&ouml;he oder Kostenerstattungstarife anzubieten (vgl. BTDrucks 16\/3100, 87). Die seit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vom 14.&nbsp;November 2003 (BGBl I 2003, 2190) bestehende M&ouml;glichkeit der Krankenkassen, ihren freiwilligen Mitgliedern, die Kostenerstattung in Anspruch nehmen, einen Selbstbehalt anzubieten, ist damit auch den Pflichtversicherten er&ouml;ffnet worden und nicht mehr an die Kostenerstattung gekoppelt. Nach Einsch&auml;tzung des Gesetzgebers h&auml;tten Erfahrungen der Krankenkassen gezeigt, dass auch im Sachleistungssystem Selbstbehaltungstarife realisierbar seien (so BTDrucks 16\/3100, 108).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Verpflichtung des Mitglieds einer Krankenkasse auf Abschluss eines Wahltarifs besteht nicht. Es ist weiterhin die M&ouml;glichkeit gegeben, ausschlie&szlig;lich am herk&ouml;mmlichen Sachleistungsverfahren teilzunehmen. Da die Teilnahme am Wahltarif freiwillig ist, muss sich das Mitglied gegen&uuml;ber der Krankenkasse erkl&auml;ren. Bei der Erkl&auml;rung handelt es sich um eine einseitige, empfangsbed&uuml;rftige Willenserkl&auml;rung, mit welcher das Mitglied ab Zugang nach Ma&szlig;gabe der Satzungsregelung an dem gew&auml;hlten Tarif teilnimmt (Hohnholz in: Hauck\/Noftz, SGB&nbsp;V, 02\/18, &sect;&nbsp;53 SGB&nbsp;V, Rz&nbsp;16; Nolte, in: Kasseler Kommentar, &sect;&nbsp;53 Rz&nbsp;8). Der Selbstbehalt ist vom Mitglied zu tragen, der finanzielle Vorteil, die Pr&auml;mienzahlung, kommt ausschlie&szlig;lich ihm und nicht seinem Arbeitgeber zugute (vgl. Henle in H&auml;nlein\/ Schuler, Sozialgesetzbuch&nbsp;V, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;53 Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Rechtsnatur der Pr&auml;mie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V ist im sozialrechtlichen Schrifttum umstritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Teil wird vertreten, bei den an den Versicherten im Rahmen von Wahltarifen gezahlten Pr&auml;mien handele es sich nicht um die R&uuml;ckzahlung zuvor zu Recht oder zu Unrecht entrichteter Beitr&auml;ge. Vielmehr spiele sich die Pr&auml;mienzahlung an den Versicherten ausschlie&szlig;lich auf der &quot;Leistungsseite&quot; des Versicherungsverh&auml;ltnisses ab. Die Beitragstragungs- und Beitragszahlungspflicht der Versicherten und ihrer Arbeitgeber oder sonstiger Tr&auml;ger bleibe von der Pr&auml;mienzahlung unber&uuml;hrt. Handelte es sich n&auml;mlich bei den von der Krankenkasse gezahlten Pr&auml;mien um die R&uuml;ckerstattung zuvor entrichteter Beitr&auml;ge, st&uuml;nde man vor der Frage, ob nicht auch Dritte an der Zahlung partizipieren m&uuml;ssten, wie dies bei der Erstattung zu Unrecht entrichteter Beitr&auml;ge der Fall sei (so Dreher in: Schlegel\/Voelzke, jurisPK-SGB&nbsp;V, 3.&nbsp;Aufl. 2016, &sect;&nbsp;53 SGB&nbsp;V, Rz&nbsp;16; im Ergebnis ebenso Nolte, s. Kasseler Kommentar Sozialversicherungsrecht, SGB&nbsp;V &sect;&nbsp;53 Rz&nbsp;13, der in der Pr&auml;mienzahlung keine Beitragserm&auml;&szlig;igung oder -r&uuml;ckzahlung, sondern eine &quot;besondere Leistung&quot; sieht; &auml;hnlich auch Henle in H&auml;nlein\/Schuler, a.a.O., &sect;&nbsp;53 Rz&nbsp;11). Auch wird in der Pr&auml;mie an den Versicherten ein sozialpolitisches Instrument gesehen, das letztlich durch Anreize zu bestimmtem Verhalten der Sicherung der Finanzierbarkeit der gesetzlichen Krankenversicherung und als Wettbewerbsinstrument der Krankenkasse diene und nicht um eine auf soziale Rechte ausgerichtete Leistung. Die Pr&auml;mienanspr&uuml;che des Berechtigten gegen die Krankenkasse aus &sect;&nbsp;53 SGB&nbsp;V seien keine Sozialleistungen i.S. der &sect;&sect;&nbsp;2, 4 und 11 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch, sondern verm&ouml;gensrechtliche Anspr&uuml;che des Tarifteilnehmers gegen&uuml;ber seiner Krankenkasse (so Preisner, Wahltarife im Recht der gesetzlichen Krankenversicherung, Dissertation, 2011, 218). Nach wiederum anderer Ansicht handelt es sich bei der Pr&auml;mienzahlung durch die Krankenkasse um eine Art Beitragsr&uuml;ckerstattung (so Schlegel, juris Praxisreport Sozialrecht 4\/2007, Anm.&nbsp;4 unter 4.1) oder um eine Pr&auml;mie, die als Beitragsreduzierung zu werten sei (so Wagner in Krauskopf, Soziale Krankenversicherung Pflegeversicherung, SGB&nbsp;V &sect;&nbsp;53 Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Der erkennende Senat kann die Frage nach der sozialrechtlichen Einordnung der Pr&auml;mie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V unbeantwortet lassen. Aus Sicht des Steuerrechts stellt sich die Pr&auml;mienzahlung nach &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V als Beitragsr&uuml;ckerstattung dar, die den vom Mitglied zu tragenden Krankenkassenbeitrag mindert und seine wirtschaftliche Belastung reduziert. Es handelt sich demzufolge nicht um eine Versicherungsleistung der Krankenkasse, die nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG steuerfrei w&auml;re und nicht die als Sonderausgaben abziehbaren Beitr&auml;ge minderte (vgl. dazu Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;10 EStG Rz&nbsp;83).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG sind nur Beitr&auml;ge &quot;zu&quot; einer Krankenversicherung abziehbar, woraus folgt, dass nur solche Ausgaben zu den Beitr&auml;gen zu Krankenversicherungen geh&ouml;ren k&ouml;nnen, die zumindest im Zusammenhang mit der Erlangung des Versicherungsschutzes stehen und damit &#8211;als Vorsorgeaufwendungen&#8211; letztlich der Vorsorge dienen (st&auml;ndige Senatsrechtsprechung, s. z.B. Urteil vom 18.&nbsp;Juli 2012 X&nbsp;R&nbsp;41\/11, BFHE 238, 103, BStBl II 2012, 821, Rz&nbsp;11). Entscheidend f&uuml;r die Beurteilung der Pr&auml;mienzahlung des Wahltarifs als Beitragsr&uuml;ckerstattung ist damit, dass auch diese im Zusammenhang mit der Erlangung des Versicherungsschutzes stehen. Dies ist zu bejahen, da sich durch die Pr&auml;mie die Gegenleistung &auml;ndert, die von dem Mitglied zu erbringen ist, um den vereinbarten Krankenversicherungsschutz zu erhalten. Der Wahltarif modifiziert insoweit das Versicherungsverh&auml;ltnis des Mitglieds der Krankenkasse, hier des Kl&auml;gers. Dass hiervon nur das Mitglied und nicht auch sein Arbeitgeber betroffen ist, &auml;ndert daran nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Wahltarif gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V fehlt es auch an einem Zusammenhang mit den Leistungen, die die Krankenkasse gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;11&nbsp;ff. SGB&nbsp;V zu erbringen hat. Dies zeigt der Streitfall deutlich: Der Kl&auml;ger hat einen &#8211;in dem Sachleistungssystem der X rechnerischen&#8211; Selbstbehalt in H&ouml;he von maximal 550&nbsp;EUR zu tragen, ihm steht daf&uuml;r aber in jedem Fall eine Pr&auml;mie in H&ouml;he von 450&nbsp;EUR zu, so dass er im Ergebnis in dem f&uuml;r ihn ung&uuml;nstigsten Fall der X weitere 100&nbsp;EUR zahlen muss. Auswirkungen auf die von der X den Leistungserbringern (&Auml;rzte, Krankenhaus u.&Auml;.) ggf. zu gew&auml;hrenden Leistungen bestehen dagegen nicht. Es wird insoweit recht plastisch von einer Wette um niedrigere Gesundheitskosten gesprochen, die der Versicherte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V mit seiner Krankenkasse abschlie&szlig;t (s. Schlegel, in Schlegel\/Voelzke, juris Praxiskommentar SGB&nbsp;V, 2008, &sect;&nbsp;53 Rz&nbsp;49).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Das FG hat zudem zutreffend auf die Vergleichbarkeit der streitgegenst&auml;ndlichen Pr&auml;mie mit den klassischen Beitragsr&uuml;ckerstattungen der privaten Krankenversicherung hingewiesen, die nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung die abzugsf&auml;higen Sonderausgaben mindern (vgl. z.B. Senatsurteil vom 6.&nbsp;Juli 2016 X&nbsp;R&nbsp;6\/14, BFHE 254, 341, BStBl II 2016, 933, Rz&nbsp;8&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In beiden F&auml;llen erh&auml;lt der Versicherte bzw. das Mitglied eine Zahlung von seiner Krankenversicherung bzw. Krankenkasse, weil diese von ihm nicht oder in einem geringeren Umfang in Anspruch genommen wurde als sie es worden w&auml;re, wenn es keine vereinbarte Beitragserstattung oder Pr&auml;mienzahlung gegeben h&auml;tte. Dadurch werden im Ergebnis die Beitragszahlung des jeweiligen Versicherten bzw. Mitglieds und damit dessen wirtschaftliche Belastung reduziert. Im Falle der Beitragserstattungen erkauft der Versicherte dies mit selbst getragenen Krankheitskosten; im streitgegenst&auml;ndlichen Wahltarif ist der Preis des Kl&auml;gers das Risiko, an die X weitere Zahlungen in H&ouml;he von maximal 100&nbsp;EUR erbringen zu m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Demgegen&uuml;ber spielt es keine Rolle, dass der Wahltarif gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V im Dritten Kapitel des SGB&nbsp;V &quot;Leistungen der Krankenversicherung&quot; geregelt ist. In diesem Kapitel sind nicht nur Vorschriften bez&uuml;glich der Leistungen der Krankenversicherung enthalten, sondern auch Normen mit anderen Regelungsinhalten, wie z.B. Zuzahlungen gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;61&nbsp;f. SGB&nbsp;V, die zu den Pflichten des Versicherten geh&ouml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(d) Dass die dem Kl&auml;ger von der X gew&auml;hrte Zahlung im SGB&nbsp;V nicht als Beitragsr&uuml;ckerstattung, sondern als Pr&auml;mie bezeichnet wird, ist ebenfalls unsch&auml;dlich. Der Senat hat bereits in &Uuml;bereinstimmung mit der Finanzverwaltung (vgl. BMF-Schreiben in BStBl I 2017, 820, Rz&nbsp;87) darauf hingewiesen, dass eine Beitragserstattung auch unabh&auml;ngig von ihrer konkreten Bezeichnung &#8211;z.B. als Bonus oder Pauschalleistung&#8211;, soweit sie auf die Basisabsicherung entf&auml;llt, die nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG abziehbaren Krankenversicherungsbeitr&auml;ge in dem Jahr mindert, in dem sie zuflie&szlig;t (Urteil in BFHE 254, 111, BStBl II 2016, 989, Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Qualifizierung der Pr&auml;mienzahlung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V als Beitragserstattung i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG steht das Senatsurteil in BFHE 254, 111, BStBl II 2016, 989 nicht entgegen. In dem dortigen Fall hat der Senat entschieden, es liege eine Leistung einer gesetzlichen Krankenkasse vor, die nicht mit den als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeitr&auml;gen des Steuerpflichtigen zu verrechnen sei, wenn sie dem Steuerpflichtigen im Rahmen eines Bonusprogramms gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;65a SGB&nbsp;V von ihm getragene Kosten f&uuml;r Gesundheitsma&szlig;nahmen erstatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als entscheidende Voraussetzung f&uuml;r die Beurteilung der in jenem Verfahren streitgegenst&auml;ndlichen Bonusvariante gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;65a SGB&nbsp;V sah der Senat vor allem die Tatsache an, dass der Versicherte konkrete Aufwendungen f&uuml;r Gesundheitsma&szlig;nahmen t&auml;tigen musste, und ihm demzufolge von der gesetzlichen Krankenkasse lediglich ein Teil dieser &#8211;zus&auml;tzlichen&#8211; Kosten erstattet wurde. Daraus folgte, dass diese Bonuszahlung nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Beitr&auml;gen zur Erlangung des Basiskrankenversicherungsschutzes stand, sondern eine Erstattung der von der dortigen Kl&auml;gerin getragenen gesundheitsbezogenen Aufwendungen und damit eine Leistung der Krankenkasse darstellte (Urteil in BFHE 254, 111, BStBl II 2016, 989, Rz&nbsp;24). Die Pr&auml;mienzahlung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53a SGB&nbsp;V i.V.m. &sect;&nbsp;18a der X-Satzung hatte demgegen&uuml;ber ihren Grund nicht in der Erstattung zus&auml;tzlicher gesundheitsbezogener Aufwendungen, sondern beruhte auf der &Uuml;bernahme des Risikos, der Krankenkasse ggf. weitere, jedoch der H&ouml;he nach begrenzte Beitragszahlungen leisten zu m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Unterschied zwischen dem Bonus gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;65a SGB&nbsp;V und der Pr&auml;mie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V zeigt sich zudem in ihren unterschiedlichen Zwecken: Durch die Einf&uuml;hrung der Wahltarife des &sect;&nbsp;53 SGB&nbsp;V sollten die Versicherten durch mehr Wettbewerb und mehr Transparenz st&auml;rkere Wahlm&ouml;glichkeiten erhalten (so BTDrucks 16\/3100, 86). Den Bonus gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;65a SGB&nbsp;V k&ouml;nnen (seit dem Gesetz zur St&auml;rkung der Gesundheitsf&ouml;rderung und der Pr&auml;vention vom 17.&nbsp;Juli 2015, BGBl I 2015, 1368 &quot;sollen&quot;) Versicherte demgegen&uuml;ber f&uuml;r ihr gesundheitsbewusstes Verhalten erhalten, das sich darin zeigt, dass sie an bestimmten Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitsma&szlig;nahmen teilnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeitr&auml;ge sind im Streitfall zutreffend ermittelt worden. Das FA und &#8211;ihm folgend&#8211; das FG haben zu Recht den pauschalen Abschlag in H&ouml;he von 4&nbsp;% gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;4 EStG auf der Grundlage der bereits durch die Erstattungen geminderten Beitr&auml;ge vorgenommen (so auch BMF-Schreiben in BStBl I 2017, 820, Rz&nbsp;101). Entscheidend ist n&auml;mlich, dass der Kl&auml;ger nur Aufwendungen in dieser H&ouml;he hatte, um eine Basisabsicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;2 EStG zu erlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung ergibt sich aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2018, X R 41\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.060618.XR41.17.0 Pr&auml;mienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen aufgrund von &sect; 53 Abs. 1 SGB V mindern Sonderausgabenabzug Leits&auml;tze Pr&auml;mienzahlungen, die eine gesetzliche Krankenkasse ihren Mitgliedern gem&auml;&szlig; &sect; 53 Abs. 1 SGB V gew&auml;hrt, stellen Beitragsr&uuml;ckerstattungen dar, die die wirtschaftliche Belastung der Mitglieder und damit auch ihre Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-41-17-praemienzahlungen-der-gesetzlichen-krankenkassen-aufgrund-von-par-53-abs-1-sgb-v-mindern-sonderausgabenabzug\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;41\/17 &#8211; Pr&auml;mienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen aufgrund von &sect; 53 Abs. 1 SGB V mindern Sonderausgabenabzug<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69925","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69925"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69925\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}