{"id":70413,"date":"2019-03-07T19:59:26","date_gmt":"2019-03-07T17:59:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70413"},"modified":"2019-03-07T19:59:26","modified_gmt":"2019-03-07T17:59:26","slug":"viii-b-114-18-anordnung-einer-aussenpruefung-bei-einem-freiberuflichen-grossbetrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-114-18-anordnung-einer-aussenpruefung-bei-einem-freiberuflichen-grossbetrieb\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;114\/18 &#8211; Anordnung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei einem freiberuflichen Gro&szlig;betrieb"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.12.2018, VIII B 114\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.131218.VIIIB114.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Anordnung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei einem freiberuflichen Gro&szlig;betrieb<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Es ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, dass das Finanzamt bei Pr&uuml;fung der Gr&ouml;&szlig;enmerkmale einer freiberuflichen Rechtsanwaltssoziet&auml;t (gesellschaftsbezogen) auf die Verh&auml;ltnisse der Gesellschaft abstellen darf und die Gr&ouml;&szlig;enmerkmale nicht gesellschafterbezogen zu pr&uuml;fen hat.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 27. Juni 2018 1 K 2316\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat entnimmt den Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) in der Beschwerdebegr&uuml;ndung unter I., dass sie sinngem&auml;&szlig; die Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) hinsichtlich der Frage begehrt, ob die Gr&ouml;&szlig;enmerkmale gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 der Betriebspr&uuml;fungsordnung 2000 &#8211;BpO&#8211; (BStBl I 2000, 368, zuletzt ge&auml;ndert BStBl I 2011, 710) bei freiberuflichen Personengesellschaften auf Grundlage einer gesellschaftsbezogenen oder gesellschafterbezogenen Betrachtung zu ermitteln sind. Diese Frage ist jedoch nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und kann die Zulassung der Revision nicht begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Zulassungsgrund der Fortbildung des Rechts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO stellt einen Spezialfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO dar und setzt die Darlegung und das Vorliegen einer hinreichend bestimmten und im Allgemeininteresse liegenden kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen und kl&auml;rbaren Rechtsfrage voraus. Kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist eine Rechtsfrage, deren Beantwortung zweifelhaft ist oder zu der unterschiedliche Auffassungen vertreten werden und die noch nicht oder nicht hinreichend h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt ist. Daran fehlt es, wenn die Rechtsfrage anhand der gesetzlichen Grundlagen und der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den Bundesfinanzhof (BFH) geboten erscheinen lassen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Juni 2018 VIII&nbsp;B&nbsp;154\/17, BFH\/NV 2018, 945, Rz&nbsp;9, 13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die aufgeworfene Rechtsfrage ist nach diesem Ma&szlig;stab nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, da sie sich eindeutig anhand des Gesetzes und der vorhandenen Rechtsprechung beantworten l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;193 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) ist eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unter anderem zul&auml;ssig bei Steuerpflichtigen i.S. des &sect;&nbsp;33 AO, die freiberuflich t&auml;tig sind. Nach der Rechtsprechung des BFH sind daher auch bei Freiberuflern Au&szlig;enpr&uuml;fungen in den Grenzen des Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsprinzips und des Willk&uuml;rverbots grunds&auml;tzlich unbeschr&auml;nkt zul&auml;ssig (BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;Juli 2014 III&nbsp;B&nbsp;8\/14, BFH\/NV 2014, 1880, m.w.N.; vom 11.&nbsp;Januar 2018 VIII&nbsp;B&nbsp;67\/17, BFHE 260, 385, Rz&nbsp;32). &sect;&sect;&nbsp;193&nbsp;f. AO r&auml;umen dem Finanzamt bez&uuml;glich der Anordnung und des Umfangs der Au&szlig;enpr&uuml;fung ein Ermessen ein. In der Rechtsprechung des BFH ist dazu gekl&auml;rt, dass die BpO eine auch im gerichtlichen Verfahren zu beachtende Selbstbindung der Finanzverwaltung bei der Anordnung von Au&szlig;enpr&uuml;fungen bewirkt. Sie ist eine auf &sect;&sect;&nbsp;193&nbsp;ff. AO bezogene ermessenslenkende Verwaltungsvorschrift; ihre Auslegung richtet sich aber nicht nach den f&uuml;r die Auslegung von Gesetzen geltenden Ma&szlig;st&auml;ben, sondern danach, wie die Verwaltung sie versteht und verstanden wissen will. Die gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung beschr&auml;nkt sich darauf, ob die Auslegung durch die Beh&ouml;rde m&ouml;glich ist (BFH-Entscheidungen vom 3.&nbsp;Februar 2009 VIII&nbsp;B&nbsp;114\/08, BFH\/NV 2009, 887, Rz&nbsp;4; vom 15.&nbsp;Juni 2016 III&nbsp;R&nbsp;8\/15, BFHE 254, 203, BStBl II 2017, 25, Rz&nbsp;23; vgl. auch BFH-Urteil vom 19.&nbsp;September 2012 VI&nbsp;R&nbsp;54\/11, BFHE 239, 85, BStBl II 2013, 395, Rz&nbsp;21 zur Auslegung der Lohnsteuer-Richtlinien).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hieraus folgt f&uuml;r die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Frage, dass allein ma&szlig;geblich ist, dass der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Gr&ouml;&szlig;enmerkmale der BpO im Streitfall f&uuml;r die Kl&auml;gerin als freiberufliche Personengesellschaft gesellschaftsbezogen pr&uuml;ft. Diese Auslegung des FA ist m&ouml;glich und w&auml;re auch in einem Revisionsverfahren nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung zuzulassen. Die Kl&auml;gerin legt die Voraussetzungen des Zulassungsgrundes nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;gend dar. Es fehlt insoweit an Ausf&uuml;hrungen zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin wirft die Fragen auf, ob die bisherigen seit ihrem Bestehen l&uuml;ckenlosen Anschlusspr&uuml;fungen bei ihr als Gro&szlig;betrieb zu einer Ungleichbehandlung gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) f&uuml;hren, weil die &quot;Pr&uuml;fungsdichte&quot; bei Gro&szlig;betrieben allgemein nur bei 21,3&nbsp;% liege. Zudem wirft sie die Frage auf, ob angesichts dieser tats&auml;chlichen Pr&uuml;fungsdichte von Gro&szlig;betrieben trotz der Vorgabe des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 BpO, dass Gro&szlig;betriebe l&uuml;ckenlos gepr&uuml;ft werden sollen, f&uuml;r die Anordnung einer weiteren Anschlusspr&uuml;fung eine besondere Begr&uuml;ndung des Auswahlermessens durch das FA notwendig gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob aufgrund der l&uuml;ckenlosen Anordnung von Anschlusspr&uuml;fungen bei der Kl&auml;gerin nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung i.S. des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG vorliegt, betrifft eine nicht abstrakt kl&auml;rbare Einzelfrage. Gleiches gilt f&uuml;r die Frage, ob das FA seine Aus&uuml;bung des Auswahlermessens im Streitfall h&auml;tte konkreter begr&uuml;nden m&uuml;ssen. Eine Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung kommt jedoch f&uuml;r Fragen, die einzelfallbezogen sind, nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit der Senat das Vorbringen der Kl&auml;gerin dahingehend versteht, dass die Kl&auml;gerin die abstrakte Frage aufwirft, ob ein Vollzugsdefizit von Pr&uuml;fungen bei Gro&szlig;betrieben zu Ungleichbehandlungen i.S. des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG oder zu erh&ouml;hten Begr&uuml;ndungsanforderungen an eine Pr&uuml;fungsanordnung bei Gro&szlig;betrieben f&uuml;hrt, fehlt es f&uuml;r die Zulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung an der hinreichenden Darlegung der Voraussetzungen des Zulassungsgrundes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">aa)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Durch die Rechtsprechung ist bereits gekl&auml;rt, dass<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">angesichts der faktischen Unm&ouml;glichkeit, s&auml;mtliche Steuerpflichtigen zu pr&uuml;fen, auch bei Gro&szlig;betrieben im Rahmen einer Ermessensentscheidung eine Auswahlentscheidung &uuml;ber die Pr&uuml;fungsbed&uuml;rftigkeit der verschiedenen (Gro&szlig;-)Betriebe zu treffen ist (BFH-Urteile vom 2.&nbsp;Oktober 1991 X&nbsp;R&nbsp;89\/89, BFHE 166, 105, BStBl II 1992, 220, unter 2.c; vom 6.&nbsp;Juni 2012 I&nbsp;R&nbsp;99\/10, BFHE 237, 335, BStBl II 2013, 196);<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Au&szlig;enpr&uuml;fungen bei s&auml;mtlichen Freiberuflern in den Grenzen des Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsprinzips und des Willk&uuml;rverbots grunds&auml;tzlich uneingeschr&auml;nkt zul&auml;ssig sind und eine Pr&uuml;fungsanordnung nach &sect;&nbsp;193 Abs.&nbsp;1 AO bei dem jeweils ausgew&auml;hlten Betrieb grunds&auml;tzlich keinen besonderen Begr&uuml;ndungsanforderungen im Hinblick auf die Ber&uuml;cksichtigung von Individualinteressen unterliegt (siehe die Nachweise unter 1.b; BFH-Urteil in BFHE 166, 105, BStBl II 1992, 220, unter 2.d: Der Steuerpflichtige hat weder einen Anspruch auf Durchf&uuml;hrung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung noch auf (zeitweise) Verschonung von ihr);<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die aus der Einteilung in Gr&ouml;&szlig;enklassen folgende unterschiedliche Pr&uuml;fungsh&auml;ufigkeit der verschiedenen Betriebsarten grunds&auml;tzlich weder gegen das Gleichheitsgebot in Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG verst&ouml;&szlig;t noch es ermessensfehlerhaft seitens der Finanzverwaltung ist, f&uuml;r Gro&szlig;betriebe &#8211;wie in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 BpO ausdr&uuml;cklich vorgesehen&#8211; l&uuml;ckenlos Anschlusspr&uuml;fungen anzuordnen (BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Juni 1994 VIII&nbsp;R&nbsp;54\/92, BFHE 174, 397, BStBl II 1994, 678, unter II.2.b; vom 7.&nbsp;Februar 2002 IV&nbsp;R&nbsp;9\/01, BFHE 198, 16, BStBl II 2002, 269, unter 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es h&auml;tte f&uuml;r die Kl&auml;gerin daher Anlass bestanden, sich zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der aufgeworfenen Fragen mit dieser Rechtsprechung auseinanderzusetzen und zu verdeutlichen, nach welchen Ma&szlig;st&auml;ben der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts das von ihr geltend gemachte Vollzugsdefizit der Pr&uuml;fung anderer Gro&szlig;betriebe zu einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung l&uuml;ckenlos gepr&uuml;fter Gro&szlig;betriebe und zu vertieften Begr&uuml;ndungsanforderungen bei der Anordnung von Anschlusspr&uuml;fungen bei solchen Gro&szlig;betrieben f&uuml;hren soll. Zudem h&auml;tte die Kl&auml;gerin im Hinblick auf die zweite Frage darlegen m&uuml;ssen, inwieweit die geltend gemachte unterschiedliche Pr&uuml;fungsdichte von Gro&szlig;betrieben einen neuen (nicht bereits ber&uuml;cksichtigten) Gesichtspunkt darstellt, der eine erneute &Uuml;berpr&uuml;fung der Rechtsprechung zu den Begr&uuml;ndungsanforderungen bei der Anordnung von Au&szlig;enpr&uuml;fungen rechtfertigen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit sich die Kl&auml;gerin in der Beschwerdebegr&uuml;ndung gegen die Rechtsauffassung des Finanzgerichts (FG) wendet, ein Ermessensfehler des FA bei Erlass der angefochtenen Pr&uuml;fungsanordnung sei nicht gegeben, r&uuml;gt sie im Ergebnis, das FG-Urteil sei materiell-rechtlich fehlerhaft. Dieses Vorbringen erf&uuml;llt ebenfalls keinen Zulassungsgrund i.S. des &sect;&nbsp;115 FGO (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2009, 887).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.12.2018, VIII B 114\/18ECLI:DE:BFH:2018:B.131218.VIIIB114.18.0 Anordnung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei einem freiberuflichen Gro&szlig;betrieb Leits&auml;tze NV: Es ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, dass das Finanzamt bei Pr&uuml;fung der Gr&ouml;&szlig;enmerkmale einer freiberuflichen Rechtsanwaltssoziet&auml;t (gesellschaftsbezogen) auf die Verh&auml;ltnisse der Gesellschaft abstellen darf und die Gr&ouml;&szlig;enmerkmale nicht gesellschafterbezogen zu pr&uuml;fen hat. Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-114-18-anordnung-einer-aussenpruefung-bei-einem-freiberuflichen-grossbetrieb\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;B&nbsp;114\/18 &#8211; Anordnung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei einem freiberuflichen Gro&szlig;betrieb<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70413","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70413"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70413\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}