{"id":70406,"date":"2019-03-07T19:58:55","date_gmt":"2019-03-07T17:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70406"},"modified":"2019-03-07T19:58:55","modified_gmt":"2019-03-07T17:58:55","slug":"vii-r-41-11-keine-anwesenheit-dritter-bei-pruefungsberatung-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-41-11-keine-anwesenheit-dritter-bei-pruefungsberatung-13\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;41\/11 &#8211; Keine Anwesenheit Dritter bei Pr&uuml;fungsberatung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.9.2012, VII R 41\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Anwesenheit Dritter bei Pr&uuml;fungsberatung <\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Teilnahme an der Beratung der Pr&uuml;fungskommission &uuml;ber das Ergebnis des m&uuml;ndlichen Teils der Steuerberaterpr&uuml;fung kann Dritten nicht gestattet werden, selbst wenn diese bei der f&uuml;r die Abnahme der Pr&uuml;fung zust&auml;ndigen obersten Landesbeh&ouml;rde als Pr&uuml;fer oder stellvertretende Pr&uuml;fer bestellt sind. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) hat an der Steuerberaterpr&uuml;fung 2009 ohne Erfolg teilgenommen. Mit seiner Klage hat er neben Einwendungen gegen die Bewertung seiner Leistungen im schriftlichen Teil der Pr&uuml;fung ebenso wie im m&uuml;ndlichen Teil beanstandet, dass bei der Beratung &uuml;ber die Notenvergabe f&uuml;r den m&uuml;ndlichen Teil der Pr&uuml;fung ein Herr X zugegen gewesen sei, der nicht Mitglied des f&uuml;r die Abnahme der Pr&uuml;fung berufenen Pr&uuml;fungsausschusses gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Entscheidung des Beklagten und Revisionskl&auml;gers (Staatsministerium) &uuml;ber das Nichtbestehen der Steuerberaterpr&uuml;fung aufgehoben und das Staatsministerium verpflichtet, erneut f&uuml;r den Kl&auml;ger eine m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung zum Steuerberaterexamen durchzuf&uuml;hren. Diese Entscheidung hat das FG im Wesentlichen damit begr&uuml;ndet, dass es f&uuml;r die Teilnahme von Herrn X an der Beratung des Pr&uuml;fungsausschusses keine Rechtsgrundlage gebe und schon aufgrund der blo&szlig;en Anwesenheit desselben nicht auszuschlie&szlig;en sei, dass durch diese das Pr&uuml;fungsergebnis beeinflusst worden sei. Soweit der Kl&auml;ger weitergehend begehrt hatte, das Staatsministerium zu verpflichten, die m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung sowie einen Teil der schriftlichen Aufsichtsarbeiten neu zu bewerten, hilfsweise den Kl&auml;ger erneut zur m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung zuzulassen, hat das FG die Klage abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Staatsministerium hat gegen das Urteil des FG Revision eingelegt, die es im Wesentlichen folgenderma&szlig;en begr&uuml;ndet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Verordnung zur Durchf&uuml;hrung der Vorschriften &uuml;ber Steuerberater, Steuerbevollm&auml;chtigte und Steuerberatungsgesellschaften (DVStB) seien die Beratungen des Pr&uuml;fungsausschusses zwar nicht &ouml;ffentlich. Herr X sei jedoch nicht Teil der &Ouml;ffentlichkeit, sondern geh&ouml;re als Hospitant zum Pr&uuml;fungsausschuss. Wie das FG festgestellt habe, sei er stellvertretendes Mitglied des Pr&uuml;fungsausschusses f&uuml;r Steuerberater beim Staatsministerium gewesen. &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DVStB meine mit dem Begriff &quot;Pr&uuml;fungsausschuss&quot; nicht nur den Personenkreis, der am betreffenden Pr&uuml;fungstag das Pr&uuml;fungsgespr&auml;ch f&uuml;hre und &uuml;ber die Bewertung entscheide. Vielmehr geh&ouml;rten alle bei der Pr&uuml;fungsbeh&ouml;rde bestellten Mitglieder wie auch die stellvertretenden Mitglieder zum Pr&uuml;fungsausschuss. Denn die Beratungen der Pr&uuml;fer seien &quot;vielf&auml;ltig&quot;, z.B. w&uuml;rden durch Zusammenk&uuml;nfte die m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fungen vorbereitet, die Einteilung der Pr&uuml;fer vorgenommen etc. Au&szlig;erdem sei bei umfangreichen Beratungen die Anwesenheit eines Protokollf&uuml;hrers erforderlich. Der Ausschluss von Personen, f&uuml;r deren Anwesenheit ein solcher Rechtfertigungsgrund existiere und denen der Ausschussvorsitzende die Anwesenheit gestattet habe, sei nicht nachvollziehbar und entspreche in keiner Weise der bisherigen Verwaltungspraxis. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn aber &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DVStB nur die in &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und 3 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG) definierte Besetzung des Pr&uuml;fungsausschusses mit Stimmberechtigten erfassen sollte, verletze die Anwesenheit eines Hospitanten nicht die Nicht&ouml;ffentlichkeit der Beratung. Denn die Beratung f&uuml;r die Bewertung der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fungsleistung im Anschluss an das Pr&uuml;fungsgespr&auml;ch geh&ouml;re zur Pr&uuml;fung und nicht zur Beratung i.S. des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DVStB. &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 DVStB, wonach der Pr&uuml;fungsausschuss im Anschluss an die m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung &uuml;ber das Ergebnis der Pr&uuml;fung berate, stehe dem nicht entgegen. Die Vorschrift sei vielmehr &quot;im Gesamtzusammenhang der pr&uuml;fungsrechtlichen Vorschriften&quot; zu sehen. Im &Uuml;brigen d&uuml;rfe Sinn und Zweck der Regelung des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DVStB nicht au&szlig;er Acht gelassen werden. Ein neu berufenes stellvertretendes Mitglied des Pr&uuml;fungsausschusses m&uuml;sse Einblick in das Verfahren der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung bekommen, um sich auf seinen k&uuml;nftigen Einsatz vorzubereiten. Die Anwesenheit eines neuen Pr&uuml;fers auch bei der Leistungsbewertung sei ein &quot;aus der Erfahrung heraus guter und bew&auml;hrter Weg&quot;. Die Frage der Einflussnahme stelle sich &quot;in der Regel&quot; nicht. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner tr&auml;gt das Staatsministerium unter Bezugnahme auf das Urteil des FG M&uuml;nster vom 30.&nbsp;August 2001&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;2090\/01 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2001, 1622) die Ansicht vor, aus den &sect;&sect;&nbsp;193 und 175 Abs.&nbsp;2 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) ergebe sich ein allgemeiner Rechtsgrundsatz (Hinweis auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts &#8211;BVerwG&#8211; vom 17.&nbsp;Juli 1974 VI&nbsp;C&nbsp;34.73, Die &ouml;ffentliche Verwaltung &#8211;D&Ouml;V&#8211; 1975, 65). Danach sei eine &ouml;ffentliche Verhandlung eine solche, zu der beliebige Zuh&ouml;rer Zutritt h&auml;tten; eine nicht &ouml;ffentliche Verhandlung werde dementsprechend nicht ohne Weiteres zu einer &ouml;ffentlichen, wenn bestimmten einzelnen Personen, die nicht unmittelbar am Verfahren beteiligt seien, die Anwesenheit gestattet werde. Entsprechendes ergebe sich auch aus dem Urteil des Verwaltungsgerichts M&uuml;nchen vom 19.&nbsp;Juli 2000 M&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;09.3426.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 DVStB sei aber auch keine &quot;Exklusivregelung&quot;. Die M&ouml;glichkeit der Gestattung der Anwesenheit bestimmter Personen resultiere vielmehr aus der Pflicht des Gesetzgebers, Regelungen zu schaffen, die es erm&ouml;glichen, nachtr&auml;glich das Pr&uuml;fungsgeschehen noch aufkl&auml;ren zu k&ouml;nnen. Der inzwischen aufgehobene &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;2 DVStB sei dieser Verpflichtung nachgekommen; damit d&uuml;rfe &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 und 3 DVStB nicht als Ausnahme von einer absoluten Nicht&ouml;ffentlichkeit nur f&uuml;r die Pr&uuml;fung selbst gesehen werden. Aus der Entstehungsgeschichte der heutigen Fassung der DVStB erg&auml;ben sich zudem Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der Gesetzgeber die Regelungen in Anlehnung an diejenigen des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) gestalten wollte mit der Folge, dass &sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;2 VwVfG bzw. dessen Rechtsgedanke bei der Steuerberaterpr&uuml;fung Anwendung finde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei auch kein nachvollziehbarer Grund daf&uuml;r ersichtlich, dass bei der schriftlichen Pr&uuml;fung die Anwesenheit Dritter ausgeschlossen sei, wie es an der Konsequenz der Erw&auml;gungen des FG liege, so dass nicht einmal der Hausmeister den Pr&uuml;fungsraum betreten d&uuml;rfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiter tr&auml;gt das Staatsministerium vor, Verfahrensfehler bei der Durchf&uuml;hrung der Pr&uuml;fung k&ouml;nnten nur dann zur Aufhebung der Pr&uuml;fungsentscheidung f&uuml;hren, wenn ein Einfluss auf das Pr&uuml;fungsergebnis nicht ausgeschlossen werden k&ouml;nne. Die Auffassung des FG, dies sei selbst bei blo&szlig;er Anwesenheit weiterer Personen w&auml;hrend der Pr&uuml;fungsberatung nicht der Fall, widerspreche den Denkgesetzen und Erfahrungss&auml;tzen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich habe das FG zu Unrecht nicht die M&ouml;glichkeit einer Heilung des angeblichen Verfahrensfehlers durch Wiederholung der Beratung &uuml;ber die Leistungen der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung in Betracht gezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger meint, die Anwesenheit von Herrn X sei nicht anders zu beurteilen als die jedes anderen Zuh&ouml;rers. Aus der DVStB ergebe sich auch nicht die M&ouml;glichkeit, Dritte, die nicht Mitglieder der konkreten Pr&uuml;fungskommission des Pr&uuml;fungstages der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung seien, als Protokollf&uuml;hrer zu bestellen. Dass sich die Pr&uuml;fer sonst zu Besprechungen treffen d&uuml;rften, sei f&uuml;r den Streitfall ohne Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass Herr X kein Mitglied des Pr&uuml;fungsausschusses in dem hier ma&szlig;geblichen Sinne sei, ergebe sich im Umkehrschluss auch aus &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;3 DVStB. Die M&ouml;glichkeit einer Gestattung der Teilnahme Dritter gebe es nur f&uuml;r das Pr&uuml;fungsgespr&auml;ch; denn die DVStB unterscheide u.a. auch in &sect;&nbsp;28 klar zwischen Pr&uuml;fung und Beratung. Die Vorschriften des GVG seien nicht, &#8211;auch nicht analog&#8211; anwendbar. Gleiches gelte f&uuml;r &sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;2 VwVfG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend habe das FG auch erkannt, dass der danach vorliegende Verfahrensfehler Einfluss auf das Pr&uuml;fungsergebnis gehabt haben k&ouml;nne. Die vom Staatsministerium zitierte abweichende Auffassung einzelner Instanzgerichte sei durch die Entscheidung des BVerwG vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2009&nbsp;&nbsp;6&nbsp;P&nbsp;8\/08 (BVerwGE 133, 289) &uuml;berholt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich k&ouml;nne der Verfahrensfehler auch nicht geheilt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Staatsministeriums ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das Urteil des FG entspricht Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;r die Abnahme der Steuerberaterpr&uuml;fung ist ein Pr&uuml;fungsausschuss zust&auml;ndig, der bei der f&uuml;r die Finanzverwaltung zust&auml;ndigen obersten Landesbeh&ouml;rde gebildet wird (&sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 StBerG). Der Ausschuss besteht aus dem Vorsitzenden und weiteren Mitgliedern (&sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 StBerG). F&uuml;r seine Mitglieder werden Stellvertreter berufen (&sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 StBerG). Es k&ouml;nnen auch mehrere Pr&uuml;fungsaussch&uuml;sse gebildet werden (&sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 StBerG). Aus &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 DVStB ergibt sich ferner, dass der Ausschuss mit Stimmenmehrheit entscheidet und seine Mitglieder das Recht haben, die Zulassungs- und Pr&uuml;fungsunterlagen einzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn es schon nicht aus dem Begriff &quot;Pr&uuml;fungsausschuss&quot; folgte, w&auml;re nach diesen Bestimmungen klar und eindeutig, dass das StBerG bzw. die DVStB mit dem Pr&uuml;fungsausschuss nicht etwa die Gesamtheit der bei der betreffenden Beh&ouml;rde berufenen Pr&uuml;fer und deren Stellvertreter meinen, sondern das Gremium, welches &#8211;was den m&uuml;ndlichen Teil der Pr&uuml;fung angeht&#8211; das Pr&uuml;fungsgespr&auml;ch f&uuml;hrt und &uuml;ber die Bewertung der dort von den Pr&uuml;flingen gezeigten Leistungen (ggf. mit Stimmenmehrheit) entscheidet. Herr X geh&ouml;rte im Fall des Kl&auml;gers diesem Gremium nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Teilnahme an der Beratung &uuml;ber das Ergebnis des m&uuml;ndlichen Teils der Steuerberaterpr&uuml;fung kann Dritten nicht gestattet werden, selbst wenn diese bei der f&uuml;r die Abnahme der Pr&uuml;fung zust&auml;ndigen obersten Landesbeh&ouml;rde ebenfalls als Pr&uuml;fer oder stellvertretende Pr&uuml;fer bestellt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 DVStB l&auml;sst allerdings zu, dass nach Ma&szlig;gabe des Satzes&nbsp;2 dieser Vorschrift Dritte &quot;an der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung&quot; teilnehmen bzw. ihnen vom Vorsitzenden die Anwesenheit gestattet wird. Unbeschadet dessen sind allerdings &quot;die Pr&uuml;fungen und die Beratungen des Pr&uuml;fungsausschusses&quot; nicht &ouml;ffentlich (&sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DVStB). Dabei kann unter der Wendung &quot;nicht &ouml;ffentlich&quot; schwerlich etwas anderes verstanden werden, als dass Dritte w&auml;hrend der Pr&uuml;fungen und bei den Beratungen des Pr&uuml;fungsausschusses nicht zugegen sein d&uuml;rfen, sofern die einschl&auml;gigen Vorschriften (hier: &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 und 3 DVStB) ihnen nicht ausnahmsweise die Anwesenheit gestatten. Nichts anderes ergibt sich in dieser Hinsicht aus dem Urteil des BVerwG in D&Ouml;V 1975, 65, das &uuml;brigens nicht die Teilnahme Dritter an der Entscheidungsberatung, sondern an dem Pr&uuml;fungsgespr&auml;ch (mit einem Wehrpflichtigen) betrifft. Die vom Staatsministerium angedeutete, offenbar durch die Lekt&uuml;re dieses Urteils angeregte &Uuml;berlegung, mit &quot;nicht &ouml;ffentlich&quot; k&ouml;nne m&ouml;glicherweise nur gemeint sein, dass nicht jeder beliebige Dritte (sondern nur Personen, die f&uuml;r ihre Anwesenheit einen plausiblen Grund geltend machen k&ouml;nnen) oder nicht jede beliebige Zahl Dritter bei den Pr&uuml;fungen und Beratungen zugegen sein d&uuml;rfen, kann weder nach dem allgemeinen Sprachgebrauch noch nach einer juristischen Verwendung der vorgenannten Wendung ernstlich in Betracht gezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anwesenheit des Herrn X bei den Beratungen des Pr&uuml;fungsausschusses w&auml;re folglich mit &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DVStB nur dann zu vereinbaren, wenn dies in &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 DVStB eine rechtliche Grundlage f&auml;nde. &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 DVStB gestattet nur den &quot;Vertretern&quot; der Finanzverwaltung bzw. des Vorstandes der Steuerberaterkammer die Anwesenheit und dies auch nur w&auml;hrend des Pr&uuml;fungsgespr&auml;chs; er gestattet nicht etwa auch eine Teilnahme an der Beratung. Denn die Vorschrift bezieht sich nicht auf die Pr&uuml;fungen und Beratungen i.S. des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DVStB, sondern nur auf die (m&uuml;ndlichen) Pr&uuml;fungen, also das Pr&uuml;fungsgespr&auml;ch mit dem Pr&uuml;fling, welches &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DVStB klar und eindeutig von der Beratung als eines davon zu unterscheidenden weiteren Teils des Pr&uuml;fungsverfahrens begrifflich trennt. Hierf&uuml;r hat der Kl&auml;ger mit Recht auch auf &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 DVStB hingewiesen, in dem diese Trennung ebenfalls deutlich zum Ausdruck kommt und welche Vorschriften es zusammengenommen vollends ausschlie&szlig;en, unter Pr&uuml;fung das gesamte Pr&uuml;fungsverfahren zu verstehen (vgl. zu der in diesem Zusammenhang gebotenen Differenzierung auch BVerwG-Beschluss vom 31.&nbsp;Januar 1979&nbsp;&nbsp;6&nbsp;P&nbsp;19\/78, BVerwGE 57, 264). Da, wie sich von selbst versteht und deshalb keiner n&auml;heren Ausf&uuml;hrung bedarf, die Anwesenheit einer Person w&auml;hrend der Beratung eines Gremiums die Gefahr mit sich bringt, dass diese &#8211;wenn auch m&ouml;glicherweise nur averbal&#8211; auf das Gespr&auml;ch Einfluss nimmt, und eine solche Anwesenheit Dritter jedenfalls geeignet ist, die Unbefangenheit der stimmberechtigten Mitglieder jenes Gremiums zu beeintr&auml;chtigen, w&auml;re es auch sachwidrig und, soweit ersichtlich, im Pr&uuml;fungsrecht einmalig, wenn eine solche Teilnahme von der DVStB gestattet w&uuml;rde. Man m&uuml;sste sich auch fragen, welchen Zweck die oberste Landesbeh&ouml;rde bzw. der Vorstand der Steuerberaterkammer mit einer solchen Anwesenheit ihrer Vertreter bei der Beratung eines Pr&uuml;fungsausschusses verfolgen k&ouml;nnte, welcher n&auml;mlich gerade nicht unter der Aufsicht oder gar nach Ma&szlig;gabe der Vorstellungen jener Institutionen entscheiden soll (vgl. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 DVStB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bezieht sich aber demnach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 DVStB zweifelsfrei nur auf das Pr&uuml;fungsgespr&auml;ch und nicht auf die Beratung des Pr&uuml;fungsausschusses &#8211;und kann er folglich die Anwesenheit des Herrn X bei der Beratung der Pr&uuml;fungskommission schon deshalb nicht rechtfertigen&#8211;, so ist nach dem systematischen Zusammenhang des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 DVStB mit jener Vorschrift keiner ernsthaften Diskussion zug&auml;nglich, dass auch diese Vorschrift nicht die Beratungen meint, der Vorsitzende des Pr&uuml;fungsausschusses also anderen Personen als den berufenen Mitgliedern des Pr&uuml;fungsausschusses die Anwesenheit bei einer Beratung nicht gestatten darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Diese klaren und eindeutigen Regelungen des Steuerberatungsrechts k&ouml;nnen entgegen der Auffassung des Staatsministeriums nicht durch &sect;&nbsp;175 GVG erg&auml;nzt oder modifiziert werden. Zum einen gestattet diese Vorschrift einzelnen Personen nur den Zutritt zu nicht&ouml;ffentlichen &quot;Verhandlungen&quot;, erlaubt jedoch nicht eine Anwesenheit bei den Beratungen eines Gerichts. Zum anderen sind die Vorschriften des Steuerberaterpr&uuml;fungsrechts schwerlich einer Erg&auml;nzung durch Vorschriften des Gerichtsverfassungsrechts zug&auml;nglich oder bed&uuml;rfen gar deren. Im &Uuml;brigen war Herr X offensichtlich keine &quot;zu ihrer juristischen Ausbildung besch&auml;ftigte Person&quot; oder eine &quot;wissenschaftliche Hilfskraft&quot; i.S. von &sect;&nbsp;193 Abs.&nbsp;1 GVG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus diesem Grund scheidet auch eine entsprechende Anwendung des &sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 VwVfG aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall war Herr X eine dritte Person, der die Anwesenheit w&auml;hrend der Pr&uuml;fungsberatung nicht gestattet werden durfte. Die Anwesenheit einer solchen Person ist ein Verfahrensfehler.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das Klagebegehren scheitert auch nicht daran, dass ein Einfluss der Anwesenheit des Herrn X auf das Pr&uuml;fungsergebnis ausgeschlossen werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es liegt vielmehr auf der Hand, dass die verfahrensfehlerhafte, rechtswidrige Anwesenheit des Herrn X bei der Beratung des Pr&uuml;fungsausschusses &uuml;ber die vom Kl&auml;ger in der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung erbrachten Leistungen nicht deshalb ohne Bedeutung f&uuml;r die Rechtfertigung der Pr&uuml;fungsentscheidung ist, weil seine Anwesenheit auf das Pr&uuml;fungsergebnis keinen Einfluss hat haben k&ouml;nnen. Im &Uuml;brigen hat das FG nicht festgestellt, dass ein solcher Einfluss auszuschlie&szlig;en ist &#8211;und eine dahingehende, vom Staatsministerium offenbar f&uuml;r ohne Weiteres m&ouml;glich gehaltene Feststellung l&auml;sst sich in Wahrheit hinsichtlich der Entscheidungen, die in Anwesenheit des Dritten getroffen worden sind, auch nicht treffen&#8211;. Der erkennende Senat ist an die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden, was bekanntlich auch erg&auml;nzende eigene Feststellungen des Revisionsgerichts ausschlie&szlig;t. Es ist &uuml;berdies nicht einmal erkennbar, dass das Staatsministerium irgendetwas vern&uuml;nftigerweise in Betracht zu Ziehendes und Substantiiertes dazu vorgetragen h&auml;tte, was eine solche Einflussnahme auszuschlie&szlig;en geeignet erscheinen lassen k&ouml;nnte; seine diesbez&uuml;glichen Behauptungen &uuml;ber den Ablauf der Beratung sind vielmehr offenbar ins Blaue hinein aufgestellt, zumal nicht angegeben ist, in welcher Weise sich das Staatsministerium &uuml;ber den Ablauf des &#8211;&uuml;brigens vertraulichen&#8211; Pr&uuml;fungsgespr&auml;chs Aufschluss verschafft hat. Von selbst versteht sich, dass es nicht Sache des Pr&uuml;flings ist, irgendetwas Konkretes dazu vorzutragen, was eine solche Einflussnahme der Anwesenheit des Dritten erwarten oder auch nur m&ouml;glich erscheinen l&auml;sst, wodurch diesem auch eine Aufgabe auferlegt w&uuml;rde, der der Pr&uuml;fling naturgem&auml;&szlig; kaum gerecht werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der hiernach vorliegende Verfahrensfehler kann nicht dadurch geheilt werden, dass das Staatsministerium lediglich verpflichtet wird, die Beratung &uuml;ber das Ergebnis der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung zu wiederholen. Der erkennende Senat vermag nicht dem Vorschlag des Staatsministeriums n&auml;herzutreten, das angefochtene Urteil dahin zu &auml;ndern, dass das m&uuml;ndliche Pr&uuml;fungsverfahren nicht wiederholt, sondern lediglich die Pr&uuml;fungsleistungen des Kl&auml;gers neu bewertet werden m&uuml;ssen. Dabei mag dahinstehen, ob sich die rechtswidrige Beeinflussung des Pr&uuml;fungsausschusses durch die Anwesenheit Dritter bei der Beratung jemals dadurch eliminieren lie&szlig;e, dass erneut beraten wird. Denn jedenfalls m&uuml;sste eine solche Beratung in einem hinreichend engen zeitlichen Zusammenhang mit der Abnahme der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung stehen und d&uuml;rfte nicht &#8211;wie es im Streitfall allenfalls geschehen k&ouml;nnte&#8211; mehrere Jahre sp&auml;ter erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.9.2012, VII R 41\/11 Keine Anwesenheit Dritter bei Pr&uuml;fungsberatung Leits&auml;tze Die Teilnahme an der Beratung der Pr&uuml;fungskommission &uuml;ber das Ergebnis des m&uuml;ndlichen Teils der Steuerberaterpr&uuml;fung kann Dritten nicht gestattet werden, selbst wenn diese bei der f&uuml;r die Abnahme der Pr&uuml;fung zust&auml;ndigen obersten Landesbeh&ouml;rde als Pr&uuml;fer oder stellvertretende Pr&uuml;fer bestellt sind. Tatbestand 1&nbsp; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-41-11-keine-anwesenheit-dritter-bei-pruefungsberatung-13\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;41\/11 &#8211; Keine Anwesenheit Dritter bei Pr&uuml;fungsberatung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70406","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70406"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70406\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70406"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}