{"id":70519,"date":"2019-03-29T12:15:25","date_gmt":"2019-03-29T10:15:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70519"},"modified":"2019-03-29T12:15:25","modified_gmt":"2019-03-29T10:15:25","slug":"grs-2-16-erweiterte-kuerzung-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/grs-2-16-erweiterte-kuerzung-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg\/","title":{"rendered":"GrS&nbsp;2\/16 &#8211; Erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.9.2018, GrS 2\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.250918.GRS2.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegenden Gesellschaft ist die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nicht deshalb zu verwehren, weil sie an einer rein grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegenden Gesellschaft ist die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 des Gewerbesteuergesetzes nicht deshalb zu verwehren, weil sie an einer rein grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt ist.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Vorgelegte Rechtsfrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der IV.&nbsp;Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Beschluss vom 21.&nbsp;Juli 2016 IV&nbsp;R&nbsp;26\/14 (BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202) dem Gro&szlig;en Senat des BFH auf Grundlage des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) die folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Ist einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielenden Gesellschaft die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes auch dann nicht zu gew&auml;hren, wenn sie an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt ist?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Sachverhalt und Ausgangsverfahren<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co.&nbsp;KG, hat die Entwicklung und Verwaltung eigenen Verm&ouml;gens, insbesondere Immobilienverm&ouml;gens, sowie das Halten von Beteiligungen an Immobiliengesellschaften zum Unternehmensgegenstand. Gr&uuml;ndungsgesellschafter waren die an ihrem Kapital nicht beteiligte &quot;&#8230; Verwaltungs GmbH&quot; als Komplement&auml;rin (Komplement&auml;r-GmbH) sowie A als Kommanditist. Gesellschafter der zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung der Kl&auml;gerin allein berechtigten Komplement&auml;r-GmbH ist A, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Komplement&auml;r-GmbH sind A und seine Tochter C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A war Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks E-Stra&szlig;e&nbsp;102 in F. Weiter war A zu 2\/3 an der Eigent&uuml;merin der Nachbargrundst&uuml;cke E-Stra&szlig;e 98 bis 100, der verm&ouml;gensverwaltenden GbR (A-GbR), beteiligt. Gesellschafter der A-GbR war neben A die B-GbR, bestehend aus S, T und U. Im Dezember 2006 legte A sein Grundst&uuml;ck E-Stra&szlig;e&nbsp;102 sowie seine Beteiligung an der A-GbR in die Kl&auml;gerin ein. Anschlie&szlig;end teilte A seinen Kommanditanteil an der Kl&auml;gerin auf und schenkte die Beteiligungen seinen T&ouml;chtern D und C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 6.&nbsp;Dezember 2007 &uuml;bertrug die Kl&auml;gerin das Grundst&uuml;ck E-Stra&szlig;e&nbsp;102 auf die A-GbR. Die A-GbR war damit Eigent&uuml;merin aller Grundst&uuml;cke E-Stra&szlig;e 98 bis 102. A und C waren zur ausschlie&szlig;lichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der A-GbR im Hinblick auf die Bewirtschaftung und Verwaltung des gesellschaftseigenen Grundbesitzes bevollm&auml;chtigt und befugt, f&uuml;r einzelne Rechtshandlungen Untervollmacht an Dritte zu erteilen. Mit Hausverwaltervollmacht vom 6.&nbsp;Dezember 2007 beauftragte die A-GbR, vertreten durch C, die X-GmbH, alle das Verwaltungsobjekt E-Stra&szlig;e&nbsp;98 bis 102 betreffenden Rechtsgesch&auml;fte vorzunehmen, verbindliche Erkl&auml;rungen abzugeben und sie gegen&uuml;ber Mietern, Beh&ouml;rden, Grundpfandgl&auml;ubigern und sonstigen Dritten zu vertreten. Die X-GmbH erhielt daf&uuml;r die &uuml;bliche Verwaltergeb&uuml;hr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin bezog in den Streitjahren 2007 bis 2011 ihre Ertr&auml;ge weit &uuml;berwiegend aus der Beteiligung an der A-GbR und in geringem Umfang aus Zinseinnahmen. Eine Verg&uuml;tung f&uuml;r eine Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungst&auml;tigkeit bei der A-GbR ist nicht ausgewiesen. Mit ihren Gewerbesteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre 2007 bis 2011 machte sie die erweiterte K&uuml;rzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2&nbsp;ff. des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gew&auml;hrte die erweiterte K&uuml;rzung nicht, weil diese durch das Halten einer Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft ausgeschlossen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg gab der gegen die Bescheide &uuml;ber die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge der Streitjahre 2007 bis 2011 und gegen den Bescheid &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r Zwecke der Vorauszahlungen f&uuml;r 2013 erhobenen Klage mit Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;6322\/13 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 1420) statt. Die Kl&auml;gerin habe eigenen Grundbesitz verwaltet. Denn entscheidend sei nicht das zivilrechtliche Eigentum der A-GbR an den Grundst&uuml;cken E-Stra&szlig;e 98 bis 102, sondern dass diese Grundst&uuml;cke als Gesamthandseigentum nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) ertragsteuerrechtlich dem Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zuzurechnen seien. Die Kl&auml;gerin habe auch keine sch&auml;dlichen Nebent&auml;tigkeiten ausge&uuml;bt. Sie sei zwar nach &sect;&nbsp;709 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) i.V.m. &sect;&nbsp;4 des Gesellschaftsvertrags der A-GbR zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und nach &sect;&nbsp;714 BGB zur Vertretung der GbR berechtigt gewesen, habe diese aber nicht genutzt. Tats&auml;chlich seien die Gesch&auml;fte der A-GbR durch A und C sowie durch die X-GmbH gef&uuml;hrt worden. Hinsichtlich A und C bestehe zwar eine Personenidentit&auml;t zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Komplement&auml;r-GmbH der Kl&auml;gerin, daraus k&ouml;nne jedoch nicht abgeleitet werden, dass A und C dabei f&uuml;r die Kl&auml;gerin t&auml;tig geworden seien. Aber selbst eine aktive Verwaltung des Gesamthandsverm&ouml;gens der A-GbR durch die Kl&auml;gerin sei unsch&auml;dlich, da sie unentgeltlich erfolgt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FA wendet sich mit seiner Revision gegen die Entscheidung des FG. Nach dem BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;67\/09 (BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367) erfordere &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG, dass das Grundst&uuml;cksunternehmen (auch) zivilrechtlich Eigent&uuml;mer des Grundbesitzes sei; die wirtschaftliche Zurechnung zum Betriebsverm&ouml;gen des Grundst&uuml;cksunternehmens gen&uuml;ge nicht. Der Bruchteilsbetrachtung nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO bed&uuml;rfe es nur, soweit eine getrennte Zurechnung f&uuml;r die Besteuerung erforderlich sei; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2&nbsp;ff. GewStG erfordere sie nicht. Auch &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 der Gewerbesteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (GewStDV) regele nicht, ob &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nach ertragsteuerrechtlichen oder zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen zu beurteilen sei; &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG und dessen Zugeh&ouml;rigkeit zum Betriebsverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 GewStDV) seien zweierlei. H&auml;tte der Gesetzgeber einen zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden Grundbesitz f&uuml;r ausreichend erachtet, h&auml;tte er die S&auml;tze&nbsp;1 und 2 des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG identisch formuliert. Die Kl&auml;gerin sei kein Grundst&uuml;cksunternehmen, sondern ein Unternehmen, das eine Beteiligung an einer Grundst&uuml;cksgesellschaft halte; mithin f&uuml;hre auch der Zweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG, Grundst&uuml;cksunternehmen unabh&auml;ngig von ihrer Rechtsform von der Gewerbesteuer zu entlasten, zu keinem anderen Ergebnis. Die Kl&auml;gerin halte die Grundst&uuml;cke zudem nicht unmittelbar in ihrem Betriebsverm&ouml;gen, was angesichts des Wortlauts des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG einen erheblichen Unterschied mache. Die Eink&uuml;nfte seien nicht unmittelbar als Miet- und Pachteinnahmen, sondern nur mittelbar durch die Beteiligung an einer Grundst&uuml;cksgesellschaft erzielt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; den Bescheid &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2013 am 5.&nbsp;Dezember 2014.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kl&auml;gerin h&auml;lt die Revision mit Hinweis auf die BFH-Urteile vom 3.&nbsp;Februar 2010 IV&nbsp;R&nbsp;26\/07 (BFHE 228, 365, BStBl II 2010, 751) und vom 22.&nbsp;Januar 1992 I&nbsp;R&nbsp;61\/90 (BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628) f&uuml;r unbegr&uuml;ndet; sie habe ausschlie&szlig;lich eigenen und nicht auch fremden Grundbesitz verwaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Vorlagebeschluss des IV. Senats<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vorlegende IV.&nbsp;Senat m&ouml;chte die Vorinstanz best&auml;tigen und die Revision zur&uuml;ckweisen. Nach seiner Ansicht schlie&szlig;t die Beteiligung einer grundst&uuml;cksverwaltenden, gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht generell aus. Die Beteiligung stelle sich als Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes dar, die keine k&uuml;rzungssch&auml;dliche T&auml;tigkeit enthalte. Die Obergesellschaft erziele zwar aufgrund ihrer gewerblichen Pr&auml;gung gewerbliche Eink&uuml;nfte, die verm&ouml;gensverwaltende Untergesellschaft aber solche aus Vermietung und Verpachtung. Allein das Umqualifizieren der Eink&uuml;nfte der Untergesellschaft bei der Obergesellschaft schlie&szlig;e eine erweiterte K&uuml;rzung nicht aus. Denn die erweiterte K&uuml;rzung wolle gerade Eink&uuml;nfte entlasten, die allein kraft Rechtsform gewerbliche seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der IV.&nbsp;Senat sieht sich indessen an einer die Revision zur&uuml;ckweisenden Entscheidung durch die Ausf&uuml;hrungen im Urteil des I.&nbsp;Senats in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem auf Anfrage des IV.&nbsp;Senats der I.&nbsp;Senat in seiner Sitzung am 28.&nbsp;April 2016 beschlossen hatte, an seiner im Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 ge&auml;u&szlig;erten Rechtsauffassung festzuhalten, rief der IV.&nbsp;Senat mit Beschluss in BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 FGO den Gro&szlig;en Senat an. Wegen der Begr&uuml;ndung der Vorlage im Einzelnen wird auf den Vorlagebeschluss Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA &auml;nderte nach Ergehen des Vorlagebeschlusses die Bescheide &uuml;ber die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge 2008, 2009 und 2010 jeweils zun&auml;chst mit &Auml;nderungsbescheiden vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2017 und erneut mit &Auml;nderungsbescheiden vom 1.&nbsp;Dezember 2017 sowie die Bescheide &uuml;ber die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge 2011 und 2013 mit &Auml;nderungsbescheiden vom 12.&nbsp;Februar 2018.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Stellungnahmen der Beteiligten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin und das FA haben sich nicht mehr ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Bundesministerium der Finanzen ist dem Vorlageverfahren beigetreten. Entgegen der Auffassung des vorlegenden Senats sei eine erweiterte K&uuml;rzung nicht zu gew&auml;hren, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; das die erweiterte K&uuml;rzung beantragende Unternehmen &#8211;die Obergesellschaft&#8211; nicht selbst Eigent&uuml;mer des Grundbesitzes sei und sie den Grundbesitz auch nicht selbst, sondern die Untergesellschaft ihn als dessen zivilrechtliche Gesamthandseigent&uuml;merin verwalte und nutze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Eink&uuml;nftequalifikation richte sich grunds&auml;tzlich nach der T&auml;tigkeit der Gesellschafter in ihrer gesamth&auml;nderischen Verbundenheit, also nach der T&auml;tigkeit der Gesellschaft selbst, so der Gro&szlig;e Senat des BFH in seinem Beschluss zu den Zebragesellschaften vom 11.&nbsp;April 2005 GrS&nbsp;2\/02 (BFHE 209, 399, BStBl II 2005, 679). Danach sei zun&auml;chst die T&auml;tigkeit der Gesellschafter in ihrer gesamth&auml;nderischen Verbundenheit zu beurteilen und erst im zweiten Schritt zu pr&uuml;fen, welche Einkunftsart der einzelne Gesellschafter f&uuml;r seine steuerlichen Zwecke erziele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die beiden Tatbestandsmerkmale &quot;eigener Grundbesitz&quot; und &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;render Grundbesitz&quot; seien nicht bedeutungsgleich. Dem stehe auch nicht das Urteil des I.&nbsp;Senats in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628 entgegen. Der BFH f&uuml;hre dort zwar aus, dass die beiden Begriffe bedeutungsgleich seien. Im dort entschiedenen Streitfall h&auml;tte diese Frage aber dahinstehen k&ouml;nnen. Denn die Eigent&uuml;merin des fraglichen Grundbesitzes sei dort eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft gewesen, der das Grundst&uuml;ck ebenso wie einer origin&auml;r gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaft ungeachtet des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;15 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zuzurechnen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes folge aus &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 GewStDV. Denn trotz des allgemeinen Verweises auf &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG habe &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 GewStDV nur f&uuml;r &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG Bedeutung. Es sei auf den zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden Grundbesitz abzustellen, auch wenn f&uuml;r die K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG der Einheitswert entscheidend sei. Der Gewerbeertrag folge indessen aus dem Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;7 GewStG, der nicht nach bewertungsrechtlichen, sondern nach einkommen&#8211; und k&ouml;rperschaftsteuerrechtlichen Grunds&auml;tzen zu ermitteln sei. Dies gelte auch f&uuml;r die Zuordnung von Grundbesitz zum ertragsteuerrechtlichen Betriebsverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erweiterte K&uuml;rzung folge auch nicht aus dem Regelungszweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG. W&auml;hrend Satz&nbsp;1 schon nach der Begr&uuml;ndung des Gewerbesteuergesetzes 1936 eine doppelte Besteuerung durch Grundsteuer und Gewerbesteuer h&auml;tte vermeiden wollen, beg&uuml;nstigte Satz&nbsp;2 nur Kapitalgesellschaften, um sie Einzelpersonen gleichzustellen, die mit den Ertr&auml;gen aus der Verwaltung und Nutzung privaten Grundbesitzes nicht der Gewerbesteuer unterl&auml;gen. Mittlerweile gelte Satz&nbsp;2 f&uuml;r alle gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen ohne R&uuml;cksicht auf ihre Rechtsform. Der Normzweck h&auml;tte sich aber nicht ge&auml;ndert. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) habe mehrfach entschieden, dass die erweiterte K&uuml;rzung auf einen engen Kreis von Unternehmen begrenzt werden d&uuml;rfe, um Kapitalgesellschaften den nicht gewerbesteuerpflichtigen, nur Grundverm&ouml;gen verwaltenden Einzel- oder Personenunternehmen anzun&auml;hern (Hinweis auf Kammerbeschluss vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2130\/09, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2010, 756). Dementsprechend versage der BFH in st&auml;ndiger Spruchpraxis die erweiterte K&uuml;rzung, wenn die Obergesellschaft an einer verm&ouml;gensverwaltenden und nicht gewerblich gepr&auml;gten Untergesellschaft beteiligt sei. Die Gesetzesmaterialien best&auml;tigten nicht, dass der Gesetzgeber die Obergesellschaft nicht habe belasten wollen. Unterschiedlich gestaltete Sachverhalte m&uuml;ssten auch nicht stets zu vergleichbaren steuerlichen Belastungen f&uuml;hren; dies gelte insbesondere bei Steuerverg&uuml;nstigungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dem Wortlaut widersprechende Auslegung des vorlegenden Senats sei nur ausnahmsweise m&ouml;glich, n&auml;mlich wenn die wortgetreue Auslegung zu sinnwidrigen und vom Gesetzgeber nicht beabsichtigten Ergebnissen f&uuml;hrte. &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG gew&auml;hre mit dem Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot die erweiterte K&uuml;rzung nur unter den dort genannten Voraussetzungen. Eine nur geringf&uuml;gige Abweichung davon f&uuml;hre infolgedessen zur Versagung der Steuerverg&uuml;nstigung. Dementsprechend habe der BFH eine &Uuml;bertragung der sog. Bagatellgrenzengrunds&auml;tze auf &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG abgelehnt (BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Juni 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;3\/03, BFHE 210, 38, BStBl II 2005, 778).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erweiterte K&uuml;rzung k&ouml;nne sich entgegen der Auffassung des vorlegenden Senats auch nicht auf die aus &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG hergeleiteten systematischen Erw&auml;gungen st&uuml;tzen. &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG erfasse die &Uuml;berlassung von zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rendem Grundbesitz durch Gesellschafter der Personengesellschaften. Auch dieser zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rende Grundbesitz werde von der Gesellschaft verwaltet und genutzt, so dass sich insoweit diese Konstellation vom hier vorliegenden Fall unterscheide, bei dem das &quot;Verwalten und Nutzen&quot; auf der Ebene der jeweiligen Untergesellschaft stattfinde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO rechtfertige ebenso wenig eine erweiterte K&uuml;rzung. Denn eine getrennte Zurechnung der Wirtschaftsg&uuml;ter sei zwar f&uuml;r die Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;7 GewStG erforderlich, aber nicht f&uuml;r &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG, der eine nur unter engen Voraussetzungen zu gew&auml;hrende Steuerverg&uuml;nstigung enthalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes folge schlie&szlig;lich aus dem verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgebot. Entscheidend sei nicht, ob der Gesellschafter oder die Gesellschaft das Grundst&uuml;ck verwalte und nutze. Entscheidend sei, dass nur derjenige die erweiterte K&uuml;rzung erhalte, der auch selbst verwalte und nutze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidung des Gro&szlig;en Senats zu Verfahrensfragen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Keine m&uuml;ndliche Verhandlung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat entscheidet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 FGO ohne m&uuml;ndliche Verhandlung, weil eine weitere F&ouml;rderung der Entscheidung durch eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht zu erwarten ist. Die Vorlagefrage und die dazu in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen hat der Vorlagebeschluss eingehend dargestellt. Die Beteiligten hatten Gelegenheit, zur Vorlagefrage Stellung zu nehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Zul&auml;ssigkeit der Vorlage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorlage des IV.&nbsp;Senats ist zul&auml;ssig, da der IV.&nbsp;Senat hinsichtlich der Vorlagefrage vom Urteil des I.&nbsp;Senats in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 abweichen will (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 FGO), der I.&nbsp;Senat mitgeteilt hat, an seiner Rechtsauffassung festzuhalten (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO) und die Vorlagefrage f&uuml;r die vom vorlegenden Senat zu treffende Entscheidung entscheidungserheblich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vorgelegte Rechtsfrage ist f&uuml;r die vom vorlegenden IV.&nbsp;Senat im Revisionsverfahren zu treffende Entscheidung des Streitjahrs 2007 entscheidungserheblich (zu diesem Erfordernis Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 23.&nbsp;Oktober 1989 GrS&nbsp;2\/87, BFHE 159, 4, BStBl II 1990, 327; Brandis in Tipke\/ Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;11 FGO Rz&nbsp;8; Sunder-Plassmann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;11 FGO Rz&nbsp;35; Gr&auml;ber\/Herbert, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;11). Denn folgt der Gro&szlig;e Senat nicht der Auffassung des Vorlagebeschlusses, ist die Revision des FA begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Klageabweisung. Folgt der Gro&szlig;e Senat dagegen dem Vorlagebeschluss, ist die Revision jedenfalls hinsichtlich des Streitjahrs 2007 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angesichts dessen bedurfte es hier auch keiner weiteren Erg&auml;nzungen seitens des vorlegenden Senats dazu, ob und inwieweit durch die w&auml;hrend des Vorlageverfahrens ergangenen &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r 2008 bis 2011 und 2013 die Vorlagefrage hinsichtlich dieser Streitjahre weiter entscheidungserheblich geblieben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>C. Entscheidung des Gro&szlig;en Senats &uuml;ber die vorgelegte Rechtsfrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat entscheidet die vorgelegte Rechtsfrage dahingehend, dass einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegenden Gesellschaft die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht deshalb zu verwehren ist, weil sie an einer rein grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die erweiterte K&uuml;rzung &#8211; Gesetzeshistorie und Behandlung durch Rechtsprechung, Verwaltung, Literatur<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gesetzeshistorie<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das erste reichseinheitliche Gewerbesteuergesetz (Gesetz vom 1.&nbsp;Dezember 1936, RGBl I 1936, 979, &#8211;GewStG 1936&#8211;), das die bisher bestehenden 16 Gewerbesteuergesetze der L&auml;nder abl&ouml;ste, regelte in &sect;&nbsp;9 die K&uuml;rzung der Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen und enthielt schon die Grundform einer erweiterten K&uuml;rzung. Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG 1936 war die Summe um 3&nbsp;% des Einheitswerts des zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden Grundbesitzes zu k&uuml;rzen. Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 1936 trat auf Antrag an Stelle der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 bei einer Kapitalgesellschaft, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz noch eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwaltet und nutzt, die K&uuml;rzung um den Teil des Gewerbeertrags, der auf den Grundbesitz entf&auml;llt. Ausweislich der Gesetzesbegr&uuml;ndung (RStBl 1937, 693) sollte die K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG 1936 insbesondere eine Doppelbesteuerung desselben Wirtschaftsguts durch die Grundsteuer und die Gewerbesteuer vermeiden. Als weiteres Beispiel einer Doppelbesteuerung war erl&auml;utert, dass etwa auch die Anteile am Gewinn einer offenen Handelsgesellschaft abzusetzen seien, weil diese Gesellschaften schon selbstst&auml;ndig der Gewerbesteuer unterl&auml;gen. Zu der in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 1936 geregelten erweiterten K&uuml;rzung selbst enthielt die Begr&uuml;ndung indes keine Ausf&uuml;hrungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gesetz zur Neuordnung von Steuern vom 16.&nbsp;Dezember 1954 (BGBl I 1954, 373) erstreckte die f&uuml;r Kapitalgesellschaften zugelassene erweiterte K&uuml;rzung, damals geregelt in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG 1952, nun auch auf Wohnungs- und Baugenossenschaften, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder auch eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalteten und nutzten. Der Gesetzgeber sah darin keine materiell-rechtliche &Auml;nderung, sondern lediglich die &Uuml;bernahme der schon in der GewStDV 1950 i.d.F. vom 30.&nbsp;April 1952 in &sect;&nbsp;23 enthaltenen Regelung (BTDrucks 2\/481, S.&nbsp;113).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gesetz zur &Auml;nderung steuerlicher Vorschriften auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und Ertrag und des Verfahrensrechts vom 18.&nbsp;Juli 1958 (BGBl I 1958, 473) dehnte erneut die erweiterte K&uuml;rzung durch die Neuregelung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG aus, und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen sollte nicht nur der auf die Verwaltung und Nutzung eigenen Kapitalverm&ouml;gens, sondern auch der auf die Betreuung und Ver&auml;u&szlig;erung von Eigenheimen, Kaufeigenheimen, Kleinsiedlungen und Eigentumswohnungen entfallende Gewerbeertrag in den Bereich der erweiterten K&uuml;rzung einbezogen werden, wie dies die Finanzverwaltung teilweise schon aus Billigkeitsgr&uuml;nden, gest&uuml;tzt auf Abschn.&nbsp;62 Abs.&nbsp;4 der Gewerbesteuer-Richtlinien (GewStR) 1955, praktiziert hatte. Zum anderen wurden nun auch Personengesellschaften in den Bereich der erweiterten K&uuml;rzung einbezogen, um sie insoweit mit den Kapitalgesellschaften sowie den Wohnungs- und Baugenossenschaften gleichzustellen. Die Gesetzesbegr&uuml;ndung erl&auml;uterte dies damit, dass bisher Personengesellschaften unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG der Gewerbesteuer nicht unterl&auml;gen, wenn sie mit der Verwaltung und Nutzung von Grundbesitz und Kapitalverm&ouml;gen lediglich eine Verm&ouml;gensverwaltung und keine gewerbliche T&auml;tigkeit aus&uuml;bten. Die Errichtung und Ver&auml;u&szlig;erung von Eigenheimen sei aber eine gewerbliche T&auml;tigkeit. Dementsprechend m&uuml;ssten die Personengesellschaften ohne Einbeziehung in die erweiterte K&uuml;rzung ihren gesamten Ertrag der Gewerbesteuer unterwerfen (BTDrucks 3\/260, S.&nbsp;65; Bericht des Finanzausschusses, zu BTDrucks 3\/448, S.&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Steuer&auml;nderungsgesetz 1961 (Gesetz zur &Auml;nderung des Einkommensteuergesetzes, des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes, des Gewerbesteuergesetzes, des Bewertungsgesetzes, des Verm&ouml;gensteuergesetzes, des Steuers&auml;umnisgesetzes, der Reichsabgabenordnung, des Steueranpassungsgesetzes, des Gesetzes zur F&ouml;rderung der Wirtschaft von Berlin (West) und anderer Gesetze) vom 13.&nbsp;Juli 1961 (BGBl I 1961, 981) erstreckte schlie&szlig;lich auf Vorschlag des Finanzausschusses (zu BTDrucks 3\/2706, S.&nbsp;7) die erweiterte K&uuml;rzung, die bisher nur f&uuml;r Personen- und Kapitalgesellschaften sowie f&uuml;r Wohnungs- und Baugenossenschaften gegolten hatte, auf &quot;Unternehmen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Zweite Gesetz zur Verbesserung der Haushaltsstruktur vom 22.&nbsp;Dezember 1981 (BGBl I 1981, 1523) &auml;nderte &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG dahingehend, dass bei Grundst&uuml;cksverwaltungsunternehmen anstelle der pauschalen K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG auf Antrag nur noch der Teil des Gewerbeertrags der K&uuml;rzung unterliegt, der auf die Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gesetz zur Umsetzung von EU-Richtlinien in nationales Steuerrecht und zur &Auml;nderung weiterer Vorschriften vom 9.&nbsp;Dezember 2004 (BGBl I 2004, 3310; EURLUmsG) begrenzte in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG mit den S&auml;tzen&nbsp;5 und 6 die erweiterte K&uuml;rzung. Steuergestaltende Grundst&uuml;cks&uuml;bertragungen unter Ausnutzung der erweiterten K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG sollten verhindert werden, die erweiterte K&uuml;rzung insbesondere nicht zur Anwendung kommen, wenn der Grundbesitz ganz oder z.T. dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters oder Genossen diente oder soweit der Gewerbeertrag Gewinne aus der Aufdeckung stiller Reserven aus dem Grundbesitz enth&auml;lt, der innerhalb von drei Jahren vor der Aufdeckung der stillen Reserven zu einem unter dem Teilwert liegenden Wert in das Betriebsverm&ouml;gen des aufdeckenden Gewerbebetriebs &uuml;berf&uuml;hrt oder &uuml;bertragen worden ist. Kapitalgesellschaften sollten die gewerbesteuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erung nicht dadurch umgehen k&ouml;nnen, dass sie Grundst&uuml;cke in grundst&uuml;cksverwaltende Personengesellschaften einbringen und anschlie&szlig;end f&uuml;r die Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an dieser Gesellschaft die erweiterte K&uuml;rzung in Anspruch nehmen (Gesetzentwurf der Bundesregierung, BTDrucks 15\/3677, S.&nbsp;38; pr&auml;zisiert nach Er&ouml;rterung im Finanzausschuss und den Anh&ouml;rungen, Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses, BTDrucks 15\/4050, S.&nbsp;59).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Jahressteuergesetz 2009 vom 19.&nbsp;Dezember 2008 (BGBl I 2008, 2794) erg&auml;nzte &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 GewStG um Nr.&nbsp;1a, um weitere steuerliche Gestaltungen im Zusammenhang mit der erweiterten K&uuml;rzung bei Grundst&uuml;cksunternehmen in der Rechtsform der Personengesellschaften zu verhindern. Danach sind nunmehr nur Sonderverg&uuml;tungen in die erweiterte K&uuml;rzung einzubeziehen, die auf die &Uuml;berlassung von Grundbesitz an die Gesellschaft entfallen (BTDrucks 16\/10189, S.&nbsp;73).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Rechtsprechung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs (RFH)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Was unter &quot;eigenem&quot; Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG zu verstehen ist, hatte der RFH insbesondere anl&auml;sslich der Frage zu entscheiden, ob auch das Erbbaurecht und die aufgrund eines solchen errichteten Geb&auml;ude von dieser Regelung erfasst werden. Der RFH bejahte dies in den Urteilen vom 14.&nbsp;Oktober 1941 I&nbsp;12\/41 (RFHE 51, 36) und 12.&nbsp;Januar 1943 I&nbsp;149\/42 (RFHE 53, 15). Zum eigenen Grundbesitz i.S. der K&uuml;rzungsvorschrift des &sect;&nbsp;9 Ziff.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG geh&ouml;rten auch das Erbbaurecht und die aufgrund eines solchen errichteten Geb&auml;ude. Die Verwaltungsauffassung, dass keine reine Verwaltung und Nutzung von Grundbesitz vorliege, weil zum Betriebsverm&ouml;gen der Gesellschaft auch Geb&auml;ude geh&ouml;rten, die aufgrund eines Erbbaurechts auf fremden Grund und Boden errichtet worden seien, und die Gesellschaft daher nicht ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz verwalte und nutze, lehnte der RFH ausdr&uuml;cklich ab; er begr&uuml;ndete dies im Wesentlichen mit dem Zweck der K&uuml;rzungsvorschrift, Betriebsgrundst&uuml;cke nur durch &quot;eine&quot; Realsteuer, n&auml;mlich die Grundsteuer, zu belasten. Dieser Rechtsauffassung zum Erbbaurecht schloss sich der BFH an (Urteile vom 17.&nbsp;Januar 1968 I&nbsp;5\/65, BFHE 91, 365, BStBl II 1968, 353; vom 15.&nbsp;April 1999 IV&nbsp;R&nbsp;11\/98, BFHE 188, 412, BStBl II 1999, 532).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit weiterem Urteil vom 14.&nbsp;Oktober 1941 I&nbsp;216\/41 (RFHE 51, 41) betonte der RFH dar&uuml;ber hinaus, dass der Grundsatz der Vermeidung einer Doppelbesteuerung von solch ausschlaggebender Bedeutung sei, dass dem selbst dann Rechnung getragen werde, wenn der Buchstabe des Gesetzes eine Doppelbesteuerung erm&ouml;gliche. Die auf &sect;&nbsp;19 der Zweiten Verordnung sowie auf &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 der Dritten Verordnung zur Durchf&uuml;hrung des Gewerbesteuergesetzes (Verordnungen vom 20.&nbsp;Februar 1938, RGBl I 1938, 209; vom 31.&nbsp;Januar 1940, RGBl I 1940, 284) gest&uuml;tzte Auffassung der Finanzverwaltung, dass der als ma&szlig;geblich erkl&auml;rte Stichtag f&uuml;r die Beurteilung, ob und inwieweit Grundbesitz zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmens geh&ouml;rte, k&ouml;nne nur f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;9 Ziff.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG gelten. Denn nur dem Vollkaufmann sei die Entscheidung &uuml;berlassen, Grundst&uuml;cksteile dem gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gen zuzuordnen. Kapitalgesellschaften h&auml;tten dagegen ihren Grundbesitz stets im Betriebsverm&ouml;gen. Der RFH entsprach danach dem Antrag auf erweiterte K&uuml;rzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen hatte die RFH-Rechtsprechung zu &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG zu entscheiden, ob bestimmte T&auml;tigkeiten der Kapitalgesellschaften &uuml;ber die ausschlie&szlig;liche Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes hinausgingen und als gewerblich zu qualifizieren seien (Urteile vom 28.&nbsp;Februar 1939 I&nbsp;483\/38, RStBl 1939, 578, Lieferung von Strom an Mieter eines Gesch&auml;ftsgeb&auml;udes; vom 16.&nbsp;Mai 1939 I&nbsp;160\/39, RFHE 47, 66, Verpachtung des Gewerbebetriebs; vom 10.&nbsp;September 1940 I&nbsp;106\/40, RFHE 49, 145, Bewirtschaftung eigenen land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens durch eine Kapitalgesellschaft als Nutzung eigenen Grundbesitzes; vom 30.&nbsp;Juni 1942 I&nbsp;51\/42, RFHE 52, 93, planm&auml;&szlig;ige Parzellierung und Ver&auml;u&szlig;erung des Grundbesitzes).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Rechtsprechung des BFH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der BFH entschied zum Tatbestand der erweiterten K&uuml;rzung (Urteil vom 9.&nbsp;Februar 1966 I&nbsp;173\/63, BFHE 85, 115, BStBl III 1966, 253), dass die gemeinschaftliche Verwaltung eines im Miteigentum einer GmbH stehenden Grundst&uuml;cks der erweiterten K&uuml;rzung nicht entgegenstehe, weil Gegenstand dieser Verwaltung und Nutzung nicht die Miteigentumsanteile seien, sondern das gemeinschaftliche Hausgrundst&uuml;ck. Die GmbH habe daher durch die Beteiligung an der gemeinschaftlichen Verwaltung den Rahmen der Verwaltung ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitzes nicht &uuml;berschritten. Mit Urteil vom 26.&nbsp;Februar 1992 I&nbsp;R&nbsp;53\/90 (BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738) hielt der I.&nbsp;Senat zwar daran fest, dass unter Verwaltung und Nutzung von Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nur die private Verm&ouml;gensverwaltung in Abgrenzung zu gewerblichen T&auml;tigkeiten zu verstehen sei, dass zu einer solchen Verwaltung und Nutzung aber nicht die entgeltliche &Uuml;berlassung einer Mineralwasserquelle geh&ouml;re. Eine solche entgeltliche &Uuml;berlassung sei zwar regelm&auml;&szlig;ig nicht den gewerblichen Eink&uuml;nften, sondern solchen aus Vermietung und Verpachtung zuzurechnen. Die Auslegung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG finde ihre Grenze aber im Wortsinn. Danach seien solche Eink&uuml;nfte aus einer Quellnutzung keine aus der Verwaltung oder Nutzung von Grundbesitz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Urteil in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628 entschied der BFH, dass eigener Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 1968\/1974 nur der zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;rende Grundbesitz sei, weil &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG die K&uuml;rzung von der Zugeh&ouml;rigkeit des Grundbesitzes zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers abh&auml;ngig mache und &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG daran ankn&uuml;pfe. Die Begriffe &quot;eigener Grundbesitz&quot; und &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render Grundbesitz&quot; seien bedeutungsgleich. Im dort entschiedenen Streitfall versagte der BFH allerdings die erweiterte K&uuml;rzung mit der Begr&uuml;ndung, das Halten einer Kommanditbeteiligung an einer gewerblich gepr&auml;gten grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft versto&szlig;e gegen das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG. Denn der Grundbesitz der gewerblich gepr&auml;gten Kommanditgesellschaften, an denen die auf die erweiterte K&uuml;rzung klagende GmbH als Kommanditistin beteiligt gewesen sei, geh&ouml;re zum Betriebsverm&ouml;gen der jeweiligen Kommanditgesellschaften. Dieser Grundbesitz geh&ouml;re insbesondere nicht anteilig entsprechend der Beteiligungsquote der Kl&auml;gerin zu ihrem Betriebsverm&ouml;gen und sei damit auch kein &quot;eigener Grundbesitz&quot; der Kl&auml;gerin. Auch in seinen Entscheidungen vom 17.&nbsp;Oktober 2002 I&nbsp;R&nbsp;24\/01 (BFHE 200, 54, BStBl II 2003, 355) und 30.&nbsp;November 2005 I&nbsp;R&nbsp;54\/04 (BFH\/NV 2006, 1148) sah der I.&nbsp;Senat des BFH unter Bezugnahme auf sein Urteil I&nbsp;R&nbsp;61\/90 im Halten einer Beteiligung als pers&ouml;nlich haftender Gesellschafter an einer grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft unabh&auml;ngig vom Umfang der Beteiligung und der daraus erzielten Eink&uuml;nfte einen Versto&szlig; gegen das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einer Entscheidung zu &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 GewStG vertrat auch der VIII.&nbsp;Senat des BFH die Auffassung, dass Grundst&uuml;cksunternehmen die erweiterte K&uuml;rzung zu versagen sei, wenn der Grundbesitz dem Gewerbebetrieb von Personen diene, die mittelbar &uuml;ber eine Personenhandelsgesellschaft am Grundst&uuml;cksunternehmen beteiligt seien (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 1998 VIII&nbsp;R&nbsp;77\/93, BFHE 187, 326, BStBl II 1999, 168). Offenbleiben k&ouml;nne, ob das Erfordernis der ausschlie&szlig;lichen Grundst&uuml;cksverwaltung &uuml;berhaupt Ausnahmen gestatte. Eine unsch&auml;dliche Hilfst&auml;tigkeit im Dienste der (&quot;ausschlie&szlig;lichen&quot;) Grundbesitzverwaltung setze gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG jedenfalls voraus, dass diese T&auml;tigkeit von untergeordneter Bedeutung sei (Urteil vom 18.&nbsp;April 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;68\/98, BFHE 192, 100, BStBl II 2001, 359). An der Auffassung, dass das Halten einer Kommanditbeteiligung an einer gewerblich grundst&uuml;cksverwaltenden KG keine Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes sei, hielt der VIII.&nbsp;Senat fest. Das Tatbestandsmerkmal &quot;ausschlie&szlig;lich&quot; sei auch keiner ausdehnenden Auslegung oder Analogie zug&auml;nglich (BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Februar 2001 VIII&nbsp;B&nbsp;56\/00, BFH\/NV 2001, 817).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der I.&nbsp;Senat des BFH entschied schlie&szlig;lich mit Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367, dass auch der von einer nicht gewerblich gepr&auml;gten, sondern lediglich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tigen Untergesellschaft &#8211;im Streitfall eine rein verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tige Immobilien-KG&#8211; verwaltete und genutzte Immobilienbestand die Obergesellschaft &#8211;im Streitfall eine GmbH als eine der vier Komplement&auml;re der Immobilien-KG&#8211; insoweit nicht zur erweiterten K&uuml;rzung berechtige. Der Grundbesitz der Untergesellschaft sei weder als ausschlie&szlig;lich &quot;eigener&quot; Grundbesitz der Obergesellschaft zuzurechnen, noch sei das Halten der Komplement&auml;rbeteiligung eine T&auml;tigkeit, die zu dem abschlie&szlig;enden Katalog an steuerlich unsch&auml;dlichen (Neben-)T&auml;tigkeiten des Grundst&uuml;cksunternehmens geh&ouml;re. &quot;Eigener Grundbesitz&quot; liege trotz &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO nicht vor. Bei dem seitens der KG genutzten Grundbesitz handele es sich um deren Gesamthandsverm&ouml;gen; die auf Gesellschafterebene bei einer sog. Zebragesellschaft vorzunehmende Einkunftsqualifikation f&uuml;hre dementsprechend dazu, dass jedenfalls bei der Obergesellschaft teilweise fremder Grundbesitz vorliege, da der Grundbesitz der grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft nur im Rahmen der Beteiligung an jener Gesellschaft dem Betriebsverm&ouml;gen der Gesellschafter zuzurechnen sei. Gewerbesteuerspezifische &Uuml;berlegungen im Allgemeinen und hierbei k&uuml;rzungsspezifische &Uuml;berlegungen im Besonderen bedingten kein anderes Verst&auml;ndnis; ma&szlig;geblich sei vielmehr (auch) insoweit die zivilrechtliche Grundlegung. Zudem sei das Halten einer Beteiligung k&uuml;rzungssch&auml;dlich, da eine solche T&auml;tigkeit nicht zum Katalog der prinzipiell unsch&auml;dlichen T&auml;tigkeiten in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG geh&ouml;re. Dies gelte auch dann, wenn die von der Obergesellschaft gehaltene Beteiligungsgesellschaft keine gewerblich gepr&auml;gte, sondern eine rein verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tige Immobilien-KG sei. Das Halten einer solchen Komplement&auml;rbeteiligung geh&ouml;re nicht zum abschlie&szlig;enden Katalog der unsch&auml;dlichen T&auml;tigkeiten. Handele es sich bei der Untergesellschaft um eine sog. Zebragesellschaft, erwirtschafte die Komplement&auml;r-GmbH insoweit k&uuml;rzungssch&auml;dliche gewerbliche Eink&uuml;nfte und nicht &#8211;wie die KG&#8211; solche aus Vermietung und Verpachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An dieser Auffassung hielt der I.&nbsp;Senat des BFH auch in seinem Urteil vom 26.&nbsp;Februar 2014 I&nbsp;R&nbsp;47\/13 (BFH\/NV 2014, 1395) fest. Der Begriff der Ausschlie&szlig;lichkeit sei gleicherma&szlig;en qualitativ, quantitativ wie zeitlich zu verstehen; die erweiterte K&uuml;rzung erfordere durchg&auml;ngig die schlichte Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes als Hauptt&auml;tigkeit des Unternehmens. Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG grenze die Verm&ouml;gensverwaltung i.S. einer Fruchtziehung von gewerblichen T&auml;tigkeiten ab. Diese Auslegung der &quot;Ausschlie&szlig;lichkeit&quot; und der &quot;Nutzung und Verwaltung eigenen Grundbesitzes&quot; begegne auch keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Die rechtsformbedingte Ungleichbehandlung gegen&uuml;ber einer nat&uuml;rlichen Person oder einer Personengesellschaft resultiere bereits aus der gesetzgeberischen Grundentscheidung, die T&auml;tigkeit von Kapitalgesellschaften stets und in vollem Umfang als gewerblich zu qualifizieren. Die verfassungsrechtlich nicht unbedingt gebotene Beg&uuml;nstigung sei von engen tatbestandlichen Erfordernissen abh&auml;ngig und der Gesetzgeber grunds&auml;tzlich darin frei, diese entsprechend zu normieren. Es entspreche zwar dem urspr&uuml;nglichen Zweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG, Grundst&uuml;cksunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft vergleichbar t&auml;tigen Personengesellschaften gleichzustellen; dies erzwinge aber keine uneingeschr&auml;nkte, sondern nur eine spezifisch darauf beruhende Gleichbehandlung, entsprechende Gewinne bei Personengesellschaften nicht mit Gewerbesteuer zu belasten. Daran sei festzuhalten, eine Erweiterung des sachlichen Anwendungsbereichs der K&uuml;rzungsvorschrift gegen ihren ausdr&uuml;cklichen Wortlaut komme nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) In weiteren F&auml;llen zu &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG hatte der BFH auch zu entscheiden, ob die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes die Hauptt&auml;tigkeit der Unternehmen darstellten und andere T&auml;tigkeiten allenfalls von untergeordneter Bedeutung waren, ob die T&auml;tigkeiten den Rahmen privater Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten oder schon f&uuml;r sich betrachtet als gewerbliche T&auml;tigkeiten galten (BFH-Urteile vom 7.&nbsp;April 1967 VI&nbsp;294\/65, BFHE 89, 130, BStBl III 1967, 559; vom 7.&nbsp;April 1967 VI&nbsp;R&nbsp;285\/66, BFHE 89, 215, BStBl III 1967, 616; vom 26.&nbsp;August 1993 IV&nbsp;R&nbsp;18\/91, BFH\/NV 1994, 338).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Rechtsprechung der FG<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtsprechung der FG zum Tatbestand der erweiterten K&uuml;rzung ist nicht einheitlich. Sie folgt teilweise der Auffassung des vorlegenden Senats, wonach eine Kommanditbeteiligung einer grundst&uuml;cksverwaltenden GmbH an einer verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tigen GmbH &#038; Co.&nbsp;KG nicht gegen das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG der erweiterten K&uuml;rzung des Gewerbeertrags versto&szlig;e (FG Berlin-Brandenburg, Urteile in EFG 2014, 1420 [Vorinstanz]; vom 6.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;6091\/12, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2014, 1232; FG M&uuml;nchen, Urteil vom 29.&nbsp;Februar 2016&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;1109\/14, EFG 2016, 932). Dagegen entschied das Hessische FG mit Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2012&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;2580\/11 (juris) im Anschluss an das Urteil des I.&nbsp;Senats in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367, dass ein Versto&szlig; gegen das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot vorliege, wenn die Beteiligungsgesellschaft keine gewerblich gepr&auml;gte Gesellschaft, sondern eine rein verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tige Erbengemeinschaft sei. Ebenso verneinte das FG M&uuml;nchen (Urteil vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2009&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;1341\/07, EFG 2009, 1044) die M&ouml;glichkeit einer erweiterten K&uuml;rzung des Gewerbeertrags f&uuml;r eine Immobilien-Holding, die Beteiligungen an grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaften h&auml;lt, diesen zur Finanzierung ihrer Grundst&uuml;ckserwerbe Darlehen mit einem Zinsaufschlag zur Verf&uuml;gung stellt und zu ihren Gunsten entgeltlich Patronatserkl&auml;rungen abgibt. Schlie&szlig;lich entschied auch das FG K&ouml;ln mit Urteil vom 10.&nbsp;Februar 2011&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;2516\/07, 13&nbsp;K&nbsp;4047\/10 (EFG 2011, 1492), dass eine mitunternehmerische Beteiligung (atypisch stille Beteiligung) eines Unternehmens, das ansonsten ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz verwaltet, gegen das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot versto&szlig;e und daher die erweiterte K&uuml;rzung nicht in Betracht komme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Verwaltung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verwaltung verweist gegenw&auml;rtig im Gewerbesteuer-Handbuch 2016 (GewStH 2016) H&nbsp;9.2&nbsp;(2) unter &quot;Beteiligungen&quot; auf das Urteil des I.&nbsp;Senats in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367. Danach k&ouml;nne eine grundst&uuml;cksverwaltende GmbH, die als Komplement&auml;rin an einer ihrerseits verm&ouml;gensverwaltenden KG beteiligt sei, nicht die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG in Anspruch nehmen. Das Halten der Komplement&auml;rbeteiligung z&auml;hle danach nicht zum abschlie&szlig;enden Katalog der prinzipiell k&uuml;rzungsunsch&auml;dlichen T&auml;tigkeiten. Nach H&nbsp;9.2&nbsp;(2) &quot;Eigener Grundbesitz&quot; GewStH 2016 richte sich dieser Begriff nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes. Nur der zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmens geh&ouml;rende Grundbesitz sei eigener Grundbesitz. Daher k&ouml;nne die erweiterte K&uuml;rzung nicht in Anspruch genommen werden, wenn das Unternehmen neben der eigenen Grundst&uuml;cksverwaltung als Mitunternehmer an einer nur grundst&uuml;cksverwaltenden gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt sei (mit Hinweis auf BFH-Urteil in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zuvor vertrat die Verwaltung unter Hinweis auf das BFH-Urteil in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628 die Auffassung, dass eigener Grundbesitz der zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmens geh&ouml;rende Grundbesitz sei (z.B. Abschn.&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2, 3 GewStR 1998) und angesichts des BFH-Urteils in BFHE 85, 115, BStBl III 1966, 253 die erweiterte K&uuml;rzung auch dann nicht zu versagen sei, wenn das Unternehmen sich an der gemeinschaftlichen Verwaltung eines Grundst&uuml;cks beteiligte, dessen Miteigent&uuml;mer es zu 2\/3&nbsp;Anteilen sei (Abschn.&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;16, 17 GewStR 1998 und Abschn.&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;19, 20 GewStR 1990).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Literatur<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die historische Kommentarliteratur zur urspr&uuml;nglichen Fassung des Gewerbesteuergesetzes vom 1.&nbsp;Dezember 1936 er&ouml;rterte das Tatbestandsmerkmal &quot;eigener&quot; Grundbesitz nur vereinzelt. In Ringelmann-Freudling (Kommentar zum Gewerbesteuergesetz, 1937, &sect;&nbsp;9 Anm.&nbsp;6, S.&nbsp;289) wurde die Auffassung vertreten, dass &quot;Eigen&quot; i.S. der steuerrechtlichen Zurechnung nach &sect;&nbsp;11 des Steueranpassungsgesetzes (StAnpG) zu verstehen sei. Weiter sah man als typischen Anwendungsfall der Verwaltung und Nutzung des ausschlie&szlig;lich &quot;eigenen&quot; Grundbesitzes die Vermietung und Verpachtung von Wohnh&auml;usern und L&auml;ndereien, nicht dagegen die Verwaltung fremden Grundbesitzes oder den Grundst&uuml;ckshandel oder auch eine Verwaltung und Nutzung von Grundbesitz, die materiell den Charakter eines Gewerbebetriebs annehme, z.B. eigens zu gewerblichen Zwecken eingerichtete Geb&auml;ude, etwa Gro&szlig;garagen, B&uuml;roh&auml;user, Hotels oder Saalbauten. Als Adressaten der erweiterten K&uuml;rzung galten danach Grundst&uuml;cksgesellschaften, die an sich keinen gewerblichen Betrieb unterhielten (Troeger-Vangerow, Kommentar zum Gewerbesteuergesetz, 1937, &sect;&nbsp;9 Anm.&nbsp;1; Abraham, Praktischer F&uuml;hrer durch das Gewerbesteuerrecht, 1942, S.&nbsp;314b, 315; Oeftering\/Herzler-Gebert, Das Gewerbesteuergesetz vom 1.&nbsp;Dezember 1936, Stand 1943, &sect;&nbsp;9 Anm.&nbsp;4; Dunz\/Rohde, Das Gewerbesteuergesetz, 2.&nbsp;Aufl., 1939, &sect;&nbsp;9 Anm.&nbsp;1, S.&nbsp;331).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenw&auml;rtig wird der Tatbestand der erweiterten K&uuml;rzung insbesondere nach der Entscheidung des I.&nbsp;Senats des BFH in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 diskutiert. Die steuerrechtliche Literatur betrachtet die beiden Tatbestandsmerkmale &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmens geh&ouml;render Grundbesitz&quot; und &quot;eigener Grundbesitz&quot; &uuml;berwiegend als gleichbedeutend, beruft sich dazu u.a. auf die fr&uuml;here Rechtsprechung des I.&nbsp;Senats des BFH und sieht in dessen anderslautender Entscheidung in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 einen systematischen Widerspruch oder eine nicht ausdr&uuml;cklich kenntlich gemachte Rechtsprechungs&auml;nderung. Die Bruchteilsbetrachtung des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO mache aus Sicht der gewerblich t&auml;tigen Obergesellschaft den Grundbesitz der rein verm&ouml;gensverwaltenden Gesellschaft zu eigenem Grundbesitz der Obergesellschaft (Sanna, Deutsches Steuerrecht 2012, 1365; Borggr&auml;fe\/Sch&uuml;ppen, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2012, 1644; Kohlhaas, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2015, 397). Weiter wird darauf verwiesen, dass der Anteil an einer Personengesellschaft aus steuerrechtlicher Sicht kein Wirtschaftsgut und das Halten der Beteiligung keine k&uuml;rzungssch&auml;dliche T&auml;tigkeit sei (Schmid\/Mertgen, FR 2011, 468); steuerrechtlich bestehe keine Beteiligung an einer Personengesellschaft, sondern eine Beteiligung an deren zivilrechtlichem Gesamthandsverm&ouml;gen, wie dies aus den Beschl&uuml;ssen des Gro&szlig;en Senats des BFH zur verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft hervorgehe. Dementsprechend bilanziere die Obergesellschaft keine Beteiligung, sondern anteilig Wirtschaftsg&uuml;ter der verm&ouml;gensverwaltenden Gesellschaft (Borggr&auml;fe\/Sch&uuml;ppen, DB 2012, 1644). Wenn die erweiterte K&uuml;rzung &quot;anstelle&quot; der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 trete, stelle das Gesetz damit gerade keine weitergehenden zivilrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r die erweiterte K&uuml;rzung auf (Demleitner, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2010, 1257; ders. BB 2011, 1190). Der Begriff &quot;eigener&quot; Grundbesitz fasse lediglich pr&auml;gnant das in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG genannte Tatbestandsmerkmal &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmens geh&ouml;render Grundbesitz&quot; zusammen (Kohlhaas, FR 2015, 397). Es komme nicht auf die zivilrechtliche Grundlegung an, sondern darauf, ob die Verm&ouml;genswerte einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft anteilig zum Betriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters der Obergesellschaft (Zebragesellschaft) geh&ouml;rten (Fatouros, in Hesselmann\/Tillmann\/Mueller-Thuns, Handbuch GmbH &#038; Co.&nbsp;KG, 21.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;2.434). Neben der entscheidenden Bruchteilsbetrachtung spr&auml;chen auch steuerliche Transparenzgesichtspunkte f&uuml;r eine entsprechende Behandlung bei der doppelstufigen Personengesellschaft (Wienke, DB 2014, 2801). Sollte an der neuen Rechtsprechung des I.&nbsp;Senats des BFH in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 festgehalten werden, die jedenfalls irritierend sei, k&ouml;nnten auch gesamth&auml;nderische Erbengemeinschaften ihren Gesellschaftern oder Beteiligten keinen eigenen Grundbesitz mehr vermitteln. &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG stelle offenkundig besondere Anforderungen an den Grundbesitz; ansonsten h&auml;tte der Gesetzgeber auch vom Grundbesitz i.S. des Satz&nbsp;1 sprechen k&ouml;nnen. Dementsprechend sei zu raten, Gesamthandseigentum der Erbengemeinschaften in Bruchteilseigentum umzuwandeln (Bodden, Beratersicht zur Steuerrechtsprechung 2014, 22; ders. DStR 2014, 2208).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kommentarliteratur folgt &uuml;berwiegend nicht der Auffassung des I.&nbsp;Senats des BFH in dessen Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367. Nach Renner (in: Bergemann\/Wingler, GewStG, Kommentar, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;33) erfordert eigener Grundbesitz i.S. der Norm kein zivilrechtliches Eigentum. Daher sei auch der Grundbesitz eines an einer verm&ouml;gensverwaltenden Grundst&uuml;cksgesellschaft beteiligten gewerblich t&auml;tigen Gesellschafters eigener Grundbesitz. Nach Roser (in: Lenski\/Steinberg, GewStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;113, 113a) versch&auml;rft die Entscheidung des I.&nbsp;Senats in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 die Voraussetzungen der erweiterten K&uuml;rzung, zumal die zivilrechtliche Auslegung des Begriffs nicht zu &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG passe. In &auml;hnlicher Weise h&auml;lt G&uuml;roff (in: Glanegger\/G&uuml;roff, GewStG, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;21) die Auslegung des I.&nbsp;Senats, nach der im Gesamthandsverm&ouml;gen stehender Grundbesitz trotz &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO zivilrechtlich betrachtet teilweise fremder Grundbesitz sei, f&uuml;r nicht geboten. Dann m&uuml;ssten auch die Beteiligung an einer gewerblichen Mitunternehmerschaft und die an einer nicht gewerblich gepr&auml;gten rein verm&ouml;gensverwaltenden Zebragesellschaft zu den k&uuml;rzungssch&auml;dlichen T&auml;tigkeiten (G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;25a) z&auml;hlen. Angesichts dessen sei der Auffassung des Vorlagebeschlusses des IV.&nbsp;Senats zu folgen. Auch Rei&szlig; (in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;399c) sieht bei einer verm&ouml;gensverwaltenden KG den Gewinnanteil einer daran beteiligten Kapitalgesellschaft als deren eigene gewerbliche Eink&uuml;nfte und dementsprechend das Gesamthandsverm&ouml;gen als deren anteiliges Betriebsverm&ouml;gen. Unklar sei, aus welchen Gr&uuml;nden dies nach der Rechtsprechung des I.&nbsp;Senats nicht gelten solle, sofern der an der Zebragesellschaft beteiligte Gesellschafter nur gewerbliche Beteiligungseink&uuml;nfte habe. Weder das Einkommen&#8211; noch das Gewerbesteuerrecht folgten der &quot;zivilrechtlichen Grundlegung&quot;, sondern verst&uuml;nden vielmehr umgekehrt die Verwaltung und Nutzung zivilrechtlichen Gesamthandseigentums beim betrieblich beteiligten Gesellschafter als Nutzung und Verwaltung seines eigenen Anteils und rechneten demgem&auml;&szlig; anteilig diese Verm&ouml;gensmehrung dem Gewinn zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen st&uuml;tzt sich Gosch (in Bl&uuml;mich, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;65, 65c, Erg&auml;nzungslieferung November 2016; ders. BFH\/PR 2011, 183) auf einen normspezifischen Ausgangspunkt, der an das b&uuml;rgerlich-rechtliche Eigentum und nicht an die steuerrechtliche Zuordnung ankn&uuml;pfe. Die Begriffe eigener Grundbesitz und zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;render Grundbesitz seien keine identischen Merkmale. Insbesondere das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot sei in qualitativer, quantitativer und zeitlicher Hinsicht eng auszulegen; dementsprechend gelte der von der Untergesellschaft verwaltete und genutzte Immobilienbestand nicht als ausschlie&szlig;lich eigener Grundbesitz der Obergesellschaft. &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO &auml;ndere daran nichts. Ebenso h&auml;lt auch Schnitter (in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;46 und 52a) die Begriffe eigener Grundbesitz und zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmens geh&ouml;render Grundbesitz f&uuml;r nicht bedeutungsgleich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Auffassung des Gro&szlig;en Senats<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat verneint die Vorlagefrage. Einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielenden Gesellschaft ist die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht allein deshalb zu verwehren, weil sie an einer rein grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG wird die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um 1,2&nbsp;% des Einheitswerts des zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden Grundbesitzes gek&uuml;rzt. Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG tritt an Stelle der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 auf Antrag bei Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalten und nutzen oder daneben Wohnungsbauten betreuen oder Einfamilienh&auml;user, Zweifamilienh&auml;user oder Eigentumswohnungen errichten und ver&auml;u&szlig;ern, die K&uuml;rzung um den Teil des Gewerbeertrags, der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entf&auml;llt. &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG normiert damit die sog. erweiterte K&uuml;rzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erweiterte K&uuml;rzung ist durch das Erfordernis der Ausschlie&szlig;lichkeit tatbestandlich zweifach begrenzt: Zum einen ist die unternehmerische T&auml;tigkeit gegenst&auml;ndlich begrenzt, n&auml;mlich ausschlie&szlig;lich auf eigenen Grundbesitz oder daneben auch auf eigenes Kapitalverm&ouml;gen, zum anderen sind Art, Umfang und Intensit&auml;t der T&auml;tigkeit begrenzt, dass n&auml;mlich die Unternehmen dieses Verm&ouml;gen ausschlie&szlig;lich verwalten und nutzen. Rechtsfolge der erweiterten K&uuml;rzung ist, dass die Ertr&auml;ge, soweit sie aus der Verwaltung und Nutzung dieses eigenen Grundbesitzes resultieren, im Ergebnis nicht in den Gewerbeertrag und den Gewerbesteuermessbetrag eingehen und somit nicht der Gewerbesteuer unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG verwaltet und nutzt eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft auch dann, wenn eine Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft gehalten wird. Denn der zivilrechtlich im Eigentum der rein verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft stehende Grundbesitz ist ihrer Gesellschafterin, der gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft anteilig als deren Betriebsverm&ouml;gen zuzurechnen und in diesem Umfang zugleich i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG &quot;eigener Grundbesitz&quot; der gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft (dazu 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn der Grundbesitz der rein verm&ouml;gensverwaltenden GbR der Erzielung von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung dient, verwaltet und nutzt die gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft als deren Gesellschafterin diesen anteilig als eigenen i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG. Die gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft &uuml;bt als Gesellschafterin der rein verm&ouml;gensverwaltenden GbR damit auch keine T&auml;tigkeit aus, die nach Art, Umfang und Intensit&auml;t &uuml;ber das ausschlie&szlig;liche Verwalten und Nutzen dieses eigenen anteiligen Grundbesitzes hinausgeht, wenn die Verwaltung und Mitwirkungsrechte der Gesellschafterin ihren Miteigentumsanteilen entsprechen (dazu 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Gro&szlig;e Senat folgt damit im Grundsatz der Auffassung des vorlegenden Senats, dass eigener Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG der zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;rende Grundbesitz ist. Denn die Begriffe &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG und &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG sind im Hinblick auf die ertragsteuerrechtliche Zurechnung des Grundbesitzes bedeutungsgleich. Der Tatbestand eigener Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG beurteilt sich insbesondere nicht abweichend vom Grundtatbestand der gewerbesteuerrechtlichen K&uuml;rzung allein nach rein zivilrechtlichen, sondern &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit dem Grundtatbestand des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&#8211; nach (ertrag-) steuerrechtlichen Grunds&auml;tzen. Das hatten so auch u.a. der I.&nbsp;Senat und der IV.&nbsp;Senat in fr&uuml;heren Urteilen noch &uuml;bereinstimmend entschieden (z.B. BFH-Urteile vom 3.&nbsp;August 1972 IV&nbsp;R&nbsp;235\/67, BFHE 106, 331, BStBl II 1972, 799; vom 20.&nbsp;Januar 1982 I&nbsp;R&nbsp;201\/78, BFHE 135, 327, BStBl II 1982, 477; in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An dieser Auffassung h&auml;lt der Gro&szlig;e Senat fest. Der Wortlaut des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG ist im Hinblick auf die Frage, was unter &quot;eigenem&quot; Grundbesitz i.S. dieser Norm zu verstehen ist, zwar offen und daher auslegungsbed&uuml;rftig. Aber mit Blick auf die Systematik des GewStG (a) und den grundlegenden Regelungszweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG unter Ber&uuml;cksichtigung des gewerbesteuerrechtlichen Belastungsgrundes (b) ist die Norm dahingehend auszulegen, dass eigener Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG der zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;rende Grundbesitz ist. Die Entstehungsgeschichte des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG und dessen historischer Regelungskontext best&auml;tigen dieses Normverst&auml;ndnis (c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Rechtssystematische Erw&auml;gungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es entspricht der Systematik des GewStG, den Tatbestand der erweiterten K&uuml;rzung im vorgenannten Sinne auszulegen. Diese Auslegung ergibt sich sowohl daraus, dass die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage des Gewerbeertrags i.S. des &sect;&nbsp;7 GewStG nach einkommensteuerrechtlichen Grunds&auml;tzen der Gewinnermittlung ermittelt wird (aa), als auch daraus, dass das GewStG den &quot;eigenen Grundbesitz&quot; in allen Tatbest&auml;nden der erweiterten K&uuml;rzung als gesetzliches Merkmal verwendet (bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die erweiterte K&uuml;rzung in der gewerbesteuerrechtlichen Gesamtsystematik<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG ist Teil der Regelungen zur Ermittlung der gewerbesteuerrechtlichen Bemessungsgrundlage, n&auml;mlich des Gewerbeertrags. Dieser ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG der nach den Vorschriften des EStG oder des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, vermehrt und vermindert um die in den &sect;&sect;&nbsp;8 und 9 GewStG bezeichneten Betr&auml;ge. In systematischer Hinsicht folgt damit die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage den einkommensteuerrechtlichen Prinzipien der Gewinnermittlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu diesen Prinzipien der Gewinnermittlung z&auml;hlt auch die sog. Bruchteilsbetrachtung. Danach sind in den F&auml;llen, in denen sich Steuerpflichtige an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft beteiligen, nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO die Wirtschaftsg&uuml;ter, die diesen an der Personengesellschaft beteiligten Steuerpflichtigen i.S. des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO zur gesamten Hand zustehen, ihnen anteilig zuzurechnen, soweit eine getrennte Zurechnung f&uuml;r die Besteuerung erforderlich ist. Die f&uuml;r diese Besteuerung erforderliche getrennte Zurechnung ist in der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH insbesondere zu F&auml;llen der betrieblichen Beteiligung an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft (sog. Zebragesellschaft) entschieden worden, wie sie auch im hier zu entscheidenden Streitfall vorliegt. Danach ist der in dieser Art beteiligte Gesellschafter vermittels seines Gesellschaftsanteils anteilig an den Wirtschaftsg&uuml;tern der Gesellschaft beteiligt. Der Durchgriff auf einzelne in der Einheit der Gesellschaft verwirklichte Sachverhaltsmerkmale ist stets dann notwendig, wenn nur so die sachlich richtige Besteuerung des an einer Personengesellschaft oder einer steuerrechtlich gleichwertigen Rechtsgemeinschaft Beteiligten sichergestellt werden k&ouml;nne (Beschl&uuml;sse des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 209, 399, BStBl II 2005, 679, unter C.2., Rz&nbsp;29 der Gr&uuml;nde; vom 3.&nbsp;Juli 1995 GrS&nbsp;1\/93, BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.b, Rz&nbsp;61 der Gr&uuml;nde unter Hinweis auf den Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Juni 1984 GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, 429, BStBl II 1984, 751, unter C.III.3.b&nbsp;bb&nbsp;(3)). Die entsprechenden Grunds&auml;tze wendet der Gro&szlig;e Senat des BFH in F&auml;llen des Treuhandmodells an (Beschluss vom 25.&nbsp;Februar 1991 GrS&nbsp;7\/89, BFHE 163, 1, BStBl II 1991, 691, unter C.III.3.b&nbsp;cc, Rz&nbsp;101 der Gr&uuml;nde). Danach verk&ouml;rpert der Anteil an einer Personengesellschaft lediglich die Summe aller Anteile an den zum Gesellschaftsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;tern. An diesen Grunds&auml;tzen h&auml;lt der Gro&szlig;e Senat fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist nichts daf&uuml;r ersichtlich, dass diese Bruchteilsbetrachtung im Rahmen der Ermittlung des Gewerbeertrags ausnahmsweise nicht zur Anwendung kommen k&ouml;nnte. Finden mithin im Tatbestand der erweiterten K&uuml;rzung i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG hinsichtlich des Tatbestandsmerkmals des eigenen Grundbesitzes die Grunds&auml;tze der Bruchteilsbetrachtung Anwendung, f&uuml;hrt dies auch in systematischer Hinsicht dazu, dass der gesamth&auml;nderisch in einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft gebundene Grundbesitz im Umfang der Beteiligung zugleich anteilig eigener Grundbesitz i.S. dieser Norm ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Systematischer Zusammenhang mit den weiteren Tatbest&auml;nden der erweiterten K&uuml;rzung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG normiert die grundbesitzveranlassten gewerbesteuerrechtlichen K&uuml;rzungen. Satz&nbsp;1 regelt die K&uuml;rzung nach dem Einheitswert des Grundbesitzes. Satz&nbsp;2 enth&auml;lt den Grundtatbestand der erweiterten K&uuml;rzung, n&auml;mlich die K&uuml;rzung um den tats&auml;chlichen Gewerbeertrag, soweit er auf die Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes entf&auml;llt. Der Regelungsumfang der erweiterten K&uuml;rzung ersch&ouml;pft sich indes nicht in Satz&nbsp;2. Zur erweiterten K&uuml;rzung geh&ouml;ren auch deren tatbestandliche Ausdehnungen durch die S&auml;tze&nbsp;3 und 4 sowie die R&uuml;ckausnahmen in Satz&nbsp;5 Nrn.&nbsp;1, 1a, 2 und in Satz&nbsp;6 der Vorschrift. Angesichts dessen hat die Auslegung nicht allein und isoliert den Tatbestand der erweiterten K&uuml;rzung i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG in den Blick zu nehmen, sondern dabei insbesondere auch dessen rechtssystematische Stellung im Regelungsgef&uuml;ge der gewerbesteuerrechtlichen erweiterten K&uuml;rzungen insgesamt zu beachten. Dies gilt in besonderer Weise, wenn das hier auslegungsbed&uuml;rftige Tatbestandsmerkmal des eigenen Grundbesitzes eine grundlegende, gleichsam vor die &quot;Klammer gezogene&quot; tatbestandliche Voraussetzung sowohl f&uuml;r die ausdehnenden als auch f&uuml;r die einschr&auml;nkenden Tatbest&auml;nde der erweiterten K&uuml;rzung der S&auml;tze&nbsp;3 bis 5 des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Blick auf diese Tatbest&auml;nde f&uuml;gt sich der Grundtatbestand der erweiterten K&uuml;rzung in das Regelungsgef&uuml;ge der gewerbesteuerrechtlichen K&uuml;rzungen in systematischer Hinsicht nur dann widerspruchsfrei ein, wenn dessen Tatbestandsmerkmal des &quot;eigenen&quot; Grundbesitzes nicht anders als das Tatbestandsmerkmal &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden &#8230; Grundbesitzes&quot; in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG zu verstehen ist. Denn kn&uuml;pfte man gest&uuml;tzt auf einen &quot;normspezifischen Ausgangspunkt&quot; (so Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;65, 65c, Erg&auml;nzungslieferung November 2016) an das b&uuml;rgerlich-rechtliche Eigentum an und legte das Tatbestandsmerkmal eigener Grundbesitz rein zivilrechtlich aus, liefen einzelne Tatbest&auml;nde der erweiterten K&uuml;rzung teilweise leer, h&auml;tten keinen Anwendungsbereich und gelangten f&uuml;r einzelne Anwendungsf&auml;lle zu widerspr&uuml;chlichen Ergebnissen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat folgt damit der Auffassung des vorlegenden Senats, der zutreffend mit Blick auf die Rechtssystematik unter Rz&nbsp;41 der Gr&uuml;nde seines Vorlagebeschlusses in BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202 darauf hinweist, dass die zur erweiterten K&uuml;rzung in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG geschaffene Ausnahmevorschrift in Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a letztlich keinen Anwendungsbereich h&auml;tte, wenn es f&uuml;r die erweiterte K&uuml;rzung allein auf das zivilrechtliche Eigentum des Gesellschafters ank&auml;me.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechendes gilt f&uuml;r die zwei vom vorlegenden Senat herangezogenen Vergleichsf&auml;lle im Anwendungsbereich der erweiterten K&uuml;rzung (Rz&nbsp;46 und 47 der Gr&uuml;nde des Vorlagebeschlusses in BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202), die ebenfalls die systematisch widerspr&uuml;chlichen Ergebnisse aufzeigen, wenn das Tatbestandsmerkmal eigener Grundbesitz allein als zivilrechtliches Eigentum zu verstehen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat sieht sich in diesem Ergebnis letztlich auch durch das EURLUmsG best&auml;tigt. Denn dort ist der Gesetzgeber selbst offenkundig davon ausgegangen, &quot;eigener&quot; Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG liege auch vor, wenn eine Kapitalgesellschaft Gesellschafterin einer grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft und diese Personengesellschaft die Eigent&uuml;merin des Grundst&uuml;cks ist. Die Einf&uuml;gung des Satz&nbsp;6 in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG wurde damit begr&uuml;ndet, dass ohne diese Regelung Kapitalgesellschaften die gewerbesteuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erung von Grundst&uuml;cken umgehen k&ouml;nnten, indem sie die Grundst&uuml;cke in grundst&uuml;cksverwaltende Personengesellschaften einbringen und anschlie&szlig;end f&uuml;r die Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an dieser Personengesellschaft die erweiterte K&uuml;rzung in Anspruch nehmen w&uuml;rden (Gesetzentwurf der Bundesregierung, BTDrucks 15\/3677, S.&nbsp;38; pr&auml;zisiert in Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses, BTDrucks 15\/4050, S.&nbsp;59). Wenn der Gesetzgeber in diesen F&auml;llen grunds&auml;tzlich die erweiterte K&uuml;rzung f&uuml;r anwendbar h&auml;lt, setzt diese Auffassung voraus, dass der von der Kapitalgesellschaft gehaltene Anteil an der verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft nicht nur Betriebsverm&ouml;gen, sondern auch &quot;eigener Grundbesitz&quot; der Kapitalgesellschaft i.S. des Tatbestands des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Regelungszweck<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>91<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Regelungszweck der erweiterten K&uuml;rzung best&auml;tigt das aus den vorstehenden systematischen Erw&auml;gungen gewonnene Auslegungsergebnis. Denn &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG will den nur kraft Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielenden Unternehmen die erweiterte K&uuml;rzung gew&auml;hren, wenn sie ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalten und nutzen, ihre T&auml;tigkeit insoweit also nicht &uuml;ber den Rahmen einer privaten Verm&ouml;gensverwaltung hinausgeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>92<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG soll eine &quot;doppelte Besteuerung desselben Wirtschaftsguts durch die Grundsteuer und die Gewerbesteuer&quot; vermeiden, wie dies schon die Begr&uuml;ndung f&uuml;r das erste reichseinheitliche Gewerbesteuergesetz formulierte (Begr&uuml;ndung zum GewStG 1936, RStBl 1937, 693, 696). Das ist nach allgemeiner Auffassung auch noch der Regelungszweck nach dem derzeit geltenden Gewerbesteuerrecht (BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Mai 2002 I&nbsp;R&nbsp;63\/01, BFH\/NV 2003, 82; vom 5.&nbsp;Oktober 1967 I&nbsp;258\/64, BFHE 90, 299, BStBl II 1968, 65; Roser, in: Lenski\/Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;16; Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;19, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>93<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Regelungszweck der erweiterten K&uuml;rzung in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG war dagegen schon nach der urspr&uuml;nglichen Fassung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG 1936 darauf gerichtet, die Gewerbesteuerbelastung der allein kraft ihrer Rechtsform gewerbesteuerpflichtigen Kapitalgesellschaften, die sich nur mit der Verwaltung von Grundverm&ouml;gen befassen und damit nicht per se gewerblich t&auml;tig sind, der Belastung von in diesem Bereich t&auml;tigen Einzelunternehmen oder Personengesellschaften anzun&auml;hern. Die damalige Kommentarliteratur erl&auml;uterte den Grundgedanken der Steuerbefreiung damit, dass &quot;eine steuerliche &Uuml;berbelastung von Grundst&uuml;cksgesellschaften, Hausverwaltungsgesellschaften u. dgl.&quot; verhindert werden solle; diese seien nunmehr lediglich aufgrund ihrer Rechtsform gewerbesteuerpflichtig, obwohl sie an sich ein Gewerbe nicht aus&uuml;bten (Oeftering\/ Herzler-Gebert, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Anm.&nbsp;4; Abraham, a.a.O., S.&nbsp;314b; Dunz\/Rohde, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Anm.&nbsp;1, S.&nbsp;331).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>94<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG in dieser urspr&uuml;nglichen Fassung bezweckte auch keine Bevorzugung der Kapitalgesellschaften gegen&uuml;ber Personengesellschaften. Denn nach dem damals geltenden Recht musste die erweiterte K&uuml;rzung lediglich Kapitalgesellschaften erfassen. Nur Kapitalgesellschaften waren ungeachtet ihrer tats&auml;chlichen T&auml;tigkeit allein kraft Rechtsform gewerblich t&auml;tig und unterlagen als solche der Gewerbesteuer. Personengesellschaften &#8211;auch in der Rechtsform der GmbH &#038; Co.&nbsp;KG&#8211; wurden dagegen ausschlie&szlig;lich erst durch eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit gewerbesteuerpflichtig. Denn eine Gewerbesteuerpflicht kraft Rechtsform sah das damalige Steuerrecht f&uuml;r Personengesellschaften nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>95<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Gesetzgeber hielt auch in allen sp&auml;teren Fassungen des GewStG an dem Regelungszweck, ausschlie&szlig;lich mit der Verwaltung von Grundverm&ouml;gen befasste und damit nicht per se gewerblich T&auml;tige von der gewerbesteuerrechtlichen Belastung freizustellen, fest; er sah in dieser K&uuml;rzungsvorschrift insoweit offenbar ein allgemeines Regelungskonzept. Er erstreckte den pers&ouml;nlichen Anwendungsbereich der zur erweiterten K&uuml;rzung Berechtigten in den nachfolgenden Rechts&auml;nderungen zun&auml;chst auch auf Personengesellschaften, dann allgemein auf &quot;Unternehmen&quot;, die derart verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig waren, und hielt daran auch im Rahmen der nachfolgenden &Auml;nderungen zur Vermeidung oder Regulierung von steuerumgehenden Gestaltungen fest. Insoweit kann auf die Ausf&uuml;hrungen unter C.I.1. verwiesen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>96<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der BFH sieht in st&auml;ndiger Rechtsprechung ebenfalls den Regelungszweck der erweiterten K&uuml;rzung darin, die Ertr&auml;ge aus der blo&szlig;en Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes von der Gewerbesteuer zum Zwecke der Gleichbehandlung mit Steuerpflichtigen, die nur private Verm&ouml;gensverwaltung betreiben, freizustellen (BFH-Urteile in BFHE 89, 130, BStBl III 1967, 559; vom 28.&nbsp;Juni 1973 IV&nbsp;R&nbsp;97\/72, BFHE 109, 459, BStBl II 1973, 688; vom 9.&nbsp;Oktober 1974 I&nbsp;R&nbsp;23\/73, BFHE 113, 463, BStBl II 1975, 44; vom 31.&nbsp;Juli 1990 I&nbsp;R&nbsp;13\/88, BFHE 162, 111, BStBl II 1990, 1075; in BFHE 187, 326, BStBl II 1999, 168; vom 18.&nbsp;Mai 1999 I&nbsp;R&nbsp;118\/97, BFHE 188, 561, BStBl II 2000, 28; in BFHE 192, 100, BStBl II 2001, 359; vom 17.&nbsp;Januar 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;60\/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>97<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Mit Blick auf diesen unver&auml;ndert beibehaltenen Regelungszweck der erweiterten K&uuml;rzung erweist sich &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG im Ergebnis als eine am urspr&uuml;nglichen gewerbesteuerrechtlichen Belastungsgrund ausgerichtete Korrektur einer dar&uuml;ber hinausgehenden allein rechtsformveranlassten Steuerbelastung, soweit die Regelung allein das Verwalten und Nutzen eigenen Grundbesitzes betrifft. Denn &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nimmt als Grundtatbestand der erweiterten K&uuml;rzung in seinem urspr&uuml;nglichen Regelungsumfang allein die rein verm&ouml;gensverwaltende grundbesitzbezogene Erwerbst&auml;tigkeit aus der gewerbesteuerrechtlichen Bemessungsgrundlage, dem Gewerbeertrag, aus, die nach der grundlegenden Belastungsentscheidung des Gesetzgebers nicht gewerbesteuerbar sein soll (vgl. zu den dar&uuml;ber hinausgehenden weiteren Befreiungsvorschriften von Wohnungsbauunternehmen Roser, in: Lenski\/Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;96; G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>98<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Befund ist im Rahmen der Auslegung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG zu beachten. Denn vergleichbar mit dem Gesetzgeber, der nach der Rechtsprechung des BVerfG (st&auml;ndige Rechtsprechung, zuletzt BVerfG-Beschluss vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2017&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;6\/11, HFR 2017, 636) zwar bei der Auswahl des Steuergegenstands einen weitreichenden Gestaltungsspielraum hat, diesen sodann aber folgerichtig ausgestalten muss, ist auch im Rahmen der Auslegung des Steuertatbestands dem erkennbar gewordenen steuerlichen Belastungsgrund Rechnung zu tragen und so der fragliche Tatbestand unter Beachtung des Gebots der Folgerichtigkeit auszulegen. In diesem urspr&uuml;nglichen Umfang erweist sich die erweiterte K&uuml;rzung so nicht als beg&uuml;nstigende Subventionsnorm, sondern lediglich als Instrument der folgerichtigen Fortschreibung des gewerbesteuerrechtlichen Belastungsgrundes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>99<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Auslegungsgrunds&auml;tze blieben indessen unbeachtet, verst&uuml;nde man den Tatbestand der erweiterten K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG allein als beliebige Beg&uuml;nstigung, die von engen tatbestandlichen Erfordernissen abh&auml;ngig gemacht werden k&ouml;nne (so aber der I.&nbsp;Senat des BFH in seinem Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367; Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;65, 65c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>100<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Historischer Regelungskontext<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>101<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die aus Rechtssystematik und Regelungszweck gewonnene Auslegung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG entspricht schlie&szlig;lich auch der Entstehungsgeschichte und dem historischen Regelungskontext der Norm.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>102<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG in seiner urspr&uuml;nglichen Fassung regelte rechtsformunabh&auml;ngig die einfache K&uuml;rzung f&uuml;r alle Unternehmer und musste daher bei (Einzel-)Unternehmern zwischen dem zum Privatverm&ouml;gen und dem zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Grundbesitz unterscheiden. Denn Grundbesitz nat&uuml;rlicher Personen ist stets eigener Grundbesitz, unabh&auml;ngig davon, ob er zu deren Privat- oder Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rt; die K&uuml;rzung in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG sollte aber naturgem&auml;&szlig; nur den zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden eigenen Grundbesitz erfassen. Dementsprechend begrenzte der historische Gesetzgeber in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG die K&uuml;rzung auf den &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden Grundbesitz&quot;. Geregelt war damit zugleich die einfache K&uuml;rzung f&uuml;r Kapitalgesellschaften, die ausschlie&szlig;lich Betriebsverm&ouml;gen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>103<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG erfasste rechtsformabh&auml;ngig Kapitalgesellschaften, deren Grundbesitz stets zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rt. Angesichts dessen war in Bezug auf diese eine Unterscheidung zwischen zum Betriebsverm&ouml;gen und nicht zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rendem Grundbesitz entbehrlich; die erweiterte K&uuml;rzung war nicht eigens auf diesen &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden&quot; Teil des Grundbesitzes zu beschr&auml;nken. Zu regeln waren vielmehr die F&auml;lle, in denen die Kapitalgesellschaften diesen ohnehin zu ihrem Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden eigenen Grundbesitz lediglich nach Art einer privaten Verm&ouml;gensverwaltung nutzten, n&auml;mlich ihren &quot;eigenen Grundbesitz&quot; ausschlie&szlig;lich verwalteten und nutzten. Dies entsprach dem Regelungszweck im Zeitpunkt der Normierung des Tatbestands der erweiterten K&uuml;rzung, um in dieser Art und Weise t&auml;tige Kapitalgesellschaften mit Unternehmern gleich zu behandeln, die mit derartigen T&auml;tigkeiten &#8211;Verwalten und Nutzen des eigenen Grundbesitzes&#8211; schon per se kein Gewerbe betrieben und damit nicht gewerbesteuerpflichtig t&auml;tig waren (dazu unter C.II.3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>104<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Ergebnis beschrieb &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 1936 mit dem Tatbestand, &quot;bei einer Kapitalgesellschaft, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz &#8230; verwaltet und nutzt&quot; kurz und pr&auml;gnant den Lebenssachverhalt, dass eine Kapitalgesellschaft ausschlie&szlig;lich den zu ihrem Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden eigenen Grundbesitz &#8230; verwaltet und nutzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>105<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die historische Rechtsprechung und Kommentarliteratur zu &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG lassen keine Hinweise darauf erkennen, dass dem Tatbestandsmerkmal &quot;eigener&quot; Grundbesitz eine besondere Funktion zugekommen w&auml;re, die &uuml;ber eine lediglich verk&uuml;rzende Umschreibung des in Satz&nbsp;1 der Vorschrift verwendeten Merkmals des zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Grundbesitzes hinausgegangen und insbesondere nach rein zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen auszulegen gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>106<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Merkmal &quot;eigen&quot; wurde i.S. der steuerrechtlichen Zurechnung nach &sect;&nbsp;11 StAnpG verstanden (Ringelmann-Freudling, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Anm.&nbsp;6, S.&nbsp;289), n&auml;mlich dass nach &sect;&nbsp;11 Nr.&nbsp;5 StAnpG 1934 Wirtschaftsg&uuml;ter, die mehreren zur gesamten Hand zustehen, den Beteiligten so zuzurechnen waren, als w&auml;ren die Beteiligten nach Bruchteilen berechtigt. Dies entspricht im Ergebnis der gegenw&auml;rtigen Regelung in &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO. Auch aus den ersten Entscheidungen zu &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG (RFH-Urteile in RFHE 51, 41; in RFHE 51, 36) ist nichts daf&uuml;r ersichtlich, dass zwischen dem zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmens geh&ouml;renden Grundbesitz und eigenem Grundbesitz unterschieden werden m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>107<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich ist aus rechtshistorischer Sicht bei der Auslegung des Tatbestandsmerkmals &quot;eigener Grundbesitz&quot; zu ber&uuml;cksichtigen, dass bei dessen Schaffung der Gesetzgeber der GbR noch keine eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit zugemessen hatte. Dementsprechend konnte aus Sicht des Gesetzgebers die GbR keine abschirmende Wirkung entfalten. Damit war Grundbesitz einer GbR &quot;eigener&quot; Grundbesitz ihrer Gesellschafter und keiner der Gesellschaft selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>108<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG tritt an Stelle der einfachen K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 auf Antrag die erweiterte K&uuml;rzung bei Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalten und nutzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>109<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft verwaltet und nutzt &quot;eigenen&quot; Grundbesitz nicht nur dann, wenn das Unternehmen als Alleineigent&uuml;mer Grundeigentum durch Vermietung und Verpachtung nutzt. Ein Unternehmen kann auch dann &quot;eigenen&quot; Grundbesitz verwalten und nutzen, wenn dieser Grundbesitz in einem Eigentumsanteil besteht und es diesen anteiligen eigenen Grundbesitz verwaltet und nutzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>110<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Zurechnung von Wirtschaftsg&uuml;tern einer rein verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft gilt die Bruchteilsbetrachtung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO (dazu oben unter C.II.3.a&nbsp;aa). Danach sind Wirtschaftsg&uuml;ter, die mehreren zur gesamten Hand zustehen, den Beteiligten anteilig zuzurechnen, soweit eine getrennte Zurechnung f&uuml;r die Besteuerung erforderlich ist. Eine solche getrennte Zurechnung ist in F&auml;llen der vorliegenden Art, wie insbesondere der Ausgangssachverhalt des Vorlagebeschlusses zeigt, f&uuml;r die Besteuerung erforderlich. Denn beide Gesellschafter der rein verm&ouml;gensverwaltenden A-GbR, n&auml;mlich die hier zu 2\/3 daran beteiligte Kl&auml;gerin einerseits und die zu 1\/3 beteiligte B-GbR andererseits sind steuerrechtlich jeweils eigenst&auml;ndig zu behandeln. Daher ist auch eine getrennte Zurechnung der anteiligen Wirtschaftsg&uuml;ter (Grundst&uuml;cke) der A-GbR, die den beiden Gesellschaftern der A-GbR (der Kl&auml;gerin sowie der B-GbR) zur gesamten Hand zustehen und aus denen sie ihren jeweiligen Vermietungsertrag erzielen, Grundlage der Besteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>111<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die Frage, ob in solchen F&auml;llen beim Gesellschafter der rein verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft anteilig jeweils ein eigenes Wirtschaftsgut, im Streitfall mithin anteilig eigener Grundbesitz vorliegt, kommt es auch nicht darauf an, ob dieser Gesellschafter diesen Anteil im Privatverm&ouml;gen oder im Betriebsverm&ouml;gen h&auml;lt. Denn in beiden F&auml;llen liegt anteilig entsprechend dem Umfang des Anteils am Gesellschaftsverm&ouml;gen ein eigenes Wirtschaftsgut vor. Diese Qualifikation gilt unabh&auml;ngig davon, ob es dem umfassend steuerverhafteten Betriebsverm&ouml;gen oder dem gegebenenfalls einkommensteuerrechtlich nicht erheblichen Privatverm&ouml;gen zuzuordnen ist. Im Ergebnis liegt nach Ma&szlig;gabe der durch &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO angeordneten Bruchteilsbetrachtung jedenfalls im Umfang dieses Anteils ein eigenes Wirtschaftsgut vor, im Streitfall eigener Grundbesitz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>112<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allein dadurch, dass eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft Gesellschafterin einer rein verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft ist und an ihr damit einen &quot;Anteil h&auml;lt&quot;, entfaltet sie auch noch keine T&auml;tigkeit, die &uuml;ber dieses ausschlie&szlig;liche &quot;Verwalten und Nutzen&quot; eigenen Grundbesitzes i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG hinausgeht. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Verwaltung und Mitwirkungsrechte der Gesellschafterin ihren Miteigentumsanteilen entsprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>113<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Vorlagebeschluss verweist in diesem Zusammenhang zutreffend auf die st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH zur Frage der erweiterten K&uuml;rzung bei einer Bruchteilsgemeinschaft. Danach verwalten die Mitglieder der Bruchteilsgemeinschaft als Miteigent&uuml;mer entsprechend der grunds&auml;tzlichen Regelung von Miteigentumsverh&auml;ltnissen nach &sect;&nbsp;744 Abs.&nbsp;1 BGB anteilig ihren eigenen Grundbesitz, ohne dass diese gemeinschaftliche Verwaltung des Grundst&uuml;cks der Anwendung der erweiterten K&uuml;rzung entgegensteht (BFH-Urteil in BFHE 85, 115, BStBl III 1966, 253). Diese Rechtsprechung gilt unver&auml;ndert fort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>114<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese anteilige Zurechnung gilt auch f&uuml;r eine rein verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft. Nimmt ein Gesellschafter einer rein verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft auf dieser Grundlage seine Gesellschafterrechte und -pflichten wahr, indem er bei der Verwaltung seines gesamth&auml;nderisch gebundenen Grundeigentumsanteils mitwirkt, verwaltet und nutzt er insoweit eigenen Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG; er &uuml;berschreitet damit insbesondere nicht den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung. Ein solches &Uuml;berschreiten ergibt sich weder allein aus der eigentumsrechtlichen Stellung noch aus der Aus&uuml;bung der daraus folgenden f&uuml;r die private Verm&ouml;gensverwaltung typischen Verwaltungs- und Nutzungsrechte. Dementsprechend &uuml;bt ein Gesellschafter mit dem &quot;Halten einer Beteiligung&quot; allein noch keine T&auml;tigkeit aus, die &uuml;ber das i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG ausschlie&szlig;liche Verwalten und Nutzen eigenen Grundbesitzes hinausgeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>115<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>D. Der Gro&szlig;e Senat beantwortet die vorgelegte Rechtsfrage wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>116<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegenden Gesellschaft ist die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht deshalb zu verwehren, weil sie an einer rein grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.9.2018, GrS 2\/16ECLI:DE:BFH:2018:B.250918.GRS2.16.0 Erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG Leits&auml;tze Einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegenden Gesellschaft ist die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nicht deshalb zu verwehren, weil sie an einer rein grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/grs-2-16-erweiterte-kuerzung-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">GrS&nbsp;2\/16 &#8211; Erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70519","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70519","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70519"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70519\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}