{"id":70518,"date":"2019-03-29T12:15:21","date_gmt":"2019-03-29T10:15:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70518"},"modified":"2019-03-29T12:15:21","modified_gmt":"2019-03-29T10:15:21","slug":"viii-r-3-15-steuerpflicht-von-zinsen-aus-lebensversicherungen-keine-steuerschaedliche-verwendung-eines-darlehens-bei-der-gewaehrung-eines-zinslosen-darlehens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-3-15-steuerpflicht-von-zinsen-aus-lebensversicherungen-keine-steuerschaedliche-verwendung-eines-darlehens-bei-der-gewaehrung-eines-zinslosen-darlehens\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;3\/15 &#8211; Steuerpflicht von Zinsen aus Lebensversicherungen &#8211; Keine steuersch&auml;dliche Verwendung eines Darlehens bei der Gew&auml;hrung eines zinslosen Darlehens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.9.2018, VIII R 3\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.250918.VIIIR3.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerpflicht von Zinsen aus Lebensversicherungen &#8211; Keine steuersch&auml;dliche Verwendung eines Darlehens bei der Gew&auml;hrung eines zinslosen Darlehens<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Gew&auml;hrung eines zinslosen Darlehens f&uuml;hrt nicht zu einer steuersch&auml;dlichen Verwendung der Darlehensvaluta eines mit einer Lebensversicherung besicherten Darlehens i.S. von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 i.V.m. &sect; 10 Abs. 2 Satz 2 EStG in der bis zum 31. Dezember 2004 geltenden Fassung, die die Steuerpflicht der au&szlig;errechnungsm&auml;&szlig;igen und rechnungsm&auml;&szlig;igen Zinsen aus den Sparanteilen der Lebensversicherung zur Folge hat (Abgrenzung zum Senatsbeschluss vom 27. M&auml;rz 2007 VIII S 23\/06, BFH\/NV 2007, 1486, sowie zum Senatsurteil vom 4. Juli 2007 VIII R 46\/06, BFHE 218, 308, BStBl II 2008, 49).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers werden der Bescheid vom 17. August 2011 &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Steuerpflicht der Zinsen aus der Versicherung Nr. &#8230; bei der &#8230; Versicherung sowie die Einspruchsentscheidung vom 21. September 2012 und das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 24. Juni 2014&nbsp;&nbsp;11 K 3859\/12 F, soweit beide den genannten Feststellungsbescheid betreffen, aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens haben der Kl&auml;ger zu 6\/11 und der Beklagte zu 5\/11 zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten um die Steuerpflicht von Zinsen aus den Sparanteilen einer Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht, die der Sicherung eines Darlehens dient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) schloss im Jahr 1987 bei der &#8230;-Versicherung eine Alters- und Berufsunf&auml;higkeitsrente mit Kapitalwahlrecht (im Folgenden: Rentenversicherung) ab. Am 30.&nbsp;Januar 2008 nahm er bei der &#8230; Bank (im Folgenden: Bank) ein Darlehen &uuml;ber 200.000&nbsp;EUR auf. Seine Anspr&uuml;che aus der Rentenversicherung trat er zur Sicherheit an die Bank ab. Die Darlehensvaluta stellte der Kl&auml;ger seiner Ehefrau zinslos als Darlehen zur Verf&uuml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Bank dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Sicherungsabtretung der Rentenversicherung angezeigt hatte, stellte das FA durch Bescheid vom 17.&nbsp;August 2011 fest, dass die au&szlig;errechnungsm&auml;&szlig;igen und rechnungsm&auml;&szlig;igen Zinsen aus den in den Beitr&auml;gen zu der Rentenversicherung enthaltenen Sparanteilen im Zeitpunkt ihrer Verrechnung oder Auszahlung insgesamt einkommensteuerpflichtig seien. Den Einspruch gegen diesen und weitere &#8211;hier nicht mehr streitgegenst&auml;ndliche&#8211; Feststellungsbescheide wies das FA durch Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;September 2012 mit der Begr&uuml;ndung zur&uuml;ck, dass das Darlehen steuersch&auml;dlich zum Erwerb einer Forderung verwendet worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner dagegen erhobenen Klage machte der Kl&auml;ger, soweit es die hier noch streitgegenst&auml;ndliche Rentenversicherung betrifft, im Wesentlichen geltend, die Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerpflicht der Sparanteile l&auml;gen nicht vor, weil die Darlehenszinsen &#8211;infolge der zinslosen Weitergabe des Betrags an seine Ehefrau&#8211; weder bei ihm noch bei seiner Ehefrau als Werbungskosten abziehbar seien. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage bez&uuml;glich s&auml;mtlicher Feststellungsbescheide durch das angegriffene Urteil vom 24.&nbsp;Juni 2014&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;3859\/12&nbsp;F ab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, das durch die vorliegend streitige Rentenversicherung abgesicherte Darlehen habe dem Erwerb einer Forderung des Kl&auml;gers gedient, so dass eine steuersch&auml;dliche Verwendung i.S. von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der bis zum 31.&nbsp;Dezember 2004 geltenden Fassung (EStG&nbsp;2004) vorliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom Senat zugelassenen Revision wendet sich der Kl&auml;ger gegen die festgestellte Steuerpflicht der Zinsen aus der Rentenversicherung. Zur Begr&uuml;ndung verweist er darauf, dass er seiner Ehefrau das Darlehen unentgeltlich und daher nicht mit der Absicht gew&auml;hrt habe, daraus Eink&uuml;nfte zu erzielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>den Bescheid des FA vom 17.&nbsp;August 2011 sowie die Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;September 2012 und das angegriffene Urteil, soweit sie die hier streitige Rentenversicherung betreffen, aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es meint, es komme beim Erwerb einer Forderung nicht auf eine Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers an. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 stelle lediglich darauf ab, ob die Schuldzinsen ihrer Rechtsnatur nach Werbungskosten oder Betriebsausgaben seien, nicht aber darauf, ob diese wegen vorhandener oder fehlender Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht abziehbar seien oder nicht. Beim Erwerb einer Forderung sei regelm&auml;&szlig;ig davon auszugehen, dass deren Refinanzierungskosten ihrer Rechtsnatur nach &#8211;also ohne Ber&uuml;cksichtigung einer Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht&#8211; Werbungskosten oder Betriebsausgaben seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Stattgabe der Klage, soweit dies mit der Revision geltend gemacht wurde. Der angegriffene Bescheid des FA vom 17.&nbsp;August 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;September 2012 ist entgegen der Auffassung des FG rechtswidrig und daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. &sect;&nbsp;9 der Verordnung &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO i.d.F. des Alterseink&uuml;nftegesetzes (AltEinkG) vom 5.&nbsp;Juli 2004 (BGBl&nbsp;I 2004, 1427) stellt das f&uuml;r die Einkommensbesteuerung des Versicherungsnehmers zust&auml;ndige Finanzamt die Steuerpflicht der au&szlig;errechnungsm&auml;&szlig;igen und rechnungsm&auml;&szlig;igen Zinsen aus den in den Beitr&auml;gen enthaltenen Sparanteilen (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG&nbsp;2004 i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des AltEinkG; nunmehr &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;28 Satz&nbsp;5 EStG) gesondert fest, wenn f&uuml;r Beitr&auml;ge zu Versicherungen auf den Erlebens- oder Todesfall die Voraussetzungen f&uuml;r den Sonderausgabenabzug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b EStG i.d.F. des AltEinkG (nunmehr &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a EStG i.d.F. des B&uuml;rgerentlastungsgesetzes Krankenversicherung &#8211;B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV&#8211; vom 16.&nbsp;Juli 2009, BGBl I 2009, 1959) i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG 2004 nicht erf&uuml;llt sind. Soweit die redaktionellen &Auml;nderungen von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 EStG durch das B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV sowie die Neufassung des &sect;&nbsp;52 EStG durch das Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur &Auml;nderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 25.&nbsp;Juli 2014 (BGBl&nbsp;I 2014, 1266) in &sect;&nbsp;9 der Verordnung &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO (bis zur &Auml;nderung durch die Dritte Verordnung zur &Auml;nderung steuerlicher Verordnungen vom 18.&nbsp;Juli 2016, BGBl&nbsp;I 2016, 1722) nicht nachvollzogen wurden, handelt es sich um ein (unbeachtliches) Redaktionsversehen des Verordnungsgebers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des FG sind die Voraussetzungen f&uuml;r den Sonderausgabenabzug jedoch gegeben. Ein Fall des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG 2004 liegt nicht vor. Die gesonderte Feststellung ist deshalb aufzuheben (vgl. Senatsurteil vom 12.&nbsp;Oktober 2011 VIII&nbsp;R&nbsp;49\/09, BFHE 235, 419, BStBl II 2014, 156, Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zinsen aus den Sparanteilen, die in den Beitr&auml;gen zu Versicherungen auf den Erlebens- oder Todesfall enthalten sind, sind nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2004 steuerpflichtig. Nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift gilt dies nicht f&uuml;r Zinsen aus Versicherungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG&nbsp;2004, die mit Beitr&auml;gen verrechnet oder im Versicherungsfall oder im Fall des R&uuml;ckkaufs des Vertrags nach Ablauf von zw&ouml;lf Jahren seit dem Vertragsschluss ausgezahlt werden. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 EStG&nbsp;2004 gilt die Steuerbefreiung nach Satz&nbsp;2 in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 allerdings nur, wenn die Voraussetzungen f&uuml;r den Sonderausgabenabzug nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a oder Buchst.&nbsp;b EStG&nbsp;2004 erf&uuml;llt sind oder soweit bei Versicherungsvertr&auml;gen Zinsen in Veranlagungszeitr&auml;umen gutgeschrieben werden, in denen Beitr&auml;ge nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG&nbsp;2004 abgezogen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die im Streitfall abgeschlossene Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht stellt zwar eine Versicherung i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 dar, n&auml;mlich eine Versicherung nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;cc EStG&nbsp;2004, die w&auml;hrend ihrer Dauer im Erlebensfall der Sicherung eines Darlehens dient. Ein Fall des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 liegt aber dennoch nicht vor, weil es an der weiteren Voraussetzung, dass die Finanzierungskosten des gesicherten Darlehens Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind, fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Regelung in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die Bundesregierung bestimmten steuersparenden Finanzierungsmodellen, insbesondere sog. Zinsaufbl&auml;hungsmodellen, den Boden entziehen wollte (vgl. BTDrucks 12\/1108, S.&nbsp;55&nbsp;ff.). Der Gesetzentwurf sah deshalb vor, den Sonderausgabenabzug f&uuml;r die Beitr&auml;ge zu Versicherungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG entfallen zu lassen, bei denen der Anspruch auf die Versicherungssumme der Tilgung oder der Sicherung eines Kredits dient, dessen Finanzierungskosten Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind (BTDrucks 12\/1108, S.&nbsp;6). Dem Ziel der steuerlichen F&ouml;rderung der eigenen privaten Vorsorge und der Hinterbliebenen durch langlaufende Lebensversicherungen widerspreche es, wenn diese Lebensversicherungen zu steuersparenden Finanzierungsmodellen eingesetzt w&uuml;rden, bei denen die Kreditzinsen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten den steuerfreien Kapitalertr&auml;gen aus den Lebensversicherungen gegen&uuml;berst&uuml;nden und die Versicherungen zur Tilgung oder Sicherung des Kredits verwendet w&uuml;rden. Es sollten deshalb solche Lebensversicherungen von der steuerlichen F&ouml;rderung ausgeschlossen werden, die im Rahmen der Erzielung von Eink&uuml;nften i.S. von &sect;&nbsp;2 EStG zur Tilgung oder Sicherung von Krediten eingesetzt werden. Kredite au&szlig;erhalb dieser Einkunftsarten, z.B. zur Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums, seien dagegen unsch&auml;dlich (BTDrucks&nbsp;12\/1108, S.&nbsp;57).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags hielt die Regelung, dass jegliche Sicherung oder Tilgung von Krediten durch Lebensversicherungen steuersch&auml;dlich sein sollte, deren Finanzierungskosten bei der Erzielung steuerpflichtiger Eink&uuml;nfte abzugsf&auml;hig sind, aus &quot;wirtschaftspolitischen, wohnungsbaupolitischen und mittelstandspolitischen Gr&uuml;nden&quot; f&uuml;r zu restriktiv und nicht vertretbar; er schlug deshalb eine L&ouml;sung vor, bei der neben der bisher schon m&ouml;glichen steuerunsch&auml;dlichen Verwendung von Lebensversicherungen zur Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums drei weitere F&auml;lle des steuerunsch&auml;dlichen Einsatzes von Lebensversicherungen zu Finanzierungszwecken &#8211;im einkommensteuerbaren Bereich&#8211; zugelassen wurden (BTDrucks 12\/1506, S.&nbsp;156&nbsp;f., 170). Dieser Vorschlag wurde &#8211;nach einer weiteren Anpassung durch den Vermittlungsausschuss, insbesondere zum Ausschluss von Forderungen von der steuerunsch&auml;dlichen Finanzierung (vgl. BTDrucks&nbsp;12\/2044, S.&nbsp;2)&#8211; durch das Steuer&auml;nderungsgesetz 1992 in das EStG &uuml;bernommen (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004). Anwendbar ist die Regelung, wenn die Anspr&uuml;che aus dem Versicherungsvertrag nach dem 13.&nbsp;Februar 1992 zur Sicherung eines Darlehens dienen (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;24 Satz&nbsp;3 EStG&nbsp;2004).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nicht steuersch&auml;dlich i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 sind danach Darlehen, deren Finanzierungskosten unter keinen Umst&auml;nden zu Werbungkosten oder Betriebsausgaben f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des Senats kommt es zwar lediglich darauf an, dass die Finanzierungskosten ihrer Art nach Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind (Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Februar 2008 VIII&nbsp;B&nbsp;103\/07, BFH\/NV 2008, 980, unter 3.b; Senatsurteil vom 24.&nbsp;November 2009 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/07, BFHE 228, 36, BStBl II 2011, 251, unter II.2.b; FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 23.&nbsp;Januar 2009&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;327\/05, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2010, 213, unter I.2.b&nbsp;aa; Nieders&auml;chsisches FG, Urteile vom 14.&nbsp;Februar 2002&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;206\/97, EFG 2002, 762, unter II.2.a&nbsp;bb, und vom 19.&nbsp;November 2015&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;19\/13, EFG 2017, 199, Rz&nbsp;18). Die Abzugsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG 2004 ist zudem nicht personenbezogen. Steuersch&auml;dlich kann vielmehr auch die Verwendung der Versicherung durch und f&uuml;r Dritte sein (Senatsurteil in BFHE 228, 36, BStBl II 2011, 251, unter II.2.b; FG M&uuml;nster, Urteil vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2005&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1191\/02&nbsp;F, EFG 2005, 1678; Nieders&auml;chsisches FG, Urteil in EFG 2017, 199, Rz&nbsp;21; Schmidt\/Heinicke, EStG, 23.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;188). Nicht notwendig ist des Weiteren, dass die Betriebsausgaben oder Werbungskosten tats&auml;chlich geltend gemacht werden und sich steuerlich auswirken (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2008, 980, unter 3.b; FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil in EFG 2010, 213, unter I.2.b&nbsp;aa; FG Hamburg, Urteil vom 16.&nbsp;Juli 1999 VI&nbsp;263\/97, EFG 1999, 1117, unter 1.c; Nieders&auml;chsisches FG, Urteil in EFG 2002, 762, unter II.2.a&nbsp;bb). Es ist deshalb auch unerheblich, dass Werbungkosten bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen ab dem Veranlagungszeitraum 2009 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG in der ab 1.&nbsp;Januar 2009 geltenden Fassung nicht mehr abgezogen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht steuersch&auml;dlich sind nach dem Gesetzeswortlaut sowie der eindeutigen Gesetzesbegr&uuml;ndung (BTDrucks&nbsp;12\/1108, S.&nbsp;57) jedoch Finanzierungen, die von vornherein au&szlig;erhalb der steuerlichen Einkunftsarten i.S. von &sect;&nbsp;2 EStG stehen, also insbesondere der Finanzierung von Privatausgaben dienen (vgl. Senatsurteil vom 13.&nbsp;Juli 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;48\/02, BFHE 207, 136, BStBl II 2004, 1060, unter II.2.c; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 15.&nbsp;Juni 2000 IV&nbsp;C&nbsp;4&nbsp;-S&nbsp;2221-&nbsp;86\/00, BStBl I 2000, 1118, Rz&nbsp;8; Bauschatz in Korn, &sect;&nbsp;10 EStG Rz&nbsp;245; Becker\/ Bur, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung 1998, 120, 122; Dahm, Deutsche Steuer-Zeitung 1993, 385, 388; Ehlers, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 1993, Beilage&nbsp;4, S.&nbsp;3&nbsp;f.; Fischer in Kirchhof, EStG, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;17; G&uuml;nther in Dankmeyer\/Lochte, Einkommensteuer, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;76; Horlemann, Die Information f&uuml;r Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer 1992, 294; ders., BB 1993, 2201, 2208; Kessens, EFG 2017, 201; Kulosa in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, 283.&nbsp;Erg&auml;nzungslieferung Dezember 2017, &sect;&nbsp;10 EStG Rz&nbsp;126; Lindberg in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;189; HHR\/Nolde, 178.&nbsp;Erg&auml;nzungslieferung Februar 1995, &sect;&nbsp;10 EStG Rz&nbsp;378; Scheurmann-Kettner\/Broudr&eacute;, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 1993, 343, 345; S&ouml;hn, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;P&nbsp;68; Steiner in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;10 EStG Rz&nbsp;844; Wacker, DB 1993, Beilage&nbsp;4, S.&nbsp;5&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) So liegt der Fall hier. Der Kl&auml;ger hat aus privaten Motiven seiner Ehefrau unentgeltlich ein Darlehen gew&auml;hrt. Mangels (angestrebter) Einnahmen &#8211;als Grundlage jeglicher Einkommensbesteuerung (vgl. Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;3; Kirchhof, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;A&nbsp;30&nbsp;f.)&#8211; liegt insoweit von vornherein keine einkommensteuerbare T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers vor. Seine Refinanzierungskosten stellen unter keinen Umst&auml;nden Betriebsausgaben oder Werbungskosten im Rahmen einer Einkunftsart, sondern Kosten der privaten Lebensf&uuml;hrung dar (vgl. auch Wacker, DB 1993 Beilage&nbsp;4, S.&nbsp;5&nbsp;f. zur Darlehensgew&auml;hrung unter nahen Angeh&ouml;rigen). Er hat die Rentenversicherung daher nicht steuersch&auml;dlich i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 zur Sicherung eines Darlehens, dessen Finanzierungskosten Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind, verwendet. Etwas anderes ergibt sich nicht daraus, dass die Abzugsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 nicht personenbezogen ist, so dass auch die sch&auml;dliche Verwendung durch oder f&uuml;r Dritte zur Steuerpflicht f&uuml;hrt (Senatsurteil in BFHE 228, 36, BStBl II 2011, 251, unter II.2.b). Die Anspr&uuml;che aus der Rentenversicherung haben im vorliegenden Fall nicht der Besicherung eines Darlehens eines Dritten gedient, denn der Kl&auml;ger hat den besicherten Kreditvertrag selbst abgeschlossen. Die Finanzierungskosten waren somit keine Aufwendungen &#8211;und daher auch keine Betriebsausgaben oder Werbungskosten&#8211; der Ehefrau, sondern Aufwendungen des Kl&auml;gers als Darlehensnehmer (vgl. Senatsurteil vom 21.&nbsp;Februar 2017 VIII&nbsp;R&nbsp;10\/14, BFHE 257, 267, BStBl II 2017, 819, Rz&nbsp;18&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aus der Rechtsprechung des Senats, nach der es unter bestimmten Voraussetzungen nicht darauf ankommt, ob die Finanzierungskosten wegen vorhandener bzw. fehlender Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht abziehbar sind oder nicht (Senatsbeschluss vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2007 VIII&nbsp;S&nbsp;23\/06, BFH\/NV 2007, 1486, sowie Senatsurteil vom 4.&nbsp;Juli 2007 VIII&nbsp;R&nbsp;46\/06, BFHE 218, 308, BStBl II 2008, 49, unter II.2.c&nbsp;aa), ergibt sich keine andere Beurteilung. In den dort entschiedenen F&auml;llen stellten die Finanzierungskosten zweifelsfrei Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften des Darlehensnehmers aus Kapitalverm&ouml;gen dar, weil das Darlehen der Anschaffung oder Erh&ouml;hung eines GmbH-Anteils diente. Es ging lediglich um die Frage, ob die zwischenzeitliche Einzahlung des Darlehensbetrags auf ein verzinsliches Girokonto, von dem es erst mehr als einen Monat sp&auml;ter an die GmbH &uuml;berwiesen wurde, der R&uuml;ckausnahme des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG&nbsp;2004 entgegenstand. In diesem Zusammenhang hatte der Senat bereits durch Urteil vom 13.&nbsp;Juli 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;61\/03 (BFH\/NV 2005, 184, unter II.2.b&nbsp;bb) entschieden, dass die &quot;Willensentscheidung, aus der Forderung [zun&auml;chst] Zinsertr&auml;ge erzielen zu wollen&quot;, &quot;eine steuersch&auml;dliche Verwendung&quot; darstellt, die dazu f&uuml;hrt, dass keine &quot;unmittelbare und ausschlie&szlig;liche&quot; Verwendung des Darlehensbetrags zur Anschaffung eines beg&uuml;nstigten Wirtschaftsguts i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG&nbsp;2004 vorliegt (vgl. auch Senatsurteile vom 9.&nbsp;Februar 2010 VIII&nbsp;R&nbsp;21\/07, BFHE 229, 108, BStBl II 2011, 257, unter Rz&nbsp;24 a.E., und vom 12.&nbsp;Oktober 2011 VIII&nbsp;R&nbsp;7\/09, BFH\/NV 2012, 564, unter Rz&nbsp;17 a.E., sowie Moritz, Aktuelles Steuerrecht 2004, 627, 647&nbsp;ff.). Nur in diesem Zusammenhang kommt es &#8211;f&uuml;r die Annahme der &quot;steuersch&auml;dlichen Disposition&quot; aufgrund der &quot;Willensentscheidung, Zinsertr&auml;ge zu erzielen&quot;&#8211; nicht auf eine Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht an. Im vorliegenden Fall stellt sich die Frage nach den Voraussetzungen der R&uuml;ckausnahme des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG&nbsp;2004 jedoch nicht. Auch aus den Senatsentscheidungen in BFH\/NV 2007, 1486 und in BFHE 218, 308, BStBl II 2008, 49 kann nicht gefolgert werden, dass es f&uuml;r die Beurteilung, ob die Finanzierungskosten des Darlehens Betriebsausgaben oder Werbungskosten i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EStG&nbsp;2004 darstellen, nicht darauf ankommt, ob eine Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht vorliegt (im Ergebnis gl.A. FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil in EFG 2010, 213, unter I.2.b&nbsp;aa; Nieders&auml;chsisches FG, Urteil in EFG 2002, 762, unter II.2.a&nbsp;bb&nbsp;aaa; G&uuml;nther in Dankmeyer\/Lochte, a.a.O., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;76; Kessens, EFG 2017, 201; S&ouml;hn, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;P&nbsp;68; a.A. Nieders&auml;chsisches FG, Urteil in EFG 2017, 199, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ein anderes Ergebnis ist schlie&szlig;lich auch nicht aufgrund des Gesetzeszwecks von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;2004 geboten. Es handelt sich vorliegend weder um ein Zinsaufbl&auml;hungs- noch um ein Steuersparmodell (vgl. zu diesem begrenzten Gesetzeszweck als Auslegungsma&szlig;stab Senatsurteile in BFHE 218, 308, BStBl II 2008, 49, unter II.2.c&nbsp;aa; in BFHE 228, 36, BStBl II 2011, 251, Rz&nbsp;20, und in BFHE 229, 108, BStBl II 2011, 257, Rz&nbsp;18). Im Gegenteil k&ouml;nnen (abgesehen von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG in der ab 1.&nbsp;Januar 2009 geltenden Fassung) aufgrund der gew&auml;hlten Gestaltung weder der Kl&auml;ger noch die Ehefrau die Finanzierungskosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten geltend machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Vorentscheidung ist, soweit sie mit der Revision angegriffen wurde, aufzuheben und der Klage insoweit durch Aufhebung des angegriffenen Feststellungsbescheids und der Einspruchsentscheidung, soweit sie den hier noch streitgegenst&auml;ndlichen Feststellungsbescheid betrifft, stattzugeben (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung des FG ist wegen der (nur) teilweisen Aufhebung der Vorentscheidung und Klagestattgabe abzu&auml;ndern. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens haben der Kl&auml;ger zu 6\/11 und das FA zu 5\/11 zu tragen (&sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Das Ma&szlig; des Obsiegens bzw. Unterliegens wurde anhand der Darlehensbetr&auml;ge bemessen (vgl. zur Streitwertbemessung in diesen F&auml;llen abh&auml;ngig vom Darlehensbetrag FG N&uuml;rnberg, Beschluss vom 6.&nbsp;November 2002 I&nbsp;226\/2002, EFG 2003, 345; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, Vor &sect;&nbsp;135 FGO Rz&nbsp;190a; Schwarz in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect;&nbsp;139 FGO Rz&nbsp;284a). Die Kosten des Revisionsverfahrens hat das unterlegene FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO im vollen Umfang zu tragen. Eine Kostenentscheidung getrennt nach Verfahrensabschnitten ist zul&auml;ssig (Urteil des Bundesfinanzhofs vom 10.&nbsp;Dezember 2009 V&nbsp;R&nbsp;13\/08, BFH\/NV 2010, 960, unter II.6., m.w.N.) und hier wegen der unterschiedlichen Streitgegenst&auml;nde angezeigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.9.2018, VIII R 3\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.250918.VIIIR3.15.0 Steuerpflicht von Zinsen aus Lebensversicherungen &#8211; Keine steuersch&auml;dliche Verwendung eines Darlehens bei der Gew&auml;hrung eines zinslosen Darlehens Leits&auml;tze Die Gew&auml;hrung eines zinslosen Darlehens f&uuml;hrt nicht zu einer steuersch&auml;dlichen Verwendung der Darlehensvaluta eines mit einer Lebensversicherung besicherten Darlehens i.S. von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 i.V.m. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-3-15-steuerpflicht-von-zinsen-aus-lebensversicherungen-keine-steuerschaedliche-verwendung-eines-darlehens-bei-der-gewaehrung-eines-zinslosen-darlehens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;3\/15 &#8211; Steuerpflicht von Zinsen aus Lebensversicherungen &#8211; Keine steuersch&auml;dliche Verwendung eines Darlehens bei der Gew&auml;hrung eines zinslosen Darlehens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70518","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70518","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70518"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70518\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70518"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70518"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70518"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}