{"id":70521,"date":"2019-03-29T12:15:34","date_gmt":"2019-03-29T10:15:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70521"},"modified":"2019-03-29T12:15:34","modified_gmt":"2019-03-29T10:15:34","slug":"ii-r-34-15-zahl-der-beschaeftigten-und-lohnsummenregelung-bei-holdinggesellschaften-einkommensteuerschulden-als-nachlassverbindlichkeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-34-15-zahl-der-beschaeftigten-und-lohnsummenregelung-bei-holdinggesellschaften-einkommensteuerschulden-als-nachlassverbindlichkeiten\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;34\/15 &#8211; Zahl der Besch&auml;ftigten und Lohnsummenregelung bei Holdinggesellschaften; Einkommensteuerschulden als Nachlassverbindlichkeiten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.11.2018, II R 34\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.141118.IIR34.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zahl der Besch&auml;ftigten und Lohnsummenregelung bei Holdinggesellschaften; Einkommensteuerschulden als Nachlassverbindlichkeiten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die gegen den Erblasser festgesetzte Einkommensteuer kann auch dann als Nachlassverbindlichkeit abgezogen werden, wenn der Erblasser noch zu seinen Lebzeiten gegen die Steuerfestsetzung Einspruch eingelegt hat und AdV des angefochtenen Bescheids gew&auml;hrt wurde.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Bei der Ermittlung der Zahl der Besch&auml;ftigten einer Holdinggesellschaft sind die Arbeitnehmer von Gesellschaften, an denen eine Beteiligung besteht, nicht einzubeziehen (Rechtslage f&uuml;r Erwerbe bis einschlie&szlig;lich 6. Juni 2013).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revisionen der Kl&auml;gerin und des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 10. Juni 2015&nbsp;&nbsp;9 K 2384\/09 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Erbschaftsteuerbescheid vom 5. Oktober 2018 wird dahingehend ge&auml;ndert, dass bei der Ermittlung des Reinverm&ouml;gens des Erblassers die f&uuml;r die Jahre 1996 und 1999 festgesetzte, von der Vollziehung ausgesetzte Einkommensteuer in H&ouml;he von 186.830,53 EUR f&uuml;r das Jahr 1996 und in H&ouml;he von 6.417.618,57 EUR f&uuml;r das Jahr 1999 als Nachlassverbindlichkeit ber&uuml;cksichtigt und der Verschonungsabschlag f&uuml;r die Anteile an der &#8230; Holding KG ungek&uuml;rzt gew&auml;hrt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Erbschaftsteuer wird dem Beklagten aufgegeben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des finanzgerichtlichen Verfahrens haben der Beklagte zu 80 % und die Kl&auml;gerin zu 20 % zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, Revisionsbeklagte und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) und ihre beiden Schwestern sind zu je 1\/3 Erben ihres 2007 verstorbenen Vaters (Erblasser). Die Beigeladene ist die Witwe des Erblassers. Der Nachlass bestand aus einer Vielzahl von Beteiligungen und Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden. U.a. war der Erblasser an einer Holding-KG beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Erbschaftsteuererkl&auml;rung machten die Erbinnen u.a. Einkommensteuerschulden des Erblassers als Nachlassverbindlichkeiten geltend, und zwar in H&ouml;he von 186.830,53&nbsp;EUR f&uuml;r das Veranlagungsjahr 1996 und in H&ouml;he von 6.417.618,57&nbsp;EUR f&uuml;r das Veranlagungsjahr 1999. Die zugrunde liegenden Einkommensteuerbescheide wurden noch zu Lebzeiten vom Erblasser angefochten und insoweit antragsgem&auml;&szlig; von der Vollziehung ausgesetzt. Sie sind noch nicht bestandskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Erbschaftsteuerbescheid vom 20.&nbsp;Juni 2008 setzte der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Erbschaftsteuer gegen die Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 8.592.736&nbsp;EUR fest. Abweichend von der Erbschaftsteuererkl&auml;rung ber&uuml;cksichtigte das FA die Einkommensteuerschulden der Veranlagungszeitr&auml;ume 1996 und 1999 nicht als Nachlassverbindlichkeiten. Der Einspruch gegen den Erbschaftsteuerbescheid, zuletzt im Einspruchsverfahren ge&auml;ndert am 12.&nbsp;Dezember 2008, wurde vom FA mit Einspruchsentscheidung vom 22.&nbsp;Juni 2009 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Dabei nahm das FA hinsichtlich der streitigen Einkommensteuerschulden des Erblassers einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 der Abgabenordnung (AO) in den Steuerbescheid auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 25.&nbsp;Juni 2009 beantragte die Kl&auml;gerin die Durchf&uuml;hrung der Besteuerung nach dem Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz i.d.F. des Erbschaftsteuerreformgesetzes 2009 (ErbStRG 2009) vom 24.&nbsp;Dezember 2008 (BGBl I 2008, 3018) &#8211;ErbStG&#8211;. Im Verlauf des Klageverfahrens gab die Kl&auml;gerin eine entsprechende Erbschaftsteuererkl&auml;rung ab. Es ergingen zahlreiche &Auml;nderungsbescheide, die jeweils Gegenstand des Klageverfahrens wurden. Der letzte &Auml;nderungsbescheid im Klageverfahren datiert vom 22.&nbsp;Mai 2015. Darin folgte das FA der Erkl&auml;rung im Wesentlichen. Streitig blieben die Nichtber&uuml;cksichtigung der Einkommensteuerschulden als Nachlassverbindlichkeiten, der Ansatz einer Forderung in H&ouml;he von 1.500.000&nbsp;EUR gegen die Beigeladene sowie eine vom FA vorgenommene K&uuml;rzung des Verschonungsabschlags f&uuml;r den Erwerb der Beteiligung an der Holding-KG im Hinblick auf die Lohnsummengrenze des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Holding-KG hatte selbst weniger als 20 Besch&auml;ftigte. Unter Einbeziehung der Besch&auml;ftigten der nachgeordneten Beteiligungsgesellschaften ergab sich eine Ausgangslohnsumme zur Berechnung der Lohnsummengrenze in H&ouml;he von 93.169.223&nbsp;EUR. Im Zeitraum von f&uuml;nf Jahren nach dem Erbfall betrug die Lohnsumme insgesamt 358.632.511&nbsp;EUR und damit 3,77&nbsp;% weniger als 400&nbsp;% der Ausgangslohnsumme. Die Betr&auml;ge sind zwischen den Beteiligten unstreitig. Das FA k&uuml;rzte den Verschonungsabschlag des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 ErbStG um 3,77&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1618 ver&ouml;ffentlichten Urteil teilweise statt. Die Forderung in H&ouml;he von 1.500.000&nbsp;EUR war nach seiner Auffassung nicht anzusetzen, weil im Zeitpunkt des Todes des Erblassers ein R&uuml;ckforderungsanspruch aus dem Darlehensvertrag noch nicht bestanden habe. Den Verschonungsabschlag nach &sect;&nbsp;13a ErbStG habe das FA zu Unrecht um 3,77&nbsp;% gek&uuml;rzt. Die Lohnsummenregelung sei nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG u.a. dann nicht anzuwenden, wenn der &uuml;bertragene Betrieb &#8211;wie im Streitfall die Holding-KG&#8211; nicht mehr als 20 Besch&auml;ftigte habe. Entgegen der Ansicht des FA sei nach der im Streitfall geltenden Fassung des ErbStG die Anzahl der Besch&auml;ftigten von verbundenen Unternehmen nicht einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen hat das FG die Klage abgewiesen. Die Einkommensteuerschulden f&uuml;r 1996 und f&uuml;r 1999 k&ouml;nnten nicht als Nachlassverbindlichkeiten ber&uuml;cksichtigt werden. Wegen der Aussetzung der Vollziehung (AdV) h&auml;tten die Erben die Abgabenforderungen zum Stichtag nicht begleichen m&uuml;ssen. Es fehle insoweit an einer wirtschaftlichen Belastung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat den Erbschaftsteuerbescheid im Revisionsverfahren zuletzt am 5.&nbsp;Oktober 2018 ge&auml;ndert, die Darlehensforderung in H&ouml;he von 1.500.000&nbsp;EUR mit 0&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt und die Erbschaftsteuer auf 5.395.134&nbsp;EUR herabgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihren Revisionen wenden sich das FA gegen die Nichtanwendung der Lohnsummenregelung und die Kl&auml;gerin gegen die Nichtber&uuml;cksichtigung der ausgesetzten Einkommensteuerschulden als Nachlassverbindlichkeiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage insgesamt abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und den Bescheid vom 5.&nbsp;Oktober 2018 dahingehend zu &auml;ndern, dass die f&uuml;r die Jahre 1996 und 1999 festgesetzten und ausgesetzten Einkommensteuerschulden in H&ouml;he von 186.830,53&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 1996 und in H&ouml;he von 6.417.618,57&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 1999 als Nachlassverbindlichkeiten ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG war aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, weil sich w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Verfahrensgegenstand, &uuml;ber dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit das FG zu entscheiden hatte, ge&auml;ndert hat (&sect;&nbsp;127 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). An die Stelle des Erbschaftsteuerbescheids vom 22.&nbsp;Mai 2015, &uuml;ber den das FG entschieden hat, ist w&auml;hrend des Revisionsverfahrens zuletzt der &Auml;nderungsbescheid vom 5.&nbsp;Oktober 2018 getreten und nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Verfahrens geworden. Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos und aufzuheben (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2017 II&nbsp;R&nbsp;10\/15, BFH\/NV 2017, 1153, Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG nach &sect;&nbsp;127 FGO bedarf es nicht, da sich aufgrund des &Auml;nderungsbescheids an den zwischen den Beteiligten streitigen Punkten nichts ge&auml;ndert hat (BFH-Urteil in BFH\/NV 2017, 1153, Rz&nbsp;12, m.w.N.). Die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen bilden nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des BFH; sie fallen durch die Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils nicht weg, da das finanzgerichtliche Urteil nicht an einem Verfahrensmangel leidet (BFH-Urteil in BFH\/NV 2017, 1153, Rz&nbsp;12, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist spruchreif. Der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO zum Gegenstand des Revisionsverfahrens gewordene Erbschaftsteuerbescheid vom 5.&nbsp;Oktober 2018 ist rechtswidrig und verletzt die Kl&auml;gerin in ihren Rechten (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Die Einkommensteuerschulden f&uuml;r die Jahre 1996 und 1999 sind, soweit die Vollziehung der Bescheide ausgesetzt wurde, entgegen der Auffassung des FG als Nachlassverbindlichkeiten nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 ErbStG steuermindernd zu ber&uuml;cksichtigen. Der Verschonungsabschlag ist &#8211;wie vom FG zutreffend angenommen&#8211; nicht im Hinblick auf die Lohnsummenregelung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;4 ErbStG zu k&uuml;rzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Einkommensteuerschulden sind als Nachlassverbindlichkeiten steuermindernd zu ber&uuml;cksichtigen, auch soweit die Vollziehung ausgesetzt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 ErbStG sind vom Erwerb des Erben die vom Erblasser herr&uuml;hrenden pers&ouml;nlichen Steuerschulden, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1922 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs i.V.m. &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 AO auf den Erben &uuml;bergegangen sind, als Nachlassverbindlichkeiten abzuziehen. Dabei ist unerheblich, ob die Steuern beim Erbfall bereits festgesetzt waren oder nicht (vgl. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Juli 2012 II&nbsp;R&nbsp;15\/11, BFHE 238, 233, BStBl II 2012, 790, Rz&nbsp;13&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Abzug als Nachlassverbindlichkeiten setzt nicht nur voraus, dass die Steuerschulden im Zeitpunkt des Todes des Erblassers bereits entstanden waren oder &#8211;f&uuml;r die Einkommensteuer des Todesjahres&#8211; der Erblasser den Tatbestand, an den das Gesetz die Steuerpflicht kn&uuml;pft, bereits verwirklicht hatte (vgl. BFH-Urteile in BFHE 238, 233, BStBl II 2012, 790, Rz&nbsp;13, und vom 28.&nbsp;Oktober 2015 II&nbsp;R&nbsp;46\/13, BFHE 252, 448, BStBl II 2016, 477, Rz&nbsp;12). Die Steuerschulden m&uuml;ssen dar&uuml;ber hinaus im Todeszeitpunkt eine wirtschaftliche Belastung dargestellt haben (vgl. BFH-Urteil in BFHE 252, 448, BStBl II 2016, 477, Rz&nbsp;12, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Grunds&auml;tzlich ist davon auszugehen, dass die Finanzbeh&ouml;rden entstandene Steuern in der materiell-rechtlich zutreffenden H&ouml;he festsetzen werden (&sect;&nbsp;85 AO) und somit im Todeszeitpunkt die erforderliche wirtschaftliche Belastung mit der Steuerschuld gegeben ist (BFH-Urteil in BFHE 252, 448, BStBl II 2016, 477, Rz&nbsp;14). Dies gilt erst recht f&uuml;r im Bewertungsstichtag bereits durch Steuerbescheid festgesetzte Steuern. Diese belasten den Erblasser ebenso wie den Erben als dessen Gesamtrechtsnachfolger. Insoweit gilt etwas anderes als in dem Fall, in dem die Steuer im Todeszeitpunkt noch nicht gegen&uuml;ber dem Erblasser festgesetzt war und auch sp&auml;ter nicht gegen die Erben festgesetzt wird (vgl. BFH-Urteil in BFHE 252, 448, BStBl II 2016, 477, Rz&nbsp;18). Da das Finanzamt festgesetzte Steuern aufgrund des Steuerbescheids nach Ma&szlig;gabe des Sechsten Teils der AO selbst vollstrecken kann, steht der Steuerbescheid einem vollstreckbaren (zivilrechtlichen) Schuldtitel gleich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Einlegung eines Einspruchs durch den Erblasser zu dessen Lebzeiten f&uuml;hrt nicht dazu, dass die wirtschaftliche Belastung durch die festgesetzte Steuer wegf&auml;llt. Will das f&uuml;r die Erbschaftsteuer zust&auml;ndige Finanzamt eine niedrigere als die festgesetzte Steuer als Nachlassverbindlichkeit ansetzen, bedarf es daf&uuml;r besonderer Gr&uuml;nde, die den sicheren Schluss zulassen, dass das f&uuml;r die Einkommensteuer zust&auml;ndige Finanzamt die Steuer materiell-rechtlich unzutreffend festgesetzt hat und der zugrunde liegende Bescheid im Einspruchsverfahren aufgehoben oder ge&auml;ndert wird. Der blo&szlig;e Verweis darauf, dass der Steuerbescheid mit dem Einspruch angefochten wurde und daher die materiell-rechtlich zutreffende H&ouml;he noch nicht genau feststeht, reicht daf&uuml;r nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Dasselbe gilt f&uuml;r die Gew&auml;hrung der AdV. Diese bewirkt f&uuml;r den Zeitraum ihrer Wirksamkeit nur, dass das f&uuml;r die Einkommensteuer zust&auml;ndige Finanzamt entgegen &sect;&nbsp;361 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO und &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO nicht aus dem angefochtenen Bescheid vollstrecken und die festgesetzte Steuer beitreiben kann. Der Steuerpflichtige bleibt gleichwohl in H&ouml;he der festgesetzten Steuer belastet, er muss sie nur nicht w&auml;hrend der Dauer der AdV entrichten. Beruht die AdV auf ernstlichen Zweifeln an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Steuerfestsetzung (vgl. &sect;&nbsp;361 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO, &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO), &auml;ndert das nichts an der wirtschaftlichen Belastung durch die festgesetzte Einkommensteuer. Die Gew&auml;hrung der AdV begr&uuml;ndet noch keinen sicheren Schluss, dass der Bescheid aufgehoben werden wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Der Verweis des FA auf die Rechtsprechung zur ertragsteuerrechtlichen Ber&uuml;cksichtigung ungewisser Verbindlichkeiten (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Januar 2017 I&nbsp;R&nbsp;70\/15, BFHE 257, 66, BStBl II 2017, 780, zu R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Entsorgungsverpflichtungen) f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Dabei kann dahinstehen, ob die Voraussetzungen f&uuml;r den Ansatz von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Handelsgesetzbuches trotz des unterschiedlichen Regelungsbereichs mit denen f&uuml;r den Ansatz von Nachlassverbindlichkeiten im Rahmen der Erbschaftsteuerfestsetzung &uuml;berhaupt vergleichbar sind. Voraussetzung f&uuml;r die Bildung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse &ouml;ffentlich-rechtliche Verbindlichkeiten ist eine hinreichende Konkretisierung durch Gesetz oder Verwaltungsakt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 257, 66, BStBl II 2017, 780, Rz&nbsp;21). Sp&auml;testens mit der Festsetzung einer Steuerschuld durch Steuerbescheid ist die durch sie begr&uuml;ndete &ouml;ffentlich-rechtliche Verbindlichkeit hinreichend konkret und stellt ab diesem Zeitpunkt eine wirtschaftliche Belastung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Sind die Voraussetzungen f&uuml;r den Ansatz von Nachlassverbindlichkeiten nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 ErbStG erf&uuml;llt, hat die Finanzbeh&ouml;rde diese bei der Festsetzung der Erbschaftsteuer zu ber&uuml;cksichtigen. Die M&ouml;glichkeit, den Bescheid nach &sect;&nbsp;165 AO vorl&auml;ufig zu erlassen, steht dem nicht entgegen, sondern ist eine u.U. notwendige Begleitregelung. Bei der Entscheidung dar&uuml;ber handelt es sich um eine Ermessensentscheidung der Finanzbeh&ouml;rde (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Dezember 2014 I&nbsp;R&nbsp;32\/13, BFHE 248, 110, BStBl II 2015, 575; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;165 AO Rz&nbsp;25). Dagegen besteht bei der Entscheidung &uuml;ber den Abzug von Nachlassverbindlichkeiten im Rahmen der Erbschaftsteuerfestsetzung kein Ermessen. Liegen die Voraussetzungen f&uuml;r den Abzug im Zeitpunkt der Steuerfestsetzung vor und ist lediglich ungewiss, ob diese auch nach weiterer Pr&uuml;fung rechtlich Bestand haben werden, sind die Nachlassverbindlichkeiten bei der Steuerfestsetzung abzuziehen. Die Nachlassverbindlichkeiten in einem solchen Fall trotz Vorliegens der Voraussetzungen (vorl&auml;ufig) nicht anzuerkennen, w&uuml;rde &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 ErbStG zuwiderlaufen. Insoweit gilt etwas anderes als z.B. beim Vorl&auml;ufigkeitsvermerk in Liebhabereif&auml;llen, bei dem es ermessensfehlerfrei sein kann, die Steuer zun&auml;chst ohne Ber&uuml;cksichtigung von Verlusten festzusetzen (vgl. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;November 2008 IV&nbsp;R&nbsp;17\/06, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2009, 771).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>h) Nach diesen Grunds&auml;tzen sind die gegen den Erblasser festgesetzten Einkommensteuern 1996 und 1999, auch soweit die Bescheide von der Vollziehung ausgesetzt sind, als Nachlassverbindlichkeiten steuermindernd zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der blo&szlig;e Hinweis auf die anh&auml;ngigen Rechtsbehelfsverfahren und die gew&auml;hrte AdV reicht f&uuml;r sich allein nicht aus, die gegen den Erblasser festgesetzten Steuern im Erbschaftsteuerbescheid nicht anzusetzen. Das lange andauernde finanzgerichtliche Verfahren bez&uuml;glich der Einkommensteuer zeigt zudem, dass die materiellen Rechtsfragen im Streitfall kompliziert und umstritten sind. Das f&uuml;r die Einkommensteuer zust&auml;ndige Finanzamt hat offensichtlich die Festsetzung der Einkommensteuer trotz der umfassend gew&auml;hrten AdV noch nicht ge&auml;ndert oder zur&uuml;ckgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Besondere Umst&auml;nde, die es ausnahmsweise rechtfertigen k&ouml;nnten, die streitigen Einkommensteuerschulden in anderer H&ouml;he oder &#8211;wie geschehen&#8211; gar nicht als Nachlassverbindlichkeiten zu ber&uuml;cksichtigen, hat das FA nicht dargelegt. Die im Hinblick auf die endg&uuml;ltige Festsetzung der Einkommensteuer vorl&auml;ufige Festsetzung der Erbschaftsteuer steht der Anerkennung der Verbindlichkeiten nicht entgegen. Vielmehr erm&ouml;glicht die Vorl&auml;ufigkeit dem FA, die Festsetzung der Erbschaftsteuer nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO entsprechend zu &auml;ndern, wenn die Einkommensteuerfestsetzung ganz oder teilweise aufgehoben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Verschonungsabschlag nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStG ist nicht im Hinblick auf die Lohnsummenregelung zu k&uuml;rzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das seit dem 1.&nbsp;Januar 2009 geltende ErbStG ist auf den Streitfall anwendbar. Zwar ereignete sich der Erbfall bereits 2007 und damit vor Inkrafttreten des ErbStRG 2009, das grunds&auml;tzlich nur auf Erwerbsvorg&auml;nge Anwendung findet, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 entsteht (vgl. &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 ErbStG). Die Kl&auml;gerin hat jedoch von der in Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStRG 2009 einger&auml;umten Wahlm&ouml;glichkeit Gebrauch gemacht und rechtzeitig (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 ErbStRG 2009) die Anwendung des neuen Erbschaftsteuerrechts beantragt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 4 ErbStG wurden durch Art.&nbsp;6 des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes (WBG) vom 22.&nbsp;Dezember 2009 (BGBl I 2009, 3950) ge&auml;ndert. Die ge&auml;nderten Vorschriften sind auf Erwerbe anzuwenden, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 entsteht (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;a WBG &#8211;ErbStG 2009&#8211;). Art.&nbsp;14 WBG erweitert die Anwendung dieser Vorschriften auf die F&auml;lle, in denen &#8211;wie hier&#8211; das Wahlrecht nach Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStRG 2009 ausge&uuml;bt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG 2009 ist Voraussetzung f&uuml;r die Inanspruchnahme des Verschonungsabschlags, dass die Summe der ma&szlig;gebenden j&auml;hrlichen Lohnsummen des Betriebs, bei Beteiligungen an einer Personengesellschaft oder Anteilen an einer Kapitalgesellschaft des Betriebs der jeweiligen Gesellschaft, innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem Erwerb (Lohnsummenfrist) insgesamt 400&nbsp;% der Ausgangslohnsumme nicht unterschreitet (Mindestlohnsumme). Das Erfordernis des Nichtunterschreitens der Mindestlohnsumme gilt nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG 2009 jedoch nicht, wenn die Ausgangslohnsumme 0&nbsp;EUR betr&auml;gt oder der Betrieb nicht mehr als 20 Besch&auml;ftigte hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unter &quot;Betrieb&quot; i.S. des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG 2009 ist dabei &#8211;dem Wortlaut und dem Sinnzusammenhang der Vorschrift folgend&#8211; diejenige wirtschaftliche Einheit zu verstehen, f&uuml;r deren Erwerb die Steuerbeg&uuml;nstigung in Anspruch genommen wird. Dabei sind mehrere rechtlich selbst&auml;ndige wirtschaftliche Einheiten nicht als ein &quot;Betrieb&quot; zusammenzufassen. Das gilt selbst dann, wenn zum Betriebsverm&ouml;gen einer Holdinggesellschaft Beteiligungen an Gesellschaften geh&ouml;ren, die ebenfalls Arbeitnehmer besch&auml;ftigen. Bei der Ermittlung der Zahl der Besch&auml;ftigten einer Holdinggesellschaft sind folglich nicht die Arbeitnehmer von Gesellschaften, an denen eine Beteiligung besteht, einzubeziehen (vgl. Philipp in Viskorf\/Knobel\/Schuck\/W&auml;lzholz, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;13a ErbStG Rz&nbsp;38; Crezelius, Zeitschrift f&uuml;r Erbrecht und Verm&ouml;gensnachfolge 2009, 1 [4]).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Aus dem Zusammenhang mit der Regelung &uuml;ber die Berechnung der Lohnsumme bei Konzernsachverhalten folgt nichts Gegenteiliges.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Geh&ouml;ren zum Betriebsverm&ouml;gen des Betriebs, bei Beteiligungen an einer Personengesellschaft und Anteilen an einer Kapitalgesellschaft des Betriebs der jeweiligen Gesellschaft, unmittelbar oder mittelbar Beteiligungen an Personengesellschaften, die ihren Sitz oder ihre Gesch&auml;ftsleitung im Inland, einem Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Union (EU) oder in einem Staat des Europ&auml;ischen Wirtschaftsraums (EWR) haben, oder Anteile an Kapitalgesellschaften, die ihren Sitz oder ihre Gesch&auml;ftsleitung im Inland, einem Mitgliedstaat der EU oder in einem Staat des EWR haben, wenn die unmittelbare oder mittelbare Beteiligung mehr als 25&nbsp;% betr&auml;gt, sind die Lohnsummen dieser Gesellschaften einzubeziehen zu dem Anteil, zu dem die unmittelbare und mittelbare Beteiligung besteht (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 ErbStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 ErbStG enth&auml;lt nur Regelungen f&uuml;r die Ermittlung der Lohnsumme in Konzernstrukturen, nicht aber dazu, ob &uuml;berhaupt eine Lohnsumme festgestellt werden muss. Aus dem systematischen Zusammenhang der Vorschrift l&auml;sst sich nicht schlie&szlig;en, dass die Zahl der Besch&auml;ftigten von Gesellschaften, an denen eine Beteiligung besteht, bei der Ermittlung der Zahl der bei der Holdinggesellschaft Besch&auml;ftigten einzubeziehen ist. &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;4 ErbStG haben unterschiedliche Regelungsinhalte. W&auml;hrend nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 ErbStG zu pr&uuml;fen ist, ob &uuml;berhaupt eine Lohnsumme festzustellen ist, regelt &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 ErbStG die Einzelheiten der Berechnung der Lohnsumme. Die Pr&uuml;fung nach Abs.&nbsp;1 der Vorschrift ist systematisch und logisch vorrangig, denn bevor die Lohnsumme der H&ouml;he nach berechnet wird, ist zun&auml;chst zu kl&auml;ren, ob die Lohnsumme dem Grunde nach f&uuml;r die Besteuerung relevant wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Begr&uuml;ndung des Gesetzgebers zum ErbStRG und zu den Regelungen in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG sowie &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 ErbStG (BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;33&nbsp;f.) bietet ebenfalls keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, bei der Anwendung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG die Besch&auml;ftigten von Gesellschaften, an denen eine Beteiligung besteht, einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen gen&uuml;gt es nicht, dass sich Voraussetzungen oder Rechtsfolgen allein den Gesetzesmaterialien entnehmen lassen. Der sogenannte Wille des Gesetzgebers bzw. der am Gesetzgebungsverfahren Beteiligten kann bei der Interpretation nur insoweit ber&uuml;cksichtigt werden, als er auch im Text Niederschlag gefunden hat. Die Gesetzesmaterialien d&uuml;rfen nicht dazu verleiten, die subjektiven Vorstellungen der gesetzgebenden Instanzen dem objektiven Gesetzesinhalt gleichzusetzen (vgl. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Oktober 2017 II&nbsp;R&nbsp;44\/15, BFHE 260, 363, BStBl II 2018, 358, Rz&nbsp;30, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen l&auml;sst sich den Gesetzesmaterialien auch kein einheitlicher Wille in Bezug auf die Berechnung der Anzahl der Besch&auml;ftigten in Holdinggesellschaften entnehmen, der eine unbeabsichtigte, durch teleologische Auslegung zu f&uuml;llende Regelungsl&uuml;cke begr&uuml;nden w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den Gesetzesmaterialien ergibt sich, dass bei Unternehmen, die keine Arbeitnehmer besch&auml;ftigen oder unter &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des K&uuml;ndigungsschutzgesetzes fallen, auf die Lohnsumme als Pr&uuml;fungsma&szlig;stab verzichtet werden sollte (BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;33). Demgegen&uuml;ber sollte &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 ErbStG die ma&szlig;gebliche Lohnsumme n&auml;her beschreiben. Geh&ouml;rten zum Verm&ouml;gen eines zu bewertenden Betriebs (Mutterbetrieb) Beteiligungen an anderen Unternehmen (Tochterbetriebe), m&uuml;ssten die Lohnsummen der Tochterbetriebe einbezogen werden. Anderenfalls &#8211;so die Vorstellung des Gesetzgebers&#8211; w&auml;re es unsch&auml;dlich, Beteiligungen zu verkaufen oder aufzugeben oder Arbeitspl&auml;tze in Tochterbetrieben abzubauen, solange nur die Lohnsumme des Mutterbetriebs nicht unter die Mindestgrenze sinke (BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraus l&auml;sst sich nicht der Wille des Gesetzgebers ableiten, auch bei der Berechnung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG die Zahl der Besch&auml;ftigten von Gesellschaften, an denen eine Beteiligung besteht, einzubeziehen. Im Gegenteil macht die Begr&uuml;ndung deutlich, dass der Gesetzgeber bewusst zwischen der Frage, ob &uuml;berhaupt eine Lohnsumme ma&szlig;gebend ist, und &#8211;wenn ja&#8211; wie diese zu berechnen ist, klar unterschieden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Eine andere Auslegung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG 2009 zur Vermeidung einer unangemessenen Beg&uuml;nstigung von Erwerbern betrieblichen Verm&ouml;gens gegen&uuml;ber Erwerbern nicht beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gens ist wegen des eindeutigen Wortlauts nicht m&ouml;glich. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Regelungen in &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung insgesamt f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt (vgl. BVerfG-Urteil vom 17.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;21\/12, BStBl II 2015, 50). Gerade die Freistellung von Betrieben mit bis zu 20 Besch&auml;ftigten von der Pflicht zur Einhaltung der Mindestlohnsumme stelle eine unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Privilegierung dar; dies gelte erst recht, soweit &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG Gestaltungen zulasse, welche die unentgeltliche &Uuml;bertragung von Betrieben mit mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigten ohne Einhaltung der Lohnsummenvorschrift erm&ouml;gliche (BVerfG-Urteil in BStBl II 2015, 50, Rz&nbsp;257). Trotz der Verfassungswidrigkeit der Normen hat das BVerfG &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG f&uuml;r weiter anwendbar erkl&auml;rt. Angesichts dessen ist die hier streitige Regelung zur Lohnsumme nicht durch eine Auslegung gegen den Wortlaut zu korrigieren, um den verfassungswidrigen Zustand abzumildern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Schlie&szlig;lich folgt auch aus der Neuregelung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG 2009 durch Art.&nbsp;30 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a des Gesetzes zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur &Auml;nderung steuerlicher Vorschriften vom 26.&nbsp;Juni 2013 &#8211;AmtshilfeRLUmsG&#8211; (BGBl I 2013, 1809), wonach nicht nur f&uuml;r die Berechnung der Lohnsummen, sondern auch f&uuml;r die Berechnung der Anzahl der Besch&auml;ftigten die Beteiligungen i.S. des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 ErbStG 2009 einzubeziehen sind, nichts anderes. Diese Regelung gilt nur f&uuml;r Erwerbe, f&uuml;r die die Steuer nach dem 6.&nbsp;Juni 2013 entsteht (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;8 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;30 Nr.&nbsp;3 AmtshilfeRLUmsG). Auf fr&uuml;here Erwerbe kann die Vorschrift aufgrund dieser klaren Anwendungsregelung nicht entsprechend angewendet werden. Sie gilt nicht nur deklaratorisch, sondern konstitutiv.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>h) Nach diesen Grunds&auml;tzen war im Streitfall der Verschonungsabschlag nicht um 3,77&nbsp;% zu k&uuml;rzen. &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG 2009 ist auf die von der Kl&auml;gerin erworbene Beteiligung an der Holding-KG nicht anzuwenden, da die Holding-KG nach den bindenden Feststellungen des FG zum Steuerentstehungszeitpunkt weniger als 20 Besch&auml;ftigte hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO. Dabei war zu ber&uuml;cksichtigen, dass ein Teil der nachlassmindernden Positionen erst im Laufe des Verfahrens vor dem FG vorgetragen und vom FA unstreitig gestellt wurde. Eine Entscheidung &uuml;ber die Kosten der Beigeladenen war nicht zu treffen. Diese hat keine Sachantr&auml;ge gestellt (vgl. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Juni 2016 II&nbsp;R&nbsp;24\/15, BFHE 254, 60, BStBl II 2017, 128, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.11.2018, II R 34\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.141118.IIR34.15.0 Zahl der Besch&auml;ftigten und Lohnsummenregelung bei Holdinggesellschaften; Einkommensteuerschulden als Nachlassverbindlichkeiten Leits&auml;tze 1. Die gegen den Erblasser festgesetzte Einkommensteuer kann auch dann als Nachlassverbindlichkeit abgezogen werden, wenn der Erblasser noch zu seinen Lebzeiten gegen die Steuerfestsetzung Einspruch eingelegt hat und AdV des angefochtenen Bescheids gew&auml;hrt wurde. 2. Bei der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-34-15-zahl-der-beschaeftigten-und-lohnsummenregelung-bei-holdinggesellschaften-einkommensteuerschulden-als-nachlassverbindlichkeiten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;34\/15 &#8211; Zahl der Besch&auml;ftigten und Lohnsummenregelung bei Holdinggesellschaften; Einkommensteuerschulden als Nachlassverbindlichkeiten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70521","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70521"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70521\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}