{"id":70347,"date":"2019-02-27T18:33:45","date_gmt":"2019-02-27T16:33:45","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70347"},"modified":"2019-02-27T18:33:45","modified_gmt":"2019-02-27T16:33:45","slug":"x-r-44-45-17-pkw-ueberlassung-bei-einem-geringfuegigen-beschaeftigungsverhaeltnis-unter-ehegatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-44-45-17-pkw-ueberlassung-bei-einem-geringfuegigen-beschaeftigungsverhaeltnis-unter-ehegatten\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;44-45\/17 &#8211; PKW-&Uuml;berlassung bei einem geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis unter Ehegatten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.10.2018, X R 44-45\/17; X R 44\/17; X R 45\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.101018.XR44.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">PKW-&Uuml;berlassung bei einem geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis unter Ehegatten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die &Uuml;berlassung eines Dienstwagens zur unbeschr&auml;nkten und selbstbeteiligungsfreien Privatnutzung des Arbeitnehmers ist im Rahmen eines geringf&uuml;gigen &#8211;zwischen Ehegatten geschlossenen&#8211; Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses (&sect; 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV) fremdun&uuml;blich.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Arbeitgeber wird bei lebensnaher und die unternehmerische Gewinnerwartung einzubeziehender Betrachtungsweise typischerweise nur dann bereit sein, einem Arbeitnehmer ein Firmenfahrzeug zur Privatnutzung zur Verf&uuml;gung zu stellen, wenn nach einer &uuml;berschl&auml;gigen, allerdings vorsichtigen Kalkulation der sich f&uuml;r ihn hieraus ergebende tats&auml;chliche Kostenaufwand zuz&uuml;glich des vertraglich vereinbarten Barlohns als wertangemessene Gegenleistung f&uuml;r die Zurverf&uuml;gungstellung der Arbeitskraft anzusehen ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Je geringer der Gesamtverg&uuml;tungsanspruch des Arbeitnehmers ist, desto eher erreicht der Arbeitgeber die Risikoschwelle, nach der sich wegen einer nicht absch&auml;tzbaren intensiven Privatnutzung die Fahrzeug&uuml;berlassung als nicht mehr wirtschaftlich erweist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Verfahren X R 44\/17 und X R 45\/17 werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Auf die Revisionen des Beklagten werden das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 27. September 2017&nbsp;&nbsp;3 K 2547\/16 in G&auml;nze und das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 27. September 2017&nbsp;&nbsp;3 K 2546\/16 hinsichtlich des Gewerbesteuermessbetrags 2012 bis 2014 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sachen werden insoweit an das Finanzgericht K&ouml;ln zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten der Revisionsverfahren &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute. Sie werden f&uuml;r die Streitjahre 2012 bis 2014 zur Einkommensteuer zusammenveranlagt. Der Kl&auml;ger f&uuml;hrt einen Einzelhandel f&uuml;r Sportartikel. Seinen Gewinn ermittelte er in den Streitjahren durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Die Kl&auml;gerin zu 2. ist in ihrem Hauptberuf teilzeitbesch&auml;ftigte Arbeitnehmerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ab Dezember 2012 stellte der Kl&auml;ger seine Ehefrau auf geringf&uuml;giger Basis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Vierten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB IV) als B&uuml;ro-, Organisations- und Kurierkraft an. Der schriftliche Arbeitsvertrag sieht eine regelm&auml;&szlig;ige w&ouml;chentliche Arbeitszeit von neun Stunden vor, wobei die T&auml;tigkeit an Dienstagen von zu Hause (u.a. Bankgesch&auml;fte, Vorbereitung der Buchhaltung, Mahnwesen) sowie donnerstags und freitags im Au&szlig;endienst (Kurierfahrten etc.) auszu&uuml;ben ist. Die monatliche Verg&uuml;tung betrug in den Streitjahren 400&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgolten wurde die Kl&auml;gerin vereinbarungsgem&auml;&szlig; im Wesentlichen durch die Einr&auml;umung einer unbeschr&auml;nkten und selbstbeteiligungsfreien privaten Nutzungsm&ouml;glichkeit eines Fahrzeugs, das von ihr auch f&uuml;r die betrieblichen Fahrten einzusetzen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von Dezember 2012 bis August 2014 stellte der Kl&auml;ger der Kl&auml;gerin einen kurz zuvor gebraucht erworbenen PKW Opel Astra (Bruttolistenpreis: 26.300&nbsp;EUR) und ab September 2014 &#8211;nach Verkauf des PKW Opel Astra&#8211; einen ebenfalls gebrauchten PKW Saab Vector Kombi (Bruttolistenpreis: 38.500&nbsp;EUR) zur Verf&uuml;gung. Den Sachbezug hieraus ermittelte er nach der 1&nbsp;%-Regelung; den Differenzbetrag zum Gesamtverg&uuml;tungsanspruch in H&ouml;he von monatlich 137&nbsp;EUR (Dezember 2012 bis August 2014) bzw. 15&nbsp;EUR (ab September 2014) zahlte er aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ordnete beide Fahrzeuge seinem Betriebsverm&ouml;gen zu. Die vereinbarte Verg&uuml;tung aus dem geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis nebst Abgaben und s&auml;mtliche Fahrzeugaufwendungen erfasste er &#8211;unter Gegenrechnung des Verkaufserl&ouml;ses f&uuml;r den PKW Opel Astra im Jahr 2014&#8211; als Betriebsausgaben. Als Korrektiv f&uuml;r den insoweit zu hohen Betriebsausgabenabzug setzte er als fiktive Betriebseinnahme den Sachbezug aus der privaten Nutzungsm&ouml;glichkeit der Fahrzeuge an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer f&uuml;r die Streitjahre durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung erkannte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) das Arbeitsverh&auml;ltnis steuerlich nicht an. F&uuml;r den Pr&uuml;fer bestanden zwar &quot;keine Zweifel daran, dass das Arbeitsverh&auml;ltnis tats&auml;chlich auch durchgef&uuml;hrt wurde&quot;, allerdings hielt er die Vereinbarungen f&uuml;r nicht fremd&uuml;blich. Einem fremden Dritten w&auml;re im Hinblick auf die lediglich geringe Verg&uuml;tung und die im Gegensatz dazu bestehende uneingeschr&auml;nkte private Nutzungsm&ouml;glichkeit kein Fahrzeug zur Erf&uuml;llung des Lohnanspruchs &uuml;berlassen worden. Folglich ordnete der Pr&uuml;fer die beiden der Kl&auml;gerin &uuml;berlassenen PKW dem Privatverm&ouml;gen zu. Die hiermit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Ertr&auml;ge lie&szlig; er ebenso unber&uuml;cksichtigt wie die Lohnaufwendungen und die als fiktive Betriebseinnahme erfassten Sachbez&uuml;ge aus der Nutzungs&uuml;berlassung. Aufwendungen, die durch einen betrieblichen Einsatz der PKW (Kurier- und Einkaufsfahrten) veranlasst worden w&auml;ren, stellte der Pr&uuml;fer nicht fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspr&uuml;che gegen die ge&auml;nderten Einkommen- und Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Streitjahre blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) erkannte dagegen mit in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2018, 750 (3&nbsp;K&nbsp;2546\/16) bzw. EFG 2018, 755 (3&nbsp;K&nbsp;2547\/16) ver&ouml;ffentlichten Urteilen das Arbeitsverh&auml;ltnis der Kl&auml;gerin steuerlich an und setzte die Gewinne aus Gewerbebetrieb sowie den Gewerbeertrag f&uuml;r die Streitjahre entsprechend herab. Der Arbeitsvertrag sei vereinbarungsgem&auml;&szlig; durchgef&uuml;hrt worden. Die Kl&auml;ger h&auml;tten erl&auml;utert, wie und in welchem Umfang die Kl&auml;gerin ihre arbeitsvertraglichen Verpflichtungen erf&uuml;llt habe. Im Hinblick darauf, dass der Pr&uuml;fer &quot;vor Ort im Wege der unmittelbaren Inaugenscheinnahme der Verh&auml;ltnisse&quot; keine Zweifel an der vereinbarungsgem&auml;&szlig;en Vertragsdurchf&uuml;hrung habe feststellen k&ouml;nnen, h&auml;tte das FA substantiierter darlegen m&uuml;ssen, weshalb inzwischen derartige Zweifel gehegt w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gestaltung sei nicht fremdun&uuml;blich. Zwar m&ouml;ge die der Kl&auml;gerin gew&auml;hrte Verg&uuml;tung in Gestalt eines in Bar- und Sachlohn aufgespaltenen Entgelts &quot;hinsichtlich der einger&auml;umten privaten Nutzung eines Firmenwagens angesichts eines geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses als selten praktiziert empfunden werden&quot;. Allerdings &uuml;berschreite die Entlohnung mit dem Sachbezug nicht die Grenze der Angemessenheit, sodass auch &quot;die Ungew&ouml;hnlichkeit dieses Verg&uuml;tungsbestandteils&quot; unerheblich sei. Es gebe weder aussagekr&auml;ftige Statistiken dazu, in welchem Umfang bei geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen anstelle einer Barlohnverg&uuml;tung Sachbez&uuml;ge gew&auml;hrt w&uuml;rden, noch dazu, dass Firmen-PKW ausschlie&szlig;lich an vollzeitbesch&auml;ftigte Arbeitnehmer im Au&szlig;endienst oder erst ab einer gewissen F&uuml;hrungsebene bzw. Stellung im Unternehmen &uuml;berlassen w&uuml;rden. Es sei auch nicht unangemessen, dass der Kl&auml;gerin wegen der unbegrenzten privaten Nutzungsm&ouml;glichkeit eine variable Verg&uuml;tung zuteil w&uuml;rde; aufgrund der Regelungssystematik in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG sei das Gegenteil der Fall. Auch ein fremder Arbeitnehmer k&ouml;nne durch den Umfang der PKW-Privatnutzung die H&ouml;he des ihm hieraus zukommenden wirtschaftlichen Werts selbst bestimmen. Unerheblich sei, dass die den Kl&auml;ger treffenden Fahrzeugaufwendungen h&ouml;her ausfielen als der Sachbezugswert der Kl&auml;gerin, da auch dies Folge der Berechnungen nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG sei und ebenso bei PKW-Gestellungen gegen&uuml;ber fremden Arbeitnehmern gelte. Zu Gunsten der Kl&auml;ger sei zu ber&uuml;cksichtigen, dass &#8211;abweichend von dem der Senatsentscheidung vom 21.&nbsp;Januar 2014 X&nbsp;B&nbsp;181\/13 (BFH\/NV 2014, 523) zu Grunde liegenden Sachverhalt&#8211; die Kl&auml;gerin f&uuml;r einen Gro&szlig;teil ihrer Arbeitszeit auf die Nutzung eines Fahrzeugs angewiesen sei. Sie habe zudem in H&ouml;he des geldwerten Vorteils auf ihren Barlohnanspruch verzichtet. Hieraus werde ersichtlich, dass die Kl&auml;ger bestrebt gewesen seien, die Verg&uuml;tung insgesamt angemessen und fremd&uuml;blich auszugestalten. Anhaltspunkte f&uuml;r eine rechtsmissbr&auml;uchliche Gestaltung i.S. von &sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung (AO) l&auml;gen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung seiner Revision f&uuml;hrt das FA aus, gerade wegen des Zusammenwirkens der pauschalierenden und vereinfachenden Bewertung nach der 1&nbsp;%-Methode einerseits und der Steuerbeg&uuml;nstigung f&uuml;r ein geringf&uuml;giges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis andererseits dr&auml;nge sich eine Fremd&uuml;blichkeitspr&uuml;fung auf; der (weiteren) M&ouml;glichkeit der Verlagerung privater Aufwendungen in den betrieblichen Bereich w&uuml;rde hierdurch &quot;die T&uuml;r ge&ouml;ffnet&quot;. Mit Blick auf die uneingeschr&auml;nkte Nutzungsm&ouml;glichkeit des PKW k&ouml;nne die Kl&auml;gerin ihren Arbeitslohn unabh&auml;ngig vom steuerlichen Nutzungsvorteil variabel erh&ouml;hen. Dies gelte zwar auch f&uuml;r fremde Arbeitnehmer, allerdings w&uuml;rde der Arbeitgeber dann die uneingeschr&auml;nkte Privatnutzungsbefugnis gegen die Arbeitskraft und -g&uuml;te des Arbeitnehmers abw&auml;gen. Bei Ehegatten-Arbeitsverh&auml;ltnissen k&ouml;nne der Arbeitgeber dagegen &#8211;ohne steuerlichen Ausgleich zum Betriebsausgabenabzug&#8211; von den Familienprivatfahrten gleicherma&szlig;en profitieren. Gegen die Fremd&uuml;blichkeit spreche zudem, dass bei einem geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis die Werthaltigkeit der Arbeitsleistung regelm&auml;&szlig;ig nicht den &quot;besonderen Umstand&quot; einer PKW-Gestellung kompensieren k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG sei au&szlig;erdem verfahrensfehlerhaft seiner Verpflichtung zur Sachaufkl&auml;rung nicht hinreichend nachgekommen, da es keine tats&auml;chlichen Feststellungen dazu getroffen habe, in welchem konkreten Umfang die an die Kl&auml;gerin &uuml;berlassenen Fahrzeuge betrieblich bzw. privat genutzt worden seien. Nicht ausreichend sei es, allein unter Bezugnahme auf die vertraglichen Vereinbarungen (betriebliche Nutzung des PKW an zwei von drei Arbeitstagen) eine nicht nur geringf&uuml;gige betriebliche PKW-Nutzung annehmen zu wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die angefochtenen Urteile 3&nbsp;K&nbsp;2547\/16 in G&auml;nze sowie 3&nbsp;K&nbsp;2546\/16 hinsichtlich des Gewerbesteuermessbetrags f&uuml;r 2012 bis 2014 aufzuheben und die Klagen insoweit abzuweisen;<br \/>hilfsweise, die angefochtenen Urteile 3&nbsp;K&nbsp;2547\/16 in G&auml;nze sowie 3&nbsp;K&nbsp;2546\/16 hinsichtlich des Gewerbesteuermessbetrags f&uuml;r 2012 bis 2014 aufzuheben und den Rechtsstreit zur erneuten Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger bzw. der Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revisionen zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei verfehlt, ein geringf&uuml;giges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis, das unter Ehegatten geschlossen wurde, daf&uuml;r anzuf&uuml;hren, dass die im Zuge eines solchen Vertragsverh&auml;ltnisses vereinbarte PKW-Nutzungs&uuml;berlassung fremdun&uuml;blich sei. Dies w&auml;re mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) nicht vereinbar, zum einen bei einem Vergleich zwischen Vollzeitarbeitnehmern und lediglich geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten, zum anderen im Vergleich zwischen nahen Angeh&ouml;rigen und fremden Dritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat mit Beschluss vom 2.&nbsp;Oktober 2018 das Verfahren betreffend Umsatzsteuer 2012 bis 2014 abgetrennt und zust&auml;ndigkeitshalber an den V.&nbsp;Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) abgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionen sind begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hren zur Aufhebung der angefochtenen Urteile 3&nbsp;K&nbsp;2547\/16 und 3&nbsp;K&nbsp;2546\/16 (insoweit hinsichtlich des Gewerbesteuermessbetrags f&uuml;r 2012 bis 2014) und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sachen zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auffassung des FG, die Ausgestaltung des zwischen den Kl&auml;gern bestehenden Angeh&ouml;rigen-Arbeitsverh&auml;ltnisses sei auch zwischen fremden Dritten &uuml;blich und daher steuerlich anzuerkennen, h&auml;lt einer revisionsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand (unter 1.). Die Sache ist nicht entscheidungsreif, da das FG &#8211;von seinem rechtlichen Standpunkt aus zu Recht&#8211; keine Feststellungen dazu getroffen hat, in welchem Umfang die der Kl&auml;gerin in den Streitjahren &uuml;berlassenen Fahrzeuge tats&auml;chlich betrieblich genutzt wurden. Hiervon h&auml;ngt ab, ob trotz steuerlicher Nichtanerkennung des Arbeitsvertrags jene Fahrzeuge zum Betriebs- oder Privatverm&ouml;gen des Kl&auml;gers geh&ouml;ren, in welchem Umfang PKW-Aufwendungen zum Betriebsausgabenabzug zuzulassen sind und ob die dem Kl&auml;ger als Betriebsinhaber zuzurechnende Privatnutzung als fiktive Betriebseinnahme in Ansatz zu bringen ist, und wenn ja in welcher H&ouml;he (unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das zwischen den Kl&auml;gern geschlossene Arbeitsverh&auml;ltnis ist &#8211;in seiner Ausgestaltung f&uuml;r die Streitjahre&#8211; mangels Fremd&uuml;blichkeit nicht durch die Eink&uuml;nfteerzielung des Kl&auml;gers veranlasst. Der Lohnaufwand und die hierauf beruhenden Abgaben stellen keine Betriebsausgaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ob Vertr&auml;ge zwischen nahen Angeh&ouml;rigen durch die Eink&uuml;nfteerzielung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4, &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 EStG) oder durch private Zuwendungs- oder Unterhalts&uuml;berlegungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 und 2 EStG veranlasst sind, ist seit der Neuausrichtung der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung im Anschluss an den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 7.&nbsp;November 1995&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;802\/90 (BStBl II 1996, 34, unter B.I.2.) anhand der Gesamtheit der objektiven Gegebenheiten zu beurteilen. Hierbei ist nach wie vor Voraussetzung, dass die vertraglichen Hauptpflichten klar und eindeutig vereinbart sowie entsprechend dem Vereinbarten durchgef&uuml;hrt werden. Jedoch schlie&szlig;t nicht mehr jede geringf&uuml;gige Abweichung einzelner Sachverhaltsmerkmale vom &Uuml;blichen die steuerrechtliche Anerkennung des Vertragsverh&auml;ltnisses aus. Vielmehr sind einzelne Kriterien des Fremdvergleichs im Rahmen der gebotenen Gesamtbetrachtung unter dem Gesichtspunkt zu w&uuml;rdigen, ob sie den R&uuml;ckschluss auf eine privat veranlasste Vereinbarung zulassen (vgl. statt vieler Senatsurteile vom 17.&nbsp;Juli 2013 X&nbsp;R&nbsp;31\/12, BFHE 242, 209, BStBl II 2013, 1015, Rz&nbsp;24, sowie vom 22.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;R&nbsp;26\/11, BFHE 242, 516, BStBl II 2014, 374, Rz&nbsp;35, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angesichts des bei Angeh&ouml;rigen vielfach fehlenden nat&uuml;rlichen Interessengegensatzes und der daraus resultierenden Gefahr des steuerlichen Missbrauchs zivilrechtlicher Gestaltungsm&ouml;glichkeiten muss sichergestellt sein, dass die Vertragsbeziehung und die auf ihr beruhenden Leistungen tats&auml;chlich dem betrieblichen Bereich zuzurechnen sind. Indiz f&uuml;r die Zuordnung der Vertragsbeziehung zum betrieblichen Bereich ist insbesondere, ob der Vertrag sowohl nach seinem Inhalt als auch nach seiner tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung dem entspricht, was zwischen Fremden &uuml;blich ist. Im Zuge der erforderlichen Gesamtw&uuml;rdigung erlangt der Umstand, ob die Vertragschancen und -risiken in fremd&uuml;blicher Weise verteilt sind, wesentliche Bedeutung (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Januar 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;50\/97, BFHE 191, 267, BStBl II 2000, 393, unter II.2.; ebenso Senatsurteil in BFHE 242, 516, BStBl II 2014, 374, Rz&nbsp;35). So spricht gegen die Fremd&uuml;blichkeit, wenn das Gesamtbild der Vereinbarungen belegt, dass die weitaus meisten Chancen des Vertrags der einen Seite und die weitaus meisten Risiken der anderen Seite zugewiesen werden (Kulosa, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2014, 972, 975).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Speziell bei Arbeitsverh&auml;ltnissen geht die Rechtsprechung davon aus, dass Lohnzahlungen an einen im Betrieb des Steuerpflichtigen mitarbeitenden Angeh&ouml;rigen als Betriebsausgaben abziehbar sind, wenn der Angeh&ouml;rige aufgrund eines wirksamen, inhaltlich dem zwischen Fremden &Uuml;blichen entsprechenden Arbeitsvertrags besch&auml;ftigt wird, die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung erbringt und der Steuerpflichtige seinerseits alle Arbeitgeberpflichten, insbesondere die der Lohnzahlung, erf&uuml;llt (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Januar 1989 X&nbsp;R&nbsp;168\/87, BFHE 156, 134, BStBl II 1989, 453, unter 1.; vom 26.&nbsp;August 2004 IV&nbsp;R&nbsp;68\/02, BFH\/NV 2005, 553, unter II.1.a, m.w.N.; vom 18.&nbsp;Oktober 2007 VI&nbsp;R&nbsp;59\/06, BFHE 219, 208, BStBl II 2009, 200, unter II.2.a; in BFHE 242, 209, BStBl II 2013, 1015, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die W&uuml;rdigung und Gewichtung aller f&uuml;r den Fremdvergleich bedeutsamer Einzelfallumst&auml;nde obliegt grunds&auml;tzlich dem FG als Tatsacheninstanz. Verst&ouml;&szlig;t die Gesamtabw&auml;gung weder gegen Erfahrungss&auml;tze noch gegen die Denkgesetze, ist der BFH als Revisionsgericht daran gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden (vgl. hierzu BFH-Entscheidungen vom 11.&nbsp;Juli 2017 IX&nbsp;R&nbsp;42\/15, BFH\/NV 2017, 1422, Rz&nbsp;18, und vom 25.&nbsp;Oktober 2004 III&nbsp;B&nbsp;131\/03, BFH\/NV 2005, 339, unter 1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen ist die W&uuml;rdigung des FG, die wesentliche Erf&uuml;llung des Lohnanspruchs der Kl&auml;gerin aus dem geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis durch eine unbeschr&auml;nkte und selbstbeteiligungsfreie private Nutzungsm&ouml;glichkeit eines Firmenfahrzeugs sei auch unter fremden Dritten &uuml;blich, revisionsrechtlich nicht bindend. Sie geht von unzutreffenden, zumindest aber von nicht umfassend betrachteten Erfahrungss&auml;tzen aus. Die private Nutzungs&uuml;berlassung der Fahrzeuge erweist sich vorliegend vielmehr als fremdun&uuml;blich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Vom Grundsatz her steht der steuerlichen Anerkennung eines Ehegatten-Arbeitsverh&auml;ltnisses nicht der Umstand entgegen, dass dem Arbeitnehmer-Ehegatten in diesem Rahmen ein Firmenfahrzeug zur privaten Verwendung &uuml;berlassen wird. Voraussetzung ist allerdings, dass die konkreten Konditionen der Nutzungs&uuml;berlassung im zu beurteilenden Einzelfall fremd&uuml;blich ausgestaltet sind (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2014, 523, Rz&nbsp;11; Stapperfend in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;858). Hierbei weist das FG zwar zu Recht darauf hin, dass verl&auml;ssliche statistische Daten dazu, welcher Gruppe von Besch&auml;ftigten erfahrungsgem&auml;&szlig; dienstliche Fahrzeuge zur privaten Nutzung zur Verf&uuml;gung gestellt werden und ob hierf&uuml;r insbesondere eine Vollzeitbesch&auml;ftigung vorausgesetzt wird, fehlen. Dies rechtfertigt allerdings nicht die Annahme, dass die &#8211;aus Sicht der Vertragsbeteiligten angemessene&#8211; Entlohnung durch die Gestellung eines Dienstfahrzeugs im Rahmen geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse fremd&uuml;blich ist. Vielmehr muss ber&uuml;cksichtigt werden, dass ein Arbeitgeber bei lebensnaher und die unternehmerische Gewinnerwartung einzubeziehender Betrachtungsweise typischerweise nur dann bereit ist, einem Arbeitnehmer ein Firmenfahrzeug zur uneingeschr&auml;nkten Privatnutzung zur Verf&uuml;gung zu stellen, wenn nach einer &uuml;berschl&auml;gigen, allerdings vorsichtigen Kalkulation der sich f&uuml;r ihn hieraus ergebende tats&auml;chliche Kostenaufwand zuz&uuml;glich des vertraglich vereinbarten Barlohns als wertangemessene Gegenleistung f&uuml;r die Zurverf&uuml;gungstellung der Arbeitskraft widerspiegelt. Dies gilt sowohl f&uuml;r F&auml;lle einer bereits zu Beginn des Dienstverh&auml;ltnisses vereinbarten Nutzungs&uuml;berlassung als auch bei einer nachtr&auml;glichen, ggf. im Wege der Gehaltsumwandlung erfolgten Fahrzeuggestellung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist aus Sicht des Arbeitgebers eine Wert&auml;quivalenz zwischen der von ihm zu tragenden Gesamtverg&uuml;tung und dem erwarteten Wert der Arbeitsleistung nicht bzw. nicht hinreichend sicher gew&auml;hrleistet, wird er entweder von einer Fahrzeug&uuml;berlassung absehen oder zur Eingrenzung seines Kostenrisikos im Hinblick auf eine m&ouml;gliche intensive(re) Privatnutzung dem Arbeitnehmer Nutzungsbeschr&auml;nkungen auferlegen bzw. ihn an den Kosten beteiligen. In Betracht kommen hierbei neben Privatkilometer-Begrenzungen und Nutzungsverboten f&uuml;r Angeh&ouml;rige oder Urlaubsfahrten insbesondere auch Zuzahlungen in Form von Kilometerpauschalen, nutzungsunabh&auml;ngigen Pauschalen oder die (ggf. anteilige) &Uuml;bernahme einzelner Aufwendungen, z.B. Treibstoffkosten (vgl. hierzu Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 19.&nbsp;April 2013, BStBl I 2013, 513, Rz&nbsp;2&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Je geringer der Gesamtverg&uuml;tungsanspruch des Arbeitnehmers ist, desto eher erreicht der Arbeitgeber die Risikoschwelle, nach der sich wegen einer nicht absch&auml;tzbaren intensiven Privatnutzung die Fahrzeug&uuml;berlassung als f&uuml;r ihn nicht mehr wirtschaftlich erweist. Kalkuliert der Arbeitgeber bspw. monatliche Privatfahrten des Arbeitnehmers von 1&nbsp;000&nbsp;km bei einem nutzungsabh&auml;ngigen Aufwand von 100&nbsp;EUR, f&uuml;hrte eine tats&auml;chliche Verdopplung der Privatkilometer zu laufendem Zusatzaufwand von ebenfalls 100&nbsp;EUR. Bei einem &#8211;unterstellt ausgewogenen&#8211; Gesamtverg&uuml;tungsanspruch des Arbeitnehmers von monatlich 3.000&nbsp;EUR h&auml;tte die intensivere Privatnutzung einen relativen tats&auml;chlichen Mehraufwand des Arbeitgebers von lediglich 3,3&nbsp;% zur Folge, im Falle eines Gesamtanspruchs im oberen Gehaltssegment von bspw. 8.000&nbsp;EUR von sogar nur 1,25&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Deutlich anders stellt sich die Situation bei einem geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis i.S. von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 SGB&nbsp;IV dar: Erf&uuml;llt der Arbeitgeber den vereinbarten Verg&uuml;tungsanspruch von &#8211;wie im Streitfall&#8211; monatlich 400&nbsp;EUR im Wesentlichen durch die Einr&auml;umung der privaten Nutzungsm&ouml;glichkeit eines Dienstwagens und erh&ouml;ht sich der laufende PKW-Aufwand f&uuml;r die Privatfahrten infolge eines Kalkulationsirrtums von 100&nbsp;EUR auf 200&nbsp;EUR, stiege dessen relativer Mehraufwand f&uuml;r den Erhalt der Gegenleistung um 25&nbsp;%, im Falle der Verdreifachung der Privatnutzung sogar um 50&nbsp;%. Gerade diese Gefahr eines &uuml;berobligatorischen Entlohnungsaufwands begr&uuml;ndet die Fremdun&uuml;blichkeit, wenn im Zuge eines zwischen Ehegatten bestehenden geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses die Verg&uuml;tung im Wesentlichen durch die Einr&auml;umung einer unbeschr&auml;nkten und selbstbeteiligungsfreien privaten Nutzungsm&ouml;glichkeit eines Firmenfahrzeugs erbracht wird. W&auml;hrend Erh&ouml;hungen der prognostizierten Privatnutzung bei regul&auml;r besch&auml;ftigten Arbeitnehmern mit steigender Gesamtentlohnung f&uuml;r den Arbeitgeber wirtschaftlich an Bedeutung verlieren und eine m&ouml;gliche Zuzahlung des Arbeitnehmers daher nicht vordergr&uuml;ndig das Risiko der Unvorhersehbarkeit des Ausma&szlig;es der privaten Verwendung abdecken d&uuml;rfte, w&uuml;rde der Arbeitgeber eines geringf&uuml;gig besch&auml;ftigten Arbeitnehmers diesem &#8211;wenn &uuml;berhaupt&#8211; ein Fahrzeug nur unter der Bedingung einer Kilometerbegrenzung f&uuml;r private Fahrten oder einer (ggf. erst nach &uuml;berschrittenem Kilometerlimit greifenden) Zuzahlung stellen. Eine schranken- bzw. zuzahlungsfreie Fahrzeug&uuml;berlassung f&uuml;hrte somit zu einer ungerechtfertigten Verteilung der Vertragschancen und -risiken eines geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diesen Grunds&auml;tzen wird die Vertragsgestaltung im Streitfall nicht gerecht, da die Kl&auml;gerin Anspruch auf eine unbeschr&auml;nkte und selbstbeteiligungslose Nutzung eines Dienstfahrzeugs f&uuml;r private Zwecke hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Soweit das FG dagegen die Fremd&uuml;blichkeit der Vereinbarungen tragend darauf st&uuml;tzt, die Regelungssystematik in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG lege die H&ouml;he des der Kl&auml;gerin zuflie&szlig;enden Arbeitslohns unabh&auml;ngig vom Umfang der Privatnutzung des Dienstwagens fest, greift diese Betrachtung zu kurz. Zwar trifft dies f&uuml;r den Besteuerungsansatz beim Arbeitnehmer zu. Unabh&auml;ngig hiervon ist aber derjenige Arbeitnehmer, dem eine unbeschr&auml;nkte Privatnutzungsm&ouml;glichkeit zusteht, in der Lage, durch eine m&ouml;glichst intensive private Verwendung den wirtschaftlichen Wert seines Verg&uuml;tungsanspruchs zu steigern. Korrespondierend hierzu erh&ouml;ht sich &#8211;wie dargelegt&#8211; das Risiko des Arbeitgebers, den Wert der Arbeitsleistung zu hoch zu verg&uuml;ten (vgl. BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;Dezember 2017 III&nbsp;B&nbsp;27\/17, BFH\/NV 2018, 432, Rz&nbsp;11; Kulosa, DB 2014, 972, 976). Jenes Kostenrisiko kann gerade nicht pauschal nach der 1&nbsp;%-Regelung, sondern muss nach dem tats&auml;chlichen Kostenaufwand bestimmt werden, der wirtschaftlich umso schwerer wiegt, je geringer der Gesamtverg&uuml;tungsanspruch des Arbeitnehmers ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die weitere Annahme des FG, ein fremder Arbeitnehmer h&auml;tte den wirtschaftlichen Wert der privaten PKW-Nutzung ebenso nach oben beeinflussen k&ouml;nnen, verf&auml;ngt f&uuml;r die vorliegende Konstellation nicht. Geltung beanspruchen kann dieser Einwand nur f&uuml;r Arbeitsverh&auml;ltnisse, in denen sich aufgrund der H&ouml;he der Gesamtverg&uuml;tung eine intensivere als die kalkulierte Privatnutzung f&uuml;r den Arbeitgeber noch nicht als wirtschaftlich untragbar erweist. Aus diesem Grund ist es &#8211;anders als das FG meint&#8211; auch nicht relevant, dass eine Differenz zwischen dem tats&auml;chlichen &#8211;h&ouml;heren&#8211; PKW-Kostenaufwand und dem pauschaliert berechneten Nutzungsvorteil gleichsam bei einer Nutzungs&uuml;berlassung an fremde Arbeitnehmer entsteht: Ma&szlig;geblich ist ausschlie&szlig;lich die Wert&auml;quivalenz zwischen Lohnaufwand und Arbeitsleistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Der vom FG hervorgehobene Umstand, die der Kl&auml;gerin &uuml;berlassenen Fahrzeuge seien f&uuml;r deren dienstliche Aufgabenerf&uuml;llung erforderlich gewesen, kann im Streitfall &#8211;unabh&auml;ngig von den oben genannten Erw&auml;gungen&#8211; bereits deshalb keine Fremd&uuml;blichkeit indizieren, da sich die betriebliche Einsatznotwendigkeit von w&ouml;chentlich maximal sechs Stunden im Verh&auml;ltnis zur im &Uuml;brigen bestehenden M&ouml;glichkeit der privaten Nutzung als &auml;u&szlig;erst geringf&uuml;gig erweist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Status und Alter des &uuml;berlassenen Dienstwagens sind ebenfalls keine ausschlaggebenden Kriterien f&uuml;r den Fremdvergleich. Wollte man etwa nur bei einem hochpreisigen Fahrzeug die Fremd&uuml;blichkeit der Nutzungs&uuml;berlassung im Rahmen eines geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses als gef&auml;hrdet ansehen, bliebe hierf&uuml;r jedenfalls bei PKW mit einem Listenpreis jenseits von 45.000&nbsp;EUR kein praktischer Anwendungsbereich. Die Entgeltgrenzen des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 SGB IV w&uuml;rden nachhaltig &uuml;berschritten. &Auml;hnliche Erw&auml;gungen gelten f&uuml;r den vom FG angef&uuml;hrten Umstand, der Kl&auml;gerin seien keine Neu-, sondern jeweils Gebrauchtfahrzeuge zur Nutzung &uuml;berlassen worden. Aus Sicht des Arbeitgebers st&uuml;nde bei einer Neuwagen&uuml;berlassung den h&ouml;heren Anschaffungskosten regelm&auml;&szlig;ig ein h&ouml;herer Restwert bzw. eine l&auml;ngere Nutzungszeit kompensierend gegen&uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(5) F&uuml;r die Fremd&uuml;blichkeit streitet schlie&szlig;lich nicht, dass die Kl&auml;gerin im Umfang des nach der 1&nbsp;%-Methode ermittelten Nutzungsvorteils auf ihren Barlohnanspruch verzichtete. Dieser Verzicht war notwendiges Mittel, um die Geringf&uuml;gigkeitsgrenzen des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 SGB IV einzuhalten, indizierte aber nicht, dass auch einem fremden Arbeitnehmer auf geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigungsbasis ein Firmenfahrzeug im Wege der Entgeltumwandlung &uuml;berlassen worden w&auml;re. Dass die Kl&auml;ger &#8211;wie das FG hervorhebt&#8211; bestrebt gewesen seien, den Gesamtverg&uuml;tungsanspruch wertm&auml;&szlig;ig der Entlohnung eines fremden, ebenfalls geringf&uuml;gig besch&auml;ftigten Arbeitnehmers mit einer monatlichen Arbeitsleistung von ca. 39&nbsp;Stunden anzupassen, ist nicht entscheidungserheblich; dieser Vergleich lie&szlig;e sich zudem nur durch den gleich hohen Arbeitslohnansatz rechtfertigen. Unber&uuml;cksichtigt bliebe hierbei, dass der Kl&auml;ger die &#8211;gleich bleibende&#8211; Arbeitsleistung der Kl&auml;gerin wirtschaftlich umso h&ouml;her verg&uuml;ten m&uuml;sste, je intensiver die vertraglich gestattete Privatnutzung ausfiele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die von den Kl&auml;gern angef&uuml;hrten Verst&ouml;&szlig;e gegen den allgemeinen Gleichheitssatz aus Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG vermag der Senat bereits im Ansatz nicht zu erkennen. Soweit die Kl&auml;ger eine gleichheitswidrige Benachteiligung von nahen Angeh&ouml;rigen gegen&uuml;ber fremden Dritten (Arbeitnehmer) annehmen wollen, ist hiergegen anzuf&uuml;hren, dass es gerade Aufgabe des Fremdvergleichs ist zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob gleichwertige Sachverhaltsgestaltungen &uuml;berhaupt m&ouml;glich erscheinen. Eine nicht fremd&uuml;bliche Vertragsgestaltung unterf&auml;llt somit nicht dem Schutzbereich des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG. Die im Streitfall vorgenommene Differenzierung zwischen regul&auml;r besch&auml;ftigten und entlohnten Arbeitnehmern einerseits und Arbeitnehmern eines geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses i.S. von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 SGB IV andererseits beruht ausschlie&szlig;lich auf dem Umstand, dass die Vertragsbeteiligten eines Arbeitsverh&auml;ltnisses im Regelfall von einer Ausgewogenheit zwischen Verg&uuml;tungsanspruch und Wert der Arbeitsleistung ausgehen, diese aber nachhaltig gest&ouml;rt wird, sofern dem Arbeitnehmer das Recht zusteht, zu Lasten des Arbeitgebers den wirtschaftlichen Wert seiner Verg&uuml;tung unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig zu steigern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da es im Streitfall bereits an der Fremd&uuml;blichkeit fehlt, bedarf die nachgelagerte Frage, ob die Ausgestaltung des Arbeitsverh&auml;ltnisses sowohl im Hinblick auf das gezielte Zusammenwirken der 1&nbsp;%-Regelung mit der abgeltenden Pauschalbesteuerung geringf&uuml;giger Arbeitsentgelte (&sect;&nbsp;40a Abs.&nbsp;2 EStG) als auch wegen der &uuml;ber &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 des Kraftfahrzeug&uuml;berlassungsvertrags er&ouml;ffneten M&ouml;glichkeit einer steuerunbelasteten Privatnutzung durch den Kl&auml;ger selbst zur Annahme eines Missbrauchs von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts (&sect;&nbsp;42 AO) f&uuml;hren k&ouml;nnte, keiner Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Sache ist nicht entscheidungsreif. Infolge fehlender Feststellungen des FG kann der Senat nicht entscheiden, ob die der Kl&auml;gerin in den Streitjahren zur Nutzung &uuml;berlassenen Fahrzeuge dem Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers zuzuordnen waren und &#8211;bejahendenfalls&#8211; in welcher H&ouml;he die dem Grunde nach feststehende Privatnutzung durch die Kl&auml;gerin als gewinnerh&ouml;hende Nutzungsentnahme beim Kl&auml;ger zu erfassen ist. F&uuml;r den zweiten Rechtsgang weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;5 FGO&#8211; auf folgende Punkte hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Zuordnung der Fahrzeuge zum Betriebsverm&ouml;gen steht jedenfalls der Umstand, dass die Kl&auml;gerin arbeitsvertraglich &uuml;ber einen uneingeschr&auml;nkten Anspruch auf Privatnutzung verf&uuml;gte, nicht zwingend entgegen. Ma&szlig;geblich sind insoweit vielmehr die tats&auml;chlichen Nutzungsverh&auml;ltnisse. War das jeweilige Fahrzeug im jeweiligen Streitjahr nicht nur vor&uuml;bergehend zu mindestens 10&nbsp;% oder sogar zu mehr als 50&nbsp;% betrieblich im Einsatz, konnte es dem gewillk&uuml;rten oder musste es sogar dem notwendigen Betriebsverm&ouml;gen zugeordnet werden (vgl. hierzu statt vieler BFH-Entscheidungen vom 21.&nbsp;August 2012 VIII&nbsp;R&nbsp;11\/11, BFHE 239, 195, BStBl II 2013, 117, Rz&nbsp;18, und vom 13.&nbsp;Mai 2014 III&nbsp;B&nbsp;152\/13, BFH\/NV 2014, 1364, Rz&nbsp;6, m.w.N.). Anderes w&uuml;rde nur gelten, wenn &#8211;entgegen des dem Arbeitsvertrag zu Grunde liegenden T&auml;tigkeitsprofils&#8211; die Fahrzeuge ausschlie&szlig;lich bzw. fast ausschlie&szlig;lich f&uuml;r private Fahrten genutzt wurden; dann handelte es sich um notwendiges Privatverm&ouml;gen (vgl. Senatsbeschluss vom 28.&nbsp;Februar 2008 X&nbsp;B&nbsp;207\/07, BFH\/NV 2008, 791, unter 1.b&nbsp;bb). L&auml;gen die Voraussetzungen f&uuml;r notwendiges bzw. gewillk&uuml;rtes Betriebsverm&ouml;gen vor, w&auml;ren die gesamten auf die Fahrzeuge entfallenden Aufwendungen als Betriebsausgaben abzugsf&auml;hig; umgekehrt geh&ouml;rte der Erl&ouml;s aus der Ver&auml;u&szlig;erung des PKW Opel Astra im Streitjahr 2014 zu den Betriebseinnahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die H&ouml;he der dem Kl&auml;ger steuerlich zuzurechnenden Privatnutzung (durch die Kl&auml;gerin) hinge &#8211;bei unterstellter Zuordnung zum Betriebsverm&ouml;gen&#8211; ma&szlig;geblich davon ab, ob der betriebliche Nutzungsanteil im jeweiligen Streitjahr mehr als 50&nbsp;% der Gesamtnutzung entsprach. Bejahendenfalls w&auml;re, sofern kein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch gef&uuml;hrt wurde, die Privatnutzung nach Ma&szlig;gabe der 1&nbsp;%-Regelung, andernfalls mit den im Sch&auml;tzungswege zu ermittelnden Selbstkosten zu bewerten (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 i.V.m. Satz 1 EStG; vgl. auch Schmidt\/ Kulosa, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;513, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Sollte nach den Feststellungen des FG eine Zuordnung des\/ der Fahrzeugs\/e zum Betriebsverm&ouml;gen aufgrund eines lediglich geringf&uuml;gigen betrieblichen Nutzungsanteils ausgeschlossen sein, entfiele grunds&auml;tzlich sowohl ein Abzug der PKW-Aufwendungen als Betriebsausgaben als auch ein Ansatz der aus der Privatnutzung resultierenden fiktiven Betriebseinnahmen. Steuerlich unber&uuml;cksichtigt bliebe zudem der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s des Jahres 2014. Allerdings w&auml;ren zumindest diejenigen &#8211;ggf. im Sch&auml;tzungswege zu ermittelnden&#8211; Aufwendungen, die auf die nachweisbare betrieblich veranlasste Nutzung der sodann dem Privatverm&ouml;gen zuzurechnenden Fahrzeuge entfielen, im Wege der sog. Aufwandseinlage als Betriebsausgaben anzuerkennen (vgl. grundlegend Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 26.&nbsp;Oktober 1987 GrS&nbsp;2\/86, BFHE 151, 523, BStBl II 1988, 348, unter C.I.1.b&nbsp;bb; ebenso Senatsurteile vom 16.&nbsp;September 2014 X&nbsp;R&nbsp;32\/12, BFH\/NV 2015, 324, Rz&nbsp;17, sowie vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2015 X&nbsp;R&nbsp;14\/12, BFH\/NV 2015, 973, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auf den vom FA ger&uuml;gten Verfahrensfehler einer nicht vollst&auml;ndigen Aufkl&auml;rung des Sachverhalts kommt es vorliegend nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.10.2018, X R 44-45\/17; X R 44\/17; X R 45\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.101018.XR44.17.0 PKW-&Uuml;berlassung bei einem geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis unter Ehegatten Leits&auml;tze 1. Die &Uuml;berlassung eines Dienstwagens zur unbeschr&auml;nkten und selbstbeteiligungsfreien Privatnutzung des Arbeitnehmers ist im Rahmen eines geringf&uuml;gigen &#8211;zwischen Ehegatten geschlossenen&#8211; Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses (&sect; 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV) fremdun&uuml;blich. 2. Ein Arbeitgeber wird &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-44-45-17-pkw-ueberlassung-bei-einem-geringfuegigen-beschaeftigungsverhaeltnis-unter-ehegatten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;44-45\/17 &#8211; PKW-&Uuml;berlassung bei einem geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis unter Ehegatten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70347","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70347\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}