{"id":69941,"date":"2018-10-26T15:30:23","date_gmt":"2018-10-26T13:30:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69941"},"modified":"2018-10-26T15:30:23","modified_gmt":"2018-10-26T13:30:23","slug":"vi-r-16-17-verwendungsbezogene-zuschuesse-des-arbeitgebers-fuer-eine-private-zusatzkrankenversicherung-seiner-arbeitnehmer-als-barlohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-16-17-verwendungsbezogene-zuschuesse-des-arbeitgebers-fuer-eine-private-zusatzkrankenversicherung-seiner-arbeitnehmer-als-barlohn\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;16\/17 &#8211; Verwendungsbezogene Zusch&uuml;sse des Arbeitgebers f&uuml;r eine private Zusatzkrankenversicherung seiner Arbeitnehmer als Barlohn"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.7.2018, VI R 16\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.040718.VIR16.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verwendungsbezogene Zusch&uuml;sse des Arbeitgebers f&uuml;r eine private Zusatzkrankenversicherung seiner Arbeitnehmer als Barlohn<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein vom Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer gezahlter Zuschuss f&uuml;r dessen private Zusatzkrankenversicherung wird angesichts des durch die F&ouml;rderung des zus&auml;tzlichen Versicherungsschutzes f&uuml;r den Arbeitnehmer sich ergebenden eigenen Vorteils nicht im ganz &uuml;berwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers erbracht.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Zahlt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Zuschuss unter der Bedingung, dass dieser mit einem vom Arbeitgeber benannten Unternehmen einen Vertrag schlie&szlig;t, wendet er Geld und nicht eine Sache zu. Ein Sachbezug liegt in einem solchen Fall nur vor, wenn damit ein arbeitsrechtliches Versprechen erf&uuml;llt wird, das auf Gew&auml;hrung von Sachlohn gerichtet ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 16. M&auml;rz 2017&nbsp;&nbsp;1 K 215\/16 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH. Durch einen &quot;Mitarbeiteraushang&quot; vom &#8230; informierte sie ihre Arbeitnehmer dar&uuml;ber, ihnen zuk&uuml;nftig eine Zusatzkrankenversicherung &uuml;ber eine private Krankenversicherungsgesellschaft anbieten zu k&ouml;nnen. Hierzu werde in ihrem Haus ein Termin mit einem Berater der Versicherungsgesellschaft stattfinden. Au&szlig;erdem wies sie ihre Mitarbeiter in dem Aushang darauf hin, dass ihnen kein Geldwertanspruch gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin entstehe, falls sie sich gegen die Inanspruchnahme dieser Leistung entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einige Mitarbeiter nahmen das Angebot der Kl&auml;gerin an und schlossen in eigenem Namen mit der Versicherungsgesellschaft private Zusatzkrankenversicherungsvertr&auml;ge ab. Die Versicherungsbeitr&auml;ge wurden von den Mitarbeitern direkt an die Versicherungsgesellschaft &uuml;berwiesen. Hierf&uuml;r erhielten sie monatlich einen Zuschuss von der Kl&auml;gerin auf ihr Gehaltskonto ausgezahlt. Die ausgezahlten Zusch&uuml;sse betrugen zwischen &#8230;&nbsp;EUR und &#8230;&nbsp;EUR monatlich und blieben &#8211;mit einer Ausnahme, bei der der von dem Mitarbeiter monatlich zu zahlende Versicherungsbeitrag um jeweils &#8230;&nbsp;EUR &uuml;berschritten wurde&#8211; hinter den von den Mitarbeitern zu zahlenden Versicherungsbeitr&auml;gen zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ber&uuml;cksichtigte die Zahlungen in ihren Lohnsteuer-Anmeldungen f&uuml;r die Monate Januar 2014 bis Juli 2015 (Streitzeitraum) nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Kl&auml;gerin den Sachverhalt gegen&uuml;ber dem Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) angezeigt hatte, setzte dieser mit nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung ge&auml;nderten Bescheiden vom 3.&nbsp;September 2015 die Lohnsteuer sowie die sonstigen Lohnabzugsbetr&auml;ge f&uuml;r die Monate Januar 2014 bis einschlie&szlig;lich Juli 2015 abweichend fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen eingelegte Einspruch der Kl&auml;gerin hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) gab der im Anschluss erhobenen Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgericht (EFG) 2017, 1254 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit seiner Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die von der Kl&auml;gerin an ihre Arbeitnehmer geleisteten Beitr&auml;ge f&uuml;r deren private Krankenzusatzversicherungen einen Sachbezug darstellen und als solcher der Freigrenze des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz 11 des Einkommensteuergesetzes (EStG) unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG &#8211;neben Geh&auml;ltern und L&ouml;hnen&#8211; auch andere Bez&uuml;ge und Vorteile, die &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen oder privaten Dienst gew&auml;hrt werden, unabh&auml;ngig davon, ob ein Rechtsanspruch auf sie besteht und ob es sich um laufende oder um einmalige Bez&uuml;ge handelt (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG). Diese Bez&uuml;ge oder Vorteile gelten dann als f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt, wenn sie durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis veranlasst sind, ohne dass ihnen eine Gegenleistung f&uuml;r eine konkrete (einzelne) Dienstleistung des Arbeitnehmers zugrunde liegen muss. Eine Veranlassung durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis ist vielmehr zu bejahen, wenn die Einnahmen dem Empf&auml;nger mit R&uuml;cksicht auf das Dienstverh&auml;ltnis zuflie&szlig;en und sich als Ertrag der nichtselbst&auml;ndigen Arbeit darstellen, wenn sich die Leistung des Arbeitgebers also im weitesten Sinne als Gegenleistung f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 7.&nbsp;Mai 2014 VI&nbsp;R&nbsp;73\/12, BFHE 245, 230, BStBl II 2014, 904, Rz&nbsp;15; vom 19.&nbsp;November 2015 VI&nbsp;R&nbsp;74\/14, BFHE 252, 129, BStBl II 2016, 303, Rz&nbsp;10, und vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2016 VI&nbsp;R&nbsp;58\/14, BFHE 253, 243, BStBl II 2016, 621, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorteile, die sich bei objektiver W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde nicht als Entlohnung, sondern lediglich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzungen erweisen, sind dagegen nicht als Arbeitslohn anzusehen. Vorteile besitzen danach keinen Arbeitslohncharakter, wenn sie im ganz &uuml;berwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers gew&auml;hrt werden. Das ist der Fall, wenn sich aus den Begleitumst&auml;nden wie Anlass, Art und H&ouml;he des Vorteils, Auswahl der Beg&uuml;nstigten, freie oder nur gebundene Verf&uuml;gbarkeit, Freiwilligkeit oder Zwang zur Annahme des Vorteils und seiner besonderen Geeignetheit f&uuml;r den jeweils verfolgten betrieblichen Zweck ergibt, dass diese Zielsetzung ganz im Vordergrund steht und ein damit einhergehendes eigenes Interesse des Arbeitnehmers, den betreffenden Vorteil zu erlangen, vernachl&auml;ssigt werden kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 14.&nbsp;November 2013 VI&nbsp;R&nbsp;36\/12, BFHE 243, 520, BStBl II 2014, 278, Rz&nbsp;10, und in BFHE 253, 243, BStBl II 2016, 621, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Heranziehung dieser Grunds&auml;tze ist das FG zu Recht davon ausgegangen, dass die von der Kl&auml;gerin an ihre Arbeitnehmer gezahlten Zusch&uuml;sse f&uuml;r deren private Krankenzusatzversicherungen bei diesen zu Arbeitslohn i.S. des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG f&uuml;hren. Insbesondere hat es stillschweigend zutreffend angenommen, dass angesichts der Vorteile, die sich f&uuml;r die Arbeitnehmer durch die F&ouml;rderung des zus&auml;tzlichen Versicherungsschutzes ergeben, ein ganz &uuml;berwiegend eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers nicht bejaht werden kann (hierzu auch Senatsurteil vom 16.&nbsp;April 1999 VI&nbsp;R&nbsp;66\/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408, und Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;Juli 2007 VI&nbsp;B&nbsp;125\/06, BFH\/NV 2007, 2099).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat jedoch unzutreffend entschieden, dass es sich bei den von der Kl&auml;gerin an ihre Arbeitnehmer gezahlten Zusch&uuml;ssen um Sachlohn handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zum steuerbaren Arbeitslohn geh&ouml;ren auch Sachbez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 EStG. Die Frage, ob Bar- oder Sachlohn vorliegt, ist u.a. im Hinblick auf die Freigrenze des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;11 EStG erheblich. Denn nach dieser Vorschrift bleiben Sachbez&uuml;ge au&szlig;er Ansatz, wenn die sich nach Anrechnung der vom Steuerpflichtigen gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile insgesamt 44&nbsp;EUR im Kalendermonat nicht &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Senatsrechtsprechung ist f&uuml;r die Abgrenzung von Bar- und Sachlohn der Rechtsgrund des Zuflusses entscheidend (grundlegend Senatsurteile vom 11.&nbsp;November 2010 VI&nbsp;R&nbsp;21\/09, BFHE 232, 50, BStBl II 2011, 383; VI&nbsp;R&nbsp;27\/09, BFHE 232, 56, BStBl II 2011, 386, und VI&nbsp;R&nbsp;41\/10, BFHE 232, 62, BStBl II 2011, 389). Auf Grundlage der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen ist zu ermitteln, welche Leistung der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber beanspruchen kann. Ein Sachbezug unterscheidet sich von Barlohn durch die Art des arbeitgeberseitig zugesagten und daher arbeitnehmerseitig zu beanspruchenden Vorteils selbst und nicht durch die Art und Weise der Erf&uuml;llung dieses Anspruchs. Kann der Arbeitnehmer lediglich die Sache selbst beanspruchen, liegen daher Sachbez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG vor, die unter den weiteren Voraussetzungen des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;11 EStG au&szlig;er Ansatz bleiben. Unerheblich ist dann, ob der Arbeitnehmer die Sache unmittelbar vom Arbeitgeber erh&auml;lt oder ob der Arbeitnehmer die Sache von einem Dritten auf Kosten des Arbeitgebers bezieht. Es kommt daher nicht darauf an, ob der Arbeitnehmer selbst Vertragspartner des Dritten geworden ist oder der Arbeitgeber die Sachleistung beim Dritten bezieht (Senatsurteil in BFHE 232, 56, BStBl II 2011, 386, Rz&nbsp;17). Hat der Arbeitnehmer dagegen auch einen Anspruch darauf, dass sein Arbeitgeber ihm anstelle der Sache den Barlohn in H&ouml;he des Werts der Sachbez&uuml;ge ausbezahlt, liegen auch dann keine Sachbez&uuml;ge, sondern Barlohn vor, wenn der Arbeitgeber die Sache zuwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Feststellungen des FG tragen nicht dessen Entscheidung, dass es sich bei den streitigen Zusch&uuml;ssen um Sachlohn handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zahlt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Zuschuss unter der Bedingung, dass dieser mit einem vom Arbeitgeber benannten Unternehmen einen Vertrag schlie&szlig;t, wendet er Geld und nicht eine Sache zu. Ein Sachbezug liegt in einem solchen Fall nur vor, wenn damit ein arbeitsrechtliches Versprechen erf&uuml;llt wird, das auf Gew&auml;hrung von Sachlohn gerichtet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ob die Arbeitnehmer gegen die Kl&auml;gerin einen arbeitsrechtlichen Anspruch auf eine Sachleistung oder eine Geldleistung hatten, ist durch Auslegung der zwischen den Arbeitsvertragsparteien geschlossenen Vereinbarungen gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zu bestimmen. Es ist der wirkliche Wille des Erkl&auml;renden zu erforschen und nicht an dem buchst&auml;blichen Sinn des Ausdrucks zu haften. Empfangsbed&uuml;rftige Willenserkl&auml;rungen sind so auszulegen, wie sie der Erkl&auml;rungsempf&auml;nger nach Treu und Glauben mit R&uuml;cksicht auf die Verkehrssitte unter Ber&uuml;cksichtigung aller ihm bekannten Umst&auml;nde verstehen musste (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3.&nbsp;Dezember 2015 IV&nbsp;R&nbsp;43\/13, BFH\/NV 2016, 742, Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar geh&ouml;rt die Auslegung von Vertr&auml;gen und Willenserkl&auml;rungen zum Bereich der tats&auml;chlichen Feststellungen und bindet den BFH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO, wenn sie den Grunds&auml;tzen der &sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB entspricht und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t, d.h. jedenfalls m&ouml;glich ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, s. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;August 2016 XI&nbsp;R&nbsp;41\/14, BFHE 255, 300, Rz&nbsp;38, m.w.N.). Das Revisionsgericht pr&uuml;ft jedoch, ob das FG die gesetzlichen Auslegungsregeln sowie die Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze beachtet und die f&uuml;r die Vertragsauslegung bedeutsamen Begleitumst&auml;nde erforscht und rechtlich zutreffend gew&uuml;rdigt hat. Die rechtliche Einordnung des von den Vertragspartnern Gewollten am Ma&szlig;stab der jeweils einschl&auml;gigen Normen ist f&uuml;r das Revisionsgericht nicht nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend, sondern in vollem Umfang nachpr&uuml;fbare Rechtsanwendung (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Mai 2017 II&nbsp;R&nbsp;35\/15, BFHE 258, 95, BStBl II 2017, 966, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben kann die Entscheidung des FG, die Kl&auml;gerin habe ihren Arbeitnehmern Sachlohn zugewandt, keinen Bestand haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das FG hat seine Annahme, die Kl&auml;gerin habe ihren Arbeitnehmern Sachlohn zugewandt, allein darauf gest&uuml;tzt, dass sie die Gew&auml;hrung der Zusch&uuml;sse an die Bedingung gekn&uuml;pft habe, eine bestimmte Zusatzkrankenversicherung abzuschlie&szlig;en. Es hat aber nicht aufgezeigt, aus welchen Tatsachen es den Schluss gezogen hat, die Kl&auml;gerin habe &#8211;entgegen der tats&auml;chlichen Abwicklung&#8211; gleichwohl ihren Arbeitnehmern Versicherungsschutz und nicht nur eine Geldzahlung unter einer Auflage versprochen. Die Vertragsauslegung des FG erweist sich daher als rechtsfehlerhaft und bindet den Senat folglich nicht. Da das FG die zur Vertragsauslegung erforderlichen tats&auml;chlichen Feststellungen getroffen hat (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), kann der Senat die Vereinbarungen selbst auslegen (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Oktober 2015 X&nbsp;R&nbsp;12\/13, BFH\/NV 2016, 898, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Kl&auml;gerin hat ihren Arbeitnehmern Geld und keine Sache versprochen. Nach den Feststellungen des FG wurde &uuml;ber die Zusch&uuml;sse der Kl&auml;gerin zu den von ihren Arbeitnehmern abgeschlossenen Krankenversicherungsvertr&auml;gen kein Vertrag in Schrift- oder Textform abgeschlossen. Tats&auml;chlich zahlte die Kl&auml;gerin ihren Arbeitnehmern Zusch&uuml;sse &#8211;also Geld&#8211; zu deren im eigenen Namen abgeschlossenen Versicherungen. Umst&auml;nde, aus denen sich ergeben k&ouml;nnte, sie habe ihren Arbeitnehmern gleichwohl Krankenversicherungsschutz versprochen, sind nicht ersichtlich. Insbesondere l&auml;sst der Inhalt des Mitarbeiteraushangs nicht den Schluss zu, die Kl&auml;gerin habe ihren Arbeitnehmern ein Angebot zur Verschaffung von Krankenversicherungsschutz unterbreitet. Das dort angesprochene Anbieten der Krankenzusatzversicherung beschr&auml;nkte sich letztlich darauf, dass die Kl&auml;gerin ihren Mitarbeitern durch die Vermittlung eines Termins mit einem Berater der Versicherung die M&ouml;glichkeit zum Abschluss einer solchen Versicherung verschaffte und anschlie&szlig;end im Fall des Abschlusses eines entsprechenden Vertrags einen Zuschuss zu den von den Arbeitnehmern geschuldeten Versicherungspr&auml;mien leistete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als in der am 7.&nbsp;Juni 2018 entschiedenen Sache VI&nbsp;R&nbsp;13\/16 (zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt) gew&auml;hrte die Kl&auml;gerin ihren Mitarbeitern keinen betrieblichen Krankenversicherungsschutz. Die einzelnen Arbeitnehmer der Kl&auml;gerin hatten vielmehr lediglich einen Anspruch auf Gew&auml;hrung eines Geldzuschusses unter der Bedingung, dass sie eine private Krankenzusatzversicherung bei der von der Kl&auml;gerin vermittelten Versicherung abschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn sich die Kl&auml;gerin in dem Rahmenvertrag mit der Versicherungsgesellschaft &#8211;wie von ihr im Schriftsatz vom &#8230; vorgetragen&#8211; verpflichtet haben sollte, alle aufnahmef&auml;higen (auch k&uuml;nftige) Mitarbeiter auf die Versicherungsm&ouml;glichkeit hinzuweisen, ergibt sich hieraus keine Verpflichtung der Kl&auml;gerin, ihren Arbeitnehmern Versicherungsschutz, also eine Sachleistung, zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin ist das Senatsurteil in BFHE 232, 56, BStBl II 2011, 386 nicht so zu verstehen, dass ein unter einer Bedingung gezahlter Zuschuss stets zu Sachlohn f&uuml;hrt. Auch in dieser Entscheidung hat der erkennende Senat vielmehr betont, dass auf Grundlage der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen zu ermitteln ist, welche Leistung der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber beanspruchen kann, mit anderen Worten der Rechtsgrund der Zuwendung ma&szlig;gebend ist. Wenn das arbeitsvertragliche Versprechen auf die Gew&auml;hrung eines Sachbezugs gerichtet ist, kommt es hiermit auf die Art und Weise der Durchf&uuml;hrung nicht (mehr) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt insbesondere, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nicht unmittelbar eine Sache zuwendet, sondern ihm Geld &uuml;berl&auml;sst. Denn eine Sachzuwendung liegt &#8211;wie bereits dargelegt&#8211; nur vor, wenn der Arbeitgeber nach der arbeitsvertraglichen Vereinbarung eine Sachleistung schuldet und den Geldbetrag lediglich an erf&uuml;llungsstatt leistet. Schuldet der Arbeitgeber &#8211;wie im Streitfall&#8211; von vornherein nur einen Geldbetrag, vermag auch eine mit der Zahlung verkn&uuml;pfte Bedingung die Geldleistung nicht in eine Sachleistung umzuqualifizieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Kl&auml;gerin ihren Arbeitnehmern &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; arbeitsvertraglich keinen Versicherungsschutz zugesagt hat, sondern lediglich einen Zuschuss in Geld zu einer von den Arbeitnehmern abgeschlossenen Versicherung, steht im Streitfall gerade nicht lediglich die Art und Weise der Erf&uuml;llung des arbeitsvertraglich zugesagten Anspruchs in Frage (s. hierzu Senatsurteile in BFHE 232, 56, BStBl II 2011, 386, Rz&nbsp;19&nbsp;ff., und in BFHE 232, 62, BStBl II 2011, 389, Rz&nbsp;18&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus diesem Grund ist auch nicht &#8211;wie das FG dies getan hat&#8211; aus dem Senatsurteil in BFHE 232, 62, BStBl II 2011, 389 zu folgern, dass die Kl&auml;gerin ihren Arbeitnehmern Sachlohn zugewandt hat. Denn anders als bei &Uuml;berlassung eines Benzingutscheins &uuml;ber eine bestimmte Literzahl bzw. einem arbeitsrechtlichen Versprechen, eine festgelegte Menge Kraftstoff auf Kosten des Arbeitgebers tanken zu d&uuml;rfen, hatten die Arbeitnehmer gegen die Kl&auml;gerin von vornherein nur einen Geldanspruch, wenn auch unter der Bedingung, dass sie eine private Krankenzusatzversicherung bei der benannten Krankenversicherung abschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die von der Kl&auml;gerin geforderte Gleichbehandlung der vorliegend von ihr versprochenen Geldleistungen mit Sachbezugsversprechen unter Hingabe von Geschenkgutscheinen kommt nicht in Betracht. Bei einem Geschenkgutschein, wie er der Entscheidung in BFHE 232, 50, BStBl II 2011, 383 zugrunde liegt, handelt es sich um ein so genanntes kleines Inhaberpapier i.S. des &sect;&nbsp;807 BGB (hierzu Urteil des Bundesgerichtshofs vom 15.&nbsp;Dezember 1953 I&nbsp;ZR&nbsp;167\/53, BGHZ 11, 274, 278, und BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Dezember 1959 III&nbsp;317\/59&nbsp;S, BFHE 70, 212, BStBl III 1960, 80). D.h., der Aussteller des Geschenkgutscheins muss demjenigen, der diesen vorlegt, die versprochene Leistung erf&uuml;llen. Mit der Zuwendung eines Geschenkgutscheins wendet der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer mithin das Recht zu, bis zur H&ouml;he des jeweiligen Gutscheinwerts Waren oder Dienstleistungen, also Sachbez&uuml;ge, von dem Aussteller zu beziehen. Hiermit ist der von der Kl&auml;gerin gezahlte Zuschuss nicht vergleichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleiches gilt f&uuml;r Geldsurrogate, wie z.B. die von der Kl&auml;gerin angesprochenen Geldkarten. Diese enthalten keine Leistungsverpflichtung und fallen daher schon nicht unter &sect;&nbsp;807 BGB (Jauernig\/Stadler, BGB, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;807 BGB, Rz&nbsp;2; Pfeiffer, Neue Juristische Wochenschrift 1997, 1036).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.7.2018, VI R 16\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.040718.VIR16.17.0 Verwendungsbezogene Zusch&uuml;sse des Arbeitgebers f&uuml;r eine private Zusatzkrankenversicherung seiner Arbeitnehmer als Barlohn Leits&auml;tze 1. Ein vom Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer gezahlter Zuschuss f&uuml;r dessen private Zusatzkrankenversicherung wird angesichts des durch die F&ouml;rderung des zus&auml;tzlichen Versicherungsschutzes f&uuml;r den Arbeitnehmer sich ergebenden eigenen Vorteils nicht im ganz &uuml;berwiegend eigenbetrieblichen Interesse &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-16-17-verwendungsbezogene-zuschuesse-des-arbeitgebers-fuer-eine-private-zusatzkrankenversicherung-seiner-arbeitnehmer-als-barlohn\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;16\/17 &#8211; Verwendungsbezogene Zusch&uuml;sse des Arbeitgebers f&uuml;r eine private Zusatzkrankenversicherung seiner Arbeitnehmer als Barlohn<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69941","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69941"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69941\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}