{"id":69944,"date":"2018-10-26T15:30:20","date_gmt":"2018-10-26T13:30:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69944"},"modified":"2018-10-26T15:30:20","modified_gmt":"2018-10-26T13:30:20","slug":"viii-r-28-15-entschaedigungen-fuer-die-ehrenamtliche-taetigkeit-als-versichertenberater-und-mitglied-eines-widerspruchsausschusses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-28-15-entschaedigungen-fuer-die-ehrenamtliche-taetigkeit-als-versichertenberater-und-mitglied-eines-widerspruchsausschusses\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;28\/15 &#8211; Entsch&auml;digungen f&uuml;r die ehrenamtliche T&auml;tigkeit als Versichertenberater und Mitglied eines Widerspruchsausschusses"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.7.2018, VIII R 28\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.030718.VIIIR28.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Entsch&auml;digungen f&uuml;r die ehrenamtliche T&auml;tigkeit als Versichertenberater und Mitglied eines Widerspruchsausschusses<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Erh&auml;lt der Steuerpflichtige im Rahmen seiner ehrenamtlichen T&auml;tigkeit als Versichertenberater und Mitglied eines Widerspruchsausschusses Entsch&auml;digungen f&uuml;r Zeitaufwand gem&auml;&szlig; &sect; 41 Abs. 3 Satz 2 SGB IV, liegen weder die Voraussetzungen des &sect; 3 Nr. 26 EStG noch die Voraussetzungen des &sect; 3 Nr. 12 EStG vor.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Freibetrag gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 26a EStG ist ein Jahresbetrag, der nur einmalig f&uuml;r s&auml;mtliche Eink&uuml;nfte i.S. dieser Vorschrift zu gew&auml;hren ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 1. Juli 2015&nbsp;&nbsp;7 K 7230\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber die steuerliche Behandlung von Entsch&auml;digungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;41 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;IV).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist bei der X-Rentenversicherung ehrenamtlich als Versichertenberaterin und Mitglied eines Widerspruchsausschusses t&auml;tig. Hierf&uuml;r erhielt sie im Streitjahr (2012) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;41 SGB&nbsp;IV Entsch&auml;digungen in H&ouml;he von 7.788&nbsp;EUR, wovon 7.044&nbsp;EUR auf die T&auml;tigkeit als Versichertenberaterin und 744&nbsp;EUR auf die T&auml;tigkeit als Mitglied eines Widerspruchsausschusses entfielen. Zus&auml;tzlich erzielte die Kl&auml;gerin Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit als Ruhestandsbeamtin der Y-Rentenversicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem Einkommensteuerbescheid 2012 vom 26.&nbsp;April 2013 qualifizierte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Entsch&auml;digungen als steuerpflichtige Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit (&sect;&nbsp;18 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung &#8211;EStG&#8211;) und ermittelte hierf&uuml;r unter Ber&uuml;cksichtigung von Betriebsausgaben in H&ouml;he von insgesamt 1.249&nbsp;EUR sowie eines Abzugs von jeweils 500&nbsp;EUR bei den Einnahmen und Ausgaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG einen Gewinn in H&ouml;he von 6.539&nbsp;EUR. Ein Freibetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG wurde nicht gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen des hiergegen gerichteten Einspruchsverfahrens ber&uuml;cksichtigte das FA weitere Betriebsausgaben in H&ouml;he von 120&nbsp;EUR. Im &Uuml;brigen blieb der Einspruch der Kl&auml;gerin erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) urteilte, die Kl&auml;gerin habe Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 EStG erzielt, wobei es im Streitfall gar nicht auf die Einordnung der Eink&uuml;nfte aus den T&auml;tigkeiten als Versichertenberaterin und Mitglied eines Widerspruchsausschusses unter die Einkunftsarten der &sect;&sect;&nbsp;15, 18 und 19 EStG ankomme. Ein Freibetrag nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG sei in jedem Fall nicht zu gew&auml;hren. F&uuml;r eine Einordnung als &quot;Betreuer&quot; i.S. dieser Vorschrift fehle es an einer p&auml;dagogischen Ausrichtung, da die T&auml;tigkeiten der Kl&auml;gerin weder eine umfassende Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung beabsichtigten noch in eine strukturierte Ausbildung eingebettet seien. Vielmehr handele es sich typisierend um rechts- und wirtschaftsberatende T&auml;tigkeiten. Dar&uuml;ber hinaus finde auch &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;12 EStG keine Anwendung. Satz&nbsp;1 scheide schon deshalb aus, weil es sich nicht um Bez&uuml;ge handele, die aus einer Bundeskasse oder Landeskasse gezahlt w&uuml;rden. Die Voraussetzungen des Satzes&nbsp;2 seien nicht erf&uuml;llt, da mit den Entsch&auml;digungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 SGB&nbsp;IV ein Zeitverlust abgegolten werde. Ob s&auml;mtliche Betriebsausgaben lediglich der T&auml;tigkeit als Versichertenberaterin zuzurechnen seien, k&ouml;nne unter diesen Voraussetzungen dahingestellt bleiben. Im &Uuml;brigen sei der Freibetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG auch bei mehreren T&auml;tigkeiten nur einmal pro Jahr zu gew&auml;hren. Die Gr&uuml;nde sind in den Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1598 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, das FG habe den Begriff des Betreuers in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG zu eng ausgelegt und dabei nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt, dass diese Vorschrift die St&auml;rkung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements bezwecke. Sie, die Kl&auml;gerin, sei Ansprechpartnerin f&uuml;r hilfsbed&uuml;rftige Personen, die sie &uuml;ber bestehende Rentenanspr&uuml;che berate. Dabei habe sie einen direkten, pers&ouml;nlichen Kontakt und bilde die Betroffenen weiter. Es gehe also um Wissensvermittlung, so dass ihre T&auml;tigkeit p&auml;dagogisch gepr&auml;gt sei. Ansonsten d&uuml;rften auch Betreuer bei der M&uuml;tterberatung, der Seelsorge und der Bahnhofsmission keinen Freibetrag erhalten. Im &Uuml;brigen stehe ihr f&uuml;r jede der beiden getrennt ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten (Versichertenberaterin und Mitglied eines Widerspruchsausschusses) ein Freibetrag zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 26.&nbsp;April 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Juli 2013 dahin zu &auml;ndern, dass der Gewinn aus selbst&auml;ndiger Arbeit um 1.231&nbsp;EUR vermindert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision der Kl&auml;gerin als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass der Kl&auml;gerin f&uuml;r ihre Eink&uuml;nfte aus den T&auml;tigkeiten als Versichertenberaterin und Mitglied eines Widerspruchsausschusses der X-Rentenversicherung insgesamt nur ein Freibetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG in H&ouml;he von 500&nbsp;EUR zusteht und sowohl die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG als auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;12 EStG nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob das FG dar&uuml;ber hinaus zu Recht entschieden hat, diese Eink&uuml;nfte als solche aus Gewerbebetrieb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 EStG statt aus selbst&auml;ndiger Arbeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG zu qualifizieren, erscheint fraglich, kann jedoch dahinstehen. Denn dies hat f&uuml;r die streitige Anwendung der Regelungen in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;12, 26 und 26a EStG keine Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Versagung des Freibetrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Vorschrift sind Einnahmen aus nebenberuflichen T&auml;tigkeiten als &Uuml;bungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbaren nebenberuflichen T&auml;tigkeiten, aus nebenberuflichen k&uuml;nstlerischen T&auml;tigkeiten oder der nebenberuflichen Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen im Dienst oder im Auftrag einer juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts in H&ouml;he von insgesamt 2.100&nbsp;EUR im Jahr steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine T&auml;tigkeit als &quot;Betreuer&quot; i.S. dieser Vorschrift setzt sowohl eine p&auml;dagogische Ausrichtung als auch einen direkten pers&ouml;nlichen Kontakt voraus (vgl. R&nbsp;3.26 Abs.&nbsp;1 der Lohnsteuer-Richtlinien 2012 &#8211;LStR&#8211;; Bergkemper in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 Rz&nbsp;5; von&nbsp;Beckerath in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3&nbsp;Nr.&nbsp;26&nbsp;Rz&nbsp;50; Handzik in Littmann\/Bitz\/ Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;1018e; Stuhrmann in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ergibt sich zum einen aus der Begr&uuml;ndung des Finanzausschusses zum Steuerbereinigungsgesetz 1999 (BTDrucks 14\/2070, S.&nbsp;16), mit dem der Begriff des &quot;Betreuers&quot; in die Vorschrift aufgenommen worden ist. Trotz etwaiger &Uuml;berschneidungen zu den schon zuvor erfassten &quot;vergleichbaren nebenberuflichen T&auml;tigkeiten&quot; sollten danach ausdr&uuml;cklich diejenigen T&auml;tigkeiten erfasst werden, die durch einen direkten p&auml;dagogisch ausgerichteten Kontakt zu den betreuten Menschen dem Kernbereich des ehrenamtlichen Engagements zuzurechnen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen ist der systematische Zusammenhang mit den anderen Personengruppen zu ber&uuml;cksichtigen, die in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG genannt werden. Die T&auml;tigkeiten als &quot;&Uuml;bungsleiter, Ausbilder, Erzieher&quot; sind s&auml;mtlich von einer p&auml;dagogischen Ausrichtung gepr&auml;gt; sie nehmen auf andere Menschen durch pers&ouml;nlichen Kontakt Einfluss, um auf diese Weise geistige und k&ouml;rperliche F&auml;higkeiten zu entwickeln und zu f&ouml;rdern (vgl. auch Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17.&nbsp;Oktober 1991 IV&nbsp;R&nbsp;106\/90, BFHE 166, 72, BStBl II 1992, 176).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend gilt das Erfordernis der p&auml;dagogischen Ausrichtung und des pers&ouml;nlichen Kontakts sowohl f&uuml;r die Betreuer als auch f&uuml;r die vergleichbaren nebenberuflichen T&auml;tigkeiten i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG. Dass die T&auml;tigkeit unter sozialen Aspekten w&uuml;nschenswert ist, reicht auch unter Ber&uuml;cksichtigung des Gesetzeszwecks der St&auml;rkung des ehrenamtlichen Engagements und der dadurch gebotenen weiten Auslegung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG nicht aus (vgl. auch Schmidt\/Levedag, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;93; Torm&ouml;hlen in Korn, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze hat das FG zutreffend entschieden, dass die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als Versichertenberaterin weder die Voraussetzungen eines Betreuers noch die Voraussetzungen einer vergleichbaren nebenberuflichen T&auml;tigkeit erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Versichertenberater&quot; ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Satzung der X-Rentenversicherung die Funktionsbezeichnung f&uuml;r die Versicherten&auml;ltesten i.S. des &sect;&nbsp;39 SGB&nbsp;IV. Sie haben insbesondere die Aufgabe, eine ortsnahe Verbindung der X-Rentenversicherung zu den Versicherten und den Leistungsberechtigten herzustellen und diese zu beraten und zu betreuen; sie sollen in Fragen der Rentenversicherung Auskunft und Rat erteilen und den Versicherten bei der Ausf&uuml;llung von Leistungsantr&auml;gen behilflich sein (&sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Satzung der X-Rentenversicherung). Die Versichertenberater werden durch die Vertreterversammlung der X-Rentenversicherung gew&auml;hlt (&sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Satzung der X-Rentenversicherung). Sie &uuml;ben ihre T&auml;tigkeit ehrenamtlich aus (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;IV, &sect;&nbsp;4 der Satzung der X-Rentenversicherung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat die Kl&auml;gerin danach pers&ouml;nlichen Kontakt zu den von ihr beratenen Personen, denen sie auch Wissen &uuml;ber deren Rentenanspr&uuml;che vermittelt. Im Vordergrund steht aber nicht die Entwicklung und F&ouml;rderung der geistigen F&auml;higkeiten der beratenen Personen, sondern die Optimierung der Verm&ouml;genssituation dieser Personen im Bereich der Renten. Dies bedeutet, dass es letztlich nur um die Unterst&uuml;tzung bei Verm&ouml;gens- und Finanzfragen geht, die keinen p&auml;dagogischen Charakter hat (vgl. auch FG N&uuml;rnberg, Urteil vom 6.&nbsp;Oktober 2017&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;858\/16, EFG 2018, 198).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auch die ehrenamtliche T&auml;tigkeit als Mitglied eines Widerspruchsausschusses der X-Rentenversicherung erf&uuml;llt nicht die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Widerspruchsaussch&uuml;sse f&uuml;r laufende Verwaltungsgesch&auml;fte (&sect;&nbsp;67 der Satzung der X-Rentenversicherung) &uuml;berpr&uuml;fen die Entscheidungen der X-Rentenversicherung und sind mit einem hauptamtlichen Vertreter des Direktoriums sowie zwei ehrenamtlichen Mitgliedern besetzt. Die ehrenamtlichen Mitglieder m&uuml;ssen die Voraussetzungen f&uuml;r die W&auml;hlbarkeit als Organmitglied der X-Rentenversicherung erf&uuml;llen (&sect;&nbsp;67 Abs.&nbsp;2 der Satzung der X-Rentenversicherung). Damit ist diese T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin im Ergebnis Teil der Selbstverwaltung der X-Rentenversicherung und hat keinen p&auml;dagogischen Charakter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dar&uuml;ber hinaus hat das FG auch rechtsfehlerfrei die Erf&uuml;llung der Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerfreiheit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;12 EStG verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;12 Satz 1 EStG setzt die Zahlung von Aufwandsentsch&auml;digungen aus einer Bundes- oder Landeskasse voraus. Daran fehlt es im Streitfall. Denn die zahlende X-Rentenversicherung ist eine selbst&auml;ndige juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 der Satzung der X-Rentenversicherung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;12 Satz 2 EStG, der nicht auf Zahlungen aus einer Bundes- oder Landeskasse beschr&auml;nkt ist, sondern allgemein auf Zahlungen aus &ouml;ffentlichen Kassen abstellt, liegen nicht vor. Denn diese Vorschrift gilt u.a. ausdr&uuml;cklich nicht f&uuml;r Aufwandsentsch&auml;digungen, die f&uuml;r Zeitverlust gew&auml;hrt worden sind. Nach den f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) handelt es sich bei den an die Kl&auml;gerin gezahlten Entsch&auml;digungen aber gerade um Pauschbetr&auml;ge f&uuml;r Zeitaufwand gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 SGB IV. Die Kl&auml;gerin hat hiergegen keine Einwendungen erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Schlie&szlig;lich hat das FG der Kl&auml;gerin zu Recht den Freibetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG in H&ouml;he von 500&nbsp;EUR gew&auml;hrt, und zwar einmalig im Streitjahr f&uuml;r s&auml;mtliche Eink&uuml;nfte aus ihren T&auml;tigkeiten als Versichertenberaterin und Mitglied eines Widerspruchsausschusses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG setzt Einnahmen aus nebenberuflichen T&auml;tigkeiten im Dienst oder Auftrag einer juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts voraus, die nicht unter &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;12 oder Nr.&nbsp;26 EStG fallen. Diese Voraussetzungen liegen im Streitfall vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus dem Wortlaut der Vorschrift ergibt sich, dass es sich bei dem Freibetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG um einen Jahresbetrag handelt, der auch dann nur einmal zu gew&auml;hren ist, wenn der Steuerpflichtige verschiedene nebenberufliche T&auml;tigkeiten aus&uuml;bt (R&nbsp;3.26 Abs.&nbsp;8 LStR; HHR\/Bergkemper, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG Rz&nbsp;2; Bl&uuml;mich\/Erhard, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG Rz&nbsp;5; Ross in Frotscher\/Geurts, EStG, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG Rz&nbsp;4; Schmidt\/ Levedag, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;96; Handzik in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;1058 i.V.m. 1030a; Torm&ouml;hlen in Korn, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a EStG Rz&nbsp;8; vgl. auch BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Juni 1988 IV&nbsp;R&nbsp;21\/86, BFHE 154, 81, BStBl II 1988, 890, und vom 15.&nbsp;Februar 1990 IV&nbsp;R&nbsp;87\/89, BFHE 160, 307, BStBl II 1990, 686, zu &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG a.F.). Denn Satz&nbsp;1 stellt im Plural auf die &quot;Einnahmen aus nebenberuflichen T&auml;tigkeiten&quot; ab, die bis zur H&ouml;he von &quot;insgesamt 500&nbsp;Euro im Jahr&quot; steuerfrei sein sollen. Entsprechendes gilt f&uuml;r die Berechnung in Satz&nbsp;3, wenn &quot;die Einnahmen f&uuml;r die in Satz&nbsp;1 bezeichneten T&auml;tigkeiten&quot;, d.h. die Einnahmen s&auml;mtlicher T&auml;tigkeiten i.S. des Satzes&nbsp;1, &quot;den steuerfreien Betrag&quot;, d.h. den Jahresbetrag in H&ouml;he von 500&nbsp;EUR, &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Damit kann im Streitfall dahingestellt bleiben, ob die T&auml;tigkeiten der Kl&auml;gerin als Versichertenberaterin und Mitglied eines Widerspruchsausschusses steuerlich getrennt zu betrachten sind und ob die geltend gemachten Betriebsausgaben &#8211;wie von der Kl&auml;gerin vorgetragen&#8211; nur der T&auml;tigkeit als Versichertenberaterin zuzuordnen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auch die H&ouml;he des ermittelten Gewinns ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) erzielte die Kl&auml;gerin aus ihren T&auml;tigkeiten als Versichertenberaterin und Mitglied eines Widerspruchsausschusses Einnahmen in H&ouml;he von insgesamt 7.788&nbsp;EUR und konnte hierf&uuml;r Betriebsausgaben in H&ouml;he von insgesamt 1.369&nbsp;EUR geltend machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a Satz 1 EStG sind diese Einnahmen in H&ouml;he von 500&nbsp;EUR steuerfrei. Die Betriebsausgaben konnten von den verbleibenden steuerpflichtigen Einnahmen in H&ouml;he von 7.288&nbsp;EUR aber nur insoweit abgezogen werden, als sie die steuerfreien Einnahmen &uuml;bersteigen, d.h. in H&ouml;he von 869&nbsp;EUR (&sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26a Satz&nbsp;3 EStG). Daraus ergibt sich der in der Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Juli 2013 ermittelte steuerpflichtige Gewinn in H&ouml;he von 6.419&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Entscheidung des Senats steht nicht im Widerspruch zur BFH-Entscheidung vom 31.&nbsp;Januar 2017 IX&nbsp;R&nbsp;10\/16 (BFHE 256, 250), wonach Entsch&auml;digungen ehrenamtlicher Richter f&uuml;r Zeitvers&auml;umnis i.S. des &sect;&nbsp;16 des Justizverg&uuml;tungs- und -entsch&auml;digungsgesetzes nicht zu steuerbaren Eink&uuml;nften f&uuml;hren. Weder die ehrenamtliche T&auml;tigkeit als Versichertenberaterin noch die ehrenamtliche T&auml;tigkeit als Mitglied eines Widerspruchsausschusses sind mit der T&auml;tigkeit eines ehrenamtlichen Richters vergleichbar. Denn die Kl&auml;gerin handelte nicht wie eine unabh&auml;ngige Richterin, sondern verfolgte die Interessen der Versicherten und &#8211;insbesondere in ihrer Funktion als Mitglied eines Widerspruchsausschusses, mit der sie im Ergebnis Teil der Selbstverwaltung der X-Rentenversicherung war&#8211; auch die Interessen der X-Rentenversicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.7.2018, VIII R 28\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.030718.VIIIR28.15.0 Entsch&auml;digungen f&uuml;r die ehrenamtliche T&auml;tigkeit als Versichertenberater und Mitglied eines Widerspruchsausschusses Leits&auml;tze 1. Erh&auml;lt der Steuerpflichtige im Rahmen seiner ehrenamtlichen T&auml;tigkeit als Versichertenberater und Mitglied eines Widerspruchsausschusses Entsch&auml;digungen f&uuml;r Zeitaufwand gem&auml;&szlig; &sect; 41 Abs. 3 Satz 2 SGB IV, liegen weder die Voraussetzungen des &sect; 3 Nr. 26 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-28-15-entschaedigungen-fuer-die-ehrenamtliche-taetigkeit-als-versichertenberater-und-mitglied-eines-widerspruchsausschusses\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;28\/15 &#8211; Entsch&auml;digungen f&uuml;r die ehrenamtliche T&auml;tigkeit als Versichertenberater und Mitglied eines Widerspruchsausschusses<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69944","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69944"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69944\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}