{"id":70032,"date":"2018-12-06T18:28:50","date_gmt":"2018-12-06T16:28:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70032"},"modified":"2018-12-06T18:28:50","modified_gmt":"2018-12-06T16:28:50","slug":"i-r-34-15-bewertung-einer-sachausschuettung-in-form-einer-offenen-gewinnausschuettung-keine-rueckwirkung-von-par-8b-abs-3-satz-1-kstg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-34-15-bewertung-einer-sachausschuettung-in-form-einer-offenen-gewinnausschuettung-keine-rueckwirkung-von-par-8b-abs-3-satz-1-kstg\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;34\/15 &#8211; Bewertung einer Sachaussch&uuml;ttung in Form einer offenen Gewinnaussch&uuml;ttung; keine R&uuml;ckwirkung von &sect; 8b Abs. 3 Satz 1 KStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2018, I R 34\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.110418.IR34.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Bewertung einer Sachaussch&uuml;ttung in Form einer offenen Gewinnaussch&uuml;ttung; keine R&uuml;ckwirkung von &sect; 8b Abs. 3 Satz 1 KStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der Gegenstand einer Sachaussch&uuml;ttung einer Kapitalgesellschaft ist mit dem gemeinen Wert zu bewerten. Auf den Wertansatz im Gewinnverwendungsbeschluss kommt es nicht an.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. &sect; 8b Abs. 3 Satz 1 KStG verst&ouml;&szlig;t nicht gegen das verfassungsrechtliche R&uuml;ckwirkungsverbot.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 24. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;4 K 2179\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 24. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;4 K 2179\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Tod von Frau&nbsp;B im Jahr 1988 gingen &#8230;&nbsp;Aktien der damaligen A-AG auf die gemeinn&uuml;tzige B-A-Stiftung (Stiftung) als Erbin &uuml;ber. B hatte testamentarisch bestimmt, dass der Nachlass der (30-j&auml;hrigen) Dauertestamentsvollstreckung (Verwaltungsvollstreckung) gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;2197, 2209 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Testamentsvollstrecker hatten den Nachlass zu konstituieren, &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung oder Verpachtung des Nachlasses zu entscheiden, die Einbringung des Nachlasses in die Stiftung durchzuf&uuml;hren und w&auml;hrend der Dauer der Testamentsvollstreckung die Rechte des Stifters wahrzunehmen. Ihre Aufgaben wurden in der testamentarischen Verf&uuml;gung vom 22.&nbsp;Mai 1985 dahingehend erweitert, dass sie auch f&uuml;r die Erf&uuml;llung weiterer Auflagen des Testaments (Sicherstellung der Gemeinn&uuml;tzigkeit, Erf&uuml;llung des Stiftungszwecks, &Auml;nderung der Stiftungsverfassung, Erhalt des Nachlasses und der A-Firmengruppe) zu sorgen hatten. Auf ihr Verlangen hatte die Stiftung die Gegenst&auml;nde des Nachlasses zu verpachten, in Gesellschaften gleich welcher Rechtsform einzubringen oder zu ver&auml;u&szlig;ern und stattdessen den jeweiligen Wert, also eine entsprechende Beteiligung oder sonstiges Surrogat, in das Stiftungsverm&ouml;gen einzubringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war im Jahr 2001 als Vorratsgesellschaft gegr&uuml;ndet worden. Zum alleinigen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin war Herr&nbsp;E, der auch dem Stiftungsvorstand angeh&ouml;rte, bestellt worden. Die Stiftung erwarb am 12.&nbsp;November 2002 alle Anteile an der Kl&auml;gerin, die nach &sect;&nbsp;11 des Gesellschaftsvertrags der Dauertestamentsvollstreckung unterlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Noch im November 2002 &uuml;bertrug die Stiftung 74,306&nbsp;v.H. aller stimmberechtigten Stammaktien der A-AG auf die Kl&auml;gerin. Dies umfasste neben den der Testamentsvollstreckung unterliegenden Anteilsrechten weitere &#8230;&nbsp;Aktien. Hierzu hatte die Gesellschafterversammlung der Kl&auml;gerin beschlossen, dass die Stammaktien der Stiftung als freiwilliger Gesellschafterzuschuss in die Gesellschaft eingebracht werden und als Zuzahlung in das Eigenkapital gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) auszuweisen sind. Nach dem Einbringungsvertrag stand der Kl&auml;gerin die Gewinnberechtigung aus den Aktien (ohne Ausgleichsanspr&uuml;che der Stiftung) allein zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin setzte in ihren Bilanzen zum 31.&nbsp;Dezember 2002, 2003 und 2004 f&uuml;r die erworbenen Aktien &quot;Beteiligungen&quot; in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR an. Die in den Jahren 2003 und 2004 ausgesch&uuml;tteten Dividenden der A-AG f&uuml;r das jeweilige Vorjahr flossen der Kl&auml;gerin zu und wurden abz&uuml;glich &#8230;&nbsp;EUR (2003) und &#8230;&nbsp;EUR (2004) an die Stiftung als Vorabaussch&uuml;ttung weitergegeben. Die Kl&auml;gerin hatte den zu diesen Zeitpunkten bestellten drei Testamentsvollstreckern hinsichtlich des Nachlasses nach B jeweils Stimmrechtsvollmachten f&uuml;r die Hauptversammlungen der A-AG erteilt. Dar&uuml;ber hinaus sind diese neben E zu weiteren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern der Kl&auml;gerin bestellt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4.&nbsp;Mai 2005 beschlossen die Gesellschafter der Kl&auml;gerin, die ihr im Jahre 2002 &uuml;bertragenen Stammaktien im Wege der Sachaussch&uuml;ttung wieder an die Stiftung zur&uuml;ck zu &uuml;bertragen. Zuvor war der Gesellschaftsvertrag der Kl&auml;gerin dahingehend erg&auml;nzt worden, dass Sachaussch&uuml;ttungen beschlossen werden k&ouml;nnen. Die R&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 HGB wurde unter Ansatz des Buchwerts der Anteile aufgel&ouml;st.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung gingen die Pr&uuml;fer von einer Einlage der Stiftung in die Kl&auml;gerin aus, die sie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der jeweils f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung mit dem Teilwert bewerteten. Dabei folgten die Pr&uuml;fer grunds&auml;tzlich der Bewertung der Aktien durch die Kl&auml;gerin mit dem jeweiligen Tageskurs bei Einbringung, ber&uuml;cksichtigten aber gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 des Bewertungsgesetzes (BewG) zus&auml;tzlich einen Paketzuschlag in H&ouml;he von 20&nbsp;v.H.; der Einbringungswert belief sich hiernach auf &#8230;&nbsp;EUR. Die R&uuml;ck&uuml;bertragung der Aktien im Jahr 2005 behandelten die Pr&uuml;fer &#8211;wie die Kl&auml;gerin&#8211; als Sachaussch&uuml;ttung. F&uuml;r die Bewertung gingen die Pr&uuml;fer von dem gemeinen Wert der Anteile sowie einem Paketzuschlag in H&ouml;he von 20&nbsp;v.H. des Kurswerts zum &Uuml;bertragungszeitpunkt aus. Hieraus ergebe sich eine verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG steuerbefreit sei. Einen Betrag in H&ouml;he von 5&nbsp;v.H. dieser vGA ber&uuml;cksichtigten sie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG als nicht abzugsf&auml;hige Betriebsausgabe. Demgem&auml;&szlig; erh&ouml;he sich das zu versteuernde Einkommen der Kl&auml;gerin um &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte, Revisionsbeklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; auf dieser Grundlage am 15.&nbsp;Januar 2009 ge&auml;nderte Steuer- und Feststellungsbescheide; dar&uuml;ber hinaus &auml;nderte er die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes f&uuml;r 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte zum &uuml;berwiegenden Teil Erfolg. Das Hessische Finanzgericht (FG) ging zwar in seinem Urteil vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;2179\/13 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 1299) davon aus, dass die R&uuml;ck&uuml;bertragung von &#8230;&nbsp;Stammaktien an der A-AG von der Kl&auml;gerin an die Stiftung zu einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG steuerbefreiten vGA in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR gef&uuml;hrt habe. Bei verfassungskonformer Auslegung von &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG sei der Hinzurechnungsbetrag von 5&nbsp;v.H. dieses &quot;Gewinns&quot; aber auf die Wertsteigerung der Aktien der A-AG zu begrenzen, die sich zwischen dem 22.&nbsp;Dezember 2003 und dem Zeitpunkt der R&uuml;ck&uuml;bertragung der Aktien auf die Stiftung ergeben haben. Er belaufe sich mithin auf &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision beantragt die Kl&auml;gerin, das angefochtene Urteil aufzuheben und dem FA aufzugeben, die angefochtenen Bescheide dahingehend zu &auml;ndern, dass keine nichtabziehbaren Betriebsausgaben i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus beantragen die Kl&auml;gerin und das FA, die Revision der jeweiligen Gegenseite zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Revision des FA wird das Urteil des Hessischen FG vom 24.&nbsp;M&auml;rz&nbsp;2015&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;2179\/13 aufgehoben. Die Klage wird abgewiesen. Die Revision der Kl&auml;gerin wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist im Hinblick auf die Entscheidung des FG zum Solidarit&auml;tszuschlag sowie zur Zinsfestsetzung als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Klage- und Revisionsantrag k&ouml;nnen nicht dahin ausgelegt werden, dass der Solidarit&auml;tszuschlag nur zum Zwecke der Bezeichnung des angefochtenen Sammelbescheids aufgef&uuml;hrt worden ist, jedoch nicht Gegenstand des Klageverfahrens sein sollte. Sowohl in der Klage- als auch in der Revisionsschrift hat die fachkundig vertretene Kl&auml;gerin als Klagegegenst&auml;nde (&quot;wegen&quot;) ausdr&uuml;cklich K&ouml;rperschaftsteuer und Solidarit&auml;tszuschlag benannt. Demgem&auml;&szlig; hat auch das FG diese Streitgegenst&auml;nde in sein Urteilsrubrum aufgenommen. Bei dieser Sachlage ist f&uuml;r eine einschr&auml;nkende Auslegung des Klage- und Revisionsbegehrens der Kl&auml;gerin kein Raum. Die Klage ist insoweit unzul&auml;ssig, da mit einer Klage gegen den Solidarit&auml;tszuschlag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 des Solidarit&auml;tszuschlaggesetzes 1995 in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung weder die Bemessungsgrundlage noch die H&ouml;he des zu versteuernden Einkommens angegriffen werden kann (vgl. Senatsurteil vom 20.&nbsp;April 2011 I&nbsp;R&nbsp;2\/10, BFHE 233, 251, BStBl II 2011, 761).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nichts anderes gilt, soweit die Kl&auml;gerin sich gegen die Zinsfestsetzung wendet. Auch insoweit ist die Klage unzul&auml;ssig, da K&ouml;rperschaftsteuerbescheid und Zinsbescheid im Verh&auml;ltnis von Grundlagenbescheid und Folgebescheid zueinander stehen. Dies ergibt sich aus der akzessorischen Natur des Zinsanspruchs und der Regelung in &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 der Abgabenordnung (AO), die spezialgesetzlich die Korrekturvorschrift des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO verdr&auml;ngt (vgl. Senatsbeschluss vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1998 I&nbsp;S&nbsp;8\/97, BFH\/NV 1998, 1318; Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.&nbsp;Dezember 2002 IV&nbsp;B&nbsp;13\/02, BFH\/NV 2003, 737; BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Mai 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;100\/02, BFHE 210, 1, BStBl II 2005, 735; K&ouml;gel in Gosch, AO &sect;&nbsp;233a Rz&nbsp;134; Klein\/R&uuml;sken, AO, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;233a Rz&nbsp;41; Heuermann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;233a AO Rz&nbsp;66; Baum in Koch\/Scholtz, AO, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;239 Rz&nbsp;9\/1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist auch im &Uuml;brigen &#8211;soweit sie zu einer materiellen Pr&uuml;fung der angefochtenen Bescheide f&uuml;hrt&#8211; unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Die Ansicht des FG, dass das sog. wirtschaftliche Eigentum i.S. des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO an den Aktien im Jahre 2002 von der Stiftung auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen sei, h&auml;lt der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung stand (nachfolgend unter 1.). Gleiches gilt f&uuml;r die weitere Folgerung der Vorinstanz, dass die R&uuml;ck&uuml;bertragung der Stammaktien auf die Stiftung im Jahre 2005 das Einkommen der Kl&auml;gerin erh&ouml;ht habe und diese Erh&ouml;hung zwar nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG steuerfrei sei, jedoch der sog. Schachtelstrafe des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG unterfalle (nachfolgend unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist hinsichtlich des &Uuml;bergangs des wirtschaftlichen Eigentums an den Aktien auf die Kl&auml;gerin davon ausgegangen, dass diese Eigent&uuml;merin i.S. des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 AO der auf sie &uuml;bertragenen Aktien geworden sei, weil ihr diese Aktien schuldrechtlich durch den Einbringungsvertrag vom 19.&nbsp;November 2002 und sachenrechtlich am 25.&nbsp;November 2002 und 3.&nbsp;Dezember 2002 durch die Umbuchung auf ihre Depot-Konten zivilrechtlich wirksam &uuml;bertragen worden seien. Die seitens B angeordnete Dauertestamentsvollstreckung stehe dem nicht entgegen. Dies h&auml;lt der revisionsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Auslegung einzelner Abreden und die sich daraus ergebende Gesamtw&uuml;rdigung der jeweils zu beurteilenden Vereinbarungen obliegt grunds&auml;tzlich dem Tatrichter. Dessen Einsch&auml;tzung kann das Revisionsgericht nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie in verfahrensfehlerhafter Weise zustande gekommen ist oder ob sie gegen Denkgesetze oder gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t. Ist dies nicht der Fall, so ist die tatrichterliche W&uuml;rdigung auch dann revisionsrechtlich bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), wenn ein abweichendes Verst&auml;ndnis gleicherma&szlig;en m&ouml;glich oder sogar nahe liegend ist (vgl. z.B. Senatsurteil vom 31.&nbsp;Mai 2017 I&nbsp;R&nbsp;91\/15, BFH\/NV 2018, 16, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hiervon ausgehend konnte das FG aus der von ihm festgestellten Beteiligung der Testamentsvollstrecker am &quot;wirtschaftlichen Gesamtgeschehen&quot; den Schluss ziehen, dass die Aktien der A-AG entweder von den Testamentsvollstreckern i.S. des &sect;&nbsp;2217 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB freigegeben worden sind oder die &Uuml;bertragung der Aktien durch die Stiftung zumindest von den Testamentsvollstreckern i.S. von &sect;&sect;&nbsp;185, 184 Abs.&nbsp;1 BGB genehmigt worden ist und damit das Verf&uuml;gungsverbot des &sect;&nbsp;2211 Abs.&nbsp;1 BGB den zivilrechtlichen &Uuml;bergang des Eigentums nicht gehindert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit das FG ferner angenommen hat, dass der Kl&auml;gerin die Aktien auch steuerlich zuzurechnen waren, da die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO f&uuml;r eine von der Zivilrechtslage abweichende wirtschaftliche Zurechnung der Aktien zu der Stiftung nicht erf&uuml;llt gewesen seien, ist auch diese Auslegung revisionsrechtlich bindend. Die tatrichterliche W&uuml;rdigung ist weder in verfahrensfehlerhafter Weise zustande gekommen noch verst&ouml;&szlig;t sie gegen Denkgesetze oder gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Bez&uuml;glich der R&uuml;ck&uuml;bertragung des Aktienpaketes hat das FG im Ergebnis zutreffend angenommen, dass diese mit dem gemeinen Wert zu bewerten und damit die Differenz zwischen dem Buchwert und dem gemeinen Wert der Aktien dem Einkommen der Kl&auml;gerin au&szlig;erbilanziell wieder hinzuzurechnen ist. Soweit die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass eine vGA in Form einer verhinderten Verm&ouml;gensmehrung vorgelegen habe, da die Kl&auml;gerin auf ein angemessenes Entgelt f&uuml;r die R&uuml;ck&uuml;bertragung des Aktienpaketes verzichtet habe, folgt dem der Senat nicht. Vielmehr war die R&uuml;ck&uuml;bertragung der Aktien auf die Stiftung im Jahr 2005 Gegenstand einer offenen Gewinnaussch&uuml;ttung (Sachaussch&uuml;ttung). Die Aktien sind mit dem gemeinen Wert anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Offene Gewinnaussch&uuml;ttungen einer GmbH beruhen auf einem handelsrechtlichen Gewinnverwendungsbeschluss der Gesellschafter (vgl. Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;327, 329; Schmidt\/Levedag, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;33). Durch diesen entsteht der konkrete Gewinnauszahlungsanspruch des Gesellschafters (vgl. Fastrich in Baumbach\/Hueck, GmbHG, 21.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;29 Rz&nbsp;42; Wicke, GmbHG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;29 Rz&nbsp;8), den die GmbH mit der Aussch&uuml;ttung erf&uuml;llt. &sect;&nbsp;58 Abs.&nbsp;5 des Aktiengesetzes (AktG) sieht seit dem Gesetz zur weiteren Reform des Aktien- und Bilanzrechts, zu Transparenz und Publizit&auml;t (Transparenz- und Publizit&auml;tsgesetz) vom 19.&nbsp;Juli 2002 (BGBl I 2002, 2681) ausdr&uuml;cklich vor, dass die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft auch eine Sachaussch&uuml;ttung beschlie&szlig;en kann, sofern die Satzung dies vorsieht. In dem Gewinnverwendungsbeschluss ist nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AktG der auszusch&uuml;ttende Sachwert anzugeben. F&uuml;r die GmbH sind zwar keine ausdr&uuml;cklichen gesetzlichen Regelungen zu Sachaussch&uuml;ttungen getroffen worden, die f&uuml;r Aktiengesellschaften geltenden Regelungen sind jedoch sinngem&auml;&szlig; anzuwenden (vgl. z.B. Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, a.a.O., &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;335; Klingebiel in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, Anhang zu &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 KStG, Stichwort &quot;Sachdividende&quot;). Die im Streitfall von der Kl&auml;gerin beschlossene Sachaussch&uuml;ttung des Aktienpaketes an die Stiftung beruhte nach den insoweit bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) auf einem (ordnungsgem&auml;&szlig;en) Gewinnverwendungsbeschluss und f&uuml;hrte zu einer offenen Gewinnaussch&uuml;ttung (ebenso allgemein Bareis, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2008, 479; Menner\/Broer, Der Betrieb 2003, 1075). Auch dann, wenn im Gewinnverwendungsbeschluss der auszusch&uuml;ttende Sachwert mit dem Buchwert angegeben wird und damit handelsrechtlich die sog. Buchwertmethode zur Anwendung kommt (z.B. Bayer in M&uuml;nchKommAktG, &sect;&nbsp;58 Rz&nbsp;129&nbsp;f.), verbietet sich die Annahme, dass die Sachaussch&uuml;ttung steuerrechtlich in H&ouml;he des Buchwerts als offene Gewinnaussch&uuml;ttung und in H&ouml;he des Differenzbetrags gegen&uuml;ber dem gemeinen Wert als vGA zu qualifizieren sei (ebenso Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, a.a.O., &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;339; a.A. Gosch, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;147; derselbe, ebenda, &sect;&nbsp;8b Rz&nbsp;193; Schulte in Erle\/Sauter, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;239; Streck\/Schwedhelm, KStG, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz 137; Schwedhelm\/Olbing\/Binnewies, GmbH-Rundschau 2002, 1157). Mit anderen Worten: die handelsrechtliche Bewertung vermag das Vorliegen einer auf einem (ordnungsgem&auml;&szlig;en) Gewinnverwendungsbeschluss basierenden offenen Gewinnaussch&uuml;ttung nicht in Frage zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine ausdr&uuml;ckliche Vorschrift &uuml;ber die Bewertung offener Gewinnaussch&uuml;ttungen fehlt im K&ouml;rperschaftsteuerrecht. Daher ist nach &sect;&sect;&nbsp;1, 9 BewG der gemeine Wert zu Grunde zu legen (ebenso Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 28.&nbsp;April 2003, BStBl I 2003, 292, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Senat hat dies bereits f&uuml;r die Ermittlung der H&ouml;he einer vGA entschieden (Senatsurteil vom 27.&nbsp;November 1974 I&nbsp;R&nbsp;250\/72, BFHE 114, 236, BStBl II 1975, 306). Nichts anderes kann f&uuml;r die Bewertung einer offenen Gewinnaussch&uuml;ttung (hier in Form einer Sachdividende) gelten, da nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG die Verteilung des Einkommens die Ermittlung des Einkommens nicht ber&uuml;hren darf und diese Rechtsfolge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG &quot;auch&quot; f&uuml;r vGA zu beachten ist. Die Zusammenschau beider Regelungen l&auml;sst demnach nur den Schluss zu, dass offene und verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen den n&auml;mlichen Bewertungsgrunds&auml;tzen unterworfen sind (vgl. Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, a.a.O., &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;339).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Sachr&uuml;ge der Kl&auml;gerin, wonach das FG verkannt habe, dass aufgrund des Verweises in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG auf die Gewinnermittlungsvorschriften des EStG auch im Rahmen der k&ouml;rperschaftsteuerlichen Einkommensermittlung die &sect;&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, 5 EStG und damit insbesondere die Vorschriften &uuml;ber Entnahmen und Einlagen sowie deren Bewertung (&sect;&sect;&nbsp;6&nbsp;ff. EStG) anzuwenden seien, ist unbegr&uuml;ndet. Die Ansicht l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass die Regelungen zur vGA nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH den Bestimmungen des EStG &uuml;ber die Entnahme vorgehen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 26.&nbsp;Oktober 1987 GrS&nbsp;2\/86, BFHE 151, 523, BStBl II 1988, 348; Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, a.a.O., Anhang zu &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;10b; Neumann in R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;153). Der Senat sieht keinen Anlass, von dieser Rechtsprechung abzuweichen; sie ist aufgrund der aufgezeigten gesetzlichen Regelungszusammenh&auml;nge auch f&uuml;r offene Gewinnaussch&uuml;ttungen zu beachten (a.A. Bareis, BB 2008, 479).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dementsprechend ist auch der weiteren Folgerung der Kl&auml;gerin, bei origin&auml;ren Entnahmetatbest&auml;nden den Gewinn nach dem Buchwertprivileg des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG zu korrigieren, nicht beizupflichten. Sollte die Kl&auml;gerin dar&uuml;ber hinaus aus dem &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;4 KStG, &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG und &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG ein allgemeines Rechtsprinzip des Inhalts ableiten wollen, dass die &Uuml;berlassung von Wirtschaftsg&uuml;tern an gemeinn&uuml;tzige K&ouml;rperschaften nicht durch die steuerpflichtige Aufdeckung stiller Reserven erschwert werden solle, kann der Senat dem gleichfalls nicht folgen. Die genannten Bestimmungen enthalten lediglich Regelungen zu einzelnen Sachverhalten, ein allgemeines Rechtsprinzip l&auml;sst sich den Vorschriften nicht entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das Einkommen der Kl&auml;gerin hat sich durch die R&uuml;ck&uuml;bertragung des Aktienpaketes im Wege einer offenen Gewinnaussch&uuml;ttung um einen Betrag von &#8230;&nbsp;EUR erh&ouml;ht. Dieser Betrag ist nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG steuerfrei. Der Senat hat f&uuml;r die vGA angenommen, dass es Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG ist, f&uuml;r Besteuerungszwecke von einem angemessenen Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s auszugehen, wenn Gegenstand einer vGA die Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung an einer &#8211;im Urteilsfall ausl&auml;ndischen&#8211; Kapitalgesellschaft zu einem unangemessen niedrigen Preis ist (Senatsbeschluss vom 6.&nbsp;Juli 2000 I&nbsp;B&nbsp;34\/00, BFHE 192, 307, BStBl II 2002, 490). Dementsprechend hat der Senat es als folgerichtig angesehen, &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG nicht nur auf den vereinbarten, sondern auch auf den aus steuerlichen Gr&uuml;nden korrigierten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn anzuwenden. Nicht anders ist f&uuml;r die Gewinnrealisation im Streitfall nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet; das angefochtene Urteil verletzt im Umfang der Klagestattgabe Bundesrecht und ist daher aufzuheben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Die Pauschalierung eines Betriebsausgabenabzugsverbots durch die Hinzurechnung von 5&nbsp;v.H. der wegen &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG steuerfreien offenen Gewinnaussch&uuml;ttung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR verst&ouml;&szlig;t nicht gegen das rechtsstaatliche R&uuml;ckwirkungsverbot aus Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3, Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG). Die Klage ist daher insgesamt abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat ist &#8211;entgegen der Ansicht des FA&#8211; nicht an einer (erneuten) verfassungsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung der in Streit stehenden Norm gehindert. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat zwar mit Beschluss vom 12.&nbsp;Oktober 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;12\/07 (BVerfGE 127, 224, BGBl I 2010, 1766) ausweislich des Tenors seiner Entscheidung &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 KStG als verfassungsgem&auml;&szlig; erkl&auml;rt. Eine gesetzeskr&auml;ftige Normbest&auml;tigung durch das BVerfG (&sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber das Bundesverfassungsgericht &#8211;BVerfGG&#8211;) bezieht sich jedoch auf den Pr&uuml;fungsma&szlig;stab, mit welchem das BVerfG die Norm &uuml;berpr&uuml;ft hat (vgl. Bethge in Maunz\/Schmidt-Bleibtreu\/Klein\/Bethge, BVerfGG, &sect;&nbsp;31 Rz&nbsp;279). Der Pr&uuml;fungsma&szlig;stab ergibt sich dabei aus dem Tenor und aus den Gr&uuml;nden der Entscheidung des BVerfG (Bethge, ebenda, &sect;&nbsp;31 Rz&nbsp;295, 300; Heusch in Umbach\/Clemens\/Dollinger, BVerfGG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;31 Rz&nbsp;85). Auch wenn das BVerfG in seinem Tenor &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 KStG ohne Einschr&auml;nkung als mit dem Grundgesetz vereinbar erkl&auml;rt hat, so hat es zu Abschnitt&nbsp;D. der Entscheidungsgr&uuml;nde &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 KStG als mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG, dem &quot;hier allein in Frage kommenden verfassungsrechtlichen Pr&uuml;fungsma&szlig;stab&quot;, vereinbar erkl&auml;rt (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 127, 224, BGBl I 2010, 1766, Rz&nbsp;49). Der Senat ist daher nicht an einer &Uuml;berpr&uuml;fung der streitgegenst&auml;ndlichen Norm am Ma&szlig;stab der Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3, Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GG gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat ist nicht zu der &Uuml;berzeugung gelangt, dass &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG gegen das rechtsstaatliche R&uuml;ckwirkungsverbot aus Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3, Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GG verst&ouml;&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG bleiben bei der Ermittlung des Einkommens Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer K&ouml;rperschaft oder Personenvereinigung, deren Leistungen beim Empf&auml;nger zu Einnahmen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 2, 9 und 10 Buchst.&nbsp;a EStG geh&ouml;ren, au&szlig;er Ansatz. Von dem jeweiligen Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG gelten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG 5&nbsp;v.H. als Ausgaben, die nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden d&uuml;rfen. &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG wurde durch das Gesetz zur Umsetzung der Protokollerkl&auml;rung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz (Korb&nbsp;II-Gesetz) vom 22.&nbsp;Dezember 2003 (BGBl I 2003, 2840, BStBl I 2004, 14) in das KStG eingef&uuml;gt und gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 KStG seit dem 1.&nbsp;Januar 2004.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Vorinstanz hat einen Versto&szlig; gegen das verfassungsrechtliche R&uuml;ckwirkungsverbot angenommen, soweit bei der Berechnung des Hinzurechnungsbetrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG s&auml;mtliche Wertsteigerungen (stille Reserven) erfasst werden, die in dem Zeitraum vom 25.&nbsp;November 2002 bzw. 3.&nbsp;Dezember 2002 (&Uuml;bertragung des Aktienpaketes auf die Kl&auml;gerin) bis zum 18.&nbsp;Mai 2005 (R&uuml;ck&uuml;bertragung des Aktienpaketes auf die Stiftung) entstanden und durch den Ansatz der Gewinnaussch&uuml;ttung aufgedeckt worden sind. &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG sei erst ab dem 1.&nbsp;Januar 2004 in Kraft getreten bzw. als Bestandteil des sog. Korb&nbsp;II-Gesetzes erst am 27.&nbsp;Dezember 2003 im Bundesgesetzblatt verk&uuml;ndet und der Gesetzesbeschluss erst am 22.&nbsp;Dezember 2003 endg&uuml;ltig gefasst worden. Im Ergebnis komme es zu einer r&uuml;ckwirkenden Besteuerung stiller Reserven, die vor dem Inkrafttreten des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG gebildet worden seien. Darin liege eine sog. unechte R&uuml;ckwirkung, die nicht zu rechtfertigen sei. Dem kann sich der Senat nicht anschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wenn der Gesetzgeber die Rechtsfolge eines der Vergangenheit zugeh&ouml;rigen Verhaltens nachtr&auml;glich belastend &auml;ndert, bedarf dies nach der Rechtsprechung des BVerfG einer besonderen Rechtfertigung vor dem Rechtsstaatsprinzip und den Grundrechten des Grundgesetzes, unter deren Schutz Sachverhalte &quot;ins Werk gesetzt&quot; worden sind (vgl. Senatsbeschluss vom 27.&nbsp;November 2013 I&nbsp;R&nbsp;36\/13, BFHE 245, 108, BStBl II 2014, 651, m.w.N. zu der Rechtsprechung des BVerfG). Es ist dabei zwischen einer sog. echten R&uuml;ckwirkung und einer sog. unechten R&uuml;ckwirkung zu unterscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit belastende Rechtsfolgen einer Norm erst nach ihrer Verk&uuml;ndung eintreten, tatbestandlich aber von einem bereits ins Werk gesetzten Sachverhalt ausgel&ouml;st werden (&quot;tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung&quot;), liegt eine &quot;unechte&quot; R&uuml;ckwirkung vor (vgl. BVerfG-Beschluss vom 7.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;14\/02, 2&nbsp;BvL&nbsp;2\/04, 2&nbsp;BvL&nbsp;13\/05, BVerfGE 127, 1, BStBl II 2011, 76, m.w.N.). Eine solche unechte R&uuml;ckwirkung ist nicht grunds&auml;tzlich unzul&auml;ssig, denn die Gew&auml;hrung vollst&auml;ndigen Schutzes zu Gunsten des Fortbestehens der bisherigen Rechtslage w&uuml;rde den dem Gemeinwohl verpflichteten Gesetzgeber in wichtigen Bereichen l&auml;hmen und den Konflikt zwischen der Verl&auml;sslichkeit der Rechtsordnung und der Notwendigkeit ihrer &Auml;nderung im Hinblick auf einen Wandel der Lebensverh&auml;ltnisse in nicht mehr vertretbarer Weise zu Lasten der Anpassungsf&auml;higkeit der Rechtsordnung l&ouml;sen (vgl. BVerfG-Beschluss vom 10.&nbsp;Oktober 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;6\/07, BVerfGE 132, 302, BStBl II 2012, 932, m.w.N.). Der verfassungsrechtliche Vertrauensschutz geht insbesondere nicht so weit, den Staatsb&uuml;rger vor jeder Entt&auml;uschung zu bewahren (vgl. BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 10.&nbsp;April 1984&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;19\/82, BVerfGE 67, 1; vom 30.&nbsp;September 1987&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;933\/82, BVerfGE 76, 256). Soweit nicht besondere Momente der Schutzw&uuml;rdigkeit hinzutreten, genie&szlig;t die blo&szlig; allgemeine Erwartung, das geltende Recht werde zuk&uuml;nftig unver&auml;ndert fortbestehen, keinen besonderen verfassungsrechtlichen Schutz (vgl. BVerfG-Beschluss vom 8.&nbsp;Dezember 2009&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;758\/07, BVerfGE 125, 104, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BVerfG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ausgehend von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen geht die Regelung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG, mittels derer typisierend 5&nbsp;v.H. der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, 3 und 5 KStG als nichtabziehbare Betriebsausgaben gelten und einkommenserh&ouml;hend ber&uuml;cksichtigt werden, ohne dass der Nachweis niedrigerer Betriebsausgaben gestattet ist, im Streitfall nicht mit einer unechten R&uuml;ckwirkung einher. Die Erh&ouml;hung des Einkommens der Kl&auml;gerin, als Rechtsfolge der Vorschrift, tritt mit belastender Wirkung zwar im Zeitpunkt der Entstehung der K&ouml;rperschaftsteuer 2005, also am 31.&nbsp;Dezember 2005 ein, und damit nach der Verk&uuml;ndung der gesetzlichen &Auml;nderung, die Regelung greift allerdings nicht unter R&uuml;ckgriff auf einen bereits zuvor (vor der Verk&uuml;ndung der gesetzlichen &Auml;nderung) ins Werk gesetzten Sachverhalt ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Allerdings ist der Kl&auml;gerin darin zuzustimmen, dass &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG auf den &quot;Gewinn im Sinne des Absatzes&nbsp;2 Satz&nbsp;1, 3 und 5&quot; Bezug nimmt und damit zwischenzeitliche Wertzuw&auml;chse von Anteilen i.S. des Abs.&nbsp;2 in die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die gesetzlich fingierten Betriebsausgaben einbezogen werden. Ein R&uuml;ckgriff auf einen &#8211;wie vom BVerfG geforderten&#8211; &quot;ins Werk gesetzten Sachverhalt&quot; ist damit aber nicht verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Rechtsprechung des Senats ist zu entnehmen, dass es sich bei &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG um eine Fiktion nichtabziehbarer Betriebsausgaben handelt, die nicht durch eine wirtschaftliche Betrachtung &uuml;berspielt werden kann, der zufolge die Steuerfreistellung nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG im Ergebnis nur zu 95&nbsp;% gew&auml;hrt wird, mithin die Steuerfreistellung partiell wieder zur&uuml;ckgenommen wird (Senatsurteil vom 31.&nbsp;Mai 2017 I&nbsp;R&nbsp;37\/15, BFHE 258, 484, BStBl II 2018, 144). Ausgehend von dieser w&ouml;rtlich zu verstehenden Anordnung in &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG werden Betriebsausgaben als nicht abzugsf&auml;hig fingiert, die bei einem Ver&auml;u&szlig;erungsvorgang i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG entstanden sind. Demgem&auml;&szlig; wird im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile nicht ein &uuml;ber den vorhergehenden Zeitraum akkumulierter Zuwachs an Leistungsf&auml;higkeit der Besteuerung unterworfen, sondern lediglich Betriebsausgaben anl&auml;sslich dieses Vorgangs fingiert und als nicht abzugsf&auml;hig eingestuft. Die gesetzliche Anordnung orientiert sich damit nur formal an den Wertsteigerungen der ver&auml;u&szlig;erten Anteile, um die H&ouml;he der Betriebsausgaben festzulegen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz wird hierbei nicht auf einen &quot;ins Werk gesetzten Sachverhalt&quot; zur&uuml;ckgegriffen. Die Wertsteigerung der Anteile dient vielmehr lediglich als Ma&szlig;stab f&uuml;r die H&ouml;he der typisierend zu bestimmenden Betriebsausgaben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen ist das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen. Die Sache ist spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1, 2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2018, I R 34\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.110418.IR34.15.0 Bewertung einer Sachaussch&uuml;ttung in Form einer offenen Gewinnaussch&uuml;ttung; keine R&uuml;ckwirkung von &sect; 8b Abs. 3 Satz 1 KStG Leits&auml;tze 1. Der Gegenstand einer Sachaussch&uuml;ttung einer Kapitalgesellschaft ist mit dem gemeinen Wert zu bewerten. Auf den Wertansatz im Gewinnverwendungsbeschluss kommt es nicht an. 2. &sect; 8b Abs. 3 Satz &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-34-15-bewertung-einer-sachausschuettung-in-form-einer-offenen-gewinnausschuettung-keine-rueckwirkung-von-par-8b-abs-3-satz-1-kstg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;34\/15 &#8211; Bewertung einer Sachaussch&uuml;ttung in Form einer offenen Gewinnaussch&uuml;ttung; keine R&uuml;ckwirkung von &sect; 8b Abs. 3 Satz 1 KStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70032","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70032"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70032\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}