{"id":70278,"date":"2019-02-09T10:24:07","date_gmt":"2019-02-09T08:24:07","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70278"},"modified":"2019-02-09T10:24:07","modified_gmt":"2019-02-09T08:24:07","slug":"x-r-21-16-steuerliche-behandlung-der-leistungen-einer-direktversicherung-in-form-einer-aufbauversicherung-die-vor-dem-1-januar-2005-abgeschlossen-wurde-anforderungen-an-die-vereinbarung-laufender-beit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-21-16-steuerliche-behandlung-der-leistungen-einer-direktversicherung-in-form-einer-aufbauversicherung-die-vor-dem-1-januar-2005-abgeschlossen-wurde-anforderungen-an-die-vereinbarung-laufender-beit\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;21\/16 &#8211; Steuerliche Behandlung der Leistungen einer Direktversicherung in Form einer Aufbauversicherung, die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde &#8211; Anforderungen an die Vereinbarung &quot;laufender Beitragsleistungen&quot;"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.9.2018, X R 21\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.060918.XR21.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerliche Behandlung der Leistungen einer Direktversicherung in Form einer Aufbauversicherung, die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde &#8211; Anforderungen an die Vereinbarung &quot;laufender Beitragsleistungen&quot;<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die im Rahmen einer sog. Aufbauversicherung vereinbarten &quot;laufenden Einmalbeitr&auml;ge in variabler H&ouml;he&quot; sind als &quot;laufende Beitragsleistungen&quot; i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. dd EStG 2004 anzusehen, wenn sie j&auml;hrlich nach einer im urspr&uuml;nglichen Vertrag vereinbarten Berechnungsmethode geleistet werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, vom 19. April 2016&nbsp;&nbsp;6 K 1471\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2011 vom 11. September 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 30. April 2014 wird dahingehend ge&auml;ndert, dass die sonstigen Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers um 83.857 EUR reduziert werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr 2011 als Eheleute zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger war bis zum Streitjahr als sog. Generalagent (GA) f&uuml;r die &#8230; Versicherung AG (V) t&auml;tig. Die zum Konzern der V geh&ouml;rende &#8230; Leben (L) zahlte dem Kl&auml;ger am 1.&nbsp;Juli 2011 drei Kapitallebensversicherungen in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR aus. Diesen auf das Leben des Kl&auml;gers abgeschlossenen Vertr&auml;gen lagen die &quot;Richtlinien f&uuml;r die Versorgung der hauptberuflichen Ausschlie&szlig;lichkeitsvertreter&quot; (GA-Versorgung) zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GA-Versorgung der V besteht aus drei Stufen. Stufe&nbsp;1 beinhaltet einen Kapitallebensversicherungsvertrag, der im f&uuml;nften Besch&auml;ftigungsjahr des GA bei der V endet. Anschlie&szlig;end schlie&szlig;en der GA und V im Rahmen der Stufe&nbsp;2 zwei weitere Kapitallebensversicherungsvertr&auml;ge ab. Der erste Vertrag umfasst als sog. Grundversicherung u.a. einen Todesfallschutz mit einer Versicherungssumme in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM gegen gleichbleibende Beitr&auml;ge. Im zweiten Versicherungsvertrag vereinbaren die Vertragsparteien eine sog. Aufbauversicherung gegen &quot;laufenden Einmalbeitrag in variabler H&ouml;he&quot;. Der j&auml;hrliche Beitrag, der f&uuml;r diese Aufbauversicherung zu zahlen ist, betr&auml;gt je nach Betriebszugeh&ouml;rigkeit 5&nbsp;% bis 10&nbsp;% des durchschnittlichen Bestandszuwachses in den vorangegangenen f&uuml;nf Kalenderjahren. Der Bestandszuwachs wird aus den Beitr&auml;gen s&auml;mtlicher von der V beim Inkrafttreten der GA-Versorgung betriebenen Versicherungssparten, mit Ausnahme der Lebens- und Krankenversicherungsvertr&auml;ge, berechnet (Punkt&nbsp;II.3 der GA-Versorgung). In Abh&auml;ngigkeit von dieser Beitragsanpassung erh&ouml;ht sich die Versicherungssumme der Aufbauversicherung. S&auml;mtliche Beitr&auml;ge f&uuml;r die (beiden) Kapitallebensversicherungen der Stufe&nbsp;2 zahlt die V. Zur Abwicklung der GA-Versorgung schlie&szlig;t die V einen Gruppenversicherungsvertrag mit der L ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Stufe&nbsp;3 umfasst eine weitere Aufbauversicherung. Die Bedingungen dieses Versicherungsvertrags entsprechen denen des Aufbauversicherungsvertrags der Stufe&nbsp;2. Jedoch muss der GA die Beitr&auml;ge zur H&auml;lfte aufbringen. Die andere H&auml;lfte zahlt die V (Punkt&nbsp;II.4 der GA-Versorgung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger vereinbarte die GA-Versorgung der Stufe&nbsp;2 mit V am 1.&nbsp;Juli 1982. Daneben schloss er am 1.&nbsp;Juli 1987 mit V die Vereinbarung &uuml;ber eine (weitere) Aufbauversicherung im Rahmen der Stufe&nbsp;3 der GA-Versorgung ab. W&auml;hrend der Versicherungsdauer bis zum 1.&nbsp;Juli 2011 stieg die Versicherungssumme der Aufbauversicherung der Stufe&nbsp;2 von urspr&uuml;nglich &#8230;&nbsp;DM auf &#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r die Aufbauversicherung der Stufe&nbsp;3 von einer Versicherungssumme in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM auf &#8230;&nbsp;EUR. L stellte der V bei jeder Beitragszahlung einen Nachtrag zum Versicherungsschein aus. F&uuml;r den Kl&auml;ger wurden in den Jahren 1982 bis 2000 sowie in den Jahren 2004 bis 2006 Beitr&auml;ge in die Aufbauversicherung der Stufe&nbsp;2 und in den Jahren 1987 bis 2000 sowie in den Jahren 2004 bis 2006 in die Aufbauversicherung der Stufe&nbsp;3 wie vereinbart gezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In H&ouml;he des Kapitalwertes der von V finanzierten Versicherungsleistungen sieht Punkt&nbsp;VI. der GA-Versorgung vor, dass aus Gr&uuml;nden der Billigkeit kein Ausgleichsanspruch des GA nach &sect;&nbsp;89b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Handelsgesetzbuches (HGB) entsteht. Den Unterschiedsbeitrag dieses Kapitalwertes zum Ausgleichsanspruch des GA hatte V jedoch auszugleichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Vertragsende am 1.&nbsp;Juli 2011 &uuml;berwies die L dem Kl&auml;ger aufgrund des Aufbauversicherungsvertrags der Stufe&nbsp;2 einen Betrag von &#8230;&nbsp;EUR, wovon sie &#8230;&nbsp;EUR als einkommensteuerpflichtig behandelte. In Bezug auf die Aufbauversicherung der Stufe&nbsp;3 sah die L einen Betrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR des Gesamtbetrags von &#8230;&nbsp;EUR als steuerpflichtig an. Diese Betr&auml;ge teilte L der Deutschen Rentenversicherung Bund (Zentrale Stelle f&uuml;r Altersvorsorge) als Leistungen nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) mit. Sie begr&uuml;ndete ihre Ansicht damit, dass weder die Erh&ouml;hungen der Beitr&auml;ge noch der Versicherungssummen bei Vertragsschluss vereinbart gewesen seien und somit aus ihrer Sicht nicht als laufende Beitragszahlungen angesehen werden k&ouml;nnten. Deshalb seien die ausgezahlten Lebensversicherungssummen teilweise steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem und setzte die entsprechenden Betr&auml;ge als sonstige Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2017, 135).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger machen mit der Revision die Verletzung materiellen Rechts geltend. Die Leistungen der Direktversicherungen seien nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 2004 steuerbefreit. Bereits in den Versicherungsvertr&auml;gen sei die &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit hinsichtlich der H&ouml;he der Versicherungspr&auml;mie angelegt gewesen. Diese &Auml;nderung habe nicht zu einem Neuabschluss von Versicherungsvertr&auml;gen gef&uuml;hrt, weshalb auch die Versicherungsnummern beibehalten worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2011 vom 11.&nbsp;September 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;April 2014 dahingehend zu &auml;ndern, dass die sonstigen Eink&uuml;nfte um &#8230;&nbsp;EUR gemindert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorliegend seien Einmalbeitr&auml;ge gezahlt worden. Diese Beitr&auml;ge seien zum einen betragsm&auml;&szlig;ig ungewiss und hinsichtlich der Pflicht zur Zahlung auch nicht zwingend gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und zur Neufestsetzung der Einkommensteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zahlungen aus den beiden Aufbauversicherungen sind nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG i.V.m. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 2004 steuerfrei (unter 1.). Sie geh&ouml;ren nicht zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb, auch wenn sie mit dem Ausgleichsanspruch nach &sect;&nbsp;89b Abs.&nbsp;1 HGB verrechnet wurden (unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b Halbsatz&nbsp;2 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 2004 sind die Zahlungen der L an den Kl&auml;ger steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Zahlungen aus den beiden Aufbauversicherungen sind Leistungen aus Direktversicherungen und damit nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG erfasst die Leistungen der sog. externen Altersversorgung, zu denen auch die Direktversicherung geh&ouml;rt. Was eine Direktversicherung ist, ergibt sich aus &sect;&nbsp;1b Abs.&nbsp;2 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (Betriebsrentengesetz &#8211;BetrAVG&#8211;). Danach liegt eine Direktversicherung vor, wenn f&uuml;r die betriebliche Altersversorgung eine Lebensversicherung auf das Leben des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber abgeschlossen worden ist, und wenn der Versicherte oder seine Hinterbliebenen hinsichtlich der Leistungen des Versicherers ganz oder teilweise bezugsberechtigt sind. Eine Direktversicherung liegt nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BetrAVG auch vor, wenn die Versicherungsleistungen selbst&auml;ndig t&auml;tigen Personen, z.B. Handelsvertretern, aus Anlass ihrer T&auml;tigkeit f&uuml;r das Unternehmen zugesagt werden (so auch Stuhrmann in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;4b EStG Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall hat die V auf das Leben des Kl&auml;gers als selbst&auml;ndig t&auml;tigen Versicherungsvertreter solche Direktversicherungen abgeschlossen. Davon gehen &uuml;bereinstimmend auch die Beteiligten aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da die Beitr&auml;ge nicht auf den in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG abschlie&szlig;end aufgez&auml;hlten gef&ouml;rderten Beitr&auml;gen beruhen, ist auf die Leistungen der streitgegenst&auml;ndlichen Aufbauversicherungen, bei denen es sich nicht um Renten i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG (Berufsunf&auml;higkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten) handelt, &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG in der jeweils f&uuml;r den Vertrag geltenden Fassung entsprechend anzuwenden (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auszahlungsbetr&auml;ge aus den Direktversicherungsvertr&auml;gen bleiben, da sie auf laufenden Beitr&auml;gen f&uuml;r eine Kapitallebensversicherung nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;dd EStG 2004 beruhen, nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 2004 i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 Satz&nbsp;5 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung (heute &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;28 Satz&nbsp;5 EStG) steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zinsen aus Sparanteilen, die in den Beitr&auml;gen zu Versicherungen auf den Erlebens- oder Todesfall enthalten sind, sind nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG 2004 i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 EStG zwar grunds&auml;tzlich steuerpflichtig. Denn f&uuml;r Kapitalertr&auml;ge aus Versicherungsvertr&auml;gen, die vor dem 1.&nbsp;Januar 2005 abgeschlossen worden sind, ist &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2004 weiterhin anzuwenden. Nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift gilt diese Steuerpflicht aber nicht f&uuml;r Zinsen aus Versicherungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG 2004, die mit Beitr&auml;gen verrechnet oder im Versicherungsfall oder im Fall des R&uuml;ckkaufs des Vertrags nach Ablauf von zw&ouml;lf Jahren seit dem Vertragsabschluss ausgezahlt werden. Zu den Versicherungen nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG 2004 geh&ouml;ren nach Doppelbuchst.&nbsp;dd auch Kapitalversicherungen gegen laufende Beitragsleistung mit Sparanteil, wenn der Vertrag f&uuml;r die Dauer von mindestens zw&ouml;lf Jahren abgeschlossen worden ist (vgl. nur das Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.&nbsp;September 2016 VIII&nbsp;R&nbsp;66\/13, BFHE 256, 214, BStBl II 2017, 626, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bb) Laufende Beitragsleistungen in diesem Sinne sind von Einmalbeitr&auml;gen abzugrenzen. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG 2004 unterscheidet im Hinblick auf die beg&uuml;nstigten Versicherungen ausdr&uuml;cklich zwischen solchen, bei denen Einmalbeitr&auml;ge m&ouml;glich sind und solchen, bei denen sie ausdr&uuml;cklich nicht vorgesehen sind, weil &quot;laufende Beitragsleistungen&quot; verlangt werden. Dies ist Folge der durch das Einkommensteuerreformgesetz vom 5.&nbsp;August 1974 (BGBl I 1974, 1769) vorgenommenen Einschr&auml;nkung der F&ouml;rderung von Beitr&auml;gen zu Versicherungen auf den Erlebens- oder Todesfall. Im Vordergrund soll der Vorsorgezweck und nicht die blo&szlig;e Verm&ouml;gensbildung stehen. Folglich f&uuml;hrte der Gesetzgeber in seiner Gesetzesbegr&uuml;ndung (BTDrucks 7\/1470, 287) ausdr&uuml;cklich aus, die in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG a.F. vorgenommene abschlie&szlig;ende Aufz&auml;hlung f&uuml;hre dazu, dass bei den folgenden Versicherungen mangels Vorsorgezwecks die Beg&uuml;nstigung ausscheide:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Versicherungen gegen einmalige Beitragsleistung mit Ausnahme von Rentenversicherungen ohne Kapitalwahlrecht,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Kapitalversicherungen gegen laufende Beitragsleistungen, die Sparanteile enthalten, mit einer Vertragsdauer von weniger als zw&ouml;lf Jahren,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht gegen laufende Beitragsleistungen, bei denen das Kapitalwahlrecht vor Ablauf von zw&ouml;lf Jahren nach Vertragsabschluss ausge&uuml;bt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Umkehrschluss zeigt diese Aufz&auml;hlung, dass Kapitallebensversicherungen, die nicht nur einmalige Beitragsleistungen verlangen und deren Vertragsdauer wenigstens zw&ouml;lf Jahre betr&auml;gt, dem Versorgungszweck dienen sollen und folglich steuerlich zu f&ouml;rdern sind. Auf einen bestimmten Beitragszahlungszeitraum stellt das Gesetz dabei nicht ab (vgl. insoweit auch S&ouml;hn, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;E&nbsp;78). Die Zahlungen m&uuml;ssen hiernach weder in regelm&auml;&szlig;igen Zeitabst&auml;nden get&auml;tigt werden noch betragsm&auml;&szlig;ig gleichm&auml;&szlig;ig sein. Allerdings d&uuml;rfen die Zahlungen wirtschaftlich betrachtet nicht Beitragsleistungen gegen Einmalzahlungen gleichkommen (so auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 22.&nbsp;August 2002 IV&nbsp;C&nbsp;4&nbsp;-S&nbsp;2221&#8211;&nbsp;211\/02, BStBl I 2002, 827, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall ist der Wortlaut der Vereinbarung zur GA-Versorgung hinsichtlich der Art der Zahlungen nicht eindeutig. Zwar scheint er, wenn er hinsichtlich der Aufbauversicherung von einem &quot;laufenden Einmalbeitrag in variabler H&ouml;he&quot; (II.3 der GA-Versorgung) spricht, eine Vielzahl von Einmalbeitr&auml;gen und eben keine laufenden Beitragsleistungen zu meinen. Doch l&auml;sst die Erweiterung des Begriffs des Einmalbeitrags auf einen laufenden Betrag in variabler H&ouml;he auch den Schluss zu, es seien gerade keine (typischen) Einmalbeitr&auml;ge vereinbart worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Entscheidendes Gewicht kommt deshalb der tats&auml;chlichen Art und Weise der Beitragsberechnung und -zahlung zu. Tats&auml;chlich sind die Versicherungsbeitr&auml;ge mehrfach und auch laufend geleistet worden. Im Zeitraum von 29&nbsp;Jahren sind in die Aufbauversicherung der Stufe&nbsp;2 insgesamt 22&nbsp;Beitr&auml;ge und im Zeitraum von 24&nbsp;Jahren in die Aufbauversicherung der Stufe&nbsp;3 insgesamt 17&nbsp;Beitr&auml;ge eingezahlt worden. Lediglich in sieben Jahren sind in beiden Versicherungen keine Beitr&auml;ge entrichtet worden. Solche laufenden Beitragszahlungen sind einer Kapitallebensversicherung gegen Einmalbeitrag fremd. Schlie&szlig;lich wird bei der Vereinbarung einer Einmalpr&auml;mie die Pr&auml;mie f&uuml;r die gesamte Laufzeit der Lebensversicherung in einer Summe entrichtet (Winter in Bruck\/M&ouml;ller, Versicherungsvertragsgesetz, 9.&nbsp;Aufl., Band&nbsp;8\/1 Lebensversicherung, &sect;&nbsp;152 Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Auch die sonstigen Beitragsmodalit&auml;ten sprechen daf&uuml;r, dass die Vertragsparteien hier nicht eine Vielzahl von Einmalzahlungen, sondern laufende Beitr&auml;ge, in der H&ouml;he variabel, vereinbart hatten. Dabei stand von Anfang an die Berechnungsweise der Beitr&auml;ge fest. Es ist nicht erkennbar, dass jede Neuberechnung zum Abschluss eines neuen Versicherungsvertrags (Novation) f&uuml;hren sollte. Vielmehr erhielt der Kl&auml;ger &#8211;wie auch ein Arbeitnehmer, f&uuml;r den einkommensabh&auml;ngige Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet werden&#8211; die M&ouml;glichkeit, seine Altersversorgung entsprechend seinem wirtschaftlichen Erfolg aufzubauen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Die Mindestvertragsdauer von zw&ouml;lf Jahren wurde eingehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Werden Versicherungsvertr&auml;ge vor Ablauf der Zw&ouml;lfjahresfrist ge&auml;ndert, so ist die Frage, ob sie nach Inhalt und wirtschaftlichem Gehalt unver&auml;ndert geblieben sind oder ob aufgrund der &Auml;nderungen Neuvertr&auml;ge vorliegen, im Wesentlichen nach den den Vertrag pr&auml;genden Merkmalen, n&auml;mlich Laufzeit, Versicherungssumme, Versicherungspr&auml;mie und Pr&auml;mienzahlungsdauer zu beurteilen (st&auml;ndige Rechtsprechung, BFH-Urteil in BFHE 256, 214, BStBl II 2017, 626, Rz&nbsp;29, m.w.N.). Danach liegt ein neuer Vertrag &#8211;mit der Folge einer ab dem &Auml;nderungszeitpunkt neu laufenden Zw&ouml;lfjahresfrist i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 2004&#8211; vor, wenn der zuvor abgeschlossene Versicherungsvertrag u.a. hinsichtlich der Merkmale Laufzeit, Versicherungssumme, Versicherungspr&auml;mie und Pr&auml;mienzahlungsdauer nachtr&auml;glich ge&auml;ndert wird, ohne dass eine solche Vertrags&auml;nderung von vornherein vertraglich vereinbart war, oder dass einem Vertragspartner bereits im urspr&uuml;nglichen Vertrag eine Option auf eine &Auml;nderung der Vertragsbestandteile einger&auml;umt worden ist (BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Juli 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;71\/04, BFHE 210, 326, BStBl II 2006, 53, unter II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Aufgrund der bereits bei Vertragsschluss zwischen dem Kl&auml;ger und V feststehenden Berechnungsmethode war in allen Jahren f&uuml;r die Beteiligten klar, wie die Beitragsh&ouml;he zu ermitteln war. Dabei konnte es zwar dazu kommen, dass in einzelnen Jahren, wie geschehen, keine Beitr&auml;ge in die Direktversicherungen zu leisten waren; doch f&uuml;hrte dies nicht dazu, dass die Beitragsverpflichtung an sich entfiel. Vielmehr war die Beitragsleistung vom &quot;anrechenbaren Beitragszuwachs&quot; abh&auml;ngig und folglich f&uuml;r beide Vertragsparteien bindend, wie und wann die Beitr&auml;ge zu leisten waren. Die Pr&auml;mien f&uuml;r die Direktversicherungen entsprachen &#8211;wirtschaftlich betrachtet&#8211; variablen gewinn- oder umsatzabh&auml;ngigen Beitr&auml;gen und waren grunds&auml;tzlich jedes Jahr und folglich laufend zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Diese variablen Beitr&auml;ge hatten zwar zur Folge, dass sich die Versicherungssumme &auml;nderte. Doch blieb der wirtschaftliche Gehalt der beiden urspr&uuml;nglichen Versicherungsvertr&auml;ge unver&auml;ndert, ebenso wie die (Ursprungs-)Laufzeit und die Pr&auml;mienzahlungsdauer gleich blieben. Auch deshalb wurde bei beiden Aufbauversicherungen die Mindestvertragsdauer von zw&ouml;lf Jahren eingehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Die gew&auml;hlte Vertragsgestaltung und in Folge dessen die Erh&ouml;hung der Versicherungsbeitr&auml;ge wie der Versicherungssumme dienten im &Uuml;brigen erkennbar ausschlie&szlig;lich der Verbesserung der vereinbarten Vorsorge und sicherten in der gew&auml;hlten Form die Altersvorsorge des Kl&auml;gers ab, wie es &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG 2004 bezweckte. Dem Vorsorgecharakter entsprechend ist deshalb in IV. der GA-Versorgung vereinbart worden, dass ein unwiderrufliches Bezugsrecht erst entstehen k&ouml;nne, wenn der GA das 35.&nbsp;Lebensjahr vollendet habe und entweder die Aufnahme in die Versorgung mindestens zehn Jahre zur&uuml;ckliege oder der Agenturvertrag seit mindestens zw&ouml;lf Jahren bestehe und die Aufnahme in die Versorgung vor mindestens drei Jahren erfolgt sei. Auch seien die &Uuml;berschussanteile aus den Kapitalversicherungen zur Erh&ouml;hung der Versorgungsleistungen zu verwenden. Dem GA stehe erst nach Vollendung des 60.&nbsp;Lebensjahres eine Auszahlung des R&uuml;ckkaufswertes zu (V.4 der GA-Versorgung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>hh) Versicherungsvertragsrechtlich sind die beiden Aufbauversicherungen ebenfalls als Kapitallebensversicherungen gegen laufende Pr&auml;mien anzusehen. Als sog. Anpassungsversicherungen dienten sie n&auml;mlich vorrangig dazu, ohne erneute Gesundheitspr&uuml;fungen j&auml;hrlich die Pr&auml;mie und damit die Versicherungssummen zu erh&ouml;hen. In der hier vorliegenden Variante des Pr&auml;mienprimats wird dabei in Folge der Erh&ouml;hung der Versicherungspr&auml;mie die Versicherungssumme angepasst (vgl. hierzu Winter in Bruck\/M&ouml;ller, Versicherungsvertragsgesetz, 8.&nbsp;Aufl., Band&nbsp;5, Zweiter Halbband Anm.&nbsp;E&nbsp;76). Diese besondere Ausgestaltung von Anpassungsversicherungen findet sich insbesondere bei Gruppenversicherungen &#8211;eingef&uuml;hrt im Jahr 1981&#8211;, bei denen stufenweise die Versicherungssummen gegen laufende Pr&auml;mien in variabler H&ouml;he aufgebaut werden. Zwar sind sie versicherungstechnisch als eine Aneinanderreihung von Einmalpr&auml;mien konzipiert, bei der die Pr&auml;mien und die Versicherungssumme nach objektiven Kriterien wie z.B. der H&ouml;he des Gehalts bestimmt werden, werden aber versicherungsvertragsrechtlich nicht als Einmalpr&auml;mien, sondern als (laufende) Folgepr&auml;mien angesehen (Winter in Bruck\/M&ouml;ller, a.a.O., 8.&nbsp;Aufl., Band&nbsp;5, Zweiter Halbband Anm.&nbsp;E&nbsp;79 und auch E&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. In H&ouml;he dieser (steuerfreien) Anspr&uuml;che des Kl&auml;gers aus den beiden Aufbauversicherungen der Stufen&nbsp;2 und 3 liegen auch keine Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb i.S. des &sect;&nbsp;15 EStG vor, obwohl der Kl&auml;ger und die V in beiden Versicherungsvertr&auml;gen eine Anrechnung in H&ouml;he der Kapitalwerte der von V finanzierten Versicherungsleistungen auf den Ausgleichsanspruch nach &sect;&nbsp;89b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 HGB vereinbart hatten. Insoweit verweist der Senat auf die Ausf&uuml;hrungen im BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Dezember 2016 III&nbsp;R&nbsp;41\/14 (BFHE 256, 476, BStBl II 2017, 630). Ein dar&uuml;ber hinausgehender und deshalb als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb zu erfassender Unterschiedsbetrag ist nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Berechnung der festzusetzenden Steuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz 2, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung ergibt sich aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.9.2018, X R 21\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.060918.XR21.16.0 Steuerliche Behandlung der Leistungen einer Direktversicherung in Form einer Aufbauversicherung, die vor dem 1. 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