{"id":70090,"date":"2018-12-06T18:40:56","date_gmt":"2018-12-06T16:40:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70090"},"modified":"2018-12-06T18:40:56","modified_gmt":"2018-12-06T16:40:56","slug":"viii-b-49-18-anwendung-der-tarifermaessigung-fuer-verguetungen-fuer-mehrjaehrige-taetigkeiten-auf-die-veraeusserung-von-einzelwirtschaftsguetern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-49-18-anwendung-der-tarifermaessigung-fuer-verguetungen-fuer-mehrjaehrige-taetigkeiten-auf-die-veraeusserung-von-einzelwirtschaftsguetern\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;49\/18 &#8211; Anwendung der Tariferm&auml;&szlig;igung f&uuml;r Verg&uuml;tungen f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten auf die Ver&auml;u&szlig;erung von Einzelwirtschaftsg&uuml;tern"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.10.2018, VIII B 49\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.091018.VIIIB49.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Anwendung der Tariferm&auml;&szlig;igung f&uuml;r Verg&uuml;tungen f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten auf die Ver&auml;u&szlig;erung von Einzelwirtschaftsg&uuml;tern<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Es ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, dass Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit, die aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines langj&auml;hrig betrieblich genutzten Geb&auml;udeteils neben den &uuml;brigen laufenden Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit erzielt werden, nicht unter die Tariferm&auml;&szlig;igung gem&auml;&szlig; &sect; 34 Abs. 2 Nr. 4 EStG fallen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 23. November 2017 2 K 1858\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) wegen der vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) als grunds&auml;tzlich bedeutsam aufgeworfenen Rechtsfrage zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger h&auml;lt die Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam, ob f&uuml;r laufende Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit, die auf der zusammengeballten Aufdeckung stiller Reserven aufgrund der Ver&auml;u&szlig;erung eines langj&auml;hrig genutzten betrieblichen Einzelwirtschaftsguts (Geb&auml;udeteils) beruhen, die Tariferm&auml;&szlig;igung f&uuml;r Verg&uuml;tungen aus mehrj&auml;hrigen T&auml;tigkeiten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr (2015) geltenden Fassung (EStG) anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Rechtsfrage ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und damit nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in dem angestrebten Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein. Kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist eine Rechtsfrage dann nicht, wenn sie anhand der gesetzlichen Grundlagen und der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den Bundesfinanzhof (BFH) geboten erscheinen lassen. Allein das Fehlen einer Entscheidung des BFH zu der konkreten Fallgestaltung begr&uuml;ndet weder einen Kl&auml;rungsbedarf noch das erforderliche Allgemeininteresse (s. zum Ganzen BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Mai 2018 VIII&nbsp;B&nbsp;124\/17, BFH\/NV 2018, 822, Rz&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zu den au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften geh&ouml;ren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG u.a. Verg&uuml;tungen f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten; mehrj&auml;hrig ist eine T&auml;tigkeit, soweit sie sich &uuml;ber mindestens zwei Veranlagungszeitr&auml;ume erstreckt und einen Zeitraum von mehr als zw&ouml;lf Monaten umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Es ist in der Rechtsprechung des BFH gekl&auml;rt, dass &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG grunds&auml;tzlich auf alle Einkunftsarten anwendbar ist, sofern die tatbestandlichen Voraussetzungen dieser Vorschrift erf&uuml;llt sind und dass unter diese Regelung solche au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte fallen, die gegeben sind, wenn die zu beg&uuml;nstigenden Eink&uuml;nfte in einem einzigen Veranlagungszeitraum zu erfassen sind und durch die Zusammenballung von Eink&uuml;nften erh&ouml;hte steuerliche Belastungen entstehen. Zudem ist in der Rechtsprechung gekl&auml;rt, dass die mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit jedes sich &uuml;ber mindestens zwei Veranlagungszeitr&auml;ume erstreckende, der Erzielung von Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis&nbsp;7 EStG dienende Verhalten bezeichnet und der Verg&uuml;tungsbegriff alle Vorteile von wirtschaftlichem Wert umfasst, die der Steuerpflichtige im Rahmen der jeweiligen Einkunftsart f&uuml;r die T&auml;tigkeit erzielt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Februar 2014 X&nbsp;R&nbsp;10\/12, BFHE 245, 1, BStBl II 2014, 668; vom 20.&nbsp;September 2016 X&nbsp;R&nbsp;23\/15, BFHE 255, 209, BStBl II 2017, 347).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) F&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 EStG ist gekl&auml;rt, dass die Anwendung der Tariferm&auml;&szlig;igung auf besondere T&auml;tigkeiten beschr&auml;nkt ist, die von der &uuml;blichen T&auml;tigkeit eines Freiberuflers abgrenzbar sein m&uuml;ssen (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;R&nbsp;84\/11, BFHE 240, 156, Rz&nbsp;15; zur Abgrenzung zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit s. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2015 VI&nbsp;R&nbsp;44\/13, BFHE 249, 523, BStBl II 2015, 890, Rz&nbsp;14&nbsp;f.). Die Verg&uuml;tung wird f&uuml;r eine mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit erzielt, wenn der Steuerpflichtige sich w&auml;hrend mehrerer Jahre ausschlie&szlig;lich einer bestimmten Sache gewidmet und die Verg&uuml;tung daf&uuml;r in einem einzigen Veranlagungszeitraum erhalten hat oder wenn eine sich &uuml;ber mehrere Jahre erstreckende Sondert&auml;tigkeit vorliegt, die von der &uuml;brigen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen ausreichend abgrenzbar ist und nicht zum regelm&auml;&szlig;igen Gewinnbetrieb geh&ouml;rt, sowie in einem einzigen Veranlagungszeitraum entlohnt wird (BFH-Urteile vom 6.&nbsp;Oktober 1993 I&nbsp;R&nbsp;98\/92, BFH\/NV 1994, 775; vom 14.&nbsp;Dezember 2006 IV&nbsp;R&nbsp;57\/05, BFHE 216, 247, BStBl II 2007, 180; vom 16.&nbsp;September 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;1\/12, juris; in BFHE 240, 156; zur Rechtsprechungsentwicklung BFH-Urteil in BFHE 245, 1, BStBl II 2014, 668). Unter die Tariferm&auml;&szlig;igung fallen auch Verg&uuml;tungen f&uuml;r die mehrj&auml;hrige regelm&auml;&szlig;ige T&auml;tigkeit, die aufgrund einer vorangegangenen rechtlichen Auseinandersetzung atypisch zusammengeballt zuflie&szlig;en, weil f&uuml;r den Steuerpflichtigen in diesem Fall regelm&auml;&szlig;ig nicht disponibel ist, wann der &#8211;je nach Gewinnermittlungsart entweder durch das Zufluss- oder das Realisationsprinzip vorgegebene&#8211; Zeitpunkt der letztendlichen einkommensteuerlichen Erfassung dieser Einnahme eintritt (BFH-Urteile in BFHE 245, 1, BStBl II 2014, 668, Rz&nbsp;33&nbsp;f.; vom 25.&nbsp;September 2014 III&nbsp;R&nbsp;5\/12, BFHE 247, 226, BStBl II 2015, 220, Rz&nbsp;14&nbsp;f.). Schlie&szlig;lich erfasst die Regelung eine einmalige Sonderzahlung, die f&uuml;r langj&auml;hrige Dienste aufgrund einer arbeitnehmer&auml;hnlichen Stellung geleistet wird (BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Juli 2004 XI&nbsp;R&nbsp;44\/03, BFHE 208, 110, BStBl II 2005, 276; in BFHE 240, 156, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auf dieser Grundlage ist die vom Kl&auml;ger aufgeworfene Rechtsfrage zu verneinen und damit nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Ver&auml;u&szlig;erungsentgelt aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines betrieblich im Rahmen der freiberuflichen Eink&uuml;nfte genutzten Geb&auml;udeteils stellt zwar einen wirtschaftlichen Vorteil dar, der auch i.S. des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG zusammengeballt erzielt wird. Das Halten und Nutzen eines betrieblichen Geb&auml;udeteils im Rahmen der Einkunftserzielung im freiberuflichen Betrieb bis zur Ver&auml;u&szlig;erung ist aber weder einer besonderen mehrj&auml;hrigen T&auml;tigkeit, der sich der Freiberufler ausschlie&szlig;lich widmet oder die er mehrj&auml;hrig &quot;arbeitnehmer&auml;hnlich&quot; ausf&uuml;hrt, vergleichbar noch handelt es sich um eine freiberufliche T&auml;tigkeit, die einer abgrenzbaren Sondert&auml;tigkeit au&szlig;erhalb des regelm&auml;&szlig;igen Gewinnbetriebs entspricht. Ebensowenig kann eine &Auml;hnlichkeit des Ver&auml;u&szlig;erungsentgelts mit Einnahmen bejaht werden, die auf der mehrj&auml;hrigen &uuml;blichen T&auml;tigkeit beruhen, aber atypisch zusammengeballt aufgrund einer vorangegangenen rechtlichen Auseinandersetzung erzielt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger tr&auml;gt keine Gesichtspunkte vor, die angesichts der Wertungen und Fallgruppen der bisherigen Rechtsprechung f&uuml;r eine Ausweitung der bisherigen Fallgruppen auf den Sachverhalt des Streitfalls sprechen und zu einer &Uuml;berpr&uuml;fung der bisherigen Rechtsprechung Anlass geben k&ouml;nnten. Der von ihm hervorgehobene Sinn und Zweck der Regelung in &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG, die Progressionswirkung f&uuml;r zusammengeballt erzielte Eink&uuml;nfte zu mildern, ist in der Rechtsprechung wiederholt bei der Entwicklung der oben genannten Fallgruppen und Abgrenzung zu nicht beg&uuml;nstigten Eink&uuml;nften herangezogen worden und spricht f&uuml;r sich betrachtet nicht f&uuml;r eine Ausweitung der Rechtsprechung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO zur Fortbildung des Rechts erforderlich. Dieser Zulassungsgrund stellt einen Spezialfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO dar und setzt ebenfalls das Vorliegen einer hinreichend bestimmten und im Allgemeininteresse liegenden kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen und kl&auml;rbaren Rechtsfrage voraus, die hier fehlt (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2018, 822, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Schlie&szlig;lich r&uuml;gt der Kl&auml;ger, die Vorentscheidung stehe in teilweisem Widerspruch zur BFH-Rechtsprechung. Hiermit r&uuml;gt er ausschlie&szlig;lich die rechtliche Fehlerhaftigkeit der Entscheidung, legt aber keinen Zulassungsgrund dar. Materiell-rechtliche Fehler k&ouml;nnen nur im Falle qualifizierter Rechtsanwendungsfehler i.S. einer willk&uuml;rlichen oder greifbar gesetzwidrigen Entscheidung zur Revisionszulassung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO f&uuml;hren. Unterhalb dieser Schwelle liegende, auch erhebliche Rechtsfehler des Finanzgerichts (FG) &#8211;wenn solche hier &uuml;berhaupt vorliegen sollten&#8211; reichen nicht aus, um eine greifbare Gesetzwidrigkeit oder gar eine Willk&uuml;rlichkeit der angefochtenen Entscheidung und somit einen Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision anzunehmen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2018, 822, Rz&nbsp;21). Weder legt der Kl&auml;ger derart offensichtliche Rechtsfehler des FG dar noch bestehen im Streitfall f&uuml;r solche anderweitige Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.10.2018, VIII B 49\/18ECLI:DE:BFH:2018:B.091018.VIIIB49.18.0 Anwendung der Tariferm&auml;&szlig;igung f&uuml;r Verg&uuml;tungen f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten auf die Ver&auml;u&szlig;erung von Einzelwirtschaftsg&uuml;tern Leits&auml;tze NV: Es ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, dass Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit, die aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines langj&auml;hrig betrieblich genutzten Geb&auml;udeteils neben den &uuml;brigen laufenden Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit erzielt werden, nicht unter die Tariferm&auml;&szlig;igung gem&auml;&szlig; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-49-18-anwendung-der-tarifermaessigung-fuer-verguetungen-fuer-mehrjaehrige-taetigkeiten-auf-die-veraeusserung-von-einzelwirtschaftsguetern\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;B&nbsp;49\/18 &#8211; Anwendung der Tariferm&auml;&szlig;igung f&uuml;r Verg&uuml;tungen f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten auf die Ver&auml;u&szlig;erung von Einzelwirtschaftsg&uuml;tern<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70090","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70090"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70090\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}