{"id":70487,"date":"2019-03-22T20:08:39","date_gmt":"2019-03-22T18:08:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70487"},"modified":"2019-03-22T20:08:39","modified_gmt":"2019-03-22T18:08:39","slug":"x-r-6-17-spendenabzug-bei-schenkung-eines-geldbetrags-an-den-zusammenveranlagten-ehegatten-mit-der-auflage-ihn-an-eine-steuerbeguenstigte-koerperschaft-zu-spenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-6-17-spendenabzug-bei-schenkung-eines-geldbetrags-an-den-zusammenveranlagten-ehegatten-mit-der-auflage-ihn-an-eine-steuerbeguenstigte-koerperschaft-zu-spenden\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;6\/17 &#8211; Spendenabzug bei Schenkung eines Geldbetrags an den zusammenveranlagten Ehegatten mit der Auflage, ihn an eine steuerbeg&uuml;nstigte K&ouml;rperschaft zu spenden"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.1.2019, X R 6\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.150119.XR6.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Spendenabzug bei Schenkung eines Geldbetrags an den zusammenveranlagten Ehegatten mit der Auflage, ihn an eine steuerbeg&uuml;nstigte K&ouml;rperschaft zu spenden<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der Begriff der &quot;Spende&quot; erfordert ein freiwilliges Handeln des Steuerpflichtigen. Hierf&uuml;r gen&uuml;gt es grunds&auml;tzlich, wenn die Zuwendung aufgrund einer freiwillig eingegangenen rechtlichen Verpflichtung geleistet wird. Diese Voraussetzung ist noch erf&uuml;llt, wenn ein Steuerpflichtiger in einem mit seinem Ehegatten geschlossenen Schenkungsvertrag die Auflage &uuml;bernimmt, einen Teil des geschenkten Geldbetrags einer steuerbeg&uuml;nstigten K&ouml;rperschaft zuzuwenden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ferner setzt der Begriff der &quot;Spende&quot; unentgeltliches Handeln voraus. Daran fehlt es, wenn der Steuerpflichtige eine Gegenleistung des Zuwendungsempf&auml;ngers erh&auml;lt; dar&uuml;ber hinaus aber auch dann, wenn die Zuwendung unmittelbar und urs&auml;chlich mit einem von einem Dritten gew&auml;hrten Vorteil zusammenh&auml;ngt. Das Behaltend&uuml;rfen eines Teilbetrags einer Schenkung ist aber kein Vorteil, der urs&auml;chlich mit der Weiterleitungsverpflichtung aus einer im Schenkungsvertrag enthaltenen Auflage in Zusammenhang steht.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Wer einen Geldbetrag als Schenkung mit der Auflage erh&auml;lt, ihn einer steuerbeg&uuml;nstigten K&ouml;rperschaft zuzuwenden, ist mit diesem Betrag grunds&auml;tzlich nicht wirtschaftlich belastet und daher nicht spendenabzugsberechtigt. Etwas anderes gilt aufgrund von &sect; 26b EStG, wenn es sich bei den Parteien des zugrunde liegenden Schenkungsvertrags um zusammenveranlagte Eheleute handelt. In diesen F&auml;llen ist die wirtschaftliche Belastung des Schenkers dem mit ihm zusammenveranlagten zuwendenden Ehegatten zuzurechnen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 26. Januar 2017&nbsp;&nbsp;9 K 2395\/15 E aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht D&uuml;sseldorf zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) zu 1. wurde mit ihrem w&auml;hrend des Streitjahrs 2007 verstorbenen Ehemann (E) zur Einkommensteuer zusammenveranlagt. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3. sind die weiteren Erben des E.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 15.&nbsp;Januar 2007 &uuml;berwies E schenkweise einen Betrag von 400.000&nbsp;EUR auf das Bankkonto der Kl&auml;gerin. Dem lag weder ein notariell beurkundetes Schenkungsversprechen i.S. des &sect;&nbsp;518 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zugrunde noch eine Vereinbarung in privatschriftlicher Form. Am 22.&nbsp;Februar 2007 &uuml;berwies die Kl&auml;gerin Betr&auml;ge von 100.000&nbsp;EUR bzw. 30.000&nbsp;EUR an zwei gemeinn&uuml;tzige Vereine. Die beiden Vereine stellten hierf&uuml;r Zuwendungsbest&auml;tigungen aus, die auf den Namen der Kl&auml;gerin lauten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin zeigte die von E erhaltene Schenkung dem f&uuml;r die Festsetzung der Schenkungsteuer zust&auml;ndigen Finanzamt (Schenkungsteuer-FA) an. Sie vertrat dabei die Auffassung, die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Schenkungsteuer sei von 400.000&nbsp;EUR um den Betrag der beiden Spenden auf 270.000&nbsp;EUR zu mindern. Sie habe nur &uuml;ber den verbleibenden Betrag von 270.000&nbsp;EUR frei verf&uuml;gen k&ouml;nnen sollen und sei daher nur insoweit &quot;bereichert&quot; i.S. des &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG). Der Transfer der weiteren 130.000&nbsp;EUR auf das Bankkonto der Kl&auml;gerin habe nur bezweckt, dass die Vereine ihr die Spenden pers&ouml;nlich zurechnen sollten. Dem folgte das Schenkungsteuer-FA und setzte die Schenkungsteuer f&uuml;r die Zuwendung vom 15.&nbsp;Januar 2007 auf einer Bemessungsgrundlage von 270.000&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) von dem Vorbringen der Kl&auml;gerin im Schenkungsteuerverfahren erfahren hatte, versagte er in dem angefochtenen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 2007 vom 22.&nbsp;Mai 2013 den zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; gew&auml;hrten Abzug der beiden Zuwendungen &uuml;ber insgesamt 130.000&nbsp;EUR. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte er aus, die Kl&auml;gerin habe die Zahlungen an die beiden Vereine nicht freiwillig vorgenommen, sondern aufgrund einer Verpflichtung, die ihr von E auferlegt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchsverfahren brachten die Kl&auml;ger hiergegen vor, die Kl&auml;gerin habe den Betrag von 130.000&nbsp;EUR nicht etwa mit der Verpflichtung erhalten, sie an die Vereine zu spenden. Vielmehr sei das Geld nur als durchlaufender Posten &uuml;ber ihr Bankkonto gelaufen, da sie lediglich im Au&szlig;enverh&auml;ltnis als Spenderin habe auftreten sollen. Im Innenverh&auml;ltnis zwischen den Eheleuten habe hingegen E der Spender sein sollen. E habe die Kl&auml;gerin insoweit nicht bereichern und ihr auch keinen Geldbetrag zuwenden wollen. Er habe von Anfang an beabsichtigt, diese Betr&auml;ge den beiden Vereinen, nicht aber zuvor (auch) seiner Ehefrau zuzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hilfsweise vertraten die Kl&auml;ger die Auffassung, die Kl&auml;gerin sei die Rechtspflicht zur Weiterleitung der Betr&auml;ge freiwillig eingegangen; eine freiwillig eingegangene Rechtspflicht stehe der erforderlichen Freiwilligkeit der Zuwendung aber nicht entgegen. Weiter hilfsweise meinten die Kl&auml;ger, sofern man in Bezug auf die Kl&auml;gerin die Freiwilligkeit verneinen wolle, w&auml;ren jedenfalls bei E alle Voraussetzungen des Spendenabzugs erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA wies den Einspruch ausweislich des Tenors der Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;Juli 2015 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck, setzte die Einkommensteuer tats&auml;chlich aber &#8211;aus vorliegend nicht im Streit befindlichen Gr&uuml;nden&#8211; geringf&uuml;gig herab. Es vertrat nunmehr die Auffassung, eine Auflage sei mangels notarieller Beurkundung eines Schenkungsversprechens nicht formwirksam vereinbart worden; eine Heilung sei insoweit nicht m&ouml;glich. Jedenfalls sei die Kl&auml;gerin nicht wirtschaftlich belastet gewesen. Ihre Zahlungen an die beiden Vereine hingen unmittelbar und urs&auml;chlich mit einem ihr von einem Dritten gew&auml;hrten Vorteil zusammen. Sie habe von vornherein nur das mit der Auflage belastete Verm&ouml;gen erhalten. Der Zweck des &sect;&nbsp;10b des Einkommensteuergesetzes (EStG) &#8211;ein Anreiz zu privatem uneigenn&uuml;tzigem Handeln&#8211; sei hier nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht (FG) brachten die Kl&auml;ger vor, E sei bereits schwer krank gewesen und habe seine Verh&auml;ltnisse regeln wollen. Die getroffene L&ouml;sung habe &quot;erkennbar&quot; auch dem Willen der mit ihm zusammenveranlagten Kl&auml;gerin entsprochen. Die Eheleute h&auml;tten zuvor keinen fachkundigen Rat eingeholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2017, 460). Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, falls es sich bei den 130.000&nbsp;EUR um einen durchlaufenden Posten gehandelt haben sollte, w&auml;re die Kl&auml;gerin nicht selbst als Zuwendende, sondern nur als Treuh&auml;nderin des E anzusehen. Ein Spendenabzug unter dem Gesichtspunkt, dass E Zuwendender gewesen sein k&ouml;nnte, scheitere aber jedenfalls daran, dass f&uuml;r ihn keine Zuwendungsbest&auml;tigung ausgestellt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Falls es sich hingegen um eine Schenkung unter Auflage gehandelt haben sollte &#8211;die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;518 Abs.&nbsp;2 BGB durch ihren tats&auml;chlichen Vollzug wirksam geworden w&auml;re&#8211;, w&uuml;rde es bei der Kl&auml;gerin an drei erforderlichen Voraussetzungen f&uuml;r einen Spendenabzug fehlen. Zum einen habe die Kl&auml;gerin nicht freiwillig gehandelt, weil sie gegen&uuml;ber E aufgrund der wirksam gewordenen Auflage rechtlich zur Zahlung verpflichtet gewesen sei. Der Rechtsauffassung, dass die erforderliche Freiwilligkeit auch bei einer freiwillig begr&uuml;ndeten Rechtspflicht gegeben sein k&ouml;nne, folgte das FG ausdr&uuml;cklich nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner habe die Kl&auml;gerin eine &#8211;den Spendenabzug ausschlie&szlig;ende&#8211; Gegenleistung erhalten. Sie habe die Zahlungen an die Vereine get&auml;tigt, um den Restbetrag der Schenkung des E (270.000&nbsp;EUR) behalten zu d&uuml;rfen. Damit habe es sich um ein austausch&auml;hnliches Verh&auml;ltnis gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich sei die Kl&auml;gerin auch nicht wirtschaftlich belastet gewesen. Die Schenkung sei vielmehr von vornherein um die Weiterleitungsverpflichtung gemindert gewesen; die Bereicherung der Kl&auml;gerin habe sich auf den Saldobetrag von 270.000&nbsp;EUR beschr&auml;nkt. Diese Rechtsauffassung liege auch der Festsetzung der Schenkungsteuer zugrunde. Daran &auml;ndere sich nichts dadurch, dass Eheleute gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;26b EStG im Bereich der Sonderausgaben gemeinsam als ein Steuerpflichtiger behandelt w&uuml;rden. Diese Regelung sei nur als steuertechnische Besonderheit der Einkommensermittlung anzusehen, bewirke aber nicht, dass die materiell-rechtlichen Voraussetzungen des Spendenabzugs zwischen Eheleuten austauschbar w&uuml;rden. Alle Voraussetzungen m&uuml;ssten vielmehr in der Person des zuwendenden Ehegatten erf&uuml;llt sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision wiederholen und vertiefen die Kl&auml;ger ihr bisheriges Vorbringen. Die Freiwilligkeit sei auch bei einer freiwillig eingegangenen Rechtspflicht zu bejahen. Da die Schenkung auf einem Vertrag beruhe, habe der Beschenkte die M&ouml;glichkeit, auf dessen Inhalt Einfluss zu nehmen. Insbesondere sei er nicht gezwungen, sich etwas aufdr&auml;ngen zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Weiterleitung der 130.000&nbsp;EUR k&ouml;nne auch nicht als Gegenleistung f&uuml;r das Behaltend&uuml;rfen der 270.000&nbsp;EUR angesehen werden, da die Kl&auml;gerin nach dem Willen der Eheleute von vornherein nur um den Saldobetrag von 270.000&nbsp;EUR habe bereichert werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Pr&uuml;fung der Frage, ob der Steuerpflichtige wirtschaftlich belastet sei, komme es nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung nicht allein auf den Zuwendenden, sondern auch auf den mit ihm zusammenveranlagten Ehegatten an. So habe der Bundesfinanzhof (BFH) im Urteil vom 20.&nbsp;Februar 1991 X&nbsp;R&nbsp;191\/87 (BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690) die wirtschaftliche Belastung verneint, weil die dortige (Durchlauf-)Spende letztlich in das Verm&ouml;gen des anderen Ehegatten gelangt sei. Dies m&uuml;sse aber auch umgekehrt gelten. Vorliegend sei E eindeutig wirtschaftlich belastet gewesen. Die Rechtsprechung zur Merkmals&uuml;bertragung bei der Betriebsaufspaltung spreche ebenfalls daf&uuml;r, im Bereich des Abzugs von Zuwendungen die wirtschaftliche Belastung eines Ehegatten auch einem mit diesem zusammenveranlagten Ehegatten zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;26b EStG vorzunehmende ehegatten&uuml;bergreifende Betrachtung gelte nicht allein f&uuml;r die wirtschaftliche Belastung, sondern auch f&uuml;r alle anderen Tatbestandsmerkmale des &sect;&nbsp;10b EStG. Wenn die Eheleute f&uuml;r Zwecke des Sonderausgabenabzugs eine Einheit bilden, dann gen&uuml;ge es, wenn ein Ehegatte die Tatbestandsvoraussetzungen erf&uuml;lle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2007 vom 22.&nbsp;Mai 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;Juli 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass weitere Zuwendungen von 130.000&nbsp;EUR im Rahmen der gesetzlichen H&ouml;chstbetr&auml;ge ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es weist darauf hin, dass vorliegend niemals ein Schenkungsvertrag geschlossen worden sei. Die Kl&auml;gerin habe daher auf die inhaltliche Ausgestaltung einer Auflage keinen Einfluss nehmen k&ouml;nnen. Die von den Kl&auml;gern nunmehr behauptete m&uuml;ndliche Vereinbarung oder ein gemeinsamer Wille der Eheleute sei nirgends dokumentiert; es gebe hierf&uuml;r auch keine anderen objektiven Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger erwidern hierzu, dass beim Fehlen einer Auflage die Freiwilligkeit der von der Kl&auml;gerin an die Vereine geleisteten Zahlungen zweifelsfrei zu bejahen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat sich f&uuml;r seine Entscheidung letztlich nicht auf einen bestimmten Sachverhalt festgelegt, sondern den Fall alternativ gel&ouml;st (dazu unten 1.). F&uuml;r die Sachverhaltsvariante &quot;Treuhand \/ durchlaufender Posten&quot; hat es zutreffend einen Sonderausgabenabzug verneint (unten&nbsp;2.). Hingegen w&auml;ren bei Annahme der Sachverhaltsvariante &quot;Schenkung unter Auflage&quot; die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10b EStG bei der Kl&auml;gerin erf&uuml;llt (unten&nbsp;3.). Die Sache muss daher an das FG zur&uuml;ckgehen, um diesem Gelegenheit zu geben, den tats&auml;chlich verwirklichten Sachverhalt aufzukl&auml;ren oder hilfsweise eine Entscheidung nach den Grunds&auml;tzen &uuml;ber die Feststellungslast zu treffen (unten&nbsp;4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das angefochtene Urteil beruht auf einer alternativen rechtlichen Beurteilung des von den Kl&auml;gern alternativ vorgetragenen Sachverhalts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar k&ouml;nnte der Tatbestand des FG-Urteils bei isolierter Betrachtung auch dahingehend verstanden werden, als habe das FG festgestellt, dass es sich um eine Schenkung unter Auflage gehandelt habe. In den Entscheidungsgr&uuml;nden hat die Vorinstanz den Fall aber &#8211;nach Auffassung des Senats angesichts des unklaren tats&auml;chlichen Vorbringens der Kl&auml;ger zu Recht&#8211; unter Annahme von Sachverhaltsalternativen beurteilt und als eine dieser Alternativen die Variante &quot;Treuhand \/ durchlaufender Posten&quot; gepr&uuml;ft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat legt das angefochtene Urteil daher dahingehend aus, dass darin nicht mit der Bindungswirkung des &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO festgestellt worden ist, zwischen E und der Kl&auml;gerin sei eine Schenkung unter Auflage vereinbart worden. Vielmehr deutet der Aufbau der Entscheidungsgr&uuml;nde darauf hin, dass das FG insoweit gerade keine Feststellungen hat treffen k&ouml;nnen und wollen und daher den Sachverhalt alternativ beurteilt hat. F&uuml;r diese Auslegung spricht auch, dass das FG die von den Kl&auml;gern vorgetragenen Sachverhaltsvarianten (Treuhandvereinbarung bzw. Auflagenschenkung) ohne eigene Pr&uuml;fung oder Sachverhaltsfeststellungen &uuml;bernommen hat, insbesondere keine Ermittlungen zum &Uuml;berweisungsvorgang vom 15.&nbsp;Januar 2007 angestellt hat (vgl. zu den Ermittlungsm&ouml;glichkeiten, die sich insoweit geboten h&auml;tten, unten&nbsp;4.a). Dementsprechend ist zwischen den Beteiligten bis ins Revisionsverfahren hinein unver&auml;ndert streitig geblieben, ob E und die Kl&auml;gerin &uuml;berhaupt einen Vertrag &uuml;ber eine Schenkung unter Auflage geschlossen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unterstellt man revisionsrechtlich &#8211;entsprechend dem Vorbringen der Kl&auml;ger in ihren Schrifts&auml;tzen vom 11.&nbsp;April und 5.&nbsp;Juni 2013&#8211;, dass in dem zwischen den Eheleuten bestehenden Innenverh&auml;ltnis E als Spender anzusehen sein sollte, dieser die Kl&auml;gerin nicht bereichern wollte und die letztlich an die beiden Vereine gezahlten Betr&auml;ge bei der Kl&auml;gerin nur durchlaufende Posten darstellen sollten, dann erwiese sich das angefochtene Urteil als zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Zuwendung von Verm&ouml;gen mit dem Zweck, es zugunsten anderer zu verwenden, spricht bereits zivilrechtlich nicht f&uuml;r die Einordnung als Schenkung, sondern vielmehr f&uuml;r ein Auftragsverh&auml;ltnis mit treuh&auml;nderischem Einschlag (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 10.&nbsp;Dezember 2003 IV&nbsp;ZR&nbsp;249\/02, BGHZ 157, 178, unter II.3.a; ebenso Palandt\/Weidenkaff, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 78.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;516 Rz&nbsp;6 und &sect;&nbsp;525 Rz&nbsp;10, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daher w&auml;re in dieser Variante auch in Bezug auf die materiell-rechtlichen Tatbestandsmerkmale des &sect;&nbsp;10b EStG allein E als Zuwendender der Betr&auml;ge von 100.000&nbsp;EUR und 30.000&nbsp;EUR anzusehen. Der Sonderausgabenabzug w&uuml;rde allerdings im Ergebnis am Fehlen von auf E lautenden Zuwendungsbest&auml;tigungen scheitern. Dies hat das FG zu Recht erkannt und ist zwischen den Beteiligten im Revisionsverfahren auch nicht mehr streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Unterstellt man revisionsrechtlich hingegen die Sachverhaltsvariante, wonach es zwischen E und der Kl&auml;gerin zu einem &#8211;am 15.&nbsp;Januar 2007 vollzogenen&#8211; m&uuml;ndlichen Schenkungsvertrag gekommen ist, nach dessen Inhalt E der Kl&auml;gerin 400.000&nbsp;EUR zuzuwenden hatte, wobei er ihr zur Auflage gemacht hatte, Teilbetr&auml;ge von 100.000&nbsp;EUR bzw. 30.000&nbsp;EUR an zwei von E n&auml;her bestimmte Vereine weiterzuleiten, w&auml;ren bei der Kl&auml;gerin entgegen der Auffassung des FG alle Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10b EStG erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche Auflage w&auml;re durch den tats&auml;chlichen Vollzug des Schenkungsversprechens zivilrechtlich wirksam geworden (dazu unten a). Anders als das FG meint, w&auml;re auch die Freiwilligkeit (unten b) sowie das Fehlen einer Gegenleistung (unten c) zu bejahen; die fehlende wirtschaftliche Belastung der Kl&auml;gerin w&uuml;rde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;26b EStG durch die wirtschaftliche Belastung des mit ihr zusammenveranlagten E ersetzt (unten d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass in dieser Sachverhaltsvariante die Auflage f&uuml;r die Kl&auml;gerin zivilrechtlich bindend geworden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso wie die fehlende Beurkundung einer Auflage das gesamte &#8211;im &Uuml;brigen beurkundete&#8211; Schenkungsversprechen nichtig macht (Staudinger\/Chiusi, &sect;&nbsp;525 BGB Rz&nbsp;2, mit zahlreichen weiteren Nachweisen), wird der Mangel der Form hinsichtlich des gesamten Schenkungsversprechens &#8211;also einschlie&szlig;lich einer Auflage&#8211; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;518 Abs.&nbsp;2 BGB geheilt, wenn die versprochene Leistung bewirkt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FG w&auml;re die erforderliche Freiwilligkeit des Handelns der Kl&auml;gerin in dieser Variante aber noch zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der in &sect;&nbsp;10b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG &#8211;wiederum als Unterbegriff der &quot;Zuwendung&quot;&#8211; verwendete Begriff der &quot;Spende&quot; setzt u.a. ein freiwilliges Handeln des Steuerpflichtigen voraus. Hierunter wird in erster Linie ein Handeln verstanden, zu dem man rechtlich nicht verpflichtet ist. Daneben wird aber auch ein Handeln aufgrund einer freiwillig eingegangenen rechtlichen Verpflichtung als ausreichend angesehen (zum Ganzen BFH-Urteile vom 25.&nbsp;November 1987 I&nbsp;R&nbsp;126\/85, BFHE 151, 544, BStBl II 1988, 220, unter III.2.a, und vom 12.&nbsp;September 1990 I&nbsp;R&nbsp;65\/86, BFHE 162, 407, BStBl II 1991, 258, unter II.3.a). So ist ein Spendenabzug beispielsweise zugelassen worden f&uuml;r Zahlungen, die aufgrund einer in einem Stiftungsgesch&auml;ft freiwillig begr&uuml;ndeten Rechtspflicht erbracht werden (BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Februar 1992 I&nbsp;R&nbsp;63\/91, BFHE 168, 35, BStBl II 1992, 748, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Sofern &#8211;entsprechend dem revisionsrechtlich in dieser Variante zugrunde zu legenden, im zweiten Rechtsgang aber ggf. noch zu beweisenden&#8211; Vorbringen der Kl&auml;ger ein m&uuml;ndlicher Vertrag &uuml;ber eine Auflagenschenkung zwischen E und der Kl&auml;gerin abgeschlossen worden sein sollte, h&auml;tte die Kl&auml;gerin aufgrund einer freiwillig eingegangenen rechtlichen Verpflichtung gehandelt. Dies w&auml;re nach dem vorstehend Dargelegten in Bezug auf den Spendenabzug noch als hinreichend freiwilliges Handeln anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Kl&auml;ger weisen insoweit zu Recht darauf hin, dass der Inhalt eines Vertrags grunds&auml;tzlich verhandelbar ist und daher eine aus dem Vertrag folgende rechtliche Verpflichtung &#8211;hier das Handeln zur Erf&uuml;llung der Auflage&#8211; freiwillig eingegangen wird (ebenso FG D&uuml;sseldorf, Beschluss vom 2.&nbsp;Juni 2009&nbsp;&nbsp;16&nbsp;V&nbsp;896\/09, EFG 2009, 1931). Dies gilt erst Recht, wenn der Vertrag &#8211;wie hier f&uuml;r die Kl&auml;gerin&#8211; f&uuml;r eine Seite eindeutig rechtlich vorteilhaft ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dem steht nicht entgegen, dass der Senat entschieden hat, Zahlungen eines Erben an eine gemeinn&uuml;tzige K&ouml;rperschaft, zu denen er aufgrund eines testamentarischen Verm&auml;chtnisses verpflichtet ist, seien nicht als freiwillig anzusehen und er&ouml;ffneten daher keinen Spendenabzug (Urteile vom 22.&nbsp;September 1993 X&nbsp;R&nbsp;107\/91, BFHE 172, 362, BStBl II 1993, 874, und vom 23.&nbsp;Oktober 1996 X&nbsp;R&nbsp;75\/94, BFHE 181, 472, BStBl II 1997, 239, unter 3.a; kritisch Weber-Grellet, Finanz-Rundschau 1997, 179). Der entscheidende Unterschied zwischen diesen F&auml;llen und dem Streitfall liegt darin, dass der Erbe auf den Inhalt des Testaments keinen Einfluss hat, so dass eine Bewertung der ihn treffenden Rechtspflicht als &quot;freiwillig &uuml;bernommen&quot; nicht m&ouml;glich ist. Demgegen&uuml;ber hat eine vertragschlie&szlig;ende Partei im Regelfall sowohl Einfluss darauf, ob &uuml;berhaupt eine bindende vertragliche Vereinbarung zustande kommt, als auch auf den Inhalt dieser Vereinbarung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Soweit in der Literatur vertreten wird, die Freiwilligkeit in Bezug auf die Auflagenerf&uuml;llung sei deshalb zu verneinen, weil die Erf&uuml;llung der Auflage vor allem dazu diene, die restliche Schenkung behalten zu d&uuml;rfen, was einen wirtschaftlichen Vorteil des Beschenkten begr&uuml;nde (H&uuml;ttemann, Gemeinn&uuml;tzigkeits- und Spendenrecht, 4.&nbsp;Aufl. 2018, Rz&nbsp;8.52), kann der Senat dem schon deshalb nicht zustimmen, weil hier die &#8211;systematisch zu trennenden&#8211; Tatbestandsmerkmale der Freiwilligkeit und des Fehlens einer Gegenleistung (dazu noch unten c) miteinander vermengt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat kann dem FG auch nicht darin folgen, dass die Kl&auml;gerin f&uuml;r die Zahlung der 130.000&nbsp;EUR an die beiden Vereine eine Gegenleistung erhalten habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem Spendenbegriff ist neben der erforderlichen Freiwilligkeit immanent, dass der Steuerpflichtige unentgeltlich handeln muss, d.h. ohne eine Gegenleistung des Empf&auml;ngers bzw. ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen der Leistung und einer Gegenleistung (BFH-Urteile in BFHE 151, 544, BStBl II 1988, 220, unter III.2.a, und in BFHE 162, 407, BStBl II 1991, 258, unter II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In erster Linie fehlt die Unentgeltlichkeit dann, wenn der Steuerpflichtige vom <em>Zuwendungsempf&auml;nger<\/em> eine Gegenleistung erh&auml;lt (vgl. die Rechtsprechungszusammenstellungen bei Geserich, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10b Rz&nbsp;B&nbsp;22&nbsp;ff., und Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;10b EStG Rz&nbsp;21). Gleiches gilt bei Gegenleistungen durch Personen, die dem Zuwendungsempf&auml;nger nahestehen (vgl. Senatsurteil vom 9.&nbsp;Dezember 2014 X&nbsp;R&nbsp;4\/11, BFH\/NV 2015, 853).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Sonderf&auml;llen hat die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung die Unentgeltlichkeit aber auch unter dem Gesichtspunkt verneint, dass die Zuwendung an den Empf&auml;nger unmittelbar und urs&auml;chlich mit einem von einem Dritten gew&auml;hrten Vorteil &#8211;der nicht wirtschaftlicher Natur sein muss&#8211; zusammenh&auml;ngt (Senatsurteil vom 19.&nbsp;Dezember 1990 X&nbsp;R&nbsp;40\/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234: kein Abzug von Zuwendungen, die als Geldauflage zur Erreichung eines (straf-)verfahrensrechtlichen Vorteils nach &sect;&nbsp;153a der Strafprozessordnung geleistet werden).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vorliegend haben weder die Zuwendungsempf&auml;nger der Kl&auml;gerin eine Gegenleistung gew&auml;hrt &#8211;was zwischen den Beteiligten auch nicht streitig ist&#8211; noch h&auml;ngen die Zuwendungen der Kl&auml;gerin an die Vereine mit einem ihr von E gew&auml;hrten wirtschaftlichen oder nichtwirtschaftlichen Vorteil zusammen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erhalt und das Behaltend&uuml;rfen des Saldobetrags der Schenkung kann nicht als Gegenleistung des E daf&uuml;r angesehen werden, dass die Kl&auml;gerin die Verpflichtungen aus der Auflage &uuml;bernommen hat. Wie noch auszuf&uuml;hren sein wird, hat die Kl&auml;gerin aufgrund der Auflagenschenkung von vornherein nur das mit der Auflage belastete Verm&ouml;gen &#8211;also den Saldobetrag&#8211; erworben (vgl. unten d&nbsp;aa; dort auch Nachweise). Dann w&auml;re es aber &#8211;wie die Kl&auml;ger in ihrer Revisionsbegr&uuml;ndung zu Recht ausf&uuml;hren&#8211; widerspr&uuml;chlich, wenn der Schenkungsbetrag zugleich als Gegenleistung f&uuml;r ein Handeln der Kl&auml;gerin angesehen w&uuml;rde. Auch zivilrechtlich wird in F&auml;llen der Schenkung unter Auflage &#8211;soweit ersichtlich&#8211; nicht vertreten, die &quot;Nettoschenkung&quot; sei als Gegenleistung f&uuml;r die Hinnahme der Auflage anzusehen. Vielmehr spricht &sect;&nbsp;527 Abs.&nbsp;1 BGB, wonach der Schenker bei Nichtvollziehung der Auflage die Herausgabe des Geschenks &#8211;nur&#8211; insoweit fordern kann, als das Geschenk zur Vollziehung der Auflage h&auml;tte verwendet werden m&uuml;ssen, deutlich f&uuml;r das gegenteilige Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei wertender Betrachtung geht es daher im vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt nicht um eine Gegenleistung oder einen Vorteil. Stattdessen weist die Fallkonstellation eine wesentlich gr&ouml;&szlig;ere N&auml;he zu Sachverhalten auf, f&uuml;r die die Rechtsprechung entschieden hat, dass es f&uuml;r den Sonderausgaben- bzw. Spendenabzug auf die Herkunft der vom Steuerpflichtigen eingesetzten Mittel nicht ankommt (vgl. zu Spenden Senatsurteil vom 23.&nbsp;Mai 1989 X&nbsp;R&nbsp;17\/85, BFHE 157, 516, BStBl II 1989, 879, unter 1.a; zu Sonderausgaben allgemein vgl. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;August 1971 VI&nbsp;R&nbsp;171\/68, BFHE 103, 350, BStBl II 1972, 57, und vom 15.&nbsp;M&auml;rz 1974 VI&nbsp;R&nbsp;252\/71, BFHE 112, 262, BStBl II 1974, 513).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dieses Ergebnis steht nicht im Widerspruch zu dem Senatsurteil in BFHE 172, 362, BStBl II 1993, 874. Dort hat der Senat zwar unter 1.c formuliert, dem Abzug einer dem Erben in einem Verm&auml;chtnis auferlegten Zahlung als Spende stehe entgegen, dass sie unmittelbar und urs&auml;chlich mit einem vom Erblasser gew&auml;hrten wirtschaftlichen Vorteil zusammenh&auml;nge; deshalb fehle es wirtschaftlich an einer Aufwendung des Erben. Diese Formulierung beruhte indes darauf, dass beim seinerzeitigen Stand der rechtsdogmatischen Entwicklung noch nicht hinreichend deutlich zwischen den Merkmalen der Unentgeltlichkeit (Fehlen einer Gegenleistung) einerseits und der fehlenden wirtschaftlichen Belastung andererseits unterschieden wurde. Der Senat stellt daher klar, dass die Ausf&uuml;hrungen in seinem Urteil in BFHE 172, 362, BStBl II 1993, 874 (unter 1.c) allein die wirtschaftliche Belastung des Erben betreffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Unter den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls w&auml;re bei Annahme einer Schenkung unter Auflage auch eine wirtschaftliche Belastung zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Grunds&auml;tzlich d&uuml;rfen allerdings nur solche Abfl&uuml;sse als Sonderausgaben &#8211;und damit auch als Spenden&#8211; ber&uuml;cksichtigt werden, durch die der Steuerpflichtige tats&auml;chlich und endg&uuml;ltig wirtschaftlich belastet ist (vgl. zuletzt Senatsurteile vom 21.&nbsp;Juli 2016 X&nbsp;R&nbsp;43\/13, BFHE 255, 27, BStBl II 2017, 256, Rz&nbsp;15, und vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2018 X&nbsp;R&nbsp;25\/15, BFHE 262, 10, Rz&nbsp;30, beide m.w.N.). Beispielsweise ist ein Erbe, der mit einem Verm&auml;chtnis zugunsten einer spendenempfangsberechtigten K&ouml;rperschaft beschwert ist, durch die Zuwendung des vermachten Betrages an die K&ouml;rperschaft nicht wirtschaftlich belastet, weil er von vornherein nur das mit der Verm&auml;chtnisforderung belastete Verm&ouml;gen erworben hat (Senatsurteil in BFHE 172, 362, BStBl II 1993, 874, unter 1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Grunds&auml;tzen w&auml;re eine wirtschaftliche Belastung der Kl&auml;gerin zu verneinen, weil sie &#8211;nicht anders als ein mit einem Verm&auml;chtnis beschwerter Erbe&#8211; von vornherein nur den mit der Auflage belasteten Schenkungsgegenstand erworben hat, d.h. den Saldobetrag, der sich ergibt, wenn man vom Bruttobetrag der Geldschenkung (400.000&nbsp;EUR) den Wert der gleichfalls in Geld zu erbringenden Auflagen (130.000&nbsp;EUR) abzieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall folgt aber aus &sect;&nbsp;26b EStG, dass die unstreitig bei E gegebene wirtschaftliche Belastung mit den an die beiden Vereine &uuml;berwiesenen Betr&auml;gen der mit ihm zusammenveranlagten Kl&auml;gerin zugerechnet wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;26b EStG werden bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten die Eink&uuml;nfte, die die Ehegatten erzielt haben, zusammengerechnet, den Ehegatten gemeinsam zugerechnet und, soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, die Ehegatten sodann gemeinsam als Steuerpflichtiger behandelt. Wenn Ehegatten daher im Bereich des Sonderausgabenabzugs gemeinsam als ein Steuerpflichtiger behandelt werden, spricht bereits der Wortlaut dieser Vorschrift klar daf&uuml;r, dass es f&uuml;r die Spendenabzugsberechtigung nicht darauf ankommen kann, welcher der zusammenveranlagten Ehegatten durch die Zuwendung wirtschaftlich belastet ist. Das vom FG angenommene gegenteilige Ergebnis l&auml;sst sich weder daraus ableiten, dass in &sect;&nbsp;10b EStG &quot;etwas anderes vorgeschrieben&quot; w&auml;re, noch besteht hier ein Bed&uuml;rfnis f&uuml;r eine teleologische Reduktion des Gesetzeswortlauts des &sect;&nbsp;26b EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gegenteil hat sich der Senat schon in seiner bisherigen Rechtsprechung f&uuml;r eine ehegatten&uuml;bergreifende Betrachtung der wirtschaftlichen Belastung beim Spendenabzug ausgesprochen. So fehlt es an der wirtschaftlichen Belastung u.a., wenn ein Ehegatte unter dem Verwendungszweck &quot;F&ouml;rderung des Denkmalschutzes&quot; eine (Durchlauf-)Spende an eine &ouml;ffentliche Stelle leistet, die die Spende an den anderen &#8211;mit dem spendenden Ehegatten zusammenveranlagten&#8211; Ehegatten weiterleiten muss, damit dieser ein ihm geh&ouml;rendes, unter Denkmalschutz stehendes Einfamilienhaus, das die Eheleute gemeinsam bewohnen, erhalten kann (Senatsurteil in BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690). In dieser Entscheidung hat der Senat formuliert, aus dem systematischen Zusammenhang zwischen &sect;&nbsp;10b Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;26b EStG einerseits und &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 EStG andererseits folge, dass Eheleute f&uuml;r den Spendenabzug als Einheit anzusehen seien. Insbesondere die Frage der wirtschaftlichen Belastung sei einheitlich zu beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist kein Grund daf&uuml;r ersichtlich, diese &#8211;schon durch den Gesetzeswortlaut angeordnete&#8211; einheitliche Beurteilung auf die <em>Verneinung<\/em> der wirtschaftlichen Belastung zu beschr&auml;nken. Vielmehr muss dieser erweiterte, beide Eheleute umfassende Betrachtungsrahmen gleicherma&szlig;en dann gelten, wenn die unmittelbare Geldbewegung zum Zuwendungsempf&auml;nger bei dem einen Ehegatten seinen Ausgang genommen hat, die wirtschaftliche Belastung aber beim anderen Ehegatten liegt. &Auml;hnlich ordnet &#8211;f&uuml;r die Anwendung des Gesetzes durch die Finanzverwaltung&#8211; auch R&nbsp;10.1 der Einkommensteuer-Richtlinien an, dass es im Bereich der Sonderausgaben nicht darauf ankommt, welcher Ehegatte einen bestimmten steuerbeg&uuml;nstigten Betrag geleistet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Darin liegt auch kein Widerspruch zu Wertungen des ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar sind nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;2 ErbStG u.a. Verbindlichkeiten aus Auflagen vom steuerpflichtigen Erwerb abzuziehen, so dass insoweit keine Schenkungsteuer anf&auml;llt. Die vorstehende Auslegung des einkommensteuerrechtlichen Begriffs der &quot;wirtschaftlichen Belastung&quot; durch den Senat er&ouml;ffnet aber grunds&auml;tzlich keine doppelten Abzugsm&ouml;glichkeiten (sowohl bei der Schenkungsteuer als auch bei den Sonderausgaben), weil es bei der Leistung einer Zuwendung in Erf&uuml;llung einer Schenkungsauflage gerade an der &#8211;f&uuml;r einen Sonderausgabenabzug erforderlichen&#8211; wirtschaftlichen Belastung fehlt (vgl. oben aa). Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn es sich bei den Parteien eines Vertrags &uuml;ber eine Schenkung unter Auflage um zusammenveranlagte Ehegatten handelt; dies beruht aber auf der ausdr&uuml;cklichen gesetzlichen Anordnung in &sect;&nbsp;26b EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus demselben Grund steht auch &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG der vom Senat gefundenen Auslegung nicht entgegen. Nach dieser Vorschrift erlischt die Schenkungsteuer r&uuml;ckwirkend, soweit Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde, die durch einen erbschaft- oder schenkungsteuerbaren Vorgang erworben wurden, innerhalb von 24&nbsp;Monaten dem Bund, einem Land, einer inl&auml;ndischen Gemeinde oder bestimmten inl&auml;ndischen gemeinn&uuml;tzigen Stiftungen zugewendet werden; dies gilt gem&auml;&szlig; Satz&nbsp;2 der genannten Vorschrift jedoch nicht, soweit f&uuml;r die Zuwendung die Verg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;10b EStG in Anspruch genommen wird. Damit l&auml;sst diese Regelung zwar im Ausgangspunkt ein Alternativverh&auml;ltnis zwischen dem Sonderausgabenabzug nach &sect;&nbsp;10b EStG und der Schenkungsteuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG erkennen. Die einkommensteuerrechtliche Sonderregelung des &sect;&nbsp;26b EStG wird dadurch aber nicht verdr&auml;ngt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache ist nicht entscheidungsreif, weil noch Feststellungen zu dem von E und der Kl&auml;gerin tats&auml;chlich verwirklichten Sachverhalt erforderlich sind, die dem FG als Tatsacheninstanz obliegen. Zur F&ouml;rderung des weiteren Verfahrens weist der Senat &#8211;ohne die Bindungswirkung des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;5 FGO&#8211; auf die folgenden Punkte hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur weiteren Sachaufkl&auml;rung bietet es sich an, dass das FG sich den Bankkontoauszug vorlegen l&auml;sst, auf dem die &Uuml;berweisung der 400.000&nbsp;EUR ausgewiesen ist. M&ouml;glicherweise l&auml;sst der dort angegebene Verwendungszweck R&uuml;ckschl&uuml;sse auf den Rechtsgrund der Zahlung (Treuhandabrede oder Schenkung unter Auflage) zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch erscheint denkbar, die damaligen Vertreter der beg&uuml;nstigten Vereine dazu zu befragen, ob es im Vorfeld &Auml;u&szlig;erungen des E oder der Kl&auml;gerin im Zusammenhang mit den Zuwendungen gegeben hat. Angesichts der erheblichen H&ouml;he der Zuwendungen d&uuml;rfte es sich aus Sicht der Vereine um herausragende Vorg&auml;nge gehandelt haben, so dass sich die Vereinsvertreter ggf. noch an die damaligen Vorg&auml;nge erinnern k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;ger tragen die Feststellungslast f&uuml;r einen Sachverhalt, der bei ihnen zu einer Steuerminderung f&uuml;hren w&uuml;rde. Objektiv ist nach derzeitigem Sach- und Streitstand keine der beiden Varianten wahrscheinlicher als die andere; auch die Kl&auml;ger haben im bisherigen Verfahrensverlauf abwechselnd beide Varianten behauptet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Sollte sich im zweiten Rechtsgang die Variante &quot;Treuhandabrede&quot; best&auml;tigen, k&ouml;nnte es sich anbieten, den Kl&auml;gern Gelegenheit zu geben, auf den Namen des E lautende Zuwendungsbest&auml;tigungen nachzureichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.1.2019, X R 6\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.150119.XR6.17.0 Spendenabzug bei Schenkung eines Geldbetrags an den zusammenveranlagten Ehegatten mit der Auflage, ihn an eine steuerbeg&uuml;nstigte K&ouml;rperschaft zu spenden Leits&auml;tze 1. Der Begriff der &quot;Spende&quot; erfordert ein freiwilliges Handeln des Steuerpflichtigen. Hierf&uuml;r gen&uuml;gt es grunds&auml;tzlich, wenn die Zuwendung aufgrund einer freiwillig eingegangenen rechtlichen Verpflichtung geleistet wird. 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