{"id":70082,"date":"2018-12-06T18:40:18","date_gmt":"2018-12-06T16:40:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70082"},"modified":"2018-12-06T18:40:18","modified_gmt":"2018-12-06T16:40:18","slug":"iv-r-26-16-entschaedigung-fuer-die-aufhebung-eines-unbefristeten-vertriebsvertrags-nicht-aktivierungspflichtig-benennungsverlangen-gemaess-parpar-159-160-ao-bei-durchlaufenden-posten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-26-16-entschaedigung-fuer-die-aufhebung-eines-unbefristeten-vertriebsvertrags-nicht-aktivierungspflichtig-benennungsverlangen-gemaess-parpar-159-160-ao-bei-durchlaufenden-posten\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;26\/16 &#8211; Entsch&auml;digung f&uuml;r die Aufhebung eines unbefristeten Vertriebsvertrags nicht aktivierungspflichtig; Benennungsverlangen gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 159, 160 AO bei durchlaufenden Posten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.9.2018, IV R 26\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.060918.IVR26.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Entsch&auml;digung f&uuml;r die Aufhebung eines unbefristeten Vertriebsvertrags nicht aktivierungspflichtig; Benennungsverlangen gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 159, 160 AO bei durchlaufenden Posten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Eine Entsch&auml;digung f&uuml;r die vorzeitige Aufl&ouml;sung eines unbefristeten Vertriebsvertrags ist mangels Erwerbs eines immateriellen Wirtschaftsguts nicht zu aktivieren.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: F&uuml;r die Entsch&auml;digung ist auch kein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. NV: Bei einem durchlaufenden Posten kann eine au&szlig;erbilanzielle Zurechnung nicht auf &sect; 160 AO gest&uuml;tzt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. NV: Das FG kann ein auf &sect; 159 AO gest&uuml;tztes Benennungsverlangen nicht selbst vornehmen.<\/p>\n<\/p>\n<p>5. NV: Das FA kann ein auf &sect; 159 AO gest&uuml;tztes Benennungsverlangen noch w&auml;hrend des anh&auml;ngigen Klageverfahrens an den Steuerpflichtigen richten. Das FG muss insoweit das finanzgerichtliche Verfahren entsprechend &sect; 74 FGO aussetzen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 10. M&auml;rz 2016 13 K 1602\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist aufgrund einer Verschmelzung mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;September 2010 Rechtsnachfolgerin der I GmbH &#038; Co.&nbsp;KG (im Weiteren: I&nbsp;KG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die I&nbsp;KG betrieb in den Streitjahren 2001 bis 2003 als sog. Verbindungsnetzbetreiber (im Weiteren: VNB) auf dem deutschen Markt ein Telekommunikationsnetz, welches mit den Netzen anderer Betreiber (u.a. dem Netz der Deutsche Telekom AG &#8211;Telekom&#8211;, einem sog. Teilnehmernetzbetreiber; im Weiteren: TNB) zusammengeschaltet war. Ihre Dienstleistungen umfassten insbesondere die Vermittlung von Telefonverkehr &uuml;ber Servicenummern (Mehrwertdienstrufnummern) zu Anschl&uuml;ssen oder Mehrwertdiensten ihrer Kunden (Mehrwertdienstanbieter; im Weiteren: DA). Dazu stellte die I&nbsp;KG ihren Kunden die ihr von der Regulierungsbeh&ouml;rde f&uuml;r Telekommunikation zugeteilten 0190- bzw. 0900-Mehrwertdienstrufnummern zur Verf&uuml;gung oder sie vermittelte den Telefonverkehr der Kunden &uuml;ber Mehrwertdienstrufnummern, die diesen unmittelbar von der Regulierungsbeh&ouml;rde zugeteilt worden waren. Die DA boten unter den Mehrwertdienstrufnummern geb&uuml;hrenpflichtige Mehrwertdienste an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 19.&nbsp;Oktober 1998 schloss die I&nbsp;KG, seinerzeit noch unter der Firma X GmbH &#038; Co.&nbsp;KG, mit Frau L einen Vertrag &uuml;ber eine Zusammenarbeit (nachfolgend kurz: Vertrag). Darin &uuml;bertrug die I&nbsp;KG der L das exklusive Vertriebsrecht von Premium-Rate-Diensten (Service 0190, 0900) sowie das nicht exklusive Vertriebsrecht f&uuml;r weitere Telekommunikationsdienstleistungen, die von der I&nbsp;KG angeboten werden, jeweils f&uuml;r den deutschen Telekommunikationsmarkt (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Vertrag). L oblag die Pr&auml;sentation der Servicenummern auf dem Markt sowie die Kundenakquisition (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Vertrag). Als Provisionszahlung f&uuml;r den Vertrieb der Premium-Rate-Dienste wurden 33,3&nbsp;% des kalkulierten Deckungsbeitrags, berechnet gem&auml;&szlig; Anlage 1, vereinbart (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Vertrag). Daneben erhielt L eine monatliche Provisionszahlung in H&ouml;he von 3&nbsp;% des Umsatzes aller an die I&nbsp;KG vermittelten &uuml;brigen Telekommunikationsleistungen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Vertrag). Der Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen; er konnte erstmals zum 31.&nbsp;Dezember 2008 gek&uuml;ndigt werden (&sect;&nbsp;7 Vertrag). Auch nach Beendigung des Vertrags hatte die I KG die Provisionszahlungen f&uuml;r die gesamte Laufzeit der Kundenvertr&auml;ge an L oder ihre Rechtsnachfolger zu entrichten. L garantierte ihrerseits den Kundenschutz (&sect;&nbsp;8 Vertrag).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2000 zahlte die I&nbsp;KG der L Provisionen in H&ouml;he von rund &#8230;&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Aufl&ouml;sungsvereinbarung vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2001 beendeten die I&nbsp;KG und L den Vertrag vom 19.&nbsp;Oktober 1998. Zur Abgeltung s&auml;mtlicher bestehender und zuk&uuml;nftiger Anspr&uuml;che, auch solcher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Vertrag, zahlte die I&nbsp;KG an L im Jahr 2001 &#8230;&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die I&nbsp;KG erfasste diese Zahlung in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2001 als au&szlig;erordentlichen Aufwand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2001 bis 2003 (Streitjahre) unterhielt die I&nbsp;KG Gesch&auml;ftsbeziehungen u.a. zu drei im Ausland ans&auml;ssigen DA: zu der in Gibraltar ans&auml;ssigen BC, der in Spanien ans&auml;ssigen T und der in Ungarn ans&auml;ssigen KS. Den Gesch&auml;ftsbeziehungen lagen Dienstleistungsvertr&auml;ge sowie die Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen (AGB) und die Besonderen Gesch&auml;ftsbedingungen (BesGB) der I&nbsp;KG zu Grunde. Danach verpflichtete sich die I&nbsp;KG, den DA Verbindungsleistungen einerseits sowie Fakturierungs- und Inkassoleistungen andererseits f&uuml;r die Erbringung und Abwicklung ihrer Mehrwertdienste zur Verf&uuml;gung zu stellen. Ankommende Anrufe zu Telefonmehrwertdiensten wurden selbstt&auml;tig zu bestimmten Zielen weitergeschaltet, die von den DA zu benennen waren (&sect;&nbsp;2 Dienstleistungsvertrag). Die I&nbsp;KG &uuml;bernahm im Auftrag ihrer Kunden (DA) die Zugangsvermittlung zu deren Angeboten f&uuml;r deren Endkunden. Sie stellte das Angebot des Mehrwertdienstes nicht als eigenen oder fremden Inhalt bereit (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 AGB). F&uuml;r diese Dienstleistungen hatten die DA ein im Einzelnen festgelegtes Entgelt zu entrichten (&sect;&nbsp;7 Dienstleistungsvertrag). Die Verg&uuml;tungen, die die DA f&uuml;r ihr Informationsangebot erhielten (Anbieterverg&uuml;tung), wurden dem Anrufer gemeinsam mit den Verbindungsentgelten von dem jeweiligen TNB (z.B. der Telekom) im eigenen Namen in Rechnung gestellt. Die I&nbsp;KG rechnete die Anbieterverg&uuml;tung mit dem TNB ab und &uuml;berwies sie nach Zahlungseingang von dem jeweiligen TNB nach festgelegten Modalit&auml;ten an die DA (&sect;&nbsp;8 Dienstleistungsvertrag, &sect;&nbsp;9 AGB). Dabei konnte die weiterzuleitende Anbieterverg&uuml;tung seitens der I&nbsp;KG unmittelbar mit der vom DA zu zahlenden Verg&uuml;tung aus dem Dienstleistungsvertrag verrechnet werden (&sect;&nbsp;9 AGB). Zudem war vereinbart, dass die I&nbsp;KG nicht das Inkassorisiko trug. Um diese Abwicklung f&uuml;r sie abzusichern, war die I&nbsp;KG berechtigt, Sicherheitseinbehalte, z.T. in H&ouml;he von 20&nbsp;% der Anbieterverg&uuml;tung, vorzunehmen (vgl. z.B. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 BesGB f&uuml;r 01900, 0192- und 0900 Dienste).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihren Jahresabschl&uuml;ssen erfasste die I&nbsp;KG die von den TNB an sie geleisteten Anbieterverg&uuml;tungen als Betriebseinnahmen und die an die drei vorgenannten Auslandsgesellschaften BC, T und KS geleisteten Zahlungen (2001: 301.498&nbsp;EUR; 2002: 616.304&nbsp;EUR; 2003: 1.308.194&nbsp;EUR) als Betriebsausgaben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer die Streitjahre betreffenden Au&szlig;enpr&uuml;fung, die unter Beteiligung der Bundesbetriebspr&uuml;fung (Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern) erfolgte, vertrat der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, die Zahlung an L sei f&uuml;r den Erwerb eines Rechtsverzichts get&auml;tigt worden. Dabei handele es sich um ein immaterielles Wirtschaftsgut des Anlageverm&ouml;gens i.S. von &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG), das zu aktivieren und lediglich im Wege der Absetzung f&uuml;r Abnutzung, ausgehend von einer Nutzungsdauer von April 2001 bis 31.&nbsp;Dezember 2008, gewinnwirksam zu ber&uuml;cksichtigen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem seien die Zahlungen an die drei Auslandsgesellschaften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;160 der Abgabenordnung (AO) nicht als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen, da die I&nbsp;KG dem Verlangen des FA nicht nachgekommen sei, die Zahlungsempf&auml;nger zu benennen. Bei der BC handele es sich um eine rechtlich existente, aber wirtschaftlich inaktive Briefkastengesellschaft. Die I&nbsp;KG habe keine Legitimationsnachweise f&uuml;r die von ihr benannten Personen vorgelegt, die als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer oder wirtschaftlich Berechtigte f&uuml;r die BC gehandelt haben sollten. Der tats&auml;chliche Zahlungsempf&auml;nger sei nicht zu ermitteln gewesen. Auch die T sei zwar rechtlich existent, aber ebenfalls eine wirtschaftlich inaktive Gesellschaft. Gleiches gelte f&uuml;r die KS. Auch hier sei nicht gekl&auml;rt, wer tats&auml;chlich Empf&auml;nger der fraglichen Zahlungen gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gest&uuml;tzt auf diese Auffassung erlie&szlig; das FA unter dem 5.&nbsp;November 2009 ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Streitjahre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobenen Klage wandte sich die Kl&auml;gerin weiterhin gegen die Aktivierung eines mit dem Aufhebungsvertrag erworbenen Wirtschaftsguts sowie gegen die Nichtanerkennung der Zahlungen an die ausl&auml;ndischen Gesellschaften als Betriebsausgaben. Hinsichtlich der Auslandszahlungen trug sie im Klageverfahren erstmals vor, dass sich das FA zu Unrecht auf &sect;&nbsp;160 AO berufe, denn diese Regelung finde schon deshalb keine Anwendung, weil die Zahlungen bei der Kl&auml;gerin keine Betriebsausgaben, sondern durchlaufende Posten darstellten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren hat das FA die Zahlungen der I KG an die KS als Betriebsausgaben anerkannt und seinen Klageabweisungsantrag entsprechend modifiziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat der Klage in vollem Umfang stattgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zahlung an L sei im Jahr 2001 als Betriebsausgabe abzugsf&auml;hig, denn die I&nbsp;KG habe kein zu aktivierendes Wirtschaftsgut erworben. Die Zahlungen an die Auslandsgesellschaften seien ebenfalls zu Unrecht au&szlig;erbilanziell hinzugerechnet worden. Sie seien als durchlaufende Posten zu qualifizieren, die sich bei der Gewinnermittlung nicht ausgewirkt h&auml;tten. Mithin sei der Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;160 AO nicht er&ouml;ffnet gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein anderes Ergebnis folge auch nicht aus &sect;&nbsp;159 AO. Diese Norm sei schon deshalb nicht einschl&auml;gig, weil das FA ein entsprechendes Benennungsverlangen nicht gestellt habe und das FG dieses nicht nachholen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung des materiellen Rechts, insbesondere des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 EStG und der &sect;&sect;&nbsp;159, 160 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage mit der Ma&szlig;gabe als unbegr&uuml;ndet abzuweisen, dass der Betriebsausgabenabzug gegen&uuml;ber KS Ber&uuml;cksichtigung findet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend hat das FG die wegen der vorzeitigen Vertragsaufl&ouml;sung geleistete Zahlung als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgabe behandelt. Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass mit der Aufl&ouml;sungsvereinbarung vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2001 kein immaterielles Wirtschaftsgut &quot;Kundenstamm&quot; oder &quot;Vertriebsrecht&quot; erworben worden ist (dazu unter 1.). F&uuml;r die einmalige Zahlung ist ebenso wenig ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz auszuweisen (dazu unter 2.). Zu Recht hat das FG auch eine au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung in H&ouml;he der Zahlungen an die im Ausland ans&auml;ssigen Mehrwertdienstanbieter BC und T gest&uuml;tzt auf &sect;&nbsp;160 AO (dazu unter&nbsp;3.) und gest&uuml;tzt auf &sect;&nbsp;159 AO (dazu unter&nbsp;4.) verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG war in der Bilanz der I&nbsp;KG zum 31.&nbsp;Dezember 2001 das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist. Diese &quot;handelsrechtlichen&quot; GoB ergeben sich vornehmlich aus &sect;&sect;&nbsp;238&nbsp;ff. des Handelsgesetzbuchs in der in den Streitjahren geltenden Fassung (HGB). Nach &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;242 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;246 Abs.&nbsp;1 HGB hat der Kaufmann in seiner Bilanz f&uuml;r den Schluss eines Gesch&auml;ftsjahres u.a. seine Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde vollst&auml;ndig auszuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der steuerrechtliche Begriff des Wirtschaftsguts, der weit-gehend dem handelsrechtlichen Begriff des Verm&ouml;gensgegenstands entspricht, ist weit zu fassen (Urteil des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 2.&nbsp;M&auml;rz 1970 GrS&nbsp;1\/69, BFHE 98, 360, BStBl II 1970, 382, unter 2.; BFH-Urteil vom 8.&nbsp;April 1992 XI&nbsp;R&nbsp;34\/88, BFHE 168, 124, BStBl II 1992, 893, unter II.2.a) und auf der Grundlage einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise auszulegen (BFH-Urteil vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2006 I&nbsp;R&nbsp;109\/04, BFH\/NV 2006, 1812, unter II.1.b). Er umfasst zum einen alle Gegenst&auml;nde i.S. des &sect;&nbsp;90 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211; (Sachen und Rechte), dar&uuml;ber hinaus aber auch sonstige Vorteile. Darunter sind tats&auml;chliche Zust&auml;nde sowie konkrete M&ouml;glichkeiten und Vorteile f&uuml;r den Betrieb zu verstehen, deren Erlangung der Kaufmann sich etwas kosten l&auml;sst und die nach der Verkehrsauffassung einer besonderen Bewertung zug&auml;nglich sind (BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Juni 2008 IV&nbsp;R&nbsp;67\/05, BFHE 222, 265, BStBl II 2008, 960, unter II.1.c, und vom 26.&nbsp;November 2014 X&nbsp;R&nbsp;20\/12, BFHE 248, 34, BStBl II 2015, 325, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Von den selbst&auml;ndigen materiellen wie immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern sind die unselbst&auml;ndigen Teile, die wertbildenden Faktoren, wie z.B. gesch&auml;ftswertbildende Rechtsreflexe, die der Verbesserung des eigenen Firmen-\/Gesch&auml;ftswerts (im Weiteren nur noch Gesch&auml;ftswert) dienen, oder die Nutzungsvorteile eines Wirtschaftsguts abzugrenzen (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2016 IV&nbsp;R&nbsp;41\/13, BFHE 253, 337, BStBl II 2016, 984, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 EStG ist ein Aktivposten f&uuml;r ein immaterielles Wirtschaftsgut des Anlageverm&ouml;gens (z.B. Gesch&auml;ftswert oder immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter) nur anzusetzen, wenn es entgeltlich erworben worden ist. Das setzt allerdings voraus, dass der Aufwand dem immateriellen Wirtschaftsgut unmittelbar zugeordnet werden kann. Werden Aufwendungen in der Erwartung einer langfristigen Verbesserung der Gewinnchancen des Unternehmens im Ganzen get&auml;tigt (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Oktober 1971 I&nbsp;R&nbsp;52\/71, BFHE 103, 187, BStBl II 1972, 34), gehen sie in den eigenen, bereits vorhandenen Gesch&auml;ftswert ein und dienen nur dessen Verbesserung. Sie sind daher, da es an dem Erwerb eines (fremden) Gesch&auml;ftswerts fehlt, nicht aktivierungsf&auml;hig (BFH-Urteil in BFHE 103, 187, BStBl II 1972, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ein immaterielles Wirtschaftsgut kann auch durch die Begr&uuml;ndung schuldrechtlicher Vertr&auml;ge entstehen, soweit dadurch der Vertragspartei eine bestimmte Rechtsposition einger&auml;umt wird, und diese Rechtsposition als selbst&auml;ndig bewertbarer Vorteil i.S. der unter 1.a dargelegten Definition zu subsumieren ist. Darunter fallen u.a. das (Allein-)Vertriebsrecht, die Handelsvertretung, das Bierlieferungsrecht, Miet-\/Nutzungsrechte, Lizenzen, Kundenauftr&auml;ge, Auftragsbestand und andere vergleichbare Rechte (vgl. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 1993 X&nbsp;R&nbsp;102\/92, BFH\/NV 1994, 543; Schubert\/F.&nbsp;Huber in Beck Bil-Komm., 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;247 Rz&nbsp;390; Bl&uuml;mich\/Krumm, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;631&nbsp;ff.). Wird ein solcher Vorteil durch den Abschluss eines gegenseitigen Vertrags zum Gebrauch oder zur Nutzung auf Zeit einger&auml;umt, kommt dessen Aktivierung nach dem Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Gesch&auml;fte nicht in Betracht. Erst mit dem entgeltlichen Erwerb bestehender schwebender Vertr&auml;ge treten die immateriellen Wirtschaftsg&uuml;ter in Erscheinung. Kann der Aufwand dann diesem Recht oder Vorteil zugeordnet werden, liegen Anschaffungskosten eines immateriellen Wirtschaftsguts vor, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 EStG zu bilanzieren sind (BFH-Urteil in BFH\/NV 1994, 543).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Liegt dem Erwerbsvorgang, wie im Streitfall, ein Vertrag zu Grunde, ist dessen Auslegung grunds&auml;tzlich Gegenstand der tats&auml;chlichen Feststellungen, die das FG vorzunehmen hat. Das FG hat zu ermitteln, was die Vertragsparteien ge&auml;u&szlig;ert und subjektiv gewollt haben. An die ermittelten Tatsachen ist das Revisionsgericht grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden, wenn das FG die gesetzlichen Auslegungsregeln (&sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB) sowie die Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze beachtet und die f&uuml;r die Vertragsauslegung bedeutsamen Begleitumst&auml;nde erforscht und rechtlich zutreffend gew&uuml;rdigt hat (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2004 IV&nbsp;R&nbsp;32\/03, BFH\/NV 2004, 1092, unter 2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Davon ausgehend ist die W&uuml;rdigung des FG, dass Gegenstand des Aufl&ouml;sungsvertrags nicht der Erwerb eines selbst&auml;ndig bewertbaren Vorteils gewesen sei, die I&nbsp;KG daher kein immaterielles Wirtschaftsgut &quot;Kundenstamm&quot; oder &quot;Vertriebsrecht&quot; erworben habe, sie sich durch die vorzeitige Vertragsaufhebung vielmehr in gesch&auml;ftswertverst&auml;rkender Weise von einem Vertrag befreit habe, der sich als unternehmerische Fehlma&szlig;nahme herausgestellt habe, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Erwerb eines Kundenstamms ist bereits deshalb ausgeschlossen, weil ein derartiges immaterielles Wirtschaftsgut im Unternehmen der L &uuml;berhaupt nicht entstanden ist. L hat der I&nbsp;KG lediglich die Kunden vermittelt und daf&uuml;r ihre Provisionen erhalten. Der Kundenstamm entstand also von vornherein im Unternehmen der I&nbsp;KG und ist in deren Gesch&auml;ftswert eingegangen. Er kann daher nicht Gegenstand der vorliegenden Aufl&ouml;sungsvereinbarung gewesen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings ist der L mit dem gegenseitigen Vertrag vom 19.&nbsp;Oktober 1998 ein auf zehn Jahre nicht k&uuml;ndbares Vertriebsrecht, teilweise ausgestaltet als Alleinvertriebsrecht, einger&auml;umt worden. Wie oben unter 1.d dargelegt, f&uuml;hrt die Einr&auml;umung eines (Allein-)Vertriebsrechts grunds&auml;tzlich zur Entstehung eines immateriellen Wirtschaftsguts. Dieses war in der Handels-\/Steuerbilanz der L allerdings nach den Grunds&auml;tzen der Nichtbilanzierung schwebender Gesch&auml;fte nicht zu bilanzieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das (Allein-)Vertriebsrecht war aber auch in der Bilanz der I&nbsp;KG nicht zu aktivieren, da diese der L f&uuml;r diesen Vorteil kein Entgelt gezahlt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die W&uuml;rdigung des FG, dass Gegenstand des Aufl&ouml;sungsvertrags vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2001 nicht der (R&uuml;ck-)Erwerb des Vertriebsrechts, sondern in erster Linie die Befreiung von einem nachteiligen Vertrag war, durch den die Gesch&auml;ftschancen der I&nbsp;KG langfristig geschm&auml;lert worden w&auml;ren, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Daf&uuml;r spricht schon, dass ein R&uuml;ckerwerb des Vertriebsrechts, soweit es der L nicht exklusiv einger&auml;umt worden war, ohnehin nicht in Betracht kam, da dieses immer bei der I&nbsp;KG verblieben war. Aber auch ein R&uuml;ckerwerb des teilweise einger&auml;umten Alleinvertriebsrechts war nicht erforderlich, weil dieses der I&nbsp;KG mit der Aufhebung des Vertrags origin&auml;r wieder zustand, ohne dass dies einer &Uuml;bertragung bedurft h&auml;tte. Wie das FG unter Heranziehung des Vertragsinhalts zutreffend ausgef&uuml;hrt hat, wurde das Entgelt daher nicht f&uuml;r die Erlangung des Vertriebsrechts, sondern f&uuml;r den Verzicht auf eine weitere Vertragserf&uuml;llung, mithin f&uuml;r den Untergang des Vertriebsrechts der L gezahlt. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 des Vertrags erhielt L die Zahlung daf&uuml;r, dass sie ihre T&auml;tigkeit (aktiver Marktauftritt, Kundenakquisition, Erstellung von Angeboten, Vertr&auml;gen und Pr&auml;sentationen) f&uuml;r die I&nbsp;KG einstellt. In Folge dessen entfielen zuk&uuml;nftige Provisionsanspr&uuml;che der L, die dieser aus k&uuml;nftigen Kundenvermittlungen f&uuml;r die I KG zugestanden h&auml;tten. Dass die Vertragsbeendigung und nicht der Erwerb eines selbst&auml;ndig bewertbaren Vorteils Gegenstand der Aufl&ouml;sungsvereinbarung war, ergibt sich auch aus dem Provisionsverzicht. Danach sollte das Entgelt auch f&uuml;r den Verzicht auf bestehende und zuk&uuml;nftige Provisionen gezahlt werden, die sich nach Ums&auml;tzen berechneten, die mit nicht von der L vermittelten Kunden get&auml;tigt wurden und werden. Schlie&szlig;lich sollten mit dem Entgelt &quot;insbesondere&quot; (w&ouml;rtlich zitiert, siehe Ziffer&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Aufl&ouml;sungsvereinbarung) auch die Provisionsanspr&uuml;che abgegolten werden, die ungeachtet der Vertragsbeendigung der L f&uuml;r die gesamte Laufzeit aller Kundenvertr&auml;ge auch zuk&uuml;nftig zu zahlen gewesen w&auml;ren (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Vertrag). In der Gesamtschau dieser Vereinbarungen ist es daher nicht zu beanstanden, wenn das FG das Entgelt nicht dem Erwerb eines immateriellen Wirtschaftsguts, sondern ausschlie&szlig;lich der mit der Vertragsaufl&ouml;sung einhergehenden Verbesserung der Gesch&auml;ftschancen der I&nbsp;KG zugeordnet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Insoweit unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt auch ma&szlig;geblich von dem dem Urteil des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 98, 360, BStBl II 1970, 382 zu Grunde liegenden Sachverhalt. Dort ging es um die Aktivierung einer Abstandszahlung, die der Erwerber eines Grundst&uuml;cks an den P&auml;chter des Grundst&uuml;cks geleistet hatte, um diesen zur vorzeitigen R&auml;umung des Grundst&uuml;cks vor dem Ablauf der Pachtzeit zu veranlassen. In dem dortigen Fall ersch&ouml;pfte sich der Vorteil, den der Erwerber abgegolten hatte, in dem Nutzungsrecht des P&auml;chters. Vorliegend wurden mit dem Entgelt, wie oben dargelegt, auch Provisionsanspr&uuml;che der L abgegolten, die nicht unmittelbar auf der Einstellung der Vertriebst&auml;tigkeit der L beruhten. Aber auch soweit das Entgelt f&uuml;r den Verzicht der L auf ihr (Allein-)Vertriebsrecht gezahlt worden ist, sind damit letztlich nur die zuk&uuml;nftigen Gewinnchancen der L abgegolten worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt auch insoweit von dem dem Urteil des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 98, 360, BStBl II 1970, 382 zu Grunde liegenden Sachverhalt, als vorliegend die Rechtsfolgen eines als nachteilig empfundenen Vertrags binnen kurzer Zeit nach dessen Abschluss wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden sollten. Diesbez&uuml;glich hat das FG ausgef&uuml;hrt, der I&nbsp;KG seien die Leistungen der L bzw. deren Agentur zu teuer erschienen, sie habe den Vertrag daher als unternehmerische Fehlentscheidung gew&uuml;rdigt. Diese W&uuml;rdigung ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, sie wird ersichtlich auch vom FA geteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. F&uuml;r die streitige Zahlung war auch kein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, &sect;&nbsp;250 Abs.&nbsp;1 HGB sind als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite nur Ausgaben vor dem Abschlussstichtag anzusetzen, soweit sie Aufwand f&uuml;r eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Aktivierungspflichtig sind danach nur Vorleistungen f&uuml;r eine noch nicht erbrachte, zeitraumbezogene Gegenleistung (BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Juni 1997 IV&nbsp;R&nbsp;16\/95, BFHE 183, 484, BStBl II 1997, 808, und vom 23.&nbsp;Februar 2005 I&nbsp;R&nbsp;9\/04, BFHE 209, 248, BStBl II 2005, 481, m.w.N.). Eine solche Leistung wurde von der L weder geschuldet noch zuk&uuml;nftig erbracht. Vielmehr endeten mit der Aufl&ouml;sungsvereinbarung alle k&uuml;nftigen Verpflichtungen der L. Eine aktive Aufwandsabgrenzung scheidet mithin aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zu Recht hat das FG eine auf &sect;&nbsp;160 AO gest&uuml;tzte au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung in H&ouml;he der Zahlungen an die im Ausland ans&auml;ssigen Mehrwertdienstanbieter BC und T verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;160 Abs.&nbsp;1 AO sind Schulden und andere Lasten, Betriebsausgaben, Werbungskosten und andere Ausgaben steuerlich regelm&auml;&szlig;ig nicht zu ber&uuml;cksichtigen, wenn der Steuerpflichtige dem Verlangen der Finanzbeh&ouml;rde nicht nachkommt, die Gl&auml;ubiger oder die Empf&auml;nger genau zu benennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein Benennungsverlangen kann indes nicht auf &sect;&nbsp;160 AO gest&uuml;tzt werden, wenn eine Zahlung ein durchlaufender Posten ist, der in der Gewinnermittlung durch die Aktivierung und Passivierung gleich hoher Wertzug&auml;nge und Wertabg&auml;nge gewinnneutral zu erfassen ist (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Dezember 1996 I&nbsp;R&nbsp;99\/94, BFHE 182, 131, BStBl II 1997, 404). Denn &sect;&nbsp;160 AO will m&ouml;gliche Steuerausf&auml;lle verhindern, die dadurch eintreten, dass der Empf&auml;nger die Einnahmen nicht erfasst, die bei dem Leistenden als Betriebsausgaben zur Gewinnminderung gef&uuml;hrt haben (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2016 X&nbsp;R&nbsp;10\/13, Rz&nbsp;35). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG, dessen Rechtsfolge gleicherma&szlig;en f&uuml;r die Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG heranzuziehen ist (dazu unten 3.c&nbsp;aa), wird ein durchlaufender Posten nicht als Betriebseinnahme bzw. Betriebsausgabe erfasst, da er dem Betriebsverm&ouml;gen des Empf&auml;ngers wegen der bestehenden Weiterleitungsverpflichtung nicht zuzuordnen ist. Da ein durchlaufender Posten keinen das Betriebsverm&ouml;gen belastenden Aufwand darstellt, findet &sect;&nbsp;160 AO keine Anwendung (BFH-Urteil in BFHE 182, 131, BStBl II 1997, 404).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Davon ausgehend hat das FG zu Recht ausgef&uuml;hrt, dass eine Gewinnkorrektur in H&ouml;he der Zahlungen an BC und T gest&uuml;tzt auf &sect;&nbsp;160 AO nicht in Betracht kommt, da es sich bei den streitigen Betr&auml;gen um durchlaufende Posten gehandelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG sind bei der Ermittlung des Gewinns Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben auszuscheiden, die als durchlaufende Posten im Namen und f&uuml;r Rechnung eines anderen vereinnahmt und verausgabt werden. Kennzeichen des durchlaufenden Postens ist die Verklammerung von Einnahme und Ausgabe zu einem einheitlichen Vorgang. Die Regelung gilt zwar unmittelbar nur im Falle der Gewinnermittlung durch &Uuml;berschussrechnung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG); sie beschreibt jedoch Grunds&auml;tze, die auch im Rahmen der Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG, ggf. i.V.m. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 EStG) in dem Sinne zu beachten sind, dass die Gewinnneutralit&auml;t des Vorgangs durch die Aktivierung und Passivierung gleich hoher Wertzug&auml;nge und Wertabg&auml;nge sichergestellt wird. Demgem&auml;&szlig; setzt die Annahme eines durchlaufenden Postens weder die Existenz eines Treuhandverh&auml;ltnisses voraus, noch ist es erforderlich, dass die vereinnahmten Betr&auml;ge gesonderten Konten gutgeschrieben werden. Auch kommt es bei Ermittlung des Gewinns durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich &#8211;im Gegensatz zur Einnahmen&uuml;berschussrechnung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG)&#8211; nicht darauf an, ob die Betr&auml;ge vom Steuerpflichtigen im fremden Namen vereinnahmt werden; ausreichend ist vielmehr, dass er f&uuml;r fremde Rechnung handelt. Von einem durchlaufenden Posten ist deshalb auch dann auszugehen, wenn der Steuerpflichtige nur dazu verpflichtet ist, die f&uuml;r fremde Rechnung vereinnahmten Betr&auml;ge nach Abzug seines Verg&uuml;tungsanspruchs auszukehren (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Mai 2008 IV&nbsp;R&nbsp;25\/07, BFHE 221, 169, BStBl II 2008, 715, unter II.3., mit umfangreichen Nachweisen zur Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Davon ausgehend hat das FG die hier streitigen Zahlungen zutreffend als durchlaufende Posten gew&uuml;rdigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die vorliegenden Vertr&auml;ge insbesondere unter Heran-ziehung der den Vertr&auml;gen zu Grunde gelegten Allgemeinen und Besonderen Gesch&auml;ftsbedingungen der Kl&auml;gerin dahin gew&uuml;rdigt, dass die Kl&auml;gerin die hier streitigen Zahlungen der TNB f&uuml;r Rechnung der DA vereinnahmt und an diese weitergeleitet habe. Dem liegen die Feststellungen des FG zu Grunde, wonach die I&nbsp;KG gegen&uuml;ber den DA nur zur Bereitstellung und Vermittlung von Telefonmehrwertdiensten sowie daneben zu Fakturierungs- und Inkassoleistungen verpflichtet gewesen sei und sich das von ihr in Rechnung gestellte Leistungsentgelt auch nur auf diese Dienstleistung bezogen habe. Die Verg&uuml;tungen, die die DA f&uuml;r ihre Dienste von ihren Kunden erhalten h&auml;tten, seien den Kunden direkt von den TNB im eigenen Namen in Rechnung gestellt worden. Die TNB h&auml;tten die den DA zustehenden Leistungsentgelte mit der Kl&auml;gerin abgerechnet. Die Kl&auml;gerin habe die von den TNB vereinnahmten Betr&auml;ge nach Abzug des ihr f&uuml;r ihre Dienstleistung zustehenden Leistungsentgelts sowie eines Sicherheitsabschlags an die DA &uuml;berwiesen. Das Inkassorisiko habe vollst&auml;ndig bei den DA gelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund dieser Feststellungen, an die der BFH mangels entsprechender Verfahrensr&uuml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden ist, ist die W&uuml;rdigung des FG, dass die I&nbsp;KG die mit den TNB abgerechneten Leistungsentgelte im Namen der DA, also auf fremde Rechnung, vereinnahmt habe, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn nicht sogar im Hinblick auf die vom FG ebenfalls im Rahmen seiner W&uuml;rdigung herangezogene Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 28.&nbsp;Juli 2005 III&nbsp;ZR&nbsp;3\/05, und vom 20.&nbsp;Oktober 2005 III&nbsp;ZR&nbsp;37\/05) zwingend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend hat das FG die streitigen Fremdzahlungen sodann unter Heranziehung der oben aufgef&uuml;hrten Rechtsprechungsgrund-s&auml;tze als durchlaufende Posten gew&uuml;rdigt. Die dagegen vorgebrachten Einw&auml;nde des FA lassen keine andere W&uuml;rdigung zu. Wie bereits dargelegt, setzt die Annahme eines durchlaufenden Postens nicht voraus, dass die vereinnahmten Betr&auml;ge gesonderten Konten gutgeschrieben werden. Ebenso wenig ist es daher erforderlich, die Zahlungen &uuml;ber ein gesondertes Bankkonto abzuwickeln. Es kommt auch nicht darauf an, ob die I&nbsp;KG die Gelder im eigenen oder fremden Namen vereinnahmt hat. Ausreichend ist, dass die I&nbsp;KG, wie vom FG festgestellt, f&uuml;r fremde Rechnung t&auml;tig geworden ist. Ebenso wenig spielt die Art der Abrechnung mit den DA eine Rolle, soweit die I&nbsp;KG, wie ebenfalls vom FG f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend festgestellt worden ist, die von den TNB vereinnahmten Dienstleistungsverg&uuml;tungen an die DA, lediglich gek&uuml;rzt um die ihr f&uuml;r ihre Dienstleistungen zustehenden Verg&uuml;tungen, weitergeleitet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich steht auch die fehlerhafte bilanzielle Behandlung der Zahlungen in den Jahresabschl&uuml;ssen der I&nbsp;KG der W&uuml;rdigung des FG nicht entgegen. Denn die steuerliche Beurteilung folgt, soweit nicht ausnahmsweise steuerliche Bilanzierungswahlrechte in Rede stehen, dem objektiv richtigen Bilanzansatz in der der Besteuerung zu Grunde zu legenden Bilanz (vgl. dazu auch den Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 31.&nbsp;Januar 2013 GrS&nbsp;1\/10, BFHE 240, 162, BStBl II 2013, 317).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Schlie&szlig;lich hat das FG auch zutreffend entschieden, dass eine auf &sect;&nbsp;159 AO gest&uuml;tzte au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung der von den TNB vereinnahmten Dienstleistungsverg&uuml;tungen in H&ouml;he der an die im Ausland ans&auml;ssigen Mehrwertdienstanbieter BC und T weitergeleiteten Betr&auml;ge nicht in Betracht kommt, da es an einem entsprechenden Benennungsverlangen des FA fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;159 Abs.&nbsp;1 AO hat derjenige, der behauptet, dass er Rechte, die auf seinen Namen lauten, oder Sachen, die er besitzt, nur als Treuh&auml;nder, Vertreter eines anderen oder Pfand-gl&auml;ubiger innehabe oder besitze, auf Verlangen nachzuweisen, wem die Rechte oder Sachen geh&ouml;ren; anderenfalls sind sie ihm regelm&auml;&szlig;ig zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;159 AO stellt die Entscheidung, ob die Sachen und Rechte dem Treuh&auml;nder zuzurechnen sind, in das pflichtgem&auml;&szlig;e Ermessen des FA (BFH-Urteil in BFHE 182, 131, BStBl II 1997, 404). Die zu &sect;&nbsp;160 AO insoweit entwickelten Grunds&auml;tze gelten entsprechend (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;September 2006 IV&nbsp;R&nbsp;45\/04, BFHE 214, 212, BStBl II 2007, 39). Dass das FA auch bei Anwendung des &sect;&nbsp;159 AO nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen i.S. des &sect;&nbsp;5 AO zu entscheiden hat, ergibt sich aus der Verwendung des Wortes &quot;regelm&auml;&szlig;ig&quot; (BFH-Urteil in BFHE 214, 212, BStBl II 2007, 39, unter Hinweis auf die Gesetzesbegr&uuml;ndung). Abweichend von &sect;&nbsp;160 AO i.V.m. &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO kann allerdings das FG im Rahmen des &sect;&nbsp;159 AO die Entscheidung des FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;102 FGO nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie rechtswidrig ist, weil die gesetzlichen Grenzen des Ermessens &uuml;berschritten sind oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Erm&auml;chtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht worden ist (BFH-Urteile in BFHE 182, 131, BStBl II 1997, 404, und in BFHE 214, 212, BStBl II 2007, 39). Dem FG ist es mithin verwehrt, Sachen oder Rechte dem Steuerpflichtigen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;159 AO zuzurechnen, wenn der Steuerpflichtige den Eigent&uuml;mer einer Sache oder den Inhaber eines Rechts nicht benennen kann, das FA ein entsprechendes Benennungsverlangen aber nicht gestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon zu unterscheiden ist allerdings die dem FG weiterhin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO obliegende Pflicht, nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung zu entscheiden (BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Oktober 2009 IX&nbsp;R&nbsp;14\/08, BFHE 228, 10, BStBl II 2010, 460). Das FG hat mithin den Steuerpflichtigen ungeachtet dessen Vorbringens als (wirtschaftlichen) Eigent&uuml;mer der Sachen oder Inhaber der Rechte anzusehen, wenn es davon aufgrund der ihm obliegenden freien Beweisw&uuml;rdigung &uuml;berzeugt ist. Eines R&uuml;ckgriffs auf die Beweislastregelung in &sect;&nbsp;159 AO und damit eines darauf gest&uuml;tzten Benennungsverlangens des FA bedarf es in diesem Fall nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Davon ausgehend hat das FG eine Gewinnhinzurechnung zu Recht abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Da das FG die Dienstleistungsverg&uuml;tungen, die die I&nbsp;KG von den TNB f&uuml;r die Mehrwertdienste erhalten hat, &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; zutreffend als durchlaufende Posten qualifiziert hat, sind diese dem Verm&ouml;gen der DA und damit nicht dem Verm&ouml;gen der I&nbsp;KG zuzuordnen. Die Zahlungen konnten dem Verm&ouml;gen der I&nbsp;KG daher nur &uuml;ber die Fiktion des &sect;&nbsp;159 AO zugerechnet werden (zur grunds&auml;tzlichen Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;159 AO auch auf durchlaufende Posten: BFH-Urteil in BFHE 182, 131, BStBl II 1997, 404).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den Feststellungen des FG, die mangels erhobener Verfahrensr&uuml;gen f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend sind, hat das FA ein auf &sect;&nbsp;159 AO gest&uuml;tztes Benennungsverlangen nicht an die I&nbsp;KG gerichtet. Lag ein auf &sect;&nbsp;159 AO gest&uuml;tztes Benennungsverlangen im Streitfall nach revisionsrechtlich nicht zu beanstandender W&uuml;rdigung des FG nicht vor, war es dem FG mithin verwehrt, die von den TNB vereinnahmten Zahlungen gest&uuml;tzt auf &sect;&nbsp;159 AO durch eigene Zurechnungsentscheidung dem Verm&ouml;gen der I&nbsp;KG zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Insoweit unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt auch von dem dem BFH-Urteil in BFHE 182, 131, BStBl II 1997, 404 zu Grunde liegenden Sachverhalt. In jenem Verfahren hatte das FG offengelassen, ob das Benennungsverlangen neben &sect;&nbsp;160 AO auch auf &sect;&nbsp;159 AO gest&uuml;tzt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Anders als das FA wohl meint, ist eine andere Beurteilung auch nicht unter Heranziehung der Grunds&auml;tze von Treu und Glauben geboten. Zwar hat die Kl&auml;gerin erstmals im Klageverfahren vorgetragen, dass die Zahlungen an die Auslandsgesellschaften abweichend von der tats&auml;chlichen bilanziellen Erfassung durchlaufende Posten seien und das auf &sect;&nbsp;160 AO gest&uuml;tzte Benennungsverlangen daher ins Leere gelaufen sei. Ein treuwidriges Verhalten des Steuerpflichtigen liegt aber nicht vor, wenn er die sein Klagebegehren st&uuml;tzende Rechtsauffassung w&auml;hrend des Klageverfahrens &auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf dieses Vorbringen der Kl&auml;gerin war das FA vielmehr gehalten, sein auf &sect;&nbsp;160 AO gest&uuml;tztes Benennungsverlangen zu &uuml;berpr&uuml;fen. Unabh&auml;ngig davon, ob das FA die Rechtsansicht der Kl&auml;gerin teilte, h&auml;tte es zur Vermeidung etwaiger Rechtsnachteile ein auf &sect;&nbsp;159 AO gest&uuml;tztes Benennungsverlangen noch w&auml;hrend des Klageverfahrens an die Kl&auml;gerin richten k&ouml;nnen bzw. m&uuml;ssen. In diesem Fall w&auml;re das FG gehalten gewesen, das finanzgerichtliche Verfahren in entsprechender Anwendung des &sect;&nbsp;74 FGO zun&auml;chst auszusetzen und das Ergebnis des Benennungsverlangens abzuwarten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da die Zahlungen an KS nach der Modifizierung des Klageabweisungsantrags nicht mehr streitig sind, war die angefochtene Vorentscheidung in vollem Umfang zu best&auml;tigen und die Revision des FA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.9.2018, IV R 26\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.060918.IVR26.16.0 Entsch&auml;digung f&uuml;r die Aufhebung eines unbefristeten Vertriebsvertrags nicht aktivierungspflichtig; Benennungsverlangen gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 159, 160 AO bei durchlaufenden Posten Leits&auml;tze 1. NV: Eine Entsch&auml;digung f&uuml;r die vorzeitige Aufl&ouml;sung eines unbefristeten Vertriebsvertrags ist mangels Erwerbs eines immateriellen Wirtschaftsguts nicht zu aktivieren. 2. 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