{"id":70077,"date":"2018-12-06T18:40:06","date_gmt":"2018-12-06T16:40:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70077"},"modified":"2018-12-06T18:40:06","modified_gmt":"2018-12-06T16:40:06","slug":"xi-r-45-17-besorgnis-der-befangenheit-eines-richters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-45-17-besorgnis-der-befangenheit-eines-richters\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;45\/17 &#8211; Besorgnis der Befangenheit eines Richters"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.9.2018, XI R 45\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.050918.XIR45.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Besorgnis der Befangenheit eines Richters<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Die gemeinsame T&auml;tigkeit eines Richters am BFH und eines ehemaligen Richters und nunmehr im vorliegenden Revisionsverfahren Prozessbevollm&auml;chtigten in einem Senat bei einem FG begr&uuml;ndet keine Besorgnis der Befangenheit, wenn kein engeres pers&ouml;nliches Verh&auml;ltnis zwischen ihnen besteht.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Der gemeinsame w&ouml;chentliche Sport in einem Fu&szlig;ballverein, den der Richter am BFH und der Prozessbevollm&auml;chtigte w&auml;hrend dieser gemeinsamen T&auml;tigkeit am FG ausge&uuml;bt haben, f&uuml;hrt an sich ebenfalls nicht zu einer Besorgnis der Befangenheit.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Aus der Erkl&auml;rung des Richters am Bundesfinanzhof A ergibt sich kein Grund, der die Besorgnis der Befangenheit rechtfertigt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) wendet sich in dem Verfahren XI&nbsp;R&nbsp;45\/17 gegen die Entscheidung des Hessischen Finanzgerichts (FG) vom 18.&nbsp;Februar 2016, in der die Aufhebung des Vorbehalts der Nachpr&uuml;fung hinsichtlich der Feststellung des EK02 zum 31.&nbsp;Dezember 2006 durch Bescheid vom 27.&nbsp;Juni 2012 f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ig erkl&auml;rt wurde. Die Kl&auml;gerin wird im Revisionsverfahren u.a. durch den Rechtsanwalt und Steuerberater B vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der nach dem internen Mitwirkungsplan des Senats in der Sache XI&nbsp;R&nbsp;45\/17 als Berichterstatter zust&auml;ndige Richter am Bundesfinanzhof (BFH) A hat in dem o.g. Verfahren folgende Erkl&auml;rung zu den Akten gereicht (Bl.&nbsp;114 der Revisionsakte):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. Hiermit zeige ich an, dass der das Revisionsverfahren XI&nbsp;R&nbsp;45\/17 bearbeitende Rechtsanwalt und Steuerberater B in der Zeit von November 2011 bis Mai 2013 mein Senatskollege war. Wir waren in dieser Zeit beide vom Pr&auml;sidium des Finanzgerichts X dem &#8230;&nbsp;Senat zugewiesen.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem haben wir w&auml;hrend dieser Zeit nach meiner Erinnerung w&ouml;chentlich eine Stunde gemeinsam Fu&szlig;ball im selben Fu&szlig;ballverein gespielt.<\/p>\n<p>2. Diese Anzeige erfolgt, da auch die fr&uuml;here Zugeh&ouml;rigkeit zu einem gemeinsamen Spruchk&ouml;rper abstrakt die Besorgnis der Befangenheit begr&uuml;nden kann (vgl. Z&ouml;ller\/Vollkommer, ZPO, &sect;&nbsp;42 Rz&nbsp;12, 12a und 13, m.w.N. aus der Rechtsprechung).<\/p>\n<p>3. Konkret besteht m.E. aufgrund der genannten Umst&auml;nde allerdings keine solche Besorgnis:<\/p>\n<p>a) Selbst bei l&auml;ngerer Dauer der Zusammenarbeit w&auml;re die Besorgnis der Befangenheit nur dann als begr&uuml;ndet an[zu]sehen, wenn aus ihr in der Zukunft fortwirkende Umst&auml;nde resultieren, etwa eine Freundschaft oder Feindschaft, sofern die gemeinsame Mitgliedschaft in einem Spruchk&ouml;rper bereits seit geraumer Zeit beendet ist (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 29.&nbsp;Juni 2004&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;336\/04, [Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211;] 2004, 3550, Rz&nbsp;8).<\/p>\n<p>b) Vorliegend betrug die Zeit der Zusammenarbeit lediglich 18 Monate. Sie liegt mittlerweile mehr als 5&nbsp;Jahre zur&uuml;ck. Ein pers&ouml;nlicher Kontakt zwischen B und mir besteht seither nicht.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten erhielten Gelegenheit zur Stellungnahme. Eine solche wurde nicht abgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Grund, der die Besorgnis der Befangenheit des Richters am BFH&nbsp;A begr&uuml;ndet, ist zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat hat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect;&nbsp;48, &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung (ZPO) ohne Mitwirkung des Richters am BFH&nbsp;A durch Beschluss dar&uuml;ber zu entscheiden, ob ein Grund besteht, der aus Sicht einer Partei die Besorgnis der Befangenheit begr&uuml;ndet. Nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;48, &sect;&nbsp;42 Abs.&nbsp;2 ZPO findet die Ablehnung eines Richters wegen der Besorgnis der Befangenheit statt, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen seine Unparteilichkeit zu rechtfertigen. Dies ist dann der Fall, wenn aus der Sicht einer Partei bei vern&uuml;nftiger W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde Anlass gegeben ist, an der Unvoreingenommenheit und objektiven Einstellung des Richters zu zweifeln (vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2012 V&nbsp;ZB&nbsp;102\/11, NJW 2012, 1890; vom 20.&nbsp;August 2014 AnwZ&nbsp;3\/13, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht &#8211;MDR&#8211; 2014, 1465; vom 30.&nbsp;Oktober 2014 V&nbsp;ZB&nbsp;196\/13, MDR 2015, 50, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht erforderlich ist dagegen, dass tats&auml;chlich eine Befangenheit vorliegt. Vielmehr gen&uuml;gt es, dass die aufgezeigten Umst&auml;nde geeignet sind, einem Beteiligten Anlass zu begr&uuml;ndeten Zweifeln zu geben (vgl. z.B. BGH-Beschl&uuml;sse in NJW 2012, 1890; in MDR 2015, 50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kommt gleichfalls nicht darauf an, ob sich der Richter selbst f&uuml;r befangen h&auml;lt. Entscheidend ist ausschlie&szlig;lich, ob ein am Verfahren Beteiligter bei vern&uuml;nftiger W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde Anlass hat, an der Unvoreingenommenheit des Richters zu zweifeln (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 24.&nbsp;April 1996&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1639\/94, NJW 1996, 2022, Leitsatz&nbsp;1a; BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;Dezember 1999 IV&nbsp;B&nbsp;112\/98, BFH\/NV 2000, 738; vom 1.&nbsp;August 2001 VII&nbsp;S&nbsp;5\/01, BFH\/NV 2002, 40; vom 17.&nbsp;September 2002 IV&nbsp;B&nbsp;108\/02, BFH\/NV 2003, 73; vom 23.&nbsp;September 2004 IX&nbsp;B&nbsp;98\/04, BFH\/NV 2005, 234, unter II., Rz&nbsp;3, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen ist der Richter am BFH&nbsp;A nicht gehindert, an dem Verfahren XI&nbsp;R&nbsp;45\/17 mitzuwirken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Beteiligten haben den Richter am BFH&nbsp;A weder wegen der Besorgnis der Befangenheit abgelehnt noch Bedenken gegen seine Mitwirkung in dem Verfahren XI&nbsp;R&nbsp;45\/17 ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die in seiner dienstlichen &Auml;u&szlig;erung mitgeteilten Umst&auml;nde begr&uuml;nden keine Besorgnis der Befangenheit. Sie lassen keinen Grund erkennen, der geeignet w&auml;re, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit des Richters am BFH&nbsp;A zu rechtfertigen (&sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;48, &sect;&nbsp;42 Abs.&nbsp;2 ZPO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die gemeinsame T&auml;tigkeit des Richters am BFH A und des Rechtsanwalts und Steuerberaters B im &#8230;&nbsp;Senat beim FG X begr&uuml;ndet keine Besorgnis der Befangenheit. Zwar k&ouml;nnen allgemein an der Objektivit&auml;t eines Richters Zweifel bestehen, wenn &uuml;ber ein blo&szlig;es kollegiales Verh&auml;ltnis hinaus ein engeres pers&ouml;nliches Verh&auml;ltnis des zur Entscheidung berufenen Richters zu einem am Verfahren Beteiligten besteht (s. z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2002, 40, m.w.N.). Allein eine Bekanntschaft oder lockere Freundschaft stellt allerdings regelm&auml;&szlig;ig noch keine f&uuml;r eine Besorgnis der Befangenheit ausreichende besondere pers&ouml;nliche Beziehung dar (BGH-Beschl&uuml;sse vom 2.&nbsp;Dezember 2015 RiZ(R)&nbsp;1\/15, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2016, 417, Rz&nbsp;3; RiZ(R)&nbsp;2\/15 und RiZ(R)&nbsp;3\/15, jeweils juris, Rz&nbsp;3, m.w.N.; vom 22.&nbsp;November 2017 RiZ&nbsp;2\/16, juris, Rz&nbsp;4). Die Besorgnis der Befangenheit gilt auch, wenn eine engere pers&ouml;nliche Bindung zwischen Richterkollegen besteht, die dem gleichen Spruchk&ouml;rper angeh&ouml;ren beziehungsweise vor nicht allzu langer Zeit angeh&ouml;rt haben (vgl. BVerfG-Beschluss in NJW 2004, 3550, Rz&nbsp;8, m.w.N.). Ist die gemeinsame Mitgliedschaft in einem Spruchk&ouml;rper jedoch &#8211;wie hier&#8211; bereits seit geraumer Zeit beendet, ist es nicht zu beanstanden, wenn die Gerichte &#8211;auch bei l&auml;ngerer Dauer der Zusammenarbeit&#8211; die Besorgnis der Befangenheit nur dann als begr&uuml;ndet ansehen, wenn aus ihr in der Zukunft fortwirkende Umst&auml;nde resultieren, etwa eine Freundschaft oder Feindschaft (vgl. BVerfG-Beschluss in NJW 2004, 3550). Da solche fortwirkenden Umst&auml;nde nicht bei dem Richter am BFH&nbsp;A vorliegen &#8211;es bestehen keine pers&ouml;nlichen Kontakte zum Rechtsanwalt und Steuerberater B&#8211;, f&uuml;hrt die gemeinsame T&auml;tigkeit in einem Spruchk&ouml;rper eines FG nicht zur Befangenheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gleiches gilt auch f&uuml;r den w&ouml;chentlich gemeinsamen Sport in einem Fu&szlig;ballverein, den der Richter am BFH&nbsp;A und der Rechtsanwalt und Steuerberater B ausge&uuml;bt haben. Die blo&szlig;e Mitgliedschaft eines Richters in einem Verein mit vielen Mitgliedern, in dem auch der Prozessbevollm&auml;chtigte Mitglied war, ist f&uuml;r sich allein grunds&auml;tzlich kein Ablehnungsgrund wegen Besorgnis der Befangenheit (vgl. BGH-Beschluss vom 17.&nbsp;Dezember 2003 X&nbsp;ZA&nbsp;6\/03, Wohnungswirtschaft und Mietrecht 2004, 110). Dass der Richter am BFH&nbsp;A in diesem Fu&szlig;ballverein oder anderweitig in einer Misstrauen gegen seine Unparteilichkeit rechtfertigenden Weise t&auml;tig geworden ist, hat Richter am BFH&nbsp;A auch nicht angezeigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei dieser Sachlage liefe die Bejahung einer Besorgnis der Befangenheit auf die Entziehung des nach Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes gew&auml;hrleisteten Rechts auf den gesetzlichen Richter hinaus (vgl. dazu BGH-Beschluss in MDR 2015, 50, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Beschluss ist unanfechtbar (&sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.9.2018, XI R 45\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.050918.XIR45.17.0 Besorgnis der Befangenheit eines Richters Leits&auml;tze 1. NV: Die gemeinsame T&auml;tigkeit eines Richters am BFH und eines ehemaligen Richters und nunmehr im vorliegenden Revisionsverfahren Prozessbevollm&auml;chtigten in einem Senat bei einem FG begr&uuml;ndet keine Besorgnis der Befangenheit, wenn kein engeres pers&ouml;nliches Verh&auml;ltnis zwischen ihnen besteht. 2. 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