{"id":70083,"date":"2018-12-06T18:32:24","date_gmt":"2018-12-06T16:32:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70083"},"modified":"2018-12-06T18:32:24","modified_gmt":"2018-12-06T16:32:24","slug":"iii-b-74-17-altersentlastungsbetrag-verstoss-gegen-europarecht-grundsaetzliche-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-74-17-altersentlastungsbetrag-verstoss-gegen-europarecht-grundsaetzliche-bedeutung\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;74\/17 &#8211; Altersentlastungsbetrag &#8211; Versto&szlig; gegen Europarecht &#8211; grunds&auml;tzliche Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.9.2018, III B 74\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.030918.IIIB74.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Altersentlastungsbetrag &#8211; Versto&szlig; gegen Europarecht &#8211; grunds&auml;tzliche Bedeutung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Die Frage der Europarechtswidrigkeit des &sect; 24a EStG ist nicht von grunds&auml;tzlicher Bedeutung, denn es ist durch den EuGH bereits gekl&auml;rt, dass die Besteuerung nicht in den Geltungsbereich der Richtlinie 2000\/78\/EG f&auml;llt (EuGH-Urteil C vom 2. Juni 2016 C-122\/15, ABlEU 2016, Nr. C 287, 11, Rz 27) und daher auch Art. 21 Abs. 1 der Charta der Grundrechte der EU nicht anwendbar ist (EuGH-Urteil vom 2. Juni 2016 C-122\/15, ABlEU 2016, Nr. C 287, 11, Rz 30).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 9. Juni 2017 15 K 1781\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der im November 1983 geborene Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) erzielte im Streitjahr 2011 Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit als Finanzbeamter. Er wurde mit Bescheid vom 17.&nbsp;Juni 2016 durch den Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt) ohne Ber&uuml;cksichtigung des Altersentlastungsbetrages gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24a des Einkommensteuergesetzes (EStG) zur Einkommensteuer veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die dagegen erhobene Sprungklage als unbegr&uuml;ndet ab. Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus, der Kl&auml;ger erf&uuml;llte nicht die Altersvoraussetzungen i.S. des &sect;&nbsp;24a Satz&nbsp;3 EStG; die Regelung in &sect;&nbsp;24a EStG versto&szlig;e auch nicht gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, gegen Europarecht oder gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde begehrt der Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und Versto&szlig; gegen das Recht auf den gesetzlichen Richter (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO). Die von dem Kl&auml;ger geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache setzt voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage herausstellt, deren Kl&auml;rung im Interesse der Allgemeinheit an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung und der Fortentwicklung des Rechts erforderlich ist und die im konkreten Streitfall kl&auml;rungsf&auml;hig ist. Dazu ist auszuf&uuml;hren, ob und in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Rechtsfrage umstritten ist. Vor allem sind, sofern zu dem Problemkreis Rechtsprechung und &Auml;u&szlig;erungen im Fachschrifttum vorhanden sind, eine grundlegende Auseinandersetzung damit sowie eine Er&ouml;rterung geboten, warum durch diese Entscheidungen die Rechtsfrage noch nicht als gekl&auml;rt anzusehen ist oder weshalb sie einer weiteren oder erneuten Kl&auml;rung bedarf (z.B. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Juni 2016 III&nbsp;B&nbsp;95\/15, BFH\/NV 2016, 1575, Rz&nbsp;8, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer mit der Nichtzulassungsbeschwerde verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine gesetzliche Regelung geltend, so ist dar&uuml;ber hinaus eine substantiierte, an den Vorgaben des GG und der einschl&auml;gigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) und des Bundesfinanzhofs (BFH) orientierte Auseinandersetzung mit der Problematik erforderlich (z.B. Senatsbeschl&uuml;sse in BFH\/NV 2016, 1575, Rz&nbsp;8, m.w.N.; vom 4.&nbsp;Januar 2005 III&nbsp;B&nbsp;1\/04, BFH\/NV 2005, 1080, Rz&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Macht der Beschwerdef&uuml;hrer geltend, eine Norm versto&szlig;e gegen das Recht der Europ&auml;ischen Union, so gen&uuml;gt es nicht, dies mit allgemeinen Wendungen zu behaupten, vielmehr bedarf es einer substantiierten, an den Vorgaben des Unionsrechts sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) und des BFH orientierten Auseinandersetzung (vgl. Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;Dezember 2008 III&nbsp;B&nbsp;156\/07, BFH\/NV 2009, 580, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die grunds&auml;tzliche Bedeutung ist nicht durch den Verweis darauf dargelegt, dass der BFH mit Beschluss vom 31.&nbsp;Januar 2017 III&nbsp;B&nbsp;55\/16 (BFH\/NV 2017, 609) die Beschwerde mit vergleichbarer Rechtsfrage wegen fehlender Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung verworfen hat und nicht wegen Fehlens der grunds&auml;tzlichen Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Kl&auml;ger die Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam erachtet, ob &quot;&sect;&nbsp;24a EStG gegen Art.&nbsp;3 GG [&#8230;] und damit gegen h&ouml;herrangiges Recht [verst&ouml;&szlig;t], da die darin geregelte Entlastung nur Steuerpflichtigen ab einem bestimmten Alter gew&auml;hrt wird&quot;, fehlt es sowohl an der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit, als auch an der Kl&auml;rungsf&auml;higkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;24a EStG wurde mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen (Alterseink&uuml;nftegesetz) vom 5.&nbsp;Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) mit Wirkung ab dem Jahr 2005 neu gestaltet. Dabei verfolgte der Gesetzgeber das Ziel, die Vorgaben des BVerfG aufnehmend (vgl. BVerfG-Urteil vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/99, BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618), die bestehenden altersspezifischen Verg&uuml;nstigungen gleichm&auml;&szlig;ig abzubauen (vgl. BTDrucks 15\/2150, S.&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Kl&auml;ger erl&auml;utert nicht, weshalb eine &#8211;seiner Auffassung nach bestehende&#8211; Ungleichbehandlung w&auml;hrend des &Uuml;bergangszeitraums des &sect;&nbsp;24a Satz&nbsp;5 EStG den weiten gesetzgeberischen Gestaltungsspielraum &uuml;berschreitet. Dieser hat bei der Umgestaltung komplexer Regelungssysteme einen weiten Gestaltungsspielraum (BVerfG-Beschluss vom 29.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2683\/11, BStBl II 2016, 310, Rz&nbsp;32, m.w.N.) und hat sich an der Notwendigkeit einfacher, praktikabler und gesamtwirtschaftlich tragf&auml;higer L&ouml;sungen zu orientieren (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618, Rz&nbsp;224). Der Kl&auml;ger setzt sich auch nicht hinreichend damit auseinander, dass nach der Rechtsprechung des BVerfG eine Ungleichbehandlung w&auml;hrend einer &Uuml;bergangsregelung als verfassungsrechtlich zul&auml;ssig hinzunehmen w&auml;re (vgl. BVerfG-Beschluss vom 14.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;323\/10, BFH\/NV 2016, 1421, Rz&nbsp;90, zu &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;4 bis 6 EStG; so auch BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2010 X&nbsp;R&nbsp;53\/08, BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, zu &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa S&auml;tze&nbsp;3 und 4 EStG). Denn es ist unvermeidlich, dass w&auml;hrend des &Uuml;bergangszeitraums auch Nachteile fortdauern, die bereits mit der fr&uuml;heren (teilweise) vorgelagerten Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte verbunden waren (BVerfG-Beschluss in BFH\/NV 2016, 1421, Rz&nbsp;76). Dem steht auch das Prinzip der Abschnittsbesteuerung nicht entgegen (vgl. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2009 X&nbsp;R&nbsp;28\/07, BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348, Rz&nbsp;97, und nachgehend BVerfG-Beschluss in BFH\/NV 2016, 1421).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es erfolgt auch keine Auseinandersetzung mit kontroversen &Auml;u&szlig;erungen im Fachschrifttum zur streitgegenst&auml;ndlichen Norm, die eine Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der Rechtsfrage aufzeigen w&uuml;rden. Die Darlegung des Kl&auml;gers beschr&auml;nkt sich im Wesentlichen auf die Behauptung einer vermeintlichen Fehlerhaftigkeit der Vorentscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch soweit der Kl&auml;ger die Frage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam erachtet, ob &quot;&sect;&nbsp;24a [&#8230;] gegen die Richtlinie 2000\/78\/EG und damit gegen h&ouml;herrangiges Recht [verst&ouml;&szlig;t], da die darin geregelte Entlastung nur Steuerpflichtigen ab einem bestimmten Alter gew&auml;hrt wird&quot;, ist dazu nichts dargetan. Denn es fehlt an einer substantiierten Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung mit Blick auf die Vorgaben des Gemeinschaftsrechts sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung. So ist durch den EuGH bereits gekl&auml;rt, dass die Besteuerung nicht in den Geltungsbereich der Richtlinie des Rates 2000\/78\/EG vom 27.&nbsp;November 2000 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens f&uuml;r die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Besch&auml;ftigung und Beruf (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;ABlEG&#8211; Nr.&nbsp;L 303\/16 vom 2.&nbsp;Dezember 2000) f&auml;llt (EuGH-Urteil C vom 2.&nbsp;Juni 2016 C-122\/15, ABlEU 2016, Nr.&nbsp;C 287, 11, Rz&nbsp;27; so auch bereits Senatsurteil vom 19.&nbsp;Oktober 2006 III&nbsp;R&nbsp;29\/06, BFH\/NV 2007, 663, Rz&nbsp;34) und daher auch Art.&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 der Charta der Grundrechte der EU (Charta) nicht anwendbar ist, da diese gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 der Charta nur bei der Durchf&uuml;hrung des Rechts der Union gilt (EuGH-Urteil in ABlEU 2016, Nr.&nbsp;C 287, 11, Rz&nbsp;30; so auch bereits Senatsurteil in BFH\/NV 2007, 663, Rz&nbsp;37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Schlie&szlig;lich greift auch die R&uuml;ge, das FG habe das Recht des Kl&auml;gers auf den gesetzlichen Richter verletzt, weil es den EuGH habe anrufen m&uuml;ssen, nicht durch. Denn erstinstanzliche Gerichte sind nach Art.&nbsp;267 des Vertrages &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union unionsrechtlich nicht zur Vorlage verpflichtet. Dies gilt auch dann, wenn eine Zulassung des Rechtsmittels durch das oberste Gericht erforderlich ist (vgl. Senatsbeschluss vom 14.&nbsp;Januar 2014 III&nbsp;B&nbsp;89\/13, BFH\/NV 2014, 521, Rz&nbsp;8, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.9.2018, III B 74\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.030918.IIIB74.17.0 Altersentlastungsbetrag &#8211; Versto&szlig; gegen Europarecht &#8211; grunds&auml;tzliche Bedeutung Leits&auml;tze NV: Die Frage der Europarechtswidrigkeit des &sect; 24a EStG ist nicht von grunds&auml;tzlicher Bedeutung, denn es ist durch den EuGH bereits gekl&auml;rt, dass die Besteuerung nicht in den Geltungsbereich der Richtlinie 2000\/78\/EG f&auml;llt (EuGH-Urteil C vom 2. 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