{"id":70323,"date":"2019-02-19T12:32:48","date_gmt":"2019-02-19T10:32:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70323"},"modified":"2019-02-19T12:32:48","modified_gmt":"2019-02-19T10:32:48","slug":"i-r-59-16-bescheidaenderung-nach-par-32a-abs-2-kstg-nur-bei-beruecksichtigung-von-verdeckten-einlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-59-16-bescheidaenderung-nach-par-32a-abs-2-kstg-nur-bei-beruecksichtigung-von-verdeckten-einlagen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;59\/16 &#8211; Bescheid&auml;nderung nach &sect; 32a Abs. 2 KStG nur bei Ber&uuml;cksichtigung von verdeckten Einlagen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.9.2018, I R 59\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.110918.IR59.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Bescheid&auml;nderung nach &sect; 32a Abs. 2 KStG nur bei Ber&uuml;cksichtigung von verdeckten Einlagen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>&sect; 32a Abs. 2 KStG verlangt, dass gegen&uuml;ber dem Gesellschafter ein Steuer- oder Feststellungsbescheid mit R&uuml;cksicht auf das Vorliegen einer verdeckten Einlage ergeht. Die &Auml;nderung eines Einkommensteuerbescheids des Gesellschafters wegen der Erfassung von Schwarzeinnahmen und nicht hinsichtlich der Ber&uuml;cksichtigung einer verdeckten Einlage kann folglich die &Auml;nderung der an die Gesellschaft gerichteten K&ouml;rperschaft- bzw. Feststellungsbescheide nach &sect; 32a Abs. 2 KStG nicht rechtfertigen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 6. Juli 2016&nbsp;&nbsp;1 K 1303\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH; Gesellschafter war bis zu seinem Tod M. Zwischen der Kl&auml;gerin als Betriebsunternehmen und dem Einzelunternehmen des M bestand eine Betriebsaufspaltung. Die Anteile an der Kl&auml;gerin wurden als Betriebsverm&ouml;gen des Besitzunternehmens bilanziert. Sowohl die Gesellschaftsanteile an der Kl&auml;gerin als auch das Besitzunternehmen gingen nach dem Tod des M im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf seine Witwe (W), &uuml;ber, die alleinige Gesellschafterin und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer u.a. f&uuml;r die Jahre 1999 bis 2005 (Streitjahre) durchgef&uuml;hrten Steuerfahndungspr&uuml;fung stellte der Pr&uuml;fer in den Buchf&uuml;hrungen und Steuererkl&auml;rungen der Unternehmen nicht erfasste Vorg&auml;nge fest (&quot;Schwarzeinnahmen&quot;), die einerseits aus nicht fakturierten Leistungen und andererseits aus nicht abgerechneten Ver&auml;u&szlig;erungen des Anlageverm&ouml;gens bei dem jeweiligen Besitzunternehmen stammten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Feststellungen der Steuerfahndungspr&uuml;fung folgend (Erh&ouml;hung der Gewinne um die festgestellten &quot;Schwarzeinnahmen&quot;) erlie&szlig; der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) unter dem 10. bzw. 11.&nbsp;Dezember 2008 f&uuml;r die Eheleute M und W ge&auml;nderte und inzwischen bestandskr&auml;ftige Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits am 5.&nbsp;Dezember 2008 beantragte die Kl&auml;gerin, die bestandskr&auml;ftigen K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzungen und Feststellungen nach &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 (bis 2001) bzw. &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 (ab 2002) des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der im jeweiligen Jahr geltenden Fassung (KStG) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG zu &auml;ndern. Betriebseinnahmen der Besitzunternehmen seien zur Bestreitung von Betriebsausgaben der Kl&auml;gerin (Personalkosten) verwendet worden. Dabei handele es sich um verdeckte Einlagen, die zum Teilwert den Anschaffungskosten der Beteiligung hinzuzurechnen seien. In H&ouml;he der verdeckten Einlagen sei ein zus&auml;tzlicher Betriebsausgabenabzug und damit eine entsprechende Minderung des zu versteuernden Einkommens der Kl&auml;gerin angezeigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 23.&nbsp;August 2010 lehnte das FA den &Auml;nderungsantrag der Kl&auml;gerin ab. Gegenstand der &Auml;nderung der Bescheide gegen&uuml;ber dem Gesellschafter sei nicht die Erfassung einer verdeckten Einlage, sondern die Erfassung der nicht erkl&auml;rten betrieblichen Ertr&auml;ge gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage wurde vom Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz mit Urteil vom 19.&nbsp;November 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;2416\/12 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 331) abgewiesen. Der Senat hat dieses Urteil jedoch wegen eines Verfahrensmangels aufgehoben (Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2015 I&nbsp;R&nbsp;3\/15, BFH\/NV 2016, 939).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage blieb auch im zweiten Rechtsgang ohne Erfolg (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 6.&nbsp;Juli 2016&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1303\/16, EFG 2016, 1552), weil &#8211;so die Vorinstanz&#8211; eine &Auml;nderung eines Steuerbescheids des Gesellschafters wegen der Erfassung von Schwarzeinnahmen keine &Auml;nderung des entsprechenden K&ouml;rperschaftsteuerbescheids nach &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG rechtfertige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts geltend und beantragt, unter Aufhebung des Urteils des FG Rheinland-Pfalz vom 6.&nbsp;Juli 2016&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1303\/16 (EFG 2016, 1552) sowie der Einspruchsentscheidung des FA vom 13.&nbsp;September 2012<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>1. die Bescheide<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 1999 vom 17.&nbsp;November 2000 unter Ber&uuml;cksichtigung einer Einkommensminderung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 2000 vom 6.&nbsp;Dezember 2001 unter Ber&uuml;cksichtigung einer Einkommensminderung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 2001 vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2003 unter Ber&uuml;cksichtigung einer Einkommensminderung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 2002 vom 4.&nbsp;April 2006 unter Ber&uuml;cksichtigung einer Einkommensminderung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 2003 vom 4.&nbsp;April 2006 unter Ber&uuml;cksichtigung einer Einkommensminderung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 2004 vom 4.&nbsp;April 2006 unter Ber&uuml;cksichtigung einer Einkommensminderung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>und &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 2005 vom 10.&nbsp;Oktober 2006 unter Ber&uuml;cksichtigung einer Einkommensminderung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>zu &auml;ndern<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>sowie<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>2. die Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 bzw. &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 KStG<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>zum 30.&nbsp;September 1999 vom 17.&nbsp;November 2000 zu &auml;ndern und eine verdeckte Einlage in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM festzustellen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>zum 30.&nbsp;September 2000 vom 6.&nbsp;Dezember 2001 zu &auml;ndern und eine weitere verdeckte Einlage in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM festzustellen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>zum 30.&nbsp;September 2001 vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2003 zu &auml;ndern und eine weitere verdeckte Einlage in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festzustellen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>zum 30.&nbsp;September 2002 vom 4.&nbsp;April 2006 zu &auml;ndern und eine weitere verdeckte Einlage in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festzustellen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>zum 30.&nbsp;September 2003 vom 4.&nbsp;April 2006 zu &auml;ndern und eine weitere verdeckte Einlage in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festzustellen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>zum 30.&nbsp;September 2004 vom 4.&nbsp;April 2006 zu &auml;ndern und eine weitere verdeckte Einlage in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festzustellen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>und zum 30.&nbsp;September 2005 vom 10.&nbsp;Oktober 2006 zu &auml;ndern und eine weitere verdeckte Einlage in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die von der Kl&auml;gerin begehrte &Auml;nderung kann allenfalls auf &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG gest&uuml;tzt werden. Das FG ist indessen zutreffend davon ausgegangen, dass dessen Tatbestandsvoraussetzungen nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach dem mit dem Jahressteuergesetz 2007 &#8211;JStG 2007&#8211; (vom 13.&nbsp;Dezember 2006, BGBl I 2006, 2878, BStBl I 2007, 28) eingef&uuml;hrten &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG kann, soweit gegen&uuml;ber dem Gesellschafter ein Steuerbescheid oder ein Feststellungsbescheid hinsichtlich der Ber&uuml;cksichtigung einer verdeckten Einlage erlassen, aufgehoben oder ge&auml;ndert wird, ein Steuerbescheid gegen&uuml;ber der K&ouml;rperschaft, welcher der Verm&ouml;gensvorteil zugewendet wurde, aufgehoben, erlassen oder ge&auml;ndert werden. Das Gesetz verlangt insoweit, dass gegen&uuml;ber dem Gesellschafter ein Steuer- oder Feststellungsbescheid mit R&uuml;cksicht auf das Vorliegen einer verdeckten Einlage ergeht. Die &Auml;nderung eines Einkommensteuerbescheids des Gesellschafters wegen der Erfassung von Schwarzeinnahmen und nicht hinsichtlich der Ber&uuml;cksichtigung einer verdeckten Einlage kann folglich die &Auml;nderung der an die Gesellschaft gerichteten K&ouml;rperschaft- bzw. Feststellungsbescheide nach &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG nicht rechtfertigen (ebenso Lang in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;32a KStG Rz&nbsp;47; Schnitger in Schnitger\/ Fehrenbacher, KStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;32a Rz&nbsp;52; Kroschel in Ernst &#038; Young, KStG, &sect;&nbsp;32a Rz&nbsp;52; Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/ GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;32a KStG Rz&nbsp;51; Tiedchen, EFG 2016, 1556, 1557; a.A. wohl Intemann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;32a KStG Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dass der gegen&uuml;ber dem Gesellschafter ergangene Bescheid auf dem Ansatz einer verdeckten Einlage beruhen muss, folgt bereits aus dem eindeutigen Wortlaut des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG, nach dem der Steuer- oder Feststellungsbescheid &quot;hinsichtlich der Ber&uuml;cksichtigung einer verdeckten Einlage erlassen wird&quot;. Das Gesetz bringt damit hinreichend deutlich zum Ausdruck, dass zum einen Anlass f&uuml;r die Aufhebung, den Erlass oder die &Auml;nderung des an den Gesellschafter gerichteten Steuer- oder Feststellungsbescheids eine verdeckte Einlage sein muss (&quot;&#8230; hinsichtlich &#8230;&quot;), dass diese aber zum anderen auch im n&auml;mlichen Bescheid &quot;ber&uuml;cksichtigt&quot; worden sein muss. Der Bescheid muss also entweder eine verdeckte Einlage enthalten, eine fr&uuml;here Ber&uuml;cksichtigung einer verdeckten Einlage &auml;ndern oder die Folgen einer fr&uuml;her ber&uuml;cksichtigten verdeckten Einlage r&uuml;ckg&auml;ngig machen (Intemann in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;32a KStG, Rz&nbsp;20; Gosch\/Bauschatz, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;32a Rz&nbsp;40; Bl&uuml;mich\/Rengers, &sect;&nbsp;32a KStG Rz&nbsp;47).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die vorgenannte Sichtweise wird dadurch best&auml;tigt, dass die Rechtsfolge (Aufhebung, Erlass oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids gegen&uuml;ber der K&ouml;rperschaft) des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG nur eine K&ouml;rperschaft erfasst, welcher &quot;der Verm&ouml;gensvorteil&quot; zugewendet wurde. Diese Formulierung bezieht sich erkennbar auf die Tatbestandsseite des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG, die &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; die Aufhebung, den Erlass oder die &Auml;nderung eines gegen&uuml;ber dem Gesellschafter ergangenen Steuer- oder Feststellungsbescheids hinsichtlich der Ber&uuml;cksichtigung einer verdeckten Einlage erfordert. Aus diesem Regelungszusammenhang ergibt sich, dass mit dem der K&ouml;rperschaft zugewendeten Verm&ouml;gensvorteil nur die auf der Tatbestandsseite angesprochene verdeckte Einlage gemeint sein kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Interpretation steht ferner im Einklang mit der Gesetzeshistorie. Ausweislich der Gesetzesbegr&uuml;ndung (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;72) handelt es sich bei &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG um eine eigenst&auml;ndige &Auml;nderungsvorschrift f&uuml;r den Erlass, die Aufhebung oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids gegen&uuml;ber der Kapitalgesellschaft, soweit bei einem Gesellschafter ein Steuerbescheid &quot;mit Feststellungen &uuml;ber eine verdeckte Einlage&quot; erlassen, aufgehoben oder ge&auml;ndert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dem entspricht &#8211;entgegen der Vorstellung der Kl&auml;gerin&#8211; schlie&szlig;lich auch das Normtelos. Der Senat hat bereits in seinem Urteil vom 31.&nbsp;Januar 2018 I&nbsp;R&nbsp;25\/16 (BFH\/NV 2018, 838) ausgef&uuml;hrt, dass &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG verfahrensrechtlich sicherstellen soll, dass die Steuerbefreiung einer verdeckten Einlage (au&szlig;erbilanzielle Korrektur) bei der K&ouml;rperschaft auch dann erfolgen kann, wenn ihr Bescheid bereits bestandskr&auml;ftig oder festsetzungsverj&auml;hrt ist, soweit beim Anteilseigner nachtr&auml;glich eine verdeckte Einlage festgestellt wird. Der Gesetzgeber hat demnach die Besteuerungsebenen der K&ouml;rperschaft und ihrer Gesellschafter durch das in &sect;&nbsp;32a KStG verankerte formelle Korrespondenzprinzip verfahrensrechtlich miteinander verbunden, um auf beiden Ebenen eine abgestimmte Besteuerung sicherzustellen. Insoweit gibt &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG die M&ouml;glichkeit zur Folge&auml;nderung bei der Gesellschaft als Empf&auml;ngerin einer verdeckten Einlage (Senatsurteil in BFH\/NV 2018, 838). Es ist daher unzutreffend, wenn die Kl&auml;gerin meint, die Anwendung des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG setze unter Ber&uuml;cksichtigung des Normtelos und entgegen dem Normwortlaut &quot;nicht unbedingt eine &Auml;nderung von Bescheiden beim Gesellschafter&quot; voraus. Die vom Gesetzgeber angeordnete Durchbrechung der Bestandskraft der an die Gesellschaft gerichteten K&ouml;rperschaftsteuer- und Feststellungsbescheide ist vielmehr Folge einer auf die Gesellschafter- und Gesellschaftsseite abgestimmten Besteuerung in dem in &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG explizit genannten Fall. Enth&auml;lt der an den Gesellschafter ergangene Steuer- oder Feststellungsbescheid keine Feststellungen hinsichtlich einer verdeckten Einlage, ist eine abgestimmte Besteuerung gerade nicht angezeigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Gesetz enth&auml;lt keine planwidrige L&uuml;cke, die im Streitfall zu einer analogen Normanwendung berechtigen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Gesetzgeber hat die von ihm intendierte Abstimmung der Besteuerungsebenen in &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG nur bezogen auf die Feststellung einer verdeckten Einlage, nicht aber bezogen auf anderweitige steuererh&ouml;hende Feststellungen beim Gesellschafter (hier: die Erfassung von Schwarzeinnahmen) in den Blick genommen. Es gibt insoweit keinen sachlichen Grund, die Regelung auf andere F&auml;lle zu erstrecken. Die Norm gewinnt ihre Legitimation vielmehr alleine aus der systematischen N&auml;he zu den von &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1 KStG erfassten Sachverhalten, will aber nicht &quot;in jedem Fall&quot; eine Korrespondenz zwischen K&ouml;rperschaft- und Einkommensteuerbescheid herstellen (zutreffend Oellerich in M&ouml;ssner\/Seeger, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;32a Rz&nbsp;121a; a.A. Intemann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;32a KStG, Rz&nbsp;21; generell kritisch zur analogen Anwendung des &sect;&nbsp;32a KStG Pohl, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2007, 1336, 1337; Kohlhepp, DStR 2007, 1502, 1504; f&uuml;r eine analoge Anwendung zugunsten des Steuerpflichtigen bei verdeckten Einlagen, die sich nicht im Steuer- oder Feststellungsbescheid an den Gesellschafter ausgewirkt haben, Pohl\/Raupach, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2007, 210, 211; St&ouml;ber, FR 2013, 448, 452).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem steht die von der Kl&auml;gerin zitierte Rechtsprechung nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit sich die Kl&auml;gerin auf den Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2009 VIII&nbsp;B&nbsp;170\/08 (BFHE 224, 439) berufen hat, hat der BFH dort in einem Verfahren &uuml;ber die Aussetzung der Vollziehung (AdV) zu &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1 KStG lediglich ausgef&uuml;hrt, dass in einem Fall, in dem sich die Beteiligten im Insolvenz-Feststellungsverfahren &uuml;ber eine Verminderung der urspr&uuml;nglich angesetzten verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) einigen, das FA seine Anmeldungen zur Insolvenztabelle entsprechend vermindert und die Beteiligten den Rechtsstreit in der K&ouml;rperschaftsteuersache dann in der Hauptsache f&uuml;r erledigt erkl&auml;ren, einiges daf&uuml;r spreche, dass die ge&auml;nderten K&ouml;rperschaftsteuerberechnungen, die zu einer Verminderung der angemeldeten K&ouml;rperschaftsteuerforderungen gef&uuml;hrt haben, im Ergebnis einer &Auml;nderung der K&ouml;rperschaftsteuerbescheide gleichkommen. Der BFH hat in diesem Fall und lediglich im AdV-Verfahren (offen gelassen hingegen in der Hauptsache, vgl. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juni 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;54\/10, BFH\/NV 2014, 1501) eine sinngem&auml;&szlig;e Anwendung des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1 KStG erwogen, weil jedenfalls eine vGA im Rahmen ge&auml;nderter Steuerberechnungen vermindert worden ist. Im Streitfall fehlt es dagegen an einer tatbestandsm&auml;&szlig;ig mit &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG vergleichbaren Situation, weil die &Auml;nderung der Steuerbescheide gegen&uuml;ber den Gesellschaftern der Kl&auml;gerin sich gerade nicht auf eine verdeckte Einlage bezog (vgl. Tiedchen, a.a.O.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nichts anderes folgt aus dem BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;April 2009 VIII&nbsp;B&nbsp;18\/08 (juris) sowie dem BFH-Urteil vom 6.&nbsp;September 2011 VIII&nbsp;R&nbsp;55\/10 (BFH\/NV 2012, 269). Dort hat der BFH ausgef&uuml;hrt, dass erst mit &sect;&nbsp;32a (Abs.&nbsp;1) KStG das Korrespondenzprinzip f&uuml;r vGA eingef&uuml;hrt worden sei, w&auml;hrend zuvor keine rechtliche Bindung zwischen Einkommensteuerbescheid und K&ouml;rperschaftsteuerbescheid bestanden habe. Aus dieser Formulierung folgt gerade nicht, dass der BFH eine &uuml;ber den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;32a KStG hinaus gehende Korrespondenz bef&uuml;rwortet h&auml;tte. Entsprechendes gilt auch, soweit der BFH im Urteil vom 21.&nbsp;Oktober 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;31\/12 (GmbH-Rundschau 2015, 772) von der &quot;Schaffung der Korrespondenzregelungen in &sect;&nbsp;32a, &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 bis 4 KStG, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG, jeweils i.d.F. des JStG 2007&quot; gesprochen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nichts anderes gilt schlie&szlig;lich, soweit das FG Baden-W&uuml;rttemberg mit Urteil vom 8.&nbsp;Februar 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;4769\/10 (juris) ausgef&uuml;hrt hat, es halte den Erlass eines K&ouml;rperschaftsteuerbescheids auch in den F&auml;llen f&uuml;r zul&auml;ssig und f&uuml;r erforderlich, in denen die Ber&uuml;cksichtigung einer vGA nicht zu einer &Auml;nderung der K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;hre, um auf diese Weise die Ber&uuml;cksichtigung der vGA zu dokumentieren, weil so dem Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1 KStG Rechnung getragen, zum anderen aber &#8211;durch den Erlass eines Steuerbescheids&#8211; auch ein Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r die &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzung geschaffen werde. Auch aus dieser Formulierung ergibt sich nicht, dass das FG &sect;&nbsp;32a KStG auch auf F&auml;lle anwenden h&auml;tte wollen, in denen gar keine vGA in Rede steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorinstanz ist &#8211;jedenfalls im Ergebnis&#8211; von den vorstehenden Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Sie hat zudem festgestellt, dass im Rahmen der u.a. bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Pr&uuml;fung nicht in den Buchf&uuml;hrungen und Steuererkl&auml;rungen der betroffenen Unternehmen erfasste Vorg&auml;nge (&quot;Schwarzeinnahmen&quot;) vorlagen, welche aufgrund der um die festgestellten &quot;Schwarzeinnahmen&quot; erh&ouml;hten Gewinne f&uuml;r die Eheleute M und W zu ge&auml;nderten und inzwischen bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheiden f&uuml;r die Streitjahre gef&uuml;hrt haben. Der daraus vom FG abgeleitete rechtliche Schluss, dass eine &Auml;nderung eines Steuerbescheids des Gesellschafters wegen der Erfassung von Schwarzeinnahmen nicht unter &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG f&auml;llt, ist nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen nicht zu beanstanden. Darauf, ob es sich bei der Begleichung der Verbindlichkeiten der Kl&auml;gerin durch die Gesellschafter M bzw. W &uuml;berhaupt um verdeckte Einlagen gehandelt haben kann, kommt es folglich ebenso wenig an wie darauf, ob auf Ebene des Gesellschafters eine verdeckte Einlage auch dann i.S. des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG &quot;ber&uuml;cksichtigt&quot; wird, wenn sich nur die Anschaffungskosten der Beteiligung erh&ouml;hen, und ob &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;2 KStG bezogen auf die Veranlagungszeitr&auml;ume 1999 und 2000 zu einer unzul&auml;ssigen echten R&uuml;ckwirkung f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Senat entscheidet nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO im Einverst&auml;ndnis der Beteiligten ohne m&uuml;ndliche Verhandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.9.2018, I R 59\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.110918.IR59.16.0 Bescheid&auml;nderung nach &sect; 32a Abs. 2 KStG nur bei Ber&uuml;cksichtigung von verdeckten Einlagen Leits&auml;tze &sect; 32a Abs. 2 KStG verlangt, dass gegen&uuml;ber dem Gesellschafter ein Steuer- oder Feststellungsbescheid mit R&uuml;cksicht auf das Vorliegen einer verdeckten Einlage ergeht. Die &Auml;nderung eines Einkommensteuerbescheids des Gesellschafters wegen der Erfassung von Schwarzeinnahmen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-59-16-bescheidaenderung-nach-par-32a-abs-2-kstg-nur-bei-beruecksichtigung-von-verdeckten-einlagen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;59\/16 &#8211; Bescheid&auml;nderung nach &sect; 32a Abs. 2 KStG nur bei Ber&uuml;cksichtigung von verdeckten Einlagen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70323","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70323"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70323\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}