{"id":70282,"date":"2019-02-09T10:24:00","date_gmt":"2019-02-09T08:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70282"},"modified":"2019-02-09T10:24:00","modified_gmt":"2019-02-09T08:24:00","slug":"viii-r-6-15-betriebsausgabenkuerzung-bei-beitraegen-zur-betrieblichen-altersversorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-6-15-betriebsausgabenkuerzung-bei-beitraegen-zur-betrieblichen-altersversorgung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;6\/15 &#8211; Betriebsausgabenk&uuml;rzung bei Beitr&auml;gen zur betrieblichen Altersversorgung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.7.2018, VIII R 6\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.310718.VIIIR6.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Betriebsausgabenk&uuml;rzung bei Beitr&auml;gen zur betrieblichen Altersversorgung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Fest zugesagte prozentuale Renten- oder Anwartschaftserh&ouml;hungen sind zwar keine ungewissen Erh&ouml;hungen i.S. des &sect; 6a Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Satz 4 EStG. Hieraus folgt jedoch nicht, dass jedwede Renten- oder Anwartschaftsdynamisierungen bei der Pr&uuml;fung einer sog. &Uuml;berversorgung unbeachtlich sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine &uuml;ber 3 % liegende j&auml;hrliche Steigerungsrate kann bei der Pr&uuml;fung der &Uuml;berversorgung beachtlich sein.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts des Landes Sachsen-Anhalt vom 26. November 2014&nbsp;&nbsp;2 K 1441\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird nach Ma&szlig;gabe der Entscheidungsgr&uuml;nde abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen, die Kosten des Klageverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu 72 % und der Beklagte zu 28 % zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten nur noch dar&uuml;ber, in welchem Umfang die Ber&uuml;cksichtigung von Beitr&auml;gen f&uuml;r eine betriebliche Altersvorsorge von Arbeitnehmern als Betriebsausgaben in den Streitjahren (2003 bis 2006) nach Ma&szlig;gabe der Rechtsprechung zur sog. &Uuml;berversorgung ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) betreibt eine &#8230; Facharztpraxis und erzielte daraus in den Streitjahren Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit. F&uuml;r die bis 2010 bei ihr besch&auml;ftigten Arbeitnehmerinnen B und C richtete sie bei der X eine betriebliche Altersversorgung ein. Diese begr&uuml;ndete einen Anspruch auf Zahlung einer Altersrente ab dem Ersten des Monats, der der Vollendung des 65.&nbsp;Lebensjahres folgt. Die Altersrente betrug jeweils 690,63&nbsp;DM (353,11&nbsp;EUR) und erh&ouml;hte sich um eine Anwartschaftsdynamik von 5&nbsp;% pro k&uuml;nftiges Dienstjahr. Hierf&uuml;r machte die Kl&auml;gerin in den Streitjahren Beitr&auml;ge sowie Verwaltungs- und weitere Nebenkosten als Betriebsausgaben geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Betriebspr&uuml;fung gelangte die Pr&uuml;ferin u.a. zu der Auffassung, die j&auml;hrlichen Beitr&auml;ge an die X in H&ouml;he von jeweils 7.740&nbsp;EUR (2003 und 2004) bzw. 7.341&nbsp;EUR (2005 und 2006) zur betrieblichen Altersversorgung der beiden Arbeitnehmerinnen seien mangels Schriftform bereits dem Grunde nach nicht als Betriebsausgaben abzugsf&auml;hig. Dem schloss sich der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) an und erlie&szlig; &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung weiterer Pr&uuml;fungsfeststellungen&#8211; am 22.&nbsp;Dezember 2009 ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen gerichtete Einspruch der Kl&auml;gerin blieb in Bezug auf die Beitr&auml;ge an die X ohne Erfolg. Die nachfolgende Klage war demgegen&uuml;ber teilweise erfolgreich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) war der Auffassung, die Beitr&auml;ge der Kl&auml;gerin zur Altersversorgung ihrer ehemaligen Arbeitnehmerinnen seien zumindest z.T. als Betriebsausgaben anzuerkennen. Eine Ber&uuml;cksichtigung scheide nicht bereits wegen eines Versto&szlig;es gegen das Schriftformerfordernis dem Grunde nach aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Entgegen der Auffassung des FG sei eine weitere K&uuml;rzung des Betriebsausgabenabzugs geboten, da die Dynamisierung der Anwartschaften in H&ouml;he von 5&nbsp;% pro k&uuml;nftiges Dienstjahr in die Pr&uuml;fung der &Uuml;berversorgung einzubeziehen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 26.&nbsp;November 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;1441\/11 insoweit aufzuheben, als das FG die Anwartschaftsdynamisierung bei der &Uuml;berversorgung nicht ber&uuml;cksichtigt hat, mithin<\/p>\n<p>f&uuml;r die Einkommensteuer 2003 mehr als 2.087,09&nbsp;EUR an Beitr&auml;gen als Betriebsausgaben zzgl. Nebenkosten ber&uuml;cksichtigt hat,<\/p>\n<p>f&uuml;r die Einkommensteuer 2004 mehr als 2.087,86&nbsp;EUR an Beitr&auml;gen als Betriebsausgaben zzgl. Nebenkosten ber&uuml;cksichtigt hat,<\/p>\n<p>f&uuml;r die Einkommensteuer 2005 mehr als 2.047,30&nbsp;EUR an Beitr&auml;gen als Betriebsausgaben zzgl. Nebenkosten ber&uuml;cksichtigt hat,<\/p>\n<p>f&uuml;r die Einkommensteuer 2006 mehr als 1.631,53&nbsp;EUR an Beitr&auml;gen als Betriebsausgaben zzgl. Nebenkosten ber&uuml;cksichtigt hat,<\/p>\n<p>und die Klage hinsichtlich der &uuml;ber die vorgenannten Betr&auml;ge zzgl. Nebenkosten hinausgehenden Beitr&auml;ge abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie ist der Auffassung, eine weitergehende K&uuml;rzung des Betriebsausgabenabzuges komme nicht in Betracht. Das FG habe die Grundlagen der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur sog. &Uuml;berversorgung verkannt, die typisierend davon ausgehe, dass bei Versorgungszusagen, deren H&ouml;he 75&nbsp;% der Aktivbez&uuml;ge des Arbeitnehmers &uuml;bersteige, ein ungewisser s&auml;kularer Einkommenstrend ber&uuml;cksichtigt werde. Hierbei handele es sich um eine Art Anscheinsbeweis, der widerlegt werden k&ouml;nne. Im Streitfall sei der Betrag der Grundrente und der Anwartschaftsdynamisierung nicht aufgrund einer unterstellten ungewissen Einkommenssteigerung der beg&uuml;nstigten Arbeitnehmer ermittelt worden. Vielmehr habe der Versorgungszusage ein standardisiertes Konzept zugrunde gelegen, nach dem sich der Betrag der Grundrente und der Dynamisierung als steuerlich zul&auml;ssiger Maximalbetrag f&uuml;r Unterst&uuml;tzungskassen ergeben habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Das FG hat die Betriebsausgaben f&uuml;r die streitgegenst&auml;ndlichen Zuwendungen an die X zwar zutreffend unter Ber&uuml;cksichtigung der Rechtsprechung zur sog. &Uuml;berversorgung gek&uuml;rzt. Jedoch hat es dabei in unzutreffender Weise die vereinbarte Anwartschaftsdynamisierung in H&ouml;he von 5&nbsp;% au&szlig;er Acht gelassen. Das angefochtene Urteil ist daher aufzuheben und die Klage in dem vom FA begehrten Umfang abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp; 1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zuwendungen an eine Unterst&uuml;tzungskasse d&uuml;rfen von dem Tr&auml;gerunternehmen als Betriebsausgaben abgezogen werden, soweit die Leistungen der Kasse, wenn sie vom Tr&auml;gerunternehmen unmittelbar erbracht w&uuml;rden, bei diesem betrieblich veranlasst w&auml;ren (&sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Entsprechende Zuwendungen an eine Unterst&uuml;tzungskasse k&ouml;nnen von dem die Zuwendung leistenden Tr&auml;gerunternehmen aber der H&ouml;he nach nur nach Ma&szlig;gabe der Nrn.&nbsp;1 und 2 des &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 EStG begrenzt als Betriebsausgaben abgezogen werden (vgl. auch BFH-Urteil vom 30.&nbsp;November 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;98\/02, BFH\/NV 2005, 1768).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) So d&uuml;rfen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG auch Zuwendungen des Tr&auml;gerunternehmens an eine Unterst&uuml;tzungskasse, die &#8211;wie im Streitfall&#8211; lebensl&auml;nglich laufende Leistungen gew&auml;hrt, nur begrenzt abgezogen werden. Dabei ist der als Betriebsausgaben abziehbare Betrag der Zuwendungen an die Unterst&uuml;tzungskasse auf der Grundlage der anzusetzenden Versorgungsleistungen nach den Verh&auml;ltnissen am jeweiligen Bilanzstichtag zu ermitteln. Mit dem danach im Wortlaut des &sect;&nbsp;4d EStG ausdr&uuml;cklich verankerten Stichtagsprinzip unterscheidet sich die Rechtslage nicht von derjenigen im Fall einer unmittelbaren Versorgungszusage, f&uuml;r die nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 4 EStG eine R&uuml;ckstellung gebildet werden darf (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Juni 2007 VIII&nbsp;R&nbsp;100\/04, BFHE 218, 236, BStBl II 2007, 930). Dementsprechend d&uuml;rfen mit Blick auf das auch im Rahmen des 4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG geltende Stichtagsprinzip m&ouml;gliche oder wahrscheinliche &Auml;nderungen der Bemessungsgrundlage der Anwartschaft steuerlich nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Die zu &sect;&nbsp;6a EStG entwickelten Ma&szlig;st&auml;be einschlie&szlig;lich der sog. &Uuml;berversorgungsgrunds&auml;tze gelten entsprechend (vgl. BFH-Urteil in BFHE 218, 236, BStBl II 2007, 930).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die R&uuml;ckstellung f&uuml;r eine Pensionsverpflichtung (Pensionsr&uuml;ckstellung) ist nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;6a EStG h&ouml;chstens mit dem Teilwert der Pensionsverpflichtung anzusetzen (&sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG); der Wert ist in &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG geregelt. Dabei sind nach &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG Erh&ouml;hungen oder Verminderungen der Pensionsleistungen nach dem Schluss des Wirtschaftsjahrs, die hinsichtlich des Zeitpunkts ihres Wirksamwerdens oder ihres Umfanges ungewiss sind, bei der Berechnung des Barwerts der k&uuml;nftigen Pensionsleistungen und der Jahresbetr&auml;ge erst zu ber&uuml;cksichtigen, wenn sie eingetreten sind. Entsprechendes gilt f&uuml;r die Zeit nach Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses des Pensionsberechtigten (&sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die sich hieraus ergebende Berechnung des Teilwerts nach dem sog. Stichtagsprinzip l&auml;sst sich im Falle einer Zusage von Versorgungsbez&uuml;gen in H&ouml;he fester Betr&auml;ge nicht durch eine entsprechend h&ouml;her bemessene Versorgung umgehen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 31.&nbsp;Mai 2017 I&nbsp;R&nbsp;91\/15, BFH\/NV 2018, 16, m.w.N.; vgl. auch Gosch in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6a Rz&nbsp;19). Eine solche H&ouml;herbemessung, die als Vorwegnahme k&uuml;nftiger Entwicklungen anzusehen sein kann, f&uuml;hrt als sog. &Uuml;berversorgung zur anteiligen K&uuml;rzung der Pensionsr&uuml;ckstellung, und zwar typisierend dann, wenn die Versorgungsanwartschaft zusammen mit der Rentenanwartschaft aus der gesetzlichen Rentenversicherung 75&nbsp;% der am Bilanzstichtag bezogenen Aktivbez&uuml;ge &uuml;bersteigt. Das &Uuml;berschreiten dieser Grenze deutet regelm&auml;&szlig;ig auf einen Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG hin (st&auml;ndige Rechtsprechung seit dem BFH-Urteil vom 13.&nbsp;November 1975 IV&nbsp;R&nbsp;170\/73, BFHE 117, 367, BStBl II 1976, 142; vgl. zuletzt BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Dezember 2016 I&nbsp;R&nbsp;4\/15, BFHE 256, 483, BStBl II 2017, 678, das ausdr&uuml;cklich an der Rechtsprechung festh&auml;lt &#8211; mit umfassenden Nachweisen; vgl. auch BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Fest zugesagte prozentuale Renten- oder Anwartschaftserh&ouml;hungen sind zwar keine ungewissen Erh&ouml;hungen i.S. des &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG (vgl. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Oktober 1995 I&nbsp;R&nbsp;34\/95, BFHE 179, 274, BStBl II 1996, 403; zur Rentenerh&ouml;hung: BFH-Urteil vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2004 I&nbsp;R&nbsp;79\/03, BFHE 206, 52, BStBl II 2004, 940, auch BFH-Urteil vom 15.&nbsp;September 2004 I&nbsp;R&nbsp;62\/03, BFHE 207, 443, BStBl II 2005, 176). Hieraus folgt indes nicht, dass jedwede Anwartschafts- bzw. Rentendynamik bei der Pr&uuml;fung der 75&nbsp;% Grenze steuerlich unbeachtlich w&auml;re (vgl. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Dezember 2013 III&nbsp;B&nbsp;55\/12, BFH\/NV 2014, 575, und vorgehend S&auml;chsisches FG, Urteil vom 26.&nbsp;Oktober 2011&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;2103\/09, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2012, 1497; vgl. auch H&ouml;fer in H&ouml;fer\/Veit\/Verhuven, Betriebsrentenrecht &#8211;BetrAVG&#8211;, Band&nbsp;II, Kap.&nbsp;2 Rz&nbsp;428&nbsp;f.; a.A. wohl Dommermuth in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;6a EStG Rz&nbsp;114&nbsp;f.). Andernfalls k&ouml;nnten die &Uuml;berversorgungsgrenzen mittels fest zugesagter j&auml;hrlicher prozentualer Steigerungen unbegrenzt nach oben verschoben werden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 206, 52, BStBl II 2004, 940).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entsprechend dieser Grunds&auml;tze gilt f&uuml;r die im Zusammenhang mit der Ermittlung der als Betriebsausgaben abziehbaren Zuwendungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG:<\/p>\n<p>aa) Liegt die zugesagte Versorgung bereits ohne Ber&uuml;cksichtigung der Dynamisierung deutlich &uuml;ber 75&nbsp;% des letzten Aktivgehalts am Bilanzstichtag, kann ein zus&auml;tzlicher Ausgleich k&uuml;nftig ansteigender s&auml;kularer Einkommenstrends um einen festen Prozentsatz nur in einem moderaten Umfang anerkannt werden. Er darf die &Uuml;berversorgung rechnerisch nur unwesentlich beeinflussen und deshalb in Grenzbereichen jedenfalls nicht mehr als 3&nbsp;% j&auml;hrlich betragen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 206, 52, BStBl II 2004, 940 zu &sect;&nbsp;6a EStG betreffend Rentendynamisierung unter Verweis auf BFH-Urteil in BFHE 179, 274, BStBl II 1996, 403). Dementsprechend nehmen Renten- bzw. Anwartschaftsdynamisierungen im Rahmen angemessener j&auml;hrlicher Steigerungen von regelm&auml;&szlig;ig max.&nbsp;3&nbsp;% keinen Einfluss auf das Vorliegen einer &Uuml;berversorgung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 206, 52, BStBl II 2004, 940 zur Rentendynamisierung; vgl. auch Lang in Ernst&nbsp;&#038; Young, KStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;1208.11; Harle\/Kulemann, Lexikon des Steuerrechts, Pensionszusage, juris, Rz&nbsp;30&nbsp;f.; Keil\/Prost, Pensions- und Unterst&uuml;tzungskassenzusagen an Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Kapitalgesellschaften, S.&nbsp;26, Rz&nbsp;91; vgl. auch Uckermann in Uckermann\/Fuhrmanns\/Ostermayer\/Doetsch, Das Recht der betrieblichen Altersversorgung, Kap.&nbsp;21 Rz&nbsp;49; vgl. auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 3.&nbsp;November 2004 IV&nbsp;B&nbsp;2 -S&nbsp;2176-13\/04, BStBl I 2004, 1045, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Demgegen&uuml;ber kann eine &uuml;ber 3&nbsp;% liegende j&auml;hrliche Steigerungsrate bei der Pr&uuml;fung einer &Uuml;berversorgung zu ber&uuml;cksichtigen sein. Dies ist nicht nur dann der Fall, wenn die zugesagte Versorgung bereits ohne Ber&uuml;cksichtigung der Dynamisierung deutlich &uuml;ber 75&nbsp;% des letzten Aktivgehaltes am Bilanzstichtag liegt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 206, 52, BStBl II 2004, 940), sondern auch dann, wenn die zugesagte Versorgung ohne Ber&uuml;cksichtigung der Dynamisierung lediglich im Grenzbereich von 75&nbsp;% liegt. Auch hier kann ein zus&auml;tzlicher Ausgleich k&uuml;nftig ansteigender s&auml;kularer Einkommenstrends um einen festen Prozentsatz nicht unbeschr&auml;nkt anerkannt werden, da andernfalls die &Uuml;berversorgungsgrenze mittels fest vereinbarter prozentualer Erh&ouml;hungen von Renten bzw. Rentenanwartschaften unbegrenzt nach oben verschoben werden k&ouml;nnte. Zudem widerspr&auml;che die unbeschr&auml;nkte Anerkennung vereinbarter Dynamisierungen in diesen F&auml;llen dem Zweck der Begrenzung des Betriebsausgabenabzuges in &sect;&nbsp;4d EStG, der Gewinnverlagerungen und Gewinnabsaugungen seitens des Tr&auml;gerunternehmens vorbeugen soll (vgl. zum Zweck von &sect;&nbsp;4d EStG BFH-Urteil in BFHE 218, 236, BStBl II 2007, 930).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daher ist jedenfalls dann, wenn sich die zugesagte Versorgung ohne Ber&uuml;cksichtigung der Dynamisierung im Grenzbereich von 75&nbsp;% bewegt, die Dynamisierung deutlich &uuml;ber 3&nbsp;% liegt, sie das Versorgungsniveau rechnerisch nicht nur unwesentlich beeinflusst und sich unter Einbeziehung der Dynamisierung insgesamt ein Versorgungsniveau von deutlich &uuml;ber 75&nbsp;% ergibt, typisierend davon auszugehen, dass auch der Dynamisierungsbetrag einen Ausgleich f&uuml;r k&uuml;nftig steigende Einkommenstrends darstellt und dieser insgesamt in die Ermittlung der &Uuml;berversorgung einzubeziehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Entscheidung des FG erweist sich &#8211;gemessen an diesen Grunds&auml;tzen&#8211; als rechtsfehlerhaft. Das FG hat zwar den Betriebsausgabenabzug zutreffend unter Ber&uuml;cksichtigung der Rechtsprechung zur sog. &Uuml;berversorgung gek&uuml;rzt. Dabei hat es jedoch in unzutreffender Weise die vereinbarte Anwartschaftsdynamisierung von 5&nbsp;% insgesamt au&szlig;er Acht gelassen, obgleich deren Einbeziehung in die Pr&uuml;fung einer &Uuml;berversorgung nach Ma&szlig;gabe der dargestellten Grunds&auml;tze geboten gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG ergab sich bereits ohne Ber&uuml;cksichtigung der Anwartschaftsdynamisierung f&uuml;r die B in s&auml;mtlichen Streitjahren sowie f&uuml;r die C im Streitjahr 2006 eine &Uuml;berversorgung. Ausgehend von den zwischen den Beteiligten unstreitigen Berechnungen ergibt sich f&uuml;r die C ein Versorgungsniveau ohne Ber&uuml;cksichtigung der Anwartschaftsdynamisierung f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2005 von je rund 71,01&nbsp;% sowie f&uuml;r das Jahr 2006 von 76,10&nbsp;%. Das Versorgungsniveau der B lag in den Jahren 2003 bis 2005 bei rund 85,41&nbsp;% und im Jahr 2006 bei 91,24&nbsp;%. Unter Einbeziehung der zugesagten Anwartschaftsdynamisierung von 5&nbsp;% pro Dienstjahr ergab sich f&uuml;r C in den Streitjahren 2003 bis 2005 ein Versorgungsniveau von rund 139,69&nbsp;%, f&uuml;r das Jahr 2006 von 142,08&nbsp;%. Das Versorgungsniveau der B lag in den Jahren 2003 bis 2005 bei Einbeziehung der Dynamisierung bei rund 203,40&nbsp;%, im Jahr 2006 bei 202,43&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit lag das Versorgungsniveau der B in den Streitjahren bereits ohne Ber&uuml;cksichtigung der Dynamisierung deutlich &uuml;ber 75&nbsp;%. Da sich die Dynamisierung zudem erheblich auf das Versorgungsniveau auswirkte, kann sie bei der Ermittlung der &Uuml;berversorgung der B &#8211;und damit der Ermittlung der H&ouml;he des Betriebsausgabenabzuges&#8211; nicht unber&uuml;cksichtigt bleiben. Die Dynamisierung ist vielmehr in voller H&ouml;he einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch in Bezug auf die C war die Dynamisierung in die Berechnung der &Uuml;berversorgung einzubeziehen. Zwar lag das Versorgungsniveau ohne Dynamisierung nicht deutlich &uuml;ber 75&nbsp;%. Es lag jedoch mit einer H&ouml;he von rund 71&nbsp;% bzw. 76&nbsp;% im Grenzbereich einer &Uuml;berversorgung. Zudem lag die zugesagte Dynamisierung mit 5&nbsp;% pro Dienstjahr deutlich &uuml;ber 3&nbsp;% und sie wirkte sich rechnerisch keinesfalls nur unbedeutend auf das Versorgungsniveau der C aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der entsprechenden Ber&uuml;cksichtigung der Dynamisierung bei der Pr&uuml;fung der &Uuml;berversorgung steht nicht entgegen, dass die Versorgungszusage im Streitfall nach dem Vortrag der Kl&auml;gerin auf einem standardisierten Konzept beruhte, das &#8211;unabh&auml;ngig von Alter, Gehalt und Betriebszugeh&ouml;rigkeit eines Arbeitnehmers&#8211; eine Grundrente von 353,11&nbsp;EUR und eine j&auml;hrliche Anwartschaftsdynamisierung von 5&nbsp;% vorsah und diese Betr&auml;ge nicht aufgrund einer (unterstellten) ungewissen Einkommenssteigerung, sondern als steuerlich zul&auml;ssiger Maximalbetrag ermittelt worden waren. Dass die H&ouml;he der Versorgungszusage einschlie&szlig;lich der H&ouml;he der Anwartschaftsdynamisierung unter Ber&uuml;cksichtigung steuerlicher H&ouml;chsts&auml;tze erfolgt ist, schlie&szlig;t nicht aus, dass die Versorgungszusage die Vorwegnahme k&uuml;nftiger Entwicklungen umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"5\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"5\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">3. Die Sache ist spruchreif. Im Streitfall ergibt sich unter Ber&uuml;cksichtigung der Anwartschaftsdynamisierung eine weitere K&uuml;rzung der Betriebsausgaben. Anzuerkennen sind &#8211;wie vom FA beantragt&#8211; in Bezug auf die streitigen Versorgungszusagen &#8211;neben den vom FG ber&uuml;cksichtigten &quot;Nebenkosten&quot;&#8211; lediglich Betriebsausgaben in H&ouml;he von<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2003&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2004&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2005&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2006&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">C&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.300,71&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.301,09&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.301,09&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.040,95&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">B&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">786,38&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">786,77&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">746,21&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">590,58&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gesamt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2.087,09&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2.087,86&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2.047,30&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.631,53&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ob &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; wegen eines Versto&szlig;es gegen das Schriftformerfordernis des &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EStG eine vollst&auml;ndige K&uuml;rzung des Betriebsausgabenabzuges geboten gewesen w&auml;re, weil es an der Unterschrift der Arbeitnehmerinnen unter die Versorgungszusage fehlt (vgl. hierzu insbesondere BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Mai 2013 I&nbsp;R&nbsp;6\/12, BFH\/NV 2013, 1817), kann dahinstehen. Eine weitergehende K&uuml;rzung der Betriebsausgaben zum Nachteil der Kl&auml;gerin ist im Rahmen des Revisionsverfahrens unter Beachtung der vom FA gestellten Antr&auml;ge sowie unter Ber&uuml;cksichtigung des Verbotes der reformatio in peius nicht zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&sect;&nbsp;143, 136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO. In Anbetracht der Tatsache, dass die Klage der Kl&auml;gerin &#8211;trotz der erfolgreichen Revision des FA&#8211; teilweise erfolgreich war, erscheint dem Senat eine Kostenentscheidung nach Verfahrensabschnitten als sachgerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.7.2018, VIII R 6\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.310718.VIIIR6.15.0 Betriebsausgabenk&uuml;rzung bei Beitr&auml;gen zur betrieblichen Altersversorgung Leits&auml;tze 1. Fest zugesagte prozentuale Renten- oder Anwartschaftserh&ouml;hungen sind zwar keine ungewissen Erh&ouml;hungen i.S. des &sect; 6a Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Satz 4 EStG. Hieraus folgt jedoch nicht, dass jedwede Renten- oder Anwartschaftsdynamisierungen bei der Pr&uuml;fung einer sog. &Uuml;berversorgung unbeachtlich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-6-15-betriebsausgabenkuerzung-bei-beitraegen-zur-betrieblichen-altersversorgung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;6\/15 &#8211; Betriebsausgabenk&uuml;rzung bei Beitr&auml;gen zur betrieblichen Altersversorgung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70282","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70282"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70282\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}