{"id":70489,"date":"2019-03-22T20:08:42","date_gmt":"2019-03-22T18:08:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70489"},"modified":"2019-03-22T20:08:42","modified_gmt":"2019-03-22T18:08:42","slug":"ii-b-98-17-rueckerwerb-eines-treuhaenderisch-gehaltenen-gesellschaftsanteils","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-98-17-rueckerwerb-eines-treuhaenderisch-gehaltenen-gesellschaftsanteils\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;98\/17 &#8211; R&uuml;ckerwerb eines treuh&auml;nderisch gehaltenen Gesellschaftsanteils"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.1.2019, II B 98\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.220119.IIB98.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">R&uuml;ckerwerb eines treuh&auml;nderisch gehaltenen Gesellschaftsanteils<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Erwirbt der Treuh&auml;nder Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft, die er zun&auml;chst f&uuml;r den Treugeber gehalten hatte, nach Aufl&ouml;sung der Treuhand zivilrechtlich zur&uuml;ck, liegt kein Fall des &sect; 16 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG vor.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Mit dem Erwerb der Anteile an der grundbesitzenden Gesellschaft durch den Treuh&auml;nder kann bei dem mittelbar beteiligten Gesellschafter eine Anteilsvereinigung i.S. des &sect; 1 Abs. 3 GrEStG eintreten.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 13. Juni 2017&nbsp;&nbsp;5 K 2924\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sowie die C-GmbH waren je zur H&auml;lfte Gesellschafter einer grundbesitzenden GbR. Die C-GmbH hielt ihre Beteiligung seit Gr&uuml;ndung der GbR mit Vertrag vom 20.&nbsp;November 2003 treuh&auml;nderisch f&uuml;r die U-GmbH (37,5&nbsp;%) und die N-GmbH (12,5&nbsp;%). Mit Beendigung der Treuhandverh&auml;ltnisse im Jahr 2004 gab sie die Anteile an die Treugeber heraus. Diese ver&auml;u&szlig;erten ihre &#8211;nun unmittelbaren&#8211; Beteiligungen mit Vertrag vom 27.&nbsp;Februar 2005 an die C-GmbH. Alleingesellschafterin der C-GmbH war die X-GmbH, deren Anteile sich vollst&auml;ndig in der Hand des Kl&auml;gers befanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GbR zeigte dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) eine mittelbare Anteilsvereinigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) an und teilte mit, dass die C-GmbH 50&nbsp;% der GbR-Anteile erworben habe. Mit der Begr&uuml;ndung, die C-GmbH habe die Beteiligung in der Vergangenheit bereits treuh&auml;nderisch gehalten, beantragte sie die Nichtfestsetzung der Grunderwerbsteuer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; unter dem 27.&nbsp;Juni 2005 einen negativen Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Grunderwerbsteuer. In den Erl&auml;uterungen f&uuml;hrte es aus, der &Uuml;bergang von 50&nbsp;% der GbR-Anteile sei nicht steuerbar. Der Bescheid erging an die C-GmbH als Erwerberin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 2.&nbsp;Oktober 2009 ordnete das FA eine Au&szlig;enpr&uuml;fung beim Kl&auml;ger an. Der Pr&uuml;fer gelangte zu dem Ergebnis, in der Hand des Kl&auml;gers habe eine Anteilsvereinigung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG stattgefunden, die zur H&auml;lfte steuerpflichtig sei (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 GrEStG). Ein R&uuml;ckerwerb nach &sect;&nbsp;16 GrEStG liege nicht vor. Der Erlass eines (ge&auml;nderten) Feststellungsbescheids k&ouml;nne auf &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) gest&uuml;tzt werden, da der Bescheid vom 27.&nbsp;Juni 2005 in Unkenntnis der mittelbaren GbR-Beteiligung des Kl&auml;gers ergangen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA folgte dem Pr&uuml;fer und richtete am 18.&nbsp;M&auml;rz 2011 einen Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Grunderwerbsteuer gegen den Kl&auml;ger. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage abgewiesen. Der Feststellungsbescheid stelle keinen unzul&auml;ssigen &Auml;nderungsbescheid, sondern einen Erstbescheid gegen ein anderes Steuersubjekt &#8211;den Kl&auml;ger&#8211; dar. Einer &Auml;nderungsbefugnis nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO bed&uuml;rfe es daher nicht. Ungeachtet dessen l&auml;gen die Voraussetzungen f&uuml;r eine &Auml;nderung vor. Denn die mittelbare Beteiligung des Kl&auml;gers sei dem FA nachtr&auml;glich bekannt geworden; sie habe sich weder aus der Anzeige der GbR noch aus dem Text des Vertrags vom 27.&nbsp;Februar 2005 ergeben. Das FA sei auch nicht wegen Verletzung der Amtsermittlungspflicht an der Korrektur des Bescheids gehindert. Eine Nichtfestsetzung der Grunderwerbsteuer nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG scheide aus. Denn der Annahme eines R&uuml;ckerwerbs stehe entgegen, dass der Kl&auml;ger urspr&uuml;nglich nur h&auml;lftig an der GbR beteiligt gewesen sei. Die von der C-GmbH treuh&auml;nderisch gehaltene Beteiligung habe ihm nicht zugerechnet werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Revision nicht zugelassen. Mit seiner Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision macht der Kl&auml;ger die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache, das Erfordernis der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung und Verfahrensfehler nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1, Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 und Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache weist keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO auf, da die Rechtsfrage, die sich dem Vortrag des Kl&auml;gers entnehmen l&auml;sst, nach den gesetzlichen Vorschriften und der vorhandenen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung eindeutig zu beantworten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Die Rechtsfrage muss im konkreten Fall kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein. Kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist eine Rechtsfrage, wenn hinsichtlich ihrer Beantwortung Unsicherheit besteht. Eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage wird dagegen nicht aufgeworfen, wenn die streitige Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 29.&nbsp;August 2018 II&nbsp;B&nbsp;9\/18, BFH\/NV 2019, 44, Rz&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam h&auml;lt der Kl&auml;ger &#8211;sinngem&auml;&szlig;&#8211; die Frage, ob die mittelbare Anteilsvereinigung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG einen R&uuml;ckerwerb i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG darstellt, wenn der &#8211;die Anteilsvereinigung ausl&ouml;sende&#8211; unmittelbare Anteilserwerb durch eine Gesellschaft erfolgt, die die Beteiligung fr&uuml;her treuh&auml;nderisch f&uuml;r einen Dritten gehalten hat, selbst wenn dem Ereignis, das den R&uuml;ckerwerb ausl&ouml;st, kein grunderwerbsteuerbarer Vorgang vorausgegangen ist. Die Frage ist aber nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, da sie sich anhand des Gesetzes und der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung eindeutig beantworten l&auml;sst. Danach liegt kein R&uuml;ckerwerb i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG, sondern ein Neu- bzw. Ersterwerb vor. Denn die urspr&uuml;nglich treuh&auml;nderisch f&uuml;r einen Dritten gehaltene Beteiligung war &#8211;wie vom FG entschieden&#8211; dem Dritten (Treugeber) und nicht dem (Allein-)Gesellschafter der Treuh&auml;nderin zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zivilrechtlich gibt es entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers keine mittelbare Gesellschafterstellung. Nur die unmittelbar an der grundbesitzenden Gesellschaft beteiligte Personen- oder Kapitalgesellschaft ist zivilrechtlich deren Gesellschafterin (grundlegend BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2013 II&nbsp;R&nbsp;17\/10, BFHE 241, 53, BStBl II 2013, 833, Rz&nbsp;14, zu &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG; ebenso BFH-Urteile vom 18.&nbsp;September 2013 II&nbsp;R&nbsp;21\/12, BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;11, und vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2014 II&nbsp;R&nbsp;51\/12, BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356, Rz&nbsp;13, jeweils zu &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 GrEStG). Im Streitfall konnte die von der C-GmbH gehaltene Beteiligung daher keine zivilrechtliche Gesellschafterstellung des Kl&auml;gers begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Vorliegen einer mittelbaren Gesellschafterstellung l&auml;sst sich lediglich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilen. Eine mittelbare Beteiligung kann sich etwa aus schuldrechtlichen Bindungen der an der Gesellschaft unmittelbar beteiligten Gesellschafter ergeben. Schuldrechtliche Vereinbarungen k&ouml;nnen es rechtfertigen, die Beteiligung einem Dritten zuzurechnen und diesen wie einen Gesellschafter der grundbesitzenden Gesellschaft zu behandeln (vgl. BFH-Urteile vom 25.&nbsp;November 2015 II&nbsp;R&nbsp;18\/14, BFHE 251, 492, BStBl II 2018, 783, Rz&nbsp;13 ff., und vom 30.&nbsp;August 2017 II&nbsp;R&nbsp;39\/15, BFHE 260, 87, BStBl II 2018, 786, Rz&nbsp;22 ff., jeweils zu &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorzunehmende Zurechnungsentscheidung kann unter Beachtung grunderwerbsteuerrechtlicher Besonderheiten auf die Grunds&auml;tze des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO zur&uuml;ckgegriffen werden (z.B. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Juli 2014 II&nbsp;R&nbsp;49\/12, BFHE 246, 215, BStBl II 2016, 57, Rz&nbsp;17; in BFHE 251, 492, BStBl II 2018, 783, Rz&nbsp;18, und in BFHE 260, 87, BStBl II 2018, 786, Rz&nbsp;24). Nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz 2 AO ist bei einem steuerrechtlich anzuerkennenden Treuhandverh&auml;ltnis der Gesellschaftsanteil nicht dem zivilrechtlichen Gesellschafter, sondern dem Treugeber zuzurechnen. Wird hinsichtlich eines Gesellschaftsanteils ein Treuhandverh&auml;ltnis begr&uuml;ndet, ist der Treuh&auml;nder unmittelbarer und der Treugeber mittelbarer Gesellschafter (BFH-Urteile vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2015 II&nbsp;R&nbsp;30\/13, BFHE 249, 212, BStBl II 2015, 777, Rz&nbsp;16, und in BFHE 251, 492, BStBl II 2018, 783, Rz&nbsp;21&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Gegenstand der Feststellung im Streitfall ist ein Erwerbsvorgang nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG. Dieser Tatbestand erfasst die infolge der Vereinigung der Anteile der grundbesitzenden Gesellschaft in einer Hand spezifisch grunderwerbsteuerrechtlich ver&auml;nderte Zuordnung von Grundst&uuml;cken. Die Vorschrift will die Sachherrschaft erfassen, die jemand hinsichtlich des Gesellschaftsgrundst&uuml;cks aufgrund der rechtlichen Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die Gesellschaftsanteile erlangt. Jene Sachherrschaft besitzt auch derjenige, f&uuml;r den ein anderer als Treuh&auml;nder Anteile an der grundbesitzenden Gesellschaft h&auml;lt, der hinsichtlich der Aus&uuml;bung der Gesellschaftsrechte gegen&uuml;ber dem Treugeber weisungsgebunden ist und den Anteil jederzeit an diesen herausgeben muss. Bei der Frage, ob alle Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft in einer Hand vereinigt werden, sind daher von Treuh&auml;ndern gehaltene Anteile beim Treugeber zu ber&uuml;cksichtigen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Juli 1997 II&nbsp;R&nbsp;8\/95, BFH\/NV 1998, 81, unter II.1. und II.2.; vgl. auch BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Juni 1972 II 77\/64, BFHE 106, 138, BStBl II 1972, 719, und vom 5.&nbsp;November 1986 II&nbsp;R&nbsp;237\/85, BFHE 148, 340, BStBl II 1987, 225, unter II.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Diese Grunds&auml;tze hat das FG beachtet. Es hat zutreffend entschieden, dass ein R&uuml;ckerwerb i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG ausscheidet. Denn der Kl&auml;ger, dessen Erwerb nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG hier ma&szlig;geblich ist, hat aufgrund des Vertrags vom 27.&nbsp;Februar 2005 <em>erstmals<\/em> die Herrschaft &uuml;ber das Grundst&uuml;ck der GbR erlangt. Die mit Errichtung der GbR vereinbarte Treuh&auml;nderstellung der C-GmbH vermochte grunderwerbsteuerrechtlich keine Sachherrschaft des Kl&auml;gers zu begr&uuml;nden. Obwohl der Kl&auml;ger mittelbarer Alleingesellschafter der Treuh&auml;nderin war, war er wegen deren Weisungsgebundenheit gegen&uuml;ber den Treugebern nicht in der Lage, seinen Willen in der grundbesitzenden GbR durchzusetzen. Die zivilrechtlich bestehende GbR-Beteiligung der C-GmbH war grunderwerbsteuerrechtlich nicht dem Kl&auml;ger, sondern den Treugebern zuzurechnen. F&uuml;r die Frage, ob ein R&uuml;ckerwerb i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG vorliegt, ist nicht erheblich, ob vor Abschluss des Vertrags vom 27.&nbsp;Februar 2005 ein steuerbarer Erwerbsvorgang verwirklicht wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Zulassung der Revision aus diesem Grund setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist, dass dabei &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage entschieden wurde und diese f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich war, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind, dass die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden kann und dass eine Entscheidung des BFH zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich ist (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 9.&nbsp;September 2015 II&nbsp;B&nbsp;28\/15, BFH\/NV 2015, 1668, Rz&nbsp;9, und vom 12.&nbsp;Juni 2017 III&nbsp;B&nbsp;157\/16, BFH\/NV 2017, 1318, Rz&nbsp;13). Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer solchen Abweichungsr&uuml;ge muss der Beschwerdef&uuml;hrer tragende und abstrakte Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und aus den behaupteten, genau bezeichneten Divergenzentscheidungen andererseits herausarbeiten und einander gegen&uuml;berstellen, um so die behauptete Abweichung zu verdeutlichen (z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2015, 1668, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zur Begr&uuml;ndung der Divergenz f&uuml;hrt der Kl&auml;ger aus, das FG sei von Entscheidungen des BFH abgewichen. Der BFH habe entschieden, die Anwendung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG setze nicht voraus, dass dem R&uuml;ckerwerb ein grunderwerbsteuerbarer Vorgang vorausgegangen sei (BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Februar 1954 II 14\/53 U, BFHE 58, 491, BStBl III 1954, 99, unter III., zu &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG a.F., und vom 9.&nbsp;Februar 1983 II&nbsp;R&nbsp;26\/81, juris, unter II.1., zu &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG Berlin a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Abweichung liegt aber nicht vor. Hintergrund der Aussage des FG, der Kl&auml;ger sei urspr&uuml;nglich nicht zu 100&nbsp;% an der GbR beteiligt gewesen, ist nicht die Annahme, einem R&uuml;ckerwerb m&uuml;sse ein steuerbarer Vorgang (hier: eine Anteilsvereinigung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG) vorausgegangen sein. Vielmehr h&auml;lt das FG &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG zutreffend nur dann f&uuml;r einschl&auml;gig, wenn der Erwerber die Herrschaft &uuml;ber das Grundst&uuml;ck nicht erstmalig erlangt, sondern diese innerhalb der vergangenen zwei Jahre bereits inne hatte. Dies war im Streitfall in Bezug auf den Kl&auml;ger nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Weiter r&uuml;gt der Kl&auml;ger, die Vorentscheidung weiche von dem Urteil des FG K&ouml;ln vom 22.&nbsp;September 1994&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;5642\/90 (Entscheidungen der Finanzgerichte 1995, 240) ab. Danach versto&szlig;e das FA gegen Treu und Glauben, wenn es sich nach jahrelangem Rechtsfrieden auf die Nichtigkeit des Bescheids berufe, um &#8211;ohne dass die Voraussetzungen einer &Auml;nderungsvorschrift vorl&auml;gen&#8211; einen &quot;verb&ouml;sernden&quot; Erstbescheid zu erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Divergenz besteht nicht. Denn dem Urteil des FG K&ouml;ln und der Vorentscheidung liegen unterschiedliche Sachverhalte zugrunde. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist der unter dem 27.&nbsp;Juni 2005 ergangene Feststellungsbescheid weder inhaltlich unbestimmt noch leidet er an einem schwerwiegenden Bekanntgabemangel. Die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, an die der BFH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO grunds&auml;tzlich gebunden ist, enthalten keine Anhaltspunkte f&uuml;r eine Nichtigkeit des Bescheids. Nach jenen Feststellungen hat das FA (nur) den Erwerb der C-GmbH grunderwerbsteuerrechtlich beurteilt und den Feststellungsbescheid entsprechend an die C-GmbH gerichtet. Der Erwerb des Kl&auml;gers war gerade nicht Gegenstand der Feststellung. Es bestand daher kein Anlass, den Kl&auml;ger als Inhaltsadressaten aufzuf&uuml;hren und eine Bekanntgabe an diesen vorzunehmen. Der Umstand, dass das FA nicht erkannt hat, dass der Erwerb der C-GmbH zwar nicht bei dieser, aber auf der Ebene des Kl&auml;gers steuerbar gewesen ist, f&uuml;hrt nicht zur Nichtigkeit des gegen die C-GmbH erlassenen, zutreffenden negativen Feststellungsbescheids.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dar&uuml;ber hinaus macht der Kl&auml;ger eine Abweichung der Vorentscheidung von den BFH-Urteilen vom 19.&nbsp;August 1999 IV&nbsp;R&nbsp;34\/98 (BFH\/NV 2001, 409) und vom 1.&nbsp;Dezember 2004 II&nbsp;R&nbsp;10\/02 (BFH\/NV 2005, 1365) sowie von den BFH-Beschl&uuml;ssen vom 29.&nbsp;Juni 1988 IV&nbsp;B&nbsp;70\/88 (BFH\/NV 1989, 613) und vom 25.&nbsp;November 1999 VII&nbsp;S&nbsp;19\/99 (BFH\/NV 2000, 551) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese R&uuml;ge ist bereits unzul&auml;ssig, da sie den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO nicht gen&uuml;gt. Der Kl&auml;ger hat keine abstrakten Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits herausgearbeitet. Seine sinngem&auml;&szlig; aufgeworfene Frage, ob der negative Feststellungsbescheid vom 27.&nbsp;Juni 2005 dahin ausgelegt werden kann, dass er &#8211;der Kl&auml;ger&#8211; Inhaltsadressat des Bescheids ist, betrifft lediglich den konkreten Einzelfall und stellt kein abstraktes Rechtsproblem dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch die R&uuml;ge des Kl&auml;gers, das FG habe gegen seine Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) versto&szlig;en, ist nicht schl&uuml;ssig dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Macht der Beschwerdef&uuml;hrer geltend, das FG h&auml;tte den Sachverhalt auch ohne entsprechenden Beweisantritt von Amts wegen weiter aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, sind u.a. substantiierte Ausf&uuml;hrungen dar&uuml;ber erforderlich, aus welchen Gr&uuml;nden (genaue Angabe) sich dem FG die Notwendigkeit einer weiteren Aufkl&auml;rung des Sachverhalts oder einer Beweiserhebung auch ohne einen entsprechenden Antrag h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei einer weiteren Sachaufkl&auml;rung oder Beweisaufnahme voraussichtlich ergeben h&auml;tten und inwiefern eine weitere Aufkl&auml;rung des Sachverhalts auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (z.B. BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;August 2015 III&nbsp;B&nbsp;112\/14, BFH\/NV 2015, 1595, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) An solchen Darlegungen fehlt es. Der Kl&auml;ger r&uuml;gt zwar vordergr&uuml;ndig, das FG habe den Sachverhalt weiter aufkl&auml;ren m&uuml;ssen. Tats&auml;chlich wendet er sich aber gegen die Sachverhaltsw&uuml;rdigung des Gerichts und damit gegen die inhaltliche Richtigkeit der Entscheidung. Die Sachverhalts- und Beweisw&uuml;rdigung ist revisionsrechtlich dem materiellen Recht zuzuordnen und deshalb der Pr&uuml;fung des BFH im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde entzogen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Mai 2018 I&nbsp;B&nbsp;114\/17, BFH\/NV 2018, 1092, Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.1.2019, II B 98\/17ECLI:DE:BFH:2019:B.220119.IIB98.17.0 R&uuml;ckerwerb eines treuh&auml;nderisch gehaltenen Gesellschaftsanteils Leits&auml;tze 1. NV: Erwirbt der Treuh&auml;nder Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft, die er zun&auml;chst f&uuml;r den Treugeber gehalten hatte, nach Aufl&ouml;sung der Treuhand zivilrechtlich zur&uuml;ck, liegt kein Fall des &sect; 16 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG vor. 2. NV: Mit dem Erwerb der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-98-17-rueckerwerb-eines-treuhaenderisch-gehaltenen-gesellschaftsanteils\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;B&nbsp;98\/17 &#8211; R&uuml;ckerwerb eines treuh&auml;nderisch gehaltenen Gesellschaftsanteils<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70489","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70489","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70489"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70489\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}