{"id":70069,"date":"2018-12-06T18:40:09","date_gmt":"2018-12-06T16:40:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70069"},"modified":"2018-12-06T18:40:09","modified_gmt":"2018-12-06T16:40:09","slug":"v-r-34-17-beweidungsleistungen-eines-schaefers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-34-17-beweidungsleistungen-eines-schaefers\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;34\/17 &#8211; Beweidungsleistungen eines Sch&auml;fers"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.9.2018, V R 34\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.060918.VR34.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Beweidungsleistungen eines Sch&auml;fers<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Entgeltliche Beweidungsleistungen eines Sch&auml;fers unterliegen der Durchschnittsatzbesteuerung nach &sect; 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 UStG. Aufgrund der bei der Wandersch&auml;ferei bestehenden Besonderheiten steht dem nicht entgegen, dass der Leistungsempf&auml;nger die Beweidungsleistung aus Gr&uuml;nden des Natur- und Landschaftsschutzes bezieht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers werden das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 28. Juni 2017&nbsp;&nbsp;1 K 203\/16 und die Umsatzsteuerbescheide 2011 und 2012 jeweils vom 21. Juli 2015 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 19. Januar 2016 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Sch&auml;fer und unterh&auml;lt eine Schafherde. Der Kl&auml;ger lieferte Schafe zu Schlachtzwecken. In den Streitjahren 2011 und 2012 erbrachte er entgeltliche Leistungen durch die Beweidung von Gr&uuml;nfl&auml;chen mit seinen Schafen an eine Immobilienmanagementgesellschaft zur Aufgabenerf&uuml;llung beim Natur- und Landschaftsschutz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ging davon aus, dass er mit der entgeltlichen Beweidung von Gr&uuml;nfl&auml;chen sonstige Leistungen i.S. von &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) erbracht habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung war der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) demgegen&uuml;ber der Auffassung, dass es sich um Leistungen handele, die dem Regelsteuersatz unterl&auml;gen. Einspruch und Klage zum Finanzgericht (FG) hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 1485 ver&ouml;ffentlichten Urteil des FG ist der Kl&auml;ger zur Anwendung der Besteuerung nach Durchschnittss&auml;tzen nicht berechtigt. Bei richtlinienkonformer Auslegung entsprechend Art.&nbsp;295&nbsp;ff. der Richtlinie des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem 2006\/112\/EG (MwStSystRL) und der hierzu ergangenen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) m&uuml;sse eine landwirtschaftliche Dienstleistung vorliegen. Diese sei nicht gegeben, da die vom Leistungsempf&auml;nger bezweckte Erhaltungs- und Entwicklungspflege keinen landwirtschaftlichen Zwecken gedient habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit seiner Revision. Die von ihm mit Hilfe seiner Schafe erbrachten Beweidungsleistungen seien unter Beachtung der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union eine landwirtschaftliche Dienstleistung. Er sei als landwirtschaftlicher Erzeuger mit der normalen Ausr&uuml;stung seines landwirtschaftlichen Betriebs t&auml;tig geworden. Ein gewerblicher Anbieter k&ouml;nne die Leistung nicht in der gleichen Weise erbringen. Die Abgrasung durch Schafe sei eine urtypische landwirtschaftliche Dienstleistung. Dies zeige sich auch im Vergleich zur Pensionspferdehaltung oder der Entsorgung von Kl&auml;rschlamm oder von Speiseresten. Die Beweidungsleistung trage auch zur landwirtschaftlichen Erzeugung bei, da die Weideschafe geschlachtet und zu Fleisch- und Wurstwaren verarbeitet w&uuml;rden. Es komme nicht darauf an, dass die Leistung beim Leistungsempf&auml;nger zu landwirtschaftlichen Zwecken diene. So sei es auch bei einem Hofladen. Zu ber&uuml;cksichtigen seien schlie&szlig;lich die Besonderheiten bei Magerwiesen, die eine zus&auml;tzliche F&uuml;tterung erforderlich machten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das Urteil des FG und die Umsatzsteuerbescheide 2011 und 2012 vom 21.&nbsp;Juli 2015 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Januar 2016 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die landwirtschaftliche Dienstleistung m&uuml;sse zur landwirtschaftlichen Erzeugung beitragen. Hieran fehle es, da der Leistungsempf&auml;nger die vom Kl&auml;ger bezogene Leistung nicht f&uuml;r landwirtschaftliche Zwecke, sondern aus Gr&uuml;nden des Natur- und Landschaftsschutzes bezogen habe. Es sei um die Erhaltung kulturhistorisch bedeutsamer Lebensr&auml;ume gegangen. Ausnahmevorschriften seien schlie&szlig;lich eng auszulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und der Klage stattzugeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen der Vorentscheidung scheitert die Anwendung von &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 UStG auf die vom Kl&auml;ger erbrachten Beweidungsleistungen nicht daran, dass es sich bei diesen nicht um landwirtschaftliche Dienstleistungen handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;r die Anwendung von &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG muss der Unternehmer als Inhaber eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs landwirtschaftliche Erzeugnisse liefern oder landwirtschaftliche Dienstleistungen erbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG wird die Steuer f&uuml;r die im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ausgef&uuml;hrten Lieferungen und sonstigen Leistungen unter weiteren hier nicht bedeutsamen Voraussetzungen auf 10,7&nbsp;% festgesetzt. Aus &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG ergibt sich ein Vorsteuerabzug in gleicher H&ouml;he. Zu den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 UStG insbesondere Tierhaltungsbetriebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach st&auml;ndiger BFH-Rechtsprechung ist &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG richtlinienkonform entsprechend Art.&nbsp;295&nbsp;ff. MwStSystRL auszulegen (z.B. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Januar 2013 V&nbsp;R&nbsp;34\/11, BFHE 239, 552, BStBl II 2013, 460, unter II.1.b, und vom 21.&nbsp;Januar 2015 XI&nbsp;R&nbsp;13\/13, BFHE 248, 462, BStBl II 2015, 730, unter II.1.b). Danach finden die sog. Pauschalausgleich-Prozents&auml;tze gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;300&nbsp;f. MwStSystRL auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und landwirtschaftliche Dienstleistungen Anwendung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Landwirtschaftliche Dienstleistungen sind nach Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 MwStSystRL Dienstleistungen, die von einem landwirtschaftlichen Erzeuger mit Hilfe seiner Arbeitskr&auml;fte oder der normalen Ausr&uuml;stung seines land-, forst- oder fischwirtschaftlichen Betriebs erbracht werden und die normalerweise zur landwirtschaftlichen Erzeugung beitragen, und zwar insbesondere die in Anhang&nbsp;VIII aufgef&uuml;hrten Dienstleistungen. &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG ist bei richtlinienkonformer Auslegung auf diese landwirtschaftlichen Dienstleistungen, nicht aber auch auf andersartige sonstige Leistungen anzuwenden. Wie der BFH bereits ausdr&uuml;cklich entschieden hat, muss die Dienstleistung vom Empf&auml;nger zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden (BFH-Urteil in BFHE 248, 462, BStBl II 2015, 730, Leits&auml;tze&nbsp;1 und 2, sowie unter II.2.b&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Allerdings gilt der Grundsatz, dass die Dienstleistung vom Empf&auml;nger zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden muss, nicht uneingeschr&auml;nkt. Auch bei richtlinienkonformer Auslegung kommt dem Wortlaut des nationalen Rechts f&uuml;r die Gesetzesauslegung entscheidende Bedeutung zu (vgl. allgemein z.B. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2012 V&nbsp;R&nbsp;14\/11, BFHE 237, 279, BStBl II 2012, 630, unter II.2.a.&nbsp;dd). Nach der ausdr&uuml;cklichen Anordnung in &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG gilt die Wandersch&auml;ferei als landwirtschaftlicher Betrieb. Aufgrund der m&uuml;ndlichen Verhandlung geht der erkennende Senat dabei davon aus, dass die Beweidung im Rahmen der Wandersch&auml;ferei im Verh&auml;ltnis zum Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer unentgeltlich, gegen Entgelt des Sch&auml;fers oder &#8211;wie im Streitfall&#8211; gegen Entgelt des Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers erfolgen kann. Der Begriff der Wandersch&auml;ferei differenziert weder nach dem Vorliegen derartiger Zahlungen noch nach der Person, die das Entgelt entrichtet, und umfasst damit alle der vorstehenden Formen der Beweidungsleistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Danach hat das FG zu Unrecht entschieden, dass der Kl&auml;ger &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG auf seine Beweidungsleistungen nicht anwenden kann. Das Urteil des FG ist daher aufzuheben und der Klage stattzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar hat der Empf&auml;nger der vom Kl&auml;ger erbrachten sonstigen Leistungen diese f&uuml;r Zwecke der Erhaltungs- und Entwicklungspflege bezogen, so dass sie nicht zur landwirtschaftlichen Erzeugung beim Empf&auml;nger beigetragen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hierauf kommt es indes im Rahmen der gesetzlich ausdr&uuml;cklich genannten Wandersch&auml;ferei nicht an. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger seine T&auml;tigkeit &uuml;berwiegend auf eigenen Fl&auml;chen und nur ausnahmsweise und vor&uuml;bergehend wie bei den hier streitigen Leistungen auf fremden Fl&auml;chen ausge&uuml;bt hat. Denn der Begriff der Wandersch&auml;ferei ist insoweit funktional zu verstehen, so dass es insoweit nur auf die Beweidung fremder Fl&auml;chen ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.9.2018, V R 34\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.060918.VR34.17.0 Beweidungsleistungen eines Sch&auml;fers Leits&auml;tze Entgeltliche Beweidungsleistungen eines Sch&auml;fers unterliegen der Durchschnittsatzbesteuerung nach &sect; 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 UStG. Aufgrund der bei der Wandersch&auml;ferei bestehenden Besonderheiten steht dem nicht entgegen, dass der Leistungsempf&auml;nger die Beweidungsleistung aus Gr&uuml;nden des Natur- und Landschaftsschutzes bezieht. Tenor Auf die Revision &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-34-17-beweidungsleistungen-eines-schaefers\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;34\/17 &#8211; Beweidungsleistungen eines Sch&auml;fers<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70069","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70069","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70069"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70069\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70069"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70069"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70069"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}