{"id":70520,"date":"2019-03-29T12:15:31","date_gmt":"2019-03-29T10:15:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70520"},"modified":"2019-03-29T12:15:31","modified_gmt":"2019-03-29T10:15:31","slug":"iii-r-45-17-unterhaltsrente-fuer-ein-im-eigenen-haushalt-lebendes-kind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-45-17-unterhaltsrente-fuer-ein-im-eigenen-haushalt-lebendes-kind\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;45\/17 &#8211; Unterhaltsrente f&uuml;r ein im eigenen Haushalt lebendes Kind"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.10.2018, III R 45\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.111018.IIIR45.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Unterhaltsrente f&uuml;r ein im eigenen Haushalt lebendes Kind<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Zur Unterhaltsrente i.S. von &sect; 64 Abs. 3 Satz 1 EStG geh&ouml;ren nur regelm&auml;&szlig;ige monatliche Zahlungen. Regelm&auml;&szlig;ige Zahlungen, die in gr&ouml;&szlig;eren Zeitabst&auml;nden geleistet werden, sowie einzelne Zahlungen und Sachleistungen (z.B. die &Uuml;berlassung einer Wohnung zu Unterhaltszwecken) sind bei der nach &sect; 64 Abs. 3 Satz 2 EStG zu treffenden Entscheidung nicht zu ber&uuml;cksichtigen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 2. Februar 2017&nbsp;&nbsp;10 K 1851\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens mit Ausnahme der au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Beigeladenen hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, welchem Elternteil das Kindergeld f&uuml;r Januar bis Dezember 2014 zusteht, weil er die h&ouml;here Unterhaltsrente gezahlt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) und der Beigeladene haben einen gemeinsamen Sohn, der im Streitjahr in L studierte, dort gemeinsam mit einem Kommilitonen in einer 64&nbsp;qm gro&szlig;en Wohnung lebte und nicht in den Haushalt eines Elternteils aufgenommen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beigeladene zahlte dem Sohn zun&auml;chst monatlichen Barunterhalt in H&ouml;he von 500&nbsp;EUR, den er ab September 2014 auf 590&nbsp;EUR erh&ouml;hte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin zahlte von Januar bis August 2014 monatlich 400&nbsp;EUR und ab September 2014&nbsp; 490&nbsp;EUR im Monat. Dar&uuml;ber hinaus zahlte sie den Beitrag f&uuml;r das Sommersemester in H&ouml;he von 195&nbsp;EUR und f&uuml;r das Wintersemester in H&ouml;he von 197&nbsp;EUR, die Bahncard des Sohnes in H&ouml;he von 120&nbsp;EUR, Heimfahrt-Tickets in H&ouml;he von 696&nbsp;EUR, Zahnarztkosten in H&ouml;he von 209&nbsp;EUR sowie besondere Ausbildungskosten in H&ouml;he von 85&nbsp;EUR, zusammen 1.502&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte und Revisionskl&auml;gerin (Familienkasse) lehnte den Kindergeldantrag der Kl&auml;gerin vom 3.&nbsp;Oktober 2014 am 5.&nbsp;Dezember 2014 ab, weil der Sohn nicht im Haushalt eines leiblichen Elternteils lebe und der Beigeladene den &uuml;berwiegenden Barunterhalt leiste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch blieb ohne Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte die Familienkasse in der Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Juni 2015 aus, da der Kindesvater in Frankreich lebe, bestehe auch dort ein Anspruch auf Kindergeld. Welcher Anspruch vorrangig sei, bestimme sich im Verh&auml;ltnis zu den EU-Staaten nach den Regelungen der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;883\/2004 des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 29.&nbsp;April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit &#8211;VO Nr. 883\/2004&#8211; (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; 2004 Nr.&nbsp;L&nbsp;166, S.&nbsp;1) und der hierzu ergangenen Verordnung (EG) Nr.&nbsp;987\/2009 des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 16.&nbsp;September 2009 zur Festlegung der Modalit&auml;ten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;883\/2004 &uuml;ber die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (VO Nr.&nbsp;987\/2009, ABlEU 2009 Nr.&nbsp;L&nbsp;284, S.&nbsp;1). Seien die Leistungen nach den Rechtsvorschriften mehrerer EU-Staaten zu gew&auml;hren und werde &#8211;wie im Streitfall&#8211; von beiden Elternteilen in diesen Staaten jeweils eine Besch&auml;ftigung oder eine selbst&auml;ndige Erwerbst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt, so sei der Staat vorrangig zust&auml;ndig, in dem sich der Wohnort des Kindes befinde. Da der Sohn der Kl&auml;gerin in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) lebe und dieser in Deutschland eine Erwerbst&auml;tigkeit aus&uuml;be, sei der deutsche Kindergeldanspruch gegen&uuml;ber dem Kindergeldanspruch im Besch&auml;ftigungsland des Kindesvaters vorrangig. Ma&szlig;geblich sei deshalb, welcher Elternteil den h&ouml;heren Barunterhalt leiste (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Dies sei nach der vorliegenden Bescheinigung des Sohnes der Vater.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) verpflichtete die Familienkasse, der Kl&auml;gerin Kindergeld f&uuml;r die Monate Januar bis Dezember 2014 zu gew&auml;hren. Da &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 EStG an die zivilrechtlichen Unterhaltsregelungen ankn&uuml;pfe, seien bei der Frage nach der dem Kind gezahlten &quot;h&ouml;chsten Unterhaltsrente&quot; s&auml;mtliche Zahlungen auf den Gesamtbedarf des Kindes zu ber&uuml;cksichtigen, auch wenn sie &#8211;&uuml;ber die monatliche Unterhaltsrente hinausgehend&#8211; in Form unregelm&auml;&szlig;iger zus&auml;tzlicher Zahlungen erfolgten. Lediglich dar&uuml;ber hinausgehende Einmal- oder Sonderzuwendungen an das Kind sowie Sachzuwendungen, die nicht dem zivilrechtlichen Gesamtbedarf unterfielen, seien nicht in die Berechnung mit einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zus&auml;tzlichen Zahlungen der Kl&auml;gerin seien jedenfalls in H&ouml;he von 1.417&nbsp;EUR zu ber&uuml;cksichtigen und mit jeweils 1\/12 auf die Monate des Jahres 2014 zu verteilen. Einschlie&szlig;lich der monatlichen Regelzuwendung habe die Kl&auml;gerin damit eine h&ouml;here Unterhaltsrente gezahlt als der Beigeladene.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beigeladene hatte zuvor erkl&auml;rt, keinen eigenen Kindergeldantrag stellen zu wollen, selbst wenn er einen Anspruch haben sollte. Wenn ein Anspruch bestehe, gehe er von einem Anspruch der Kl&auml;gerin aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse r&uuml;gt die Verletzung materiellen Bundesrechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt,<br \/>das Urteil des FG K&ouml;ln vom 2.&nbsp;Februar 2017&nbsp; 10&nbsp;K&nbsp;1851\/15 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beigeladene hat sich im Revisionsverfahren weder ge&auml;u&szlig;ert noch einen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Kindergeld wird nur an einen Kindergeldberechtigten gezahlt (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;1 EStG). Lebt das Kind nicht im Haushalt beider Eltern oder eines Elternteils, sondern in einem eigenen Haushalt, so ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG kindergeldberechtigt, wer dem Kind eine Unterhaltsrente zahlt. Gew&auml;hren &#8211;wie hier&#8211; beide Elternteile eine Unterhaltsrente, so erh&auml;lt das Kindergeld derjenige, der die h&ouml;chste Unterhaltsrente zahlt (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ob ein Berechtigter die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;62 EStG erf&uuml;llt und wem von mehreren Berechtigten der Kindergeldanspruch zusteht, ist f&uuml;r jeden einzelnen Monat zu entscheiden. Der Vorrang kann dabei auch in kurzer Folge wechseln, z.B. durch wechselnde Haushaltsaufnahme infolge des Auszugs und Wiedereinzugs des zum Berechtigten bestimmten Elternteils (z.B. Senatsurteil vom 18.&nbsp;Mai 2017 III&nbsp;R&nbsp;11\/15, BFHE&nbsp;259, 78, BStBl II&nbsp;2017, 1199, betreffend Wiederaufleben der Berechtigtenbestimmung w&auml;hrend eines Vers&ouml;hnungsversuchs). Dies gilt auch f&uuml;r den Vorrang nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG, wenn z.B. der Elternteil, der bisher die niedrigere Unterhaltsrente zahlte, diese erh&ouml;ht, oder wenn die h&ouml;here Unterhaltsrente des anderen Elternteils f&uuml;r einen oder mehrere Monate ausf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Begriff der Unterhaltsrente i.S. von &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG orientiert sich am Begriff der Geldrente i.S. von &sect;&nbsp;1612 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB). Hiernach ist Unterhalt durch Entrichtung einer monatlich im Voraus zu zahlenden Geldrente zu gew&auml;hren. Unterhaltsrente ist der laufende Barunterhalt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;Dezember 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;67\/00, BFH\/NV 2004, 934; Senatsurteil vom 5.&nbsp;November 2015 III&nbsp;R&nbsp;57\/13, BFHE 252, 108, BStBl II 2016, 403). Die Unterhaltsrente ist grunds&auml;tzlich sowohl f&uuml;r als auch in dem Monat zu leisten, f&uuml;r den das Kindergeld begehrt wird (Senatsurteil vom 28.&nbsp;April 2016 III&nbsp;R&nbsp;30\/15, BFH\/NV 2016, 1272, Rz&nbsp;14, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Berechtigtenbestimmung nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 EStG wirken sich daher weder Sachleistungen noch nachtr&auml;glich erbrachte Unterhaltsleistungen aus (Senatsurteil in BFH\/NV 2016, 1272; Senatsbeschluss vom 28.&nbsp;Oktober 2005 III&nbsp;B&nbsp;107\/05, BFH\/NV 2006, 549; ebenso Wendl in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;64 EStG Rz&nbsp;16; Felix in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;D&nbsp;3; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;151). Die Frage, ob Zahlungen, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 EStG bis zu zehn Tage vor Beginn oder nach Beendigung des Kalendermonats geleistet werden, f&uuml;r den sie bestimmt sind, als Unterhaltsrente ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen, braucht der Senat im Streitfall nicht zu entscheiden (vgl. Senatsurteil vom 11.&nbsp;April 2013 III&nbsp;R&nbsp;35\/11, BFHE 241, 499, BStBl II 2013, 1037, betreffend behinderungsbedingte Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unter einer Rente werden allgemein regelm&auml;&szlig;ige Zahlungen verstanden, die jemand aus angelegtem Kapital, auf Grundlage von Rechtsanspr&uuml;chen oder als freiwillige Zuwendung erh&auml;lt (Brockhaus Enzyklop&auml;die, 21.&nbsp;Aufl., Bd.&nbsp;23, S.&nbsp;5; &auml;hnlich Duden, Bd.&nbsp;10, 2.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;521: Einkommen in Form regelm&auml;&szlig;iger monatlicher Zahlungen). Daher sind einzelne Zahlungen, mit denen bestehender Unterhalts-, Sonder- oder Mehrbedarf abgedeckt wird oder die ohne konkreten Bedarf geleistet werden, bei der nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG zu treffenden Entscheidung nicht zu ber&uuml;cksichtigen (HHR\/Wendl, &sect;&nbsp;64 EStG Rz&nbsp;16; Avvento in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;7; ebenso Dienstanweisung zum Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz, Stand 2017, BStBl I 2017, 1006, Kap.&nbsp;A&nbsp;26 Abs.&nbsp;1). Denn einzelne Geldzuwendungen, z.B. f&uuml;r Krankheitskosten, Kfz-Reparaturen, Urlaub oder besondere Ausbildungskosten, fallen mangels Regelm&auml;&szlig;igkeit nicht unter den Begriff einer Rente.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Unber&uuml;cksichtigt bleiben auch regelm&auml;&szlig;ige Unterhaltszahlungen, die in gr&ouml;&szlig;eren Zeitabst&auml;nden als einem Monat geleistet werden (f&uuml;r eine Ber&uuml;cksichtigung regelm&auml;&szlig;iger Zahlungen dagegen Avvento in Kirchhof, EStG, 17. Aufl., &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;7, unter Hinweis auf das Senatsurteil in BFH\/NV 2016, 1272; HHR\/Wendl, &sect;&nbsp;64 EStG Rz&nbsp;16; Felix in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, 290.&nbsp;AL&nbsp;8\/2018, X. Kindergeld, D2). Sie k&ouml;nnen zwar als Rente verstanden werden, werden aber nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1612 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp; 1 und Abs.&nbsp;3 BGB &quot;monatlich im Voraus&quot; geleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Der Senat sieht keine &uuml;berzeugenden Gr&uuml;nde, von der Orientierung des Begriffs &quot;Unterhaltsrente&quot; in &sect;&nbsp;1612 Abs.&nbsp;3 Satz 1 BGB abzuweichen, auch wenn dadurch der insgesamt geringer belastete Elternteil das Kindergeld erhalten kann. Die h&ouml;here Belastung mit Unterhaltsleistungen f&uuml;hrte nach der bis 1995 geltenden Rechtslage zum Vorrang; nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des Bundeskindergeldgesetzes a.F. erhielt das Kindergeld, wer &quot;das Kind &uuml;berwiegend unterh&auml;lt&quot;. Nach geltendem Recht ist die h&ouml;here Belastung aber nur von Bedeutung, soweit sie auf der Unterhaltsrente beruht. Sie bleibt daher auch in anderen F&auml;llen unber&uuml;cksichtigt, z.B. wenn ein Elternteil Sachleistungen erbringt, indem er dem Kind zu Unterhaltszwecken eine Wohnung am Studienort oder ein Automobil &uuml;berl&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn das Kindergeldrecht bedarf als &quot;Massenrecht&quot; der Typisierung (Senatsurteil vom 13.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;R&nbsp;58\/12, BFHE 242, 118, BStBl II 2014, 834). Klare und einfache Regelungen, die die Vorhersehbarkeit beh&ouml;rdlicher Entscheidungen erh&ouml;hen und den Aufwand vermindern, liegen auch im Interesse der Kindergeldberechtigten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erforderliche vergr&ouml;bernde, die Abwicklung von Massenverfahren erleichternde Typisierung ist auch verfassungsrechtlich unbedenklich. Denn sie f&uuml;hrt zu keinem unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Eingriff in die Rechte der Betroffenen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 25.&nbsp;September 1992&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;5,&nbsp;8,&nbsp;14\/91, BVerfGE 87, 153, 172; BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Juni 2002 X&nbsp;R&nbsp;1\/00, BFH\/NV 2002, 1438, Rz&nbsp;23). Der Kl&auml;gerin h&auml;tte es freigestanden, die regelm&auml;&szlig;igen monatlichen Unterhaltsrenten f&uuml;r einen etwaigen Mehr- oder Sonderbedarf zu erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Beigeladene hat in allen Monaten des Streitzeitraums &#8211;von Januar bis August 500&nbsp;EUR gegen&uuml;ber 400&nbsp;EUR und ab September 590&nbsp;EUR gegen&uuml;ber 490&nbsp;EUR&#8211; regelm&auml;&szlig;ig 100&nbsp;EUR mehr gezahlt als die Kl&auml;gerin. Der Beigeladene hat daher im gesamten Streitzeitraum die h&ouml;here Unterhaltsrente gezahlt und ist deshalb vorrangig berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die weiteren Zahlungen der Kl&auml;gerin sind nicht regelm&auml;&szlig;ig monatlich geleistet worden und k&ouml;nnen daher nach den vorgenannten Rechtsgrunds&auml;tzen nicht als Unterhaltsrente qualifiziert werden. Insofern ist ohne Bedeutung, ob die Kl&auml;gerin die Geb&uuml;hren f&uuml;r das Sommer- und das Wintersemester sowie die Kosten der Bahncard und der Heimfahrt-Tickets nur im Streitzeitraum oder jedes Jahr &uuml;bernommen hat und sie an den Sohn oder unmittelbar an den Gl&auml;ubiger &#8211;Universit&auml;t und Bahn&#8211; gezahlt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unerheblich ist, dass der Beigeladene der Kindergeldgew&auml;hrung an die Kl&auml;gerin nicht entgegentritt. Eltern k&ouml;nnen sich nur dann wirksam &uuml;ber ihren Anspruch auf Kindergeld einigen, wenn ihre Anspr&uuml;che gleichrangig sind, also z.B. bei gemeinsamer Haushaltsaufnahme (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG) oder wenn beide dem nicht in einen elterlichen Haushalt aufgenommenen Kind gleich hohe oder keine Unterhaltsrenten zahlen (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG). Ist ein Elternteil vorrangig berechtigt, so sind Vereinbarungen &uuml;ber den Kindergeldbezug gegenstandslos (Senatsurteil in BFHE 259, 78, BStBl II 2017, 1199). Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin kommt es auch nicht darauf an, ob die Familienkasse im Ergebnis nicht h&ouml;her belastet wird, wenn der &quot;falsche&quot; Elternteil das Kindergeld erh&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO. Dem Beigeladenen sind keine Kosten aufzuerlegen, da er sich nicht aktiv am Prozess beteiligt hat (&sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;3 FGO); etwaige au&szlig;ergerichtliche Kosten des Beigeladenen sind nicht zu erstatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.10.2018, III R 45\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.111018.IIIR45.17.0 Unterhaltsrente f&uuml;r ein im eigenen Haushalt lebendes Kind Leits&auml;tze Zur Unterhaltsrente i.S. von &sect; 64 Abs. 3 Satz 1 EStG geh&ouml;ren nur regelm&auml;&szlig;ige monatliche Zahlungen. Regelm&auml;&szlig;ige Zahlungen, die in gr&ouml;&szlig;eren Zeitabst&auml;nden geleistet werden, sowie einzelne Zahlungen und Sachleistungen (z.B. die &Uuml;berlassung einer Wohnung zu Unterhaltszwecken) sind bei der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-45-17-unterhaltsrente-fuer-ein-im-eigenen-haushalt-lebendes-kind\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;45\/17 &#8211; Unterhaltsrente f&uuml;r ein im eigenen Haushalt lebendes Kind<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70520","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70520","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70520"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70520\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70520"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70520"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}