{"id":70036,"date":"2018-12-06T18:29:12","date_gmt":"2018-12-06T16:29:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70036"},"modified":"2018-12-06T18:29:12","modified_gmt":"2018-12-06T16:29:12","slug":"i-r-31-16-abwaertsverschmelzung-mit-auslaendischer-anteilseignerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-31-16-abwaertsverschmelzung-mit-auslaendischer-anteilseignerin\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;31\/16 &#8211; Abw&auml;rtsverschmelzung mit ausl&auml;ndischer Anteilseignerin"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.5.2018, I R 31\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.300518.IR31.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Abw&auml;rtsverschmelzung mit ausl&auml;ndischer Anteilseignerin<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Verschmelzung zweier Kapitalgesellschaften kann zu einem steuerfreien Aufl&ouml;sungsgewinn i.S. des &sect; 8b Abs. 2 Satz 3 KStG f&uuml;hren, von dem 5 % als nicht abziehbare Betriebsausgaben gelten.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Verschmelzung einer Mutterkapitalgesellschaft, deren Anteilseignerin im Ausland ans&auml;ssig ist, auf ihre Tochtergesellschaft (Abw&auml;rtsverschmelzung) kann nur dann ohne Aufdeckung stiller Reserven vollzogen werden, wenn die Besteuerung der stillen Reserven der Muttergesellschaft sichergestellt ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Da bei einer Abw&auml;rtsverschmelzung die zum Verm&ouml;gen der Muttergesellschaft geh&ouml;rende Beteiligung an der Tochtergesellschaft von der Muttergesellschaft auf deren Anteilseigner &uuml;bergeht, kommt es f&uuml;r den Buchwertansatz in der steuerlichen Schlussbilanz der Muttergesellschaft darauf an, ob beim Anteilseigner die stillen Reserven des auf ihn &uuml;bergegangenen Wirtschaftsguts &quot;Beteiligung&quot; weiterhin dem deutschen Besteuerungsrecht unterliegen.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Das Diskriminierungsverbot aus Art. 24 Abs. 4 DBA-USA 1989 steht dem Ansatz nicht abziehbarer Betriebsausgaben in H&ouml;he von 5 % des Aufl&ouml;sungsgewinns nicht entgegen, wenn Anteilseignerin der &uuml;bertragenden Muttergesellschaft eine US-amerikanische Kapitalgesellschaft ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>5. Gleiches gilt im Hinblick auf die Fusionsrichtlinie und die unionsrechtlichen Grundfreiheiten.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 22. April 2016&nbsp;&nbsp;6 K 1947\/14 K,G aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine luxemburgische Kapitalgesellschaft in der Rechtsform der S.&aacute;.r.l. Ihre Anteile wurden zun&auml;chst vollst&auml;ndig von der A-GmbH (im Folgenden: Muttergesellschaft) mit Sitz im Inland gehalten. Die Muttergesellschaft wurde nach Ma&szlig;gabe eines am &#8230;&nbsp;August 2009 beurkundeten Verschmelzungsplans auf die Kl&auml;gerin, also auf die Tochtergesellschaft, verschmolzen. Mit Eintragung in das Register am Sitz der Kl&auml;gerin in Luxemburg im September 2009 wurde die grenz&uuml;berschreitende Verschmelzung wirksam. Auf eine Kapitalerh&ouml;hung bei der &uuml;bernehmenden Kl&auml;gerin wurde im notariellen Verschmelzungsvertrag unwiderruflich verzichtet. Mit Wirksamwerden der Verschmelzung ging das Verm&ouml;gen der Muttergesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Kl&auml;gerin &uuml;ber. Die von der Muttergesellschaft gehaltenen Anteile an der Kl&auml;gerin wurden an die in den USA ans&auml;ssige A-Corporation (im Folgenden: Corporation), die bisher s&auml;mtliche Anteile an der Muttergesellschaft hielt, ausgekehrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verschmelzung erfolgte mit steuerrechtlicher R&uuml;ckwirkung. Steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag war der 31.&nbsp;Juli 2009, 24:00&nbsp;Uhr. In der steuerlichen Schlussbilanz der Muttergesellschaft zum 31.&nbsp;Juli 2009 wurden s&auml;mtliche Aktiva und Passiva mit dem Buchwert angesetzt. Die Anteile an der Kl&auml;gerin wurden ebenfalls mit ihrem Buchwert in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR angesetzt und zu diesem Wert erfolgsneutral ausgebucht. Der gemeine Wert dieser Anteile an der Kl&auml;gerin betrug zu diesem Zeitpunkt &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht. Er ging davon aus, dass die Anteile an der Kl&auml;gerin in der steuerlichen Schlussbilanz der Muttergesellschaft mit dem gemeinen Wert h&auml;tten angesetzt werden m&uuml;ssen. Dies sei zur Wahrung des inl&auml;ndischen Besteuerungsrechts erforderlich. Der Ansatz des gemeinen Wertes der Anteile f&uuml;hrte zu einem Gewinn, den das FA zwar nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der im Streitjahr (2009) geltenden Fassung (KStG) au&szlig;er Ansatz lie&szlig;. Jedoch wurden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 KStG 5&nbsp;% des Gewinns als nicht abziehbare Betriebsausgaben angesetzt. Das zu versteuernde Einkommen der Muttergesellschaft f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2009 erh&ouml;hte sich hierdurch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wandte sich die Kl&auml;gerin als Rechtsnachfolgerin der Muttergesellschaft mit dem Einspruch. Dieser blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das daraufhin angerufene Finanzgericht (FG) D&uuml;sseldorf gab der Klage mit Urteil vom 22.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;1947\/14&nbsp;K,G statt (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 951).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA r&uuml;gt mit seiner vom FG zugelassenen Revision die Verletzung sachlichen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt, das Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das dem Revisionsverfahren beigetretene Bundesministerium der Finanzen hat keinen Antrag gestellt. Es unterst&uuml;tzt in der Sache das Vorbringen des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet; die Vorentscheidung ist aufzuheben und die Klage abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Rechtsvorg&auml;ngerin der Kl&auml;gerin hat einen Aufl&ouml;sungsgewinn erzielt, von dem 5&nbsp;% als Ausgaben gelten, die nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden d&uuml;rfen. Das Umwandlungssteuerrecht sieht davon keine Ausnahme vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG bleiben bei der Ermittlung des Einkommens Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung bestimmter Anteile an K&ouml;rperschaften au&szlig;er Ansatz. Dies gilt entsprechend f&uuml;r Gewinne aus der Aufl&ouml;sung (&sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein solcher Gewinn entsteht u.a. bei Verschmelzung einer (&uuml;bertragenden) K&ouml;rperschaft auf eine andere (&uuml;bernehmende) K&ouml;rperschaft, da hierdurch die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft ohne Abwicklung aufgel&ouml;st wird (&sect;&nbsp;2 des Umwandlungsgesetzes) und ihr Verm&ouml;gen &#8211;einschlie&szlig;lich einer etwaigen Beteiligung an der &uuml;bernehmenden oder einer anderen K&ouml;rperschaft&#8211; vergleichbar einer rechtsgesch&auml;ftlichen Ver&auml;u&szlig;erung auf einen anderen Rechtstr&auml;ger &uuml;bergeht (Herlinghaus in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ Neumann, KStG, &sect;&nbsp;8b Rz&nbsp;251; vgl. Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;215, zur vergleichbaren Regelung des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Als Aufl&ouml;sungsgewinn ist der gemeine Wert der durch die im Zuge der Aufl&ouml;sung der Kapitalgesellschaft an einen anderen Anteilseigner &uuml;bergehenden Beteiligung abz&uuml;glich ihres Buchwerts anzusetzen (vgl. Herlinghaus in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, a.a.O., &sect;&nbsp;8b Rz&nbsp;237, zum insoweit vergleichbaren Fall der Liquidation; Bl&uuml;mich\/Rengers, &sect;&nbsp;8b KStG Rz&nbsp;243b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Ansatz des gemeinen Werts der Beteiligung ergibt sich im Streitfall auch aus &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Umwandlungssteuergesetzes 2006 (UmwStG 2006). Danach ist diese Bewertung bei einer Verschmelzung der K&ouml;rperschaft auf eine andere K&ouml;rperschaft in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden (aufgel&ouml;sten) K&ouml;rperschaft hinsichtlich der &uuml;bergehenden Wirtschaftsg&uuml;ter grunds&auml;tzlich geboten. Nach dem Wortlaut des Gesetzes geh&ouml;rt zu den &uuml;bergehenden Wirtschaftsg&uuml;tern auch die Beteiligung an der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft, da dieses Wirtschaftsgut von den Anteilseignern der &uuml;bertragenden (aufgel&ouml;sten) K&ouml;rperschaft erworben wird (Senatsurteil vom 28.&nbsp;Oktober 2009 I&nbsp;R&nbsp;4\/09, BFHE 228, 21, BStBl II 2011, 315; Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;B&nbsp;108\/10, BFH\/NV 2011, 1924).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Von dem Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG gelten 5&nbsp;% als Ausgaben, die nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden d&uuml;rfen (&sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Steuerfestsetzung in den angegriffenen Bescheiden liegt zugrunde, dass im Streitfall die Muttergesellschaft auf die Kl&auml;gerin wirksam verschmolzen wurde und bei Ersterer ein mit nicht abziehbaren Betriebsausgaben verkn&uuml;pfter Aufl&ouml;sungsgewinn in H&ouml;he der Differenz zwischen gemeinem Wert und Buchwert der bislang von der Muttergesellschaft gehaltenen Beteiligung angefallen ist. Das ist nach dem vorstehend Ausgef&uuml;hrten revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die auf dem Ansatz nicht abziehbarer Betriebsausgaben beruhende Steuerfestsetzung (Belastung) wird im Streitfall durch keinen steuerentlastenden Tatbestand ausgeschlossen. Insbesondere kann dies nicht &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 UmwStG 2006 entnommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 UmwStG 2006 sind bei Verschmelzung einer K&ouml;rperschaft auf eine andere K&ouml;rperschaft die &uuml;bergehenden Wirtschaftsg&uuml;ter in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft mit dem gemeinen Wert anzusetzen. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Vorschrift besagt, dass abweichend davon auf Antrag die &uuml;bergehenden Wirtschaftsg&uuml;ter u.a. mit dem Buchwert angesetzt werden k&ouml;nnen, soweit sichergestellt ist, dass sie sp&auml;ter bei der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft der Besteuerung mit K&ouml;rperschaftsteuer unterliegen und das Recht der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) hinsichtlich der Besteuerung des Gewinns aus der Ver&auml;u&szlig;erung der &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter bei der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft nicht ausgeschlossen oder beschr&auml;nkt wird. Schlie&szlig;lich regelt &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006, dass die Anteile an der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft mindestens mit dem Buchwert, erh&ouml;ht um Abschreibungen sowie um Abz&uuml;ge nach &sect;&nbsp;6b EStG und &auml;hnliche Abz&uuml;ge, die in fr&uuml;heren Jahren steuerwirksam vorgenommen worden sind, h&ouml;chstens mit dem gemeinen Wert, anzusetzen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 UmwStG 2006 erm&ouml;glicht demnach im Fall der Verschmelzung zweier K&ouml;rperschaften zwar grunds&auml;tzlich den Ansatz der Wirtschaftsg&uuml;ter in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft mit dem Buchwert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist allerdings, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen bei der im Streitfall zu beurteilenden Abw&auml;rtsverschmelzung auch die Beteiligung an der Tochtergesellschaft erfasst wird (zum Streitstand vgl. z.B. R&ouml;dder in R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/van Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;112&nbsp;ff.; Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;11 UmwStG, Rz&nbsp;167&nbsp;f., jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG ist in der angegriffenen Entscheidung davon ausgegangen, dass &sect;&nbsp;11 UmwStG 2006 auch insoweit den Buchwertansatz er&ouml;ffnet (&uuml;berwiegend zustimmend das Schrifttum, z.B. Gs&ouml;dl\/ Wuttke, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2016, 2326; Weiss, Internationale Wirtschaftsbriefe 2016, 498; ablehnend z.B. Weber, Der Konzern 2016, 390). Es deutet die Normzusammenh&auml;nge im Wesentlichen so, dass von dem in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 enthaltenen Tatbestandsmerkmal &quot;&uuml;bergehende Wirtschaftsg&uuml;ter&quot; nur solche Gegenst&auml;nde erfasst werden, die auf die an der Verschmelzung unmittelbar beteiligte &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft &uuml;bergehen. Damit geh&ouml;re das der &uuml;bertragenden Muttergesellschaft zuzurechnende Wirtschaftsgut &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; nicht zu den &uuml;bergehenden Wirtschaftsg&uuml;tern. Die in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 2 UmwStG 2006 geregelten einschr&auml;nkenden Voraussetzungen f&uuml;r die Wahl des Buchwertansatzes seien damit im Hinblick auf das Wirtschaftsgut &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; nicht zu pr&uuml;fen. Vielmehr richte sich die Behandlung dieses Wirtschaftsguts allein nach der abschlie&szlig;enden Bestimmung des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006. Folglich sei es f&uuml;r den Buchwertansatz unsch&auml;dlich, dass die stillen Reserven des Wirtschaftsguts &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; bei dem ausl&auml;ndischen Anteilseigner der bisherigen Muttergesellschaft, der dieses Wirtschaftsgut bei einer Abw&auml;rtsverschmelzung direkt erwerben w&uuml;rde, nicht mehr dem deutschen Besteuerungszugriff unterl&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dem ist nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie dargelegt, geh&ouml;rt die &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; zu den &uuml;bergehenden Wirtschaftsg&uuml;tern i.S. des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006. Die Beteiligung geht als Wirtschaftsgut an die Anteilseigner der Muttergesellschaft &uuml;ber. Der Gesetzeswortlaut ist eindeutig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Auch &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz 1 UmwStG 2006 verwendet den Begriff &quot;&uuml;bergehende Wirtschaftsg&uuml;ter&quot; und erfasst damit ebenfalls die &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot;. Soweit die Nr.&nbsp;1 und 2 der genannten Vorschrift weitere Anforderungen f&uuml;r den Buchwertansatz in Bezug auf die &quot;&uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft&quot; stellen, ist auf diejenige Person abzustellen, die die &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; erwirbt. Ist demnach eine K&ouml;rperschaft Anteilseignerin der Muttergesellschaft (&uuml;bertragende K&ouml;rperschaft) und erwirbt sie bei der Abw&auml;rtsverschmelzung unmittelbar die bislang von der Muttergesellschaft gehaltene &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; (Senatsurteil in BFHE 228, 21, BStBl II 2011, 315), ist die Norm nach ihrem Wortlaut einschl&auml;gig mit der Folge, dass die Abw&auml;rtsverschmelzung &#8211;bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen&#8211; auf Antrag ohne Aufdeckung stiller Reserven vollzogen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall liegen diese weiteren Voraussetzungen indes nicht vor. Denn bei der US-amerikanischen Corporation als derjenigen K&ouml;rperschaft, die die &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; &uuml;bernimmt, unterliegen die stillen Reserven des Wirtschaftsguts nicht mehr dem deutschen Besteuerungsrecht i.S. des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 UmwStG 2006. Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;5 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk&uuml;rzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen und einiger anderer Steuern vom 29.&nbsp;August 1989 &#8211;DBA-USA&nbsp;1989&#8211; (BGBl II 1991, 355, BStBl I 1991, 95) weist dem Ans&auml;ssigkeitsstaat der Corporation, also den USA, das ausschlie&szlig;liche Recht zur Besteuerung des Gewinns aus der Ver&auml;u&szlig;erung der &uuml;bergegangenen Beteiligung zu (vgl. Lieber in Sch&ouml;nfeld\/Ditz, DBA, Art.&nbsp;13 Rz&nbsp;100, 107 und 256).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Sinn und Zweck der infrage stehenden Vorschriften best&auml;tigen das Ergebnis der Wortlautauslegung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Mit dem Gesetz &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften vom 7.&nbsp;Dezember 2006 (BStBl I 2006, 2782, BStBl I 2007, 4) hat der Gesetzgeber die steuerneutrale Umwandlung im Allgemeinen und die Verschmelzung im Besonderen von der Bedingung abh&auml;ngig gemacht, &quot;dass die Besteuerung stiller Reserven der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft sichergestellt wird. Daher ist bei der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft der Ansatz der Wirtschaftsg&uuml;ter in der steuerlichen Schlussbilanz mit dem gemeinen Wert vorgesehen. Auf Antrag sind die &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter mit dem Buchwert oder einem Zwischenwert anzusetzen, soweit die stillen Reserven betrieblich verstrickt bleiben und das Besteuerungsrecht der Bundesrepublik Deutschland gewahrt ist&quot; (BTDrucks 16\/2710, S.&nbsp;27). Dieses Verst&auml;ndnis wird im besonderen Teil der Gesetzesbegr&uuml;ndung bei der Darstellung der Verschmelzung mit nahezu identischer Formulierung wiederholt (s. BTDrucks 16\/2710, S.&nbsp;35). Im Gesetzestext hat sich diese Zwecksetzung f&uuml;r die Verschmelzung von K&ouml;rperschaften unmittelbar in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 UmwStG 2006 niedergeschlagen. Damit sind die streitgegenst&auml;ndlichen Regelungen &#8211;wie das UmwStG insgesamt&#8211; zwar darauf gerichtet, die betriebswirtschaftlich sinnvolle Umstrukturierung von Unternehmen zu erleichtern und f&uuml;r den nach allgemeinen ertragsteuerrechtlichen Grunds&auml;tzen verwirklichten Realisationstatbestand (hier: Aufl&ouml;sungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG) einen Steueraufschub zu gew&auml;hren. Diese Milderung steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass sie mit keinem endg&uuml;ltigen Besteuerungsverzicht verbunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es ist kein sachlicher Grund ersichtlich, weshalb gerade im Falle einer Abw&auml;rtsverschmelzung das Privileg des Buchwertansatzes ohne Absicherung des inl&auml;ndischen Besteuerungszugriffs auf die stillen Reserven gew&auml;hrt werden sollte. Der in der Literatur und im angegriffenen Urteil angef&uuml;hrte &quot;Repr&auml;sentationsgedanke&quot; vermag dies nicht zu tragen. Danach repr&auml;sentiert das Wirtschaftsgut &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; das Verm&ouml;gen der Tochtergesellschaft. In der streitgegenst&auml;ndlichen Konstellation gehe dieses Wirtschaftsgut zwar auf den ausl&auml;ndischen Anteilseigner &uuml;ber und unterliege dort regelm&auml;&szlig;ig nicht mehr dem deutschen Besteuerungszugriff, doch verbleibe das &#8211;von der Beteiligung repr&auml;sentierte&#8211; Verm&ouml;gen der (deutschen) Tochtergesellschaft im Inland und sei dort weiterhin steuerlich verhaftet (z.B. Schie&szlig;l, a.a.O.). Damit wird verkannt, dass sich das zu wahrende deutsche Besteuerungsrecht auf das Verm&ouml;gen &#8211;einschlie&szlig;lich der stillen Reserven&#8211; eines bestimmten Steuerrechtssubjekts bezieht. Die stillen Reserven haben dessen individuelle steuerliche Leistungsf&auml;higkeit erh&ouml;ht und m&uuml;ssen, wenn sie dessen Sph&auml;re verlassen oder wenn ein Realisationstatbestand eingreift, von diesem versteuert werden (Subjektbindung, vgl. z.B. BTDrucks 12\/6885, S.&nbsp;22; Senatsurteil vom 15.&nbsp;April 2015 I&nbsp;R&nbsp;54\/13, BFHE 254, 519, BStBl II 2017, 136, betreffend Einbringung; R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., Einf&uuml;hrung, Rz&nbsp;1). Das Umwandlungssteuerrecht verzichtet auf die an sich gebotene Versteuerung, wenn das n&auml;mliche Verm&ouml;gen, im Streitfall also die stille Reserven enthaltende Beteiligung der Muttergesellschaft an der Tochtergesellschaft, beim Erwerber des Verm&ouml;gens dem Besteuerungszugriff unterliegt. Letzteres trifft aber &#8211;wie erl&auml;utert&#8211; auf die Anteile an der Tochtergesellschaft nicht zu und kann &#8211;unter Beachtung des Trennungsprinzips&#8211; auch nicht durch den Hinweis auf deren Eigenverm&ouml;gen i.S. eines Repr&auml;sentationsgedankens ersetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch die systematische Auslegung streitet nicht f&uuml;r das vom FG vertretene Normverst&auml;ndnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entgegen dessen Auffassung stellt &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 keine abschlie&szlig;ende Spezialregelung f&uuml;r den Ansatz des Wirtschaftsguts &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; in der steuerlichen Schlussbilanz der Muttergesellschaft bei einer Abw&auml;rtsverschmelzung dar. Es handelt sich, wie ihre systematische Stellung innerhalb der aus insgesamt drei S&auml;tzen bestehenden Buchwertansatzvorschrift (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 UmwStG 2006) zeigt, um eine erg&auml;nzende Vorschrift. Satz&nbsp;2 regelt &#8211;und auch insoweit ist vom Gesetzeswortlaut auszugehen&#8211; lediglich den sog. Beteiligungskorrekturgewinn, der z.B. aus der gesetzlich angeordneten R&uuml;ckg&auml;ngigmachung fr&uuml;herer steuerwirksam vorgenommener Teilwertabschreibungen auf die &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; resultiert. Wiederum erg&auml;nzend und abschlie&szlig;end ordnet &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 UmwStG 2006 sodann mit dem Verweis auf &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 und 5 KStG an, dass dieser Gewinn von der allgemeinen Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG nicht erfasst wird, und damit steuerpflichtig ist (vgl. Bl&uuml;mich\/Klingberg, &sect;&nbsp;11 UmwStG 2006 Rz&nbsp;75; R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;167 und 178).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der von der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung ge&auml;u&szlig;erten Meinung l&auml;uft &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 in der Deutung des Senats auch nicht leer. Vielmehr kann dann, wenn die &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; dem deutschen Besteuerungszugriff unterliegt, der Buchwertsatz neben den Ausweis eines Beteiligungskorrekturgewinns treten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das Diskriminierungsverbot aus Art.&nbsp;24 Abs.&nbsp;4 DBA-USA 1989, die Fusionsrichtlinie und das Unionsrecht stehen der streitgegenst&auml;ndlichen Steuerfestsetzung nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art.&nbsp;24 Abs.&nbsp;4 DBA-USA 1989 d&uuml;rfen Unternehmen eines Vertragsstaats, deren Kapital ganz oder teilweise unmittelbar oder mittelbar einer im anderen Vertragsstaat ans&auml;ssigen Person oder mehreren solchen Personen geh&ouml;rt oder ihrer Kontrolle unterliegt, im erstgenannten Staat keiner Besteuerung oder damit zusammenh&auml;ngenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenh&auml;ngenden Verpflichtungen, denen andere &auml;hnliche Unternehmen des erstgenannten Staates unterworfen sind oder unterworfen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das abkommensrechtliche Diskriminierungsverbot setzt zum einen voraus, dass die andere oder benachteiligende Besteuerung tatbestandlich an die Beteiligung nichtans&auml;ssiger Gesellschafter ankn&uuml;pft (vgl. Senatsurteil vom 9.&nbsp;Februar 2011 I&nbsp;R&nbsp;54, 55\/10, BFHE 232, 476, BStBl II 2012, 106, zum Merkmal der Inlandsans&auml;ssigkeit eines Organtr&auml;gers; Rust in Vogel\/ Lehner, DBA, 6.&nbsp;Aufl., Art.&nbsp;24 Rz&nbsp;165; Bruns in Sch&ouml;nfeld\/ Ditz, a.a.O., Art.&nbsp;24 Rz&nbsp;165). Zum anderen sind Diskriminierungen nur zu unterlassen, wenn ein &auml;hnliches Unternehmen vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob die Anwendung des Diskriminierungsverbots bereits an der geforderten tatbestandlichen Ankn&uuml;pfung scheitert, weil weder die Regelungen zum Aufl&ouml;sungsgewinn in &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG noch die Bewertungsvorschriften des &sect;&nbsp;11 UmwStG 2006 im Tatbestand auf die Auslandsans&auml;ssigkeit der Anteilseigner der aufgel&ouml;sten Muttergesellschaft abstellen und vom Verbotstatbestand ausschlie&szlig;lich solche direkten und nicht auch mittelbare Diskriminierungen erfasst werden (vgl. Senatsurteil vom 8.&nbsp;September 2010 I&nbsp;R&nbsp;6\/09, BFHE 231, 75, BStBl II 2013, 186, zu mittelbaren Diskriminierungen), kann dahinstehen. Denn jedenfalls w&auml;re ein von ausl&auml;ndischen Gesellschaftern beherrschtes Unternehmen nur dann gleich zu behandeln, wenn es einem Unternehmen, das keiner Kontrolle von in dem anderen Staat ans&auml;ssigen Personen unterliegt, &auml;hnlich w&auml;re. Das &quot;&auml;hnliche Unternehmen&quot; zeichnet sich im vorliegenden Zusammenhang aber dadurch aus, dass sein Betriebsverm&ouml;gen (einschlie&szlig;lich der stillen Reserven) im Inland steuerverstrickt ist und die stillen Reserven nach einer Verschmelzung mit einer anderen K&ouml;rperschaft verstrickt bleiben (vgl. &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006). Somit k&ouml;nnte eine von ausl&auml;ndischen Anteilseignern beherrschte Gesellschaft auch nur dann den Schutz des Art.&nbsp;24 Abs.&nbsp;4 DBA-USA 1989 einfordern, wenn &#8211;wie bei dem &auml;hnlichen Unternehmen&#8211; auch nach einer Verschmelzung die inl&auml;ndische Steuerverstrickung der stillen Reserven gewahrt bliebe. Hieran fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die Fusionsrichtlinie (Richtlinie 2009\/133\/EG des Rates vom 19.&nbsp;Oktober 2009 &uuml;ber das gemeinsame Steuersystem f&uuml;r Fusionen, Spaltungen, Abspaltungen, die Einbringung von Unternehmensteilen und den Austausch von Anteilen, die Gesellschaften verschiedener Mitgliedstaaten betreffen, sowie f&uuml;r die Verlegung des Sitzes einer Europ&auml;ischen Gesellschaft oder einer Europ&auml;ischen Genossenschaft von einem Mitgliedstaat in einen anderen Mitgliedstaat &#8211;FRL&#8211;, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union 2009, Nr.&nbsp;L&nbsp;310, 34) vermittelt im Streitfall der Kl&auml;gerin keine Schutzwirkung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar d&uuml;rfen nach Art.&nbsp;4 FRL Fusion, Spaltung oder Abspaltung keine Besteuerung des Gewinns ausl&ouml;sen, der sich aus dem Unterschied zwischen dem tats&auml;chlichen Wert des &uuml;bertragenen Aktiv- und Passivverm&ouml;gens und dessen steuerlichem Wert ergibt. Allerdings ist die Fusion i.S. der Richtlinie nach Art.&nbsp;2 als der Vorgang definiert, durch den eine oder mehrere Gesellschaften zum Zeitpunkt ihrer Aufl&ouml;sung ohne Abwicklung ihr gesamtes Aktiv- und Passivverm&ouml;gen auf eine bereits bestehende Gesellschaft gegen Gew&auml;hrung von Anteilen am Gesellschaftskapital der anderen Gesellschaft an ihre eigenen Gesellschafter und gegebenenfalls einer baren Zuzahlung &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach wird nach dem Wortlaut der beiden Bestimmungen von dem Begriff des &uuml;bertragenen Aktivverm&ouml;gens die Beteiligung der &uuml;bertragenden (Mutter-)Gesellschaft an der &uuml;bernehmenden (Tochter-)Gesellschaft nicht erfasst, weil diese Beteiligung nicht an die an der Fusion beteiligte andere (Tochter-)Gesellschaft &uuml;bergeht, sondern an die Gesellschafter der &uuml;bertragenden (Mutter-)Gesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es kann dahinstehen, ob im Streitfall der Schutzbereich der Kapitalverkehrs- oder der Niederlassungsfreiheit er&ouml;ffnet ist. Offen kann auch bleiben, ob &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 zu einem Bereich geh&ouml;rt, der auf Unionsebene &#8211;hier in Gestalt der Fusionsrichtlinie&#8211; abschlie&szlig;end harmonisiert wurde und in Folge dessen nicht anhand der Bestimmungen des Prim&auml;rrechts zu beurteilen w&auml;re (vgl. z.B. Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; Deister Holding vom 20.&nbsp;Dezember 2017 C-504\/16 und C-613\/16, EU:C:2017:1009, BFH\/NV 2018, 319). Der Senat sieht einen etwaigen Grundfreiheitsversto&szlig; jedenfalls als gerechtfertigt an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der EuGH hat in seiner j&uuml;ngeren Rechtsprechung zu nationalen Entstrickungsregelungen gekl&auml;rt, dass Eingriffe in die Niederlassungsfreiheit oder die Kapitalverkehrsfreiheit durch den Gesichtspunkt der Wahrung der Aufteilung der Besteuerungsbefugnisse gerechtfertigt sein k&ouml;nnen. Danach hat ein Mitgliedstaat grunds&auml;tzlich das Recht, die in seinem Hoheitsgebiet entstandenen und noch nicht realisierten stillen Reserven zu besteuern, wenn er im Zeitpunkt der tats&auml;chlichen Realisierung auf die Reserven nicht mehr zugreifen kann (EuGH-Urteile National Grid Indus vom 29.&nbsp;November 2011 C-371\/10, EU:C:2011:785, Slg. 2011, I-12273; DMC vom 23.&nbsp;Januar 2014 C-164\/12, EU:C:2014:20, DStR 2014, 193; Verder Lab Tec vom 21.&nbsp;Mai 2015 C-657\/13, EU:C:2015:132, Finanz-Rundschau 2015, 600). Diese &#8211;teilweise zu Umwandlungsvorg&auml;ngen ergangene&#8211; Rechtsprechung kann auf den vorliegenden Streitfall &uuml;bertragen werden. Wegen des Direkterwerbs der &quot;Beteiligung an der Tochtergesellschaft&quot; durch den (bisherigen) Anteilseigner der Muttergesellschaft hat Deutschland im Zeitpunkt einer tats&auml;chlichen Realisierung der in der Beteiligung ruhenden Reserven wegen Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;5 DBA-USA 1989 keine M&ouml;glichkeit mehr, diese zu besteuern. Um dies zu verhindern, statuiert der Gesetzgeber mit &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 besondere Anforderungen f&uuml;r den Buchwertansatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Eingriff ist auch verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Diesbez&uuml;glich ist zweierlei zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen liegt im Streitfall ein von der Corporation selbst herbeigef&uuml;hrter Realisationsakt vor (vgl. allgemein Fehling in Schaumburg\/Englisch, Europ&auml;isches Steuerrecht, 2015, Rz&nbsp;17.49). Zum anderen wurden im Streitfall die stillen Reserven nicht besteuert. Vielmehr wird der (Aufl&ouml;sungs-)Gewinn durch &sect;&nbsp;8b KStG vollst&auml;ndig von der Steuer befreit, da es sich nach der Senatsrechtsprechung bei der sog. 5&nbsp;%-igen Schachtelstrafe (&sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG) in rechtlicher Hinsicht nicht um eine partielle R&uuml;cknahme der Steuerbefreiung auf 95&nbsp;%, sondern um die Fiktion nicht abziehbarer Betriebsausgaben handelt (Senatsurteil vom 31.&nbsp;Mai 2017 I&nbsp;R&nbsp;37\/15, BFHE 258, 484, BStBl II 2018, 144). Selbst wenn man &sect;&nbsp;8b KStG bei einem rein wirtschaftlichen Verst&auml;ndnis der Norm als eine Teil-Steuerbefreiung begreifen wollte, w&auml;re jedenfalls die dadurch ausgel&ouml;ste Steuerbelastung nicht nur &auml;u&szlig;erst gering (15&nbsp;% von 5&nbsp;% des Aufl&ouml;sungsgewinns), sondern w&uuml;rde zudem die Belastung im Entstrickungsfall deutlich unterschreiten (vgl. z.B. &sect;&nbsp;4g EStG; Schmidt\/Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;4g Rz&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.5.2018, I R 31\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.300518.IR31.16.0 Abw&auml;rtsverschmelzung mit ausl&auml;ndischer Anteilseignerin Leits&auml;tze 1. Die Verschmelzung zweier Kapitalgesellschaften kann zu einem steuerfreien Aufl&ouml;sungsgewinn i.S. des &sect; 8b Abs. 2 Satz 3 KStG f&uuml;hren, von dem 5 % als nicht abziehbare Betriebsausgaben gelten. 2. Die Verschmelzung einer Mutterkapitalgesellschaft, deren Anteilseignerin im Ausland ans&auml;ssig ist, auf ihre Tochtergesellschaft &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-31-16-abwaertsverschmelzung-mit-auslaendischer-anteilseignerin\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;31\/16 &#8211; Abw&auml;rtsverschmelzung mit ausl&auml;ndischer Anteilseignerin<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70036","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70036"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70036\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70036"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70036"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}