{"id":70274,"date":"2019-02-09T10:24:55","date_gmt":"2019-02-09T08:24:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70274"},"modified":"2019-02-09T10:24:55","modified_gmt":"2019-02-09T08:24:55","slug":"ii-b-62-18-anteilserwerb-durch-briefkastengesellschaft-als-ein-der-grunderwerbsteuer-unterliegender-rechtsvorgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-62-18-anteilserwerb-durch-briefkastengesellschaft-als-ein-der-grunderwerbsteuer-unterliegender-rechtsvorgang\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;62\/18 &#8211; Anteilserwerb durch Briefkastengesellschaft als ein der Grunderwerbsteuer unterliegender Rechtsvorgang"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.1.2019, II B 62\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:BA.080119.IIB62.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Anteilserwerb durch Briefkastengesellschaft als ein der Grunderwerbsteuer unterliegender Rechtsvorgang<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: 1. Eine im Inland weder als Kapital- noch als Personengesellschaft rechtsf&auml;hige Briefkastengesellschaft kann nicht Anteile an einer grundbesitzenden Personengesellschaft erwerben.<\/p>\n<\/p>\n<p>NV: 2. Die Rechtsf&auml;higkeit einer im Ausland gegr&uuml;ndeten Kapitalgesellschaft beurteilt sich grunds&auml;tzlich nach dem Recht am Ort des tats&auml;chlichen Verwaltungssitzes (sog. Sitztheorie).<\/p>\n<\/p>\n<p>NV: 3. Abweichend davon richtet sich die Rechtsf&auml;higkeit nach der sog. Gr&uuml;ndungstheorie, wenn eine Gesellschaft in einem Vertragsstaat der EU, des EWR oder in einem mit diesen aufgrund Staatsvertrags in Bezug auf die Niederlassungsfreiheit gleichgestellten Staat nach dessen Vorschrift wirksam gegr&uuml;ndet ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>NV: 4. Kommt einer Kapitalgesellschaft nach Ma&szlig;gabe der Sitztheorie keine Rechtsf&auml;higkeit zu, kann sie dennoch als Personengesellschaft rechtsf&auml;hig sein, wenn sie mehr als einen Gesellschafter besitzt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde der Antragstellerin wird der Beschluss des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 9. Mai 2018&nbsp;&nbsp;2 V 382\/18 aufgehoben. Die Vollziehung des Bescheids &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Grunderwerbsteuer vom 13. Februar 2017 wird bis zum Ablauf eines Monats nach Bekanntgabe einer Einspruchsentscheidung, l&auml;ngstens bis zum Eintritt der Bestandskraft, ausgesetzt. Soweit er bereits vollzogen ist, wird die Vollziehung aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Antragsgegner zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Antragstellerin) ist eine KG mit Grundbesitz im Freistaat Sachsen. Komplement&auml;rin ist eine Unternehmergesellschaft (haftungsbeschr&auml;nkt) (G), die mittlerweile als GmbH eingetragen und deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer &#8230; (X) ist; Kommanditist war zun&auml;chst nur X mit einer Einlage von 30.000&nbsp;EUR. Mit Vertrag vom 16.&nbsp;Januar 2013 setzte X seinen Kommanditanteil auf 2.500&nbsp;EUR herab, w&auml;hrend die &#8230; (S) als Kommanditistin eintrat. Mit weiterem &#8211;bisher nicht aktenkundigen&#8211; Vertrag vom 19.&nbsp;Februar 2013 erh&ouml;hte S ihren Kommanditanteil auf 77.500&nbsp;EUR, eingetragen im Handelsregister am 6.&nbsp;M&auml;rz 2013. Im Jahre 2014 folgte eine weitere Erh&ouml;hung des Kommanditanteils der S auf 137.500&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich der Anmeldung zum Handelsregister war die S am 10.&nbsp;August 2011 nach dem International Business Companies Act der Republik Seychellen (Seychellen) gegr&uuml;ndet worden. Ihre Alleingesellschafterin war ausweislich der Feststellungen des Finanzgerichts (FG) in der Zeit vom 1.&nbsp;Februar 2013 bis 30.&nbsp;Juli 2015 die &#8230; (C) mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln. X hatte in Zypern mit der C eine Vereinbarung abgeschlossen, der zufolge die C den Gesch&auml;ftsanteil an der S treuh&auml;nderisch f&uuml;r X hielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahre 2015 wurde dem Antragsgegner und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) angezeigt, dass X seinen Wohnsitz sowie die Antragstellerin und die G ihre Gesch&auml;ftsleitung nach &#8230;, Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) im Zust&auml;ndigkeitsbereich des Finanzamts &#8230; (FA Y) im Bundesland verlegt h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; am 13.&nbsp;Februar 2017 den streitgegenst&auml;ndlichen Bescheid, mit dem es sinngem&auml;&szlig; feststellte, dass durch die Erh&ouml;hung des Kommanditanteils vom 19.&nbsp;Februar\/6.&nbsp;M&auml;rz 2013 unmittelbar bzw. mittelbar Anteile der grundbesitzenden Antragstellerin &uuml;bergegangen seien und hierdurch ein Erwerbsvorgang nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) verwirklicht worden sei. &Uuml;ber den Einspruch ist nach Aktenlage noch nicht entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Lagefinanzamt hat einen Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des Grundbesitzwerts auf den 6.&nbsp;M&auml;rz 2013 erlassen. Das Finanzamt &#8230; hat einen Bescheid &uuml;ber Grunderwerbsteuer erlassen und betreibt die Vollstreckung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Generalstaatsanwaltschaft &#8230; f&uuml;hrt gegen X ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung durch. Am 14.&nbsp;September 2017 hatte das Amtsgericht (AG) &#8230; einen Untersuchungshaftbefehl erlassen, der allerdings nicht vollst&auml;ndig aktenkundig ist. Er wurde am 2.&nbsp;November 2017 unter Fortbestand des Tatverdachts gegen Auflagen und Weisungen au&szlig;er Vollzug gesetzt. Der Haftbefehl st&uuml;tzt sich &#8211;soweit es den vorliegenden Ausz&uuml;gen zu entnehmen ist&#8211; auf Vorg&auml;nge im Zusammenhang mit der S und der C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So hei&szlig;t es darin, die S sei nach den Feststellungen des Bundeszentralamtes f&uuml;r Steuern (BZSt) eine Briefkastengesellschaft. Tats&auml;chlich k&ouml;nnten weder eigenes Personal noch eigene Gesch&auml;ftsr&auml;ume, eigene Gesch&auml;ftsausstattung oder eine Teilnahme am Marktgeschehen im Rahmen ihrer gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit auf den Seychellen oder am formalen Ort der Gesch&auml;ftsleitung auf Zypern festgestellt werden, auch wenn der Vertreter der C, die ihrerseits Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der S sei, in Zypern ans&auml;ssig sei. X habe als Bevollm&auml;chtigter sowie als tats&auml;chlich die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung bestimmender wirtschaftlicher Inhaber alle wichtigen organisatorischen und rechtsgesch&auml;ftlichen Handlungen vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem ein operatives Gesch&auml;ft der S im Zeitraum 2011 bis 2012 nicht festzustellen sei, sei die S, vertreten durch X, an dessen Stelle mehreren KGs beigetreten und habe diesen durch Erh&ouml;hung der Kommanditanteile in erheblichem Umfange Kapital zuflie&szlig;en lassen. Damit habe X zu privatn&uuml;tzigen Zwecken seine ausl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte verlagert. Da als Ort der Gesch&auml;ftsleitung einer Briefkastenfirma der Wohnsitz des X anzusehen sei, sei die S als Kapitalgesellschaft mit Sitz im Inland unbeschr&auml;nkt k&ouml;rperschaft- und gewerbesteuerpflichtig. Die Kapitalerh&ouml;hungen der Kommanditanteile in den deutschen Verm&ouml;gensverwaltungsgesellschaften des X wiederum seien als Entnahmen in das Privatverm&ouml;gen infolge von Gewinnaussch&uuml;ttungen zu bewerten. Im Zuge dieses Ermittlungsverfahrens brachte die Generalstaatsanwaltschaft zur Vollziehung von Verm&ouml;gensarresten u.a. Pf&auml;ndungsbeschl&uuml;sse in die (angeblichen) Kommanditanteile der S und des X sowie des Gesch&auml;ftsanteils der G an der Antragstellerin aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antrag der Antragstellerin auf Aussetzung der Vollziehung (AdV) des Bescheids vom 13.&nbsp;Februar 2017 blieb sowohl beim FA als auch beim FG erfolglos. Das FG hat ausgef&uuml;hrt, die &ouml;rtliche Unzust&auml;ndigkeit des FA sei nach &sect;&nbsp;127 der Abgabenordnung (AO) unbeachtlich, der Bescheid im &Uuml;brigen rechtm&auml;&szlig;ig. Die S habe mit der Kapitalerh&ouml;hung vom 19.&nbsp;Februar 2013 ihren Kapitalanteil auf 96,875&nbsp;% aufgestockt. Unerheblich sei, welche Rolle X hinter der S einnehme, da es eine &uuml;ber eine Kapitalgesellschaft vermittelte Beteiligung als Altgesellschafter an der Personengesellschaft nicht gebe. Ebenso wenig sei von Bedeutung, welche ertragsteuerlichen Folgen aus den Aktivit&auml;ten des X gezogen worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der seitens des FG mit R&uuml;cksicht auf das anh&auml;ngige Revisionsverfahren II&nbsp;R&nbsp;18\/17 zugelassenen Beschwerde macht die Antragstellerin weiterhin Zweifel an der formellen und materiellen Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Bescheids sowie eine in der sofortigen Beitreibung liegende unbillige H&auml;rte geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA sei zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des angefochtenen Bescheids &ouml;rtlich nicht mehr zust&auml;ndig gewesen, nachdem bereits im Jahre 2015 sowohl dem FA als auch dem &ouml;rtlich zust&auml;ndigen FA Y der Umzug der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung angezeigt worden sei. Es sei auch nicht nahezu ausgeschlossen, dass das FA Y angesichts der materiell-rechtlichen Zweifelhaftigkeit der Sache anders entschieden h&auml;tte. Diese wiederum liege darin, dass sich mittelbar die wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht des X &uuml;ber das fragliche Grundst&uuml;ck nicht ver&auml;ndert habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall trete hinzu, dass es in entsprechender Anwendung des &sect;&nbsp;174 AO nicht zul&auml;ssig sei, wenn die Finanzverwaltung, zudem dasselbe FA, ein- und denselben Lebenssachverhalt mehrfach unterschiedlich w&uuml;rdige, um m&ouml;glichst viel Steuer zu generieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem Strafverfahren gegen X rechne die Finanzverwaltung u.a. die streitige Kapitalerh&ouml;hung dem X f&uuml;r einkommensteuerrechtliche Zwecke zu, ohne dass bisher allerdings entsprechende Bescheide ergangen w&auml;ren. Grunderwerbsteuerrechtlich werde allein auf die formale Eintragung der S im Handelsregister abgestellt. Das entspr&auml;che einer widerstreitenden Steuerfestsetzung i.S. des &sect;&nbsp;174 AO, wenn bereits Bescheide erlassen worden w&auml;ren. Der Nichterlass rechtsmittelf&auml;higer Bescheide schneide die Rechtsschutzm&ouml;glichkeiten ab. Wegen der Ma&szlig;nahmen der Steuerfahndung zeitige die (zudem falsche und damit rechtswidrige) einkommensteuerrechtliche Rechtsauffassung des FA bereits erhebliche Wirkungen. Das Verm&ouml;gen des X sei gepf&auml;ndet und damit blockiert; die Antragstellerin habe dadurch auch keine Mittel mehr, die Grunderwerbsteuer auch nur vorl&auml;ufig zu zahlen. Wenn die W&uuml;rdigungen ein- und desselben Lebenssachverhalts f&uuml;r Zwecke der einzelnen Steuerarten einander denklogisch widerspr&auml;chen, liege ein Versto&szlig; gegen das verfassungsrechtliche &Uuml;berma&szlig;verbot vor. Zumindest w&auml;re in derartigen F&auml;llen die Rechtsfrage zu kl&auml;ren, ob die analoge Anwendung von &sect;&nbsp;174 AO in Frage kommt, wenn zwar die Voraussetzungen der Vorschrift noch nicht vorliegen, wohl aber die Finanzverwaltung durch anderweitige Ma&szlig;nahmen die Folgen der widerstreitenden Festsetzung eintreten l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin beantragt,<br \/>den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Grunderwerbsteuer vom 13.&nbsp;Februar 2017 ab Wirksamkeit und ohne Sicherheitsleistungen bis zum Abschluss des Einspruchsverfahrens von der Vollziehung auszusetzen bzw. die Vollziehung aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen<br \/>und schlie&szlig;t sich der Auffassung des FG an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf den Hinweis des Senats, dass Bedenken an der Rechtsf&auml;higkeit der S best&uuml;nden, ist das FA dem entgegengetreten und hat einen Auszug der Datenbank &#8230; vorgelegt, demzufolge die S am 10.&nbsp;August 2011 gegr&uuml;ndet worden sei, noch bestehe und &uuml;ber eine Anschrift auf den Seychellen verf&uuml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet. Bei der im Verfahren &uuml;ber die Aussetzung\/Aufhebung der Vollziehung gebotenen summarischen Pr&uuml;fung bestehen ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Bescheids i.S. des &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO kann das Gericht auf Antrag die Vollziehung eines angefochtenen Verwaltungsakts u.a. aussetzen, soweit ernstliche Zweifel an dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Verwaltungsakts bestehen, wenn bei summarischer Pr&uuml;fung der Sach- und Rechtslage neben den f&uuml;r die Rechtm&auml;&szlig;igkeit sprechenden Umst&auml;nden gewichtige, gegen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit sprechende Gr&uuml;nde zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung der Rechtsfragen oder Unklarheit in der Beurteilung von Tatfragen bewirken. Bei der hiernach gebotenen Abw&auml;gung sind die Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs zu ber&uuml;cksichtigen, wobei diese nicht &uuml;berwiegen m&uuml;ssen. Es ist eine summarische Pr&uuml;fung aufgrund des Sachverhalts vorzunehmen, der sich aus den sog. pr&auml;senten Beweismitteln, dem Vortrag der Beteiligten und den Akten ergibt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. u.a. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;Oktober 2011 VIII&nbsp;S&nbsp;5\/11, BFH\/NV 2012, 262, und vom 12.&nbsp;Juli 2017 X&nbsp;B&nbsp;16\/17, BFHE 257, 523, Rz&nbsp;53).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Verfahrensrechtlich beruht der Bescheid auf &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 GrEStG. Danach werden in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a, 3 und 3a GrEStG die Besteuerungsgrundlagen durch das Finanzamt, in dessen Bezirk sich die Gesch&auml;ftsleitung der Gesellschaft befindet, gesondert festgestellt, wenn ein au&szlig;erhalb des Bezirks dieses Finanzamts liegendes Grundst&uuml;ck oder ein auf das Gebiet eines anderen Landes sich erstreckender Teil eines im Bezirk dieses Finanzamts liegenden Grundst&uuml;cks betroffen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Materiell-rechtlich st&uuml;tzt sich der angefochtene Bescheid auf &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG. Diese Vorschrift fingiert einen grunderwerbsteuerrechtlichen Erwerbsvorgang bei bestimmten &Auml;nderungen des Gesellschafterbestands einer Personengesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Geh&ouml;rt zum Verm&ouml;gen einer Personengesellschaft ein inl&auml;ndisches Grundst&uuml;ck und &auml;ndert sich innerhalb von f&uuml;nf Jahren der Gesellschafterbestand unmittelbar oder mittelbar dergestalt, dass mindestens 95&nbsp;% der Anteile am Gesellschaftsverm&ouml;gen auf neue Gesellschafter &uuml;bergehen, gilt dies nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG als ein auf die &Uuml;bereignung eines Grundst&uuml;cks auf eine neue Personengesellschaft gerichtetes Rechtsgesch&auml;ft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gesellschafter einer Personengesellschaft kann auch eine ausl&auml;ndische Kapitalgesellschaft sein. Diese wird grunderwerbsteuerrechtlich nicht anders behandelt als eine inl&auml;ndische Kapitalgesellschaft (ausdr&uuml;cklich f&uuml;r den Fall des Anteilserwerbs BFH-Urteil vom 2.&nbsp;August 2006 II&nbsp;R&nbsp;23\/05, BFH\/NV 2006, 2306, unter II.2.). Dies setzt aber voraus, dass das als ausl&auml;ndische Kapitalgesellschaft und damit als ausl&auml;ndische juristische Person auftretende Gebilde tats&auml;chlich rechtsf&auml;hig ist. Fehlt es daran, ist im Einzelfall zu pr&uuml;fen, welche zivilrechtlichen Folgen sich hieraus f&uuml;r Rechtsgesch&auml;fte mit der Scheingesellschaft ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedenfalls kann ein nicht rechtsf&auml;higes Gebilde nicht Rechtstr&auml;ger und deshalb auch nicht Gesellschafter einer Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Frage, ob eine im Ausland gegr&uuml;ndete juristische Person rechtsf&auml;hig ist, beurteilt sich grunds&auml;tzlich nach dem Recht, das am Ort ihres tats&auml;chlichen Verwaltungssitzes gilt (sog. Sitztheorie, vgl. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Juni 1995 II&nbsp;S&nbsp;9\/95, BFHE 177, 347, BStBl II 1995, 605, unter II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Abweichend davon richtet sich die Frage der Rechtsf&auml;higkeit nach der sog. Gr&uuml;ndungstheorie, wenn eine Gesellschaft in einem Vertragsstaat der Europ&auml;ischen Union (EU) oder des Europ&auml;ischen Wirtschaftsraums (EWR) oder in einem mit diesen aufgrund Staatsvertrags in Bezug auf die Niederlassungsfreiheit gleichgestellten Staat nach dessen Vorschriften wirksam gegr&uuml;ndet ist. Diese ist in einem anderen Vertragsstaat auf der Grundlage der im Vertrag &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) garantierten Niederlassungsfreiheit (Art.&nbsp;54 AEUV) unabh&auml;ngig von dem Ort ihres tats&auml;chlichen Verwaltungssitzes in der Rechtsform anzuerkennen, in der sie gegr&uuml;ndet wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2003 VII&nbsp;ZR&nbsp;370\/98, BGHZ 154, 185; vom 13.&nbsp;April 2010&nbsp;&nbsp;5&nbsp;StR&nbsp;428\/09, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2010, 1581; BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Juni 2016 II&nbsp;R&nbsp;14\/12, BFH\/NV 2017, 1, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) F&uuml;r Gesellschaften au&szlig;erhalb des geschilderten Raumes bleibt es bei der Sitztheorie (im Einzelnen Palandt\/Thorn, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 77.&nbsp;Aufl., Anhang des Einf&uuml;hrungsgesetzes zum B&uuml;rgerlichen Gesetzbuch&nbsp;12, Rz&nbsp;10 bis 13). Haben Kapitalgesellschaften, die nach ausl&auml;ndischem Recht gegr&uuml;ndet wurden, ihren Sitz im Inland, k&ouml;nnen sie im Regelfall mangels Einhaltung der inl&auml;ndischen Gr&uuml;ndungsvorschriften f&uuml;r Kapitalgesellschaften nicht als solche betrachtet werden. Damit entf&auml;llt die Abschirmwirkung der Kapitalgesellschaft und ist auf die hinter ihr stehenden Gesellschafter zur&uuml;ckzugreifen. Folgerichtig kommt in einem solchen Falle die Behandlung als rechtsf&auml;hige Personengesellschaft in Betracht (vgl. BGH-Urteile vom 1.&nbsp;Juli 2002 II&nbsp;ZR&nbsp;380\/00, BGHZ 151, 204, unter II.1.; vom 27.&nbsp;Oktober 2008 II&nbsp;ZR&nbsp;158\/06 &quot;Trabrennbahn&quot;, BGHZ 178, 192, unter I.1.c). Dies wiederum setzt voraus, dass die Gesellschaft mehr als einen Gesellschafter hat, denn eine Einmann-Personengesellschaft existiert im deutschen Recht nicht (grundlegend f&uuml;r die GbR Palandt\/Sprau, a.a.O., &sect;&nbsp;705 Rz&nbsp;1). Hat mithin die ausl&auml;ndische Kapitalgesellschaft lediglich einen Gesellschafter, tritt dieser an die Stelle der Personengesellschaft. Damit entf&auml;llt die M&ouml;glichkeit, in der Gesellschaft ein rechtsf&auml;higes Gebilde zu sehen. Ma&szlig;gebender Rechtstr&auml;ger ist der Gesellschafter allein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat geht aufgrund seiner Beschr&auml;nkung auf pr&auml;sente Beweismittel f&uuml;r Zwecke der AdV davon aus, dass der Inhalt des bisher nicht aktenkundigen Vertrags vom 19.&nbsp;Februar 2013, mit dem der Kommanditanteil der S auf 77.500&nbsp;EUR erh&ouml;ht worden sein soll, der Anmeldung zum Handelsregister und den Feststellungen des FG entspricht; im Hauptsacheverfahren bed&uuml;rfte dies ggf. der &Uuml;berpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bestehen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Bescheids, weil S mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Briefkastengesellschaft (Domizilgesellschaft\/Basisgesellschaft) ist, von der nicht feststeht, ob sie im Inland &uuml;berhaupt rechtsf&auml;hig und als solche in der Lage ist, einen Anteil an der Antragstellerin zu halten. Die seitens der Antragstellerin vorgelegten Dokumente aus dem Ermittlungsverfahren gegen X, gegen deren Echtheit keine Bedenken bestehen, begr&uuml;nden Zweifel daran, ob Erwerb und Erh&ouml;hung des Kommanditanteils an der Antragstellerin durch die wirkliche oder vermeintliche ausl&auml;ndische Kapitalgesellschaft S die Voraussetzungen eines nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG steuerbaren Tatbestands erf&uuml;llen. Insoweit liegt eine Unsicherheit in der Beurteilung von Tat- und Rechtsfragen vor, die die AdV rechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Sollte die Sachverhaltsdarstellung in dem gegen X erlassenen Haftbefehl zutreffen, d&uuml;rfte S als reine Briefkastengesellschaft au&szlig;erhalb des Anwendungsbereichs des EU-Rechts nicht rechtsf&auml;hig gewesen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Rechtsf&auml;higkeit der S beurteilt sich nach dem Ort des tats&auml;chlichen Verwaltungssitzes und nicht nach ihrem Gr&uuml;ndungsstatut. S wurde nach Aktenlage nach dem Recht der Seychellen gegr&uuml;ndet, die weder Vertragsstaat der EU noch des EWR noch hinsichtlich der Niederlassungsfreiheit gleichgestellt ist. Aus dem Umstand, dass die C als ihre Alleingesellschafterin &#8211;wenn auch in Treuhand f&uuml;r X&#8211; ihren Sitz augenscheinlich auf den im Wege der Assoziierung nach Art.&nbsp;198, 199 Nr.&nbsp;5, Anhang&nbsp;II AEUV in den Geltungsbereich der Niederlassungsfreiheit einbezogenen Britischen Jungferninseln hatte und mutma&szlig;lich auch nach dem dortigen Recht gegr&uuml;ndet wurde, folgt in diesem Zusammenhang schon deshalb nichts Gegenteiliges, weil nicht das Gesellschaftsstatut der Gesellschafterin C, sondern das der Gesellschaft S selbst ma&szlig;gebend ist. Aus demselben Grunde kommt es erst recht nicht darauf an, dass der Vertreter der C auf dem zur EU geh&ouml;renden Zypern ans&auml;ssig gewesen sein soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der tats&auml;chliche Verwaltungssitz der S k&ouml;nnte sich in Deutschland befunden haben. Der Haftbefehl geht davon aus, dass S mangels Personals, Gesch&auml;ftsr&auml;umen, eigener Gesch&auml;ftsausstattung oder Teilnahme am Marktgeschehen weder auf den Seychellen noch auf Zypern irgendeine Form von Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt habe und X sowohl kraft Vollmacht als auch tats&auml;chlich die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung bestimmt habe. X war in Deutschland ans&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Es ist nicht erkennbar und auch in der Sache nicht wahrscheinlich, dass S die Gr&uuml;ndungsvorschriften f&uuml;r eine deutsche Gesellschaft eingehalten h&auml;tte, so dass ihr nach diesem Ma&szlig;stab keine Rechtsf&auml;higkeit als Kapitalgesellschaft zuk&auml;me.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine Rechtsf&auml;higkeit als Personengesellschaft ist bei der im AdV-Verfahren allein m&ouml;glichen summarischen Pr&uuml;fung ebenfalls nicht anzunehmen. Die S hatte lediglich eine Gesellschafterin, die C. Damit kann die S nicht Personengesellschaft sein, und zwar unabh&auml;ngig davon, welche Rechtsqualit&auml;t der C zukommen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach alledem ist zweifelhaft, ob die S f&uuml;r Zwecke der Grunderwerbsteuer als tauglicher Rechtstr&auml;ger zu behandeln ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) G&auml;nzlich ungekl&auml;rt ist, ob der Gesellschaftsanteil an der Antragstellerin (und damit auch ein Erwerb des Gesellschaftsanteils) der C als Gesellschafterin der S zuzurechnen sein k&ouml;nnte. Dies ist f&uuml;r den Fall zu pr&uuml;fen, dass die C mit ihrem Sitz auf den Britischen Jungferninseln ihrerseits nach den vorgenannten Ma&szlig;st&auml;ben rechtsf&auml;hig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine abschlie&szlig;ende Beurteilung dieser Rechtsfrage ist dem Senat allerdings im AdV-Verfahren nicht m&ouml;glich. Daf&uuml;r w&auml;re u.a. die Frage zu beantworten, welche Rechtswirkungen die Treuhandvereinbarung zwischen der C und dem X betreffend den Gesellschaftsanteil an der S haben k&ouml;nnte, welchen konkreten Inhalt diese Vereinbarung hat, ob f&uuml;r das Zustandekommen und die Rechtswirkungen das Recht der Britischen Jungferninseln als Gr&uuml;ndungsstatut der C, das Recht Zyperns als formalem Ort der Gesch&auml;ftsleitung und Ort des Vertragsschlusses oder aber das Recht Deutschlands als Ans&auml;ssigkeitsstaat des Treugebers X ma&szlig;gebend ist. Zu den Rechtswirkungen einer Treuhandvereinbarung geh&ouml;rt auch die Frage ihrer Reichweite, hier, ob das Treugut (der in der Hand der C befindliche Gesch&auml;ftsanteil an der S) noch dem Treuh&auml;nder &#8211;der C&#8211; oder bereits dem Treugeber &#8211;dem X&#8211; zuzurechnen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat geht mangels anderweitiger Anhaltspunkte von dem Sachverhalt aus, der dem Haftbefehl zugrunde liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wenn auch insoweit keine Bindung besteht, stellen doch diejenigen tats&auml;chlichen Annahmen, auf die sich ein Haftbefehl st&uuml;tzt, in einem summarischen Verfahren wie dem vorliegenden AdV-Verfahren ein erhebliches Indiz f&uuml;r deren inhaltliche Richtigkeit dar, wenn sie nicht substantiiert bestritten werden. Bestritten hat diese Feststellungen allenfalls die Antragstellerin, nicht hingegen das FA, das im Rahmen der Grunderwerbsteuer aus dem Bestreiten Vorteile h&auml;tte ziehen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Untersuchungshaft setzt nach &sect;&nbsp;112 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Strafprozessordnung (StPO) neben dem grunds&auml;tzlich erforderlichen Haftgrund dringenden Tatverdacht voraus, wobei es sich um einen zwar an dem Stadium der Ermittlungen orientierten und insofern ggf. auch unvollst&auml;ndigen, aber doch st&auml;rkeren Verdacht handeln muss (vgl. im Einzelnen Hilger in L&ouml;we-Rosenberg, StPO, 26.&nbsp;Aufl. 2007, &sect;&nbsp;112, Rz&nbsp;16 bis 21). Die Einstufung der S als Briefkastengesellschaft war, soweit es sich den Ausz&uuml;gen entnehmen l&auml;sst, wesentlicher Bestandteil des Haftbefehls. Der Senat hat aktuell keine Hinweise darauf, inwiefern der Haftbefehl auf unzutreffender Tatsachengrundlage beruhen sollte und folglich das AG zu Unrecht die Haft angeordnet haben sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bezieht sich aber ein dringender Tatverdacht i.S. des &sect;&nbsp;112 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 StPO auf Sachverhaltselemente, die ihrerseits, wenn sie zutreffen, zur Rechtswidrigkeit eines angefochtenen Steuerverwaltungsakts f&uuml;hren, so bestehen bei summarischer Pr&uuml;fung im Allgemeinen auch ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit dieses Verwaltungsakts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An dem dringenden Tatverdacht hat sich durch die Au&szlig;ervollzugsetzung des Haftbefehls nichts ge&auml;ndert. Dies ergibt sich aus dem Beschluss selbst, der &uuml;ber die Auflagen und Weisungen allein den Haftgr&uuml;nden (Flucht- und Verdunkelungsgefahr) zu begegnen sucht. W&auml;re der Verdacht entfallen, h&auml;tte der Haftbefehl aufgehoben werden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat verkennt nicht, dass die Antragstellerin selbst erkl&auml;rt, sie teile die im Rahmen des Ermittlungsverfahrens gegen X vertretene Auffassung der Finanzverwaltung zur Einkommensteuer nicht. Sie hat nicht n&auml;her erl&auml;utert, ob sie die Sachverhaltsfeststellungen f&uuml;r fehlerhaft oder die rechtliche W&uuml;rdigung f&uuml;r unzutreffend h&auml;lt oder ob es sich insoweit lediglich um eine salvatorische Klausel handelt, um ein inzidentes Schuldeingest&auml;ndnis zu Lasten des X sowie negative Folgen bei der Einkommensteuer zu vermeiden. Ein substantiierter Vortrag ist diese nicht durch Tatsachendarstellungen untermauerte Einlassung jedenfalls nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im &Uuml;brigen ist es ein Indiz f&uuml;r die Richtigkeit der in dem Haftbefehl enthaltenen Feststellungen, dass sie sich auf die &#8211;wiederum nicht aktenkundigen&#8211; Feststellungen des BZSt st&uuml;tzen, die ihrerseits regelm&auml;&szlig;ig auf belastbaren Informationen gr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Soweit die Beh&ouml;rden im vorliegenden Sachverhaltskomplex Ma&szlig;nahmen ergriffen haben, von denen fraglich ist, ob sie nicht die Rechtsf&auml;higkeit der S voraussetzen (so etwa die Pf&auml;ndung in einen m&ouml;glichen Kommanditanteil), steht das der vorliegenden &#8211;vorl&auml;ufigen&#8211; Beurteilung nicht entgegen. Zum einen ist bereits der Pf&auml;ndungsbeschluss so offen gefasst, dass er m&ouml;glicherweise verschiedene rechtliche Wertungen abdeckt &#8211;dies abschlie&szlig;end zu beurteilen, ist nicht Aufgabe des vorliegenden Verfahrens&#8211;; zum anderen ist der Senat an diese Wertungen nicht gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Der Senat weist ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass die Beurteilung der Sach- und Rechtslage auf dem aktuellen Informationsstand beruht. Falls sich im Zuge der weiteren Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen die m&ouml;gliche Annahme, die S sei eine nicht rechtsf&auml;hige Briefkastengesellschaft, als nicht zutreffend erweist, kommt eine &Auml;nderung des Beschlusses nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;6 FGO durch das jeweilige Gericht der Hauptsache in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Offen kann bleiben, welche Folgen die unstreitige Verletzung der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r den Erlass des Feststellungsbescheids durch das FA hat und ob insoweit &sect;&nbsp;127 AO anzuwenden ist. Nicht entscheidungserheblich ist auch die von der Antragstellerin geltend gemachte analoge Anwendung des &sect;&nbsp;174 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. &Uuml;ber eine Sicherheitsleistung ist bei der Aussetzung eines Folgebescheids zu entscheiden (&sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;6 FGO). Ein ausdr&uuml;cklicher Ausschluss der Sicherheitsleistung kommt nicht in Betracht. Die vorstehenden Erw&auml;gungen lassen nicht den Schluss zu, dass der Rechtsbehelf gegen den Grundlagenbescheid mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein wird (vgl. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Juli 1997 VIII&nbsp;S&nbsp;1\/97, BFH\/NV 1998, 186).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auf den Aspekt der unbilligen H&auml;rte war hiernach nicht mehr einzugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.1.2019, II B 62\/18ECLI:DE:BFH:2019:BA.080119.IIB62.18.0 Anteilserwerb durch Briefkastengesellschaft als ein der Grunderwerbsteuer unterliegender Rechtsvorgang Leits&auml;tze NV: 1. Eine im Inland weder als Kapital- noch als Personengesellschaft rechtsf&auml;hige Briefkastengesellschaft kann nicht Anteile an einer grundbesitzenden Personengesellschaft erwerben. NV: 2. Die Rechtsf&auml;higkeit einer im Ausland gegr&uuml;ndeten Kapitalgesellschaft beurteilt sich grunds&auml;tzlich nach dem Recht am Ort &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-62-18-anteilserwerb-durch-briefkastengesellschaft-als-ein-der-grunderwerbsteuer-unterliegender-rechtsvorgang\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;B&nbsp;62\/18 &#8211; Anteilserwerb durch Briefkastengesellschaft als ein der Grunderwerbsteuer unterliegender Rechtsvorgang<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70274","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70274"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70274\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}