{"id":70366,"date":"2019-02-27T18:35:12","date_gmt":"2019-02-27T16:35:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70366"},"modified":"2019-02-27T18:35:12","modified_gmt":"2019-02-27T16:35:12","slug":"ii-s-1-19-spielvergnuegungsteuer-streitwert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-s-1-19-spielvergnuegungsteuer-streitwert\/","title":{"rendered":"II&nbsp;S&nbsp;1\/19 &#8211; Spielvergn&uuml;gungsteuer &#8211; Streitwert"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.1.2019, II S 1\/19<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.150119.IIS1.19.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Spielvergn&uuml;gungsteuer &#8211; Streitwert<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Streitwert f&uuml;r ein Verfahren betreffend die Spielvergn&uuml;gungsteuer ist nicht um gegenl&auml;ufige ertragsteuerliche Folgewirkungen zu mindern.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Der Streitwert wird auf 939.773 EUR festgesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Urteil vom 21.&nbsp;Februar 2018 II&nbsp;R&nbsp;21\/15 (BFHE&nbsp;261, 62) hat der Senat eine Klage der Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Antragstellerin (Kl&auml;gerin) gegen die Festsetzung von Spielvergn&uuml;gungsteuer abgewiesen und ihr die Kosten auferlegt. Die Kostenstelle des Bundesfinanzhofs (BFH) stellte der Kl&auml;gerin eine Kostenrechnung. Sie ging dabei von einem Streitwert in H&ouml;he von 939.773&nbsp;EUR aus, auf den sie eine Geb&uuml;hr von 25.780&nbsp;EUR errechnete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 23.&nbsp;November 2018 hat die Kl&auml;gerin Streitwertbeschwerde und Erinnerung eingelegt. Sie gehe davon aus, dass der Senat den Streitwert entsprechend festgesetzt habe. Es handele sich dabei um den streitig gewesenen Betrag der Spielvergn&uuml;gungsteuer. H&auml;tte sie obsiegt, h&auml;tte sie aber auf die zu erstattende Steuer insgesamt 31,45&nbsp;% Ertragsteuern (15&nbsp;% K&ouml;rperschaftsteuer und 16,45&nbsp;% Gewerbesteuer) zahlen m&uuml;ssen, was einem Betrag von 295.558,60&nbsp;EUR entspreche. Es sei folglich h&ouml;chstens der Differenzbetrag von 644.214,40&nbsp;EUR als Streitwert anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Tats&auml;chlich ist bisher kein Beschluss &uuml;ber den Streitwert ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat setzt zun&auml;chst den Geb&uuml;hrenstreitwert fest, bevor &uuml;ber die Erinnerung entschieden wird. Nach &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 des Gerichtskostengesetzes (GKG) wird der Geb&uuml;hrenstreitwert in Verfahren vor den Gerichten der Finanzgerichtsbarkeit nur festgesetzt, wenn ein Beteiligter oder die Staatskasse die Festsetzung beantragt oder das Gericht sie f&uuml;r angemessen h&auml;lt. Es kann offenbleiben, ob die Eingabe der Kl&auml;gerin, die irrig davon ausgeht, der Streitwert sei bereits gerichtlich festgesetzt, in einen Antrag auf Streitwertfestsetzung umgedeutet werden kann. Zumindest ist diese Festsetzung angemessen i.S. der Vorschrift. Der Kl&auml;gerin entsteht hierdurch kein Nachteil, da die Entscheidung gerichtsgeb&uuml;hrenfrei ergeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Streitwert ist auf 939.773&nbsp;EUR festzusetzen. Es handelt sich &#8211;was f&uuml;r sich genommen unstreitig ist&#8211; um den streitgegenst&auml;ndlichen Betrag der Spielvergn&uuml;gungsteuer. Er ist nicht um gegenl&auml;ufige ertragsteuerliche Folgewirkungen zu mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Streitwert bestimmt sich nach Ma&szlig;gabe des GKG in der Fassung des Zweiten Gesetzes zur Modernisierung des Kostenrechts (2.&nbsp;KostRMoG) vom 23.&nbsp;Juli 2013 (BGBl I 2013, 2586), in Kraft seit dem 1.&nbsp;August 2013. Nach &sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GKG werden in Rechtsstreitigkeiten, die vor dem Inkrafttreten einer Gesetzes&auml;nderung anh&auml;ngig geworden sind, die Kosten nach bisherigem Recht erhoben. Nach &sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GKG gilt dies jedoch nicht im Verfahren &uuml;ber ein Rechtsmittel, das nach dem Inkrafttreten einer Gesetzes&auml;nderung eingelegt worden ist. Bereits die der Revision vorausgegangene Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision wurde erst im Jahre 2014 eingelegt, so dass jedenfalls die Gesetzesfassung des 2.&nbsp;KostRMoG ma&szlig;gebend ist. Das betrifft im Streitfall insbesondere &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz 2 GKG, der erst durch das 2.&nbsp;KostRMoG eingef&uuml;gt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GKG ist in F&auml;llen, in denen der Antrag des Kl&auml;gers eine bezifferte Geldleistung oder einen hierauf bezogenen Verwaltungsakt betrifft, deren H&ouml;he ma&szlig;gebend. Die angefochtenen Bescheide betreffend die Spielvergn&uuml;gungsteuer sind solche Verwaltungsakte, so dass im Grundsatz allein die H&ouml;he der begehrten Steuerdifferenz den Streitwert bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Minderung des Streitwerts, die darauf beruht, dass die begehrte Steuerminderung ihrerseits &#8211;auch zwangsl&auml;ufig&#8211; zu einer anderweitigen Steuererh&ouml;hung f&uuml;hrt, findet nicht statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine ausdr&uuml;ckliche Vorschrift, die sich mit weiteren Auswirkungen eines auf Geldleistungen bezogenen Verwaltungsakts befasst, enth&auml;lt lediglich &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG. Diese Norm erlaubt die Anpassung des Streitwerts im Streitfall nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dieser Vorschrift ist, wenn der Antrag des Kl&auml;gers offensichtlich absehbare Auswirkungen auf k&uuml;nftige Geldleistungen oder auf noch zu erlassende, auf derartige Geldleistungen bezogene Verwaltungsakte hat, die H&ouml;he des sich aus Satz&nbsp;1 ergebenden Streitwerts um den Betrag der offensichtlich absehbaren zuk&uuml;nftigen Auswirkungen f&uuml;r den Kl&auml;ger anzuheben, wobei die Summe das Dreifache des Werts nach Satz&nbsp;1 nicht &uuml;bersteigen darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es kann im Streitfall dahinstehen, ob die ertragsteuerrechtlichen Auswirkungen der Spielvergn&uuml;gungsteuer bzw. deren Erstattung offensichtlich absehbare Auswirkungen auf noch zu erlassende geldleistungsbezogene Verwaltungsakte i.S. dieser Vorschrift darstellen. Die Vorschrift f&uuml;hrt nach ihrem eindeutigen Wortlaut als Rechtsfolge nur zu einer Anhebung des Streitwerts, nicht aber zu einer Minderung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Jenseits dieser Vorschrift ist eine Anpassung des nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GKG bezifferten Streitwerts mit R&uuml;cksicht auf Folgewirkungen nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bereits vor Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG durch das 2.&nbsp;KostRMoG entsprach es st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH zu &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GKG, dass f&uuml;r die Bemessung des Streitwerts nicht das gesamte geldwerte Interesse ma&szlig;gebend war, das ein Steuerpflichtiger an der Durchf&uuml;hrung des Verfahrens hatte, sondern lediglich der Steuerbetrag, um den unmittelbar gestritten wurde, und zwar zugunsten wie zu Lasten des jeweiligen Kostenschuldners (vgl. im Einzelnen BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Dezember 2015 X&nbsp;E&nbsp;20\/15, BFH\/NV 2016, 573, Rz&nbsp;11 bis 14, m.w.N.). Vor diesem Hintergrund ist &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG als Ausnahmevorschrift zu verstehen, die lediglich unter den dort bestimmten Voraussetzungen die Ber&uuml;cksichtigung weiterer wirtschaftlicher Folgen erlaubt. Im Umkehrschluss verstie&szlig;e eine Ausdehnung &uuml;ber den Regelungsbereich dieser Vorschrift hinaus gegen das gesetzliche Konzept (so wohl auch BFH-Beschluss in BFH\/NV 2016, 573, Rz&nbsp;20; vgl. etwa auch Beschluss des Finanzgerichts des Landes Sachsen-Anhalt vom 15.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;3&nbsp;KO&nbsp;962\/15, Entscheidungen der Finanzgerichte 2015, 2108, Rz&nbsp;55).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG diente schon bei seiner Einf&uuml;hrung nicht einer allgemeinen Erweiterung der Streitwertbestimmung, sondern dem punktuellen Zweck, der insbesondere in finanzgerichtlichen Verfahren beobachteten systematischen Unterbewertung von Streitwerten im Verh&auml;ltnis zu ihrer tats&auml;chlichen wirtschaftlichen Bedeutung f&uuml;r den Kl&auml;ger entgegenzuwirken (vgl. die Gesetzesbegr&uuml;ndung in BTDrucks 17\/11471, S.&nbsp;245). Dies betrifft jahresbezogene Musterprozesse mit jahres&uuml;bergreifender Bedeutung. Die in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG enthaltene Beschr&auml;nkung auf die Anhebung von Streitwerten spiegelt diese begrenzte Funktion exakt wider. Es w&auml;re daher ein Eingriff in die gesetzliche Systematik, den nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GKG bestimmten Streitwert jenseits des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG durch Einbeziehung von Folgewirkungen zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es bestehen keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken gegen den begrenzten Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GKG und die dadurch mittelbar bewirkte Ausklammerung sonstiger wirtschaftlicher Interessen aus der Streitwertbestimmung. Die Vorschrift f&uuml;hrt zwar dazu, dass Folgewirkungen eines Steuerbescheids den Streitwert erh&ouml;hen, nicht aber senken k&ouml;nnen. Da das Geb&uuml;hrenrecht indes in erheblichem Ma&szlig;e auf Typisierungen aufbaut, erachtet der Senat diese Differenzierung f&uuml;r zul&auml;ssig, zumal auch der Mindeststreitwert nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 GKG die Untergrenze kennt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.1.2019, II S 1\/19ECLI:DE:BFH:2019:B.150119.IIS1.19.0 Spielvergn&uuml;gungsteuer &#8211; Streitwert Leits&auml;tze Der Streitwert f&uuml;r ein Verfahren betreffend die Spielvergn&uuml;gungsteuer ist nicht um gegenl&auml;ufige ertragsteuerliche Folgewirkungen zu mindern. 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Tatbestand &nbsp; I. 1&nbsp; Mit Urteil vom 21.&nbsp;Februar 2018 II&nbsp;R&nbsp;21\/15 (BFHE&nbsp;261, 62) hat der Senat eine Klage der Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-s-1-19-spielvergnuegungsteuer-streitwert\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;S&nbsp;1\/19 &#8211; Spielvergn&uuml;gungsteuer &#8211; Streitwert<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70366","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70366","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70366"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70366\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}