{"id":70517,"date":"2019-03-29T12:15:28","date_gmt":"2019-03-29T10:15:28","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70517"},"modified":"2019-03-29T12:15:28","modified_gmt":"2019-03-29T10:15:28","slug":"i-r-16-16-uebertragungsgewinn-aus-aufwaertsverschmelzung-im-organschaftsfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-16-16-uebertragungsgewinn-aus-aufwaertsverschmelzung-im-organschaftsfall\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;16\/16 &#8211; &Uuml;bertragungsgewinn aus Aufw&auml;rtsverschmelzung im Organschaftsfall"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.9.2018, I R 16\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.260918.IR16.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">&Uuml;bertragungsgewinn aus Aufw&auml;rtsverschmelzung im Organschaftsfall<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Wird eine Kapitalgesellschaft auf ihre Muttergesellschaft verschmolzen, die ihrerseits Organgesellschaft einer k&ouml;rperschaftsteuerrechtlichen Organschaft mit einer Kapitalgesellschaft als Organtr&auml;gerin ist, ist auf den Verschmelzungsgewinn weder auf der Ebene der Muttergesellschaft noch auf der Ebene der Organtr&auml;gerin das pauschale Betriebsausgaben-Abzugsverbot nach &sect; 8b Abs. 3 Satz 1 KStG anzuwenden (entgegen BMF-Schreiben vom 11. November 2011, BStBl I 2011, 1314, Rz 12.07).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 19. November 2015&nbsp;&nbsp;9 K 3400\/13 K,F aufgehoben, soweit &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31. Dezember 2006 entschieden worden ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Bescheid des Beklagten vom 3. Februar 2017 &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31. Dezember 2006 wird dahin abge&auml;ndert, dass der verbleibende Verlustvortrag um &#8230; EUR erh&ouml;ht wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine Kapitalgesellschaft, die im Streitjahr (2006) in der Rechtsform einer AG t&auml;tig war, ist die Obergesellschaft des A-Konzerns. Im Streitjahr hielt die Kl&auml;gerin alle Gesch&auml;ftsanteile der B-GmbH. Die B-GmbH war ihrerseits zu 95,9454&nbsp;% an der C-GmbH beteiligt, welche wiederum mit einer Beteiligungsquote von 95,7746&nbsp;% Gesellschafterin der D-GmbH war. Aufgrund von Ergebnisabf&uuml;hrungsvertr&auml;gen bestanden im Streitjahr jeweils k&ouml;rperschaftsteuerrechtliche Organschaften zwischen der Kl&auml;gerin und der B-GmbH, zwischen der B-GmbH und der C-GmbH sowie &#8211;als sog. mittelbare Organschaft&#8211; zwischen der B-GmbH und der D-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die D-GmbH nahm in ihren Handelsbilanzen zum 31.&nbsp;Dezember 2005 und zum 31.&nbsp;Dezember 2006 Wertberichtigungen auf eine Beteiligung an einer ausl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft im Betrag von &#8230;&nbsp;EUR (2005) und &#8230;&nbsp;EUR (2006) vor. Da diese Wertberichtigungen steuerlich nicht zu ber&uuml;cksichtigen waren, bildete die B-GmbH als Organtr&auml;gerin in ihrer Steuerbilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2005 einen aktiven steuerlichen Ausgleichsposten in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und erh&ouml;hte diesen zum 31.&nbsp;Dezember 2006 auf &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom &#8230; 2007 wurde die D-GmbH unter Aufl&ouml;sung ohne Abwicklung r&uuml;ckwirkend zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag 31.&nbsp;Dezember 2006 zu Buchwerten auf die C-GmbH verschmolzen. Im Rahmen der Ermittlung des bei der C-GmbH eintretenden Verschmelzungsergebnisses l&ouml;ste die Kl&auml;gerin den bei der B-GmbH aktivierten steuerlichen Ausgleichsposten von &#8230;&nbsp;EUR auf und neutralisierte auf diese Weise die im Vergleich zur Handelsbilanz um den n&auml;mlichen Betrag h&ouml;heren Buchwerte in der steuerlichen Schlussbilanz der D-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) war nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung der Auffassung, der bei der B-GmbH gebildete aktive steuerliche Ausgleichsposten sei bei der Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Die Verschmelzung der D-GmbH (Organgesellschaft der mittelbaren Organschaft) auf die C-GmbH (&quot;Zwischengesellschaft&quot; der mittelbaren Organschaft) f&uuml;hre bei der B-GmbH (Organtr&auml;gerin der mittelbaren Organschaft) nicht zur Aufl&ouml;sung des Ausgleichspostens; dieser wandele sich vielmehr zu einem Ausgleichsposten zur Beteiligung der B-GmbH an der C-GmbH und sei erst im Falle einer Ver&auml;u&szlig;erung jener Beteiligung aufzul&ouml;sen. Das FA kam auf diese Weise zum Ansatz eines um &#8230;&nbsp;EUR h&ouml;heren &Uuml;bernahmegewinns. Den &Uuml;bernahmegewinn belie&szlig; das FA zwar nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (KStG) steuerfrei; jedoch setzte es auf der Ebene der Kl&auml;gerin 5&nbsp;% des &Uuml;bernahmegewinns (&#8230;&nbsp;EUR) unter Berufung auf &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG als nichtabziehbare Betriebsausgaben an. Auf dieser Grundlage setzte das FA in &Auml;nderungsbescheiden vom 16.&nbsp;September 2014 die K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r das Streitjahr (auf null&nbsp;EUR) und stellte den verbleibenden Verlustvortrag zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 gesondert fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In erster Instanz stritten die Beteiligten des Weiteren dar&uuml;ber, in welchem Umfang die im Zusammenhang mit der Ver&auml;u&szlig;erung einer Unternehmensgruppe (M-Gruppe) vom A-Konzern im Streitjahr vereinnahmten Gelder als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne der Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG unterfallen. Als Gesamtverg&uuml;tung f&uuml;r die Unternehmensgruppe waren in dem am &#8230;&nbsp;September 2006 &#8211;unter der aufschiebenden Bedingung kartellrechtlicher Genehmigungen&#8211; abgeschlossenen Kaufvertrag &#8230;&nbsp;EUR &quot;zuz&uuml;glich eines Betrags entsprechend einer Verzinsung hierauf mit einer j&auml;hrlichen Rate in H&ouml;he des Euro-LIBOR &#8230; ab und einschlie&szlig;lich 1.&nbsp;Juli 2006 bis einschlie&szlig;lich dem Settlement Date&quot; vereinbart worden. Der Festbetrag und der nach den vorstehenden Ma&szlig;gaben f&uuml;r den Zeitraum bis zum 15.&nbsp;Dezember 2006 berechnete Zusatzbetrag wurden am 15.&nbsp;Dezember 2006 von der Erwerberin an den A-Konzern gezahlt. Die Kl&auml;gerin erfasste die Gesamtverg&uuml;tung einheitlich als nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG steuerfreien Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn und rechnete ihrem Gewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG 5&nbsp;% jenes Betrags als nichtabziehbare Betriebsausgaben hinzu. Das FA war der Auffassung, das wirtschaftliche Eigentum an der M-Gruppe sei bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufvertrags am &#8230;&nbsp;September 2006 auf die Erwerberin &uuml;bergegangen; daher sei der vereinbarte Zusatzbetrag, soweit er auf die Zeit nach dem &#8230;&nbsp;September 2006 entfalle &#8211;d.h. in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR&#8211; wirtschaftlich als steuerpflichtiger Zinsertrag und nicht als Bestandteil des steuerfreien Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte in Bezug auf den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 in beiden Streitpunkten Erfolg; das Finanzgericht (FG) M&uuml;nster hat den Feststellungsbescheid mit Urteil vom 19.&nbsp;November 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;3400\/13&nbsp;K,F (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 594) entsprechend ge&auml;ndert. Hinsichtlich des K&ouml;rperschaftsteuerbescheids 2006 hat das FG die Klage als unzul&auml;ssig abgewiesen, weil es an der erforderlichen Beschwer der Kl&auml;gerin fehle (Nullbescheid).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die Revision des FA. Mit am 16.&nbsp;August 2017 beim Bundesfinanzhof (BFH) eingegangenen Schriftsatz hat das FA die Revision im Hinblick auf den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2006 zur&uuml;ckgenommen. In der Sache wendet sich das FA mit seiner Revision nur noch gegen die Aufl&ouml;sung des organschaftlichen Ausgleichspostens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens hat das FA die angefochtenen Bescheide zweimal &#8211;zuletzt am 3.&nbsp;Februar 2017&#8211; ge&auml;ndert. Den verbleibenden Verlustvortrag zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 hat das FA dabei um &#8230;&nbsp;EUR erh&ouml;ht (von &#8230;&nbsp;EUR auf &#8230;&nbsp;EUR). Dieser Betrag entspricht dem Klagebegehren zum Streitpunkt Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn hinsichtlich der M-Gruppe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil, soweit es &uuml;ber die Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 entschieden hat, aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, den Bescheid vom 3.&nbsp;Februar 2017 &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 dahin zu &auml;ndern, dass der verbleibende Verlustvortrag um &#8230;&nbsp;EUR erh&ouml;ht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, weil der nach Ergehen des FG-Urteils erlassene Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 vom 3.&nbsp;Februar 2017 an die Stelle des urspr&uuml;nglich angefochtenen Bescheids getreten ist. Dem FG-Urteil liegt infolgedessen ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde und das angefochtene Urteil kann deswegen keinen Bestand mehr haben. Da die vom FG festgestellten tats&auml;chlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die &Auml;nderung des angefochtenen Bescheids unber&uuml;hrt geblieben sind, bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211; (z.B. Senatsurteil vom 26.&nbsp;Februar 2014 I&nbsp;R&nbsp;56\/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703). Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG insoweit getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden daher nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die sonach gegen den &Auml;nderungsbescheid vom 3.&nbsp;Februar 2017 gerichtete Klage ist begr&uuml;ndet. Das FA hat den verbleibenden Verlustvortrag zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 um &#8230;&nbsp;EUR (5&nbsp;% von &#8230;&nbsp;EUR) zu niedrig angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin ist nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 (JStG 2010) vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768, BStBl I 2010, 1394) i.V.m. &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung gehindert, im Rechtsbehelfsverfahren gegen den Bescheid &uuml;ber die Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer Einwendungen vorzubringen, die die H&ouml;he ihres im Streitjahr zu versteuernden Einkommens betreffen. Denn &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG i.d.F. des JStG 2010 gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG 2010 erstmals f&uuml;r Verluste, f&uuml;r die nach dem 13.&nbsp;Dezember 2010 eine Erkl&auml;rung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags abgegeben wird und ist mithin auf die Verlustfeststellung der Kl&auml;gerin zum 31.&nbsp;Dezember 2006 nicht anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zu Recht entschieden, dass der verbleibende Verlustvortrag der Kl&auml;gerin zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 nicht um 5&nbsp;% eines steuerfreien &Uuml;bertragungsgewinns der C-GmbH aus der Verschmelzung der D-GmbH zu mindern ist. Dabei muss nicht dar&uuml;ber entschieden werden, inwiefern bei der Berechnung des &Uuml;bertragungsergebnisses nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Umwandlungssteuergesetzes 2006 (UmwStG 2006) in der vorliegenden Konstellation der mittelbaren Organschaft (zwischen der B-GmbH und der D-GmbH) bei der B-GmbH gebildete aktive steuerliche Ausgleichsposten saldierend einzubeziehen sind. Denn von einem etwaigen &Uuml;bertragungsgewinn w&uuml;rden weder auf der Ebene der Einkommensermittlung der C-GmbH noch auf jener der B-GmbH oder derjenigen der Kl&auml;gerin 5&nbsp;% als Betriebsausgaben gelten, die nicht abgezogen werden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Verpflichtet sich eine Europ&auml;ische Gesellschaft, Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien mit Gesch&auml;ftsleitung und Sitz im Inland (Organgesellschaft) durch einen Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag i.S. des &sect;&nbsp;291 Abs.&nbsp;1 des Aktiengesetzes, ihren ganzen Gewinn an ein einziges anderes gewerbliches Unternehmen abzuf&uuml;hren, so ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG das Einkommen der Organgesellschaft unter den dort beschriebenen Voraussetzungen dem Tr&auml;ger des Unternehmens (Organtr&auml;ger) zuzurechnen. Entsprechendes gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 Satz&nbsp;1 KStG, wenn eine andere als die in &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG bezeichnete Kapitalgesellschaft &#8211;beispielsweise eine GmbH&#8211; mit Gesch&auml;ftsleitung und Sitz im Inland sich wirksam verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an ein anderes Unternehmen i.S. des &sect;&nbsp;14 KStG abzuf&uuml;hren und die in &sect;&nbsp;17 Satz&nbsp;2 KStG benannten weiteren Voraussetzungen erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Organgesellschaft und Organtr&auml;ger handelt es sich unbeschadet der Abf&uuml;hrungsverpflichtung zivil- wie steuerrechtlich um unterschiedliche Rechtstr&auml;ger, die ihr jeweiliges Einkommen selbst&auml;ndig ermitteln (sog. gebrochene oder eingeschr&auml;nkte Einheitstheorie; s. zur insoweit st&auml;ndigen BFH-Rechtsprechung z.B. Senatsurteil vom 4.&nbsp;Juni 2003 I&nbsp;R&nbsp;100\/01, BFHE 203, 171, BStBl II 2004, 244, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den von den Beteiligten nicht in Zweifel gezogenen Feststellungen der Vorinstanz bestanden im Streitjahr k&ouml;rperschaftsteuerrechtliche Organschaften im vorstehend beschriebenen Sinne u.a. zwischen der C-GmbH (als Organgesellschaft) und der B-GmbH (als Organtr&auml;gerin) und zwischen der B-GmbH (als Organgesellschaft) und der Kl&auml;gerin (als Organtr&auml;gerin). Dies hat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;17 Satz&nbsp;1 KStG zur Folge, dass das Einkommen der C-GmbH der B-GmbH und das Einkommen der B-GmbH wiederum der Kl&auml;gerin zuzurechnen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zutreffend sind die Beteiligten und das FG davon ausgegangen, dass nach der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Rechtslage die Einwendungen gegen die H&ouml;he des dem Organtr&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 i.V.m. &sect;&nbsp;17 KStG zugerechneten Einkommens der Organgesellschaft vom Organtr&auml;ger im Rechtsbehelfsverfahren gegen dessen eigene Steuerfestsetzung geltend zu machen sind. Der die Organgesellschaft betreffende Steuerbescheid ist in diesem Zusammenhang kein Grundlagenbescheid (vgl. Senatsurteil vom 6.&nbsp;Juli 2016 I&nbsp;R&nbsp;25\/14, BFHE 254, 326, BStBl II 2018, 124). Das mit dem Gesetz zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20.&nbsp;Februar 2013 (BGBl I 2013, 285, BStBl I 2013, 188) in &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;5 KStG 2002 verankerte Verfahren der gesonderten und einheitlichen Feststellung gilt erst f&uuml;r die nach dem 31.&nbsp;Dezember 2013 beginnenden Feststellungszeitr&auml;ume (&sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;9 Nr.&nbsp;9 KStG 2002 i.d.F. des vorgenannten Gesetzes).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Entgegen der dem angefochtenen Bescheid zugrunde liegenden Auffassung des FA enth&auml;lt das der B-GmbH zuzurechnende Einkommen der C-GmbH &#8211;und folglich auch das der Kl&auml;gerin zuzurechnende Einkommen der B-GmbH&#8211; keinen (nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG steuerfreien) &Uuml;bernahmegewinn aus der Verschmelzung der D-GmbH auf die C-GmbH, von dem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG 5&nbsp;% als Ausgaben gelten k&ouml;nnten, die nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden d&uuml;rfen (pauschales Betriebsausgaben-Abzugsverbot).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei der Verschmelzung der D-GmbH auf die C-GmbH hat es sich um eine Verschmelzung auf eine andere K&ouml;rperschaft gehandelt, deren spezielle steuerlichen Folgen im dritten Teil (&sect;&sect;&nbsp;11&nbsp;ff.) des UmwStG 2006 geregelt sind. F&uuml;r die &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft (hier: C-GmbH) bestimmt &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006, dass diese die auf sie &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter mit dem in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft (hier: D-GmbH) enthaltenen Wert i.S. des &sect;&nbsp;11 UmwStG 2006 zu &uuml;bernehmen hat. &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 bestimmt weiter, dass bei der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft ein Gewinn oder ein Verlust in H&ouml;he des Unterschieds zwischen dem Buchwert der Anteile an der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft und dem Wert, mit dem die &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter zu &uuml;bernehmen sind, abz&uuml;glich der Kosten f&uuml;r den Verm&ouml;gens&uuml;bergang &#8211;mit anderen Worten: der jeweilige &Uuml;bertragungsgewinn oder -verlust&#8211; &quot;au&szlig;er Ansatz&quot; bleibt. Das &Uuml;bertragungsergebnis ist daher bei der Einkommensermittlung der aufnehmenden K&ouml;rperschaft au&szlig;erbilanziell zu neutralisieren (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 11.&nbsp;November 2011 &#8211;sog. Umwandlungssteuererlass 2011&#8211;, BStBl I 2011, 1314, Rz&nbsp;12.05).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz 2 UmwStG 2006 ist &sect;&nbsp;8b KStG anzuwenden, soweit der Gewinn i.S. des Satzes&nbsp;1 abz&uuml;glich der anteilig darauf entfallenden Kosten f&uuml;r den Verm&ouml;gens&uuml;bergang, dem Anteil der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft entspricht. Damit wird im Hinblick auf einen etwaigen &Uuml;bertragungsgewinn auf der Ebene der aufnehmenden K&ouml;rperschaft grunds&auml;tzlich auch die Anwendung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG angeordnet, dem zufolge 5&nbsp;% des jeweiligen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns (hier: &Uuml;bertragungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006) als Ausgaben gelten, die nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelungen in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 2 UmwStG 2006 sollen f&uuml;r den hier vorliegenden Fall der Aufw&auml;rtsverschmelzung der Tochtergesellschaft auf die Muttergesellschaft bewirken, dass das verschmelzungsbedingte &Uuml;bertragungsergebnis auf der Ebene der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft wie der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG behandelt wird (vgl. die Begr&uuml;ndung des Entwurfs der Bundesregierung zum Gesetz &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften in BTDrucks 16\/2710, S.&nbsp;41 und dem dazu gegebenen Bericht des Finanzausschusses in BTDrucks 16\/3369, S.&nbsp;10; s.a. Senatsurteil vom 9.&nbsp;Januar 2013 I&nbsp;R&nbsp;24\/12, BFHE 240, 115, BStBl II 2018, 509).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei isolierter Anwendung der vorstehenden Bestimmungen auf den Streitfall erg&auml;be sich somit, dass ein etwaiger &Uuml;bertragungsgewinn aus der Verschmelzung der D-GmbH auf die C-GmbH in der Steuerbilanz der C-GmbH au&szlig;er Ansatz zu bleiben h&auml;tte, dass jedoch infolge der durch &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 angeordneten Geltung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG dem Ergebnis der C-GmbH ein Betrag in H&ouml;he von 5&nbsp;% dieses Gewinns als nichtabziehbare Betriebsausgabe hinzuzurechnen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Jedoch besteht im Streitfall die Besonderheit, dass es sich bei dem aufnehmenden Rechtstr&auml;ger (C-GmbH) um eine Organgesellschaft im Rahmen der mit der B-GmbH als Organtr&auml;gerin bestehenden Organschaft handelt und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG bei der Ermittlung des Einkommens bei Organschaft abweichend von den allgemeinen Vorschriften &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 bis 6 KStG und &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2006 &#8211;mithin auch die Bestimmung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG zum pauschalen Betriebsausgaben-Abzugsverbot&#8211; nicht anzuwenden sind. Stattdessen bestimmt &sect;&nbsp;15 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG, dass dann, wenn in dem dem Organtr&auml;ger zugerechneten Einkommen der Organgesellschaft Gewinne oder Gewinnminderungen i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 bis 3 KStG oder mit solchen Betr&auml;gen zusammenh&auml;ngende Ausgaben i.S. des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG oder ein &Uuml;bernahmeverlust i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2006 enthalten sind, &sect;&nbsp;8b KStG, &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2006 sowie &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 und &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG bei der Ermittlung des Einkommens des Organtr&auml;gers anzuwenden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) F&uuml;r Beteiligungsertr&auml;ge der Organgesellschaft i.S. von &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 und 2 KStG (Aussch&uuml;ttungen und Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne) hat die durch &sect;&nbsp;15 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG angeordnete Nichtanwendung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 bis 6 KStG zur Folge, dass diese Beteiligungsertr&auml;ge bei der Einkommensermittlung der Organgesellschaft ber&uuml;cksichtigt werden (sog. Bruttomethode) und erst auf der Ebene des Organtr&auml;gers &#8211;abh&auml;ngig von dessen pers&ouml;nlichem Status&#8211; dem Regime des &sect;&nbsp;8b KStG oder dem Teileink&uuml;nfteverfahren nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG unterliegen (vgl. zur Bruttomethode z.B. Senatsurteile vom 14.&nbsp;Januar 2009 I&nbsp;R&nbsp;47\/08, BFHE 224, 126, BStBl II 2011, 131, und vom 17.&nbsp;Dezember 2014 I&nbsp;R&nbsp;39\/14, BFHE 248, 179, BStBl II 2015, 1052).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Inwiefern die Bruttomethode auch hinsichtlich eines &Uuml;bertragungsgewinns aus einer Aufw&auml;rtsverschmelzung auf eine Organgesellschaft zur Anwendung kommen kann, ist umstritten. Ein Teil der Literatur (R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;91&nbsp;f.; R&ouml;dder\/Liekenbrock in R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;60; Wisniewski in Haritz\/ Menner, Umwandlungssteuergesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;60; Bl&uuml;mich\/Klingberg, &sect;&nbsp;12 UmwStG 2006 Rz&nbsp;54; Kn&ouml;ller in Eisgruber, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;52; Edelmann in Kraft\/ Edelmann\/Bron, Umwandlungssteuergesetz, &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;142; Walter in Ernst &#038; Young, KStG, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;35; Erle\/Heurung in Erle\/Sauter, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 KStG Rz&nbsp;44; Dallwitz in Schnitger\/ Fehrenbacher, KStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;92) lehnt die Anwendung der Bruttomethode in dieser Konstellation ab, weil der &Uuml;bertragungsgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 bei dem aufnehmenden Rechtstr&auml;ger (Organgesellschaft) au&szlig;er Ansatz bleibe und demnach nicht &#8211;wie es &sect;&nbsp;15 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG f&uuml;r die Anwendung z.B. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 bis 3 KStG auf der Ebene des Organtr&auml;gers voraussetze&#8211; in dem dem Organtr&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG zuzurechnenden Einkommen der Organgesellschaft &quot;enthalten&quot; sei. Nach dieser Auffassung &#8211;f&uuml;r die auch die Kl&auml;gerin in ihrer Revisionserwiderung streitet&#8211; kommt es im Hinblick auf den &Uuml;bertragungsgewinn weder auf der Ebene der &uuml;bernehmenden Organgesellschaft noch auf der Ebene des Organtr&auml;gers zur Anwendung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Finanzverwaltung (BMF-Schreiben in BStBl I 2011, 1314, Rz&nbsp;12.07) und Teile der Literatur (Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;267.39; Gosch\/Neumann, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;24; Heinemann, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2012, 133, 137) halten demgegen&uuml;ber &sect;&nbsp;15 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG auch in dieser Konstellation f&uuml;r einschl&auml;gig und kommen daher zu einer Anwendung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG auf der Ebene des Organtr&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine weitere in der Literatur vertretene Auffassung (Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;77a und &sect;&nbsp;15 KStG Rz&nbsp;66&nbsp;ff.; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;15 KStG Rz&nbsp;64) h&auml;lt zwar &#8211;wie die erstgenannte Auffassung&#8211; die Bruttomethode f&uuml;r nicht anwendbar, zieht daraus jedoch den Schluss, dass &uuml;ber die Steuerfreiheit des &Uuml;bernahmegewinns und die Frage der nicht abziehbaren Betriebsausgaben endg&uuml;ltig auf der Ebene der Organgesellschaft zu entscheiden sei, bei der die Steuerfreiheit des &Uuml;bernahmegewinns nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 aber nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift durch die Anwendung des &sect;&nbsp;8b KStG eingeschr&auml;nkt sei. Danach w&auml;re im Streitfall &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG bei der Ermittlung des der Organtr&auml;gerin B-GmbH zuzurechnenden Einkommens der C-GmbH anzuwenden und w&uuml;rde mittelbar zu einer Einkommensminderung auf der Ebene der Kl&auml;gerin f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Nach Auffassung des erkennenden Senats l&auml;sst sich aus den bestehenden gesetzlichen Regelungen nur das Ergebnis der erstgenannten Auffassung ableiten, der zufolge in der vorliegenden Konstellation auf den &Uuml;bertragungsgewinn aus der Verschmelzung der D-GmbH die Bestimmung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG weder auf der Ebene der C-GmbH noch auf derjenigen der B-GmbH oder der Kl&auml;gerin zur Anwendung kommt. Die in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 vorgesehene Anwendung (auch) des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG auf das Einkommen der aufnehmenden K&ouml;rperschaft wird dann, wenn es sich dabei um eine Organgesellschaft handelt, durch &sect;&nbsp;15 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG vorbehaltlos suspendiert (im Ergebnis a.A. Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;77a, und D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;15 KStG Rz&nbsp;64). Und bei der Ermittlung des der Organtr&auml;gerin B-GmbH zuzurechnenden Einkommens der C-GmbH ist der &Uuml;bertragungsgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 au&szlig;er Ansatz zu lassen, sodass die Bestimmung des &sect;&nbsp;15 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG, die die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;8b KStG in Bezug auf Beteiligungsertr&auml;ge der Organgesellschaft bei der Ermittlung des Einkommens des Organtr&auml;gers davon abh&auml;ngig macht, dass die betreffenden Ertr&auml;ge in dem diesem nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG zuzurechnenden Einkommen der Organgesellschaft &quot;enthalten&quot; sind, den &Uuml;bertragungsgewinn nicht erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anwendung der Bruttomethode auf den &Uuml;bertragungsgewinn kann nicht daraus abgeleitet werden, dass es sich bei &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 um eine den Satz&nbsp;1 der Norm &quot;konkretisierende Spezialregelung&quot; handele (so die Argumentation von Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;267.39, und Heinemann, GmbHR 2012, 133, 137). Denn soweit der schon nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz 1 UmwStG 2006 steuerfrei bleibende &Uuml;bertragungsgewinn aus einer Aufw&auml;rtsverschmelzung betroffen ist, besteht die Bedeutung des Verweises in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 auf &sect;&nbsp;8b KStG in einer Einschr&auml;nkung der Steuerfreistellung des &Uuml;bertragungsgewinns durch &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;7 und Abs.&nbsp;8 KStG (Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;77a; Herlinghaus in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;15 KStG Rz&nbsp;50; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;15 KStG Rz&nbsp;64; vgl. auch Senatsurteile in BFHE 240, 115, BStBl II 2018, 509, Rz&nbsp;14, und vom 30.&nbsp;Juli 2014 I&nbsp;R&nbsp;58\/12, BFHE 246, 453, BStBl II 2015, 199, Rz&nbsp;22) und in der Anwendung des pauschalen Betriebsausgaben-Abzugsverbots gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG (D&ouml;tsch\/Stimpel in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;60). Die Steuerfreistellung des &Uuml;bertragungsgewinns beruht aber weiterhin auf &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 und nicht auf &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG. Die Anwendung der Bruttomethode auf den &Uuml;bertragungsgewinn w&uuml;rde es mithin erfordern, dass &sect;&nbsp;15 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG nicht nur die Anwendung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 bis 6 KStG und des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2006, sondern auch die Anwendung des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 auf die Ermittlung des Einkommens der Organgesellschaft ausschl&ouml;sse, was indessen nicht der Fall ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Die sonach offenbar vorhandene Gesetzesl&uuml;cke kann seitens der Rechtsprechung nicht durch R&uuml;ckgriff auf &uuml;bergeordnete systematische Gesichtspunkte oder durch Gesetzesanalogie geschlossen werden. Dem steht zum einen entgegen, dass sowohl die Regelungen des UmwStG 2006 zur Verschmelzung als auch die k&ouml;rperschaftsteuerlichen Regeln zur Bruttomethode bei der Organschaft in hohem Ma&szlig;e &quot;technischer&quot; Natur sind und an im Einzelnen beschriebenen (detaillierten) Merkmalen ankn&uuml;pfen; daher besteht f&uuml;r die Anwendung &uuml;ber den Gesetzeswortlaut hinausgehender Prinzipien von vornherein wenig Spielraum. Zum anderen hat der Senat bereits entschieden, dass f&uuml;r die Annahme einer umfassenden und systemkonsequenten Umsetzung der Bruttomethode sowohl die gesetzliche Grundlage als auch eine aus dem Wesen der Organschaft eindeutig abzuleitende Pflicht fehlt (Senatsurteil in BFHE 224, 126, BStBl II 2011, 131, zur Unanwendbarkeit der Bruttomethode auf abkommensrechtliche Schachtelprivilegien im Veranlagungszeitraum 2002). Dies gilt auch f&uuml;r die im Streitfall zu beurteilende Situation.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die sich aus den vorstehenden Ma&szlig;gaben ergebende Erh&ouml;hung des verbleibenden Verlustvortrags ist nicht saldierend mit einer Verringerung des Verlustvortrags in Bezug auf den in erster Instanz streitigen Komplex des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns aus dem Verkauf der M-Gruppe zu kompensieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Auch wenn das FA die Klagestattgabe in diesem Punkt akzeptiert und den Feststellungsbescheid entsprechend angepasst hat, ist der Senat verpflichtet, die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Bescheids im Rahmen des Klagebegehrens umfassend, d.h. auch unter Ber&uuml;cksichtigung der mit diesem Sachverhaltskomplex zusammenh&auml;ngenden Fragen zu pr&uuml;fen. Das prozessuale Verb&ouml;serungsverbot hindert das Gericht nicht, innerhalb des vom FA festgestellten Verlustbetrags einzelne Besteuerungsgrundlagen in tats&auml;chlicher oder rechtlicher Hinsicht f&uuml;r den Steuerpflichtigen ung&uuml;nstiger zu beurteilen, als dies in dem angefochtenen Steuerbescheid geschehen ist (vgl. z.B. Senatsurteil vom 27.&nbsp;September 2017 I&nbsp;R&nbsp;53\/15, BFHE 260, 45, BStBl II 2018, 702, zur vergleichbaren Situation bei der Steuerfestsetzung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die vorinstanzliche Entscheidung zur H&ouml;he des gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG steuerfreien Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns aus dem Verkauf der M-Gruppe h&auml;lt der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung indessen stand. Das gilt sowohl f&uuml;r die Annahme des FG, die vereinbarte Verzinsung sei Teil des Kaufpreises, soweit sich die Verzinsung auf Zeitr&auml;ume bis zum &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums an den ver&auml;u&szlig;erten Anteilen beziehe als auch f&uuml;r die Feststellung des FG, das wirtschaftliche Eigentum an den in Rede stehenden Gesch&auml;ftsanteilen der M-Gruppe sei jedenfalls nicht vor der Kaufpreiszahlung am 15.&nbsp;Dezember 2006 auf die Erwerberin &uuml;bergegangen. Zu Recht ist das FG insbesondere davon ausgegangen, dass die ausstehende kartellrechtliche Genehmigung des Verkaufs der M-Gruppe durch die Europ&auml;ische Kommission, deren Erteilung aufschiebende Bedingung f&uuml;r die Wirksamkeit des Verkaufs gewesen ist, einem &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums an den Gesch&auml;ftsanteilen auf die Erwerberin entgegengestanden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 und Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.9.2018, I R 16\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.260918.IR16.16.0 &Uuml;bertragungsgewinn aus Aufw&auml;rtsverschmelzung im Organschaftsfall Leits&auml;tze Wird eine Kapitalgesellschaft auf ihre Muttergesellschaft verschmolzen, die ihrerseits Organgesellschaft einer k&ouml;rperschaftsteuerrechtlichen Organschaft mit einer Kapitalgesellschaft als Organtr&auml;gerin ist, ist auf den Verschmelzungsgewinn weder auf der Ebene der Muttergesellschaft noch auf der Ebene der Organtr&auml;gerin das pauschale Betriebsausgaben-Abzugsverbot nach &sect; 8b Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-16-16-uebertragungsgewinn-aus-aufwaertsverschmelzung-im-organschaftsfall\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;16\/16 &#8211; &Uuml;bertragungsgewinn aus Aufw&auml;rtsverschmelzung im Organschaftsfall<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70517","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70517"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70517\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}